Autor: admin
Thurgau verbietet Werbung für Hochprozentiges
Der Grosse Rat des Kantons Thurgau hat sich in erster Lesung dafür ausgesprochen, das Werbeverbot auf hochprozentige akoholische Getränke zu beschränken.
«News gibt es immer»
Gratispresse Der künftige Chefredaktor von «heute», Bernhard Weissberg, erklärt, wie das neue Feierabendblatt positioniert wird.
«heute», Bernhard Weissberg, erklärt, wie das neue Feierabendblatt
positioniert wird. WW: Warum wirft Ringier eine Abend- und nicht eine Tageszeitung auf den Markt?
Bernhard Weissberg: Weil
wir dort eine Lücke sehen. Es gibt ein Bedürfnis der Leser am späteren
Nachmittag. Und zusammen mit dem Blick lässt sich eine gute Kombination
machen.
WW: Anzeigenmässig?
Bernhard Weissberg: Genau.
WW: Und im Lesermarkt?
Bernhard Weissberg: Im Lesermarkt stehen beide Zeitungen selbstständig da. Geplant sind gegenseitige Promotionen für den Inhalt.
WW: Die Gefahr ist ja, mit einem Gratisblatt den Blick zu konkurrenzieren. War das der Grund für den Entscheid Abendblatt?
Bernhard Weissberg: Wir
beschäftigen uns schon seit längerem mit der Frage, was im
Gratiszeitungsmarkt passiert. Das muss man aus Unternehmersicht
unabhängig betrachten können. Zudem muss man sich fragen, welche
Entwicklungen auf die bezahlten Zeitungen, auf die Boulevardpresse
zukommen. Wenn sich das ideal kombinieren lässt, dann umso
besser.
WW: Noch
nicht lange her, hat Verleger Michael Ringier gesagt, journalistische
Inhalte dürfen nicht gratis sein. Was geht Ihnen bei dieser Aussage
durch den Kopf?
Bernhard Weissberg: Als
Journalist bin ich überzeugt, dass Inhalte einen gewissen Wert haben
müssen. Auswechselbarer Inhalt hat keinen Wert. Da muss man
unterscheiden. Es gibt aber gesellschaftliche Entwicklungen, die man
zur Kenntnis nehmen und akzeptieren muss. Noch vor zehn Jahren meinten
Werbekunden, der Leser müsse mehr bezahlen. Mittlerweile sehen die das
wohl anders.
WW: Doch Ziel eines Gratistitels kann ja nicht sein, auswechselbare Inhalte zu publizieren.
Bernhard Weissberg: Dass
auswechselbare Inhalte gratis sein können, gilt auch unabhängig von der
Existenz von Gratiszeitungen. Internet hat uns gezeigt: Was alle haben,
das kann man nicht verkaufen. Man muss also einen Mehrwert generieren.
Unterdessen sind wir so weit, dass man den Lesern den Inhalt gratis
abgeben und trotzdem mit Inseraten in die schwarzen Zahlen kommen kann.
Das geht aber nur, wenn man vieles von der klassischen Zeitung weglässt.
WW: Also wird es in «heute» eigenrecherchierte Geschichten geben.
Bernhard Weissberg: Ja.
Aber es ist ein schlankes Produkt, 32 Seiten, mit einer schlanken
Redaktion. Ich hatte früher als Chefredaktor mehr Leute. Es ist
spannend, weil es eine andere Art ist, eine Zeitung zu machen. Es ist
vielleicht jene Art, mit der wir uns in Zukunft auseinander setzen
müssen: Man wird Medienprodukte auf einer anderen Kostenbasis
herstellen.
WW: Mit 20 Minuten existiert bereits ein dominierender Erfolgstitel im Markt. Wie wollen Sie mit «heute» dagegenhalten?
Bernhard Weissberg: Wir
treten nicht gegen 20 Minuten an. 20 Minuten hat – wie Metro, die
weltweit grösste Gratiszeitung – den Markt für Gratistitel geöffnet.
Gratiszeitungen sind mittlerweile akzeptiert, auch in der
Werbewirtschaft. Das ist entscheidend, sonst gäbe es 20 Minuten nicht.
Die Frage war, welche Entwicklungsfelder es für uns gibt. Der
klassische Weg wäre gewesen, auch eine Zeitung am Morgen zu bringen.
Dann gäbe es einen Zeitungskrieg und so fort. Aber das nützt weder den
Unternehmen, den Anzeigekunden, noch den Lesern. Es ist zudem nicht
sonderlich kreativ, dasselbe auf den Markt zu bringen.
WW: Wie sieht die kreative Lösung aus?
Bernhard Weissberg: Man
kann am späteren Nachmittag in der S-Bahn Leute beobachten, die
zerknitterte Ausgaben von 20 Minuten, Tagi oder Blick zur Hand nehmen,
weil sie sonst nichts zum Lesen haben. Wir glauben, dass es hier eine
Lücke für eine Zeitung gib, die anders als 20 Minuten gemacht ist.
