Hollywood in Zürich

Film Eine Vielzahl von Fakten und Reportagen zur Filmbranche an der Limmat präsentiert die ZKB in einer kostenlosen Broschüre.

Film Zürich als Filmstadt hat eine lange
und spannende Geschichte. «Züriwood» hat ein Kinoangebot, das mit den
kulturellsten Metropolen der Welt mithalten kann. Auch das Publikum ist
entsprechend: Nirgendwo werden so viele Filme auf so engem Raum
konsumiert. Dazu ist in Zürich eine Filmbranche gewachsen, die
inzwischen auch an internationalen Festivals immer wieder aufhorchen
lässt. Eine Vielzahl von Fakten und Reportagen zur hiesigen Filmbranche
findet sich in der Broschüre «Zürcher Filmrollen». Erschienen ist das
144-Seiten-Werk in der «Züri Reihe» der Zürcher Kantonalbank, wo es an
Bankschaltern gratis erhältlich ist. Als Autoren wirkten der
Filmkritiker Wolfram Knorr, der Kino-König This Brunner sowie der Oscar-nominierte Zürcher Filmer Christian Frei, die Cutterin Caterina Mona und die Filmwissenschafterin Julia Marx.

Der Klick, der Leben rettet

Verkehr Hielten sich die Schweizer besser an die Gurttragepflicht, gäbe es weniger Verkehrsopfer. Eine Kampagne soll für das Thema sensibilisieren.

Verkehr Hielten sich die Schweizer besser an die Gurttragepflicht, gäbe es weniger Verkehrsopfer. Eine Kampagne soll für das Thema sensibilisieren.Erfreuliches vorweg: In den vergangenen 25
Jahren sind die Schweizer Strassen trotz des boomenden
Individualverkehrs sicherer geworden. Während die Unfälle in dieser
Zeitspanne um rund 1 Prozent auf 67680 angestiegen sind, ist die Zahl der mit dem Auto
tödlich Verunfallten um nahezu 40 Prozent auf 232 zurückgegangen. Mit
einer zusätzlichen Verbesserung der Zahlen darf dank der Herabsetzung
der Promillegrenze Anfang dieses Jahres gerechnet werden. Im
internationalen Vergleich nähert sich die Schweiz mit 36 getöteten
Pw-Fahrern pro Million Einwohner den sichersten Ländern Grossbritannien
mit 31 und Japan mit 17. Um solche Werte zu erreichen, bedarf es aber
noch grosser Sensibilisierungsarbeit.
Diese leisten unter anderen die Schweizerische Beratungsstelle für
Unfallverhütung (bfu), der TCS, der Verkehrssicherheitsrat und der
Fonds für Verkehrssicherheit mit einer neuen, breit angelegten
Gurttragepflicht-Kampagne. Während der nächsten drei Jahre soll das
mehrstufige Kommunikationspaket dazu beitragen, die Gurttragequote zu
steigern. Hier machen die Organisationen laut bfu-Kommunikationsleiter
Ueli Moser noch ein grosses Potenzial aus. In einem neueren
Dreiländervergleich fallen die pflichtbewussten Schweizer deutlich ab.
In Frankreich wie in Deutschland liegt die Tragquote bei Lenkenden auf
allen Strassenarten (Autobahn, ausser- und innerorts) am tiefsten bei
91 Prozent. Dort wurden allerdings nebst Werbekampagnen auch repressive
Kontrollen eingesetzt. In der Schweiz, wo die Gurtenpflicht seit 1981
gilt, ist die Quote nicht einmal auf den Autobahnen (90%) so hoch.
Innerorts fällt sie sogar auf 74 Prozent.
Konkret heisst das, «dass statistisch jährlich 60 Todesfälle und gut
210 Schwerverletzte weniger zu beklagen wären, erreichte man in der
Schweiz eine Tragquote von 100 Prozent», erklärt Moser. Illusorisch?
Die Verantwortlichen sind guter Dinge, denn die Voraussetzungen stimmen
sie positiv. Einerseits handeln selbst in den «widerwilligen» Regionen
Tessin und Westschweiz (siehe Tabelle) immer mehr Autofahrende
systematisch verantwortungsvoll, andererseits fördert die Autoindustrie
mit ihren Innovationen das Tragen der Gurte, und die jüngeren
Automobilisten sind sich der Problematik viel bewusster.

