Die FAZ wird rot

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung setzt seit Montag rote Farbtupfer auf ihrer Frontseite.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)
setzt seit Montag rote Farbtupfer auf ihrer Frontseite. Inhaltsleisten
und Kästen werden damit hervorgehoben. Die Farbe solle sparsam
eingesetzt werden, sagte Mitherausgeber Werner D’Inka gegenüber der
Netzeitung. Zudem wurden die Überschriften etwas vergrössert und
verschlankt und die Grundschrift leicht erhöht. Traditionen wie die
Frakturschrift in Zeitungskopf und Kommentar-Überschriften und der
Verzicht auf Fotos auf der ersten Seite bleiben aber unangetastet. Es
handle sich nicht um einen Relaunch, sondern um behutsame
Veränderungen, um die Leserführung und die Lesbarkeit zu verbessern, so
D’Inka. Farbige Landkarten und Infografiken im Blattinnern hatte die
FAZ laut Netzeitung schon in den vergangenen Monaten eingeführt.

«Deal or no Deal» wird geprüft

Das Statthalteramt Zürich untersucht, ob die Bewilligung für das Telefongewinnspiel nach dem Lotteriegesetz vorliegt.

Das Statthalteramt Zürich hat ein
Ermittlungsverfahren wegen der SF-DRS-Sendung «Deal or No Deal»
eingeleitet, wie der SonntagsBlick vermeldete. «Wir untersuchen den
telefonischen Zuschauerwettbewerb», erklärte der stellvertretende
Statthalter Hansjost Zemp gegenüber der Werbewoche. Das Gewinnspiel
verspricht für einen Anruf von 70 Rappen eine Gewinnmöglichkeit von
5000 Franken. «Momentan läuft das Verfahren nicht direkt gegen SF DRS,
sondern ‚gegen unbekannt’. Wir klären ab, ob die nötige Bewilligung
vorhanden ist», führte Zemp weiter aus. Das Statthalteramt sei in
anderen Verfahren mit ähnlichem Inhalt von den Anwälten darauf
aufmerksam gemacht worden, dass auch beim Schweizer Fernsehen geprüft
werden müsse, ob alles mit rechten Dingen zugehe. «Wenn solche Vorwürfe
auf den Tisch kommen, gehen wir diesen natürlich nach», sagte Zemp.
Kein Gegenstand der Untersuchung sind die «Deal or No Deal»-Lose, mit
denen sich die Kandidaten für die TV-Show qualifizieren. «Die stehen
unter dem Patronat von Swisslos. Ich gehe davon aus, dass die
entsprechende Bewilligung vorliegt», erläuterte der stellvertretende
Statthalter.
SF DRS hat laut Sprecher Urs Durrer bis anhin noch nichts vom
Statthalteramt Zürich gehört. «Wir warten auf eine schriftliche
Kontaktaufnahme. Wenn Änderungen an der Sendung nötig sind, nehmen wir
die natürlich vor», erklärte Durrer gegenüber der Werbewoche.
Carole Scheidegger

Ringier-Gratiszeitung in Tschechien gestartet

24 hodin wird von Montag bis Freitag in Prag verteilt in einer Auflage von 220'000 Exemplaren.

Am Montag ist die erste
Gratis-Pendlerzeitung aus dem Hause Ringier erschienen. Das Blatt
namens 24 hodin («24 Stunden») wird von Montag bis Freitag in Prag
verteilt. Die Auflage beträgt gemäss den Media-Unterlagen 220’000
Exemplare. Laut der Nachrichtenagentur SDA bietet 24 hodin unter
anderem Kurznachrichten, Kulturtipps und Technik-News auf 20
Tabloid-Seiten und wendet sich vor allem an eine jüngere Leserschaft.
Ringier ist im tschechischen Zeitungsmarkt bereits mit dem
auflagenstarken Boulevardblatt Blesk («Blitz») vertreten. Schon 1997
ist in Prag die Gratiszeitung Metro gestartet, die heute nach eigenen
Angaben täglich von 245’000 Personen gelesen wird und gemäss Ringier
Tschechien in einer Auflage von 200’000 Exemplaren erscheint. Im
Grossraum Prag wohnen laut Metro 1,2 Millionen Menschen.

Magazin liefert ein halbes Jahr lang Lesestoff

Tamedia hat den Bücherpreis und die Konditionen für Abonnenten bekannt gegeben.

