TR7 wird zum TV-Star
Zeitschriften TR7 hat ausgedient. Die Jean Frey AG verpasst ihrer Fernsehzeitschrift einen zeitgemässen Namen.
Zeitschriften TR7 hat ausgedient. Die Jean Frey AG verpasst ihrer Fernsehzeitschrift einen zeitgemässen Namen.Als TR7 vor über 30 Jahren lanciert wurde, war der Name Programm: Television und Radio für sieben Tage. Doch das Radio ist längst aus dem Heft verschwunden. Die Abkürzung blieb bedeutungslos zurück als Relikt vergangener Tage. Doch damit ist Schluss. Herausgeberin Jean Frey AG macht den Namen wieder zum Programm. Seit 19. Januar heisst die Zeitschrift TV-Star. Die neue Marke strahlt einen Glamour aus, welcher dem Buchstabenkürzel abging.
Dabei bestand für Jean Frey oberflächlich gar kein Grund zum Namenwechsel. TR7 entwickelte sich in jüngster Zeit sehr positiv. Die Auflage stieg in den vergangenen zwei Jahren um 5684 auf 173720 Exemplare, die Leserschaft um 55000 auf 441000. Auch im Anzeigenmarkt konnte TR7 laut Chefredaktor René Hildbrand gegen den Trend zulegen. «Man könnte also sagen: Die Marke ist zwar nicht sexy, aber der Erfolg ist vorhanden. TR7 ist bekannt, warum soll man da etwas verändern?», räumt er ein.
Aber Hildbrand ist keiner, der sich auf seinen Lorbeeren ausruht. In den rund zwei Jahren, in denen er die TR7-Redaktion führt, hat er das Heft kontinuierlich um- und ausgebaut. Der neue Name ist die Konsequenz dieser Entwicklung – «das i-Pünktchen», sagt Hildbrand. Daher bringt die Umbenennung keine grossen Veränderungen des optischen Aufritts. Nur das Cover wird neu gestaltet, um den angestrebten Glamour zu transportieren.
Abgeschlossen ist die Entwicklung von TR7 respektive TV-Star dennoch nicht. «Wir werden dranbleiben und laufend optimieren», verspricht Hildbrand. Dabei ist ihm wichtig, die Leser nicht zu verschrecken. Gefährlich sei vor allem, am Programmteil Änderungen vorzunehmen, warnt der Chefredaktor, denn dies sei das Herzstück einer Fernsehzeitschrift. «Wir haben auch da laufend optimiert, aber wir ändern nichts radikal», hält er fest.
Auch an der Schweizer Positionierung der Zeitschrift soll sich nichts ändern. Für Hildbrand ist sie mit ein Grund für den Erfolg im Lesermarkt. «Das macht Sinn, wenn man bedenkt, dass trotz 50 empfangbaren Sendern SF 1 und SF 2 in der Primetime über 40 Prozent Marktanteil erreichen», erklärt Hildbrand. Deshalb zeigt TV-Star so oft wie möglich Schweizerinnen und Schweizer auf dem Cover. Das beschränkt sich nicht auf Moderatorinnen und Moderatoren. «Wenn Roger Federer Tennis spielt, findet das am Fernsehen statt», erläutert Hildbrand das Konzept. Ausländische Stars schaffen es nur aus der ersten Reihe aufs Cover: «Das müssen Leute sein, die man kennt», betont Hildbrand, «Nicole Kidman zum Beispiel oder Brad Pitt, keine zweitklassige Prominenz.» Damit setzt sich TV-Star von den deutschen Konkurrenztiteln ab, die zwar ebenfalls auf Glamour setzen, diesen aber vorwiegend durch blonde Starlets auf dem Titelbild zu erzeugen versuchen.
Dass die erste Ausgabe von TV-Star ausgerechnet mit der blonden Michelle Hunziker daherkommt, will Hildbrand denn auch keinesfalls als Nachahmung deutscher Methoden verstanden wissen: «Wir wollten in der ersten Nummer einen Schweizer Star, der Glamour ausstrahlt. Da passt Michelle Hunziker, zumal sie neue Fernsehpläne hat, jetzt in Italien in einem Musical spielt und eine Sendung mit 10 Millionen Zuschauern moderiert.»
Das Publikum informiert TV-Star mit einer Werbekampagne über den Namenwechsel. Fernsehspots werden auf allen Deutschschweizer Regionalsendern ausgestrahlt. Um jüngere Zielgruppen anzusprechen, laufen die Spots auch im Kino. Die Tageszeitungen der Partnerverlage, welche Kombiabonnements mit TV-Star anbieten, werden Anzeigen schalten. Eine Inseratekampagne läuft auch in der Fachpresse. «Wir gehen haushälterisch mit den Mitteln um», fügt Hildbrand an. «Wir haben nicht das Geld, um in den Grossstädten die Plakatwände zu füllen, obwohl ich das natürlich auch gerne sehen würde.»