Komik statt Mahnfinger
Mit einer Strategie, die auf die Beseitigung der falschen subjektiven
Risikowahrnehmung peilt, konnte die Genfer Agentur Saatchi &
Saatchi Simko den Pitch um den namhaften Etat für sich sichern. CD
Olivier Girard und AD Philippe Schwaar wählten dazu ein Spiel mit
Absurditäten als Kreativkonzept für drei TV- und acht Radiospots sowie
Plakate, Inserate, Website, Leaflet und Below-the-line-Massnahmen, die
ab dem zweiten Jahr die Kampagne aktualisieren sollen.
Das Saatchi-Team erkannte, dass weder eine brave Info noch eine
realitätsnahe Schockkampagne in Frage kommen würde, weil sie zu wenig
nachhaltig wäre oder wegen der tiefen Akzeptanzschwelle für schwarzen
Humor auf Ablehnung stossen würde. «Die Botschaft soll schockieren,
nicht aber die Bilder», beschreibt Jan de Schepper, Account Director
bei S&S Simko, die Herausforderung. Die neue Ausdrucksform fanden
die Kreativen in grotesken, symbolischen Vergleichen, mit denen die
Folgen des unangeschnallten Fahrens vor Augen geführt werden. Dabei
locken sie die Betrachter der TV-Spots mit Handlung und lieblicher
Musik auf die falsche Fährte. Die Protagonisten gehen immer schneller,
bis sie gegen ein Hindernis donnern, sich gegen geparkte Autos oder
durch Schaufenster werfen. Mit einer Frage aus dem Off werden die
Stunts aufgelöst: «Finden Sie das absurd? Genauso absurd ist es, sich
nicht anzugurten. – Ein Band fürs Leben.»
Auf der gleichen Plattform fordern die Radiospots die Hörer auf,
verrückte Fahrexperimente auszuprobieren. Nüchterner dagegen, weil für
den Wissensaufbau gedacht, wurden die flankierenden Plakate und
Inserate umgesetzt. Hier sollen Zahlen den «Kino im Kopf»-Effekt
erzeugen.    

Luca Aloisi

Wer den besten Job macht

Agenturen-Ranking Zum dritten Mal haben die Werbeauftraggeber Image und Leistung der Werber beurteilt. JvM/Limmat und SFLB zählen als einzige überall zu den Top 10 zählen.

Agenturen-Ranking Zum dritten Mal haben die Werbeauftraggeber Image und Leistung der
Werber beurteilt. JvM/Limmat und SFLB sind die einzigen Agenturen, die bei allen sechs Befragungsthemen zu den Top 10 zählen.
Bereits zum dritten Mal erfragte die Media
Research Group im Rahmen ihrer jährlichen Werbemarktstudie bei den
grössten Schweizer Werbeauftraggebern ihr Urteil über die wichtigsten
Werbeagenturen (siehe Kasten Seite 12). 2003 wurden die Ergebnisse hier
veröffentlicht. Im vergangenen Jahr wurde eine Zusammenfassung der
Ergebnisse ins «Jahrbuch der Werbung» aufgenommen.

Abweichungen zu Kreativrankings
Die Sicht der Auftraggeber hat durchaus ihren Platz neben all den
vielen Awards für die kreativen Leistungen der Agenturen. Schliesslich
nützen die wertvollsten Awards nichts, wenn es nicht gelingt,
Auftraggeber zu gewinnen, die preisgekrönte Agenturen mit den nötigen
Aufträgen versorgen. Die Urteile der hochkarätigen Fachjurys mögen sich
in den meisten Fällen mit dem Urteil der Auftraggeber decken. In
einigen Fällen weichen sie aber voneinander ab. Und gerade dies macht
das Ganze interessant.
Das Interesse wäre aber nicht vorhanden, wenn die Ergebnisse nur auf
dem Urteil einer schmalen Basis beruhen würden. Diese Hintertür bleibt
diesmal fest verriegelt. Rund siebzig Prozent der Top-500-Auftraggeber
haben die Werbeagenturen beurteilt. Vor zwei Jahren lag beim
Gesamteindruck das Quorum für die Veröffentlichung noch bei 20
Antworten. 2005 liegen über jede Agentur mindestens 50 Beurteilungen
vor. 14 Agenturen erhielten 50 bis 75 Antworten, sechs Agenturen
zwischen 75 und 100 Antworten und zwei sogar über 100 Antworten.
Durchschnittlich wurden die abgefragten Werbeagenturen von 73,3
Auftraggebern beurteilt.
Diese grosse Antwortzahl wurde möglich, weil jeder befragte
Auftraggeber seinen Gesamteindruck über alle Werbeagenturen äussern
konnte.
Anders sieht es bei der Beurteilung der drei Einzelleistungen
(Kreativität, Strategie und Beratung) aus. Hierzu durften sich nur
Auftraggeber äussern, die diese Leistungen im vergangenen Jahr auch
tatsächlich in Anspruch genommen haben. Es liegt deshalb auf der Hand,
dass die Fallzahlen der einzelnen Werbeagenturen hier relativ tief
liegen. Elf Agenturen erhielten mehr als zehn Antworten, elf erhielten
zwischen fünf und zehn Antworten.
Abgefragt wurden 23 Werbeagenturen. Das Erfordernis von mindestens fünf Beurteilungen wird von 22 Werbeagenturen erfüllt.
In einer zusätzlichen Frage wurden die Befragten gebeten, die drei
Werbeagenturen zu nennen (erste, zweite und dritte Wahl), die sie einem Kollegen weiterempfehlen würden. Diese Frage durfte wiederum von allen Befragten beantwortet werden.
Somit besteht das Ergebnis der Befragung aus sechs Teilbereichen: 1.
Bekanntheitsgrad (Anzahl Antworten), 2. Image (Gesamteindruck), 3.
Kreativität, 4. Strategie, 5. Beratung und 6. Weiterempfehlung von Agenturen an Dritte.

