Verbindung zwischen Redaktion und Layout

Publishingsystem

PublishingsystemDie Hamburger SoftCare GmbH gibt bekannt, dass Version 5.5 des K4 Publishing Systems ab sofort verfügbar ist und die Adobe Creative Suite 2 sowie Adobe InCopy CS2 voll unterstützt. Zusätzlich wird K4 weiterhin mit den älteren Versionen (InDesign CS und InCopy CS) kompatibel sein. Eine der herausragenden neuen Funktionen in InCopy erlaubt es Redaktoren, Bilder direkt in InCopy CS2 zu platzieren und zu skalieren. Eine weitere Zusatzfunktion von K4 Version 5.5 ist der verbesserte XML-Export. Der neue, optional erhältliche K4 XML-Exporter stellt alle K4- Objekte in einem standardisierten Ausgabeformat zur Verfügung.

Immer auf der Pirsch

Claude Catsky freut sich auf den ersten Geburtstag seines Löwen und über seinen neuen Kunden Ikea.

Claude Catsky freut sich auf den ersten Geburtstag seines Löwen und über seinen neuen Kunden Ikea.Es wäre wohl vermessen, in diesem Jahr noch einmal auf einen Cannes-Löwen zu spekulieren. Zudem wäre es psychologisch auch nicht allzu gesund, einen solchen zu gewinnen. Seit Claude Catsky im letzten Jahr als einziger Schweizer am wichtigsten Kreativwettbewerb der Welt, am Internationalen Festival in Cannes, eines der bronzenen Kuscheltiere in die Arme schliessen konnte, durfte Catsky & Partner «eine geballte Ladung von Wertschätzung in Form von Neid» erfahren. Trotzdem steht der Zürcher Werber bei der Jagd nach Cannes-Katzen auch in diesem Jahr wieder Gewehr bei Fuss. Das damals preisgekrönte Sujet zeigte einen verunfallten Handwerker im Spital, der sein Bett repariert, weil er rasch in seinen Alltag zurückkehren will. Jetzt schickt Catsky erneut Ideen für seinen Kunden Suva ins Rennen. Dazu hofft er auf Gehör bei der Jury mit seiner Kampagne für die neuen Hörbücher der Schweizerischen Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte. Dank Fundraising mit Catskys Werbung sollen diese auf verbilligten CD-Geräten abgespielt werden können.
Kreative Werbung, die auch etwas bewirkt, gehört zum Stolz der kleinen Agentur. Natürlich sei es nicht allein der Verdienst seiner Kampagnen in den letzten Jahren, dass die Unfallzahlen bei den Freizeitunfällen bei der Suva im 2004 um vier Prozent zurückgegangen sind. «Aber auch unsere Arbeit ist ein Mosaiksteinchen» im Prozess.
«Werbung mit Schnauze», nennt Catsky seinen Stil, der aber für jeden Kunden wieder anders aussehen soll. «Mit kreativer Qualität kann man einiges an Mediageldern einsparen, weil man mit Auffälligkeit mehr Aufmerksamkeit erreicht», ist der CD überzeugt. Und: «Mit ungewöhnlichen Ideen kann man mehr bewegen.» Die Strategie dient dabei als Sprungbrett zum Abspringen. «Vorausgesetzt, es ist nicht morsch.»
Mit seinem Ziel, «für grosse Marken und auch kleine Kunden tolle Werbung» zu machen, ist Catsky & Partner inzwischen neben Suva auch für Unaxis weltweit, die Fifa und nach einem Pitchgewinn neuerdings auch für Ikea tätig. Claude Catsky arbeitet erst seit zweieinhalb Jahren unter eigenem Namen. Vor seiner Agenturgründung hat der Kreative aber bereits mehrere Jahre als Freelance-CD die Selbstständigkeit erprobt.
Der Mut zur Agenturgründung hat ihn «in einer schwierigen Zeit» heimgesucht. Aber nach über 200 nationalen und internationalen Auszeichnungen, davon zehn Nominationen auf der Shortlist in Cannes in den letzten zehn Jahren sowie zwei Löwen – einen silbernen hat er bereits 1994 als Angestellter bei Weber, Hodel, Schmid für eine Kampagne der Basler Zeitung gewonnen – gab es zu diesem Schritt nicht allzu viele Bedenken. Zu Catsky & Partner gehören inzwischen auch ein Art Director sowie ein fixer Berater. Zurzeit wird eine zusätzliche Beratungsassistentin gesucht. Seit wenigen Wochen teilt man sich das Backoffice mit der Agentur Viva im Zürcher Seefeld. Das hat sich ergeben, weil Catsky früher als Freelancer für Viva gearbeitet hat, und nun ist plötzlich ein attraktives Stockwerk im «Werberhaus» im Seefeld frei geworden. Die Möglichkeit für weitere Synergien sind offen. «Wir beziehen gegenseitig Leistungen voneinander, wie Ärzte oder Anwälte in einer Praxisgemeinschaft.»
Mit solchen Ressourcen kann das Wachstum einfacher bewältigt werden. «Ich kann bei einem neuen Kunden nicht sofort fünf neue Leute anstellen, muss aber vom ersten Tag an einen perfekten Service bieten», rechnet Catsky. Er glaubt daher, dass dieser unternehmerische Entscheid Catsky & Partner nun «attraktiver auch für grössere Kunden» macht.
Claude Catsky, der ursprünglich mit einem Studium der Germanistik und Kunstgeschichte angefangen hat, ist über einen Ferienjob bei
Aebi & Partner zur Werbung gekommen. Dort wirkte er später als Junior Texter. Damals, als Jean-Etienne Aebi, Fredy Collioud, Reini Weber, Claude Martin oder Martin Suter seine Kollegen oder Vorgesetzten waren, «war es fast unmöglich, von diesen Koryphäen nichts zu lernen». GGK Basel, WHS in den Pionierjahren, noch einmal Aebi, Publicis und fünf Jahre freischaffend auch als CD bei McCann Erickson, waren die weiteren Stationen bis zur Gründung der eigenen Agentur.
Nur wenige wissen, dass Claude Catsky in früheren Jahren wie sein Vater Nico auch Cartoons zeichnete. Diese wurden sogar in den Luzerner Neusten Nachrichten regelmässig abgedruckt. Vater Nico haben die Zeichnungen gefallen. Der Sohn hat darin zu wenig Zukunft gesehen. Auch das Studium an der Luzerner Jazzschule wollte er nur als Hobby betrachten. Umso mehr Spass macht es dem Werber jetzt, wenn seine elfjährige Tochter mit ihrer Hip-Hop-Truppe «Da Kidz & Tiffany» bereits eine Vorausscheidung beim «Sprungbrett» des Kleinen Prix Walo gewonnen und schon einen TV-Auftritt absolviert hat.
Höheres im Sinn: Claude Catsky will «für grosse Marken und kleine Kunden tolle Werbung machen».

