Autor: admin
Bis aufs F total geliftet
Frauenzeitschriften Die traditionsreiche Femina versucht mit einer Totalrevision, ihre Führerschaft auf dem Westschweizer Markt zu sichern.
Peppiger in Form und InhaltPer 6. Februar soll dies ändern: Ein grosses F ziert dann den im Format leicht verkleinerten Titel, der insgesamt lebhafter und farbiger daherkommt. Man wolle von Femina nur die Essenz behalten, heisst es in der Vorankündigung. Mit dem Mix verschiedener Schriften und der Schaffung neuer Bildatmosphären versuchen die Lausanner, den herkömmlichen Genre-Rahmen zu sprengen. Bisher bewältigte ein einziger Fotograf sämtliche Modereportagen, neu wird ein ganzer Pool von Lichtbildnern herangezogen. Neue Rubriken, mehr Service und Überschaubarkeit und ein Generationswechsel an der Redaktionsspitze sollen garantieren, dass Femina weiterhin den Status des Frauenmagazins für die 20- bis 50-jährigen Westschweizer Frauen behält.
«Wir konzentrieren uns deshalb auch künftig nicht auf ein Themengebiet wie etwa Vogue auf Mode, sondern bleiben Generalistinnen», sagt Chefredaktorin Renata Libal. Nicht allein Kleider, Körperpflege, Glamour und Prominenz «à la française» soll im Blatt stehen. Auch schwierige, kontroverse Inhalte will die Redaktion weiterhin aufgreifen. Und gelegentlich auch an Tabus rütteln. Wie etwa in der vorletzten Ausgabe, als betroffene Frauen über Erfahrungen und Konsequenzen einer Fehlgeburt berichteten.
Stärkerer Bezug zur RomandieAllerdings sollen die Texte in der neuen Femina kürzer und dynamischer werden und – wo möglich – einen noch stärkeren Bezug zur Romandie haben. Im benachbarten Frankreich stösst das Blatt entsprechend kaum auf Beachtung, umso mehr in der Westschweiz. «Praktisch alle Westschweizerinnen haben zu Femina eine Meinung», weiss Libal.
Von Edipresse-Boss Lamunière bei Ringier abgeworben, hat die Ex-Edelweiss-Chefin Libal als Projektleiterin vergangenes Jahr dem Magazin die neue Struktur verpasst. Seit Januar ersetzt sie die legendäre Marie-Pierre Dupont, welche die Redaktion sage und schreibe seit 1978 führte. Der entscheidende Durchbruch gelang Femina übrigens 1986, als Edipresse damit begann, seine Frauenzeitschrift der Sonntagsausgabe von Le Matin beizulegen. Vielleicht ja ein Modell mit Vorbildcharakter, auch für die Deutschschweiz.
Facelifting für die beliebteste Westschweizer Frauenzeitschrift: Femina kommt dynamischer und peppiger daher.
René Worni
ächster Halt: Urne
ÖV Für die Basler gehören die grünen Drämmli und Busse zu ihrer Stadt, wie Münster, Fasnacht und Rhein. Damit dies auch nach dem 27.
Neu – und schon populär
Finanzinstitute Die Kantonalbanken haben die Kräfte ihrer gemeinsamen Unternehmen in den Bereichen Anlage und Vorsorge gebündelt. Eine prägnante Kampagne von SFLB führt die neue Marke Swisscanto ein.
Weil «Canto» auf der Produktmarkenebene die Kantonalbanken bereits heute verbindet sowie diesen spontan zugeordnet und mit
deren Imageattributen verbunden wird, habe man sich für den
Markennamen Swisscanto entschieden.
Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass mit der gemeinsamen Kompetenzmarke die Kantonalbanken ihrerseits Schlagkraft am Markt gewinnen dürften.
