Autor: admin
Unterhaltende Elektronik
Schnäppchen Im Heimelektronik-Markt fallen die Anzeigen für Panasonic immer wieder auf. Doch jetzt belässt es Hausagentur Jung von Matt/Limmat nicht bei einfachen Anzeigen.
Ogilvy hofft auf Cyber-Lion
Cannes Nach drei erfolglosen Jahren steht erstmals wieder ein Schweizer Beitrag auf der Shortlist der Cyber- Lions.
Flughafendesign
Einrichtung Keine Calder-Kopien, sondern riesige Werbeinstallationen baumeln seit wenigen Tagen über den Köpfen der Passagiere in den Lichthöfen des Zürcher Flughafens.
Einfach sparen mit doppelter Wirkung
Media Das neue Anzeigenkombi Metropool lockt mit einem Weekend-Angebot.
Das neue Weekend-Angebot wird begleitet von einer Printkampagne von Wirz Werbung. Diese dramatisiert die Verdoppelung der Anzeigenleistung zum einfachen Preis.
Die Kampagne arbeitet mit Sujets, die in der Welt der Werbung Assoziationen zu ähnlichen Aktionen auslösen. Aus einem Rabatt von Tele 2 wird somit das Doppelte mit Tele 4. Zum Claim «Mit Metropool-Weekend holen Sie das Doppelte aus Ihrem Werbebudget heraus» werden überdies so bekannte Marken wie 8 x 4 zu 16 x 8 aufgewertet oder statt «Nimm 2» Bonbons heisst es jetzt «Nimm 4».
Das Weekend-Angebot ist gültig ab 1/2-Seite. Es ist vorderhand zeitlich unbegrenzt. Ganz neu ist das Angebot nicht. Auch beim früheren Swisspool hat es schon eine ähnliche Aktion gegeben.
Weitere Vergünstigungen gibt es auch in der Onlineausgabe mit
zehn Prozent Crossmedia-Rabatt bei gleichzeitiger Metropool-Buchung.
Doppelte Werbewirkung: Aus Tele 2 wird umgehend Tele 4.
Andreas Panzeri
JobChange
baut Cécile Heusser-Bachmann bei der Zürcher PR-Agentur Vipr als Senior Consultant den Bereich Socially Responsible Investments auf.
Ex-Bilanz-Chefredaktor Medard Meier (Bild) betreut künftig das Kundenmagazin Watch International der Uhrenmarke IWC. Er ersetzt Ignaz Miller. Sein Mandat als Kommunikationsberater beim Think Tank Avenir Suisse wird er behalten.
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Im Herbst löst Felix Bingesser bei der Aargauer Zeitung Michael Wehrle als Ressortleiter Sport ab. Wehrle will sich wieder mehr journalistisch betätigen. Bingesser ist zurzeit Sportchef der Stuttgarter Zeitung.
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Christoph Ottiger ist zum stellvertretenden Direktor des Schweizerischen Public Relations Instituts (SPRI) ernannt worden. Er hat im Mai die operative Leitung übernommen. Unterstützt wird er vom früheren SPRI-Leiter Eric Herzog. Neu in die Geschäftsleitung wurde zudem Olivier Rappaz gewählt.
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Die Spezialistin für Sonderwerbeformen Propaganda hat ihr Team verstärkt. Marketingplanerin Tanja Siebenförcher, Marketing-assistentin Sabrina Luck und Praktikantin Corinne Schwitter sind neu zum Zürcher Unternehmen gestossen.
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Von der Schweizer Illustrierten wechselt Claudio Zuccolini zum Fernsehen zurück – nicht vor die Kamera, sondern in die «People»-Redaktion von Sat 1 Schweiz. Zuccolini war früher Moderator von «Inside» von Tele 24 und der Werbeshow «Top Spots» von SF DRS.
Adlink lanciert Cost-per-Click-Auktion
Internet Der Onlinevermarkter Adlink Schweiz versteigert Bannereinblendungen auf seinen rund 140 Kundenwebsites.