Die Lancierung der Bücherreihe «Schweizer
Bibliothek», die von der Wochenendebeilage Das Magazin herausgegeben
wird, rückt näher. Die Buchreihe umfasst 20 Titel von Schweizer Autoren
des 20. Jahrhunderts. Alle Bücher sind im Handel einzeln für 12.80
Franken und nach Erscheinen aller Bände als Box für 220 Franken
erhältlich. Abonnenten der Tamedia-Titel sowie der Berner Zeitung und
Basler Zeitung erhalten die Gesamtausgabe zu einem günstigeren Preisen
und
können früher bestellen. Die ersten fünf Bände erscheinen am 9.
Dezember. Ab Januar 2006 folgt alle zwei Wochen ein weiteres Exemplar,
die letzten fünf Bände erscheinen am 26. Mai 2006. Den Start machen
«Matto regiert» von Friederich Glauser, «Bis bald» von Markus Werner,
«Schlaflose Nacht» von Alice Rivaz, «Der Mensch erscheint im Holozän»
von Max Frisch und «Erdnüsse, Totschlagen» von Ruth Schweikert.
Insgesamt sind 15 Autoren und 5 Autorinnen vertreten. Die Werbekampagne
zur Schweizer Bibliothek, gestaltet von Ruf Lanz (vgl. Newsmail vom
18.11.2005), beginnt bereits am 3. Dezember im Magazin. In der gleichen
Ausgabe wird der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki in einem
Interview sein Urteil zur eidgenössischen Literatur abgeben. Ausgewählt
wurden die 20 Titel der Buchreihe laut Tages-Anzeiger von Redaktoren
des Magazins unter der Leitung von Chefredaktor Res Strehle. Beraten
wurden sie dabei von Corina Caduff (Hochschule für Gestaltung Zürich
und «Literaturclub» SF DRS), Martin Ebel (Tages-Anzeiger), Lucie Machac
(Berner Zeitung), Peter von Matt (ehemals Universität Zürich), Werner
Morlang (Publizist), Christine Richard (Basler Zeitung), Peter Utz
(Universität Lausanne) und Stefan Zweifel (Publizist).

Inseratevolumen in Tagespresse geht deutlich zurück

Die verkaufte Schweizer Tagespresse hat im Oktober 2005 mit Werbung insgesamt 103,5 Millionen Franken eingenommen.

Die verkaufte Schweizer Tagespresse hat im
Oktober 2005 mit Werbung insgesamt 103,5 Millionen Franken eingenommen.
Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Minus von 7,3 %, wie der
Inseratestatistik der Schweizer Presse zu entnehmen ist.
Überdurchschnittlich traf der Rückgang die kleinen Zeitungen (–21,1 %),
doch auch die mittleren und grossen Titel erlitten klare Einbussen. Die
kommerziellen Inserate gingen durch die Bank zurück, während die
Stelleninserate in allen Kategorien zulegten. Die grossen Zeitungen
verzeichneten 17,5 % mehr Beilagen, während die mittleren und kleinen
auch hier einen Rückgang erlitten. Ein Minus von 1,5 % gabs auch für
die Sonntagspresse. Dagegen legten die verkauften regionalen
Wochenzeitungen insgesamt um 5,3 % und die Wirtschaftspresse gar um
17,5 % zu. Für die täglichen Gratiszeitungen liegen nur Angaben zum
Seitenvolumen vor, es wuchs in der Deutschschweiz um 1,2 %. In der
Westschweiz wurden erstmals die Anzeigen in Le Matin Bleu erhoben –
allerdings fiel in den Oktober nur die Startausgabe, für die 19 Seiten
ausgewiesen werden. Bei den Publikumszeitschriften zeigt sich wenig
Bewegung. Der Umsatz der Illustrierten sank um 1,2 %, jener der
Programmpresse um 1,1 %. Hier werden allerdings wie im Vorjahr nur drei
Deutschschweizer Titel ausgewiesen, obwohl seit September vier neue
lanciert worden sind. Die News- und Themenpresse setzte 0,1 % mehr um,
die Frauenpresse 2,1 %. Insgesamt ergibt sich für die Publikumspresse
eine runde Null (in Franken ein Rückgang um 9000). Die Spezialpresse
verlor 7,7 % an Seitenvolumen, die Fachblätter 3,7 %.

