Bayern entzieht Soravia die Sendeerlaubnis

Fernsehen Wegen Änderungen in der Beteiligungsstruktur hat die bayrische Medienbehörde BLM dem Lokalsender TV München die Konzession entzogen.

Fernsehen Wegen Änderungen in der Beteiligungsstruktur hat die bayrische Medienbehörde BLM dem Lokalsender TV München die Konzession entzogen.TVM gehört zu 40 Prozent der Kanal 1 Fernsehbetriebsgesellschaft (K1), die auch hinter dem Schweizer U1 TV steht. Deren Mehrheitseigner Hanno Soravia will seine Beteiligung bis auf 9 Prozent dem Investor Mitsui Securities und der Geschäftsführerin von K1 übertragen. Laut BLM ist dies «nicht genehmigungsfähig». Nachdem TVM keine neue, lokal verankerte Beteiligungsstruktur vorlegen konnte, wird die Konzession neu ausgeschrieben.

Bis aufs F total geliftet

Frauenzeitschriften Die traditionsreiche Femina versucht mit einer Totalrevision, ihre Führerschaft auf dem Westschweizer Markt zu sichern.

Frauenzeitschriften Die traditionsreiche Femina versucht mit einer Totalrevision, ihre Führerschaft auf dem Westschweizer Markt zu sichern.Femina ist ein Phänomen. Ohne ernsthafte Konkurrenz und mit einer beachtlichen Reichweite von beinahe einer halben Million Leserinnen (Auflage 207021 Expl.) ist es – unabhängig vom Bildungsniveau – das Westschweizer Frauenmagazin par excellence. Konkurrentinnen wie Elle, Marie Claire, Vogue und Edelweiss kommen in der Romandie pro Woche auf jeweils nicht über 20000 verkaufte Exemplare und tangieren das Massenprodukt Femina kaum, weder kommerziell noch inhaltlich. Trotzdem: «Man kann Markt beherrschend sein und dennoch Verbesserungen nötig haben», sagt Femina-Geschäftsleiter Théo Bouchat mit Blick auf die 71-jährige Geschichte des Hochglanztitels.Es habe dem 1934 als «Semaine de la femme» gestarteten und seit 1962 als Femina erscheinenden Magazin zuletzt etwas an «Punch» gefehlt, einzelne Nummern seien beliebig und austauschbar gewesen. Ausserdem, so Bouchat, habe die Redaktion die jungen Frauen zunehmend verfehlt. In der Tat: Femina ist über die Jahrzehnte mit seinen Leserinnen gealtert und wurde für die neue Generation zunehmend «le journal de maman» oder gar zum Heftchen auf dem Teetischchen der Grossmutter.
Peppiger in Form und InhaltPer 6. Februar soll dies ändern: Ein grosses F ziert dann den im Format leicht verkleinerten Titel, der insgesamt lebhafter und farbiger daherkommt. Man wolle von Femina nur die Essenz behalten, heisst es in der Vorankündigung. Mit dem Mix verschiedener Schriften und der Schaffung neuer Bildatmosphären versuchen die Lausanner, den herkömmlichen Genre-Rahmen zu sprengen. Bisher bewältigte ein einziger Fotograf sämtliche Modereportagen, neu wird ein ganzer Pool von Lichtbildnern herangezogen. Neue Rubriken, mehr Service und Überschaubarkeit und ein Generationswechsel an der Redaktionsspitze sollen garantieren, dass Femina weiterhin den Status des Frauenmagazins für die 20- bis 50-jährigen Westschweizer Frauen behält.
«Wir konzentrieren uns deshalb auch künftig nicht auf ein Themengebiet wie etwa Vogue auf Mode, sondern bleiben Generalistinnen», sagt Chefredaktorin Renata Libal. Nicht allein Kleider, Körperpflege, Glamour und Prominenz «à la française» soll im Blatt stehen. Auch schwierige, kontroverse Inhalte will die Redaktion weiterhin aufgreifen. Und gelegentlich auch an Tabus rütteln. Wie etwa in der vorletzten Ausgabe, als betroffene Frauen über Erfahrungen und Konsequenzen einer Fehlgeburt berichteten.
Stärkerer Bezug zur RomandieAllerdings sollen die Texte in der neuen Femina kürzer und dynamischer werden und – wo möglich – einen noch stärkeren Bezug zur Romandie haben. Im benachbarten Frankreich stösst das Blatt entsprechend kaum auf Beachtung, umso mehr in der Westschweiz. «Praktisch alle Westschweizerinnen haben zu Femina eine Meinung», weiss Libal.
Von Edipresse-Boss Lamunière bei Ringier abgeworben, hat die Ex-Edelweiss-Chefin Libal als Projektleiterin vergangenes Jahr dem Magazin die neue Struktur verpasst. Seit Januar ersetzt sie die legendäre Marie-Pierre Dupont, welche die Redaktion sage und schreibe seit 1978 führte. Der entscheidende Durchbruch gelang Femina übrigens 1986, als Edipresse damit begann, seine Frauenzeitschrift der Sonntagsausgabe von Le Matin beizulegen. Vielleicht ja ein Modell mit Vorbildcharakter, auch für die Deutschschweiz.
Facelifting für die beliebteste Westschweizer Frauenzeitschrift: Femina kommt dynamischer und peppiger daher.
René Worni

ächster Halt: Urne

ÖV Für die Basler gehören die grünen Drämmli und Busse zu ihrer Stadt, wie Münster, Fasnacht und Rhein. Damit dies auch nach dem 27.