Zur Lancierung der Kompetenzmarke kreierte Spillmann Felser Leo Burnett die Kampagne «Geld macht glücklich», die seit Jahresanfang in Zeitschriften, Wirtschafts- und grösseren Tageszeitungen geschaltet wird. Aufbauend auf der Markenpositionierung «Der verlässliche Partner» sowie dem Markenversprechen «Peace of Mind», konzipierte das Team um Creative Director Martin Spillmann eine Kampagne, welche die Voraussetzungen für den glücklichen Umgang mit Geld aufzeigt.
So macht Geld glücklich, wenn man es in etwas Sinnvolles investieren kann, wenn man nicht ständig daran denken muss oder wenn man es in guten Händen, sprich: bei den Kantonalbanken weiss. Weil diese fair und seriös beraten und weil das Geld von Spezialisten gut angelegt wird, egal, in welcher Lebenssituation man sich befindet. Obwohl die Headline eine Binsenwahrheit ist, sehen die Urheber der Kampagne darin eine provokative Aussage, die Aufmerksamkeit generiert.
Zusätzlich soll die Marke Swisscanto durch die Bildsprache Profil erhalten, sagt Amstutz. Diese zeigt Menschen, welche das Glück in vielen Facetten beleuchten – sei dies materiell oder immateriell, in der Familie, mit Freunden oder ganz allein. Die heile Welt, welche die Agentur für einen Lebensversicherer bewusst umgangen hat, setzt sie dagegen bei Swisscanto ein. Einzig die Frische und Authentizität einiger Motive kann sie vor dem Einheitsbrei in der Branche der Fondsgesellschaften retten.
Das neue Logo bettet sich in die Markenwelt der Kantonalbanken ein. Auch die Bildsprache ist mehrheitsfähig.
Die Kantonalbanken bündeln ihre Kräfte in den Bereichen Anlage und Vorsorge unter dem Label Swisscanto: Geld macht offensichtlich glücklich – SFLB zeigt die Glücklichen. >> Seite 9
Luca Aloisi
Grundy und Ringier-TV im Joint Venture
TV Die deutsche Produktionsfirma Grundy Light Entertainment gründet mit Ringier-TV ein Joint Venture in der Schweiz.
Klare Positionierung ist ein Muss
Studie Laut Schweizer Sponsoring-Barometer 04/05 der ESB wird das Sportsponsoring in der Schweiz weiterhin vor sich hindümpeln.
Skisport gehört zu VerlierernCordes Empfehlung: «Eine bessere Positionierung, um in der Kommunikations-Wertschöpfungskette nicht weiter abzufallen, sondern die Anteile daran wieder zu steigern.» Hospitality-Aktivitäten, PR und klassische Werbemassnahmen sind in dieser Reihenfolge die wichtigsten Instrumente zur Vernetzung der Sponsoring-Engagements. Bei den Sportarten zählen Fussball, wegen der erfolgreichen Euro-2008-Kandidatur der Schweiz und Österreich, sowie Tennis, wegen Roger Federer, zu den Gewinnern im Sportsponsoring-Markt. Einer der Verlierer ist der Skisport, laut der Mehrheit der Befragten.
Die Formel 1 ist fürs Sponsoring weniger beliebt als erwartet.
Luca Aloisi
Jung geblieben
Othmar Beerli überrascht die Branche mit einem Comeback seines legendären Musenalp Express.
Beerli telefonierte sofort Jorge Chaves. Bei diesem Verleger von sechs Zeitschriften in St. Gallen ist der ursprüngliche Musenalp Express nach einer langen Odyssee durch verschiedene Unternehmen schliesslich gelandet. Aus dem legendären Jugendtitel wurde in der Abkürzung das Trendmagazin MEX. Eine Chance für Chaves, mit Beerli eine viel versprechende Kooperation einzugehen. «Unsere Zusammenarbeit ermöglicht den Relaunch des Musenalp Express. Dieser soll die jungen Leserinnen und Leser später als Erwachsene auch zum Trendmagazin MEX hinführen», verrät Beerli.
