Polyconsult gewinnt drei Neukunden

Diverse Polyconsult Kommunikation darf drei Pitch-Gewinne melden. Neu im Portfolio figurieren die unabhängige Vermögensverwaltungsgesellschaft Atag Asset Management (AAM),

Diverse Polyconsult Kommunikation darf drei Pitch-Gewinne melden. Neu im Portfolio figurieren die unabhängige Vermögensverwaltungsgesellschaft Atag Asset Management (AAM),für welche die Berner Agentur im Herbsteine Imagekampagne lancieren wird, und die Marketing- und Verkaufsfirma Dabso SA, für deren Bonbonmarke Fisherman’s Friend Massnahmen geplant sind. Für den dritten Neukunden, Peugeot Suisse, wird Polyconsult ein Kundenbindungsprogramm betreuen.

Rückgang der Werbeumsätze im Mai

Werbestatistiken Der Advertising Index Switzerland (AIS) der Wemf hat für den Mai Werbeumsätze von 339 Millionen Franken ermittelt. Das sind 1,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Werbestatistiken Der Advertising Index Switzerland (AIS) der Wemf hat für den Mai Werbeumsätze von 339 Millionen Franken ermittelt. Das sind 1,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.Deutlich höhere Investitionen als 2004 tätigten einzig die Bereiche Versicherungen (+41,5%) und Verwaltung/Politik (+36,5%). Für die KMU-Firmen und die Verkehrsbranche weist der AIS klare Rückgänge der Werbeumsätze aus (–24,8% und –12,4%). Alle anderen Bereiche liegen maximal 10 Prozent unter oder über dem Vorjahresmonat. Die Medienbranche weist ein Minus von 8,4 Prozent auf.

Neue PubliGroupe Online-Unit mit BH

Online Nach einem Pitch gegen die bisherige Etathalterin hat Web2Com der Agentur BH Kommunikation den Auftrag für das Erscheinungsbild und die Lancierungskampagne erteilt.

Online Nach einem Pitch gegen die bisherige Etathalterin hat Web2Com der Agentur BH Kommunikation den Auftrag für das Erscheinungsbild und die Lancierungskampagne erteilt.Das neue Unternehmen strebt nun die Marktführerschaft in beiden Bereichen an. Geplant sind neben Anzeigen und einem Online-Auftritt unter anderem ein neues Unternehmensporträt. Die Website wird durch die Webagentur Nemos aktualisiert.

Neue Produktionsumgebung

Publishing Der neue Dateibrowser Adobe Bridge und die verbesserte Version Cue sind die Highlights der Adobe-CS2-Produkte und von Creative Suite 2.

