XSYS Print Solutions verkauft Geschäftsanteile

Beteiligungen XSYS Print Solutions hat Ende Mai 2005 die Geschäftsanteile der BASF Drucksysteme Schweiz GmbH veräussert.

Beteiligungen XSYS Print Solutions hat Ende Mai 2005 die Geschäftsanteile der BASF Drucksysteme Schweiz GmbH veräussert.Der bisherige Geschäftsführer Roger Bourquin betreut seine bisherigen Kunden durch die von ihm neu gegründete Swiss Offset Support GmbH (SOS). SOS übernimmt als Agent die offizielle Vertretung der XSYS Print Solutions Division Publikationsdruck in der Schweiz und betreut auch einige ausgewählte Bogenoffsetbetriebe.

Sicher hin und wieder zurück

Regionalverkehr Die Agentur Hesskiss zeigt, wieso sich Einsteigen bei den VZO lohnt.

Regionalverkehr Die Agentur Hesskiss zeigt, wieso sich Einsteigen bei den VZO lohnt.Im Zürcher Oberland und im Gebiet des Zürichsees übernehmen die als innovativ bekannten Verkehrsbetriebe Zürcher Oberland (VZO) für den Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) die Funktion eines Feinverteilers. Mit ihren blauen Bussen stellen die VZO in erster Linie den Transport der Bevölkerung an die Hauptverkehrsader der S-Bahn-Linien sicher. In der Region geniesst der Brand VZO mit dem optimal funktionierenden Service einen sehr hohen Bekanntheitsgrad. Um diese Leistungen zu kommunizieren und möglichst viele weitere Autofahrer zum Umsteigen auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu bewegen, setzen die VZO nun auf eine augenfällige Imagekampagne. Hesskiss hat sich dazu ein paar originelle Geschichten aus dem Oberland ausgedacht. Tag für Tag bringen die VZO morgens eine Vielzahl von Pendlern sicher und pünktlich zur S-Bahn. Und abends wieder nach Hause. Diese Umschreibung der Kernleistung der VZO dramatisieren die Hesskiss-Kreativen mit sechs verständlichen Kurzgeschichten, die alle gleich funktionieren: Zwei Bilder erzählen eine Ministory, die jeweils bei der Hinfahrt beginnt und bei der Rückfahrt aufgelöst wird. «Wir bringen Sie hin. Und wieder zurück», lautet dabei die Auflösung der Storys. Diese sollen mit ihren unterschiedlichen Welten alle Zielgruppen ansprechen. Auch Vegetarier zum Beispiel: Diese haben mit 30 E-Mails bewiesen, dass die Kampagne beachtet wird. Ins Auge stach ihnen das Sujet, in dem eine Bäuerin am Morgen mit einem herzigen Schweinchen hinfährt und am Abend mit einem Ring Würste zurück. Der VZO war dieser Protest nicht wurst – das Sujet wurde «geschlachtet». Dafür sollen sich jetzt bei Hesskiss viele Fans melden, die das zensurierte Inserat als Sonderdruck bestellen wollen …
Die Anzeigen werden in diversen Printmedien im Raum Zürichsee und Oberland zu sehen sein, vor allem in 20 Minuten, dem Zürcher Oberländer und der Zürichsee-Zeitung.
Die VZO werben mit witzigen Ministorys für ihren Service.

Andreas Panzeri

Multicolor Print verstärkt Verkaufsteam

People Othmar Krienbühl hat Anfang Juni die neu geschaffene Stelle als Verkaufsleiter bei der Bogendruckerei Multicolor Print in Baar übernommen.

People Othmar Krienbühl hat Anfang Juni die neu geschaffene Stelle als Verkaufsleiter bei der Bogendruckerei Multicolor Print in Baar übernommen.Krienbühl ist verantwortlich für Gesamtangebote sowie für das Cross-Selling innerhalb der Mutterfirma LZ Medien. Gleichzeitig ist er Stellvertreter des Geschäftsleiters. Er war zuletzt Leiter Media Production bei Swiss Re.