1. Bekanntheitsgrad
Je grösser die Zahl der eingegangenen Antworten für eine Agentur, desto
grösser ihre Bekanntheit. Nach dieser einfachen Formel, anhand der
Beurteilungen des Gesamteindrucks, wird der Bekanntheitsgrad ermittelt.

Es liegt auf der Hand, dass hier bestandene, grosse Werbeagenturen
besonders gut abschneiden. So belegen Advico Young & Rubicam sowie
Publicis mit je 102 Nennungen gemeinsam den ersten Platz. Auf Platz 3
liegt mit 90 Antworten Euro RSCG. Dass auch jüngere Agenturen in dieser
Kategorie eine Chance haben, zeigt sich darin, dass es Spillmann Felser
Leo Burnett (SFLB) sowie Ruf Lanz schon in die Top 10 der bekanntesten
Agenturen gebracht haben (siehe Diagramm 1: «Der Bekanntheitsgrad der
wichtigsten Werbeagenturen bei den Top-500-Auftraggebern im Schweizer
Werbemarkt»).

2. Image
Obwohl Jung von Matt/Limmat (JvM/Limmat) beim Bekanntheitsgrad nur auf
dem vierten Platz steht, schwingt die Agentur beim Image deutlich oben
aus. Mit 7,9 Punkten liegt sie deutlich vor den beiden
nächstplatzierten Spillmann Felser Leo Burnett sowie Ruf Lanz, die nur
gerade zwei Hundertstelpunkte auseinander liegen (siehe Diagramm 2:
«Das Image der Werbeagenturen (Gesamteindruck) bei den
Top-500-Auftraggebern im Schweizer Werbemarkt»).
Vergleicht man die Noten für den Gesamteindruck (Image) mit denjenigen
für die drei einzelnen Leistungen, so fällt auf, dass das Image in den
allermeisten Fällen schlechter bewertet wird. Da sich der
Gesamteindruck und die Beurteilung der Leistungen über all die
Agenturen hinweg etwa die Waage halten sollten, muss vermutet werden,
dass die Agenturen von ihren Kunden besser beurteilt werden als von
potenziellen Neukunden. Dies trifft für alle zu, aber nicht für alle
gleich stark.
Am deutlichsten fällt dieser Unterschied bei Zogg Kettiger Gasser auf.
Mit ihrer Note für den Gesamteindruck von 5,57 liegt sie weit
abgeschlagen in der hinteren Hälfte der Rangliste. Ihre sehr guten
Noten für die drei Einzelleistungen verhelfen ihr zu drei
Spitzenplätzen. Dies deutet auf ein eher geringeres Potenzial an
Neukunden hin.
Am geringsten ist der Unterschied bei Publicis. Mit 7,23 Punkten beim
Gesamteindruck liegt sie an vierter Stelle. Der Durchschnittswert ihrer
Noten für die drei Einzelleistungen liegt nur unwesentlich höher. Für
Publicis heisst dies, dass sie über ein gutes Potenzial an Neukunden
verfügt.

