Neue Lokalzeitung im Berner Oberland

Presse Das Frutigland erhält Anfang 2006 eine eigene Zeitung. Der Frutigländer soll dienstags und freitags erscheinen und nur über Lokales berichten.

Presse Das Frutigland erhält Anfang 2006 eine eigene Zeitung. Der Frutigländer soll dienstags und freitags erscheinen und nur über Lokales berichten.Hinter dem Projekt stehen die Egger AG in Frutigen und Müller Marketing & Druck in Gstaad. Müller gibt den Anzeiger von Saanen heraus, der nach dem gleichen Konzept aufgebaut ist. Egger publiziert den Frutiger Amtsanzeiger, der wöchentlich ohne redaktionellen Inhalt verteilt wird. Innerhalb von fünf Jahren wollen die Herausgeber 6000 bis 7000 Abonnenten erreichen.

Besser als erwartet

Fachmesse

FachmesseEine positive Bilanz der China Print (diese fand vom 11. bis 15. Mai 2005 in Peking statt) zieht MAN Roland, weltweit die Nummer eins im Rollenoffset und führender Hersteller von Bogenmaschinen. «Die China Print lief grossartig für uns, sowohl was die Quantität als auch die Qualität der Besucher und Kontakte anging», resümiert Vorstandsvorsitzender Gerd Finkbeiner.
Maschinenanbieter Koenig & Bauer (KBA) bestätigt, dass die China Print sich zunehmend als internationale Messe für den asiatischen Raum profiliere. Auf dem Messestand von KBA konnten neben dem chinesischen Fachpublikum Besucher aus Indien, Malaysia, Korea, Thailand, Australien, Vietnam, Pakistan und weiteren Ländern begrüsst werden. Auch bei den Verkäufen sei diese Internationalität spürbar gewesen: Neben 13 Mittel- und Grossformatmaschinen an chinesische Druckhäuser habe KBA auf der Messe zwei Maschinen nach Thailand verkaufen können.

Frühjahrsmüde elektronische Medien

Werbemarkt Die Bruttowerbeeinnahmen der elektronischen Medien haben sich im April weniger dynamisch entwickelt als in den Vormonaten.

Werbemarkt Die Bruttowerbeeinnahmen der elektronischen Medien haben sich im April weniger dynamisch entwickelt als in den Vormonaten.Der Goldbach Electronic Media Index (GEMI) zeigt für TV, Radio, Internet und Teletext zusammen einen Anstieg um einen Punkt auf 310 Punkte. Im Februar betrug der Zuwachs drei Punkte, im März sogar vier Punkte. Trotz der Verlangsamung übertreffen die elektronischen Medien immer noch den Gesamtwerbemarkt. Dessen Index stagnierte im April bei 163 Punkten.
Teletext stagniert weiterhin
Am wenigsten Frühjahrsmüdigkeit zeigte die Radiowerbung. Ihr Index stieg von 268 auf 270 Punkte. Fernsehen und Internet konnten dagegen nur je einen Punkt gutmachen. Der Teletextindex steht unverändert bei 198 Punkten und setzt so seinen anhaltenden Stagnationskurs fort. Das Radio präsentiert sich auch im Überblick über die ersten vier Monate des Jahres als wachstumsstärkste Gattung (+12 Punkte). Das Fernsehen legte insgesamt sieben Punkte zu, die Onlinewerbung sechs Punkte. Der Teletext steht nach leichtem Auf und Ab wieder am selben Ort wie zu Jahresbeginn.
Der Goldbach Electronic Media Index wird alljährlich vom Werbevermarkter Goldbach Media ermittelt. Er zeigt monatlich die Entwicklung der Werbeausgaben in den elektronischen Medien und im Gesamtmarkt seit der Einführung des ersten TV-Werbefensters 1993. Der Index beruht zu 100 Prozent auf der Erhebung des Schweizer Bruttowerbeaufwands von Media Focus. In einem zweistufigen Verfahren wird die monatliche Saisonalität aus den Zeitreihen herausgefiltert.
Radiowerbung legte im Index am meisten zu, auch im Überblick über die ersten vier Monate des Jahres 05 liegt es vorne.

Stefano Monachesi

Von 20 Minuten zum Migros-Magazin

People Barbara Siegrist wird stellvertretende Chefredaktorin des Migros-Magazins. Sie tritt ihre neue Stelle Anfang September an.