Andreas Panzeri

Stellenportal für die Geldwirtschaft

Internet Die Zürcher Firma Human Relations GmbH lanciert eine Online-Stellenvermittlungsplattform für die Finanzbranche.

Internet Die Zürcher Firma Human Relations GmbH lanciert eine Online-Stellenvermittlungsplattform für die Finanzbranche.Über Suchfunktionen gelangen die Nutzer von Financegate.ch direkt zu den Web-Inseraten der Arbeitgeber. Die Fokussierung auf die Finanzwelt biete eine Erleichterung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber dieser Branche bei der Besetzung von vakanten Stellen, glauben die Initianten.

Drei Finalisten im weltweiten Omo-Pitch

Waschmittel Drei Werbeagenturen haben es in die Endrunde des Pitches um den globalen Kreativetat der Waschmittelmarke Omo geschafft.

Waschmittel Drei Werbeagenturen haben es in die Endrunde des Pitches um den globalen Kreativetat der Waschmittelmarke Omo geschafft.Laut einem Bericht des deutschen Branchendienstes New Business hat Hersteller Unilever die beiden Etathalter Lowe und JWT sowie Bartle Bogle Hegarty gewählt. Das Budget beläuft sich auf 250 Millionen Dollar

Fünf Preise

Award Fünf Drucker aus der Schweiz haben beim Wettbewerb um den Award «Sappi European Printer of the Year» Gold, Silber und Bronze gewonnen.