WW: Sind die Leute am Abend nicht lesemüde und mit News bereits gesättigt?
Bernhard Weissberg: Nein, das haben wir genau abgeklärt.
WW: Wie steht es mit dem Newsaufkommen? Gibt es genug?
Bernhard Weissberg: News
werden lediglich einen Teil des gesamten Inhaltes ausmachen. Doch News
gibt es immer, das ist nicht unsere Sorge. Wir leben in einer
24-Stunden-Gesellschaft, sind weltweit vernetzt, man interessiert sich
auch für Dinge ausserhalb der Schweiz. Man muss ausserdem gerade im
kleinräumigen Bereich selber News schaffen. Das Konzept der Zeitung
beschränkt sich aber nicht auf News.
WW: Sie wollen ja die positive Ausgehstimmung des Publikums am Abend auffangen.
Bernhard Weissberg: Genau.
Das Publikum schaltet am Abend ja nicht das Gehirn ab, sondern der Tag
geht weiter. Gerade die Jugendlichen überlegen sich, am Abend noch
auszugehen. Wenn man hier das Bedürfnis nach mehr magazinartigen
Geschichten befriedigen kann, dann werden wir eine gute Mischung
bekommen.
WW: Wie viel News, wie viel Magazin?
Bernhard Weissberg: Das
kann und will ich noch nicht sagen. Wir entwickeln das Produkt laufend
weiter. Wenn wir den Startzeitpunkt beschlossen haben und die
Nullnummer gemacht ist, dann werden wir sie zeigen. Aber so weit sind
wir noch nicht.
WW: Das soll schon sehr bald, noch vor dem Sommer, passieren.
Bernhard Weissberg: Wir versuchen zu zeigen, dass auch ein grosses Unternehmen sehr flexibel und dynamisch sein kann.
WW: Wie wird «heute» mit anderen Medien vernetzt?
Bernhard Weissberg: Da
wird man sicher einiges von uns zu sehen bekommen. Aber das ist nicht
so schnell herstellbar, wir werden kontinuierlich aufbauen. Aber es ist
klar, dass heute ein neues Printprodukt nicht darum herumkommt. Unsere
Zielgruppe lebt ja mit den digitalen Produkten. Sie hat aber durchaus
gezeigt, dass sie die Zeitung als «altes» Medium stark akzeptiert. Die
Mischung dieser beiden Dinge wird sehr attraktiv sein.
Interview: René Worni
Ein enttäuschender Februar
GEMI Ein Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass der Goldbach Electronic Media Index (GEMI) im Februar nach einem massvollen Januar nicht anziehen konnte.
Thomas Kaiser wird Direktor Business Development der Publigroupe
Thomas Kaiser wird Nachfolger von Moritz Wuttke als Direktor Business Development und Mitglied der Konzernleitung bei der Publigroupe.
Nagelregen über Berlin
Awards Der ADC Deutschland jurierte weniger Arbeiten – 6438 – und zeichnete wegen höheren Niveaus mehr aus – 392. Spitzenreiter Jung von Matt und Scholz & Friends hängten alle ab.
riesigen Berliner Eventhalle Tempodrom fast andächtig still. In seiner
Eröffnungsrede begrüsste ADC-Vorstandssprecher Michael Preiswerk
im Speziellen die Leute von Springer & Jacoby, die trotz
Einreichungsstopps an der ADC-Show erschienen waren. Die Agentur gilt
zwar als die kreativste von allen, riss aber aus Spargründen gerade bei
den Wettbewerben die Ausgabennotbremse. Ein mutiger Entscheid, durfte
sie doch 2005 ganze fünf beziehungsweise die Hälfte aller
Goldauszeichnungen einkassieren.
Der spontane Applaus der Konkurrenten war ehrlich. Immerhin konnten sie
sich heuer die grössere Trophäenausbeute – hier sind es Nägel in den
drei Edelmetallen – untereinander teilen. Im ADC-Ranking 2006 schwingt
heuer Jung von Matt mit 107 Punkten als kreativste Agentur ganz obenauf
– vor Scholz & Friends (75) und Heimat (38), die auf den Plätzen
zwei und drei gelandet sind. Die Zweitplatzierte S&F heimste dafür
die meisten Goldnägel ein – zwei – und konnte sich in der Bestenliste
vom vierten auf den zweiten Podestplatz verbessern (siehe dazu das
Interview mit Sebastian Turner, Vorstandsvorsitzender der
S&F-Gruppe, Seite 10).
Bemerkenswert spektakulär – trotz weniger Humor
Für Jean-Remy von Matt, den geistigen Vater der heftig umstrittenen und
auch am ADC leer ausgegangenen «Du bist Deutschland»-Kampagne, dürfte
der Triumph im Medaillenspiegel ein kleiner Trost gewesen sein.