People Barbara Siegrist wird stellvertretende Chefredaktorin des Migros-Magazins. Sie tritt ihre neue Stelle Anfang September an.Derzeit ist Siegrist Ressortleiterin Unterhaltung bei der Pendlerzeitung 20 Minuten. Davor arbeitete sie unter anderem für den Gesellschafts- und den Savoir-vivre-Bund des Tages-Anzeigers, war Ressortleiterin beim Zürich Express und bei der Frauenzeitschrift Meyer’s.

Neues Farbsystem

Digitaldruck Océ erweitert mit dem Farbdrucksystem Océ CPS800 sein Portfolio im digitalen Bereich.

Digitaldruck Océ erweitert mit dem Farbdrucksystem Océ CPS800 sein Portfolio im digitalen Bereich.Die Druckqualität soll über die gesamte Auflage stabil sein, womit sich das Gerät auch für Nachdrucke oder Neuauflagen eignet. Selbst über mehrere Systeme hinweg lassen sich identische Resultate erzielen. Dabei erfordert die Océ CPS800 keine Kalibrierung, was sich positiv auf die Produktivität auswirkt.

PDF-Werkzeuge

Vorstufe Mit der pdfToolbox2 bringt Callas Software drei seiner aktuellen Plug-ins für Adobe Acrobat 6 und 7 als Bundle auf den Markt.

Vorstufe Mit der pdfToolbox2 bringt Callas Software drei seiner aktuellen Plug-ins für Adobe Acrobat 6 und 7 als Bundle auf den Markt.Mit den enthaltenen Werkzeugen pdfLayerMaker (legt PDF-Seitenobjekte als Ebenen an), pdfColorConvert (konvertiert RGB und Schmuckfarben zu CMYK) und pdfCorrect (korrigiert Fehler/bereitet PDF/X vor) bietet die pdfToolbox2 viele Möglichkeiten zum Bearbeiten und Optimieren von PDF-Dokumenten für die Ausgabe.

MitLinks wirbt für Swiss in Berlin

Verkehr Die Fluggesellschaft Swiss setzt für ihre Online-Marketing-Kampagne im Grossraum Berlin auf den Zürcher Internet-Dienstleister MitLinks.

Verkehr Die Fluggesellschaft Swiss setzt für ihre Online-Marketing-Kampagne im Grossraum Berlin auf den Zürcher Internet-Dienstleister MitLinks.Die Kampagne umfasst die Integration auf den Portalen Berlin.de und Berlin-online.de, Aktionen im Online-Bereich der Berliner Tagespresse und Kooperationen in Newsletters und in der «Berlin Club»-Community. Sie wird im Juni laufen.

Top-Shots

Fotografie The Selection vfg ist die Besten-Auswahl und die jährliche Dokumentation der schweizerischen Berufsfotografie. Auch 2005.

