MTV will in die Romandie

Fernsehen Der Musiksender MTV plant ein Programm für die Romandie. Das sagte Thierry Cammas, Direktor von MTV Frankreich, im Westschweizer Fernsehen.

Fernsehen Der Musiksender MTV plant ein Programm für die Romandie. Das sagte Thierry Cammas, Direktor von MTV Frankreich, im Westschweizer Fernsehen.Gemäss einem Bericht von L’Hébdo ist MTV in der französischen oder der englischen Ausgabe bereits in fast 85 Prozent der Westschweizer Haushalte zu empfangen. Für ein lokales Programm mit einheimischen Moderatoren wolle MTV nun 9 Mio. Franken investieren.

Regenschutz inklusive

Fotografie Wer ist schon bereit, seine kostbare Kamera dem Regen auszusetzen? Mit der Coolpix S2 macht Nikon Schluss mit diesem Dilemma. Die digital aufzeichnende Kamera erweist sich dank spritzwasserdichtem Gehäuse als allwettertauglich. Ausgestatte

Fotografie Wer ist schon bereit, seine kostbare Kamera dem Regen auszusetzen? Mit der Coolpix S2 macht Nikon Schluss mit diesem Dilemma. Die digital aufzeichnende Kamera erweist sich dank spritzwasserdichtem Gehäuse als allwettertauglich. Ausgestattet mit einem hellen 2,5-Zoll-LCD-Monitor, kompakten Abmessungen (das Gehäuse ist nur 22 mm tief) und zahlreichen innovativen Funktionen sorgt die schicke Coolpix S2 dafür, dass auch die Fotos gut ausschauen.

Eingekaufte Originalität

Aufgefallen Das Schreiben von Aufgefallenn ist zwar ein einträgliches Geschäft, doch mangelt es den meisten Journalisten an guten Einfällen.