3. Kreativität
In der Einzelwertung Kreativität geht Platz eins mit der Höchstnote der
ganzen Befragung von 9,46 Punkten an Ruf Lanz. Auf Platz zwei folgt mit
einem deutlichen Abstand und 8,93 Punkten Spillmann Felser Leo Burnett.
Auf Platz drei liegt mit 8,64 Punkten JvM/Limmat. 2003 hatte JvM/Limmat
mit 8,2 Punkten noch den Sieg in dieser Kategorie errungen.
Dieses Spitzentrio setzt sich deutlich von den nachfolgenden
Werbeagenturen ab. Zwischen dem dritten und dem vierten Platz klafft
eine doppelt so grosse Lücke wie zwischen dem vierten und dem zehnten
Platz. Mit Zogg Kettiger Gasser, Sulzer Sutter und FCB Leutenegger
Krüll folgen auf den Plätzen vier bis sechs drei Agenturen, die beim
Gesamteindruck viel weiter hinten rangieren (siehe Diagramm 3: «Die
Kreativität der Werbeagenturen im Urteil der Top-500-Auftraggeber im
Schweizer Werbemarkt»).
Die Durchschnittsnote aller Werbeagenturen für deren kreative
Leistungen beträgt 7,41. Sie liegt höher als die Durchschnittsnote für
den Gesamteindruck (6,26) und die Strategie (7,08), aber gleich hoch
wie für die Beratung (7,42).

4. Strategie
Bei der Strategie liegen die gleichen Agenturen auf den vorderen
Plätzen wie bei der Kreativität. Mit zwei Unterschieden allerdings: Der
haushohe Kreativitäts-Sieger, Ruf Lanz, sowie die fünftbeste
Kreativagentur, Sulzer Sutter, sind hier von den Auftraggebern in die
hintere Hälfte der Rangliste verbannt worden.
Am besten bewerten die Auftraggeber mit 8,29 Punkten die Strategie von
Spillmann Felser Leo Burnett. Dahinter folgen mit 8,0 Punkten
JvM/Limmat auf Platz zwei, Zogg Kettiger Gasser mit 7,83 Punkten auf
Platz drei und FCB Leutenegger Krüll mit 7,71 Punkten auf Platz vier.
Sehr gut auch die Noten der beiden Berner Werbeagenturen Contexta und
Lang Gysi Knoll, die mit 7,4 Punkten gemeinsam den fünften Platz
belegen (siehe Diagramm 4: «Die Strategie der Werbeagenturen im Urteil
der Top-500-Auftraggeber im Schweizer Werbemarkt»).

5. Beratung
Zwar belegt auch hier Spillmann Felser Leo Burnett den ersten Platz.
Aber das Feld der besten Werbeagenturen liegt hier viel näher beisammen
als bei den beiden andern Einzelleistungen. Beträgt der Abstand vom
achten auf den ersten Platz bei der Kreativität fast zwei Punkte und
bei der Strategie immerhin noch einen Punkt, so liegt bei der Beratung
der achte nur gerade 0,45 Punkte hinter dem Sieger zurück. Anderseits
beträgt die Note für die beste Beratung nur gerade 8,25 Punkte. Dies
ist die tiefste Note, die für einen Kategoriensieg gereicht hat.
Auf dem zweiten Platz liegen gemeinsam mit 8,14 Punkten FCB Leutenegger
Krüll und Zogg Kettiger Gasser. Dahinter folgen, wiederum gemeinsam,
mit 8,0 Punkten Lesch+Frei sowie Sulzer Sutter (siehe Diagramm 5:
«Beratung der Werbeagenturen im Urteil der Top-500- Auftraggeber im
Schweizer Werbemarkt»).

6. Empfehlungen
Eindeutig ist die Entscheidung bei den Empfehlungen. Gefragt, welche
Agentur sie einem Kollegen empfehlen würden, haben die meisten
Auftraggeber JvM/Limmat genannt: 29-mal als erste, 17-mal als zweite
und 11-mal als dritte Empfehlung. Dies ergibt eine Gesamtnote von 10,5.
An zweiter Stelle folgt Publicis mit einer Gesamtnote von 9,0. Ihre
Empfehlungen lauten: 21-mal als erste, 16-mal als zweite und 10-mal als
dritte.
Auffallend ist, dass die gleichen Werbeagenturen, die beim
Bekanntheitsgrad die ersten 10 Plätze belegen, auch bei den
Empfehlungen unter den ersten 10 anzutreffen sind, in völlig anderer
Reihenfolge allerdings. In beiden Kategorien auf dem Podest ist nur
Publicis (siehe Diagramm 6: «Die Weiterempfehlung von Werbeagenturen
durch Top-500-Auftraggeber im Schweizer Werbemarkt»).