Award Fünf Drucker aus der Schweiz haben beim Wettbewerb um den Award «Sappi European Printer of the Year» Gold, Silber und Bronze gewonnen.Die Auszeichnungen wurden anlässlich einer Gala im Topkapi Palast in Istanbul, Türkei, überreicht. Gold gewann UD Print aus Luzern in der Kategorie «Geschäftsberichte». Regia HighPack/Buag Grafisches Unternehmen und IRL Imprimeries Réunies Lausanne aus Renens erhielten Silber für ihre Einreichungen in den Kategorien «Bücher und Broschüren». Benteli Hallwag Druck aus Wabern und Köpfli & Partner aus Neuenhof erhielten Bronze in den Kategorien «Broschüren und Eigenwerbung des Druckers».

Der Flirt-Faktor

Gastkommentar In der Werbung geht es vor allem darum, mit herausragenden Ideen gute Resultate zu erzielen. Der ADC ist dafür da, diese auch messbar zu machen.

Gastkommentar In der Werbung geht es vor allem darum, mit herausragenden Ideen gute Resultate zu erzielen. Der ADC ist dafür
da, diese auch messbar zu machen.
Nehmen Sie bitte die nächstbeste Zeitung oder Zeitschrift und blättern Sie zur ersten Anzeige. Würden Sie so Ihrer Frau oder Ihrem Mann ein Kompliment machen? Blättern Sie weiter zur nächsten Anzeige. Würden Sie so mit der reizenden Dame oder dem hübschen Herrn auf dem Barstuhl nebenan flirten? Machen Sie diesen Test auch noch mit den nachfolgenden zwanzig Anzeigen. Die meisten werden durchfallen. Was soll dieser Quatsch, werden Sie jetzt sagen. Dieser Quatsch soll sie daran erinnern, dass, verkürzt gesagt, Werbung zum einen dafür da ist, bestehende Kunden in ihrer Kaufwahl zu bestätigen und zum anderen dafür, neue Kunden charmant zu umgarnen. Weder Lieblosigkeit noch Rüpelhaftigkeit, noch Prahlerei, noch inhaltliche Leere werden dabei helfen. Und doch mahnt leider ein grosser Teil dessen, was wir uns täglich in der Presse, an Plakatwänden, in Radio und TV ansehen und anhören müssen, an gockelhafte Selbstbeweihräucherung oder einfallsloses Gebalze.Wer nicht den Mut und den Einfallsreichtum hat, regelmässig seiner Partnerin oder seinem Partner einfühlsam (Strategie) und überraschend (Idee) und gekonnt (Umsetzung) ein Kompliment zu machen, wird kaum je zu hören bekommen: «Du bist der Beste.» In gesteigertem Masse gilt das an unserer fiktiven Bar, wo banales Macho-Gehabe und hohles Brustraus auch wenig Erfolgschancen haben.
Die Flirt-Erfolge kann man rein numerisch messen und bewerten. Dafür ist der Effie Schweiz da. Und das Flirt-Vorgehen kann man rein subjektiv beurteilen. Dafür ist der ADC Schweiz da. Und weil das die einzige massgebende Vereinigung von Profi-Flirtern ist, mag es wenig erstaunen, dass fast alle Flirtereien, die Effies gewinnen, vorgängig auch vom ADC ausgezeichnet wurden. Ist aber eigentlich logisch: Wer gut flirtet, hat a priori bessere Erfolgschancen. Und eigentlich auch logisch ist, dass die, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als erwiesenermassen gut zu flirten, recht treffsicher sagen können, was ein guter Flirt ist und was nicht.
Der Umkehrschluss: Werber, die sagen, ADC und Effie seien nicht wichtig, haben wenig Ahnung vom Leben, scheren sich einen Deut um die Resultate ihrer Kunden und tun mir Leid. Und Kunden, die sagen, ADC und Effie seien nicht wichtig, arbeiten wohl in einer Firma, in der es nicht um Zahlen geht.
Denn nur herausragende Ideen erzielen auch herausragende Resultate. Und wenn es in der Werbung nicht darum geht, worum denn dann? Heute mehr denn je. Kurz: ja zum ADC.
> Daniel Krieg ist Mitinhaber von Krieg, Schlupp, Springer & Jacoby und Vorstandsmitglied des ADC Schweiz.

Multiple Zürcher Persönlichkeiten

ÖV Der Kult um das, was man in Zürich sonst noch ist, zieht weitere Kreise.