Kolumne Das Schreiben von Kolumnen ist zwar ein einträgliches Geschäft, doch mangelt es den meisten Journalisten an guten Einfällen.Jemand bietet Ihnen eine Kolumne an, Mbwana? Nun, Kolumnen sind eine unsympathische Sache. Erfunden wurden sie von Chefredaktoren, die nicht begriffen haben, dass Persönlichkeit, Ideen, Witz Sachen des Alltags, also das Geschäft der Redaktion selbst sind. Und die darum glauben, Originalität lasse sich zukaufen wie Gewürz für eine Wassersuppe. Als Faustregel gilt: Je mehr Kolumnen, desto weniger Können im Blatt. Journalistenköpfe auf Fotos sind fast immer Attrappen.Andererseits, Mbwana, ist eine Kolumne höchst einträglich: Sie garantiert regelmässig Geld. Und zwar ohne grosse Recherche. Sagen Sie also zu Kolumnenaufträgen: ja. Aber meiden Sie die Fallen am Weg.
Das Tückische an einer Kolumne sind die mangelnden Ressourcen; eigentlich sollten Sie von Mal zu Mal eine Idee haben. Nur bezieht man Ideen höchstens im Vierteljahresabonnement. Und andere Ressourcen reichen nicht aus. Schreiben Sie über Ihr Privatleben, so werden Sie feststellen, dass Sie keines haben, jedenfalls kein wirklich interessantes. Sie sitzen meist vor einem Computer. Und passiert wirklich etwas Spannendes, etwa eine Scheidung, so können Sie es aber nicht schreiben. Das Resultat: Sie schnörkeln Harmlosigkeiten vor sich hin und heissen Herr und Frau Baumann oder Meier.
Ebenso werden Sie sehen, dass Ihre Meinungen nicht ausreichen. Sie werden höchstens fünf oder sechs passable Meinungen haben, die gleichzeitig durch Erfahrung fundiert, wirklich leidenschaftlich und halbwegs neu sind. Der Rest ist Geplätscher (siehe die Legion der Chefredak-, Ex-Chefredak- und Verlagsdirektoren).
Das dramaturgische Problem der Kolumne, Mbwana, ist also: Egal, ob Sie betrunken, bekümmert, benebelt sind, Sie müssen Woche für Woche die Ideen liefern, die Sie nicht haben. Die Lösung: Sie müssen die Ideen nicht haben, sondern sie simulieren. (Schreiben ist das perfekte Medium für Hochstapler: Was ich in drei Stunden schreibe, lesen Sie in drei Minuten. Mein Schnelligkeitsvorteil liegt also bei Faktor 60 – so lässt es sich leicht intelligent aussehen.)
Um den Motor eines Fliessbandprodukts wie einer Kolumne zu basteln, braucht es einen Trick. Sie brauchen nur eine einzige Idee – und zwar ganz am Anfang: ein klares Paket von Ton, Inhalt und Form der Kolumne. Dann müssen Sie sich um wenig mehr kümmern, als dass eine mittelmässige Idee in das Korsett passt, das sie trägt. Der Rest ist Automatik und Feilerei. So erzählt Martin Suters Business-Class-Kolumne die ewig gleiche Geschichte: Ein Manager versucht einen Karrieretrick und stolpert darüber. Oder die liebe Eliane gibt Sex-Tipps (spannend das Unglück anderer, spannend, ob man das Gleiche geraten hätte wie Eliane). Oder zum Beispiel die satirische Monster-Kolumne der WOZ zu nehmen, die ich seit über zehn Jahren herunterschreibe: Reale Namen aus Politik und Medien werden mechanisch in eine Schundromanumgebung entführt. Wählt man den Schundton richtig, funktioniert die Kolumne immer: Der Niedergang der FDP in Buddenbrocks-Ton, der falsche Doktortitel von Bischof Haas als Arztroman, die Pinkelkunstdebatte im Ständerat als unanständiges Gedicht – in keinem Fall ist es ein Problem, auf Pointen zu kommen. Eine bis drei Stunden Arbeit reichen.
Clevere Kolumnen mit dem richtigen Ton-Inhalt-Form-Paket sollten nach nur wenigen Wochen schon in ein bis drei Stunden in Hut und Mantel geschrieben werden können, sonst stimmt das Paket nicht.
Ein Schreiber wie Linus Reichlin, der für eine Kolumne eine Woche und ein Spitzensalär braucht, ist vor allem ein Verhandlungsgenie. (Hallo Facts, andere machen Ihnen dasselbe für die Hälfte des Honorars in einem Zehntel der Zeit!)
Diese Kolumne hier, geehrter Mbwana, beruht vor allem auf der Kombination von höchst unverschämtem und höchst unterwürfigem Ton. Sie wurde ohne Inspiration in düsterer Stimmung geschrieben (immerhin habe ich nach sieben Jahren bei meinem Arbeitgeber gekündigt), das Honorar beträgt 300 Franken, und sie kostete mich eine Stunde fünfzig Minuten.
> Constantin Seibt ist noch Redaktor der Wochenzeitung (WOZ).

Push ’n’ Pull betreut den neuen Look von Selecta

Verkaufssysteme Die Berner Kommunikationsagentur Push ’n’ Pull erweitert ihr Kundenportfolio mit der Selecta AG.

Verkaufssysteme Die Berner Kommunikationsagentur Push ’n’ Pull erweitert ihr Kundenportfolio mit der Selecta AG.Der Anbieter von Verkaufssystemen für die Pausenverpflegung führt europaweit ein neues Corporate Design ein. Push ’n’ Pull wurde mit der länderspezifischen Umsetzung des neuen Erscheinungsbildes für ausgewählte Werbemittel beauftragt. Unter anderen werden eine neue Imagebroschüre, ein periodisch erscheinendes Kundenmagazin und eine Handelssortimentsliste realisiert. Erste Werbemittel sind Mitte Juli zu sehen.

m&m dockt nun international an

Mediaplanung Die Agentur m&m gibt Mediakeys, dem französischen Posterspezialisten, in der Schweiz Starthilfe und knüpft dabei weltweit Kontakte.