Chefredaktor des Landboten geht in Pension

Rudolf Gerber gibt die Leitung der Winterthurer Tageszeitung Der Landbote im Dezember ab und lässt sich per Ende Mai 2006 frühpensionieren.

Rudolf Gerber gibt die Leitung der
Winterthurer Tageszeitung Der Landbote im Dezember ab und lässt sich
per Ende Mai 2006 frühpensionieren. Gerber war insgesamt 35 Jahre für
das Traditionsblatt tätig und steht seit 26 Jahren an seiner Spitze.
Nach der gründlichen Erneuerung des Landboten im September und der
abgeschlossenen Reorganisation seiner Redaktion sei für ihn der
Zeitpunkt für eine stufenweise Ablösung ideal, heisst es in der
Samstagsausgabe. Wer seine Nachfolge übernimmt, wurde nicht bekannt
gegeben.

Edipresse sieht keine Kannibalisierung durch Le Matin Bleu

Die neue Gratiszeitung liegt offenbar über Budget und stockt bereits die Auflage auf.

Die neue Gratiszeitung Le Matin Bleu lockt
neue Anzeigenkunden an, die bisher nie in Titeln der Herausgeberin
Edipresse gebucht haben. Das sagte Georges von Csernatony, Leiter
strategische Planung des Anzeigenvermittlers Publicitas, der
Nachrichtenagentur SDA. Le Matin Bleu liege über Budget, und auch die
Pipeline für 2006 sei gut gefüllt. Publicitas stelle keine
Kundenerosion bei den andern Edipresse-Blättern fest, sagte von
Csernatony. Der kostenpflichtige Le Matin Orange werde dieses Jahr
zweistellig zulegen. Auch im Lesermarkt kommt Le Matin Bleu laut
Edipresse gut an. Verlagsleiter Theo Bouchat erklärte, man habe die
Auflage bereits von 100’000 auf 110’000 Exemplare erhöht. Edipresse sei
ganz und gar zufrieden mit dem Start der Pendlerzeitung. Gemäss von
Csernatony müssen allerdings noch gewisse Feinjustierungen vorgenommen
werden, etwa bei der Nachfüllung geleerter Verteilkästen. Noch immer
nicht entschieden ist, wer dereinst seine Kästen bei den SBB aufstellen
darf. Der Abschluss der Ausschreibung sei aber in Kürze zu erwarten,
sagte SBB-Sprecher Jean-Louis Scherz der SDA.

Kartellamt segnet Verkauf von Berliner Zeitung ab

Das Bundeskartellamt hat der Übernahme der Berliner Zeitung durch die Investoren um Veronis Suhler Stevenson International und Mecom zugestimmt.

Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der
Berliner Zeitung durch die Investoren um Veronis Suhler Stevenson
International und Mecom abgesegnet. Wie die Behörde am Freitag
mitteilte, führe der Zusammenschluss nicht zur Begründung oder
Verstärkung marktbeherrschender Stellungen, heisst es in einer
Mitteilung auf Handelsblatt.com. Betroffen sind aus
wettbewerbsrechtlicher Sicht die Lesermärkte für Abonnement-
Tageszeitungen, Straßenverkaufszeitungen und Stadtmagazine sowie der
Anzeigenmarkt für Zeitungen im Raum Berlin. Der erstmalige Verkauf
eines deutschen Verlags an ausländische Finanzinvestoren hatte heftigen
Wirbel und Proteste der Redaktionsleitung ausgelöst, da ein
Arbeitsplatzabbau und der Verlust der journalistischen Qualität
befürchtet wurden.

DJRadio kann nicht starten

Der Bundesrat hat am vergangenen Mittwoch eine Beschwerde von Music First gutgeheissen und hebt damit die Konzessionserteilung für den Jugendsender DJRadio auf.

Der Bundesrat hat am vergangenen Mittwoch
eine Beschwerde von Music First gutgeheissen und hebt damit die
Konzessionserteilung für den Jugendsender DJRadio auf. Grund für den
Entscheid sind nicht etwa inhaltliche Unreinheiten, sonder einzig ein
Verfahrensfehler des Bakoms, wie das Branchenportal persoenlich.com
berichtete. DJRadio-Gründer Egon Blatter hatte dem Bundesamt
nachträglich eine neue Zusammensetzung des Verwaltungsrats gemeldet.
Das Bakom versäumte es daraufhin, die anderen Mitbewerber zu Wort
kommen zu lassen. Wann der Sender nun auf Sendung gehen wird, steht
noch in den Sternen.