Fotografie The Selection vfg ist die Besten-Auswahl und die jährliche Dokumentation der schweizerischen Berufsfotografie. Auch 2005.Der Wettbewerb The Selection vfg in Verbindung mit einer Ausstellung wird in diesem Jahr von der vfg Vereinigung fotografischer GestalterInnen zum siebten Mal durchgeführt und wendet sich an professionelle Fotografinnen und Fotografen. Eine internationale Fachjury (Katrin Freisager, Fotografin, Zürich; Seiichi Furuya, Fotograf, Japan/ Graz; Jean Luc Iseli, rédacteur en chef images, Ringier, Lausanne; Horst Moser, Inhaber von independent medien-design, München; James Reid, Photo Editor, Wallpaper, London) hat in den Kategorien «Werbefotografie», «Redaktionelle Fotografie», «Fine Arts» und «Free» aus den 451 eingesandten Arbeiten (mit insgesamt über 2700 Bildern) die 18 besten Arbeiten (122 Bilder) ausgewählt. Diese gelten als «repräsentativ» für das Jahr 2004.
Mit detaillierten Informationen zu den Fotografinnen und Fotografen ist der Katalog «The Selection vfg» ein Arbeitsinstrument für Werbeagenturen, Art Buyers, Fotoagenturen und Bildredaktionen. Der Katalog erscheint im Verlag Schwabe Basel, welcher neben EWZ – die Energie und Das Magazin erneut als Sponsor gewonnen werden konnte.
Aus dem Bereich «Werbung» haben es Gabi Vogt und Julian Salinas unter die 18 Besten geschafft.
Julian Salinas ist spezialisiert auf Porträts oder People-Fotografie. Er verdient sein Geld «zum Teil in der Werbung», arbeitet aber auch redaktionell zum Beispiel für Vogue. Für Max in Deutschland hat er eine Reportage über H. R. Giger sowie IWC fotografiert. Bekannt sind seine
Musikerporträts für Das Magazin. «Nebenbei» macht er auch Ausstellungen und Bücher. «Fotografie kann man als Kunst definieren, aber man muss nicht. Ich sehe sie als Kunsthandwerk», meint Salinas.
Sein letztes Buch zeigt Menschen in der U-Bahn von Tiflis. Der Bildband konnte dank einem Stipendium der Christoph Merian Stiftung realisiert werden und wurde vom Eidgenössischen Departement des Innern als eines der «schönsten Bücher der Schweiz» ausgezeichnet. Mit einem Kunststipendium des Kantons Baselland weilte Salinas 2004 sechs Monate in Paris. Dort hat er eine Arbeit über Transvestiten und Transsexuelle fotografiert. Im Juni werden diese Bilder an der Art in Basel gezeigt. In Paris hat Salinas auch ein fiktives Casting für ein Musikvideo organisiert. Über tausend Leute wollten sich fotografieren lassen.
Gabi Vogt ist zur Werbung gekommen, weil ihre Diplomarbeit den Kreativen bei Jung von Matt/Limmat gefallen hat. «Das Vorstellen mit dem Portfolio in einer Agentur bringt nicht sehr viel. Es läuft mehr über persönliche Empfehlungen», meint sie. Nach der Schule «war es nicht einfach, in der Branche Fuss zu fassen». Gabi Vogt durfte aber noch während ihrer Ausbildung Porträts von Kindern für das NZZ Folio realisieren. Sie arbeite am liebsten mit Jugendlichen und Kindern. Diese Spezialisierung hat inzwischen zu einem weiteren Auftrag für eine Kampagne der Migros geführt. «So geht es eben von Job zu Job.»
Für die Fotos der Magazin-Kampagne, die bei The Selection gezeigt wird, war es ein Stilmittel, dass die Bilder «wie beiläufig wirken», obwohl sie inszeniert sind. Gabi Vogt wird neu vertreten von der Agentur DS Photographers. Im redaktionellen Bereich arbeitet sie auch für Beobachter, Facts, Aargauer Kuratorium. Mit einem Kunststipendium vom Kanton Aargau wird Vogt diesen Sommer in Paris fotografieren.
The Selection vfgDie Ausstellung The Selection vfg zeigt im EWZ-Unterwerk Selnau in Zürich vom 4. bis zum 19. Juni 2005 von 12 bis 20 Uhr die 18 besten Arbeiten des letzten Jahres. Eröffnet wird The Selection vfg am 3. Juni mit der Opening Night, an welcher der Magazin-Fotopreis verliehen und die Vernissage des Kataloges gefeiert wird.
Das Preisgeld beträgt 10000 Franken. Alle Arbeiten werden nach der Vernissage auf www.the-selection.ch präsentiert.
Julian Salinas sieht sich als klassischer Werbefotograf. Er wird von René Hauser vertreten und arbeitete zum Beispiel für Swisscom, UBS, Sport Tipp. Salinas ist über eine klassische Lehre in einem Werbestudio in Basel zur Fotografie gekommen.
Gabi Vogt hat nach einer Lehre als Dekorationsgestalterin den Vorkurs an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich besucht und 2003 mit der Fotofachklasse abgeschlossen. Die Kampagne für Das Magazin ist ihre erste grosse Arbeit für die Werbung. Sie entstand im Auftrag von Jung von Matt/Limmat.
Die Bilder für die Modelinie Smart Wear entstanden in Japan.
Auftraggeber war die Agentur erdmannpeisker in Biel.
Travestie in Paris.
Inszenierte Schnappschüsse von Zürich.
«Dran bleiben» in Bilder gefasst.
Zürich mit künstlerischem Auge.
Gabi Vogt arbeitet gern mit Jugendlichen.
Andreas Panzeri

Neue Tinte und Drucker

Digitaldruck Epson erneuert die Produktpalette und setzt auf ein neues Tintensystem.