Immerhin konnten er und sein Kreativteam den ersten Platz zurückerobern
– allerdings ganz ohne Goldnagel, der ihnen verwehrt blieb.
Die Berliner Agentur Heimat, die sich vom fünften Platz aufs
Bronzetreppchen verbessern konnte, überraschte dagegen die TV-Spot-Jury
und das Publikum. In der Kategorie, die laut Jurychef Andreas Grabarz
weniger Humor, dafür mehr intelligent inszenierte Ideen als üblich
enthielt, gewann sie zum zweiten aufeinander folgenden Mal für
Auftraggeber Baufachmarkt Hornbach (Kunde des Jahres 2005) einen
Goldnagel. Erneut brach Heimat mit dem Streifen «Heartbeat»
Konventionen einer immer noch als spiessig wahrgenommenen Branche,
indem sie buchstäblich viel Blut und noch mehr pochende Herzen in die
Werk- und Gartenarbeit der Protagonisten steckte. In der gleichen wie auch in der Kategorie Kino holte auch
die Hamburger Nordpol+ mit ihrem Spot «Crashtest» für Renault zwei
goldene Nägel. Mit intelligentem Humor – ein Crashtest mit
Lebensmitteln aus verschiedenen Auto-Nationen, bei dem die Baguette
siegt – stach die Arbeit aus der Masse heraus. Der Spot wird jetzt
schon als heisser Löwenanwärter in Cannes gehandelt.
Mehr Gold in den nichtklassischen Disziplinen
Ähnliche Begeisterungsstürme löste die HLX-TV-Spotkampagne von Scholz
& Friends aus, die in der Kategorie Media Gold erhalten hat. Bei
der von vielen als genial, clever oder gar titanisch bezeichneten Idee
handelt es sich um einen Wahlwerbespot für die fiktive Partei «Die
PARTEI» (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung
und basisdemokratische Initiative) des Satiremagazins Titanic. Dank der
hohen Anzahl eingeschriebener «Parteimitglieder» erhielt Parteichef und
Chefredaktor Martin Sonneborn freie Sendeminuten und trat mit dem
absurdesten Parteiprogramm zu den Landtagswahlen 2005 in NRW an.
Mitunter versprach er, bei einem Sieg jegliche Schleichwerbung im
Fernsehen zu verbieten, die Mauer wieder aufzubauen und natürlich
sofort ein Schwarzgeldkonto in der Schweiz zu eröffnen, «wie das alle
Parteien tun».
Eine weitere einzigartige, originelle Arbeit mit internationaler Klasse
fiel in der Kategorie Editorial auf: das SZ-Magazin «Das
Zwillingsheft». Zwei optisch fast identische, inhaltlich aber
unterschiedliche Ausgaben erschienen als Beilage der Süddeutschen
Zeitung – die eine Hälfte der Auflage im Norden, die andere im Süden
Deutschlands. Wer sich für das Gegenstück mit den Artikeln über die
andere Zwillingshälfte interessierte, musste es am Kiosk verlangen.
Einen Trend stellte Michael Preiswerk nicht nur beim allgemein noch
stärkeren Gold fest, sondern auch bei der erneut starken quantitativen
und qualitativen Zunahme nichtklassischer Disziplinen sowie beim
erfreulichen Rückgang von «Goldideen», originellen Arbeiten, die aber
lediglich für Kreativwettbewerbe entstanden sind. Dagegen punktete die
neu eingeführte Kategorie «Integrierte Kommunikation» nur zahlenmässig.
Von den 476 eingereichten Arbeiten erhielt keine einzige eine Medaille.
Juryvorstand Ralf Zilligen brachte es auf den Punkt: «Alle reden von
integrierter und vernetzter Kommunikation, aber nur wenige setzen sie
so um, dass die spezifischen Fähigkeiten der jeweiligen Kanäle
angemessen genutzt werden. Integration heisst nicht, dass man eine Idee
durch alle Medien durch adaptiert und dekliniert.»
Jury-Chairman Michael Conrad zog eine positive Bilanz von der
Leistungsshow, welche die 276 Jurymitglieder zusammengestellt haben.
«Wichtiger als die Personen oder Agenturen, die die Arbeiten gemacht
haben, waren die Arbeiten selbst», erklärte Conrad, der schon unzählige
Male internationale Kreativturniere geleitet hat. Gespürt habe er eine
hohe Sachkompetenz, die vor allem in vielen innovativen Gedanken,
frischen Ideen, im grossen Einsatz moderner Technologien und der oft
exzellenten Ausführung zum Ausdruck gekommen seien.
Beste Beispiele dafür waren nicht zuletzt Goldgewinner wie das
Messestandkonzept «Medienwolke» für O2, der Launch-Event für den VW
Fox, bei dem ein mittelklassiges Hotel in Kopenhagen von einer
internationalen Künstlertruppe für die junge Peer-Community in drei
Wochen total renoviert wurde, oder die Adidas-Website «Y-3 Cubes».