Tamedia übernimmt Presse Publicité vollständig

Ab 1. Januar 2006 ist Tamedia die alleinige Inhaberin von Presse Publicité, die ursprünglich als 50:50-Joint-Venture mit der Verlagsgruppe HandelsZeitung gegründet worden war.

Ab 1. Januar 2006 ist Tamedia die
alleinige Inhaberin von Presse Publicité. Die Gesellschaft war
ursprünglich als 50:50-Joint-Venture zwischen dem Zürcher Unternehmen
und der Verlagsgruppe HandelsZeitung gegründet worden und regelte den
Anzeigenverkauf für die jeweiligen Produkte. Die Neuorganisation steht
in Zusammenhang mit der Expansion von Tamedia in die Westschweiz:
Anlässlich der Lancierung von 20 Minutes im Frühjahr 2006 wird eine
eigene Verlagsorganisation in Genf und Lausanne aufgebaut. Die fünf
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die hauptsächlich für Tamedia-Titel
tätig waren, werden weiterhin die Kunden von Tages-Anzeiger,
SonntagsZeitung, Annabelle, Facts, Schweizer Familie und TVtäglich
betreuen. Analog ziehen die bisher für die Verlagsgruppe HandelsZeitung
zuständigen drei Mitarbeiterinnen zu der Genfer Redaktion der
Wirtschaftsblätter PME Magazine und Private Banking und bilden
gemeinsam eine neue Verlagseinheit der HandelsZeitung in der Romandie:
„Ich freue mich auf unser kleines Verlagshaus,“ sagte
Handelszeitungs-Verleger Ralph Büchi gegenüber der Werbewoche. Zudem
spiele man ebenfalls Zukunftsmusik. Gemeinsam mit Le Temps seien
weitere Sondernummern des PME Magazine geplant und auch das bis anhin
dreimal erschienene Monatsmagazin Private Banking soll weiter stark
ausgebaut werden. Die Marketing- und Anzeigenleitung für das PME
Magazine, die HandelsZeitung, Stocks und sämtliche Monatszeitschriften
übernimmt in der Romandie die bisherige Geschäftsführerin der Presse
Publicité, Elisabeth Demidoff. Die redaktionelle Leitung liegt
weiterhin bei François Schaller. Der Sitz dieser Verlagseinheit bleibt
in Genf.

Mister Schweiz wird Moderator bei buureradio.ch

Renzo Blumenthal moderiert auf buureradio.ch ab dem Sendestart vom 28. Dezember 2005 das Wunschkonzert, Ex-Schwingerkönig Thomas Sutter führt durch das Sport-Programm.

Der volkstümliche Internetsender
buureradio.ch nimmt immer mehr Gestalt an: Der amtierende Mister
Schweiz, Renzo Blumenthal moderiert ab dem Sendestart vom 28. Dezember
2005 das Wunschkonzert und Ex-Schwingerkönig Thomas Sutter führt durch
das Sport-Programm des Senders. Auch der Aufruf von Toni Brunner, indem
der zukünftige Chefredaktor und Nationalrat Anfang November zum
Mitmachen animierte, hat Früchte getragen. Laut einer Mitteilung seinen
zahlreiche Tonträger von volkstümlichen Musikgruppen, Blaskapellen und
Gesangsformationen eingegangen und auch das Interesse am Mitwirken im
buureradio.ch-Team sei gross.

Dynamite kommuniziert für Bergoase

In einer Konkurrenzpräsentation hat Dynamite Advertising die gesamten Kommunikationsaufgaben für Grand Hotel Tschuggen in Arosa gewonnen.

In einer Konkurrenzpräsentation hat
Dynamite Advertising, mit Sitz in Cham, die gesamten
Kommunikationsaufgaben für das neu rennovierte Grand Hotel Tschuggen in
Arosa gewonnen. Das Mandat umfasst auch den Wellness-Bereich Bergoase,
der zurzeit unter der Leitung von Mario Botta entsteht und im Dezember
2006 eröffnet werden soll. Als erste Arbeiten kreierte die Agentur das
Logo für die Bergoase sowie eine Infobroschüre. In nächsten Schritten
werden die Kommunikationsmittel für das Grand Hotel und weitere
Broschüren für die Tschuggen Bergoase folgen.
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