Digitaldruck Epson erneuert die Produktpalette und setzt auf ein neues Tintensystem.In Zeiten von Fluten digitaler Bilder und wo Ferienfotos am heimischen Tintenstrahldrucker zunehmend zu Hause auf Fotopapier ausgegeben werden, fallen gute Schwarzweissfotos auf. Neben der richtigen Umsetzung stellt sich allerdings die Frage, wo oder wie diese Schwarzweissbilder am besten ausgegeben werden. Die meisten der mehrheitlich mit vier Farbpatronen versehenen Inkjetprinter sind dafür weniger geeignet – ganz bestimmt aber dann nicht, wenn man einen gewissen Qualitätsstandard erreichen will. Neues Farbsystem
Das neu von Epson entwickelte Farbsystem UltraChrome K3 (K3) beherrscht die Ausgabe von Schwarzweissbildern – auch wenn die Ausgabe dieser einfarbigen Bilder bei der Entwicklung der Tinten nicht im Vordergrund stand. Das K3-Farbsystem integriert insgesamt acht Farbtintenpatronen. Neben den Farben Cyan, Magenta, Yellow, Cyan Light, Magenta Light, Light Black und zwei Schwarztinten – eine für matte oder für glänzende Medien – verbessert die neue Tinte Light Light Black als achte Farbe die Graubalance deutlich und gibt dadurch Hauttöne naturgetreu wieder. Der Vorteil des neuen Tintensystems (im Zusammenhang mit neuen Druckern) ist, dass mit nur einem einzigen Drucker sowohl «echte» Schwarzweissdrucke sowie hochwertige Farbdrucke innerhalb eines Ausdrucks möglich sind. Mit den K3-Tinten ist es Epson weiter gelungen, den Farbraum deutlich zu erweitern und neu auch den Farbraum abzudecken, der den in bisherigen fotografischen Materialien eingelagerten Silberhalegonid-Kristallen vorbehalten war. Die Tinte soll zudem länger haltbar bleiben: Auf geeigneten Medien gibt Epson bis zu 75 Jahre bei Farb- und bis zu 200 Jahre bei Schwarzweissdrucken an.
Update bei den Druckern
Neben den neuen UltraChrome- K3-Tinten führt Epson in den nächsten Monaten neue, dazu passende Inkjetdrucker ein. Im Visier hat das Unternehmen «ambitionierte Amateure» und Profis, damit diese professionelle Schwarzweiss-, Farb- und Fine-Art-Drucke erstellen können. Für die Segmente Fotografie, Proofing, Digital Fine-Art (hochwertige Reproduktionen) sowie den gesamten Bereich der technischen Visualisierung (zum Beispiel POS-Materialien) bringt Epson dazu im Juni den Drucker Stylus Pro 4800 und im Herbst den Stylus Pro 7800 und Stylus Pro 9800 auf den Markt. Mit diesen Tintenstrahl-Drucksystemen deckt das Unternehmen die Formate A3+ bis B0 ab. Neben Einzelblättern können mit den Inkjetprintern übrigens auch Rollenmaterialien bedruckt werden.
Der neue Einstiegsspezialist für den semiprofessionellen Anwendungsbereich im A4-Format ist der Stylus Photo R2400, der ebenfalls auf die Vorzüge der UltraChrome- K3-Tintentechnologie setzt.
Einer für allesWer ein Multifunktionsgerät im Format A4 (randlos) sucht und auf die K3-Tinten sowie höchste Farbqualität verzichten will, kann noch im Juni auf den neuen Epson Stylus RX700 zurückgreifen. Dieses Gerät vereint Scanner (mit Durchlichteinheit), Kopierer und Drucker in einem. Ausgestattet ist der RX700 mit allem, was das Herz von Technikbegeisterten höher schlagen lässt: Vom integrierten 2,5-Zoll-Farbmonitor, integriertem Speicherkartenleser und der Unterstützung der gängigen Speicherkarten, PictBridge/USB Direct Print über Direktdruck von Bluetooth-Fotohandys und anderen kompatiblen Bluetooth-Geräten (mittels allerdings optionalem Bluetooth-Adapter) bis zur Highspeed-USB- 2.0.-Schnittstelle (PC und Mac) und das Scannen und Speichern direkt auf Speicherkarte oder auf angeschlossenes CD-R- oder Zip-Laufwerk ist alles integriert. Jürgen Franck
UltraChrome-K3- Tinte von Epson Gegenüber den UltraChrome-Tinten hat Epson bei der neuen K3-Tintentechnologie alle Komponenten (Pigmente, Harz für die Pigmentummantelung) optimiert. Wesentliche Merkmale sind die Konsistenz und die (kleine) Grösse der Pigmente, was entscheidend bezüglich Reflektionseigenschaften und Druckqualität ist. Die farbigen Pigmente sind so optimiert, dass die Epson-UltraChrome-K3-Tinten einen weitaus grösseren Farbraum abdecken als die bisherigen Epson-UltraChrome-Tinten.
Mit CMY, Cyan Light, Magenta Light und drei Schwarzfarben deckt das Achtfarben-System Epson Ultrachrome K3 einen grösseren Farbraum ab.
Epson Stylus Pro 4400 und 4800.
RX700.
Epson Stylus Pro 7800 und 9800.
R2400.
(jf)

Exxtra gewinnt FAB

Awards II Exxtra Kommunikation feiert einen Sieg an den International Food & Beverage Advertising Awards (FAB), dem grössten internationalen Kreativwettbewerb für Nahrungsmittel und Getränke.