Mediaplanung Die Agentur m&m gibt Mediakeys, dem französischen Posterspezialisten, in der Schweiz Starthilfe und knüpft dabei weltweit Kontakte.Die Mediaagentur m&m in Glattbrugg erschliesst sich nicht nur neue Märkte wie Holland, Ungarn und Tschechien, sondern eignet sich parallel dazu das nötige, länderspezifische Media-Know-how an. Unter anderem, indem sich m&m via Firmenverflechtungen quasi am Wissen anderer beteiligt. «In der Schweiz sind wir Allrounder, aber es ist gut, sich im Ausland auf das Know-how von netzwerkunabhängigen Allianzpartnern verlassen zu können», sagt m&m-Inhaber Wolfgang Mecklenburg. Darum ging die m&m-Holding eine Gemeinschaft mit dem französischen Posterspezialisten Mediakeys ein (siehe Kasten), der in der Schweiz Fuss fassen will. Die m&m-Holding hält bei Mediakeys Swiss eine Minderheitsbeteiligung.Weitere Partnerschaften möglich
Die Verbindung mit Mediakeys ist die zweite dieser Art im m&m-Netzwerk: «Seit einigen Jahren machen wir gute Erfahrungen mit der internationalen Mediaagentur OMD, ein Einkaufsspezialist», sagt Mecklenburg. Konkret ist OMD Deutschland zu 30 Prozent an Mecklenburgs Tochter mm&b Stuttgart beteiligt. Mecklenburg hält sich die Option zu weiteren Partnerschaften, etwa mit Radio- oder Kinospezialisten, offen. Seine Wahl fiel auf Mediakeys, weil der Posterspezialist keinem Agenturnetzwerk angehört. Zudem kennt man sich längst: In Paris hat die m&m-Tochter mm&b France ihre Büros im Hauptsitz von Mediakeys. Der angestrebte Know-how-Transfer funktioniert, indem m&m künftig für Planung und Einkauf von Outdoormedien im Ausland die örtlichen Spezialisten von Mediakeys beiziehen kann. Weil diese in ihren jeweiligen Ländern Spezialisten anderer Mediengattungen kennen, ermöglichen sie m&m auch entsprechende Kontakte. Umgekehrt hilft m&m Mediakeys beim Eintritt in den Schweizer Aussenwerbemarkt. Doch warum interessiert sich ein Posterspezialist für die Schweiz, deren Aussenwerbung durch die starke Marktstellung von Affichage recht übersichtlich strukturiert ist? «Gerade weil es so einfach ist, sind eher neue, kreative Outdoorlösungen möglich», meint Vincent Jäggi, Geschäftsleiter von Mediakeys Swiss. Kommt dazu, dass zusammen mit Mediakeys Germany das Plakathandling im ganzen deutschsprachigen Raum abdeckt. «In einem Europa der Regionen gewinnen grenzüberschreitende Outdoorkampagnen an Bedeutung», sagt Jäggi. Andererseits wird er zu den bestehenden Mediakeys-Kunden zusätzlich neue multinationale Auftraggeber mit Sitz in der Schweiz aufsuchen – in der Hoffnung, dass sie ihren
Mediaagenturen künftig die Zusammenarbeit mit dem Posterspezialisten nahe legen.
Mediakeys ist weltweit tätig Die Spezialagentur Mediakeys wurde 1999 von den Franzosen Philippe Bizot und Paul Cahierre gegründet. Mittlerweile ist sie auf allen Kontinenten tätig und ausser in Australien auch überall mit eigenen Büros präsent. Europäische Ländervertretungen finden sich in Paris, Genua, Rheinbach (D), London und Glattbrugg. Für die übrigen Länder Europas stehen am Hauptsitz Gebietsverantwortliche als Ansprechpartner zur Verfügung. Mediakeys unterhält eine Datenbank, in der die Aussenwerbeflächen der 50 weltweit wichtigsten Flughäfen, die Möglichkeiten im Bereich Megaposter sowie andere Outdoor-Angebote punkto Standort, Preise und Adressen enthalten sind. (www.mediakeys.net)
Eine wichtige Orientierungshilfe im AussenwerbedschungelAnders als in der Schweiz ist der Aussenwerbemarkt in vielen Ländern stark segmentiert. Vom weltweiten Outdoorangebot sind bloss etwa 33 Prozent in den Händen der grossen Player Clear Channel, JCDecaux und Viacom. Die übrigen 67 Prozent verteilen sich auf nationale oder sogar lokale Anbieter.
Um sich in diesem Dschungel nicht zu verlieren, holen sich viele Mediaagenturen die Unterstützung von Aussenwerbe- oder Posterspezialisten, die von der Planung über das Mediabuying bis hin zur Aushangkontrolle und Abrechnung alles aus einer Hand besorgen. Mediakeys ist nur einer davon. Weitere heissen Portland, PM, Posterscope, PSI oder Poster Publicity. Letzterer ist bereits seit 2001 mit einem Büro auch in der Schweiz – in Küsnacht ZH – vertreten. Managing Director Winfried Karst ist zusammen mit Manuela Krähenbühl verantwortlich für die Operation in der Schweiz. Poster Publicity mit Sitz in London ist ausser in Afrika auf allen Kontinenten tätig, in Europa ist der Spezialist in zehn Ländern direkt vertreten.
In weiteren Ländern und auch in Afrika arbeitet Poster Publicity mit Partnerfirmen zusammen. Nach eigenen Angaben platziert Poster Publicity International jährlich Kundenbudgets im Wert von rund 650 Millionen Dollar. (www.posterpublicity.com) (mk)
Markus Knöpfli

