Zeitungen Mit einer einfachen und populären Kampagne will das Zofinger Tagblatt junge Leser gewinnen.
Traditionsprodukte haben beim jüngeren Publikum oft das Problem, dass deren Qualitäten verkannt werden. Den Startschuss für ein besonderes Interesse gibt oft erst ein Schlüssel- beziehungsweise Aha-Erlebnis. Ein solches habe das Zofinger Tagblatt (ZT) nötig, glaubt Verlagsleiter Kurt Lipp, der das Werbeatelier Hallokern mit der Konzeption einer multimediafähigen Kampagne beauftragte.Berater Walter Kern präsentierte sich eine Ausgangslage, die typisch ist für Lokalblätter: Auch das ZT leidet unter dem verändertem Informationsverhalten, das Abonnentenrückgang, abnehmende Leserbindung und fehlendes junges Lesepublikum zur Folge hat. Zwar steht das ZT mit der Entwicklung seiner Leser- und Auflagenzahlen nicht viel schlechter da als die anderen Verbundstitel der Mittelland Zeitung, doch will man das vorhandene Marktpotenzial keinesfalls anderen überlassen.
Den Aborückgang zu stoppen und den Abonnentenstamm zu stabilisieren, sind die kurzfristigen Ziele, die durch das Aufzeigen des Nutzwerts einer guten Tageszeitung erreicht werden sollten. Mit einem frischen und impactstarken Auftritt könnte sich das Zofinger Tagblatt zudem als ein modernes Medium positionieren, das man gern konsumiert. «Wir setzten auf eine konsequente Reduktion; nicht intellektuell, aber auch nicht plump und billig», sagt Walter Kern, der auf der konzeptionellen «Hä?/Aha!»-Grundidee nicht nur den Nutzen des ZT auf die kürzestmögliche Formel gebracht hat.
Umfangreiches PaketDer hohe Wiedererkennungsgrad der plakativen visuellen Umsetzung, die sich am rotweissen Kopf des ZT orientiert, unterstützt auch die Identität der Zeitung. Schnell und unmittelbar können lokale und regionale Themen variiert und damit den Wissensvorsprung als Lesernutzen immer wieder neu beweisen. Nebst dem Aushang in der ganzen Region – ein Mix aus Teaser und Auflösung – und den Inseraten runden Mailings, ein Promotionsgewinnspiel im Radio und Internet sowie BtL-Massnahmen an stark frequentierten Standorten wie Einkaufszentren und Schwimmbädern das umfangreiche Kampagnenpaket ab.
Fragen – und Antworten: Die Kampagne von Hallokern setzt auf den Wissensvorsprung von ZT-Lesern.
Luca Aloisi