Das Comeback des Musenalp Express mit einer Auflage von
330000 kostenlosen Exemplaren ist für den 1. März angesagt. Noch vor dem Anzeigenschluss am 15. Februar zeichnet sich ab, dass die Zeitschrift mehr Umfang als die letzte Woche angekündigten 64 Seiten umfassen wird. «Das Konzept, das Heft genau gleich wie im Original auferstehen zu lassen, hat viele begeisterte Reaktionen ausgelöst.» Als Partner bereits wieder dabei sind Die Post, Swisscom und SBB. Die Farbseite für 12800 Franken weckt auch bei anderen Anbietern von Jugendprodukten grosses Interesse. Der Inhaber einer Vertriebsfirma ist zu Othmar Beerli nach Ennetbürgen gepilgert, um die Installation eines Elektronik-Shops im Musenalp Express zu besprechen. CD-Händler wollen mit Prozentangeboten mitmachen, ebenso wie Fotolabors. Neu ist, dass Beerli nicht mehr selbst als Versandhändler auftreten will. «Ich wurde Versandhändler wider Willen, weil die Händler keinen Ausbildungsrabatt geben wollten.» Im neuen Heft vermittelt er nur noch die Kontakte.
Im alten System wurden jährlich 80000 Pakete verschickt. 250000 Kunden waren auf der Kartei des Musenalp Express. Mit dem Discount-Versand für Jugendliche sind 1989 noch 25 Millionen Franken Umsatz erzielt worden. Das hat die Bank bewogen, auch einen finanzkräftigen Partner ins Spiel zu bringen. Dieser hat allerdings nach einer Kapitalerhöhung die Aktienmehrheit übernommen. Heute sagt Beerli, dass ihm sein Lebenswerk damit «gestohlen» wurde. Als Minderheitsaktionär konnte der Gründer den Verkauf nicht mehr vermeiden. Zwar blieb Beerli noch das Musenalp Magazin mit 1,25 Millionen Exemplaren in Deutschland, und er verhandelte bereits über das Lancieren eines Musenalp Forums in der DDR. Mit dem Fall der Mauer hatten aber seine wichtigsten Partner Post und Bahn im wieder vereinten Deutschland plötzlich ganz andere Prioritäten als den Aufbau eines Jugendmagazins. Bei Verhandlungen mit einer Druckerei in Leipzig hat der Schweizer Verleger dafür seine spätere Frau kennen gelernt.
Dass Beerli zum Verleger des erfolgreichsten Schweizer Jugendmagazins wurde, erscheint im nostalgischen Rückblick eher zufällig. Er arbeitete zuerst als Buchhalter und landete später als Sekretär bei einer Jugendorganisation in Luzern. Dort kreierte er für Lehrlinge und Schüler eine Legi, mit der sie vergünstigt einkaufen sollten. Weil die Händler nicht mitspielen wollten, hat Beerli selbst ein paar Warenposten zusammengekauft und diese per Flugblatt an den Schulen bekannt gemacht. «Wieso diese Flugblätter nicht mit ein paar Texten anreichern, die von den Schülern selbst verfasst werden?», war bald die Frage. Schon nach dem ersten Aufruf wurde der Musenalp Express mit Texten zur Befindlichkeit der damaligen Jugend überschwemmt.
An ein grosses Bedürfnis nach einer offenen Plattform für jugendlichen Zeitgeist glaubt Beerli auch wieder bei seinem neuen Projekt.
Othmar Beerli, der im Unruhestand lebende Verleger, «muss wieder ein Heft machen».
Andreas Panzeri
Allcomm produziert Imagefilm für Ronda
Uhrenindustrie Der Uhrwerkhersteller Ronda hat Allcomm Productions mit der Realisation eines Imagefilms beauftragt.
Mann oh Mann, Mühlemann
Die Katze wurde nun aus dem Sack gelassen.