Werbung im Aufwärtstrend

Werbestatistik Erstmals seit drei Jahren werden wieder steigende Netto-Werbeumsätze ausgewiesen. Nur die Printmedien verzeichneten ein leichtes Minus.

Werbestatistik Erstmals seit drei Jahren werden wieder steigende Netto-Werbeumsätze ausgewiesen. Nur die Printmedien verzeichneten ein leichtes Minus.2004 betrugen die Netto-Werbeumsätze gesamthaft 5,323 Milliarden Franken, wie die Stiftung Werbestatistik Schweiz an ihrer jüngsten Medienkonferenz bekannt gab. Damit lagen diese um 3,9 Prozent (200 Millionen Franken) höher als im Vorjahr und haben sich erstmals seit drei Jahren wieder positiv entwickelt. Mit der Erhebung liegen jetzt lückenlos Umsatzdaten für die Jahre 1982 bis 2004 vor. Die Ergebnisse kamen mittels schriftlicher Umfragen direkt bei den Medien zu Stande. Einzig die Zahlen bei der Direktwerbung sind hochgerechnet. Belebend auf den Werbemarkt habe sich der Anstieg des Bruttoinlandproduktes (real +1,7 Prozent) ausgewirkt, hiess es. Damit lag die Zuwachsrate erstmals seit dem Jahr 2000 wieder über einem Prozent. In den vergangenen Jahren haben sich analog zum geringen beziehungsweise negativen Wirtschaftswachstum auch negative Entwicklungen im Werbemarkt ergeben. Dennoch seien aus den allgemeinen Wirtschaftsdaten keine direkten Rück- schlüsse auf das zu erwartende Werbevolumen möglich, schränkt die Stiftung ein, da es nach wie vor weitere wichtige Faktoren gebe, welche die Entwicklung der Netto-Werbeumsätze beeinflussten.
Fernsehen und Radio legten zuAls einzige Gattung schlossen die Printmedien bei Inserateeinnahmen von total 2,292 Milliarden Franken mit 0,4 Prozent weniger als im Vorjahr ab. Der bedeutendste Sektor, die Tagespresse, legte dennoch mit 1231 Millionen Franken um 0,5 Prozent leicht zu (regionale Wochenpresse –4,5 Prozent; Sonntagspresse –1,6 Prozent). Die übrigen Printmedien blieben relativ stabil, wobei bei den Stelleninseraten wieder ein leichter Aufwärtstrend feststellbar ist (+2,5 Prozent).
Mit 7 Prozent legte dagegen das Fernsehen mit Sponsoring und Fernsehwerbung deutlich zu und nahm im letzten Jahr 570 Millionen Franken ein. Auch die Radiosender liegen mit 155 Millionen Franken
4,3 Prozent über Vorjahresniveau. Ebenso erzielte die SRG mit Teletext 13,4 Millionen Franken Umsatz (+3,7 Prozent).
Die Aussenwerbung lag mit 570 Millionen Franken um 0,8 Prozent höher. Auch Adress- und Nachschlagewerke bleiben weiter im Aufwärtstrend (3,7 Prozent). Messen und Ausstellungen verzeichneten 2004 ein Rekordjahr mit 253 Millionen Franken Umsatz (+5,9 Prozent) aus vermieteten Hallenflächen. Die Post und private Verteilorganisationen nahmen aus der Verteilung adressierter und unadressierter Werbung 1,248 Millionen Franken ein (+12,3 Prozent). Insgesamt wurden im Erhebungsjahr 3903 Millionen Mailings verteilt.
2004 lagen die Netto-Werbeumsätze um 3,9 Prozent höher als 2003.
Alle Mediengattungen legten 2004 bei den Inserateeinnahmen zu – mit Ausnahme der Printmedien.
René Worni

Limmatdruck löst Service Center auf

Verlage In den nächsten Monaten hebt die Limmatdruck AG den Geschäftsbereich Service Center auf.