ÖV Der Kult um das, was man in Zürich sonst noch ist, zieht weitere Kreise.Nachdem Kinder gezeichnet haben, wie sie ein Tram sehen – als Schiff –, JFK sich posthum als Zürcher geoutet hat und sich die Prominenz in und um Zürich bewusst wird, was sie auch noch ist, kommt nun endlich die breite Bevölkerung zu Wort. Neu kann der Werbespruch «Ich bin auch ein …», den Publicis für den Zürcher Verkehrsverbund geprägt hat, unter www.zvv-shirts.ch als T-Shirt mit individuellen Varianten bestellt werden. Anwendungsbeispiele sind als Anzeigen und Radiospots mit Dönerstandbesitzer, Zahnärzte oder Bardamen seit dieser Woche geschaltet.

Geburtshelfer für Start-ups

Banken Mit Jungunternehmen-Testimonials wirbt Burson-Marsteller für die KMU-Kompetenz der Berner Kantonalbank.

Banken Mit Jungunternehmen-Testimonials wirbt Burson-Marsteller für die KMU-Kompetenz der Berner Kantonalbank.Heute sei es für Jungunternehmende einfacher, sagte kürzlich Bundesrat Joseph Deiss über die Förderung von Firmengründungen. Und relativierte die Aussage gleich im anschliessenden Satz. Denn den verbesserten Rahmenbedingungen in Form von Technoparks, schlankerer Administration, Internetplattformen oder Qualitätslabels stünden höhere Anforderungen an die Unternehmer und ein aggressiverer Wettbewerb gegenüber. Auf die Gründerfinanzierung angesprochen, appellierte Deiss an die Banken, «dass sie sich ihrer volkswirtschaftlichen Verantwortung bewusst bleiben». Ein gemeinsamer, selbsttragender Start-up-Fonds aller Schweizer Banken wäre erfreulich, fügte er hinzu. Ob das im Sinn der Banken ist, die in diesem Venturemarkt um die besten potenziellen Geschäftskunden kämpfen, scheint fraglich. Letztlich geht es hierbei um den Zukunftsmarkt des Mikrounternehmensbereichs (Betriebe mit weniger als zehn Personen), in dem gemäss Deiss’ Volkswirtschaftsdepartement über ein Viertel aller Erwerbstätigen beschäftigt ist.
Lokale Verankerung als USPIn diesem weiten Markt kommunizieren Lokal- und Regionalbanken vor allem ihre USPs – lokale Verankerung, Nähe und Beziehungspflege –, die nebst dem Kreditgeschäft die wichtigen Marktleistungen Beratung und Kontaktvermittlung am effizientesten tragen. Demgegenüber profilieren sich die Grossbanken mittels überregionaler Imagekampagnen und oft via Sponsoring von regionalen Venture-Plattformen.
Authentischer AuftrittDie Berner Kantonalbank (BEKB) richtet sich mit ihrer neuen Imagekampagne – im siebten Jahr bei Burson-Marsteller – an KMU und Neuunternehmen. Bisher peilten die Werber Geschäfts- und Privatkunden, Anlagekundinnen sowie Aktionäre der BEKB an. Für die Weiterführung der Imagekampagne setzten sie auf Kontinuität: Die Kampagne sollte ihren dokumentarischen Stil beibehalten, um authentisch und menschlich zu wirken. Und um die Aussage glaubhaft zu kommunizieren, ist Texter und Berater Olaf Pilleri überzeugt.
Der Berner Fotograf Hansueli Trachsel rückte in den zehn Sujets die Menschen hinter den Neuunternehmern und Geschäftsleitern in den Vordergrund. Mit der natürlichen Umsetzung vermittelt die Kampagne individuelle Lösungen und nicht zuletzt den Erfolg der über 100 Neugründungen, welche die BEKB 2004 mit finanziert hat. Für 2005 sind drei Wellen mit den verschiedenen Werbemitteln geplant.
Taten statt Worte: Burson-Marsteller dokumentiert, wie Kredite der BEKB entscheidend zum Erfolg von Kleinunternehmen beitragen.

Luca Aloisi

Handliche HDV-Kamera

Video Eine beeindruckende Bildqualität, die deutlich über dem heutigen PAL-Standard liegt: Das ist High Definition Video (HDV).

Video Eine beeindruckende Bildqualität, die deutlich über dem heutigen PAL-Standard liegt: Das ist High Definition Video (HDV).Im Juli bringt Sony den bisher kleinsten und leichtesten Camcorder auf den Markt, der genau diese Bildqualität ermöglicht. Der HDR-HC1E, nach dem semiprofessionellen HDR-FX1 der zweite Camcorder von Sony in diesem Segment, soll jetzt auch speziell die Bedürfnisse von begeisterten Hobbyfilmern abdecken. Für die Bildqualität sorgen unter anderem der 3-Megapixel-CMOS-Sensor sowie ein hochwertiges Objektiv mit 10fach optischem Zoom.