Drei Metropolen suchen Umland

Anzeigenmarkt Der Metropool wird wohl seine Reichweite regional vertiefen.

Anzeigenmarkt Der Metropool wird wohl seine Reichweite regional vertiefen.
Beim Metropool, dem Kombi von Tages-Anzeiger, Berner Zeitung und Basler Zeitung (BaZ), erwägt man eine Plusvariante: Den nationalen Kunden soll voraussichtlich ab 1. Januar 2006 in den drei Regionen des Goldenen Dreiecks eine regionale Vertiefungsmöglichkeit angeboten werden. In Zürich dürfte dies mit dem Landboten, in Bern mit dem Bieler Tagblatt geschehen. Und in Basel? Dort fehlte bisher eine geeignete Plusvariante. Diese Lücke kann jetzt teilweise geschlossen werden: Am 2. Juni startet die Neue Fricktaler Zeitung (NFZ), das Fusionsprodukt aus Fricktaler Bote und Fricktaler Zeitung. An ihr ist die Basler Zeitung Medien (BZM) zu 21 Prozent beteiligt, zudem bilden BaZ und NFZ ein Anzeigenkombi. Dieses möchte die BZM im Rahmen ihres neuen Nordwestschweiz-Verbundes in den Metropool integrieren – und so die NFZ für ihre Kooperationsbereitschaft belohnen. Ruth Ludwig-Hagemann, VR-Mitglied bei BZM und NFZ, bestätigte auf Anfrage, dass mit dem Metropool Gespräche in dieser Richtung laufen.
Beim Metropool in Bern war keine Stellungnahme erhältlich, jedoch beim Tages-Anzeiger. Dieser ist ja – ähnlich wie die BaZ – daran interessiert, seinen Partner Landbote für dessen Ausscheren im Zürcher Pressedeal zu belohnen. Ein Anbinden an den nationalen Werbemarkt scheint ein geeignetes Zückerchen. Tagi-Verlagsleiterin Maili Wolf dementiert nicht, sie betont aber: «Wir eruieren enorm viele Varianten, um den Metropool für den Markt attraktiver zu machen.» Dieses Ziel stehe im Vordergrund. Der Pool solle deshalb auf keinen Fall «überteuert» werden.
Das ist wohl ein Wink an die BZM. Denn BaZ-Verleger Matthias Hagemann hat immer erklärt, dass sein Nordwestschweiz-Verbund noch weiteren Blättern – etwa der Basellandschaftlichen Zeitung und der Volksstimme in Sissach – offen stehe. Das aber dürfte Maili Wolf Sorgen bereiten. Könnte denn der Metropool die beiden Titel sinnvoll einbinden, falls diese sich durch die neue Andockmöglichkeit in den BaZ-Verbund locken lassen?
(mk)

Street Parade erhält eigene Modekollektion

Sponsoring Die Street Parade hat das italienische Modelabel Kappa als Sponsor gewonnen.

Sponsoring Die Street Parade hat das italienische Modelabel Kappa als Sponsor gewonnen.Kappa entwirft eine spezielle Kollektion für das Zürcher Strassenfest. «Zeitgemässe Designs und Schnitte aus dem italienischen Haus setzen die Modetrends für diesen Sommer», kündigt die Street Parade in einer Mitteilung an. Weitere Partner des Megaevents sind Calanda, Coca-Cola, Valser, Sun Look und Garnier Fructis Style.