Verlage In den nächsten Monaten hebt die Limmatdruck AG den Geschäftsbereich Service Center auf.Die Migros-Tochter will sich auf die Kernbereiche Redaktionen/Verlage, Media Services und Verpackungen konzentrieren. Die Aboverwaltung des Kochmagazins Saison-Küche wird bei der Zuger Media Data Services ausgelagert. Dadurch fallen bei Limmatdruck drei Stellen weg. Auch beim Call Center sind rund zehn Stellen bedroht, wenn der Ausfall nicht durch neue Mandate kompensiert werden kann.

Viscom unterstützt Gutenberg-Museum

Verbände Der Schweizerische Verband für visuelle Kommunikation Viscom kauft die Liegenschaft des Gutenberg-Museums in Freiburg. Das hat die Delegiertenversammlung des Branchenverbands am Mittwoch beschlossen.

Verbände Der Schweizerische Verband für visuelle Kommunikation Viscom kauft die Liegenschaft des Gutenberg-Museums in Freiburg. Das hat die Delegiertenversammlung des Branchenverbands am Mittwoch beschlossen.Das langfristige Bestehen des einzigen Museums der grafischen Industrie in der Schweiz soll so gesichert werden. Das Gutenberg-Museum wurde in Freiburg vor fünf Jahren eröffnet, litt aber fast von Beginn weg unter Geldmangel. Seit Februar 2004 ist es geschlossen und wegen der hohen Hypothekarschulden im Konkurs. Durch das Engagement von Viscom fällt diese Belastung jetzt weg.

Dreck-Attack

Aufgefallen Dreck sei gut, behauptet Omo. Vor allem für die Umsätze von Unilever. Sagt nicht Omo, sondern wir.

Textilpflege Dreck sei gut, behauptet Omo. Vor allem für die Umsätze von Unilever. Sagt nicht Omo, sondern wir.Allerdings gäbe es vom Ersteren viel zu wenig, beklagte sich bekanntlich bereits ein Triple-R (Rock ’n’ Roller in Rente) in einer Castingshow gegenüber der TV-Nation. Gefragt sind demnach neue Dreckschleudern. Damit ist es aber bei weitem nicht getan.Denn die zweite Komponente ist für den Waschpulverhersteller nicht minder wichtig: der Dreck-Clan, sprich: die Dreckempfänger. Menschen also, für die «Schadstoffregister» ein Fremdwort ist und die unter all den Flecken ein grosses Herz für die Chemieindustrie haben – die mit der blendend weissen Weste. Die Erreger sind klar definiert: Sind es nicht die kleinsten Menschen, die den grössten Dreck herstellen? Ihr Dreck hat glücklicherweise den Vorteil, dass er bei 60 Grad, spätestens aber im Kochwaschgang rausgeht. Und noch einen Vorsprung haben die Frechdachse gegenüber ihren Eltern: Sie können noch nicht bügeln.
Schon verblüffend, wie viele Botschaften in der Anzeige versteckt sind. Und wie leicht Erwachsene sie übersehen – und schliesslich doch nur das allerbilligste Waschmittel kaufen.
(la)

Der Heimkehrer

Markus Mager will Radio 24 im Informations bereich weiter stärken und als neuer Programmleiter den Sender möglichst breit positionieren.