ÖV Für die Basler gehören die grünen Drämmli und Busse zu ihrer Stadt, wie Münster, Fasnacht und Rhein. Damit dies auch nach dem 27.Februar so bleibt – dann entscheidet der Basler Souverän über zwei Gesetzesvorlagen zu den Verkehrsbetrieben –, läuft eine Kampagne. Mit dem Claim «Drämmli, Drämmli, di bhalti nämmli!» will das Referendumskomitee einer drohenden Privatisierung der BVB entgegenwirken. Als Key Visual fordert ein Türöffnerknopf mit der Aufschrift «Bitte nicht einsteigen», die Ablehnung der Gesetzesvorlagen. Kreativer Chauffeur der Kampagne war das direkt betroffene Team der Basler Werbeagentur ranz.

Neu – und schon populär

Finanzinstitute Die Kantonalbanken haben die Kräfte ihrer gemeinsamen Unternehmen in den Bereichen Anlage und Vorsorge gebündelt. Eine prägnante Kampagne von SFLB führt die neue Marke Swisscanto ein.

Finanzinstitute Die Kantonalbanken haben die Kräfte ihrer gemeinsamen Unternehmen in den Bereichen Anlage und Vorsorge gebündelt. Eine prägnante Kampagne von SFLB führt die neue Marke Swisscanto ein. Genügen Professionalität, Kompetenz und ein überdurchschnittlicher Track Record, um im harten Wettbewerb unter den Fondsgesellschaften zu bestehen? Eigentlich schon, wenn die Marke Bezug auf die Herkunft nimmt und die Ziele ganzheitlich und effektiv vermittelt werden. Im Fall von Swissca, Prevista und Servisa, Gemeinschaftsunternehmen der Kantonalbanken für Anlage- und Vorsorgedienstleistungen, haben Studien gezeigt, dass deren Absendererkennung und -zuordnung auf Grund der inhaltlichen wie gestalterischen Eigenständigkeit nur suboptimal waren. Für ein vergleichbares Learning und Vertrauen mussten die Kantonalbanken für ihre Mehrmarkenstrategie ungleich mehr Marketinganstrengungen unternehmen als die Konkurrenz wie UBS, CS oder Raiffeisen mit deren Monomarkenstrategien. Um es mit den national agierenden Konkurrenten aufzunehmen, brauchte es deshalb eine Dachmarke, die bei den Zielgruppen eine Kompetenzvermutung aufbaut und «die auch den Kantonalbanken selbst ein gutes Gefühl gibt», so Beat Amstutz, Leiter Kommunikation und PR bei der Finanzholding.
Weil «Canto» auf der Produktmarkenebene die Kantonalbanken bereits heute verbindet sowie diesen spontan zugeordnet und mit
deren Imageattributen verbunden wird, habe man sich für den
Markennamen Swisscanto entschieden.
Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass mit der gemeinsamen Kompetenzmarke die Kantonalbanken ihrerseits Schlagkraft am Markt gewinnen dürften.
Zur Lancierung der Kompetenzmarke kreierte Spillmann Felser Leo Burnett die Kampagne «Geld macht glücklich», die seit Jahresanfang in Zeitschriften, Wirtschafts- und grösseren Tageszeitungen geschaltet wird. Aufbauend auf der Markenpositionierung «Der verlässliche Partner» sowie dem Markenversprechen «Peace of Mind», konzipierte das Team um Creative Director Martin Spillmann eine Kampagne, welche die Voraussetzungen für den glücklichen Umgang mit Geld aufzeigt.
So macht Geld glücklich, wenn man es in etwas Sinnvolles investieren kann, wenn man nicht ständig daran denken muss oder wenn man es in guten Händen, sprich: bei den Kantonalbanken weiss. Weil diese fair und seriös beraten und weil das Geld von Spezialisten gut angelegt wird, egal, in welcher Lebenssituation man sich befindet. Obwohl die Headline eine Binsenwahrheit ist, sehen die Urheber der Kampagne darin eine provokative Aussage, die Aufmerksamkeit generiert.
Zusätzlich soll die Marke Swisscanto durch die Bildsprache Profil erhalten, sagt Amstutz. Diese zeigt Menschen, welche das Glück in vielen Facetten beleuchten – sei dies materiell oder immateriell, in der Familie, mit Freunden oder ganz allein. Die heile Welt, welche die Agentur für einen Lebensversicherer bewusst umgangen hat, setzt sie dagegen bei Swisscanto ein. Einzig die Frische und Authentizität einiger Motive kann sie vor dem Einheitsbrei in der Branche der Fondsgesellschaften retten.
Das neue Logo bettet sich in die Markenwelt der Kantonalbanken ein. Auch die Bildsprache ist mehrheitsfähig.