Kunstvoll gefeiert
Die Eröffnung der ART in Basel ist ein Happening der besonderen Sorte. Wo sonst hat man die Gelegenheit, sich ein Bild über die aktuellsten Strömungen der Kunstszene zu machen.
der Kunsthalle Wien, Beuys-Schüler John Armleder, wohl einer der renommiertesten Schweizer Künstler, die Nachwuchstalente Claudia und Julia Müller oder Guido Magnaguagno, Direktor des Jean Tinguely Museums Basel, sind die Namen der anerkannten Spezialisten. Auch im Anschluss an die Führungen lässt es sich am Apéro riche im Swissôtel trefflich mit den Kunstkennern weiterdiskutieren. Es stellt sich dabei heraus, dass auch so mancher Werber durchaus mit der gezeigten Materie vertraut ist.
Jubel, Trubel und Heiterkeit waren dem Anlass entsprechend bei der Publisuisse angesagt. Was einmal als AG für das Werbefernsehen startete, feierte heuer seinen vierzigsten Geburtstag. Ein guter Grund, mit der ganz, ganz, ganz grossen Kelle anzurichten, was sich die Verantwortlichen natürlich nicht entgehen liessen.
In Szene gesetzt wurde die Sause von Rufener Events, für die atemberaubende Dekoration zeichnete Aroma Productions verantwortlich. Ein unvergessliches Erlebnis war zudem unser Catering-Lieblingskünstler Gianni Segantini. Der Schüler von Edelcaterer Gamma übertraf sich heuer selbst. Fünf Vorspeisen – Favorit war hier das Spargel-Pannacotta mit Trüffelöl, vier Hauptgänge – hinreissend die Zitronenmelisse-Ravioli, und fünf Desserts – zum Dahinschmelzen das Erdbeer-Mango-Mousse – wurden laufend in mundgerechten Portionen aufgetragen und von den Gästen mit Hochgenuss verzehrt. Gar nicht ohne war auch die Bar, die mit diversen ganz gemeinen Drinks aufwartete – das sind diejenigen, die man erst nach dem fünften spürt, dafür dann gleich alle fünf Gläser zusammen.
Und trotzdem – wie üblich am Ende einer solch tollen Party blieben ein paar übrig, die partout noch nicht genug hatten, geschweige denn nach Hause wollten. Für diese opferte sich ein sehr hochrangiges Mitglied der Publisuisse-Geschäftsleitung und geleitete die unverbesserlichen Nachtschwärmer (natürlich nur widerwillig) zu einer ausgedehnten Schlummertrunk-Session ins Mascotte. Die sich dann noch entsprechend hinzog, bis auch hier der Letzte endlich und wirklich genug hatte.
Chapeau pour cette fête, chers amis de la Publisuisse – und nochmals herzliche Gratulation zum Geburtstag!
Beat Fritschreiste letzte Woche auf Einladung der Weltwoche und der Bilanz nach Basel. Genauer an die Pre-Vision vor der offiziellen Ausstellungseröffnung der 36. Ausgabe der renommierten Kunstmesse ART. Mit dabei waren rund fünfzig weitere kunstinteressierte Werber und Kunden.
Die ganz grosse Sause richtete allerdings die Publisuisse zu ihrem 40-Jahr-Jubiläum aus. Fast 800 Namen zählte die Gästeliste, und fast alle kamen auch. Denn die gewählte Location Schiffswerft versprach Outdoor-Spass. Den Apéro nahm man am lauschigen Zürichseeufer ein, bevor das ultrafeine Catering serviert wurde. Ein Superanlass,
waren sich zum Schluss alle Gäste einig.
Beredtes Schweigen: Die Publisuisse-Pantomimen.
Die beiden einladenden Verlagsleiterinnen Sandra Geiger (l.) und Maike Juchler mit Jörg Becher (l.) und Michi Hermann.
Andreas Sarasin, Bank Sarasin & Cie. AG, mit Marcel Fankhauser und Victor Zahn von Zahn Zimmermann Fankhauser (v. l.).