Markus Mager will Radio 24 im Informations-bereich weiter stärken und als neuer Programmleiter den Sender möglichst breit positionieren.
«So skurril das jetzt tönen mag: Der SBB-Gau war für uns ein grossarti-ges Ereignis», erklärt Markus Mager. Beim Interview am Morgen nach dem fatalen Blackout der Bundesbahnen wirkt er noch total aufgekratzt. «Ein grosser Tag für uns, weil wir als Journalisten voll gefordert waren», präzisiert Mager, der seit dem 1. Mai als neuer Programm-
leiter für Radio 24 verantwortlich ist. Für den Heimkehrer in ein
ehemaliges Schawinski-Medium und Pionier bei Tele 24 hat der spontane Einsatz mit vielen Sonderleistungen «wieder einmal bewiesen», dass das Newsteam bei Radio 24 «unglaublich schnell und hart an den Fakten ist».
Die Radioleute haben lange niemanden erreicht und trotzdem live und sofort eine komplette Berichterstattung machen müssen. «Das sind die Momente, wo das Adrenalin schiesst und die Redaktion auf Hochtouren läuft. Mit 200 Prozent Engagement.» Für den neuen Programmleiter war es «wie eine Erleuchtung», nach so vielen Jahren zum Radio zurückzukehren. Kein Medium ist so «schnell und mit intimer Nähe bei den Nutzerinnen und Nutzern». Das Radio läuft im Schlafzimmer, Badezimmer, im Auto. Natürlich hätte man beim Fernsehen ein Bild zu jeder Meldung. «Aber Kino im Kopf ist für mich noch schöner, weil man sich selber das Bild machen kann», kommt Mager von seiner Euphorie langsam herunter, während bei den SBB der Strom jetzt wieder mehr oder weniger hochgefahren ist.
«Dein Sprechorgan muss einmal separat totgeschlagen werden», hat Moderator Röbi Koller ihm prophezeit, als der damalige IT-Spezialist Mager und der Radiomann gemeinsam einen WK machten. Mager
interpretierte die Diagnose als Aufforderung zu einer Bewerbung. Er schickte eine Demokassette an Radio Z und durfte dort in der Folge
alle Stationen absolvieren, vom Wunschkonzert-Moderator bis zum Chefreporter.
«Die Entwicklung zu jener Zeit war verrückt. Der Radiobereich war Mitte der 90er-Jahre erstmals richtig im Umbruch, so wie jetzt vor vier Jahren wieder.» Gute Leute hatten ihre Chancen. Als bei Radio Z einmal zu wenig Leute auf der Redaktion weilten, wurde auch Moderator Mager kurzerhand in die journalistische Verantwortung berufen. «Das war eine Initialzündung. Bei der Redaktion hat es mich gepackt.»
Mager hat diverse Schulungen am MAZ und beim VSP absolviert. Eine Radioausbildung in der heutigen Form hat es aber noch nicht gegeben. Nur Fragmente. «Ich habe ‹on the Job› von vielen arrivierten Radioleuten profitieren können.»
Sein grosses Feuer für das Medium sei gekommen, als ihm bei Radio Z der Job als Chefreporter anvertraut wurde. Reportagen anreissen auch abseits der Agenda-Stoffe. Zum Beispiel eine Reportage im Sommer 96, «Zürich erwacht», bei Sonnenaufgang aus einem Heissluftballon oder sehr persönliche Portraits von Politikern und Politikerinnen 1998.
Markus Mager erlebte die Entwicklung der elektronischen Medien in der Schweiz genau in der richtigen Generation. Als die Radios etabliert waren, kam ein neuer Hype mit dem Privatfernsehen.
Bestandene Radioprofis waren gesucht, als Tele 24, TV 3 und das Schweizer Fenster von RTL/Pro 7 gegründet wurden. Mager stiess 1998 zu TeleZüri und machte dann die Entwicklung zu Tele 24 mit. Nach Abstechern zu RTL/Pro 7 und Sat 1 (Schweiz) kehrte er 2001 zunächst als Reporter und Produzent zu Tele 24 zurück. Von 2002 bis 2004 wirkte er als stellvertretender Chefredaktor beim nun wieder lokal ausgerichteten TeleZüri unter Programmleiter Markus Gilli. «Das war für meine Berufserfahrung eine wertvolle Zeit, weil wir auch Tele- Züri wieder neu aufbauen mussten – aber auch sehen konnten, wie es gedeiht.»
Unvergesslich für den Journalisten bleibt das Jahr 2001 mit all den Katastrophen wie 9/11, dem Massaker von Zug, dem Brand im Gotthard-Tunnel, das Swissair-Grounding. «Da sind wir als Journalisten in eine neue Dimension eingetaucht.»
Eine neue Situation im Leben stellte sich für Markus Mager auch im Jahre 2004. Er heiratete, verlor innerhalb kurzer Zeit Vater und Mutter und fragte sich dann generell: Was will ich noch machen? In seinem Rucksack fehlte bislang der Printbereich. Ein knapp einjähriger Abstecher zum SonntagsBlick zeigte ihm aber, dass die elektronischen Medien trotzdem besser seinem direkten Naturell entsprechen.
Für Radio 24 sieht Mager einen Schwerpunkt bei der Information. «Das ist meine ganz klare Definition: Ein Regionalmedium mit einer Geschichte und Verankerung wie Radio 24 muss eine sehr starke Info-Kompetenz haben. Die Leute wollen wissen, was in Zürich passiert», erklärt Mager. Man hat feine Änderungen auch in der Musik schon vorgenommen, die sehr positiv aufgenommen werden beim Publikum. «Ein bisschen breiter und abwechslungsreicher», heisst das Konzept. Das führe zu einem guten, viel-
fältigen Radioprogramm, das auf Tendenzen, Stimmungen und Strömungen eingehen kann. «Es ist wichtig, diesen Puls zu spüren.»
Mager sieht sich deshalb als «erster Hörer» und nicht als Musikexperte seines Radios.
Radio funktioniert nicht mehr wie vor zehn Jahren. Die Leute haben stets mehr Möglichkeiten, sich zu unterhalten und zu informieren. Internet oder Musik aus dem iPod waren damals kein Thema. «Also müssen wir von der Basis her immer mehr Leute ansprechen, damit wir die Hörerzahlen halten können.» Radio 24 «muss ein Massenmedium sein und viele Geschmäcker ansprechen». Mager hat schon mehrmals in Führungspositionen gewirkt. Eine Programmleitung aber nie aktiv gesucht. Es mache ihm aber Spass, jetzt erstmals «auf einer Kutsche zu sitzen und wie bei einem Zwölfspänner mal hier und mal da an den Zügeln zu ziehen, bis der Kurs richtig ist».
Auch am Mikrofon wird man das «nicht umzubringende Mundwerkzeug» ab Juli wieder hören können. Mit einer Talkshow? Hier will Mager beim Interview einen Punkt setzen. Ob daraus mal ein «Doppelpunkt» wird?
Für Markus Mager ist Radio 24 ein Massenmedium, das viele Geschmäcker ansprechen muss.