Die Kantonalbanken bündeln ihre Kräfte in den Bereichen Anlage und Vorsorge unter dem Label Swisscanto: Geld macht offensichtlich glücklich – SFLB zeigt die Glücklichen. >> Seite 9
Luca Aloisi

Grundy und Ringier-TV im Joint Venture

TV Die deutsche Produktionsfirma Grundy Light Entertainment gründet mit Ringier-TV ein Joint Venture in der Schweiz.

TV Die deutsche Produktionsfirma Grundy Light Entertainment gründet mit Ringier-TV ein Joint Venture in der Schweiz.Ringier wird Minderheitspartner der neuen Grundy Schweiz AG. Die Leitung des Unternehmens übernehmen Ute Biernat (CEO Grundy Light Entertainment) und Marc Görtz (Geschäftsführer Ringier-TV). Als erster Auftrag wird für SF DRS die Quizshow «5gegen5» produziert. Grundy hat dieses Format jahrelang für RTL unter dem Namen «Familienduell» umgesetzt.

Klare Positionierung ist ein Muss

Studie Laut Schweizer Sponsoring-Barometer 04/05 der ESB wird das Sportsponsoring in der Schweiz weiterhin vor sich hindümpeln.

Studie Laut Schweizer Sponsoring-Barometer 04/05 der ESB wird das Sportsponsoring in der Schweiz weiterhin vor sich hindümpeln.Zum sechsten Mal haben die Europäische Sponsoring-Börse (ESB) und der GfS, diesmal mit der Kölner Serviceagentur Sport + Markt, für das neue Schweizer Sponsoring-Barometer eine Manager-Befragung durchgeführt. Rund zehn Prozent der bedeutendsten Unternehmen im Schweizer Sponsoring-Markt wurden befragt. Erstaunliches Ergebnis dabei, die Diskrepanz zwischen Investition und Wahrnehmung: Obwohl 80 Prozent der befragten Unternehmen Sportsponsoring als die wichtigste Sponsoring-Form sehen – über die Hälfte der Etats fliessen in den Sport –, denken die Konsumenten, dass Kultursponsoring stärker ist. Dabei macht Letzteres nur rund 25 Prozent der Sponsoring-Investitionen aus. Marcel Cordes, Vorstand von Sport + Markt: «Zwar ist auch in der Schweiz die Visibilität von Sport-sponsorships grösser als jene der Kultur. Doch sie hat mit Firmenstiftungen und Mäzenen eine längere Tradition in der Kulturförderung als andere Länder.» Während die klassische Werbung bei den Sponsoring betreibenden Firmen Anteile am Kommunikationsbudget gewinnen konnte, verharrten die Sponsoring-Ausgaben auf dem Niveau von 2002. Einige Sportarten haben MüheAuch darin unterscheide sich die Schweiz vom Trend in Europa. Allgemein stellt man eine Verschiebung fest, während die Sponsoring-Fees stabil geblieben sind, sind die Investitionen für begleitende Kommunikationsmassnahmen gestiegen. Es besteht für einzelne Sportarten die Gefahr, dass sie wegen negativen Vorfällen künftig Mühe haben werden, am Sponsoring-Markt zu bestehen.
Skisport gehört zu VerlierernCordes Empfehlung: «Eine bessere Positionierung, um in der Kommunikations-Wertschöpfungskette nicht weiter abzufallen, sondern die Anteile daran wieder zu steigern.» Hospitality-Aktivitäten, PR und klassische Werbemassnahmen sind in dieser Reihenfolge die wichtigsten Instrumente zur Vernetzung der Sponsoring-Engagements. Bei den Sportarten zählen Fussball, wegen der erfolgreichen Euro-2008-Kandidatur der Schweiz und Österreich, sowie Tennis, wegen Roger Federer, zu den Gewinnern im Sportsponsoring-Markt. Einer der Verlierer ist der Skisport, laut der Mehrheit der Befragten.
Die Formel 1 ist fürs Sponsoring weniger beliebt als erwartet.
Luca Aloisi

Jung geblieben

Othmar Beerli überrascht die Branche mit einem Comeback seines legendären Musenalp Express.