Publishing Der neue Dateibrowser Adobe Bridge und die verbesserte Version Cue sind die Highlights der Adobe-CS2-Produkte und von Creative Suite 2.Der Software-Anbieter Adobe machte am 8. Juni auf seiner Adobe-Creative-Suite-2-Tour Halt im World Trade Center in Zürich-Oerlikon. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stand die tags zuvor lancierte neue Adobe Creative Suite 2 (CS2). Damit bringt Adobe ein für Werbeagenturen, Druckereien/Vorstufenbetriebe und Verlage höchst interessantes, aktualisiertes Software-Gespann auf den Markt. Suites im Trend
Die von Software-Herstellern immer öfter angebotenen Programmsammlungen bzw. Suites sind ein cleverer Schachzug. Auf einen Schlag erhalten Käufer des Pakets mehrere Programme gleichzeitig – allerdings auch solche, die vielleicht nicht vordringlich benötigt werden. Den höheren Preis für eine neue Suite-Version sind Anwender bzw. Firmen eher bereit zu bezahlen als den eines einzelnen Programms oder von mehreren Updates.
Die von Adobe am Event in Oerlikon vorgestellte Creative Suite 2 sowie die diversen Einzelapplikationen sind inzwischen verfügbar und warten mit unzähligen neuen Funktionen auf. Um Anwendern einen Update-Entscheid von sowohl Einzelapplikationen als auch der CS2 zu erleichtern, hat der kalifornische Software-Anbieter zwei interessante Beigaben hinzugefügt.
Workflow optimieren, sicherer produzierenBei den Beigaben handelt es sich um die Adobe Bridge und die neu aufgelegte Version Cue. Mit diesen mächtigen Werkzeugen könnte es Adobe gelingen, das Desktop-Publishing sanft zu revolutionieren.
Die beiden Tools sorgen für einen sichereren Arbeitsfluss, da durch ihre Funktionalitäten Aufträge/Projekte von mehreren Mitarbeitenden oder innerhalb eines Teams besser bearbeitet oder ausgetauscht werden können. Zudem wird durch die diversen Möglichkeiten der Version Cue auch die Produktionssicherheit verbessert.
Produktionssicherheit heisst aber nicht, dass sich das Software-Gespann um Backups etc. kümmert, sondern vielmehr, dass die Hilfswerkzeuge die Datenverwaltung und den Zugriff derart vereinfachen, dass der Workflow insgesamt sicherer und transparenter wird. So kann sehr einfach auch auf ältere oder alternative Versionen zurückgegriffen werden.
Ein Highlight der Adobe Bridge sind konsistentere Zugriffsmöglichkeiten auf die Auftragsdaten: Es sind immer alle Vorschaubilder vorhanden – egal, ob diese im Dokumenten- (Illustrator, InDesign etc.), im Bild- (JPEG, TIFF etc.) oder im Exportformat (PDF) vorliegen. Auch mehrseitige PDF-Dokumente lassen sich innerhalb der Dateibrowser-Umgebung Bridge darstellen, und es kann darin durchgeblättert oder gezoomt etc. werden.
Bei Bedarf tritt gar die Plattform (Mac OS X/Windows XP) durch die wahlweise Verwendung von Adobe-Menus in den Hintergrund: Man spürt kaum, auf welchem Betriebssystem die CS2-Applikation läuft. Doch dies sind alles Optionen. Wer will, kann selbstverständlich auf die Vorzüge von Bridge und Version Cue verzichten und wie bisher produzieren. Vergeben werden damit aber vor allem die Vorteile des insgesamt deutlich schnelleren Zugangs zu Aufträgen und Projekten und deren Verwaltung.
Jürgen Franck
Eine völlig neue Komponente innerhalb der Creative Suite 2 ist der Dateibrowser Adobe Bridge, der als Schaltzentrale für Produktivität, Bildverwaltung und Kreativität dient.
Publishing Der neue Dateibrowser Adobe Bridge und die verbesserte Version Cue sind die Highlights der Adobe-CS2-Produkte und von Creative Suite 2.

Zahl der Woche

5720 Mio. Franken

5720 Mio. FrankenWerbeausgaben Bis 2008 sollen die Netto-Werbeausgaben in der Schweiz rund 5720 Mio. Franken betragen. Dies prophezeien rund 30 Experten aus der Kommunikationswirtschaft und der Medienwissenschaft, die im Rahmen einer Delphi-Studie der Forschungsanstalt Publicom befragt wurden. Nachdem der Schweizer Werbemarkt in den letzten Jahren schwierige Zeiten erlebt hat, sehen die Experten eine Trendwende und rechnen – ausgehend vom Stand des Jahres 2003 – mit einem Anstieg der Werbeausgaben um knapp 12 Prozent bis 2008. Gemäss der Studie werden Internet und TV Marktanteile gewinnen, die Printmedien müssen einen weiteren Rückgang befürchten.

Ökologische Bedruckstoffe

Papier Arctic Paper, Hersteller von Feinpapieren, hat neu ein voluminöses FSC-Papier im Angebot.