Zahl der Woche

Zeitungen Während hier zu Lande die Tageszeitungen stagnieren, befindet sich die Zeitungsindustrie weltweit auf Wachstumskurs.

Zeitungen Während hier zu Lande die Tageszeitungen stagnieren, befindet sich die Zeitungsindustrie weltweit auf Wachstumskurs.395 Millionen Nach einem leichten Rückgang 2003 sind gemäss einer Untersuchung des Weltverbands der Zeitungen (WAN) die Auflagen und Anzeigenumsätze 2004 deutlich gestiegen. Das liess der Verband am 58. Weltkongress der Zeitungen in Seoul verlauten. Man redet von einer «Wiedergeburt» der Tageszeitung, denn insgesamt ist die weltweite Auflage von Tageszeitungen 2004 um 2,1 Prozent gestiegen und erreicht einen neuen Höchststand von 395 Millionen Exemplaren täglich. Bei den Anzeigenumsätzen wurde 2004 ein Plus von 5,3 Prozent verbucht. Die Zeitungswirtschaft in Europa verzeichnete ein Minus von 1,4 Prozent.

Der Preis war heiss

Just auf den Zeitpunkt der Implementierung ihrer neuen Dachmarkenstrategie lud die APG/Affichage bei hochsommerlichen Temperaturen zum Swiss Poster Award in die sau(na)mässig warme Maag Eventhall.

Just auf den Zeitpunkt der Implementierung ihrer neuen Dachmarkenstrategie lud die APG/Affichage bei hochsommerlichen Temperaturen zum Swiss Poster Award in die sau(na)mässig warme Maag Eventhall.Der Anlass war so top wie die Temperaturen, und zu mosern gibts da nichts. Lediglich folgende Koinzidenzen haben dem Shortlistautor etwas zu denken gegeben.In der Kategorie «Kommerziell» ging Gold an Jung von Matt/Limmat für SBB (in der Jury: Dominique von Matt). Silber (VBZ) und Bronze (Suva) holten sich Ruf Lanz (in der Jury: Danielle Lanz). Die Kategorie «Public Services» dominierte Publicis mit Gold für Global Fund und Silber für Terre des hommes (in der Jury: Markus Gut), Bronze ging an Wyler Werbung für Multimobil (war nicht Jurymitglied Dani Lanz mal Freelance für Wyler?). Bei der Kategorie «Kultur» hielt man sich etwas zurück und belohnte die Zuger DNS-Transport, ein interdisziplinäres Kunst-Ausstellungs-Team, mit Gold. Silber ging an die Fachklasse Grafik der Hochschule für Gestaltung + Kunst Luzern. Die Kultur-Bronze holte sich Publicis fürs Schauspielhaus (in der Jury: NZZ-Verlagsleiter Tobias Trevisan, dessen Werbeagentur, na wie wohl, heisst?). Der Hauptpreis des Abends, genannt Swiss Poster Award, ging letztlich an Global Fund und Publicis. Was nur konsequent war, schliesslich hiess der Jurypräsident Fredy Collioud.
Dass hier der Verdacht von Mauschelei aufkommen soll, dementieren wir natürlich hier sofort und aufs Heftigste. Aber eins ist sicher. Folgende Jurymitglieder gewannen nichts und haben sich deshalb nachweislich nicht selbst ausgezeichnet: Daniel Comte von Advico, Remy Fabrikant, JWT+H+F, Martin Spillmann, SFLB, sowie K. Domenic Geissbühler und Wendelin Hess. Ob aus Fairness oder mangelnder Durchsetzungsfähigkeit, wissen wir nicht.
Beat Fritschmitten im Grünen, so scheints wenigstens. Dabei entstand dieses Bild in der Industrielandschaft der ehemaligen Maag-Fabrik. So schön überdimensionierte Bildhintergründe wie diesen fand man dort an der APG Poster Night. Wie der aufmerksame Betrachter merkt, handelt es sich dabei um ein Plakat aus der SBB-Kampagne. Dieses gewann zwar Gold in seiner Kategorie, den Hauptpreis aber holte ein anderes Sujet.
Alles neu Ende Mai: Frisches CI für die alt-ehrwürdige APG.
Gastgeber Christian Kauter beweist Reto Cina (l.) von Davidoff und Jean-Marie Egger (r.), dass er die richtigen Zigarren dabei hat.
APG-Verkaufsleiter Ivan Schultheiss (l.) mit Christian Erni, Futurecom, der für die neue Affichage-Homepage verantwortlich zeichnet.
Stolz aufs neue CI und die erfolgreiche Poster Night: Dani Ettinger, Othmar Casutt, Ruth Bertschi und Roger Möschler (v. l.).
Genossen den Abend und feixten ein bisschen herum: Fredy Collioud, Andreas Prokesch, David Allemann und Remy Fabrikant (v. l.).
In intensive Tischgespräche vertieft sah man Andres Brütsch (l.) von Topic Film und Uwe Schlupp, Krieg Schlupp Springer & Jacoby.
Feinschmecker: Bruno Niederberger, APG, mit Urs Straehl und Mario Suter von der Hochschule für Gestaltung + Kunst (v. l.).
Orange in der Klemme: Roli Ehrler (l.) und Jürg Pauli (r.) von Swisscom nahmen Marcel Benz von Orange ins Sandwich.
Zufrieden: Winfried Karst und Manuela Krähenbühl von Poster Publicity mit Christinger-Geschäftsführer Dani Weissbaum (v. l.).
Versilbert: Markus Ruf mit seinen Kunden Heinz Vögeli und Nicolas Adolph von den Verkehrbetrieben der Stadt Zürich (v. l.).
Bronze gabs für Christoph Stuehn vom Schauspielhaus Zürich und Publicis-Chef-CD Markus Gut (r.).
Feierten gerne mit der APG: Livio Padrun von Omega mit Renato Schena, Paron/Affichage, und Rolf Bühler von Outdoor Media (v. l.).
Susanne Baumgartner (l.) und Katja Ehrensperger machten es sich gemeinsam auf den superbequemen Lounge-Sofas gemütlich.
Gute Laune herrschte eindeutig auch bei Christoph Meier (l.) von Carat und Victor Rosser, Werbeagentur Wacker und Rosser.
Kritischer als auch schon schaute BSW-Präsident Peter Leutenegger (l.), mit Migros-Werbeleiter Beat Mühlemann in die Kamera.
Mit Bier oder Cüpli lässts sich gut leben, war sicher auch die Meinung von Christoph Bürge (l.) und Uwe Schlupp zum APG-Anlass.