Augenfällige Zeugen der Gegenwart

Plakatkunst Publicis wurde beim ersten Swiss Poster Award der APG vergoldet.

Plakatkunst Publicis wurde beim ersten Swiss Poster Award der APG vergoldet.
«Toller Start», meldet die Allgemeine Plakatgesellschaft APG zu ihrem ersten Swiss Poster Award. Beim neu geschaffenen Plakatwettbewerb hatte die Jury 432 Arbeiten zu bewerten. Der alle Kategorien überspannende Hauptpreis in Form der erstmals vergebenen Auszeichnung «Swiss Poster Award» ging an die APG-Hausagentur Publicis. Prämiert wurde ihr Pillenset für die Spendenorganisation The Global Fund. Dieses Plakat wurde auch in der Kategorie Public Service mit Gold ausgezeichnet. Die Preise wurden im Rahmen der APG Poster Night in der Zürcher Maag Event Hall vergeben.Insgesamt waren achtzehn Plakate nominiert in den drei Kategorien Kommerziell, Kultur und Public Service. In der Jury wirkten elf Fachleute unter dem Präsidium von Fredy Collioud mit. Die wichtigsten Kriterien für die Bewertung waren: «Wird die Gestaltung dem Medium Plakat gerecht?», «Ist sie neu, anders und überraschend?», «Beinhaltet die Botschaft eine Idee?»
Seit 1941 hat die APG unter dem Patronat des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) die Finanzierung und Durchführung der Plakatprämierungen vorgenommen. Nach einer «Kreativpause» in den Jahren 2000 und 2001 ist der Wettbewerb 2002 und 2003 noch einmal unter dem Patronat des EDI durchgeführt worden, bevor jetzt der Swiss Poster Award mit einem neuen Reglement und ohne Beteiligung des Bundes lanciert worden ist.
Die neue Leistungsschau will mehr als bisher auch auf die kommerziellen Plakate der Werbebranche ausgerichtet sein. «Plakate sind Zeugen der Zeit und damit dem Wandel genauso unterworfen wie die Erwartungen der Werbewirtschaft an die Beurteilung des Plakates als Teil der kommerziellen Kommunikation», meint Christian Kauter, Unternehmensleiter APG. Jurypräsident Collioud gab an der Poster Night der Hoffnung Ausdruck, dass mit dem neuen Award der Grundstein für eine bessere Beteiligung am Wettbewerb gelegt worden sei.
Zeugen der ZeitSeit 1941 wird die gestalterische Qualität des Plakates von der APG mit einem Wettbewerb gefördert. In einem Buch sind 1300 Plakate abgebildet, die bis ins Jahr 1990 ausgezeichnet worden sind. www.apg.ch
Die JuryFredy Collioud, Präsident, Daniel Comte, Remy Fabrikant, K. Domenic Geissbühler, Markus Gut, Tobias Trevisan, Wendelin Hess, Danielle Lanz, Dominique von Matt, Roger Möschler, Martin Spillmann.
Die Begründungen der Jury für GoldIn der Kategorie «Kommerziell» krönt die Jury mit Gold für die SBB «den Mut zu kompromissloser Einfachheit». Gelobt wird die grosszügige, hochkarätige Fotografie voller Geschichten und Emotionalität, «und ohne Wettbewerb und Sonderangebote».
In der Kategorie «Public Service» gefallen die Pillen aus der Kreation Publicis mit ihrer «zielsicheren Kampfansage» an Aids, Tuberkulose und Malaria. «Werbung ohne Mitleid heischende Bilder und ohne gut gemeinten Appell an die Moral». Eine starke Idee, die blitzschnell kommuniziert.
In der Kategorie «Kultur» überzeugt die puristische Gestaltung im Sujet «Souvenir Zug/Berlin». Weniger ist mehr. Was übrig bleibt, ist die Erinnerung an die Wahrzeichen zweier Städte.
Die PreisträgerVon den insgesamt achtzehn nominierten Plakaten zeichnete die Jury
je drei pro Kategorie mit Gold, Silber und Bronze aus.
Kommerziell Gold Schweizerische Bundesbahnen (Jung von Matt/Limmat, Zürich)Kultur Gold Souvenir Zug/Berlin (DNS-Transport, Zug)
Public Service Gold + Swiss Poster Award The Global Fund (Publicis, Zürich) Silber Terre des hommes (Publicis, Zürich)
Bronze Zürich Multimobil (Wyler Werbung, Zürich)Silber Verkehrsbetriebe Zürich (Ruf Lanz, Zürich)
Bronze SUVA (Ruf Lanz, Zürich)Silber
Brückenschlag 04 (Hochschule für Gestaltung, Luzern)
Bronze Schauspielhaus Zürich (Publicis, Zürich)Andreas Panzeri

