Bei Radio Liechtenstein rollen weitere Köpfe

Am Mittwoch hat das liechtensteinische Parlament den Verwaltungsratspräsidenten von Radio Liechtenstein und ein VR-Mitglied abgesetzt.

Am Mittwoch hat das liechtensteinische
Parlament, der Landtag, den Verwaltungsratspräsidenten von Radio
Liechtenstein, Norbert Seeger, sowie den Verwaltungsrat Alexander
Batliner mit 13:12 Stimmen abgesetzt. Der gesamte Verwaltungsrat steht
schon seit Monaten im Kreuzfeuer der Kritik, da der Sender noch immer
tief in den roten Zahlen steckt. Da das Parlament nur über die beiden
oben erwähnten Verwaltungsratsmandate bestimmt, bleiben die anderen
fünf Mitglieder des siebenköpfigen Gremiums im Amt. In einer
veröffentlichten Reaktion im Liechtensteiner Volksblatt betitelt
Batliner die Abwahl als eine «Hetzkampagne», wie die Nachrichtenagentur SDA berichtete. Schon im März dieses Jahres war
es zu einer Entlassung gekommen. Damals kündigte der Verwaltungsrat dem Intendanten Mario Aldrovandi. Der Schweizer
Journalist hat dagegen Klage eingereicht. «Seeger war die treibende Kraft bei meiner missbräuchlichen Entlassung,
dass er nun abgesetzt wurde, hat auf den Prozess keinen Einfluss,
erfüllt mich aber mit einer gewissen Genugtuung», äusserte sich
Aldrovandi in einer Medienmitteilung. Mitte Dezember wird vor dem
Liechtensteiner Landgericht die Verhandlung um die Entlassung von
Aldrovandi beginnen.

Frontwork auf Blickfang am 15. Zürcher Finance Forum

«Sehen und gesehen werden» war das Ziel der über 160 Aussteller und 3000 Besucher des 15. Finance Forums im Zürcher Kongresshaus.

(pr) «Sehen und gesehen werden» war das Ziel der über 160
Aussteller und 3000 Besucher des 15. Finance Forums im Zürcher Kongresshaus.
Um den hohen Qualitätsansprüchen an den Anlass gerecht zu werden, nominierte
der Veranstalter die Frontwork ag als offiziellen Partner für die
Standbeschriftungen.
Die Frontwork sorgte für einen überzeugenden und einzigartigen Auftritt
aller Aussteller indem sie die Layouts für sämtliche Standbeschriftungen
erstellte und diese auch gleich produzierte. Konventionelle
Folienbeschriftungen und vierfarbige Digitaldrucke kamen dabei zur
Anwendung. Die Montage und Demontage erfolgte vor Ort innerhalb eines
einzigen Tages.
Das Finance Forum gilt als wichtigstes Bankertreffen des Jahres. Während
zwei Tagen informierte sich die Schweizer Finanz- und Informatikbranche über
die neuesten Geschäftsmodelle, Strategien und Produkte und profitierte von
der einmaligen Networking Plattform.

Cinecom betitelt 2005 als gutes Kinojahr

Der Kinovermarkter widerspricht einem Bericht des Tages-Anzeigers.

Laut einem Bericht des Tages-Anzeigers vom
Mittwoch sind für das Jahr 2005 rückläufige Kinobesucherzahlen zu
erwarten (vergleiche Newsmail vom 23. November 2005). Dieser Meldung
widerspricht nun der Werbevermarkter Cinecom deutlich: In einer
Mitteilung heisst es, die durchschnittlichen Besucherzahlen der Jahre
2004/2005 lägen über 10 % über den Zahlen der Jahre 1995 bis 2005, was
rund 15,45 Millionen Besuchern entspräche. Es sei zwar klar
ersichtlich, dass das Kinojahr 2005 nicht als Rekordjahr in die
Geschichte eingehen werde. Dies sei aber auf geflopte Blockbuster und
den schönen Herbst zurückzuführen.

Die Zeitschrift Du erhält Preis der Stiftung Lesen

Die Kulturzeitschrif Du hat den diesjährigen Dietrich-Oppenberg-Medienpreis in Potsdam erhalten.