Eine Gesamtnote aller sechs Kategorien beziehungsweise nur einzelner
dieser sechs Kategorien zu ermitteln, erübrigt sich. Auch ohne diesen
Zusammenzug wird recht deutlich, welche Werbeagenturen bei den
Top-500-Auftraggebern im Schweizer Werbemarkt am besten abschneiden.
JvM/Limmat und SFLB sind die beiden einzigen Agenturen, die in allen
sechs Kategorien in den Top 10 anzutreffen sind. Alle andern Agenturen
patzen zumindest in einer Kategorie.

Walter Weder

Dr. Walter Weder ist Mitinhaber der Media Research Group und Initiant der Werbemarkt-Studie.

Methodenbeschrieb
Die Beurteilung der Agenturen ist Bestandteil der jährlich
durchgeführten Werbemarkt-Studie, die von Mitte Januar bis Mitte März
lief. Nach Abschluss der Werbemarkt-Studie wurden die Fragen, welche
die Beurteilung der Agenturen
betreffen, aus dem Werbemarkt-Fragebogen herausgelöst und den
Auftraggebern, die noch nicht geantwortet hatten, nochmals zur
Beantwortung vorgelegt.

Grundgesamtheit: Befragt
wurden die Top 500 im Schweizer Werbemarkt. Sämtliche dieser
Unternehmen wurden angefragt. 341 dieser Unternehmen (=68,2%) haben an
der Befragung teilgenommen.

Methode: Den Befragten
wurde
eine E-Mail zugestellt. Diese enthielt
einen Link, der zur Umfrage führte. Die Umfrage fand auf der Website
der Media Research Group statt. Ohne diesen Link gab es keinen Zugang
zur Umfrage. Dennoch wurden alle Antworten geprüft, ob sie von einer
berechtigten Person stammen.

Funktion der Befragten: Befragt
wurden die Verantwortlichen für die Marketingkommunikation (Marketing-
bzw. Werbeleiter). Die Entscheidung, ob Marketing- oder Werbeleiter,
liegt allein beim befragten Unternehmen (Organisation, Kompetenzen,
Kenntnisse). In den meisten Fällen wurde der
Kommunikationsverantwortliche für das Gesamtunternehmen befragt, in
einzelnen Fällen der Kommunikationsleiter des wichtigsten
Unternehmensbereichs bzw. Produkts.

Den Befragten wurden drei
unterschiedliche Fragetypen vorgelegt:
Zum Gesamteindruck konnte sich jeder Befragte unabhängig davon äussern,
ob er mit der beurteilten Agentur in einem Auftragsverhältnis steht
oder nicht.
Zu den einzelnen Leistungen (abgefragt wurden Kreativität, Strategie
und Beratung) konnten sich nur Befragte äussern, die im Verlaufe des
vergangenen Jahres Leistungen von der beurteilten Agentur bezogen
hatten.
Die Frage, welche Agenturen sie an Dritte weiter empfehlen, durfte
wiederum jeder Befragte beantworten.
Bei der Beurteilung der einzelnen Leistungen sind die Fallzahlen
naturgemäss eher gering. Es wurde eine Mindestfallzahl festgelegt, die
für eine Veröffentlichung der Ergebnisse erforderlich ist. Diese liegt
bei fünf Antworten. Dies führt dazu, dass die Ergebnisse einer einzigen
Werbeagentur nicht veröffentlicht werden können. Bei 11 liegt die Zahl
der abgegebenen Urteile über 10, bei weiteren 11 zwischen 5 und 10.

Metropool und Blick leicht teurer

Insertionstarife Jetzt haben auch die Grössten der Schweizer Printbranche ihre Tarife für 2006 publiziert.

Insertionstarife Jetzt haben auch die Grössten der Schweizer Printbranche ihre Tarife für 2006 publiziert.Obwohl die Leserschaft des Metropool von
29,1 auf 27,9 Prozent gesunken ist (vor allem wegen der Berner Zeitung,
die signifikant Reichweite verlor), bleibt dessen sw-Tarif auf
bisherigem Niveau, immerhin wird aber der Preis für eine vierfarbige
Ganzseitenanzeige  um 10 Prozent reduziert. Damit beträgt der
Tausendleserpreis (TLP) bei einer vf-Seite 46.59 Franken. Zum
Vergleich: Bei 20 Minuten kostet der TLP 34.39 Franken – und da sind
die Ostschweizer Leser noch nicht einmal eingerechnet, weil noch nicht
ausgewiesen. Noch etwas gilt es bei Metropool zu beachten: Wie bei
vielen anderen Titeln, die auf das neue Tarifsystem umstellen, findet
auch hier eine Verteuerung via Farbmillimeterpreis statt. Einzig
Standardformate erhalten einen Nachlass.