Othmar Beerli überrascht die Branche mit einem Comeback seines legendären Musenalp Express.Wenn er etwas macht, dann macht er es richtig. Das war auch kurz vor Weihnachten so. Othmar Beerli wollte einen Flyer gestalten, um bei Schweizer Schulen sein neues Internetportal www.musenalp.com besser bekannt zu machen. Die Website hat er kürzlich als Ersatz für sein vor 15 Jahren verloren gegangenes Jugendmagazin Musenalp Express ins Netz gestellt. Interessierte aus über hundert Ländern klicken sich regelmässig auf die Alp, seit Beerli an einem Kongress bei 1700 Deutschlehrern aus aller Welt die Gelegenheit nutzte, den Sinn seines multimedialen Forums von Jugendlichen für Jugendliche zu erklären.Beerli kämpfte also mit den Zeilen. Um seine Idee umfassend darstellen zu können, wurde aus dem A5-Flyer schliesslich ein gefaltetes Doppelblatt, ein paar Stunden später eine Maquette mit mehreren A5-Seiten, dann wechselte er auf A4, bis es dem im Unruhestand lebenden Verleger plötzlich evident war: «Ich muss wieder ein richtiges Heft machen.»
Beerli telefonierte sofort Jorge Chaves. Bei diesem Verleger von sechs Zeitschriften in St. Gallen ist der ursprüngliche Musenalp Express nach einer langen Odyssee durch verschiedene Unternehmen schliesslich gelandet. Aus dem legendären Jugendtitel wurde in der Abkürzung das Trendmagazin MEX. Eine Chance für Chaves, mit Beerli eine viel versprechende Kooperation einzugehen. «Unsere Zusammenarbeit ermöglicht den Relaunch des Musenalp Express. Dieser soll die jungen Leserinnen und Leser später als Erwachsene auch zum Trendmagazin MEX hinführen», verrät Beerli.
Das Comeback des Musenalp Express mit einer Auflage von
330000 kostenlosen Exemplaren ist für den 1. März angesagt. Noch vor dem Anzeigenschluss am 15. Februar zeichnet sich ab, dass die Zeitschrift mehr Umfang als die letzte Woche angekündigten 64 Seiten umfassen wird. «Das Konzept, das Heft genau gleich wie im Original auferstehen zu lassen, hat viele begeisterte Reaktionen ausgelöst.» Als Partner bereits wieder dabei sind Die Post, Swisscom und SBB. Die Farbseite für 12800 Franken weckt auch bei anderen Anbietern von Jugendprodukten grosses Interesse. Der Inhaber einer Vertriebsfirma ist zu Othmar Beerli nach Ennetbürgen gepilgert, um die Installation eines Elektronik-Shops im Musenalp Express zu besprechen. CD-Händler wollen mit Prozentangeboten mitmachen, ebenso wie Fotolabors. Neu ist, dass Beerli nicht mehr selbst als Versandhändler auftreten will. «Ich wurde Versandhändler wider Willen, weil die Händler keinen Ausbildungsrabatt geben wollten.» Im neuen Heft vermittelt er nur noch die Kontakte.
Im alten System wurden jährlich 80000 Pakete verschickt. 250000 Kunden waren auf der Kartei des Musenalp Express. Mit dem Discount-Versand für Jugendliche sind 1989 noch 25 Millionen Franken Umsatz erzielt worden. Das hat die Bank bewogen, auch einen finanzkräftigen Partner ins Spiel zu bringen. Dieser hat allerdings nach einer Kapitalerhöhung die Aktienmehrheit übernommen. Heute sagt Beerli, dass ihm sein Lebenswerk damit «gestohlen» wurde. Als Minderheitsaktionär konnte der Gründer den Verkauf nicht mehr vermeiden. Zwar blieb Beerli noch das Musenalp Magazin mit 1,25 Millionen Exemplaren in Deutschland, und er verhandelte bereits über das Lancieren eines Musenalp Forums in der DDR. Mit dem Fall der Mauer hatten aber seine wichtigsten Partner Post und Bahn im wieder vereinten Deutschland plötzlich ganz andere Prioritäten als den Aufbau eines Jugendmagazins. Bei Verhandlungen mit einer Druckerei in Leipzig hat der Schweizer Verleger dafür seine spätere Frau kennen gelernt.
Dass Beerli zum Verleger des erfolgreichsten Schweizer Jugendmagazins wurde, erscheint im nostalgischen Rückblick eher zufällig. Er arbeitete zuerst als Buchhalter und landete später als Sekretär bei einer Jugendorganisation in Luzern. Dort kreierte er für Lehrlinge und Schüler eine Legi, mit der sie vergünstigt einkaufen sollten. Weil die Händler nicht mitspielen wollten, hat Beerli selbst ein paar Warenposten zusammengekauft und diese per Flugblatt an den Schulen bekannt gemacht. «Wieso diese Flugblätter nicht mit ein paar Texten anreichern, die von den Schülern selbst verfasst werden?», war bald die Frage. Schon nach dem ersten Aufruf wurde der Musenalp Express mit Texten zur Befindlichkeit der damaligen Jugend überschwemmt.
An ein grosses Bedürfnis nach einer offenen Plattform für jugendlichen Zeitgeist glaubt Beerli auch wieder bei seinem neuen Projekt.
Othmar Beerli, der im Unruhestand lebende Verleger, «muss wieder ein Heft machen».
Andreas Panzeri

Allcomm produziert Imagefilm für Ronda

Uhrenindustrie Der Uhrwerkhersteller Ronda hat Allcomm Productions mit der Realisation eines Imagefilms beauftragt.