Vereinzelte Glanzleistungen
Dank der breiteren Aufstellung, sprich: mehr Kategorien, steigen für
Deutschland die Chancen, an internationalen Festivals mehr zu gewinnen.
Aber nicht alleine deshalb. Den Reaktionen der internationalen
Fachpresse nach beweisen Gold- wie Silberarbeiten, dass die deutsche
Werbebranche im internationalen Vergleich kreativer und kompetitiver
geworden ist.
Kreativpool im Land der Ideen
Der Deutsche ADC, der eigentlich Preise verleiht, hat heuer selbst
einen Preis von den Förderern der Standortinitiative «Deutschland –
Land der Ideen» erhalten. Damit haben die Initianten – der
Bundesverband der Deutschen Industrie und führende Unternehmen
und andere Kooperationspartner – den 42-jährigen Kreativklub für dessen
Arbeit und Engagement in der Kommunikation ausgezeichnet. Damit
bestätigen sie die Fortschritte der Branche, die auch auf
internationaler Ebene Anerkennung gefunden hat.
Luca Aloisi
Der Tag des Lächelns
Presse FCB Leutenegger Krüll will dem Sonntag für den SonntagsBlick ein Lächeln schenken.
SonntagsBlick ein Lächeln schenken.Wer die ganze Woche hart gearbeitet hat,
Probleme lösen musste und Stress bewältigen und wer dazu noch mit
Meldungen aller Art und Informationen auch der unschönen Art in Schach
gehalten wurde, der freut sich, wenn endlich Sonntag ist. Am Sonntag –
so haben wir es verdient – sollte alles ein bisschen runder laufen.
Dieses grundlegende Versprechen hat FCB Leutenegger Krüll jetzt auch
zur Grundlage einer neuen Kampagne für den SonntagsBlick gemacht. Am
siebten Tage sollst du nicht nur ruhen, sondern auch ein bisschen
lächeln.
Der SonntagsBlick ist die kompakte, genussvolle Sonntagslektüre, die
Themen, welche die Leserschaft berühren, übersichtlich und klar
verständlich vermittelt. Er ist durch das Magazin Sie + Er aufgewertet
worden. Sowohl mit seiner eigenen Geschichte in der Presselandschaft
wie auch mit dem Stil seiner Geschichten im Blatt ist der SonntagsBlick
mit einer klaren Markenpositionierung beim Publikum verankert. Die
Publikation aus dem Hause Ringier will sich klar gegenüber den anderen
zwei Sonntagstiteln als die lustvollere Sonntagslektüre abgrenzen.
Abgeleitet aus dieser Positionierung hat die Agentur deshalb auf eine
Inszenierung dieses Unterhaltungswerts des SonntagsBlicks gesetzt. Mit
der neuen Markenkampagne soll die Marke SonntagsBlick nicht nur
aktualisiert und klarer präsentiert werden. Herausgestellt werden soll
vor allem auch der Unterhaltungswert gegenüber anderen Sonntagstiteln.
Nach vielen Ideen aus der Kreation von FCB Leutenegger Krüll hat dazu
eine langfristig angelegte Kampagne überzeugt, die sehr plakativ auf
einem Key-Visual-Konzept basiert. Dieses spielt in verschiedensten
Variationen mit der bekannten Smile-Form.
Mit den immer wieder neuen Bebilderungen will die Agentur die Vielfalt
der Themen im SoBli visualisieren. Der Claim dazu heisst jeweils: «Mehr
Freude …» – zum Beispiel am Diskutieren, am Fachsimpeln, an der Natur
oder auch an heissen Kurven. Zu diesen Themen wie Politik, Wissen,
Umwelt oder Sport sind Symbolbilder aus allen drei Bünden zum Einsatz
gekommen. FCB Leutenegger Krüll hat das Mandat für den SonntagsBlick
bereits im fünften Jahr. «Steht es im SonntagsBlick, ist es ein Thema»,
lautete der Claim der letzten Markenkampagne, die inzwischen ein
bisschen in den Hintergrund gedrängt wurde, weil das letzte Jahr vor
allem im Zeichen der Lancierung der neuen Beilage Sie + Er gestanden
ist. Jetzt gibt es Nachholbedarf für die Marke SonntagsBlick, meint
Account Manager Petar Dakovic.
Die langjährige Agentur des SoBli versucht nicht, aus ihrem Kunden nun
ein vermeintlich intellektuelles Produkt zu machen, sondern hat sich an
seine plakativen Stärken gehalten. Das Wort «populär» sei vielerorts
zwar negativ belegt, meint Patrick Lienert. Doch der CD plädiert mit
seiner Werbung dafür, dass man am Sonntag auch ein bisschen Spass haben
darf. Mit dem Text «mehr Freude» geben die Sujets eine Begründung,
wieso man sich für den SonntagsBlick entscheiden soll. Man will dem
Leser «einen Nutzwert in die Hand geben».