Führten kompetent durch die Ausstellung: Die Künstlerinnen Claudia (l.) und Julia Müller (r.) mit Anne Keller und Hans Tanner.
Diskutierten eifrig: Hans-Joachim Timm mit Wolfgang Wünsche, Beiersdorf, begleitet von seinem gleichnamigen Junior.
Nicht nur exzellente Wein-, sondern auch Kunstkenner: Heidi und Ernst Wirz mit Francis Sulzer, Sulzer Sutter (v. l.).
Für einmal stand Kunst statt Werbung im Fokus von Tom Harbeke, Giovanni Pucci und Max Weber (v. l.).
Ehrengäste: Bundesrat Moritz Leuenberger und die ehemalige Publisuisse-Chefin und heutige TV-Direktorin Ingrid Deltenre.
Gratulantin Anna Maier mit Publisuisse-Marketingleiter Markus Hollenstein (l.) und CEO Martin Schneider.
Affichage-CEO Christian Kauter (l.) und
Armin «Porsche» Walpen, oberste Instanz bei der SRG idée suisse.
Gern gesehene Gäste: Silvano Spezia, Lang Gysi Knoll, SWA-Geschäftsführer Jürg Siegrist und Werbe-Doyen Jost Wirz (v. l.).
Hatten gut lachen: Ronny Schmid, Konnex, Beat Obermayr, Publicis, Consultant Peter Urs Naef und Peter Döbeli, Konnex (v. l.).
Genossen den Aperitif am Seeufer: Beatrice Kniel (l.), Publisuisse, Roland Ehrler, Swisscom, und Corinna Schneider, Optimedia.
Gabi Zimmerli (l.) und Christian Ruppanner von Grendene Ogilvy & Mather mit Condor-Produzentin Michèle Seligmann.
Liessen sich von der guten Laune am Publisuisse-Fest anstecken: Jürg Streun, Christa Holenstein und Reiner Roduner (v. l.).
Auch für Saverio Progano, Daniela Andric und Frank Bodin (v. l.) war die Publisuisse-Fete das Thema Nummer 1.
Ladies-Night bei Rosanna Miele, 3M, Monica Jäggi, Konnex, und Peugeot-Werbeleiterin Maya Hitz (v. l.).
Welcome back in der Mediabranche Laurence Saas – mit Martin Vogel, der bald zu Swiss Casinos wechseln wird.
Martin K. Parsons (l.) und Sunny Parsons-Moon von Hyundai mit «Alles dabei, Hyundai»-Erfinder Fredy Weissert.
Träumten schon ein bisschen von Cannes: Bene Abegglen mit der neuen Contexta-Geschäftspartnerin Nadine Borter.
Christoph Bauer, NZZ, die Werber Markus Gut und Andy Häuptli und BSW-Geschäftsführer Walter Merz (v. l.).
Gemütlich machten es sich Mediaspezialist Julien Witt (l.) und Erich Baumgartner von Lowe an einer der Dekoboxen bequem.
Achtzig Millionen sind zu verteilen
Vertriebskosten Post und Verleger entwarfen ein neues Modell für die Presseförderung: Sie bleibt etwa gleich teuer.
Der Beschluss des Parlaments, ab 2008 den Presseversand per Post nicht mehr zu subventionieren, hängt wie ein Damoklesschwert über der Verlegergilde. Dies in zweierlei Hinsicht: Ohne die derzeit 80 Millionen Franken jährliche Posttaxenverbilligung sehen sich insbesondere kleine Verleger in ihrer Existenz bedroht. Zudem steht die ohnehin labile Einheit zwischen grossen und kleinen Verlegern im Verband Schweizer Presse (VSP) auf dem Spiel.Den Spaltkeil hat die Post angesetzt: Sie machte klar, dass sie ohne Bundessubventionen zweierlei Preise, eine Art Stadt- und einen Land-tarif, einführen müsste. Der Grund: Die Zustellung in dünn besiedelten Gebieten ist deutlich teurer als in dicht besiedelten Gebieten. Zudem ist die Post durch die Zeitungsvertragungsorganisationen der Grossverlage in städtischen Agglomerationen sowieso zu tieferen, konkurrenzfähigen Tarifen gezwungen.