Uhrenindustrie Der Uhrwerkhersteller Ronda hat Allcomm Productions mit der Realisation eines Imagefilms beauftragt.Der Film soll das im basellandschaftlichen Lausen domizilierte Unternehmen gegenüber einem weltweiten Fachpublikum als ernst zu nehmenden Player im Markt positionieren, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. Gedreht wird in der Schweiz und in Thailand. Die Allschwiler Allcomm Productions ist ein Unternehmen der Basler Zeitung Medien und in den Bereichen TV, Film und Event Services tätig.

Mann oh Mann, Mühlemann

Die Katze wurde nun aus dem Sack gelassen.

Die Katze wurde nun aus dem Sack gelassen.Der Werber des Jahres heisst Beat Mühlemann, die Kampagne des Jahres kommt aus dem Hause Wirz, genauer von AD Barbara Hartmann und Konzepter Thomas Kurzmeyer, und warb für den Kunden Pneu Egger. Natürlich freuten sich die Protagonisten ganz besonders auf ihren Auftritt. Noch viel mehr aber freuten sich knapp tausend Werber, die es auf die Gästeliste geschafft hatten. Die Telefone bei der Werbewoche liefen jedenfalls bis kurz vor der Veranstaltung heiss.Eine werber-atypische Zufriedenheit sah man auch bei den auf die Plätze Verwiesenen. Bene Abegglen freute sich wie Markus Gut für den neuen Werber des Jahres und Martin Spillmann musste als Abtretender keine Träne verdrücken. Mit dem Leiter der Migros-Marketingkommunikation haben die Leserinnen und Leser der Werbewoche eine korrekte Wahl getroffen. Mühlemann gilt als umgänglicher und mutiger Kunde. Und er verteilt seine Budgets gerecht. Neben der hauseigenen Agentur Exxtra kommen auch andere Werbeunternehmer in den Genuss von Aufträgen aus dem MGB-Hochhaus am Limmatplatz.
Zur korrekten Wahl gehört logischerweise eine korrekte Fete. Dafür mietete die Werbewoche gleich das ganze Kaufleuten. Im Tanzsaal tummelte sich Kreti und Pleti, und was Rang und Namen hatte, sah man auf der VIP-Galerie im ersten Stock. Wer dazu eingeladen war oder genügend Bares aufwarf, durfte sich nach der Preisübergabe gar in der angenehmen Atmosphäre des Kaufleuten-Restaurants verwöhnen lassen.
Für den musikalischen Rahmen sorgte Hugo Bigis Journalisten- und Redaktorenband mit Sounds aus den Sixties bis heute, und für die speditive Abwicklung des Verleih- und Ehrungsprozederes stand die vife Anna Maier auf der Bühne. Fürs geniesserische Element standen die Häuser Oettinger mit fetten Zino-Platinum-Cigarren und Remy Martin mit leckeren Cognac-Drinks ein. Kurzum, eine gelungene Sache. Einzig das Gedränge während der Preisübergabe vermochte einem kurz etwas den Spass zu verderben, dabei hätte es bei der Bühne noch genügend Platz gehabt. Der Mensch ist halt ein Herdentier, und der Werber besonders.
Beat Fritschhatte neben viel Arbeit am Werber des Jahres zwischendurch doch mal ganz kurz Zeit, zu geniessen. Und zwar eine dieser bombastischen Puros aus der Zino-Platinum-Manufaktur, für deren Format es im Cigarren-Brevier noch keine offizielle Bezeichnung gibt – am ehesten träfe man es mit Doppel-Robusto-Corona. Das Geläuf im Zürcher Kaufleuten war gross, und es konnte nicht allen Einlass gewährt werden, welche diesen begehrten. Erneut hat sich gezeigt, dass unsere Egon-Verleihung an den Werber des Jahres und die Auszeichnung für die Kampagne des Jahres der Branchenevent schlechthin ist.
Für ein Jahr der höchste Werber der Schweiz: Beat Mühlemann.
Werbewoche-Chefredaktor Pierre C. Meier (l.) gratuliert dem Werber des Jahres Beat Mühlemann und übergibt die Trophäe namens Egon.