Zur korrekten Wahl gehört logischerweise eine korrekte Fete. Dafür mietete die Werbewoche gleich das ganze Kaufleuten. Im Tanzsaal tummelte sich Kreti und Pleti, und was Rang und Namen hatte, sah man auf der VIP-Galerie im ersten Stock. Wer dazu eingeladen war oder genügend Bares aufwarf, durfte sich nach der Preisübergabe gar in der angenehmen Atmosphäre des Kaufleuten-Restaurants verwöhnen lassen.
Für den musikalischen Rahmen sorgte Hugo Bigis Journalisten- und Redaktorenband mit Sounds aus den Sixties bis heute, und für die speditive Abwicklung des Verleih- und Ehrungsprozederes stand die vife Anna Maier auf der Bühne. Fürs geniesserische Element standen die Häuser Oettinger mit fetten Zino-Platinum-Cigarren und Remy Martin mit leckeren Cognac-Drinks ein. Kurzum, eine gelungene Sache. Einzig das Gedränge während der Preisübergabe vermochte einem kurz etwas den Spass zu verderben, dabei hätte es bei der Bühne noch genügend Platz gehabt. Der Mensch ist halt ein Herdentier, und der Werber besonders.
Beat Fritschhatte neben viel Arbeit am Werber des Jahres zwischendurch doch mal ganz kurz Zeit, zu geniessen. Und zwar eine dieser bombastischen Puros aus der Zino-Platinum-Manufaktur, für deren Format es im Cigarren-Brevier noch keine offizielle Bezeichnung gibt – am ehesten träfe man es mit Doppel-Robusto-Corona. Das Geläuf im Zürcher Kaufleuten war gross, und es konnte nicht allen Einlass gewährt werden, welche diesen begehrten. Erneut hat sich gezeigt, dass unsere Egon-Verleihung an den Werber des Jahres und die Auszeichnung für die Kampagne des Jahres der Branchenevent schlechthin ist.
Für ein Jahr der höchste Werber der Schweiz: Beat Mühlemann.
Werbewoche-Chefredaktor Pierre C. Meier (l.) gratuliert dem Werber des Jahres Beat Mühlemann und übergibt die Trophäe namens Egon.
Den Titel für die Kampagne des Jahres holten sich Wirz und Pneu Egger für ihren frechen Grossmutters-Tanga-Spot.
Moderatorin Anna Maier mit Chefredaktor René Hildbrand, der offiziell über den Namenswechsel von TR7 zu TV-Star informierte.
Samuel Helbling (l.), Verlagsleiter der Werbewoche (Media-Daten), beim Apéro mit Robert Schmidli, VR-Präsident der Media-Daten.
Von unserem Mutterhaus Springer Science + Business Media: Hans Peter Meier, Stefan Rühling und Renato Polentarutti (v. l.).
Publimedia-CEO Daniel Strobel (l.) und Urs Schneider von Mediaschneider an der Bar.
Wohlverdienter Apéro: Stephan Suter (l.) von Adlink mit Petra Kreussler und Stephan Kümin von The Generation Media.
Monika Schneider (l.), Anzeigenleiterin der Annabelle, mit Tamedia-Zeitschriften-Chefin Uli Rubner und Michi Hermann, Weltwoche.
Warteten gespannt: Edgar Iten, Iten Werbung, Rafael Müller, Werbehaus Zürich, und Piero Schäfer, SW-Kommunikator (v. l.).
Beat Ruch (l.), Head of Marketing Communications bei Sunrise, beim Plauschen mit Freelance-Copywriter Alain Piccard.
Raoul Wanger betörte Werberinnen: Pia Banderini (l.) von Banderini Kommunikation und Barbara Schlup von Cosma Dialog.
Inmitten von Branchenpromis: Tagi-Gebietsverkaufsleiter Hans-Peter Thoma (l.) mit Optimedia-Geschäftsführer Sandro Prezzi.