Echt plakatives Plakat
Das Plakat ist Basismedium für diese Kampagne, deshalb ist der Stil
auch sichtbar plakativ gehalten – «richtige Plakate und nicht nur
vergrösserte Inserate», meint dazu die Agentur. Die Botschaft soll
sofort verständlich sein – auch wenn die in verschiedensten Versionen
auftretende Smile-Form jeweils noch decodiert werden muss. «Eine
Herausforderung – aber keine Überforderung», meint Patrick Lienert.
Die Kampagne ist diese Woche gestartet und zeitlich ohne konkrete
Beschränkung geplant, denn die Smile-Ideen vermögen den Kreativen
sicher noch lange ein plakatives Lächeln zu entlocken. Mit diesem
Konzept könnte die Werbung zudem auch auf das aktuelle Geschehen
reagieren. Der SonntagsBlick hat nachgewiesene 988000 Leser oder «fast
eine Million» und ist damit immer noch die begehrteste Sonntagslektüre
in der deutschen Schweiz.
Andreas Panzeri
Saubermann aus Magaland
Waschmittel cR Basel hat den Bio neu belebt und diesem mit dem Magaland eine eigene Welt der Werbung geschaffen.
belebt und diesem mit dem Magaland
eine eigene Welt der
Werbung geschaffen.Maga ist dem sauberen Schweizer als das
Waschmittel für alles Farbige bekannt. Die traditionsreiche Marke ist
1930 bei Steinfels in Zürich erfunden und 1952 zu einem
vollsynthetischen Waschmittel weiterentwickelt worden. Nach
einerSpezialisierung 1957 als erstes Waschmittel in der Schweiz für
Buntwäsche folgten weitere Diversifizierungen von Compact bis Maga
flüssig 1995 oder Maga Color Dark magic im Jahre 2002.
Wichtiger Color-Player
Nach einem Zwischenspiel bei Henkel in Pratteln wird Maga seit 1997 im
Ausland produziert. Das Waschmittel für den Schweizer Markt wird aber
nach wie vor von Pratteln aus vertrieben. Maga heute als Kompaktpulver
im Sack und normal in der Box wird von allen Detaillisten ausser Migros
vertrieben. Die Marke ist ein wichtiger Player im Bereich Color hinter
Persil und Ariel. Der Marktanteil «muss aber gestärkt werden», wie
Product Manager Marcel Theiler bei Henkel in Pratteln meint. Bei diesem
Unternehmen werden auch noch bekannte Marken wie Persil, X-TRA,
Perwoll, Bref, Pril, die Kosmetiklinie Schwarzkopf sowie der Leimstick
Pritt vertrieben.
Maga wird von cR in Basel beworben. Als bisher letzte Arbeit hat die
Agentur 2003 für das Waschmittel einen Spot produziert. Ohne Pitch –
«weil Henkel sehr zufrieden war», wie Marketing Manager Irina Jermann
sagt – hat cR nun den Auftrag erhalten, für Maga die treue, aber
altersbedingt schrumpfende Kundschaft zu verjüngen und damit weiter zu
stärken. Als Kernzielgruppe sind somit Familien mit Kindern definiert
worden.
In diesem Umfeld fügt es sich ideal, dass Maga mit der Figur Bio über
einen seit Jahren bekannten Sympathieträger verfügt. Das Männchen ist
auch politisch korrekt, denn Bio wird heute mehr denn je gefordert.
Zwar sind inzwischen alle Waschmittel biologisch ähnlich «problemlos»
abbaubar, und der Begriff Bio bezieht sich bei Maga seit je schon auf
«biologische Waschkraft». Das vermag der magischen Wirkung von Bio bei
Maga aber keinen Abbruch zu tun.
Das 1930 erfundene Maga wurde 1943 erstmals mit einem Inserat beworben.
1965 folgte der erste Werbespot. 1968 wurde das Beimischen eines neuen
Enzyms erstmals mit der Werbefigur Bio bekannt gemacht. Dem im Volk
bald sehr beliebt gewordenen Männchen wurde später eine Partnerin
namens Softy zur Seite gestellt. Die Beziehung hielt aber nicht lange,
Softy hat sich seither sowohl vom Markt wie aus dem gesellschaftlichen
Leben zurückgezogen. Dafür ist Bio heute vitaler denn je.
Eine eigene Welt geschaffen
Die Werber haben das erreicht, indem sie für ihr Maskottchen eine Welt
namens «Magaland» geschaffen haben. Das Key Visual lebt dort in einer
Atmosphäre zwischen modernem Comic und heiler Familienwelt. Im Magaland
werden bewusst richtige Menschen auf Fotos mit gezeichneten Elementen
wie aus einem stilvoll-einfachen Kinderbuch vermischt. Bios Welt soll
hier fröhlich und farbig sein. Die für traditionelle Kunden nach wie
vor wichtige Swissness wird mit dem Schweizer Kreuz auf dem T-Shirt
eines aufgestellt wirkenden Buben publik gemacht. Bio spricht sein
Publikum in einer trendigen Sprache an, wenn er von einer «maga-starken» Wirkung redet.
