Der Breitband-Aufsteiger
Mike A. Weber soll bei Goldbach Media die neu gegründete Active Mobile Media «on air» bringen.
Mike A. Weber soll bei Goldbach Media die neu gegründete Active Mobile Media «on air» bringen.
Das Rauschen ist fürchterlich. Dann zirpt es im Äther. Die Wellen überschlagen sich. Und plötzlich steht die Verbindung. «Es funkt», sagt der Gesichtsausdruck seines Vaters. Und der kleine Mike hat erstmals das Gefühl von weiter Welt. «Mein Vater war einer der ersten lizenzierten Hobbyfunker der Schweiz mit einer zweistelligen HB9-Nummer», erzählt der neue Managing Director bei Goldbach Media. Als Bub habe er da mitbekommen, was abgeht, wenn man plötzlich Funkverbindung hat. Eine solche Begeisterung für ein Produkt sieht Weber heute noch als Anfang von jedem unternehmerischen Erfolg. Goldbach Media hat mit der Active Mobile per Januar ein neues Unternehmen für Mobile-Marketing gegründet. «Das Handy ist das erste interaktive und zugleich persönlichste Massenmedium ohne grosse Streuverluste», fasst Weber die Idee zusammen. Der Funk-Werber ist von Swisscom Mobile zur Goldbach-Media- Gruppe gestossen, um den Aufbau der neuen Business Unit zu leiten und voranzutreiben.
Den professionellen Einstieg in die mobile Welt hat Weber dank einer Umstrukturierung beim Migros-Genossenschafts-Bund gefunden. Beim orangen Riesen wirkte er 1996 bis 2000 als Werbechef für den Bereich Nonfood. Vorher war Weber «ein Agenturkind» und hat sämtliche Stufen vom Werbeassistenten bis zum Beratungsgruppenleiter und Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung durchlaufen.
Angefangen hat er bei Wirz Werbung, dann kam Aebi + Partner. Nach dem Job in der Geschäftsleitung einer kleineren Agentur folgte die US-Agentur Matter Leo Burnett. Mit so viel Erfahrung drängte sich nach 15 Jahren der Entscheid auf: Selbstständigkeit, Ausland oder der Schritt auf Kundenseite.
«Das Aufstarten und Steuern des Fachmarktes bei der Migros machte viel Spass und hat mir die entscheidenden Türen geöffnet», ist Mike A. Weber vom Sinn dieses Frontenwechsels noch heute überzeugt. Sein Chef in jener Zeit war Paul Riesen, der ihn jetzt auch wieder nach Goldbach geholt hat. Dazwischen liegen knapp fünf Jahre bei Swisscom Mobile. Als die Marketingabteilung des MBG sich mit der Gründung von Exxtra verändert hatte, suchte Swisscom Mobile gleichzeitig einen Marketer aus einem Kommunikationsbereich, in welchem schon grosse Budgets betreut worden sind. «Ich habe den Job dank meinem Migros-Background erhalten.»
Die letzten fünf Jahre war er in Bern verantwortlich für Marketingkommunikation. Ein einmaliger Job, denn es waren in
der Telekommunikationsbranche die grossen Boomjahre, wie sie wohl noch in keinem anderen Zweig der Wirtschaft erlebt worden sind. Allein im Jahr 2000 konnte Swisscom Mobile im heimischen Markt brutto 1,5 Millionen Neukunden akquirieren. Die Differenzierung zu den anderen Playern war die grosse Herausforderung. Insbesondere der sehr emotionale Auftritt von Orange sowie das aggressive Preisverhalten von Sunrise «hat die Marketingkommunikation von Swisscom Mobile gefordert». Weber hat als Leiter die Abteilung neu strukturiert und einzelne Divisionen eingeführt. Ein eigenes Onlineteam sowie eigenständige Abteilungen für Direct Marketing, Verkaufsförderung, Branding, Sponsoring und PPR wurden aufgebaut. «Das grosse Schlachtschiff Swisscom ist nur mit kleinen und schnellen Business Units im Markt zu positionieren», war damals die Strategie von Jens Alder. Weber ist es gelungen, den Mobile-Bereich trotz Abstammung vom eher traditionsbelasteten früheren Monopolbetrieb als «jung und dynamisch» auftreten zu lassen.