Motion als Hoffnungsschimmer
Seit einiger Zeit versuchen die Verleger deshalb verzweifelt, die drohende Gefahr abzuwenden (siehe Kasten). Dank einer Motion, die in diesem Frühjahr an den Bundesrat überwiesen wurde, sehen sie nun wieder einen Lichtschimmer am politischen Horizont. In der Motion wird die Landesregierung beauftragt, erneut ein Gesetz für eine «gezielte Beteiligung an den Verteilungskosten» zu erarbeiten, wobei explizit «die Mängel des bis Ende 2007 geltenden Systems» zu beheben seien. Dem heutigen System wird ein Giesskannenprinzip vorgeworfen, weshalb auch auflagenstarke Mitgliederzeitungen von Coop, Migros oder TCS von der Posttaxensubventionierung profitieren.
Um den politischen Prozess voranzutreiben, hat nun eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Verband Schweizer Presse (VSP) und Post ein neues Presseförderungsmodell entworfen und in Verlegerkreisen vorgestellt. Gemäss Hanspeter Kellermüller, VSP-Jurist und Mitglied der Arbeitsgruppe, sieht das ausgearbeitete Modell eine zweistufige Förderung vor – eine Basisförderung für alle bisherigen und eine Zusatzförderung nur für kleinauflagige Pressetitel.
Die Basisförderung besteht aus einem schweizweiten Einheitstarif für die postalische Zustellung, der sich nach den Verteilkosten in den städtischen Agglomerationen bemisst. Der Mehraufwand für die Pressedistribution in ländlichen Gebieten hingegen würde vom Bund getragen. In diesen Teil des Bundesausgleichs sind auch grosse Pressetitel wie die Kundenmagazine von Coop oder Migros einbezogen. «Die Politik verlangt zwar vereinzelt, dass diese grossen Titel ausgeschlossen werden. Wir aber halten deren Volumen für wichtig, denn gerade in ländlichen Gebieten leisten sie einen nicht zu unterschätzenden Deckungsbeitrag, von dem auch kleine Titel profitieren. Ein Ausschluss wäre kontraproduktiv», sagt Kellermüller.
Die zweite Stufe, die Zusatzförderung, sieht eine ergänzende Vergünstigung der Posttarife für Wochen- und Tageszeitungen vor, die Auflagen zwischen 1000 und 40000 Exemplaren aufweisen und noch andere Kriterien erfüllen müssen. «Das ganze Modell entspricht damit den regional- und pressepolitischen Vorgaben der Motion und würde auf der Basis der heutigen Bundesbeiträge eine zielgerichtete Distributionsförderung erlauben», sagt Kellermüller.
Bei der Post will man sich materiell nicht äussern. «Richtig ist, dass wir mit den Verlegern ein neues Modell anstreben, aber wir befinden uns erst im Stadium Ideenaustausch», sagt Post-Sprecher Richard Pfister. Zudem habe man ja Zeit bis 2008.
Das klingt jedoch eher scheinheilig. Denn mit dem Modell torpediert die Post die Alternative Zustellorganisation (AZO) für Zeitschriften, die die Grossverlage Ringier, Tamedia, NZZ, Südostschweiz und der Detailhandelsriese Valora per 1. Januar 2006 auf die Beine stellen wollen. Die AZO kann jedoch nur gelingen, wenn Grosskunden wie Coop, Migros und TCS gewonnen werden. Bisher ist dies nicht der Fall, und das neue Modell von Post und VSP erschwert die Situation für AZO zusätzlich. Denn bei den Grossverteilern und dem TCS keimt die Hoffnung, am Ende doch wieder in die Presseförderung eingebunden zu werden. Das zeigt Wirkung: Deren Interesse an der AZO ist bereits spürbar erlahmt.