(pr) Am 25. November hat die Stiftung
Lesen den diesjährigen Dietrich-Oppenberg-Medienpreis in Potsdam vergeben. Die
Zeitschrift Du für Kultur
erhielt den Sonderpreis der Jury für die Doppelausgabe «Du 752 – Das
Meer
zeigt seine Zunge. Geschichten für uns Kinder», Nr. 11/12, Dezember
2004/Januar 2005.
Der Preis ist benannt nach dem im Jahre 2000 verstorbenen Gründer und
langjährigen Herausgeber der «Neuen Ruhr Zeitung/Neuen Rhein Zeitung» in
Essen, Dietrich Oppenberg, der als einer der wichtigsten Förderer einer
modernen Zeitungs- und Lesekultur und des publizistischen Nachwuchses in
Deutschland gilt. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury von
Publizisten und Fachwissenschaftlern. Durch den Preis soll das öffentliche
Bewusstsein für die Bedeutung des Themas Lesen gefördert werden.

Du ist die führende Schweizer Kulturzeitschrift und weltweit eine der
ältesten Zeitschriften überhaupt. Seit März 1941 reihen sich die
monothematischen Hefte zu einer Enzyklopädie der Gegenwart, in der die
namhafte Autoren, Künstler, Journalisten denken, schreiben, zeichnen,
fotografieren, gestalten und zuhause sind. Der prämierten Ausgabe verlieh
das sechsköpfige Redaktionsteam durch die Kombination von Geschichten,
Gedichten und Illustrationen die Gestalt eines Bilderbuchs.

Random-Journalismus

Kolumne Die Medien machen es sich leicht, die brennenden Vorstädte Frankreichs per Ferndiagnose zu missdeuten, anstatt die Lage vor Ort abzuklären, schreibt Oliver Fahrni.