Via BaZ zum nationalen Werbemarkt

Zeitung Am 2. Juni fusionieren zwei Fricktaler Titel zur Neuen Fricktaler Zeitung. Deren Patin, die Basler Zeitung, will nun ihren Schützling beim Metropool anhängen.

Zeitung Am 2. Juni fusionieren zwei Fricktaler Titel zur Neuen Fricktaler Zeitung. Deren Patin, die Basler Zeitung, will nun ihren Schützling beim Metropool anhängen.
Der Schriftzug der Neuen Fricktaler Zeitung (NFZ) ist schlicht, aber voller Symbolik: Im Namen selbst wird quasi das Geschlecht der Fricktaler Zeitung (FZ) weitergeführt, in der Farbe Blau lebt hingegen der Fricktaler Bote weiter. Die leicht kursiv gesetzte Schrift nimmt etwas vom FZ-Logo auf, die Schreibweise mit lauter Grossbuchstaben geht dagegen auf den Boten zurück. Die Aussage ist klar: Das neue Blatt ist nichts Aufgepropftes, es baut auf der Tradition der beiden bisherigen Titel auf. Und es will das obere und das untere Fricktal, zwei Gebiete, die punkto Zentrum unterschiedlich orientiert sind, zusammenschweissen helfen. Das kommt auch beim Layout zum Ausdruck: Es verzichtet weit gehend auf Trennlinien zwischen den Artikeln – fast ein Appell, die hinderlichen, kleinräumigen Abgrenzungen (im Kopf) abzubauen. Dabei bleibt es aber nicht: Tatkräftig geht die NFZ voran und behält die Redaktionen in Frick und Rheinfelden unverändert bei.Publikationsorgan in 27 GemeindenMit der donnerstäglichen Grossauflage mutiert die NFZ wie ihre Vorgängertitel jeweils zum Publikationsorgan (PubO) diverser Fricktaler Gemeinden. Vom Fricktaler Boten übernimmt sie die Verträge mit allen 25 Gemeinden im oberen Fricktal, von der FZ jene mit Rheinfelden und Möhlin. Für die übrigen 21 Gemeinden im unteren Fricktal sowie drei angrenzende Baselbieter Gemeinden ist dagegen der Bezirksanzeiger in Stein das offizielle PubO. Dieser publiziert zudem freiwillig auch die Gemeindenachrichten all jener Fricktaler Gemeinden, von denen er nicht das PubO ist.
Die Neue Fricktaler Zeitung (hier Layoutseiten) kommt schlicht daher und baut auf der Tradition der beiden fusionierten Titel auf.
Lokalgeschichten auf der FrontInhaltlich fokussiert das Blatt klar das ganze Fricktal. «Was weltweit passiert, weiss man über Radio, TV und Internet sofort. Im lokalen Bereich hingegen gilt dies nicht im selben Ausmass», sagt Walter Herzog, beim neuen Blatt Chefredaktor, Mehrheitsaktionär (58 Prozent) und VR-Präsident in einem. Die NFZ-Front macht deshalb zwei bis drei Lokalgeschichten gross auf und führt den Leser auf die hinteren Seiten. Auf der zweiten Seite werden Personen aus der Region vorgestellt, Fokus auf Seite drei beleuchtet ein aktuelles Fricktaler Thema. Danach folgen je eine Seite für die Bezirkshauptstädte Rheinfelden und Laufenburg und für die aufstrebenden Orte Möhlin und Frick/ Gipf-Oberfrick. Die Seiten Fricktal greifen Aktualitäten aus den übrigen Gemeinden und dem Südbadischen auf, zwei weitere Seiten richten den Blick ins Rüebliland und nach Aarau sowie in die Nordwestschweiz und nach Basel. Die Rubrik Express bringt nationale und internationale News in Kürze. «Wir verstehen uns neben