Die Shortlist-Favourite-Blondes: Yvonne Müller (r.) von KI-Media und Busenfreundin Susann Fankhauser mit Filippo Leutenegger.
Zeigten Zähne, aber von der freundlichen Seite: Andreja Sedlsjak (l.) von Wyss & Partner und Tina Näf von der Aegis Media Group.
TV-Star Roman Kilchsperger mit René Hildbrand (l.) und Francine Bruni, seit der Neutaufe von TR7 nun ebenfalls TV-Stars.
Unterhielten sich bestens im Kaufleuten-Himmel: Werbewoche-Anzeigenleiter Thomas Stuckert (l.) und Werber Markus Cavegn.
Raphaela Höhn verspürt Heiratsgelüste und holte sich Tipps beim frisch vermählten Gerry Stadler von der APG.
Bettina Meier (l.) vom Baublatt von Springer Science + Business Media Schweiz kam mit Kollegin Barbara Bieler.
Smarte Ladys: Manuela Reik (l.), Marketing- und Vertriebsleiterin, und Janine Wettstein, Werbeleiterin für das Gernhabe-Auto Smart.
Die People-Spezialistinnen von Ringier: Barbara Ryter, Ursula Timm und Katja Richard (v. l.).
Scholz-Freunde umwarben Chris Burkhard heftig: CD/Agenturleiter Martin Denecke (l.) und Geschäftsführer Christian Binder.
Für die Zürcher Löwen erhielt Zoodirektor Alex Rübel einen Check von Matthias Luchsinger (l.) und Jean-Claude Bruhin (r.).
Promotor Manuel Nappo, Komiker und Ex-Promi Claudio Zuccolini und Paolo Placa, Anzeigenleiter der Mittelland Zeitung (v. l.).
Beat Mühlemann in charmantester Gesellschaft: mit Anna Maier (l.) und Heike Findeis, GL-Vorsitzende von SSBMS.
Von der SW: Geschäftsführerin Monika Luck, Kurt Nyffeler und die Assistentinnen Claudia Facchinetti und Maja Hättenschwiler (v. l.).
Von der Führungsspitze von Springer Science + Business Media Schweiz (SSBMS) wird Anna Maier sogar auf Händen getragen.
Der scheidende Werber des Jahres, Martin Spillmann, mit Gattin Rita, Marcel Bosshard und Michi Frank von IP Multimedia (v. l.).
Internet- und IT-Profis unter sich: Daniel Niklaus (l.) von Netlive mit Reto Hartinger, Marketingleiter der Suchmaschine Search.ch.
Gestalteten die Pneu-Egger-Siegerkampagne: Wirz-Krea-Team mit AD Barbara Hartmann und Texter/Konzepter Thomas Kurzmeyer.
Grosse Freude über den Gewinn auch bei Wirz-CD Hanspeter Schweizer (l.) und Pneu-Egger-Geschäftsführer Gregor Hartmann.
Auch Wirz-Beratungsgruppenleiter Stefan Ryser (l.) und Pneu-Egger-Marketingleiter Simon Müller freuten sich gemeinsam.
Gemischtes Doppel von Publimag Glattbrugg: Barbara Novak vom Sales Support mit Marketingleiter Christian Rufener.
Claudia Gillardon (l.), WOZ, mit Irene Shirazi, Migros-Magazin, und Toni Vetterli, Marketingleiter des Verbands Schweizer Presse.
Der Mühle-Wallisellen-Leitungsausschuss: Peter Leutenegger von FCBLK mit Susanne und Stephan Küng, Initiative Media (v. l.).
Gehen als Zweierpatrouille an Branchenevents: Nadine Landolt (l.), Red Cross, mit Franziska Wenger von Odlo.
Waren froh, im Kaufleuten-Restaurant dem Saal-Rummel entfliehen zu können: Nicole Steinegger und Philip Hofmann.