Kolumne Die Medien machen es sich leicht,
die brennenden Vorstädte Frankreichs per Ferndiagnose zu missdeuten,
anstatt die Lage vor Ort abzuklären.Was dem Privat-TV das Handauflegen per
Telefon, ist dem Journalismus die Ferndiagnose. Die Banlieue brennt?
Klarer Fall: Die Islamisten warens (Die Welt …). Nein, die
Banlieue-Machos (Alice
Schwarzer, allüberall). Oder doch die organisierte Kriminalität von
Drogenbanden («Tagesschau» SF 1)? Jedenfalls ist alles dem Konkurs des
französischen Integrationsmodells geschuldet (sämtliche Medien).
Und einer verfehlten Immigrationspolitik! (ZDF …) Ach was, es tobt
der Krieg der Kulturen (Spiegel). Nein, nein, die Banlieue-Kids sind
benachteiligt (Tages-Anzeiger). Und so weiter.
So wütet weniger ein Krieg der Kulturen als Journalismus nach
Random-Verfahren. Vielfalt in der Einfalt. Bestenfalls. Wirklichkeit,
das möchte man zugeben, ist lästig. Was sind Fakten wie jene, dass
gerade jene Vorstädte ruhig blieben, wo die Islamisten stark sind (was
nicht für die Islamisten spricht), oder dass die Rebellen Franzosen in
der zweiten und dritten Generation sind oder dass kaum einer der über
500 Verhafteten polizeilich auffällig war, was sind schon solch niedere
Tatsachen gegen die erhabene Schönheit des Gedankens, die
benachteiligten Kids aus den Wohnsilos seien benachteiligt? Was sollte
schon die Arbeit von fünftausend Banlieue-Forschern ausrichten gegen
die lichtvolle Erkenntnis, die Integration sei gescheitert?
Dass sie eigentlich ganz gut geglückt ist, wie uns die Forscher
berichten, ist wirklich lästig. Schon die Väter der Rebellen leben und
denken sehr französisch. Die älteren Brüder haben Hochschulabschlüsse
oder zumindest eine gute Fachausbildung. Viele waren aus den Vorstädten
heraus und werden nun wieder dorthin zurückgeworfen, weil der
Zusammenhalt der französischen Gesellschaft zerfällt. Wo die Kids dem
Islam huldigen, ist es ein französischer, fiktiver Islam, der die
islamische Tradition der Grossväter bekämpft. Keine Integrationskrise stachelt die Revolte an, sondern eine
Desintegrationskrise. Die ganze französische Gesellschaft bricht unter
den Hammerschlägen neoliberaler Politik; und was wir heute, dank
brennender Autos, in den Blick fassen, ist nur das sichtbarste Symptom
eines Neokapitalismus, der das Soziale verheert. Nicht nur in der
Banlieue. In den Kleinbürgervierteln, wo die leiblichen Nachfahren der
Gallier wohnen, brennen weniger die Autos als die Seelen, da löschen
Väter ihre Familien aus, da wird Amok gelaufen oder reihum
geselbstmordet. Frankreich franst nicht an den Rändern aus, Frankreich
zerfällt in seiner Mitte. Wem dieser Umstand bedeutungslos scheint, wer denkt: Krise der
Integration, Desintegrationskrise, egal, was soll da der Unterschied
sein, der ist ein Muggli, für den er seine Leserinnen und Leser hält.
Aber er hat zumindest die lästige Frage vom Tisch, die der präzisere
Blick nach sich ziehen würde: Kann, wird derlei auch in Deutschland,
Italien oder bei uns eintreten?
Darüber könnte sich der Korrespondent, sofern das Medium noch einen
hat, leicht ins Bild setzen. Fünfzigtausend Streetworker und
Sozial-Ingenieure kennen jede Ecke, jedes Motiv, jede Gefühlslage. Sie
würden gerne davon berichten. Ohnehin reden wir nicht über Ouagadougou.
Vom linken Seine-Ufer nach Bobigny sind es, in der Metro, maximal 40
Minuten und von da in die Siedlungen nur wenige Taxameter-Takte.
Vaulx-en-Velin, das schon 1990 und 1995 gebrannt hat, ist in zwei
Stunden zu erreichen (TGV). Oder man könnte mit der Linie 7 der Metro
von den asiatischen und weissen Gettos im Süden von Paris, quer durch
die soziale Geografie, ins geschäftige Zentrum und von da weiter in die
afrikanischen und maghrebinischen Gettos im Norden fahren. Dem ist die
Ferndiagnose vor. Faszinierend dabei ist freilich, wie
dieser Berufsstand mit Grandezza an der Behauptung festhält, er schaffe
Öffentlichkeit über Zustände, wo er doch nur die Erregung öffentlichen
Ärgernisses betreibt.

Oliver Fahrni ist freier Publizist. Bis 2001 war
er stellvertretender Chefredaktor der Weltwoche und zuletzt Auslandchef
der Hamburger Woche.

Hausfrauen erobern den iPod

Video on Demand In den USA lancieren TV-Sender ein Businessmodell, das die Networks in Zugzwang bringt.

Video on Demand TV auf Abruf soll schon
bald zu einem wichtigen Teil der Mediennutzung werden. Bereits haben in
den USA TV-SenderErfolg versprechende Businessmodelle lanciert. Die grossen amerikanischen TV-Networks
ABC, CBS, NBC wie auch das Warner Brothers Network (WB) schmieden
derzeit handfeste Pläne, wie sie ihre eigenproduzierten Sendungen per
Video on Demand (VOD) unter das Volk bringen könnten. Dies würde es den
Zuschauern ermöglichen, vor allem populäre Serien wie «CSI», «Law and
Order» oder «Desperate Housewives» jederzeit abzurufen. Für die
Networks wäre dies hauptsächlich eine attraktive Quelle für zusätzliche
Einnahmen, da sich die Zeiten der billig zu produzierenden
Reality-shows allmählich dem Ende nähern. Jetzt locken wieder verstärkt
teure neue Serien wie «Lost» oder «Grey’s Anatomy» die Zuschauer vor
die Mattscheibe.