Neues Gesicht: Der Name und die Titelgestaltung von TR7 ändern, inhaltlich bleibt das erfolgreiche Konzept des TV-Magazins weitgehend unverändert.
Stefano Monachesi
Dabei bestand für Jean Frey oberflächlich gar kein Grund zum Namenwechsel. TR7 entwickelte sich in jüngster Zeit sehr positiv. Die Auflage stieg in den vergangenen zwei Jahren um 5684 auf 173720 Exemplare, die Leserschaft um 55000 auf 441000. Auch im Anzeigenmarkt konnte TR7 laut Chefredaktor René Hildbrand gegen den Trend zulegen. «Man könnte also sagen: Die Marke ist zwar nicht sexy, aber der Erfolg ist vorhanden. TR7 ist bekannt, warum soll man da etwas verändern?», räumt er ein.
Aber Hildbrand ist keiner, der sich auf seinen Lorbeeren ausruht. In den rund zwei Jahren, in denen er die TR7-Redaktion führt, hat er das Heft kontinuierlich um- und ausgebaut. Der neue Name ist die Konsequenz dieser Entwicklung – «das i-Pünktchen», sagt Hildbrand. Daher bringt die Umbenennung keine grossen Veränderungen des optischen Aufritts. Nur das Cover wird neu gestaltet, um den angestrebten Glamour zu transportieren.
Abgeschlossen ist die Entwicklung von TR7 respektive TV-Star dennoch nicht. «Wir werden dranbleiben und laufend optimieren», verspricht Hildbrand. Dabei ist ihm wichtig, die Leser nicht zu verschrecken. Gefährlich sei vor allem, am Programmteil Änderungen vorzunehmen, warnt der Chefredaktor, denn dies sei das Herzstück einer Fernsehzeitschrift. «Wir haben auch da laufend optimiert, aber wir ändern nichts radikal», hält er fest.
Auch an der Schweizer Positionierung der Zeitschrift soll sich nichts ändern. Für Hildbrand ist sie mit ein Grund für den Erfolg im Lesermarkt. «Das macht Sinn, wenn man bedenkt, dass trotz 50 empfangbaren Sendern SF 1 und SF 2 in der Primetime über 40 Prozent Marktanteil erreichen», erklärt Hildbrand. Deshalb zeigt TV-Star so oft wie möglich Schweizerinnen und Schweizer auf dem Cover. Das beschränkt sich nicht auf Moderatorinnen und Moderatoren. «Wenn Roger Federer Tennis spielt, findet das am Fernsehen statt», erläutert Hildbrand das Konzept. Ausländische Stars schaffen es nur aus der ersten Reihe aufs Cover: «Das müssen Leute sein, die man kennt», betont Hildbrand, «Nicole Kidman zum Beispiel oder Brad Pitt, keine zweitklassige Prominenz.» Damit setzt sich TV-Star von den deutschen Konkurrenztiteln ab, die zwar ebenfalls auf Glamour setzen, diesen aber vorwiegend durch blonde Starlets auf dem Titelbild zu erzeugen versuchen.
Dass die erste Ausgabe von TV-Star ausgerechnet mit der blonden Michelle Hunziker daherkommt, will Hildbrand denn auch keinesfalls als Nachahmung deutscher Methoden verstanden wissen: «Wir wollten in der ersten Nummer einen Schweizer Star, der Glamour ausstrahlt. Da passt Michelle Hunziker, zumal sie neue Fernsehpläne hat, jetzt in Italien in einem Musical spielt und eine Sendung mit 10 Millionen Zuschauern moderiert.»
Das Publikum informiert TV-Star mit einer Werbekampagne über den Namenwechsel. Fernsehspots werden auf allen Deutschschweizer Regionalsendern ausgestrahlt. Um jüngere Zielgruppen anzusprechen, laufen die Spots auch im Kino. Die Tageszeitungen der Partnerverlage, welche Kombiabonnements mit TV-Star anbieten, werden Anzeigen schalten. Eine Inseratekampagne läuft auch in der Fachpresse. «Wir gehen haushälterisch mit den Mitteln um», fügt Hildbrand an. «Wir haben nicht das Geld, um in den Grossstädten die Plakatwände zu füllen, obwohl ich das natürlich auch gerne sehen würde.»
Neues Gesicht: Der Name und die Titelgestaltung von TR7 ändern, inhaltlich bleibt das erfolgreiche Konzept des TV-Magazins weitgehend unverändert.
Stefano Monachesi