Andreas Panzeri

Plakanda verschmäht Swiss Poster Research

Aussenwerbung Clear Channel Plakanda (CCP) hat die Mitarbeit beim Swiss Poster Research überraschend sistiert.

Aussenwerbung Clear Channel Plakanda (CCP) hat die Mitarbeit beim Swiss Poster Research überraschend sistiert.Die Analyse der Daten aus dem Pilotprojekt Winterthur habe gezeigt, dass das Forschungskonzept die Realität an den Plakatstellen nur ungenügend widerspiegle, schreibt CCP. Diese Einschätzung teile auch die Partnerin APG, doch über nötige Massnahmen sei man sich nicht einig geworden. Nach Ansicht von CCP hat sich international die Erkenntnis durchgesetzt, dass GPS-Daten allein für die adäquate Messung der Plakatleistung nicht ausreichen. CCP schlägt nun vor, zusammen mit der deutschen Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse eine sprachregionale Lösung zu suchen.

Smarte Kampagne für weniger CO2

Umweltschutz Die Zürcher Werbeagentur Reinhold hat für Greenpeace eine Aufklärungskampagne zum Klimawandel gestaltet.

Umweltschutz Die Zürcher Werbeagentur Reinhold hat für Greenpeace eine Aufklärungskampagne zum Klimawandel gestaltet.«Unsere Kinder sollen es einmal besser haben.» Dieser Satz könnte nicht nur von jeder Mutter oder jedem Vater stammen, sondern auch von Greenpeace. Im Zentrum der aktuellen Aufklärungskampagne zum Klimawandel steht deshalb die für Umweltschützer «leider nicht so rosige Zukunft der Kinder». Der Schlachtruf heisst: «Reduce CO2». Ins Bild gesetzt hat Reinhold das Anliegen mit einem «Bilderbuch für Erwachsene».
Greenpeace kämpft gegen das Abschlachten von Walen. Gegen die Verschmutzung der Luft und der Meere. Gegen den Atomstrom. Gegen Genmanipulation. Oder eben gegen die Ursachen des Klimawandels: also zu viel Ausstoss von CO2, hauptsächlich verursacht durch ungebremsten Autoverkehr, durch unvernünftiges Heizen und durch die Industrie.
Nach der vorgängigen Kampagne «Mein letzter Wille», mit der Greenpeace mit Bildern von Umweltkatastrophen Fundraising betrieb, soll nun mehr Aufklärungsarbeit rund um das Problem «CO2-Ausstoss» betrieben werden.
Heisse Fakten für die SchweizDie Schweiz belegt Rang sechs beim Pro-Kopf-Ausstoss von CO2. Die Temperatur im sensiblen Alpenraum ist in den vergangenen 100 Jahren doppelt so stark angestiegen als im weltweiten Durchschnitt: um 1,6 Grad Celsius. Und das Thermometer klettert immer schneller.
Das immer schnellere Abschmelzen von Gletschern und weitere Umweltkatastrophen wie Gerölllawinen oder Überschwemmungen sind die Folge. Bei einem nochmaligen Anstieg um 2 Grad sind mit
Kosten für die Folgeschäden von 3,2 Milliarden Franken zu rechnen – pro Jahr. Bereits heute erkranken jedes Jahr Tausende von Kindern an Atemwegserkrankungen auf Grund von CO2-Emissionen, Luftverschmutzung und alarmierenden Ozonwerten.
Über die Ursachen und komplexen Zusammenhänge dieses Klimaschocks will Greenpeace ab sofort breit und intensiv informieren und damit die Öffentlichkeit, die Politik, die Meinungsmacher sowie die Industrie aufrütteln. Neben Greenpeace-typischen Aktionen kommt erstmals eine breite Medienkampagne zum Einsatz.
Ein «Kinderbuch für Erwachsene» bringt die Kampagnenidee auf den Punkt. Die Überlegung: Nichts wirkt dramatischer und kontrastreicher, als wenn man die zum Teil sehr düsteren Zukunftsbilder in liebvolle Kinderbuchillustrationen hüllt. Das können Märchenbücher sein, Lexika, Schulbücher oder sogar Büchlein zum Ausmalen.