Die Verbreitungswege sind dabei unterschiedlich: CBS verlässt sich auf
das digitale Kabel des Betreibers Comcast, NBC auf die Satelliten von
DirecTV. Warner Brothers hat soeben einen Deal mit AOL abgeschlossen,
wo ältere TV-Produktionen des Filmstudios kostenlos unter dem Label
In2TV abgerufen werden können. Darin enthalten sind zwei Minuten
Werbung pro Sendung, die nicht übersprungen werden kann.

Werber müssen aufpassen
Die werbungtreibende Industrie sieht die werbefreien neuen Angebote der
Networks mit Gelassenheit, glaubt man doch, dass es sich für sie nur um
einen Nebenverdienst handelt. Hans Brechbuehl, Direktor des Center for
Digital Strategies an der Dartmouth-Universität, meint jedoch: «Die
Werber müssen aufpassen, dass ihnen die neuen Technologien nicht das
Wasser abgraben. Auch wenn Video on Demand ihr Hauptgeschäft nicht
gerade auslöschen wird, eingeschränkt werden die Möglichkeiten dadurch
bestimmt.»

Medienbeobachter aus anderen Branchen sehen das ähnlich. Um die
Vertriebswege gehe es bei den neuen VOD-Projekten nur am Rande, glaubt
etwa Josh Bernoff, Analyst am Medienforschungsinstitut Forrester
Research. «Es spielt nur eine geringe Rolle, dass man ab sofort Folgen
von ‹Lost» oder ‹Desperate Housewives» auf seinen Computer
herunterladen kann», sagt er. «Bedeutsam ist, dass dies ein Loch in die
herkömmlichen Businessmodelle der Sender reisst.»

Herausragend ist von allen Abmachungen der Deal, den das Disney-Network
ABC mit Apple Computer abgeschlossen hat: Beide Hitshows, «Lost» wie
auch «Housewives», werden über den Apple-Service iTunes werbefrei für
1.99 Dollar zur Verfügung gestellt und können entweder am Computer oder
auf einem tragbaren Video-iPod gesehen werden. Auch die neue Hitshow
«Commander in Chief» soll schon bald dazugehören. «Auf diese Weise wird
das Programmschema so irrelevant wie die Nachrichten von gestern», sagt
Bernoff.

Die VOD-Kanäle von CBS und NBC sollen mit Beginn der nächsten TV-Saison
im Herbst 2006 zur Verfügung stehen. Finanziert werden soll das
werbefreie Projekt durch Gebühren in Höhe von 99 Cent pro Sendung. Laut
Schätzungen des Senders CBS könnten die Zuschauer im Durchschnitt
hundert Abrufe im Jahr tätigen, was Zusatzeinnahmen von fünf Millionen
Dollar ergeben würde. «Die Networks haben gar keine andere Wahl als
Video on Demand anzubieten», glaubt Brad Adgate, Vice President des
Forschungsinstituts Horizon Media. «Die Zuschauer bevorzugen es nun
einmal, nach ihrem eigenen Zeitplan fernsehen zu können, und je mehr
Möglichkeiten es dazu gibt, desto weiter wird es sich verbreiten.»

Entscheidend bei der Durchsetzung der Technologie seien jedoch die
Kosten. Zwar sind die Amerikaner immer wieder bereit für neue Medien –
etwa Breitbandservice, Satellitenradio oder digitale
Festplattenrekorder – Geld auf den Tisch zu legen, doch die Konkurrenz
ist gross und die Zuschauer sind preisbewusst. Aus diesem Grund haben
sich einige der grossen Kabelbetreiber entschlossen, neben den
kostenpflichtigen Services auch VOD-Programme umsonst anzubieten.
Comcast etwa, das grösste Kabelunternehmen der USA, bietet neben einem
Pay-per-view-Service für Spielfilme, die zwischen drei und zehn Dollar
pro Film kosten, auch zwei kostenfreie Modelle an: Subscription Video
on Demand (SVOD), durch das alle Serien des Senders Showtime jederzeit
ohne Zusatzkos-ten abgerufen werden können, und eine 750 Stunden
umfassende Mischung von Networkserien und Spielfilmen, ebenfalls
kostenlos.