Den Titel für die Kampagne des Jahres holten sich Wirz und Pneu Egger für ihren frechen Grossmutters-Tanga-Spot.
Moderatorin Anna Maier mit Chefredaktor René Hildbrand, der offiziell über den Namenswechsel von TR7 zu TV-Star informierte.
Samuel Helbling (l.), Verlagsleiter der Werbewoche (Media-Daten), beim Apéro mit Robert Schmidli, VR-Präsident der Media-Daten.
Von unserem Mutterhaus Springer Science + Business Media: Hans Peter Meier, Stefan Rühling und Renato Polentarutti (v. l.).
Publimedia-CEO Daniel Strobel (l.) und Urs Schneider von Mediaschneider an der Bar.
Wohlverdienter Apéro: Stephan Suter (l.) von Adlink mit Petra Kreussler und Stephan Kümin von The Generation Media.
Monika Schneider (l.), Anzeigenleiterin der Annabelle, mit Tamedia-Zeitschriften-Chefin Uli Rubner und Michi Hermann, Weltwoche.
Warteten gespannt: Edgar Iten, Iten Werbung, Rafael Müller, Werbehaus Zürich, und Piero Schäfer, SW-Kommunikator (v. l.).
Beat Ruch (l.), Head of Marketing Communications bei Sunrise, beim Plauschen mit Freelance-Copywriter Alain Piccard.
Raoul Wanger betörte Werberinnen: Pia Banderini (l.) von Banderini Kommunikation und Barbara Schlup von Cosma Dialog.
Inmitten von Branchenpromis: Tagi-Gebietsverkaufsleiter Hans-Peter Thoma (l.) mit Optimedia-Geschäftsführer Sandro Prezzi.
Die Shortlist-Favourite-Blondes: Yvonne Müller (r.) von KI-Media und Busenfreundin Susann Fankhauser mit Filippo Leutenegger.
Zeigten Zähne, aber von der freundlichen Seite: Andreja Sedlsjak (l.) von Wyss & Partner und Tina Näf von der Aegis Media Group.
TV-Star Roman Kilchsperger mit René Hildbrand (l.) und Francine Bruni, seit der Neutaufe von TR7 nun ebenfalls TV-Stars.
Unterhielten sich bestens im Kaufleuten-Himmel: Werbewoche-Anzeigenleiter Thomas Stuckert (l.) und Werber Markus Cavegn.
Raphaela Höhn verspürt Heiratsgelüste und holte sich Tipps beim frisch vermählten Gerry Stadler von der APG.
Bettina Meier (l.) vom Baublatt von Springer Science + Business Media Schweiz kam mit Kollegin Barbara Bieler.
Smarte Ladys: Manuela Reik (l.), Marketing- und Vertriebsleiterin, und Janine Wettstein, Werbeleiterin für das Gernhabe-Auto Smart.
Die People-Spezialistinnen von Ringier: Barbara Ryter, Ursula Timm und Katja Richard (v. l.).
Scholz-Freunde umwarben Chris Burkhard heftig: CD/Agenturleiter Martin Denecke (l.) und Geschäftsführer Christian Binder.
Für die Zürcher Löwen erhielt Zoodirektor Alex Rübel einen Check von Matthias Luchsinger (l.) und Jean-Claude Bruhin (r.).
Promotor Manuel Nappo, Komiker und Ex-Promi Claudio Zuccolini und Paolo Placa, Anzeigenleiter der Mittelland Zeitung (v. l.).
Beat Mühlemann in charmantester Gesellschaft: mit Anna Maier (l.) und Heike Findeis, GL-Vorsitzende von SSBMS.
Von der SW: Geschäftsführerin Monika Luck, Kurt Nyffeler und die Assistentinnen Claudia Facchinetti und Maja Hättenschwiler (v. l.).
Von der Führungsspitze von Springer Science + Business Media Schweiz (SSBMS) wird Anna Maier sogar auf Händen getragen.
Der scheidende Werber des Jahres, Martin Spillmann, mit Gattin Rita, Marcel Bosshard und Michi Frank von IP Multimedia (v. l.).
Internet- und IT-Profis unter sich: Daniel Niklaus (l.) von Netlive mit Reto Hartinger, Marketingleiter der Suchmaschine Search.ch.
Gestalteten die Pneu-Egger-Siegerkampagne: Wirz-Krea-Team mit AD Barbara Hartmann und Texter/Konzepter Thomas Kurzmeyer.
Grosse Freude über den Gewinn auch bei Wirz-CD Hanspeter Schweizer (l.) und Pneu-Egger-Geschäftsführer Gregor Hartmann.
Auch Wirz-Beratungsgruppenleiter Stefan Ryser (l.) und Pneu-Egger-Marketingleiter Simon Müller freuten sich gemeinsam.
Gemischtes Doppel von Publimag Glattbrugg: Barbara Novak vom Sales Support mit Marketingleiter Christian Rufener.
Claudia Gillardon (l.), WOZ, mit Irene Shirazi, Migros-Magazin, und Toni Vetterli, Marketingleiter des Verbands Schweizer Presse.
Der Mühle-Wallisellen-Leitungsausschuss: Peter Leutenegger von FCBLK mit Susanne und Stephan Küng, Initiative Media (v. l.).
Gehen als Zweierpatrouille an Branchenevents: Nadine Landolt (l.), Red Cross, mit Franziska Wenger von Odlo.
Waren froh, im Kaufleuten-Restaurant dem Saal-Rummel entfliehen zu können: Nicole Steinegger und Philip Hofmann.
Tischgenossen beim Galadiner: Katja Genovese von Starplakat mit Radiotele-Chef Bruno Oetterli.
Andrea Blatter (l.), neue Printberaterin bei Cinecom, mit Kollegin Karin Rickenmann, Leiterin des Cinecom-Sales-Support.
Viel Spass: Minolta-Werbeleiterin Jacqueline Gervasi mit Fritz Steiner, Fachberater bei der Business Development Division von Antalis.
Kamen ebenfalls vom Edelpapier-Lieferant Antalis ins Kaufleuten: Thomas Liedtke, Uschi Ambühl und Hugo Bolliger (v. l.).
Bereiteten vor allem den Herren viel Freude: Isabella Benda (l.) und Sandra Spiess hatten Zino-Platinum-Cigarren in ihrem Gepäck.
Posierten gerne für die Werbewoche: Kommunikationsspezialisten Dominik Joos (l.) und Tiziano Pelli von Panta Rhei PR in Amriswil.
Roger Bondi (l.) und Bene Beck aus der Swisscom-TV-Serie Beck & Bondi, mit Irène Abegglen, gute Kennerin der Berner Werbeszene.
Sandro Proietto (l.) und Florian Biafori von Mediabox scherzten vor allem mit Nadine Andres von 20 Minuten herum.
Andrea Heierli (l.) von Fisch Meier Direkt und Sarah Hiltebrand von der neuen Agentur Werbeanstalt (die mit dem Keiler).
Geben öfters auch mal zusammen Gas: Schweizer-Familie-Journi Bruno Bötschi und Silvia Landolt vom Sportverlag Europa.
Dat Hong mit Bernadette Weber (r.) und Claudia Wilden, bei welcher gelegentlich Nachwuchs ins Haus stehen wird.
Gemeinsam an der Bar: Dieter Zachmann (r.) und Daniel Pauletto.
Paolo Tonti (r.) und die Contexta-ADs Reto Schild (l.) und Silvio Truffer.
St. Galler Gipfeltreffen: Oliver Künzler (l.) und Filippo Zanchi (r.) von Trendcommerce mit Helmut Hartinger von Dialogworld.
Le pas des deux: Maya Rippstein (l.) von Gerber Instruments (Labor, nicht Musik!) und Sandra Bossi von der Migros Klubschule.
Werner Schlatter von der Publicitas führte Arbeitskollegin Bettina Meier an den Werber des Jahres aus.
Wild Things: Christian Suter, Publicitas, Aline Prüfer und Karin Krüger vom Beobachter, und Ex-Ringier-Mann Markus Will (v. l.).
Mitten im Getümmel: Michael Studer, Publicitas, Manuela Roth von Microsoft und Guido Schwarz von der Vorstadt (v. l.).