Papier Arctic Paper, Hersteller von Feinpapieren, hat neu ein voluminöses FSC-Papier im Angebot.Früher waren ökologisch produzierte Papiere gräulich. Vor allem in der von weissen Papieren beherrschten Bürokommunikation haben sie zum Ausdruck gebracht, dass Unternehmen, die solche Papiere einsetzen, über ein gewisses Umweltbewusstsein verfügen. Diese Papiere werden heute seltener verwendet. Die Möglichkeit, umweltverträglich produzierte Papiere einzusetzen, ist aber geblieben. Mit dem FSC-Label (Forest Stewardship Council) zertifizierte Papiere tragen neben der Umweltverträglichkeit auch einer sozialen und wirtschaftlich nachhaltigen Nutzung der Wälder Rechnung. Papierproduzent Arctic Paper bietet nun zum einen weitere vier Qualitäten seiner Munken-Papiere und – ganz neu – ein voluminöses, gestrichenes Papier mit dem Namen «Arctic the Volume» in einer nach FSC-Richtlinien zertifizierten Qualiät an. Zusätzlich hat das Unternehmen den Weissegrad des Papiers deutlich erhöht und damit auch den Druckkontrast verbessert. Ferner wurde das Angebot ausgebaut: Arctic the Volume ist neu in Grammaturen bis zu 300 g/m2 erhältlich. Das Unternehmen stärkt damit seine Marktposition im Bereich der gestrichenen Papiere.
Neuer StandortSeit kurzem hat die Arctic Paper Schweiz AG, die schweizerische Niederlassung des schwedischen Papierfabrikanten, ihre Büros von
Basel in den Zürcher Technopark verlegt. Am Vertriebsmodell ändert sich hingegen nichts. Geschäftsführer Urs Hochuli dazu: «Unsere Bogenpapiere vertreiben wir nach wie vor über den Papierhandel. Auch das Rollengeschäft wickeln wir nach wie vor grösstenteils direkt mit unseren Kunden ab.»
Arctic Paper setzt sich für die Förderung einer ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltigen Nutzung der Wäder ein.
Jürgen Franck

Canal 3 lanciert Volksaktie

Radio Das Bieler Lokalradio Canal 3 bietet Hörern und Partnern eine Beteiligung an seinem Kapital an.

Radio Das Bieler Lokalradio Canal 3 bietet Hörern und Partnern eine Beteiligung an seinem Kapital an.Natürliche und juristische Personen können bis zu fünf Namenaktien à 30 Franken (Nominalwert 10 Franken) erwerben. Wie viele Aktien maximal gestreut werden, müsse der Verwaltungsrat bestimmen, sagte Geschäftsführer Marc Friedli der Werbewoche. Er gehe von fünf bis zehn Prozent des Gesamtbestandes von 20000 Aktien aus.

RTVG: Kommission schafft Differenzen

Medienpolitik Die vorberatende Kommission des Nationalrats hat die Differenzbereinigung des RTVG mit neuen Vorschlägen abgeschlossen.

Medienpolitik Die vorberatende Kommission des Nationalrats hat die Differenzbereinigung des RTVG mit neuen Vorschlägen abgeschlossen.Sie will den Gebührenanteil der Privatstationen auf 4 Prozent festlegen, statt wie die beiden Räte einen Spielraum zu gestatten. Alkoholwerbung will sie allen nationalen und sprachregionalen TV-Programmen samt Werbefenstern verbieten. Politwerbung soll nur Privatradios erlaubt werden. Weiter hält sie an den Vorschlägen des Nationalrats zur Beschränkung der Medienkonzentration fest.

Redselige Flaschen

Bier Publicis serviert für Heineken eine frisch gezapfte Kampagne.

Bier Publicis serviert für Heineken eine frisch gezapfte Kampagne.Eine Kampagne zur richtigen Zeit: Nachdem die Bauernregel nach dem «Siebenschläfer-Tag» sieben Wochen schönes Wetter prophezeit, wirken die neuen Plakate von Publicis für Heineken-Bier doppelt verführerisch. Botschaft: Wo Gerstensaft und Musik aufeinander treffen, wird geplaudert, gescherzt, geflirtet und gelacht. Eine Kombination, die Heineken als Sponsor nicht nur der Uefa-Championsleague, sondern auch diverser Events mit Party, People und Musik für sich beanspruchen kann. Am 1. Juli beginnt das von Heineken massgeblich gesponserte Jazzfestival in Montreux. Am 14. Juli folgt «Live at Sunset» in Zürich. Das ganze Jahr hindurch beliefert Heineken in der Schweiz seine Geniesser mit einem Newsletter zu Partys und Konzerten. Auf www.heineken.ch kann – wer älter als 18 ist – an einem Location-Voting um die besten Clubs mitmachen und sich per Internet auch über entsprechende Ausgehmöglichkeiten informieren.
Mitreden rund um Musik, Ausgehen und natürlich Bier: Solche Dialoge sind folgerichtig die Grundlage des neuen Auftritts von Heineken aus dem Kreativclub von Publicis. Die Helden der neuen Kampagne sind aber nicht Partymenschen, sondern die Flaschen und Dosen aus der Heineken-Palette. Zu ihnen gesellen sich Objekte, die neben Flaschen und Dosen am Point of
Consumption anzutreffen sind. Gescherzt wird mittels Worten aus bekannten Songs. Beteiligt sind Flaschenöffner, Longneck-Flaschen, Radios, Slim-Line-Dosen, 33cl-Flaschen und zum Beispiel Blumen.
«Heineken erweckt seine Produkte auf erfrischende und geistreiche Art zum Leben und lädt zu einem anregenden Biersommer mit viel Musik ein», fasst Publicis die Idee zusammen. Zu sehen ist die neue Heineken-Kampagne auf Plakaten F12 und F200 sowie in grossformatigen Anzeigen in der ganzen Schweiz.
Heineken, zu dem auch Calanda und Haldengut gehören, ist das zweitgrösste Brauereiunternehmen der Schweiz. Die Marke aus Holland hat seine Tätigkeit rund um die Welt in fünf grosse Regionen aufgeteilt: Westeuropa, Mittel- und Osteuropa, Amerika, Asien/Pazifik und Afrika. Neben einer weltweiten Kampagne will das Bier in einzelnen Ländern auch individuelle Kampagnen entwickeln lassen. Publicis gewann den Auftrag für die Schweiz in einem Pitch.
Wenn Flaschen singen könn(t)en: Publicis schenkt eine bierselige Heineken-Kampagne aus.
Andreas Panzeri