Die Networks sind denn auch willens, einen Teil der Ware kostenlos zu
vertreiben. NBC etwa hat zugestimmt, Serien wie «Las Vegas», «Monk» und
ältere «Law & Order»-Folgen für Free on Demand (FOD) zur Verfügung
zu stellen. Kabelbetreiber wie Comcast und Time Warner Cable stellen in
den USA die Hauptvertriebswege für VOD dar. Comcast gibt an, dass es
derzeit 100 Millionen VOD-Abrufe pro Monat verzeichnet, bei Time Warner
sind es 75 Millionen.

Andere Sender experimentieren schon seit längerem mit Hilfe der
Breitbandtechnik mit VOD. So bietet derzeit beispielsweise das
Viacom-Network UPN populäre Halbstundenserien auch im Internet an, und
Kabelsender wie ESPN und MTV probieren die VOD-Technologie mit Hilfe
von Streaming Videos aus. «Es wird eine grosse Vielfalt von
On-Demand-Möglichkeiten geben, das eine schliesst das andere nicht
aus», sagt Adgate. Angesichts der Tatsache, dass die Amerikaner
inzwischen 8,5 Stunden täglich fernsehen, gebe es keinerlei Hinweise
darauf, dass «die Liebesgeschichte mit der Glotze» auf absehbare Zeit
enden werde.

VOD hat über die letzten Jahre weltweit einen Schub erhalten und wird
laut Schätzungen des Technologieforschungsunternehmens In-Stat von 13
Millionen Zuschauern auf der ganzen Welt genutzt. In den USA verfügten
25 Prozent der Kabelhaushalte über VOD-Services. Es wird erwartet, dass
VOD innerhalb von fünf Jahren zu einem wesentlichen Bestandteil der
Mediennutzung weltweit wird.

Gerti Schön

Der beste Pressesprecher spricht für Hotelplan

Zum 6. Mal seit 1993 hat die Wirtschaftszeitung Cash ein Pressesprecher-Rating durchgeführt.

Zum 6. Mal seit 1993 hat die
Wirtschaftszeitung Cash ein Pressesprecher-Rating durchgeführt.
Gewinner ist Hans-Peter Nehmer, Leiter Corporate Communications der
Hotelplan-Gruppe mit der Note 5,18. Zweiter wurde Migros-Sprecher
Urs-Peter Naef mit 5,06 und Dritter Urs Ackermann, Kommunikationschef
der Zürcher Kantonalbank (ZKB), mit 4,95. Das Schlusslicht bildet der
Nestlé-Kommunikationschef François-Xavier Perroud mit der Note 2,60.
Für das Rating verschickte Cash 130 Fragebögen an die Mitglieder des
Clubs der Zürcher Wirtschaftsjournalisten, an die
Wirtschaftsredaktionen der Tageszeitungen und weitere ausgewählte
Wirtschaftsjournalisten. 57 Journalisten bewerteten schliesslich die
Arbeit von 64 Pressesprechern auf einer Skala von 1 bis 6. Ganze 47 der
Beurteilten Pressesprecher erhielten einen Note unter 4,5 und 19 sogar
eine ungenügende Note unter 4, wie Cash mitteilte.

Massiver Besucherrückgang in den Schweizer Kinos

In der Schweiz waren die Zuschauerzahlen seit Mitte der 90er-Jahre nie mehr so niedrig.

Die Schweizer Kinos verzeichnen 2005 im
Vergleich zum Vorjahr einen erheblichen Besucherrückgang. In der
Schweiz waren die Zuschauerzahlen seit Mitte der 90er-Jahre nie mehr so
niedrig, wie der Tages-Anzeiger berichtet. Gemäss den Hochrechnungen
des Branchenverbandes Pro Cinema dürften 2005 schweizweit nur rund 14,1
Millionen Besucher zu verbuchen sein (2004: 17,2 Millionen). Dies ist
ein Minus von 18%. In der Region Zürich ist laut Bundesamt für
Statistik (BfS) mit einem Rückgang von 16,4% zu rechnen. Es handelt
sich jedoch hierbei nicht nur um eine einheimische Kinokrise. So wird
in Deutschland mit einem Einbruch von über 21%, in Frankreich/Italien
mit rund 13% und in England mit knapp 9% gerechnet. Auch in den USA
erwartet man einen Verlust von rund 11%. Die Gründe für die schlechten
Zahlen sind gemäss Tages-Anzeiger vielfältig. So werden in der Schweiz
etwa die hohen Eintrittspreise und ein kulturelles Überangebot genannt.
International wird der Besucherrückgang jedoch primär mit der Präsenz
der DVD auf dem Massenmarkt und mit Hollywoods zunehmender inhaltlicher
Schwäche in Verbindung gebracht.