Die Figur Bio als Key Visual ist auch auf allen Verpackungen wieder
verstärkt präsent. In deren Innern finden sich kleine Plastik-Bios als
Sockenclips. Diese Klammern dienen dazu, dass zwei Socken eines
Pärchens während des Waschgangs zusammengehalten werden. Die Bio-Clips
sind ein günstiger Werbeträger an den Trocknungsleinen in
Gemeinschaftswaschküchen, wo rund ein Drittel aller Schweizer heute
seine Wäsche pflegt. Gleichzeitig sollten sich die Gadgets natürlich
zum beliebten Sammelobjekt bei Kindern entwickeln.
Ebenfalls zahlreiche Überraschungen für Kinder hält die Web-site
www.magaland.ch bereit. Hier sind Bios Welten nicht nur animiert,
sondern können auch als Vorlagen zum Ausmalen ausgedruckt werden.
Weitere Inhalte sind Infos zum Produkt sowie – eine im Waschmittel
versteckte Perle für Werber – ein Archiv mit alten Kult-Werbespots aus
Bios Karriere als TV-Star.
Bei der Konzeption der neuen Kampagne haben die Kreativen und die
Medialeute von Beginn weg eine sehr enge Zusammenarbeit gesucht, wie
Beraterin Sylvia Ziegler von cR sagt. Man hat konsequent «eine andere
Lösung» angestrebt. So kommuniziert Maga in dieser neuen Kampagne
ausschliesslich nur noch über Print, während alle anderen Waschmittel
nach wie vor ihre Budgets in TV-Werbung investieren. Die Kampagne startet fulminant mit halbseitigen Panorama-Anzeigen.
Diese sollen mit ihren knalligen Farben auffallen und damit die
richtige Stimmung für ein Color-Waschmittel verbreiten.
Eine wichtige Rolle bei der Promotion von Maga spielen auch Events. An
der Basler Buchmesse wird am 5. Mai ein erstes Bio-Buch im Stil von
Globis Abenteuern vorgestellt. Im Luzerner Verkehrshaus soll vom 19. Mai an während dreier Tage das grösste Puzzle der Welt entstehen. Für das «Guinness-Buch der
Rekorde» sind Familien eingeladen, das Magaland mit Hunderten von einen
Quadratmeter grossen Puzzleteilen zu gestalten.
Bei dieser Malaktion soll sich allerdings niemand dreckige Kleider
holen. Weil die Farben für das Puzzle wasserfest sein müssen und somit
selbst von einem Bio nicht mehr gereinigt werden können, werden alle
Teilnehmenden des Events mit Plastikoveralls eingekleidet. Darauf wird aber bestimmt ein Bio prangen.
Andreas Panzeri
Luxusuhren mit Geschichte
Uhren Mit einer Imagekampagne begleitet Wirz den Relaunch der Luxusmarke H. Moser & Cie. an der soeben eröffneten Uhren- und Schmuckmesse Baselworld.
Wirz den Relaunch der Luxusmarke H. Moser & Cie. an der soeben
eröffneten Uhren- und Schmuckmesse Baselworld.Die Uhrenbranche ist seit einigen Jahren
in Champagnerlaune. Vor allem das Luxussegment boomt seit mehreren
Quartalen mit zweistelligen Zuwachsraten. Die Zeitmesser mit den
komplizierten Werken finden ihre Käuferschaft längst nicht mehr nur
unter den Sammlern. Die wachsenden Zielgruppen befinden sich heute
hauptsächlich in wohl situierten Milieus, die vor allem Wert auf Status
und Prestige legen– zu einem kleinen Teil auf Design. Nicht Funktion
oder komplizierter Mechanismus steht für sie im Vordergrund, sondern
die Distinktionsfunktion.
Dadurch hat sich auch der Charakter der Uhren radikal verändert. An der
Basler Uhrenmesse, die am Mittwoch ihre Tore öffnete, werden erneut vor
allem die subjektiveren Markenbestandteile als Verkaufsargument hervorgehoben. Mit auf der Historie des Hauses basierenden oder anderen, inspirierenden
Markenerlebnissen kann die Premium-Preispositionierung oft leichter
«begründet» werden als mit der Anzahl Bauteilen oder handwerklichen Arbeitsstunden.
Echte Wiederbelebung als UAP
Eine der vielen kürzlich wiederbelebten Uhrenmarken, die mit einem
Heritage-Markom-Konzept auftritt, ist die Schaffhauser Uhrenmarke H.
Moser & Cie., die bis in die späten 1970er-Jahre ihre Ticker
herstellte. Im Unterschied zu den meisten anderen konnte aber der
langjährige frühere technische Direktor von IWC, Jürgen Lange, die
Uhrenfirma Moser gemeinsam mit ihrem Familienstamm aus der Taufe heben.