JobChange

(Bild) ist zum neuen Präsidenten des Schweizerischen Markenarti-kelverbands Promarca gewählt worden.

(Bild) ist zum neuen Präsidenten des Schweizerischen Markenarti-kelverbands Promarca gewählt worden.Alexander Jost (Bild) ist zum neuen Präsidenten des Schweizerischen Markenartikelverbands Promarca gewählt worden. Er löst Dario Kuster ab, der nach sieben Jahren im Amt in den Ruhestand tritt. Alexander Jost war bis zu seiner Frühpensionierung Ende Oktober 2004 Generaldirektor von Nestlé Schweiz….
Lang Gysi Knoll hat einen neuen Mitinhaber: Alfredo Trasatti
beteiligt sich an der Berner Werbeagentur und wird Mitglied der Geschäftsleitung. Er war zuletzt als Marketingleiter Personenverkehr der SBB tätig. Trasatti ist mit Beraterin Nicole Trasatti-Huber verheiratet, die bereits seit 2001 Partnerin der Agentur ist.
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Bernard Maissen ist zum neuen Chefredaktor der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) ernannt worden. Er ersetzt Bernard Reist, der als Informationschef zum Kanton Wallis wechselt. Maissen tritt sein Amt im Herbst an. Derzeit ist er Chefredaktor des SRG-Senders Radio Rumantsch.
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Gilbert Bühler ersetzt Paul Stritt als Verlagsdirektor der Freiburger Nachrichten AG (FN). Stritt geht nach über 40 Jahren im Dienst der FN in Pension. Bühler tritt sein Amt im Januar 2006 an. Zurzeit ist er als selbstständiger Unternehmensberater und Dozent an Berufs- und Fachhochschulen tätig.
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Anfang Oktober stösst Barbla C. Schaerer (Bild) als neue Mitinhaberin zu cR Kommunikation. Zugleich übernimmt sie als Agenturleiterin die Gesamtleitung der drei Standorte in Küsnacht/Zürich, Bern und Basel. Schaerer war bisher Geschäftsleitungsmitglied bei Trimedia Schweiz und Managing Director von Trimedia Zürich.
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Victor Breu wird neuer Chefredaktor der Finanz und Wirtschaft. Zurzeit ist er als stellvertretender Chefredaktor für die HandelsZeitung tätig. Der Zeitpunkt seines Wechsels ist noch offen, doch die Nachfolge bereits geregelt: Die HandelsZeitung hat Finanzredaktor Pascal Ihle zum neuen stellvertretenden Chefredaktor ernannt.
…
Paul Meiler ist neuer Schulungsleiter von Polycom Zürich. Er hat Ende Mai Beat Hodel abgelöst, der das Ausbildungsinstitut seit dem Start im Herbst 2003 leitete. Meiler ist seit 1987 als selbstständiger Kommunikationstrainer tätig.

Ohne Publicitas erfolgreich

Pacht Vor neun Monaten streifte der Walliser Bote die Publicitas-Pacht ab. Seither hat er zwar nicht mehr Inserate, aber doch mehr Geld in der Kasse.