Der Preis ist heiss

Books&More Wenn Geiz geil sein soll und die Produkte oder Dienstleistungen austauschbar sind, spielt der Preis – neben dem Image – die wichtigste Rolle in der Kaufentscheidung.

Wenn Geiz geil sein soll und die Produkte
oder Dienstleistungen austauschbar sind, spielt der Preis – neben dem
Image – die wichtigste Rolle in der Kaufentscheidung. Der Preis ist für
Strategie- und Marketingberater Mirko Düssel die Marketingmassnahme, um
sich von den Konkurrenten zu unterscheiden statt sich auf Preiskämpfe
mit ihnen einzulassen. Keine andere Marketingmassnahme wirkt sich
unmittelbarer auf Umsatz, Marktanteil und Gewinn aus. Darum zahlt es
sich aus, sich Gedanken über das Pricing zu machen. (rh)

Praktische Grundlagen für aktives Pricing von Mirko Düssel. Cornelsen Verlag, Berlin 2005, 188 Seiten, 27.40 Franken.

Warum wir kaufen, was wir kaufen

Books&More Wir entscheiden häufiger unbewusst als bewusst. Wer weiss, wie er Kaufimpulse beeinflussen kann, verkauft erfolgreicher. Wie, erklärt Werner T. Fuchs in «Tausend und eine Macht».

Neuromarketing Wir entscheiden
häufiger unbewusst als bewusst. Wer weiss, wie er Kaufimpulse
beeinflussen kann, verkauft erfolgreicher. Wie, erklärt Werner T. Fuchs
in «Tausend und eine Macht».Neuromarketing ist in. Was in unserem Hirn
abläuft und warum wir wann was kaufen – oder nicht kaufen –,
interessiert immer mehr Marketer, Verkäufer und Werber. Mit gutem Grund
… auf den Punkt gebracht: Wir entscheiden nicht rational, wie wir
gerne glauben, sondern emotional; wir entscheiden viel häufiger
unbewusst als bewusst. Es gilt also, die unbewussten Emotionen der
Käuferinnen und Konsumenten bewusst anzusprechen und so den Kaufimpuls
auszulösen.

Dieses Wissen ist nicht mehr ganz neu, das haben andere vor Werner T.
Fuchs zwischen zwei Buchdeckel gepresst. Etwa  Gerald Zaltman
(«How Customers Think», Werbewoche vom 30. September 2004) oder
Hans-Georg Häusel («Brain Script», Werbewoche vom 9. Dezember 2004).
Doch keiner erklärte das bisher so leicht verständlich, einfach
nachvollziehbar, unterhaltsam und praxisorientiert wie der
Marketingexperte und Werbefachmann, der sich seit 17 Jahren intensiv
mit der Hirnforschung auseinander setzt.

Unser Hirn: Terra (in)cognita
In «Tausend und eine Macht» stellt Fuchs seine These «Der Mensch lernt
durch Geschichten» vor. Die Hirnforschung, die in den vergangenen 20
Jahren gewaltige Fortschritte gemacht hat, untermauert diese an und für
sich einfache Erkenntnis. Darauf basiert auch Storytelling: Wer eine
Geschichte erzählt, erreicht sein Gegenüber besser, als wenn er ihn mit
Zahlen oder Fakten vergrault. Worte und Bilder sind emotional und
bleiben haften, Zahlen und Fakten sind rational und gehen verloren. So
einfach ist die Idee hinter Neuromarketing – und doch so schwierig
umzusetzen.