Einheit des VSP gefährdetEs ist wohl auch kein Zufall, dass ausgerechnet der VSP der Post hilft, der von VSP-Mitgliedern geplanten AZO in den Rücken zu fallen: Denn AZO sieht einen mengenabhängigen Tarif vor, was Verleger kleiner Zeitschriften benachteiligt. Das könnte die Einheit des VSP ebenso gefährden wie ein Stadt-/Landtarif der Post.
Dass die Post dank dem neuen Presseförderungsmodell nun vielfältiger taktieren kann, anerkennt auch AZO-Sprecher Walter Lütolf. Zudem bestätigt er, dass das Modell für die AZO zum Stolperstein werden könnte. «Wenn die Post ihren Vertrieb mit Bundesgeldern vergünstigen kann, wird es für die Konkurrenz eng.» Er weist allerdings darauf hin, dass die AZO schon nächstes Jahr starten könnte, während die politische Diskussion zum neuen Vorschlag noch nicht einmal angelaufen sei. «Wir halten an der AZO fest, da wir überzeugt sind, dass eine Alternative längerfristig Erfolg haben kann», sagt Lütolf.
Politisch aktivDass die Presseförderung aus den Bundesaufgaben gestrichen werden soll, wollten die Verleger nicht schlucken. In Vorstössen regten sie andere Formen der staatlichen Presseförderung an. So schlug etwa der Verband Schweizer Presse (VSP) 2003 eine mit 150 Millionen Franken dotierte Stiftung vor, deren Mittel für die Zeitungsverteilung und die Ausbildung bestimmt wären. In der letzten Zeit hielt der VSP die Idee auf Grund der mangelnden Zustimmung in der politischen Debatte eher im Hintergrund.
Eine zweite Idee kleiner Verleger und linker Kreise sah einen Medienartikel in der Bundesverfassung vor, der die Presseförderung via verbilligte Posttaxen durch direkte Subventionen von Presseerzeugnissen ablösen wollte. Ein solcher Artikel wurde vom Parlament abgelehnt. Stattdessen überwies es jene Motion, die wieder eine Bundesbeteiligung an der Pressedistribution verlangt. (mk)
Zankapfel Presseförderung: Wer von Zustellbeiträgen aus Bundesgeldern profitieren soll, bleibt umstritten.
Markus Knöpfli
Das Sprachrohr
Marco Castellaneta will als neuer Leiter der Unternehmenskommunikation mithelfen, die Ringier-Flotte weltweit auf Kurs zu halten.
auf der Website nach Antwort: Wieso hat der Moderator und frühere
Chefredaktor der Sendung «konsum.tv» per 1. Mai die Leitung der
Ringier-Unternehmenskommunika-tion übernommen und ist gleichzeitig der
neue Mediensprecher der Ringier-Gruppe geworden?
Marco Castellaneta
bezeichnet seine neue Herausforderung als eine «Traumkombination von
verschiedenen Funktionen» in einer Branche, in welcher Castellaneta
«beruflich aufgewachsen» ist. Der multinationale Arbeitgeber mit
florierenden Entwicklungen in Osteuropa und Asien überträgt ihm die
strategisch essenziell gewordenen Aufgaben der internen und externen
Kommunikation. Das wird seinen beruflichen Ansatz verändern. Nicht als
Betriebsjournalist, sondern in einer mehr strategischen Rolle soll
Castellaneta die Entwicklung des Unternehmens kommunikatorisch
begleiten.
«Sachen, die wachsen, begleiten können», freut sich der
neue Mann im 5. Stock an der Zürcher Dufourstrasse. Er redet dabei von
einem «Garten an Reichtum und Pflanzen». Die Unternehmenskommunikation
der Gruppe umfasst alle Länder, wobei der neue Leiter aus Zürich
natürlich auf nationale Kommunikationsverantwortliche und ein «tolles
Team in der Schweiz» zählen darf.
Bei einem solchen Wechsel vom
leidenschaftlichen Macher zum Strategen fallen Dinge weg, «wie immer,
wenn man etwas Neues macht», meint der frühere Moderator. Diese Rolle
am Bildschirm will er aber nicht überschätzt sehen.