Awards II Exxtra Kommunikation feiert einen Sieg an den International Food & Beverage Advertising Awards (FAB), dem grössten internationalen Kreativwettbewerb für Nahrungsmittel und Getränke.Ihr TV-Spot für Crème d’Or, eine Glace-Marke der Migros, ist mit einen FAB Award ausgezeichnet worden.

Ringier will Post abgehen lassen

Vertrieb Die Post will sich erneut als Presseverkäuferin versuchen – und wird für Valora zu einer Konkurrentin.

Vertrieb Die Post will sich erneut als Presseverkäuferin versuchen – und wird für Valora zu einer Konkurrentin.Den Entscheid, ab 13. Juni wieder versuchsweise in den Presseverkauf einzusteigen und gemäss Communiqué «ihre traditionelle Rolle als Partnerin der Verleger» weiter auszubauen, traf die Schweizerische Post nicht aus eigenem Antrieb. Dazu war ein Test, den sie von 1993 bis 1998 durchgeführt hatte, zu wenig rentabel – dies «primär auf Grund der schwerfälligen Prozesse», wie Postsprecher Richard Pfister betont. Der Umsatz hingegen habe gezeigt, «dass ein Bedürfnis von Seiten der Kundschaft vorhanden war».Bis zu 1000 Poststellen beteiligt
Für den neuerlichen Versuch, der vorläufig auf 30 Poststellen und je maximal 25 Zeitungen und Zeitschriften beschränkt wird, bei Erfolg aber auf 1000 Stellen ausgedehnt werden kann, war deshalb ein Anstoss von aussen nötig. «Wir von Ringier sind auf die Post zugegangen», bekennt Walter Lütolf, Leiter Verlagsservice bei Ringier. Der Grund ist einfach: «Das Haus Ringier gibt Titel heraus, die zu grossen Teilen vom Einzelverkauf leben. Deshalb müssen wir jeden möglichen Kanal für den Presseverkauf nützen.» Pfister von der Post bestätigt: «Die Verleger suchen nach neuen Absatzkanälen und die Post nach zusätzlichen Einnahmequellen.»
Ringier-Kritik an ValoraDass der Test mit der Post indirekt auch als Kritik an der Pressegrossistenrolle des Detailhandelsriesen Valora verstanden werden könnte, verneint Walter Lütolf nicht. «Valora als Pressegrosshändlerin tut nicht genug, um selbst neue Kanäle für den Presseverkauf zu erschliessen.» Das aber wäre gemäss Lütolf ihre «ureigenste Aufgabe», nur schon, weil sich bekanntlich das Kaufverhalten der Kunden ändere und der Presseabsatz an den traditionellen Kiosken seit Jahren rückläufig sei. Darum habe sich Ringier vorgenommen, sich selbst nach zusätzlichen Vertriebswegen umzusehen. «Wir müssen verkaufen – mit oder ohne Valora. Das ist unser einziges Ziel. Es geht uns nicht darum, Valora zu plagen.»
Von Valora war keine Stellungnahme erhältlich. «Wir haben entschieden, uns zu dieser Angelegenheit nicht zu äussern», hiess es auf der Pressestelle. In den Chefetagen dürfte aber keine grosse Überraschung herrschen, hatte doch Ringier-CEO Martin Werfeli schon im letzten November angekündigt, dass sein Konzern im Vertriebsbereich «die Unabhängigkeit von Valora» anstrebe. Ringier wolle aus der «monopolisierten Situation» ausbrechen. Die Verträge mit dem Pressegrossisten waren zudem auf Ende 2004 gekündigt worden.
Pikant: Werfeli hatte damals im selben Atemzug explizit eine zweite «monopolisierte Situation» genannt, von der er sich lösen will: jene der Post. Dass Ringier und andere Verlage diese nun dennoch für sich nützen wollen, ist aus ihrer Sicht kein Widerspruch. Genauso wenig wie die Zusammenarbeit mit Valora: Diese ist nämlich beim Projekt Alternative Zustellorganisation für Zeitschriften (AZO) eingebunden, ein Projekt, das sich bekanntlich tendenziell gegen die Post und ihre Tarife richtet.
Das zeigt: Die Verlage, allen voran Ringier, haben mit den jeweils marktdominanten Logistikern einen neuen Umgang gefunden. Sie setzen dann auf Valora oder Post, wenn es ihnen nützt – andernfalls setzen sie einen oder beide vor die Tür. Lütolf ist sich denn auch bewusst, dass der Test mit der Post den Ausstieg Valoras bei AZO provozieren könnte. Doch das nimmt er in Kauf. «Wir sind doch nicht verpflichtet, mit ein und demselben Partner den Tisch und das Bett zu teilen und dann auch noch mit ihm in die Ferien zu gehen», sagt er.
Bessere RahmenbedingungenStellt sich noch die Frage, weshalb nach dem missratenen Versuch in den 90er-Jahren der Presseverkauf via Post heute erfolgreicher werden soll. Lütolf und Pfister betonen, dass damals der Versuch sowohl von der Post als auch von den Verlagen her punkto Administration «sehr komplex» angelegt gewesen sei, weshalb für beide Seiten das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht gestimmt habe. Komme dazu, dass die Post heute über leistungsfähigere Prozesse verfüge und mittlerweile auch den Convenience-Bereich massiv hochgefahren habe. «Die Post ist heute der grösste Schweizer Papeterist», sagt Lütolf. Und Pfister präzisiert: «2004 haben unsere Schweizerinnen und Schweizer pro Kopf rund 50 Franken für nichtpostalische Artikel ausgegeben». Und noch etwas ist heute anders: Canal poste, das AdScreen-Angebot der Post, kann für die Promotion am POS genutzt werden.
Offen ist noch, welche Verlage mit welchen Titeln beim Post-Test mitmachen werden. Lütolf weiss es nicht genau. Die Auswahlkompetenz liege bei der Post als Sortimentanbieterin. «Wir sind daran interessiert, dass die Post möglichst absatzträchtige Titel auswählt, so dass der Versuch erfolgreich verläuft und Ende 2005 ausgedehnt werden kann», sagt Lütolf. Ziemlich sicher ist, dass auch Tamedia am Versuch teilnimmt. «Man sollte sich einem Test nie verschliessen», meint Tagi-Verlagsleiterin Maili Wolf. Auch bei Jean Frey scheint man Interesse zu zeigen. Dies, obwohl mit der Post noch keine Marge ausgehandelt wurde. «Wir sind uns einig, dass beide Seiten zunächst eine Vorinvestition leisten müssen», sagt Lütolf. Insofern sei derzeit noch kein direkter Vergleich mit der Marge bei Valora möglich. Markus Knöpfli
Vertrieb Die Post will sich erneut als Presseverkäuferin versuchen – und wird für Valora zu einer Konkurrentin.