Werner T. Fuchs zeigt nicht, wie gute Geschichten erzählt werden, die
wirken und, zu guter Letzt, überzeugen und verkaufen. Doch er gibt
jedem, der seine Kommunikation überdenken und neu verstehen will, das
Werkzeug dafür in die Hand. In seiner Werkzeugkiste finden sich zwölf
Werkzeuge. Gleich zu Beginn erklärt er, wie diese Werkzeuge – und damit
das Buch – zu benutzen sind. Das ist auch notwendig, denn «Tausend und
eine Macht» ist kein Lehrbuch im klassischen Sinn, sondern eine beinahe
unerschöpfliche Fundgrube für alle, die noch neugierig genug sind, um
unbekannte Welten zu entdecken.

Keine lockeren Märchen aus 1001 Nacht
Dennoch lässt Fuchs die Leserinnen und Leser nicht allein mit seinen
Werkzeugen. Er zeigt zwar niemandem, wie sie eingesetzt werden müssen,
doch er zeigt allen, wie er sie konkret eingesetzt hat und warum das
eine Projekt erfolgreich war und das andere etwas weniger. Diese
Fallbeispiele sind nicht als Patentlösungen gedacht, doch wer ein wenig
mitdenkt, kann den einen oder anderen wertvollen Tipp für seine Arbeit
daraus ableiten. Und das ist lehrreicher als eine Checkliste mit allen
einzelnen Schritten, die jeder auf seinem Schreibtisch liegen hat.
Dieser Wissensvorsprung will erarbeitet sein – so fliessend wie die
Märchen aus 1001 Nacht liest sich «Tausend und eine Macht» nicht. Doch
die Mühe lohnt.

Roger Hausmann

Tausend und eine Macht von Werner T. Fuchs. Orell Füssli Verlag, Zürich 2005, 264 Seiten, 49 Franken.

Wilde Frauen im Westen

Nightlife Mit einem pointierten Plakat macht das Du Théâtre in Bern auf seine legendäre Ladies Night aufmerksam.

Nightlife Mit einem pointierten Plakat
macht das Du Théâtre in Bern auf die legendäre Ladies Night aufmerksam,
welche der In-Club jedes Jahr zu einem bestimmten Thema durchführt.
Dieses Jahr am 9. Dezember feiern die Berner Frauen unter dem Motto
«Wilder Westen». Contexta hat dazu einen kreativen Hüftschuss gewagt.
Zu sehen ist ein High Heel, der dank integriertem Sporen noch
gefährlicher wird, als er eh schon ist. Falls sich zufälligerweise auch
ein paar Herren der Schöpfung von dem Plakat angesprochen fühlen: kein
Problem. Ab 23.30 Uhr haben nämlich auch Cowboys Zutritt.

Welche Werbeagentur macht den besten Job?

Jung von Matt/Limmat ist die empfehlenswerteste Werbeagentur der Schweiz, zumindest laut einer Befragung der Media Research Group.

Jung von Matt/Limmat ist die
empfehlenswerteste Werbeagentur der Schweiz. 57 Werbeauftraggeber
nennen sie als erste, zweite oder dritte Wahl, wenn sie einem Kollegen
eine Agentur weiterempfehlen würden. Insgesamt befragte die Media
Research Group in ihrer jährlichen Werbemarktstudie die
Marketingverantwortlichen von 341 der
500 grössten Auftraggeber über Image und Leistung der Werber. Die zweitmeisten
Empfehlungen gabs für Publicis, Platz drei erreichte Ruf Lanz –
offenbar ein Geheimtipp, denn beim Bekanntheitsgrad (errechnet aus der
Anzahl eingegangener Beurteilungen der Agentur) liegt Ruf Lanz noch
knapp unter dem Durchschnitt auf dem zehnten Rang. Als bekannteste
Agenturen gelten Advico Young & Rubicam und Publicis. Wen die
Auftraggeber für die kreativste Werbeagentur der Schweiz halten, wo sie sich am besten
beraten fühlen und wer
die grösste stategische Kompetenz besitzt, lesen Sie in der Werbewoche vom 24.
November 2005.
Kein Abo? Einzelausgaben der Werbewoche
können per E-Mail bei Ginette Peter () bestellt
werden (CHF 8.00+MwSt./Porto).
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