Pacht Vor neun Monaten streifte der Walliser Bote die Publicitas-Pacht ab. Seither hat er zwar nicht mehr Inserate, aber doch mehr Geld in der Kasse.«Der Walliser Bote hat offenbar die Talsohle durchschritten, unsere Umsätze zeigen eine leicht steigende Tendenz. Wenn ich an andere Titel denke, können wir heilfroh sein», sagt Jörg Salzmann, Verlagsmanager von Mengis Druck und Verlag, der Herausgeberin des Walliser Boten (WB). Tatsächlich lassen sich Salzmanns Zahlen sehen: Der Frankenumsatz lag im 2004 nur 2,2 Prozent unter jenem von 2003, und von Januar bis Mai dieses Jahres kam der WB sogar auf ein Plus von 2,7 Prozent. Zum Vergleich: Ende Mai 2004 wies der WB noch ein Umsatzminus von 6,4 Prozent aus.Dass der Jubel beim Walliser Boten dennoch verhalten ist, hat zwei Gründe. Zum einen hat das Blatt per Anfang 2005 den Anzeigentarif angehoben – zwar nur um knapp ein Prozent. Dennoch musste der pekuniäre Umsatz somit selbst bei leicht sinkendem Volumen wachsen. Und so kam es auch: Der Geldertrag stieg zwar, doch die Walliser Tageszeitung, die gemäss Salzmann schon letztes Jahr 6,3 Prozent Inseratevolumen verloren hatte, wies in den ersten fünf Monaten 2005 erneut einen Rückgang um 5,6 Prozent aus. Punkto Volumen ist die Talsohle demnach noch nicht erreicht, entsprechend steht der Aufwärtstrend beim Umsatz noch auf wackligen Beinen. Das weiss auch Salzmann.
Trotzdem ist die Entwicklung beim WB bemerkenswert, hat sich doch das Walliser Traditionsblatt erst per 1. September 2004 aus der Publicitas-Pacht gelöst und ganz auf eigene Beine gestellt. Der geradezu antizyklische Schritt war wohl überlegt: Beim WB war der Umsatzanteil aus dem nationalen, von der Publicitas (P) bearbeiteten Markt in den letzten Jahren stetig zurückgegangen, im lokalen Markt hingegen, wo Mengis Annoncen aktiv ist, legte der Titel zu. «Wir haben unser Minus analysiert: Es entstand primär im Pachtbereich», sagte Salzmann damals. Und weil der Erfolg im lokalen Bereich in erster Linie dank vermehrter Kundenbesuche zu Stande kam, wollte Salzmann mit dieser Strategie auch im nationalen Markt für Mehrumsätze sorgen. Er stellte denn auch eigens einen Aussendienstler ein, der den Deutschschweizer Markt beackern sollte.
Ab dem 1. September 2004 sollten dem Blatt somit neu aus fünf statt vier Kanälen Erträge zufliessen: Aus den neuen Aktivitäten von Mengis Annoncen im nationalen Markt, aus den Aufträgen, die den Wallisern weiterhin über die diversen Publicitas-Filialen zukommen, über den Berner Zeitungspool, über die Publicitas Sion, die für das Blatt das französischsprachige Unterwallis bearbeitet, und schliesslich über das Engagement von Mengis Annoncen im Oberwalliser Heimmarkt.
Keine Wirkung bei GrosskundenHeute, gut neun Monate später, steht fest: Die Rechnung für den WB ging zwar auf, aber anders als von Salzmann erwartet. Zwar nahmen nationale Aufträge seit dem 1. September tatsächlich wieder zu, sie kamen aber samt und sonders über die Filialen der Publicitas. Offensichtlich liess sich das Konzept aus dem Oberwallis nicht auf den nationalen Markt übertragen. «Unser Aussendienstler konnte bei den Grosskunden schlicht nichts bewirken, denn diese buchen den Walliser Boten automatisch über die P», sagt Salzmann. Es habe für die Kunden keinen Grund gegeben, dies
zu ändern. Und einen Direktbuchungsrabatt, wie ihn Tamedia seit Anfang Jahr gewährt, wollte Salzmann nicht einführen.
Auch in werblicher Hinsicht hätten sich die Kundenbesuche