«Der Vorteil als
moderierender Chefredaktor war der, dass man die eigenen Pläne gleich
selber ausbaden konnte.» Als Kopf der Sendung hatte er oft einen
raschen Zugang zu Gesprächen mit spannenden und interessanten Leuten
gefunden. Solche Gespräche und Begegnungen motivieren Castellaneta
sowohl im Beruf wie im Leben ganz allgemein.
Castellaneta ist seit
1996 bei Ringier tätig. Zu seinen wichtigsten Erfolgen zählen «live
ran» bei der Einführung des Sat-1-Fensters in der Schweiz. Mit
«konsum.tv» auf SF 2 hat er eine Alternative zum «Kassensturz»
entworfen und lanciert.
Die
Leidenschaft für die Medien wurde bei Marco Castellaneta sehr früh
geweckt. Schon als Mittelschüler war er für die Luzerner Neusten
Nachrichten (LNN) als Jugendreporter aktiv. Bis zu dreimal wöchentlich
habe ihm der Chefredaktor «viel Raum» für eine Kolumne gelassen. Später
hat er alle Stationen einer Regionalzeitung bis zum Korrespondenten aus
dem Luzerner Parlament durchlaufen.
Inzwischen ein News-Junkie,
wechselte er zu Radio Pilatus. Dort hat er die Morgenshow moderiert und
einmal als Newsredaktor ganze 35 Tage am Stück gearbeitet. Ein
dankbares «Hin und Her zwischen lustig und ernst» sei der tägliche
Wechsel vom Mikrofon zu den Aufgaben in der Redaktionsleitung gewesen.
Damals
galt es, mit sehr wenigen Mitteln den Sender wieder auf die Beine zu
bringen und zu etablieren sowie dies auch zu kommunizieren. «Das Machen
ist das eine, aber den Leuten sagen, warum man das macht und wie und
für welche Ziele, ist mindestens so wichtig.»
Das Strategische hat
in der Karriere von Castellaneta eine immer wichtigere Rolle gespielt.
«Die Entwicklung einer neuen Sendung passiert nicht aus einem
Bauchgefühl oder einer Bierlaune heraus.»
280 Sendungen hat
Castellaneta insgesamt moderiert und geleitet. Das Management der
Sendung und der crossmedialen Aktivitäten hat im Verhältnis zur
journalistischen Tätigkeit einen grösseren Platz eingenommen.
Nach
seiner journalistischen Diplomausbildung am MAZ absolvierte der
Allrounder einen PR-Lehrgang am Sawi sowie ein Nachdiplomstudium
Marketing an der Fachhochschule Bern. In zwei Monaten beendet er an der
Universität Lugano den Studienlehrgang zum Master of Science in
Communications, mit dem er das bisherige Wissen erweitert hat.
«Eine
herausragende Institution mit vielen Topshots als Dozenten aus dem
Kommunikationsbereich rund um den Erdball.» Für diesen Studienlehrgang
hat sich Castellaneta noch vor der Berufung in die Führungsriege von
Ringier angemeldet. Das war ein guter Entscheid, «im Wissen, dass es
irgendeinmal eine Rolle spielen könnte».
Als Kommunikationsleiter
will Castellaneta die weltweit 6000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
nicht nur informieren, sondern ihnen auch das Gefühl vermitteln: Wir
sind im gleichen Boot und fahren vorwärts. «Dieses Gemeinsame müssen
mein Team und ich wahrnehmbar machen, damit es spürbar wird und gelebt
werden kann.» Dass er bei Ringier so berühmte Vorgänger wie Fridolin
Luchsinger und Béatrice Tschanz hat, zeigt, «dass die
Kommunikationsarbeit in diesem Haus ernst genommen wird».
Privat ist
Castellaneta aktiv als Präsident im Kiwanis-Club Luzern, pendelt als
Tennisspieler bei den Jungsenioren zwischen Nationalliga C und 1. Liga,
liebt Biken und sitzt als «Singer & Songwriter» auch viel am
Klavier.
Andreas Panzeri