Inzwischen sind die Telefonkarten mehr oder weniger verteilt, und Weber konnte wieder auf einen neuen Anruf warten. Schon lange redet man vom Mobile Marketing. Dank der mobilen Breitbandtechnologie sind die multimedialen Wunschträume jetzt Realität geworden. Mit der Lancierung von UMTS und Technologien wie PWLAN und WiMAX, die noch kommen werden, treten ganz neue Möglichkeiten auf den Mediaplan. «Wir als Goldbach-Media-Gruppe glauben an diesen Bereich. Das kann sehr interessant sein für Crossmedia», rechnet Weber.
In der Schweiz beträgt die Mobile-Penetration bereits mehr als 85 Prozent oder 6,2 Millionen Nutzer. In diesem Umfeld oder Point of Live werden Konzeption und Umsetzung mobiler Aktionen, Newslettering, Votings, Wettbewerbe und Spiele oder Teaseraktionen zum Standard-angebot der jüngsten Goldbach-Media-Tochter gehören.
«Als ehemaliger Telecommitarbeiter während der Boomphase ist mir bewusst, dass ich von einem grossen Schiff, wo alles beim Steuern seine Zeit brauchte, auf ein Einerkajak gewechselt habe, das aber sehr wendig ist», freut sich Weber. Beim Aufbau dieses Start-ups «spüre ich wieder das Spritzwasser, das ich bei Swisscom etwas vermisst habe».
Die neue Abteilung will Mobile Marketing zu einem eigenständigen Instrument führen. Dazu wird der neue Managing Director, der für Aufbau, Führung, Implementierung im Markt und Ausweitung zuständig ist, fachlich von Tobias Fehrlin, einem ausgewiesenen Spezialisten für Multi-Channel und Crossmedia-Projekte, und weiteren Partnern unterstützt.
Das bei Swisscom erworbene Know-how ist Mike A. Webers Basis, um
Das Rauschen ist fürchterlich. Dann zirpt es im Äther. Die Wellen überschlagen sich. Und plötzlich steht die Verbindung. «Es funkt», sagt der Gesichtsausdruck seines Vaters. Und der kleine Mike hat erstmals das Gefühl von weiter Welt. «Mein Vater war einer der ersten lizenzierten Hobbyfunker der Schweiz mit einer zweistelligen HB9-Nummer», erzählt der neue Managing Director bei Goldbach Media. Als Bub habe er da mitbekommen, was abgeht, wenn man plötzlich Funkverbindung hat. Eine solche Begeisterung für ein Produkt sieht Weber heute noch als Anfang von jedem unternehmerischen Erfolg. Goldbach Media hat mit der Active Mobile per Januar ein neues Unternehmen für Mobile-Marketing gegründet. «Das Handy ist das erste interaktive und zugleich persönlichste Massenmedium ohne grosse Streuverluste», fasst Weber die Idee zusammen. Der Funk-Werber ist von Swisscom Mobile zur Goldbach-Media- Gruppe gestossen, um den Aufbau der neuen Business Unit zu leiten und voranzutreiben.
Den professionellen Einstieg in die mobile Welt hat Weber dank einer Umstrukturierung beim Migros-Genossenschafts-Bund gefunden. Beim orangen Riesen wirkte er 1996 bis 2000 als Werbechef für den Bereich Nonfood. Vorher war Weber «ein Agenturkind» und hat sämtliche Stufen vom Werbeassistenten bis zum Beratungsgruppenleiter und Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung durchlaufen.
Angefangen hat er bei Wirz Werbung, dann kam Aebi + Partner. Nach dem Job in der Geschäftsleitung einer kleineren Agentur folgte die US-Agentur Matter Leo Burnett. Mit so viel Erfahrung drängte sich nach 15 Jahren der Entscheid auf: Selbstständigkeit, Ausland oder der Schritt auf Kundenseite.