WOZ-Gratisapfel

Medien Der Überlebenskampf geht in die x-te Runde. Damit die WOZ zu mehr Abonnenten kommt und noch etwas länger leben darf, verlosen die Mitarbeitenden jetzt sogar ihre liebsten Sachen.

Medien Der Überlebenskampf geht in die x-te Runde. Damit die WOZ zu mehr Abonnenten kommt und noch etwas länger leben darf, verlosen die Mitarbeitenden jetzt sogar ihre liebsten Sachen.Wer beispielsweise bis am Mittwoch ein Jahresabonnement bestellte, nahm an der Verlosung des 16-jährigen Apple Macintosh von Redaktor Johannes Wartenweiler teil. Diese Woche winkt WOZ-Neuabonnenten der Mercedes von Redaktionsleiterin Susan Boos – ein herziger Spielzeug-Benz mit tiefem Kilometerstand. Den Trödel-wettbewerb hat Spillmann Felser Leo Burnett organisiert.

Crossmedia heisst auch Crosswork

Wettbewerbe Goldbach Media hat den ersten Crossmedia Award verliehen. Euro RSCG hat gewonnen. Und zwar mit PostMail.

Wettbewerbe Goldbach Media hat den ersten Crossmedia Award verliehen. Euro RSCG hat gewonnen. Und zwar mit PostMail.Beim ersten von Goldbach Media initiierten und organisierten Crossmedia Award wurden 37 eingereichte Arbeiten bewertet. Fünf haben es in die Shortlist geschafft. Euro RSCG hat mit einem Crossmedia Case für PostMail den Pokal gewonnen. Dieser ist gestaltet als «Pflasterstein im Plexiglaskasten», denn Crossmedia hat auch etwas mit Guerrilla-Werbung zu tun.Die Jury unter Präsident Dominique von Matt hat die Arbeiten im Wesentlichen nach vier Kriterien bewertet.
1. «Intelligente Verknüpfung»: Wie lautet die Strategie des crossmedialen Einsatzes? Haben sich die Kommunikationsinstrumente gegenseitig verstärkt oder waren sie nur aufeinander abgestimmt?
2. «Der Innovationsgrad»: Wurden mit dem Konzept neue Wege begangen?
3. «Gestalterische Umsetzung»: Wurden die Inhalte medien- und zielgruppenspezifisch inszeniert? Wird eine konsistente Markensprache deutlich und ist die kreative Umsetzung hervorragend?
4. «Erfolgsausweise»: Hat man im Markt damit Erfolg? Kann man die Effizienz der Kampagne oder bei Teilen davon nachweisen?
Am Anfang war ein BriefDie ausgezeichnete Kampagne von Euro RSCG für PostMail will das Briefeschreiben in der Schweiz wieder populärer machen. Die Kampagne will aber nicht neue Medien wie SMS oder E-Mail bekämpfen, sondern die zusätzliche Stellung des Briefes verstärken. Eine neu entdeckte Wertigkeit des Briefes soll aufgezeigt werden. Immer mehr gilt es nämlich wieder als Bekenntnis zur Eleganz, eine wichtige Botschaft – zum Beispiel eine Bewerbung – nicht mehr per E-Mail, sondern in gepflegter Papierform zu übermitteln.
Die ausgezeichnete Kampagne für PostMail basiert auf einem einzigen strategischen Leitgedanken, der sich durch alle Medien hindurchzieht. Diese Idee äussert sich im Claim: «Grosses beginnt mit einem Brief.»
Für Agenturchef Frank Bodin war wichtig, dass Crossmedia in dieser Kampagne und überhaupt «die unterschiedlichen Medienkanäle nicht nur verknüpft, sondern auch verstärkt».
Crossmedia hat unstreitbar einen gewissen Zauber, birgt aber auch eine gewisse Gefahr. Crossmedia könnte nämlich zum Modewort werden, ähnlich wie integrierte Kommunikation – alter Wein also in neuen Schläuchen?