Günstigere Mittelland Zeitung
Das ist auch bei der Mittelland Zeitung (MZ) so, doch hier beträgt der
Preisnachlass bei der vierfarbigen Ganzseite 15,3 Prozent und damit
deutlich mehr als anderswo. Zudem führt die MZ auch im sw-Bereich einen
Nachlass auf Fixformate ein – bei gleich bleibendem sw-Millimetertarif
(4.65 Franken). Die deutlichen Reduktionen werden gewährt, obwohl die
Gesamtleistung des Verbundes leicht wachsend ist. Der Grund ist klar:
Die MZ will sich im nationalen Markt noch besser positionieren.

Interessant ist, dass sich die MZ-Partner im lokalen Markt anders
verhalten: Oltner Tagblatt, Solothurner Zeitung und Zofinger Tagblatt
(ZT) erhöhen ihre Preise, ohne auf das neue Tarifsystem umzustellen.
Das ZT bietet jedoch eine Spezialität: Es behält nicht nur den Preis
für eine vierfarbige Anzeige bei, sondern wird ihn ab August, wenn die
neue Rotationsmaschine in Betrieb genommen wird, noch um 6 Prozent
reduzieren. Und die Aargauer Zeitung, der vierte Partner im MZ-Verbund,
wechselt zwar zum neuen System, ohne aber die Ganzseitentarife
wesentlich zu verändern. Es findet trotz Leistungssteigerung eine
sanfte Reduktion statt, primär, um einen runden Frankenbetrag zu
erreichen.

Weniger Beraterkommission
Auch der Blick nimmt eine Tarifsenkung im sw- und vf-Bereich vor, doch
nur vordergründig, denn gleichzeitig wird auch die
Beraterkommission/JUP von 15 auf 5 Prozent verringert. Das läuft im
Endeffekt für den Inserenten auf eine sanfte Tariferhöhung von 0,6
Prozent hinaus. Und da die Tarife des SonntagsBlicks gleich bleiben,
reduziert sich der Preis für das Powerduo (SoBli und Blick gemeinsam)
bloss um gut 5 Prozent.

Interessant ist ein Blick auf den Kampfplatz Thurgau: Dort steht
mittlerweile fest, dass die Thurgauer Zeitung auf das neue Tarifsystem
umstellt und eine vf-Seite um 5,2 Prozent günstiger anbietet. Das St.
Galler Tagblatt senkt den Seitenpreis seines Tagblatts für den Kanton
Thurgau um 28,3 beziehungsweise 10,1 Prozent. Das entspricht weniger
einer Kampfmassnahme als einer Anpassung an die Realitäten: Das
Tagblatt weist etwa halb so viele Leser aus wie die TZ.

Markus Knöpfli

Onlinewerbung nimmt stark zu

Werbemarkt Der Oktober zeigte sich für die TV- und Internetwerbung von der freundlichen Seite.

Werbemarkt Der Oktober zeigte sich für die
TV- und Internetwerbung von der freundlichen Seite. Die
Werbeinvestitionen bei Radio und Teletext weisen jedoch eine leicht
negative Entwicklung aus. Die Brutto-Werbeinvestitionen in den
elektronischen Medien wurden im Monat Oktober weiter erhöht. Der
Goldbach Electronic Media Index (GEMI) zeigt für TV, Radio, Internet
und Teletext zusammen einen Anstieg von 310 auf 311 Punkte.
Seit Januar 2005 ist der Index bei den elektronischen Medien insgesamt
um 15 Punkte gestiegen. Der GEMI zeigt jedoch im Oktober für die
elektronischen Medien ein uneinheitliches Bild. So weist der Index für
das Fernsehen nach der Baisse des Vormonats einen Anstieg um 3 auf 316
Punkte aus. Der Internet-Index sprang sogar um 7 auf 173 Punkte.
Die Radiowerbung verbuchte nach Juli zum zweiten Mal in diesem Jahr
einen Rückgang. Sie fiel von 252 auf 248 Punkte. Der Teletext setzte
seinen Abwärtstrend fort. Nachdem bereits der Septemberstand
nachträglich von 171 auf 169 Punkte korrigiert worden war, sank der
Index im Oktober auf 166 Punkte.
Der GEMI wird vom Werbevermarkter Goldbach Media ermittelt. Der Index
beruht zu 100 Prozent auf den monatlich erfassten Media-Focus-Daten.
 
Rona Grünenfelder

SwissregioTV auf Erfolgskurs

AppenzellerTV, der Anfang Oktober lancierte Regionalkanal, hat im Startmonat rund einen Drittel des gesamten Traffic der Internet-Fernsehplattform SwissregioTV.ch ausgemacht.