Der Kampagnenslogan heisst: «Reduce CO2.» Ähnlichkeiten mit einem Autoslogan sind «natürlich rein zufällig», sagt dazu – wohlwissend blauäugig – bei Reinhold der ehemalige Smart-Texter Wolfram Scherer.
Über diesen Konzeptleisten werden künftig sämtliche CO2-Wer-
bemittel und -Massnahmen von Greenpeace geschlagen. Vom Plakat bis hin zum Mailing. In einer ersten Phase soll die Kampagne aufklären. Im Herbst wollen Greenpeace und Reinhold zusätzlich ein Sujet zum Fundraising bringen.
Als Illustrator für alle Werbemittel hat Reinhold einen namhaften Künstler gewinnen können. Der in Kanada lebende Zürcher Rudolf Stüssi hat mehrere bekannte Kinderbücher illustriert und sich in Los Angeles auch einen Namen beim internationalen Trickfilm gemacht. Hinter dem Engagement steht auch ein bisschen Glück. «Mit der Umsetzung der Kampagne hat es plötzlich geeilt. Und Stüssi als erfahrener Zeichner für Disney ist sich schnelles Arbeiten gewohnt», verrät Reini Weber. Ausserdem sei das Honorar «umweltfreundlich» gewesen, denn Rudolf Stüssi sympathisiert persönlich mit den Anliegen von Greenpeace.
Reinhold hat Anzeigen für Das Magazin, die NZZ am Sonntag sowie die WOZ entwickelt. Mit dieser Kombination erreicht Greenpeace jedesmal weit über eine Million Menschen, vor allem in urbanen Zentren der Schweiz sowie weit über die Hälfte aller Meinungsführer der Schweiz.
Die Werbeagentur Reinhold hat insgesamt acht doppelseitige Anzeigenmotive entwickelt, welche in einer ersten Welle unikatmässig bis zu den Sommerferien erscheinen werden. Die Kampagne wird im Herbst fortgesetzt. Flankiert wird dieser Launch von einer Fill-Board-Plakatierung an mehreren tausend Zapfvorrichtungen von Tankstellenketten, im Internet, mit Infomaterial, überraschenden Guerilla-Aktionen sowie einem direkten Aufruf an potenzielle Sachsponsoren in der Kommunikationsfachpresse.
«Sowohl bei Greenpeace als auch bei Reinhold darf man bekanntlich mit Überraschungen rechnen, das Gemisch aus beidem dürfte noch ein bisschen explosiver werden» – mehr lässt Reinhold Weber sich dazu nicht entlocken. Den Auftrag zur CO2-Reduktion hat die Agentur in einem Pitch gewonnen. Reini Weber hat bereits früher noch mit WHS für Greenpeace die Kampagne «Strom ohne Atom» gestaltet. Man darf also gespannt sein, wie «Reduce CO2» in Zukunft «gemaxt» wird.
Vom Heidi-Trickfilm zu GreenpeaceRudolf Stüssi wurde 1947 in Zürich geboren, ist jedoch Kosmopolit mit Stationen in den USA, Kanada, London, Florenz, Mexiko, Dominikanische Republik. Er studierte englische Literatur, Journalismus und später Kunst. In Toronto wurde er in die Königliche Kanadische Akademie der Künste gewählt. War früher Kunstunterricht sein hauptsächlicher Broterwerb, sind es inzwischen immer mehr Auftragsarbeiten und Trickfilmarbeiten in Los Angeles, Manila, Berlin und der Schweiz. Stüssi zeichnet verantwortlich für die künstlerische Gestaltung von «Asterix in Amerika», «Little Bear», «Heidi» und andere Trickfilme. Dazu kommen Ausstellungen in der Schweiz, Deutschland, England, den USA und Italien. Aktuell sind einige seiner Werke im H.R.-Giger-Museum in Château Saint-Germain zu sehen. (pan)
Düstere Visionen in einer heimtückisch-liebevollen Verpackung: Reinhold zeigt für Greenpeace die Folgen der Zunahme des CO2-Ausstosses.
Andreas Panzeri