Für Jobs immer mehr ins Netz

Stellenanzeigen Zum siebten Mal in Folge zeigt der Jobpilot-Index nach oben: Von Februar bis April kletterte er um 3 auf 79 Punkte.

Stellenanzeigen Zum siebten Mal in Folge zeigt der Jobpilot-Index nach oben: Von Februar bis April kletterte er um 3 auf 79 Punkte.Gegenüber dem Plus von 11 Punkten im letzten Quartal nimmt sich der Zuwachs allerdings bescheiden aus. Bremsend wirkte sich der Teilindex der Stellenausschreibungen auf den Firmenwebsites aus. Er sank, erstmals seit Juli 2003, um 6 auf 91 Punkte. Die Online-Jobbörsen legten dagegen um 6 auf 72 Punkte zu.Der Vergleich mit dem Manpower-Index zeigt, dass die Stellensuche immer stärker die Domäne des Internets wird. Denn während der Jobpilot-Index unablässig nach oben steigt, verharren die Printmedien seit bald zwei Jahren in der Talsohle. Der Manpower-Stellenindex (normiert zum Jobpilot-Index) sank im April sogar wieder um 2 auf 28 Punkte.
Gute Nachrichten für Jobsuchende im Bereich Marketing, Werbung und PR: Der Teilindex der Branche ist um 12 Punkte gestiegen. Dennoch steht er mit 69 Punkten immer noch auf vergleichsweise tiefem Niveau.
(sm)
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