AppenzellerTV, der Anfang Oktober
lancierte Regionalkanal, hat im Startmonat rund einen Drittel des
gesamten Traffic der Internet-Fernsehplattform SwissregioTV.ch
ausgemacht. Dies ist gemäss Geschäftsführer Claudio De Cataldo Beweis
dafür, dass regionale Inhalte grosses Echo auslösen können. So sind
auch viele Zugriffe aus den USA registriert worden. Die
Verantwortlichen sind derzeit mit  weiteren Interessenten für
Franchising-Kanäle in Verhandlungen, wie das Unternehmen berichtet. Im
Vordergrund stehen dabei primär die grösseren Agglomerationen im
Mittelland, die Innerschweiz und die Region Basel. Den Ausbau in der
Ostschweiz wollen die Initianten jedoch selber angehen. Die
Vorbereitungen für ein RheintalTV und ein ThurgauTV sollen sich bereits
im fortgeschrittenen Stadium befinden.

Euro RSCG macht Zürich zum Plattenteller

Neues von der Guerilla-Front: Für Hum Records platziert Euro RSCG Label-Aufkleber auf allem, was rund ist.

Nachdem im September Adidas mit
Plastikentchen und Ikea mit einem Bettenumzug das Thema
Guerilla-Marketing in aller Munde gebracht hatten, wurde es in den
letzten Wochen ruhig an der Werbefront. Jetzt setzt Euro RSCG zu einem
neuen Überfall an: Auf alles, was rund ist. Autoräder, Verkehrstafel,
Gully-Deckel und sogar Pappteller von Take-aways werden in Zürich durch
einen geschickt platzierten Aufkleber im Handumdrehen in eine
Schallplatte verwandelt. Beworben wird so der Vinylplattenladen Hum
Records, der einem breiteren Zürcher Publikum bekannt gemacht werden
soll. «Die Kleber sind ab sofort überall dort im Einsatz, wo sie nicht
sein dürften», verspricht Euro RSCG in einer Mitteilung.

Verkauf der Zuger Presse kostet bis zu sieben Stellen

Comedia befürchtet, dass mit der Übernahme die «faktische Monopolstellung der LZ Medien» in der Zentralschweiz zementiert werde.

Mit dem Verkauf der Zuger Presse an die LZ
Medien werden fünf bis sieben Vollzeitstellen gestrichen. Dies sagte
Chefredaktor Florian Hofer gegenüber der Neuen Luzerner Zeitung, die
zum Verlagshaus LZ Medien gehört. Die Mitarbeiter der Zuger Presse
seien am Dienstagabend informiert worden und hätten verunsichert
reagiert. Das Blatt wird zur Gratiszeitung umgewandelt und erscheint ab
Anfang 2006 nur noch einmal statt dreimal wöchentlich.
Die Gewerkschaft Comedia nimmt «mit Bedauern» von der Übernahme
Kenntnis, wie sie in einem Communiqué mitteilte. Sie befürchtet, dass
mit dieser Übernahme die «faktische Monopolstellung der LZ Medien» in der Zentralschweiz zementiert werde. Die für die
Meinungsvielfalt wichtige zweite Stimme werde künftig in Zug fehlen.
Comedia bezweifelt, dass die Zuger Presse als wöchentliche
Gratiszeitung diesen Anspruch noch wahrnehmen könne, wenn sie demselben
Verlagshaus wie die Konkurrentin Neue Zuger Zeitung angehört. Die LZ
Medien und die verkaufenden Aktionäre werden von der Gewerkschaft
aufgefordert, für möglichst viele Redaktionsmitglieder der Zuger Presse
eine Anstellung «im grossen Mutterhaus» zu schaffen. Von Kündigungen
betroffenen Medienschaffenden solle ausserdem ein zeitgemässer
Sozialplan geboten werden.

Edipresse-GD bedauert das Scheitern der Verhandlungen

Das letzte Angebot der Generaldirektion habe Löhne beinhaltet, die über den im Gesamtarbeitsvertrag vorgeschriebenen gelegen hätten.