Im Beichtstuhl der Postmoderne

Aufgefallen Wie wird aus Interviews kein hirnloser Eintopf, sondern ein gehaltvolles Menü? Unser Kolumnist empfiehlt seinen Kollegen die Strategie der Ahnungslosigkeit.

Kolumne Wie wird aus Interviews kein hirnloser Eintopf, sondern ein gehaltvolles Menü? Unser Kolumnist empfiehlt seinen Kollegen die Strategie der Ahnungslosigkeit.Würden Sie mit jemand Wildfremden von der Presse sprechen, Mbwana? Sie würden. Gott weiss warum: Die Presse hat den Status eines modernen Beichtsessels mit eingebautem Lautsprecher. Seltsamerweise legt kaum jemand den Hörer auf. Mit ein wenig Mut kann, wer immer sich als Reporter ausgibt, wem immer eine Stunde Zeit stehlen. (Mit Ausnahme der grossen CEOs, die nur Hand verlesenen Journalisten nichts sagen.) Es ist ein Wunder, dass das private Telefoninterview mit Politikern, Professoren, Schauspielern noch nicht zum Volkssport geworden ist.Das Resultat ist eine Geschwätzlawine, die sich durch die Medien wälzt. Was an sich erfreulich ist – die Welt wäre schöner als grosses Kaffeehaus, in dem weniger gearbeitet denn geplaudert würde. Solange es kluges Geplauder ist.
Wie also macht man ein kluges Interview? Die Antwort ist leider die gleiche auf die Frage: Wie hat man guten Sex? Es gibt niemand, der allein schlecht oder gut im Bett wäre, sondern nur Menschen, die es gut oder schlecht miteinander können.
Also gibt es auch hier keinen Universalschlüssel. Autoritäre Interviewer wie Roger Schawinski eignen sich, um Lokalpolitiker zu knacken, wirken einfachen Menschen gegenüber aber oft so empörend wie Sklavenhalter, die Wehrlose auspeitschen. Freundliche Schleimer wie Kurt Aeschbacher hingegen versinken bei harten Themen und Medienprofis in bodenlose Banalitäten.
Deshalb ist das Wichtigste, seinen Stil zu kennen: Sind Sie eher der Inquisitor, der Schleicher, der Co-Experte, der Freund, der Sparringpartner? Das Zweitwichtigste: Wer ist der andere? Nicht nur in der Sache, sondern auch in der Person: Erwartet Sie ein trockener, wolkiger, aggressiver oder anekdotenreicher Gesprächspartner?
Meine Lieblingshaltung – ich bin eher ein verwirrter Mensch, Mbwana – ist, den Interviewten um Rat zu fragen. «Herr X, ich brauche dringend Klarheit über …» Dieser scheinbar devoten Haltung kann kaum jemand widerstehen. Und wenn dann lange genug geredet wurde, kann man mit Fragen wie «Ich verstehe immer noch nicht ganz, jetzt sagen Sie Y, aber ihr Kollege/ der Geschäftsbericht/Sie selbst sagten Z …» nachhaken – und perfiderweise erst nach und nach seine Sachkenntnis enthüllen.
So weit, so zweifelhaft, so ich. («Every cripple has its own way to walk», schrieb Brendan Behan.) So individuell die Stärken und Methoden von Interviewern, so gemeinsam ist ihre schlimmste Versuchung: Zu beweisen, dass man brillant ist. Clever muss aber das Interview sein, nicht der Interviewer. Es ist ein übler Fehler, durch Bonmots, Fachjargon, längeres Dozieren Kompetenz zeigen zu wollen. Das wirkt, als würde der Gastgeber das Menü allein essen.
Je einfacher, je neugieriger eine Frage ist, desto besser. Gerade naive Fragen, etwa «Finden Sie das, was Sie tun, eigentlich gut?», bringen oft die interessantesten Antworten. Immer einen Versuch wert sind völlig unpassende Themen: Sportler über Politik, Politiker über Philosophie, CEOs über Liebe und Freundschaft anzugehen. Die Antworten sind dann verblüffend gut oder schlecht.
Falls Sie das Interview verhau-en, Mbwana, wechseln Sie das Schlachtfeld. Als Journalist haben Sie noch einen letzten grossen Trumpf: Verfassen Sie kein Interview, sondern ein Porträt. Dort können Sie alles unterbringen – Hintergrundwissen, Lebensgeschichte, Aussagen von Freunden und Feinden, Ihren Kommentar. Und damit die Botschaft, dass auch Sie beneidenswert interessant sind.
Letztlich weiss nur Gott, wie Sie sich im Gespräch blamiert haben. Für Ihr Publikum zählt einzig, was auf dem Papier ist. Das ist auch der Grund, warum so viele hässliche Menschen (an Körper und Charakter) den Journalismus wählen: Medien bieten auch den Schlimmsten von uns eine zweite Chance.
> Constantin Seibt ist Redaktor bei der Wochenzeitung (WOZ).