Tischgenossen beim Galadiner: Katja Genovese von Starplakat mit Radiotele-Chef Bruno Oetterli.
Andrea Blatter (l.), neue Printberaterin bei Cinecom, mit Kollegin Karin Rickenmann, Leiterin des Cinecom-Sales-Support.
Viel Spass: Minolta-Werbeleiterin Jacqueline Gervasi mit Fritz Steiner, Fachberater bei der Business Development Division von Antalis.
Kamen ebenfalls vom Edelpapier-Lieferant Antalis ins Kaufleuten: Thomas Liedtke, Uschi Ambühl und Hugo Bolliger (v. l.).
Bereiteten vor allem den Herren viel Freude: Isabella Benda (l.) und Sandra Spiess hatten Zino-Platinum-Cigarren in ihrem Gepäck.
Posierten gerne für die Werbewoche: Kommunikationsspezialisten Dominik Joos (l.) und Tiziano Pelli von Panta Rhei PR in Amriswil.
Roger Bondi (l.) und Bene Beck aus der Swisscom-TV-Serie Beck & Bondi, mit Irène Abegglen, gute Kennerin der Berner Werbeszene.
Sandro Proietto (l.) und Florian Biafori von Mediabox scherzten vor allem mit Nadine Andres von 20 Minuten herum.
Andrea Heierli (l.) von Fisch Meier Direkt und Sarah Hiltebrand von der neuen Agentur Werbeanstalt (die mit dem Keiler).
Geben öfters auch mal zusammen Gas: Schweizer-Familie-Journi Bruno Bötschi und Silvia Landolt vom Sportverlag Europa.
Dat Hong mit Bernadette Weber (r.) und Claudia Wilden, bei welcher gelegentlich Nachwuchs ins Haus stehen wird.
Gemeinsam an der Bar: Dieter Zachmann (r.) und Daniel Pauletto.
Paolo Tonti (r.) und die Contexta-ADs Reto Schild (l.) und Silvio Truffer.
St. Galler Gipfeltreffen: Oliver Künzler (l.) und Filippo Zanchi (r.) von Trendcommerce mit Helmut Hartinger von Dialogworld.
Le pas des deux: Maya Rippstein (l.) von Gerber Instruments (Labor, nicht Musik!) und Sandra Bossi von der Migros Klubschule.
Werner Schlatter von der Publicitas führte Arbeitskollegin Bettina Meier an den Werber des Jahres aus.
Wild Things: Christian Suter, Publicitas, Aline Prüfer und Karin Krüger vom Beobachter, und Ex-Ringier-Mann Markus Will (v. l.).
Mitten im Getümmel: Michael Studer, Publicitas, Manuela Roth von Microsoft und Guido Schwarz von der Vorstadt (v. l.).
Im Beichtstuhl der Postmoderne
Aufgefallen Wie wird aus Interviews kein hirnloser Eintopf, sondern ein gehaltvolles Menü? Unser Kolumnist empfiehlt seinen Kollegen die Strategie der Ahnungslosigkeit.
Wie also macht man ein kluges Interview? Die Antwort ist leider die gleiche auf die Frage: Wie hat man guten Sex? Es gibt niemand, der allein schlecht oder gut im Bett wäre, sondern nur Menschen, die es gut oder schlecht miteinander können.
Also gibt es auch hier keinen Universalschlüssel. Autoritäre Interviewer wie Roger Schawinski eignen sich, um Lokalpolitiker zu knacken, wirken einfachen Menschen gegenüber aber oft so empörend wie Sklavenhalter, die Wehrlose auspeitschen. Freundliche Schleimer wie Kurt Aeschbacher hingegen versinken bei harten Themen und Medienprofis in bodenlose Banalitäten.