Gründerurenkel Roger Nicholas Balsiger als VR-Ehrenpräsident und die
reiche Familienchronik verleihen Mosers Markengeschichte die
Authentizität, die ähnlichen Marken abgeht. Auf der Produktebene
unterscheidet sich Langes Marke auch durch ihr klassisch-elegantes
Understatement Design und die ausschliesslich in Edelmetall gebauten
Gehäuse von der Konkurrenz. CEO Jürgen Langes Erfahrungen mit Wirz
Werbung, deren Machokampagne IWC stärkte, stammten aus jener Zeit und
waren für die Wahl der Agentur entscheidend. «Bei Moser gibt es so viel
zu erzählen und zu zeigen, dass wir uns entschlossen haben, dies mit
einem kompetenten Partner öffentlich zu tun.»
Für die «neue» Uhrenmarke schälte Wirz’ Kreativteam die Leidenschaft
des Gründers Heinrich Moser als Plattform für die Kommunikation heraus.
Dies treffe für die Firmengründung in St. Petersburg 1828 zu, dies
beschreibe das uhrmacherische Umfeld, in dem die historischen Uhren
entstanden – und es sei das treibende Element der heutigen
Repräsentanten von H. Moser & Cie., erklärt Texter Hanspeter
Schweizer, der schon die IWC-Kampagne mitentwickelt hatte.
Für die Moser-Uhr gilt aber, dass sie anders ist und Trends setzt, anstatt ihnen
nachzulaufen. Selbstentwickelte Werke, Schlichtheit und Exklusivität der Kleinserien, die Funktionalität und Kompliziertheit des Uhrwerks, die sich erst auf den
zweiten Blick offenbart: das sei leidenschaftlich anders. Langfristig
peilt Lange eine Stückproduktion von jährlich 7000 bis höchstens 10 000
an.
Den adäquaten Marktauftritt für Mosers umfangreiches Lebenswerk fand man in einer Aufmerksamkeit erheischenden, informativen und selbstbewussten
Präsentation der legendären wie auch der neuen Uhrmodelle. Dokumente,
Fotos und Originalschauplätze nicht nur aus dem Uhrensektor sowie
ehemalige und heutige Repräsentanten der Firma sind ebenso Teil der
Kampagne wie die Zeitmesser.
Diese Archivplattform soll die klassischen wie die nichtklassischen
Werbeformen in den vorerst 27 Märkten prägen in Zeitschriften wie bei
Messen, Veranstaltungen und bei Highlights mit den Vertriebspartnern.
Luca Aloisi
HandelsZeitung setzt auf Finanznews
Die HandelsZeitung baut die Finanzberichterstattung aus und intensiviert ihre redaktionelle Kooperation mit dem Wall Street Journal.
Themenspezifische Sonderbeilagen werden die ersten zwei Bünde in der neuen HandelsZeitung ergänzen. Auch der Börsenteil und die Kursseiten werden in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Vwd Group ausgebaut. Im Anschluss an den Relaunch der HandelsZeitung geht die Verlagsgruppe die Neugestaltung der Online-Aktivitäten an. Sie sollen künftig mit tagesaktuellen Wirtschafts- und Finanzinformationen im Web und für mobile Anwendungen aufwarten.
Für das neue Zeitungsdesign zeichnet Katja Hösli, Inhaberin der Firma Mediadesign in Gais, verantwortlich. Sie hat in den vergangenen Monaten bereits die neuen Layouts für die Finanzzeitschriften Schweizer Bank, Schweizer Versicherung und Private Banking entworfen. Die Werbekampagne für die neue HandelsZeitung wird von der Agentur Jung von Matt/Limmat betreut.
Premiere wird Abo-Preise senken
Der Bezahlsender Premiere trägt sich mit dem Gedanken, die Abonnementspreise zu senken, um nach dem Verlust der Bundesliga-Rechte an Arena Abo-Verluste zu verhindern.
Printmedien spüren die Konjunktur
Leserforschung Die Schweizer Printmedien tendieren gemäss Wemf leicht nach oben. Neu erscheinen Mach Basic und Mach Consumer im Halbjahresrhythmus.
NZZ-Gruppe verliert LeserAuch der Tages-Anzeiger hat nach vergangenen Verlusten wieder 1,7 Prozent an Reichweite zugelegt (576000), während die Neue Zürcher Zeitung 1000 Leser verlor (330000). Auch das zur NZZ- Gruppe zählende St. Galler Tagblatt mit weiteren zugehörigen Titeln in der Ostschweiz verzeichnet Einbussen von 6000 Lesern (223000). Schliesslich krebst auch die Berner Zeitung – der Bund taucht in der Statistik nicht mehr separat auf – um 2000 Leser zurück (403000).
Fast unveränderte Zahlen weist die Wemf für die Basler Zeitung (210000) aus, bei einem leichten Anstieg der Nettoreichweite von 0,3 Prozent.