Basler Zeitung (BaZ) und Aargauer Zeitung klar als Zweitzeitung», sagt Herzog selbstbewusst. Abgerundet wird die 20 bis maximal 48 Seiten umfassende Ein- oder Zweibundzeitung durch zwei bis drei Seiten Regionalsport. Freitags erscheint ein Veranstaltungskalender, zudem erhalten die Vereine eine Plattform. Den Vierfarben- und Tabloid-Trend konnte und wollte Herzog nicht vollumfänglich mitmachen. «Meines Erachtens sollte eine Zeitung Format zeigen», sagte er augenzwinkernd.
Erhöhung der TarifeWie ihre beiden Vorgängertitel wird die NFZ weiterhin dreimal wöchentlich (dienstags, donnerstags und freitags) erscheinen. Durch
die starke Auflagenerhöhung auf 11000 Exemplare wird der Tarif per 2. Juni auf 4970 Franken bei der Normalauflage (+21 Prozent) und auf 6366 Franken bei der donnerstäglichen Grossauflage (31000 Exemplare) angehoben (+2 Prozent). «Im Vergleich zur Monobelegung der beiden bisherigen Einzeltitel sinkt der Tarif in der NFZ aber um 37 Prozent», betont Herzog.
Auf die meisten Kombis, die die NFZ vom Fricktaler Boten und der FZ übernimmt und denen sie auch treu bleibt, wirkt sich die Preiserhöhung dieses Jahr noch nicht aus. Somit werden der Hattrick mit der Basellandschaftlichen Zeitung (Liestal) und der Volksstimme (Sissach), das Y-Kombi mit der Gratiszeitung Aargauer Woche und das Landpresse-Kombi mit dem Frei-schütz (Muri) durch die höhere NFZ-Auflage zwar verstärkt, sie bleiben aber preislich unverändert. Nur gerade das Kombi «BaZ-Zusatzangebot Fricktal» erfährt eine sofortige Preisanpassung: Mit der NFZ-Normalauflage kostet der Millimeter neu 3.47, mit der NFZ-Grossauflage 3.73 Franken.
Erst auf den 1. Januar 2006 hin ist dann überall eine tarifliche Anpassung vorgesehen. Dann wird die NFZ zudem gemäss Herzog auch ihre Erscheinungsweise mit einer zusätzlichen Mittwoch-Ausgabe erweitern. Der Grund: Auf diesen Termin hin ist die Lancierung des von BaZ-Verleger Matthias Hagemann lancierten Nordwestschweiz-Verbundes vorgesehen. Dieser Verbund bedeutet primär, dass die NFZ via Inseratekombi mit der BaZ am Metropool andocken kann (siehe auch Seite 1). Definitiv ist das noch nicht, Gespräche dazu sind aber im Gang, wie Ruth Ludwig-Hagemann, VR-Mitglied bei der Basler Zeitung Medien und bei der NFZ, auf Anfrage sagte. Dazu muss aber die NFZ flexibler buchbar werden, was eben eine vierte wöchentliche Ausgabe nötig macht.
Der Basler Zeitung Medien dürfte viel daran liegen, auf diese Weise die NFZ an nationalen Kampagnen partizipieren zu lassen. Zum einen will sie das Fricktaler Blatt, an der sie zu 21 Prozent beteiligt ist, für dessen Kooperationsbereitschaft belohnen. Andererseits könnte sie damit einmal mehr den übrigen regionalen Blättern, so der Basellandschaftlichen Zeitung und der Volksstimme, demonstrieren, dass sich eine Partnerschaft mit der Basler Zeitung lohnen könnte.
Wer weiss, vielleicht lassen sich die beiden ja durch die neue Andockmöglichkeit beim Metropool in den Nordwestschweiz-Verbund locken. Dieser steht ihnen jedenfalls weit offen – das hat BaZ-Verleger Matthias Hagemann bisher immer betont.
(mk)