Die Generaldirektion von Edipresse
bedauert den Misserfolg der Verhandlungen über einen kollektiven
Arbeitsvertrag mit den Journalisten des Verlagshauses (vgl. Newsmail
von gestern). Eine vorteilhaftere Einigung als der Gesamtarbeitsvertrag
wäre möglich gewesen, schreibt sie laut SDA in einer Mitteilung. Das
letzte Angebot der Generaldirektion habe Löhne beinhaltet, die über den
im Gesamtarbeitsvertrag vorgeschriebenen gelegen hätten. Es sei
ausgeschlagen worden. Die Koordinationsstelle der Edipresse-Redaktionen
hatte am Dienstag erklärt, dass die Offerte der Generaldirektion
deutliche Einbussen bei den Löhnen gebracht hätte. Die Mitarbeitenden
hätten daraufhin einen entgegenkommenden Vorschlag gemacht, der als
Gegenleistung den Verzicht auf Entlassungen aus wirtschaftlichen
Gründen gefordert hatte. Darauf sei die Generaldirektion nicht
eingetreten.

Stellensuche mit Profil bei Medienjobs.ch

Das auf Medien- und Kommunikationsberufe spezialisierte Stellenportal Medienjobs.ch lanciert einen Suchagenten.

Das auf Medien- und Kommunikationsberufe
spezialisierte Stellenportal Medienjobs.ch lanciert einen Suchagenten.
Der neue Service Qualiprofil vergleicht die Qualifikation eines
Bewerbers mit den Anforderungen der ausgeschriebenen Stellen. Bei
ausreichender Übereinstimmung wird der Jobsuchende per E-Mail über die
Stellenausschreibung informiert. Zudem wird den Usern eine vollständige
Übersicht über die Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung geboten,
verlinkt mit den entsprechenden Schulen, Verbänden und Organisationen.
Inserierende Arbeitgeber erhalten eine Trefferliste mit den passenden
Profilen, haben aber keine Einsicht in die persönlichen Daten.
Stellenanbieter können deshalb mit den Profilinhabern nicht direkt in
Kontakt treten, die Vermittlung läuft über Medienjobs.ch. Als weiteres
Feature weist der Jobagent eine Vergleichsoption auf. Qualicheck
berechnet den Durchschnitt aller vorhandenen Profile und stellt die
Ergebnisse in Form von Balkengrafiken dar. Medien- und
Kommunikationsfachleute sollen sich auf diese Weise mit anderen
Stellensuchenden vergleichen und allfällige Defizite in der eigenen
Ausbildung erkennen können.

U1 will 2008 erstmals Gewinn einfahren

Die jährlichen Kosten des Schlieremer Fernsehsenders bewegen sich laut Geschäftsführerin Beatrix Schartl im einstelligen Millionenbereich.

Der Schlieremer Fernsehsender U1 will
2007/08 erstmals die Gewinnzone erreichen. Im Jahr 2004 hat der Sender
300’000 Franken umgesetzt, in diesem Jahr rechnet er mit einer Million
und für nächstes Jahr mit bis zu 3 Millionen Franken, wie der
Tages-Anzeiger berichtet. Die jährlichen Kosten bewegen sich laut
Geschäftsführerin Beatrix Schartl «im einstelligen Millionenbetrag».
Falls 2007/08 tatsächlich schwarze Zahlen geschrieben werden, haben die
Geldgeber bis dahin rund 35 Millionen Franken investiert. U1
beschäftigt 35 Festangestellte und ebenso viele Freelancer. Während
letztes Jahr Kündigungen für Schlagzeilen sorgten, konnten nun wieder
neue Leute an Bord geholt werden. Hergestellt werden täglich im Schnitt
vier bis fünf Stunden Eigenproduktionen plus wöchentlich zwei Stunden
Livesport und zwei Stunden Aussenproduktionen für Volks- und
Schlagermusik. Ab Februar 2006 würden sechs aktuelle
Reality-Produktionen dazukommen, erzählte Schartl dem TA. Zudem sollen
dann vier Stunden Livesport gezeigt werden.

Botts & Company verlässt Pressetext

Die britisch-amerikanische Investmentfirma zieht sich nach fünfjährigem Engagement aus der Online-Nachrichtenagentur zurück.

Die britisch-amerikanische Investmentfirma
Botts & Company zieht sich nach fünfjährigem Engagement bei der
Online-Nachrichtenagentur Pressetext aus dem Unternehmen zurück, wie
Pressetext am Mittwoch mitteilte. Somit ist die in Wien ansässige
Agentur wieder in der Hand der Gründer Franz Temmel und Wilfried
Seywald. Jetzt wolle man die Expansion in Deutschland und Europa weiter
voranzutreiben, erklärt Temel. Inhaltlich soll Pressetext 2006 die
Nachrichtenqualität durch die Forcierung der Text-Bild-Schiene
steigern. Mit dem 2005 neu entwickelten Fotodienst verfügt die Agentur
ausserdem über einen Service, der eine Ergänzung zu den Textnachrichten
darstellt.
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