Salamitaktische Redimensionierung

Lokalpresse Die Zuger Presse muss den Gürtel (noch) enger schnallen.

Lokalpresse Die Zuger Presse muss den Gürtel (noch) enger schnallen.Wie die Werbewoche aus gut unterrichteter Quelle weiss, will der Hauptaktionär der Zuger Presse, Landis&Gyr-Erbe Daniel Brunner, seine Defizitgarantie von jährlich bislang vier Millionen Franken im Jahr 2005 mindestens halbieren. Dem Verwaltungsratspräsidenten des ambitionierten Lokalblatts, Adrian Bauder, ist davon auf Anfrage zwar «nichts bekannt». Er räumt aber dennoch ein, dass Kostensenkungen derzeit oberste Priorität in Zug haben.Neben dem Verzicht auf einen Ersatz von bislang sechs so genannt «natürlichen Abgängen» in Redaktion und Produktion bedeutet dies auch eine «sorgfältige Evaluation der Miet- und Betriebskosten». Dem Vernehmen nach geht es dabei um einen etwaigen Umzug aufs Land sowie den Wechsel auf ein billigeres und funktionaleres Redaktionssystem. «Definitiv nicht zur Disposition», so Bauder, steht hingegen die vergangenen Mai erst von zwei- auf dreimal wöchentlich erhöhte Erscheinungsweise der Zuger Presse.
(oc)

SexSells

hat uns schon Johnny Weissmüller vorgemacht. Und dass das männliche Geschlecht gerne seinen Trieben freien Lauf lässt beziehungsweise sie über die Vernunft stellt, ist auch keine Erkenntnis der letzten Jahre.

hat uns schon Johnny Weissmüller vorgemacht. Und dass das männliche Geschlecht gerne seinen Trieben freien Lauf lässt beziehungsweise sie über die Vernunft stellt, ist auch keine Erkenntnis der letzten Jahre.Dass Tarzan ein Tierfreund ist, hat uns schon Johnny Weissmüller vorgemacht. Und dass das männliche Geschlecht gerne seinen Trieben freien Lauf lässt beziehungsweise sie über die Vernunft stellt, ist auch keine Erkenntnis der letzten Jahre. Neu hingegen ist die mediale Offenlegung abstrusester Sexualpraktiken, die sogar Professor Kinsey erstaunt hätten.
Ins Fernsehen oder in die Medien kommt heute der oder die, die eine noch originellere Vorliebe zu enthüllen weiss. Wie etwa die naturliebende Hansaplast-Werbefigur im Lendenschurz. Seine Enthüllung betrifft sein umhülltes Gemächt, das er Judys Essgewohnheiten zu- liebe mit Bananengout ausgestattet hat. In der Hoffnung, dass Judy nicht mit Heisshunger dreinbeisst, überlege ich mir gerade, welchen Dschungelbewohner Tarzan erwartet, wenn er ein Präservativ mit Apfelgout montiert. Soviel ich weiss, lieben Elefanten Äpfel … Aber wie das funktionieren soll, wage ich mir gar nicht auszudenken. AaaaaOooooooAaaaaaa …
(ck)
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