als überflüssig erwiesen. «Es zeigte sich, dass der Walliser Bote an den wichtigen Orten ein Begriff ist. Man kennt auch seine Qualitäten, etwa die Leserreichweite von 87 Prozent im Oberwallis», stellt Salzmann nüchtern fest. Deshalb trennte er sich wieder vom Aussendienstler. Die Deutschschweiz will er künftig mit Mailings bedienen.
Das Fazit aus dieser Erfahrung: Wenn die Konjunktur anzieht, kommen die Aufträge für den WB sowieso, der Titel kann sich sowohl die
P-Pacht als auch einen Aussendienstler sparen. Salzmann sagt es so: «Unter dem Strich hat unser Verlag jetzt mehr Geld in der Kasse, weil wir bei gleich bleibendem oder leicht höherem Umsatz der P doch weniger Kommission zahlen müssen.»
Mehrumsätze im lokalen MarktEine Einbusse muss das Blatt aber dennoch verkraften: Aus dem Berner Zeitungspool fliessen ihm seit Anfang Jahr deutlich weniger Umsätze zu. Der Grund: Die Grossverteiler Migros und Coop, die jeweils über diesen Pool beim WB inserieren, haben ihre Werbebudgets generell gekürzt. «Glücklicherweise konnten wir diese Ausfälle zu einem wesentlichen Teil mit Mehrumsätzen im lokalen Markt ausgleichen», sagt Salzmann erleichtert. Somit sind die Umsatzanteile aus dem lokalen Markt weiter gewachsen. Salzmann bestätigt: 1999, zu Beginn des Pachtvertrages mit der P, habe der nationale Markt 53 Prozent zum Ertrag des Walliser Boten beigesteuert, letztes Jahr seien es noch 50 Prozent gewesen. «Und jetzt sind es nur noch etwa 48 Prozent», sagt Salzmann.
Ausbau auf allen EbenenTrotz der wenig erfolgreichen Akquisitionsanstrengungen im nationalen Markt lehnt man sich bei Mengis Annoncen nicht zurück. Man konzentriert sich auf den Erfolg versprechenden lokalen Markt und stärkt dort die Position bei Lesern und Kunden. So begann man im März 2004 mit der Einführung der Frühverteilung, zunächst im Talgrund. Im Herbst kommen nun auch das Saaser- und Vispertal dazu. Ziel sei es, dereinst das ganze Oberwallis abzudecken. «Eine Frühverteilung bis 7 Uhr morgens ist zwar nicht überall möglich, aber die Leute sollen die Zeitung doch früher erhalten als per Post», sagt Jörg Salzmann. Allerdings bezweifelt auch er, ob der Walliser Bote angesichts seiner hohen Abdeckung mehr Abos gewinnen kann. «Die Frühzustellung ist für die Leser wohl eher ein Argument, den Walliser Boten nicht abzubestellen», sagt der Verlagsmanager.
Auch die Homepage www.walliserbote.ch wurde letztes Jahr aufgebaut, mit einem Online-Buchungstool für lokale Kunden. Und schliesslich verfügt das Traditionsblatt seit letztem Oktober über eine donnerstägliche Gross-
auflage. Diese ist um 8000 Exemplare (30 Prozent) grösser als die beglaubigte Normalauflage von 27 354 Exemplaren. Salzmann rechnet mit rund 12 Prozent mehr Lesern, der Preis pro 1/1-Seite vierfarbig liegt aber nur um 6 Prozent (brutto 7265 Franken) über dem Tarif der Normalauflage. Keine Frage: Auch diese Grossauflage und ihr höherer Tarif haben zu den Mehrumsätzen bei Mengis Annoncen beigetragen. (mk)
Der Walliser Bote verfügt ohne Publicitas-Pacht über mehr Geld.
Markus Knöpfli

Neue Magazine für Graphic Design

Medien Birkhäuser hat den weltweiten Vertrieb von zwei neuen internationalen Magazinen übernommen:

Medien Birkhäuser hat den weltweiten Vertrieb von zwei neuen internationalen Magazinen übernommen:Die Graphic-Design-Zeitschrift Etapes:International und das DVD-Magazin DesignFlux, die beide vom renommierten französischen Designverlag Pyramyd herausgegeben werden. Die Ausgaben für den globalen Markt erscheinen vierteljährlich und auf Englisch. Mit ihrer Berichterstattung über die aktuellen Entwicklungen und internationalen Trends im GD-Bereich richten sie sich an alle Kreative.
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