In der Romandie haben die wichtigsten Tageszeitungen allesamt Leser gewonnen. Den meisten Zuwachs mit je 10000 Lesern erzielten Le Temps (125000) und Le Matin (363000), gefolgt von 24 Heures (273000; +7000) und der Tribune de Genève (177000; +2000). 24 Heures hat ab April 2005 vier neue Splitausgaben lanciert, die in der Erhebung als ein Titel betrachtet werden. Auch im Tessin legten Corriere del Ticino und La Regione Ticino leicht zu.
Sonntagspresse zieht weiter an Für die Sonntagspresse scheint durchwegs die Sonne, vom südlichsten Kanton einmal abgesehen. Der SonntagsBlick ist mit 998000 Lesern (+10000) der meistgelesene Sonntagstitel, gefolgt von der SonntagsZeitung (+11000) und der NZZ am Sonntag (+9000). In der Romandie hat auch Le Matin dimanche um 15000 Leser zugelegt (606000), während im Tessin Il Caffè della domenica 5000 Leser verlor und sogar 4,1 Prozent Nettoreichweite einbüsste. Auch Il Mattino della domenica verlor insgesamt 1000 Leser (87000).
Wirtschaftstitel gesundenBei den Wirtschaftstiteln fällt einzig die Bilanz negativ in der Statistik auf, dies jedoch nur, weil das Blatt im Februar 2005 sein Erscheinen auf 14-täglich verdoppelt hat. Während der Tamedia-Titel Finanz und Wirtschaft unverändert bleibt, legten Cash (284000) um 11000 und die HandelsZeitung (141000) um 1000 Leser zu. In der Romandie gilt für Bilan dasselbe wie für das Schwesterblatt Bilanz, während dem täglichen Wirtschaftsblatt L’Agéfi die Leser (nicht nur die Chefredaktion) offensichtlich davonlaufen (15000; –4000).
Wochenpresse mit PlusWeil Das Magazin (643000) seit dem Februar 2005 auch der Berner und der Basler Zeitung sowie dem Solothurner Tagblatt beiliegt, ist seine Leserschaft praktisch um 114000 Personen angewachsen, deshalb sind gemäss Wemf aus methodischen Gründen Vergleiche mit dem Vorjahr nicht zulässig. Dennoch hat NZZ Folio immer noch mehr Leser (661000) bei einem Zuwachs von 10000. Leichtes Plus von je 1000 Lesern verzeichnen sowohl Facts als auch die Weltwoche. Die Wochenzeitung WOZ hingegen verliert weiter an Publikum (107000; –6000). Zugelegt haben ferner die grossen Illustrierten: Die Schweizer Illustrierte hat 12000 Leser mehr (1054000) und die Schweizer Familie 4000 (71000). Zu signifikanten Veränderungen kam es in zwei Fällen: Einerseits hat Das Beste aus Reader’s Digest 22000 Leser verloren (400000) und 5,3 Prozent Nettoreichweite eingebüsst. Andererseits interessierten sich nur noch 235000 Leser für Film demnächst (–23000 Leser) bei einer um 9,2 Prozent sinkenden Nettoreichweite. Die Statistik weist auch auf Besonderheiten hin. So hat die Namensänderung eines Titels in zwei Fällen negative Auswirkungen auf die Leserbeachtung. Noch bis im Mai hiess der Gesundheitstipp Puls-Tipp. Die Namensänderung kostete den Titel 8000 Leser (633000). Gleiches im grösseren Ausmass geschah der Fernsehzeitschrift TVstar, bis Ende Januar 2005 bekannt als TR7: Das Blatt verlor 45000 Leser (375000) und 10,7 Prozent an Nettoreichweite.
Neu: HalbjahreszahlenDie Leserschafts- und Konsumstudie Mach Basic und Mach Consumer,
welche die Wemf alljährlich publiziert, erscheinen künftig im Halbjahresrhythmus jeweils im März und September. Seit dem 28. März liegen die ersten Halbjahresergebnisse beider Studien vor. Die Wemf reagiert damit auf die zunehmende Bedeutung der Aktualität von Leistungsdaten im umkämpften und schnelllebigen Markt. Dies zeigt sich bereits in der aktuellen Ausgabe der Mach Basic, die 12 neue Titel und Titelkombinationen umfasst. So kann künftig rascher auf die Veränderungen im Leser- und Werbemarkt reagiert werden. Methodisch wurde nichts verändert, der Vergleich von Leserentwicklung und Reichweiten ist mit den früheren Ausgaben ohne weiteres möglich. Die Ergebnisse beruhen weiterhin auf einer Stichprobe von 12 Monaten, wobei die sechs ältesten Monate durch neue ersetzt werden. Die aktuelle Publikation vom März 2006 umfasst demnach die Periode von Oktober 2004 bis September 2005 bei gleich bleibender Anzahl Interviews (über 23700).
René Worni