Bei einer medialen Gesellschaft mit vielen neuen Kanälen und Möglichkeiten – aber beschränkten Budgets – taucht unweigerlich die Frage auf: Wie kann ich mein Mediageld besser einsetzen? «Crossmedia gibt mehr Return on Investment», ist Bodin auf Grund seiner Sieger-Kampagne überzeugt. Der Crossmedia Award ist damit vergleichbar mit einem Effie – die Kriterien sind ebenfalls auf die Wirkung gerichtet.
Neue Ideen für neue Medien Damit Crossmedia funktioniert, braucht es eine sinnvolle Verknüpfung, die «auf unterhaltsame Art die Zielgruppe von einem Medium zum anderen lenken muss».
Die Kampagne für PostMail kommt mit wenig Mitteln aus. Das begrenzte Budget hat ein Maximum von Ideen verlangt, die messbare Resultate generieren können. Gearbeitet wurde mit zwei Lead-Medien: Print-Inserate sowie die erste «Werbebriefmarke» der Schweiz. Diese Auftritte wurden verknüpft mit Radiospots, Onlinewerbung mit dem Internetportal www.briefeschreiben.ch, Direct Marketing, etwa an Jungunternehmer, Public Relations, zum Beispiel mit der Aktion «Schreib deinem Star» in der Schweizer Illustrierten.
Die Kampagne beinhaltet neben der «revolutionären Werbung auf einer Briefmarke» viele weitere Innovationen wie beispielsweise eine Stempelflagge mit dem Claim, den Claim auf dem Briefkasten-Einwurfschlitz, Letters for Free an trendigen Plätzen oder komplett ausstaffierte Schreibsets in den Postämtern.
Die PostMail-Kampagne läuft weiter und soll auch in Zukunft immer wieder mit neuen Elementen in den verschiedensten Verknüpfungen überraschen.
Von Crossmedia zu CrossworkCrossmedia ist nur im Team möglich, weil es mehrere Medien verknüpft. Frank Bodin möchte den Prozess als «Crosswork» bezeichnen und legt deshalb Wert auf die Feststellung, dass beim Crossmedia-Case PostMail von Euro RSCG «sehr viele Leute» wie Ruth Zeller, Sonja Hürlimann, die DM Unit, Optimedia und «natürlich auch der Kunde» zusammen die Ideen der Kreativen weiterspinnen mussten. Neue Möglichkeiten bedeuten auch neue Strukturen im Arbeitsprozess und damit eine neue Art der Zusammenarbeit. Es geht nicht an, eine klassische Kampagne zu entwerfen und dann ein paar Elemente «Crossmedia» darin zu verknüpfen. «Der neue Ansatz muss vom Beginn weg da sein.»
Wenn man beim ersten Award beachtet, welche 5 von 37 Kampagnen es auf die Shortlist geschafft haben, ist die Komplexität der Fälle erstaunlich. Es bahnt sich ganz offensichtlich eine Zeit des Umdenkens an.
Jurypräsident Dominique von Matt jedenfalls meint: «In der Vernetzung der Medien potenzieren sich die Veränderungen der Medienlandschaft. Die Digitalisierung der Medien, der Trend zum Branded Content und das ‹Permission Advertising›, das vor der Türe steht, stellen völlig neue Anforderungen an die Vernetzung. Wer sie nicht beherrscht, wird an seiner Zielgruppe vorbeireden.»
Es wird in der Branche als ein positiver Zug gesehen, dass Goldbach Media das Thema als Erste besetzt hat, natürlich auf Grund ihrer Unternehmensstruktur mit den unterschiedlichsten Medien von Fernsehen über Radio bis Internet und Telefon.
Short-ListDove 2004; eingereicht von Lever Fabergé Feldschlösschen Bier;
Spillmann Felser Leo Burnett Granador 100 % Fruchtsaft;
Jung von Matt/Limmat Opel Tigra Twin Top; Trio SA PostMail; Euro RSCG
Eine Idee gebiert viele Kinder: «Grosses beginnt mit einem Brief» wurde von Euro RSCG awardwürdig auf diverse Medien angewandt.
Andreas Panzeri
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