Deshalb ist das Wichtigste, seinen Stil zu kennen: Sind Sie eher der Inquisitor, der Schleicher, der Co-Experte, der Freund, der Sparringpartner? Das Zweitwichtigste: Wer ist der andere? Nicht nur in der Sache, sondern auch in der Person: Erwartet Sie ein trockener, wolkiger, aggressiver oder anekdotenreicher Gesprächspartner?
Meine Lieblingshaltung – ich bin eher ein verwirrter Mensch, Mbwana – ist, den Interviewten um Rat zu fragen. «Herr X, ich brauche dringend Klarheit über …» Dieser scheinbar devoten Haltung kann kaum jemand widerstehen. Und wenn dann lange genug geredet wurde, kann man mit Fragen wie «Ich verstehe immer noch nicht ganz, jetzt sagen Sie Y, aber ihr Kollege/ der Geschäftsbericht/Sie selbst sagten Z …» nachhaken – und perfiderweise erst nach und nach seine Sachkenntnis enthüllen.
So weit, so zweifelhaft, so ich. («Every cripple has its own way to walk», schrieb Brendan Behan.) So individuell die Stärken und Methoden von Interviewern, so gemeinsam ist ihre schlimmste Versuchung: Zu beweisen, dass man brillant ist. Clever muss aber das Interview sein, nicht der Interviewer. Es ist ein übler Fehler, durch Bonmots, Fachjargon, längeres Dozieren Kompetenz zeigen zu wollen. Das wirkt, als würde der Gastgeber das Menü allein essen.
Je einfacher, je neugieriger eine Frage ist, desto besser. Gerade naive Fragen, etwa «Finden Sie das, was Sie tun, eigentlich gut?», bringen oft die interessantesten Antworten. Immer einen Versuch wert sind völlig unpassende Themen: Sportler über Politik, Politiker über Philosophie, CEOs über Liebe und Freundschaft anzugehen. Die Antworten sind dann verblüffend gut oder schlecht.
Falls Sie das Interview verhau-en, Mbwana, wechseln Sie das Schlachtfeld. Als Journalist haben Sie noch einen letzten grossen Trumpf: Verfassen Sie kein Interview, sondern ein Porträt. Dort können Sie alles unterbringen – Hintergrundwissen, Lebensgeschichte, Aussagen von Freunden und Feinden, Ihren Kommentar. Und damit die Botschaft, dass auch Sie beneidenswert interessant sind.
Letztlich weiss nur Gott, wie Sie sich im Gespräch blamiert haben. Für Ihr Publikum zählt einzig, was auf dem Papier ist. Das ist auch der Grund, warum so viele hässliche Menschen (an Körper und Charakter) den Journalismus wählen: Medien bieten auch den Schlimmsten von uns eine zweite Chance.
> Constantin Seibt ist Redaktor bei der Wochenzeitung (WOZ).
Salamitaktische Redimensionierung
Lokalpresse Die Zuger Presse muss den Gürtel (noch) enger schnallen.
(oc)
SexSells
hat uns schon Johnny Weissmüller vorgemacht. Und dass das männliche Geschlecht gerne seinen Trieben freien Lauf lässt beziehungsweise sie über die Vernunft stellt, ist auch keine Erkenntnis der letzten Jahre.
Ins Fernsehen oder in die Medien kommt heute der oder die, die eine noch originellere Vorliebe zu enthüllen weiss. Wie etwa die naturliebende Hansaplast-Werbefigur im Lendenschurz. Seine Enthüllung betrifft sein umhülltes Gemächt, das er Judys Essgewohnheiten zu- liebe mit Bananengout ausgestattet hat. In der Hoffnung, dass Judy nicht mit Heisshunger dreinbeisst, überlege ich mir gerade, welchen Dschungelbewohner Tarzan erwartet, wenn er ein Präservativ mit Apfelgout montiert. Soviel ich weiss, lieben Elefanten Äpfel … Aber wie das funktionieren soll, wage ich mir gar nicht auszudenken. AaaaaOooooooAaaaaaa …
(ck)