«Das Aufstarten und Steuern des Fachmarktes bei der Migros machte viel Spass und hat mir die entscheidenden Türen geöffnet», ist Mike A. Weber vom Sinn dieses Frontenwechsels noch heute überzeugt. Sein Chef in jener Zeit war Paul Riesen, der ihn jetzt auch wieder nach Goldbach geholt hat. Dazwischen liegen knapp fünf Jahre bei Swisscom Mobile. Als die Marketingabteilung des MBG sich mit der Gründung von Exxtra verändert hatte, suchte Swisscom Mobile gleichzeitig einen Marketer aus einem Kommunikationsbereich, in welchem schon grosse Budgets betreut worden sind. «Ich habe den Job dank meinem Migros-Background erhalten.»
Die letzten fünf Jahre war er in Bern verantwortlich für Marketingkommunikation. Ein einmaliger Job, denn es waren in
der Telekommunikationsbranche die grossen Boomjahre, wie sie wohl noch in keinem anderen Zweig der Wirtschaft erlebt worden sind. Allein im Jahr 2000 konnte Swisscom Mobile im heimischen Markt brutto 1,5 Millionen Neukunden akquirieren. Die Differenzierung zu den anderen Playern war die grosse Herausforderung. Insbesondere der sehr emotionale Auftritt von Orange sowie das aggressive Preisverhalten von Sunrise «hat die Marketingkommunikation von Swisscom Mobile gefordert». Weber hat als Leiter die Abteilung neu strukturiert und einzelne Divisionen eingeführt. Ein eigenes Onlineteam sowie eigenständige Abteilungen für Direct Marketing, Verkaufsförderung, Branding, Sponsoring und PPR wurden aufgebaut. «Das grosse Schlachtschiff Swisscom ist nur mit kleinen und schnellen Business Units im Markt zu positionieren», war damals die Strategie von Jens Alder. Weber ist es gelungen, den Mobile-Bereich trotz Abstammung vom eher traditionsbelasteten früheren Monopolbetrieb als «jung und dynamisch» auftreten zu lassen.
Inzwischen sind die Telefonkarten mehr oder weniger verteilt, und Weber konnte wieder auf einen neuen Anruf warten. Schon lange redet man vom Mobile Marketing. Dank der mobilen Breitbandtechnologie sind die multimedialen Wunschträume jetzt Realität geworden. Mit der Lancierung von UMTS und Technologien wie PWLAN und WiMAX, die noch kommen werden, treten ganz neue Möglichkeiten auf den Mediaplan. «Wir als Goldbach-Media-Gruppe glauben an diesen Bereich. Das kann sehr interessant sein für Crossmedia», rechnet Weber.
In der Schweiz beträgt die Mobile-Penetration bereits mehr als 85 Prozent oder 6,2 Millionen Nutzer. In diesem Umfeld oder Point of Live werden Konzeption und Umsetzung mobiler Aktionen, Newslettering, Votings, Wettbewerbe und Spiele oder Teaseraktionen zum Standard-angebot der jüngsten Goldbach-Media-Tochter gehören.
«Als ehemaliger Telecommitarbeiter während der Boomphase ist mir bewusst, dass ich von einem grossen Schiff, wo alles beim Steuern seine Zeit brauchte, auf ein Einerkajak gewechselt habe, das aber sehr wendig ist», freut sich Weber. Beim Aufbau dieses Start-ups «spüre ich wieder das Spritzwasser, das ich bei Swisscom etwas vermisst habe».
Die neue Abteilung will Mobile Marketing zu einem eigenständigen Instrument führen. Dazu wird der neue Managing Director, der für Aufbau, Führung, Implementierung im Markt und Ausweitung zuständig ist, fachlich von Tobias Fehrlin, einem ausgewiesenen Spezialisten für Multi-Channel und Crossmedia-Projekte, und weiteren Partnern unterstützt.
Das bei Swisscom erworbene Know-how ist Mike A. Webers Basis, um
im Mobile Marketing Akzente zu setzen.
Andreas Panzeri