Bund und Publicitas gegen Anzeiger-Entscheid

Gratispresse Der Bund Verlag verzichtet nicht kampflos auf den Anzeiger Region Bern.

Gratispresse Der Bund Verlag verzichtet nicht kampflos auf den Anzeiger Region Bern.Gratispresse Der Bund Verlag verzichtet nicht kampflos auf den Anzeiger Region Bern. Er hat sowohl gegen die Vergabe des Druckauftrags an die Vogt-Schild/Habegger Medien AG als auch gegen die Wahl der W. Gassmann AG für die Vorstufe Beschwerde beim Berner Regierungsstatthalteramt eingereicht, wie der Bund berichtet. Auch die Publicitas hat eine Einsprache deponiert. Sie wurde zwar wieder mit der Anzeigenverwaltung betraut, hatte bei der Offerte aber offenbar mit dem Bund als Partner gerechnet. Nun brauche man Zeit für neue Budgetberechnungen, sagte Hans-Peter Rohner, CEO der Mutterfirma PubliGroupe, dem Bund.

Blick zweifelt am TdS-Sponsoring

Sponsoring Die Tour de Suisse (TdS) braucht neue Sponsoren: Nach fünf Jahren steige Postfinance aus, berichtete der Blick. Und liess gleich seine Interessenbindung durchblicken:

Sponsoring Die Tour de Suisse (TdS) braucht neue Sponsoren: Nach fünf Jahren steige Postfinance aus, berichtete der Blick. Und liess gleich seine Interessenbindung durchblicken:Das Boulevardblatt hat seinen eigenen Sponsoringvertrag mit der TdS noch nicht verlängert. Als «Top-Sponsoren» bezahlten laut dem Bericht Postfinance 550000 Franken und Blick 350000 Franken. Unzufrieden sei zudem Trikot-Ausrüster Craft, heisst es weiter. Denn der neue Hauptsponsor, die Würth-Gruppe, funke der schwedischen Sportbekleidungsmarke mit ihrer Tochter Würth Modyf dazwischen, die neben Arbeitskleidung auch im Freizeitbereich tätig ist.
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