Mal hüst, mal hott

Presselogistik Die Post ist für viele Pressetitel existenziell wichtig, viele gelangen nur dank den Dienstleistungen des Gelben Riesen zu ihren Abonnenten.

Presselogistik Die Post ist für viele Pressetitel existenziell wichtig, viele gelangen nur dank den Dienstleistungen des Gelben Riesen zu ihren Abonnenten.Dennoch sind Grossverlage wie NZZ, Ringier und Tamedia daran, der Post mittels der Alternativen Zustellorganisation (AZO) das Wasser abzugraben. Sobald sie aber die Chance wittern, an den Poststellen den eigenen Einzelverkauf anzukurbeln, ist ihnen die Post als Partner wieder recht. Mehrere von ihnen, so Ringier, Tamedia und Jean Frey, werden deshalb beim Presseverkaufstest, den die Post am 13. Juni startet, mitmachen. Wohl wissend, dass sie dadurch die Absätze des Detailhandelsriesen Valora schmälern dürften, dessen Kioske für manche Titel ebenso existenziell wichtig sind wie für andere die Post.
Doch was solls, Valora ist spätestens dann wieder als Partner bei den Verlagen gefragt, wenn diese gegen die Post schiessen – so beim Projekt AZO, bei dem Valora bekanntlich aktiv mittut. (Mehr zum Thema auf Seite 18.)

Schweizer mischen mit

Awards III Die Schweizer Werbung ist stark vertreten auf der Shortlist des Print- und Outdoor-Wettbewerbs der New York Festivals. Zehn Agenturen melden Finalisten:

Awards III Die Schweizer Werbung ist stark vertreten auf der Shortlist des Print- und Outdoor-Wettbewerbs der New York Festivals. Zehn Agenturen melden Finalisten:Ruf Lanz mit Arbeiten für die Suva, McKinsey & Company, Bank Coop sowie für Big; Sulzer Sutter mit Arbeiten für Parisienne sowie für Buch und Wein; Spillmann Felser Leo Burnett mit Arbeiten für Rhäzünser, die Alpenarena und für die Stiftung für soziale Jugendprojekte; Jung von Matt/Limmat mit Arbeiten für Schlagenhauf, Ofrag, Swisslos und Mentor Foundation; Publicis mit Arbeiten für Maggi, Amnesty International, Nestlé, Wilson Tennis und Sportplausch Wider; Euro RSCG mit Arbeiten für Riposa und Radio Energy; Advico Young & Rubicam mit Arbeiten für den ADC Schweiz, Ceylor und für die Schweizer Milchproduzenten; Saatchi & Saatchi Simko mit einer Arbeit für Carlsberg; Matter & Partner für die Heilsarmee und Walker für die WC-Ente.
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