Verband Schweizer Presse präsentiert Neuordnungsvorschlag für Schweizer Fernsehlandschaft

Der Verband Schweizer Presse hat seinen Vorschlag zur Neuordnung der Fernsehlandschaft Schweiz präsentiert.

Der Verband Schweizer Presse hat seinen Vorschlag zur Neuordnung der Fernsehlandschaft Schweiz präsentiert. Damit schalten sich die Zeitungsverleger aller drei Sprachregionen in den Verteilkampf um das so genannte Gebührensplitting ein. Mit dem Bericht will der Verband laut Communiqué „einen Beitrag zur Diskussion über die konkrete Ausgestaltung der künftigen Fernsehlandschaft Schweiz im Rahmen der Umsetzung des neuen RTVG liefern“. Die Verleger besitzen einen Grossteil der rund 40 privaten TV-Sender.Im neuen Radio- und Fernsehgesetz (RTVG), das voraussichtlich im Frühjahr 2007 in Kraft treten wird, sind die Anzahl der gebührenunterstützten Veranstalter und die Versorgungsgebiete zu bestimmen, damit das Gebührensplitting überhaupt vorgenommen werden kann. Die von Bundesrat bisher vorgesehene Anzahl der Konzessionsgebiete liegt zwischen 10 und 12. Die Konzessionsgelder für private TV-Sender nachdem neuen Gebührensplitting sollen nach Wunsch der Verleger aber in 14 Versorgungsgebieten ausgeschüttet werden, davon 9 in der Deutschschweiz, 4 in der Westschweiz und 1 im Tessin. Gebietsüberschneidungen der Versorgungsgebiete seien dabei „unvermeidbar“ und „im Einzelfall auch sinnvoll“, heisst es im Communiqué. Durch die Einführung des Gebührensplittings werde das Verhältnis unter den Anbietern massgeblich mitgeprägt. Eine „gewisse Konsolidierung“ bzw. Flurbereinigung bei den privaten TV-Anbietern sei deshalb zu erwarten.
Neben den Verteilkritierien hat Schweizer Presse auch einen Verteilschlüssel vorgelegt. Vorgeschlagen wird ein modulares Drei-Säulen-Modell. Mindestens die Hälfte der Gebührenanteile seien für einen Sockelbeitrag vorzusehen, 30 bis 40 Prozent für eine Strukturausgleichsprämie und die restlichen 10 bis 20 Prozent sollen als sogenannte „Leistungsprämie“ für besondere Leistungen im Bereich des Service Public verwendet werden. Wie Mitverfasser der Studie Hanspeter Kellermüller gegenüber der SDA sagte, würde der Strukturausgleich auch dafür sorgen, dass private TV-Anbieter in benachteiligten Regionen mit wenig Wirtschaftskraft zusätzlich unterstützt würden. Über die Zuteilung der Gelder soll nach Vorstellung der Verleger ein vom Bund unabhängiges Brachengremium entscheiden.
Der Verband der 17 Regionalfernsehsender, Telesuisse, teilte seinerseits am Montag per Communiqué mit, dass er keine Absicht habe, Vorschläge zur Einteilung der Konzessionsgebiete zu erarbeiten. Der Verband wünscht sich allerdings „zukunftsorientierte Lösungen“ und „intelligente Synerigen zwischen den bestehenden Sendern“. Es sei Sache des UVEK, des Bundesamts für Kommunikation und des Bundesrates, in eigener Regie und nach Anhörung der Kantone die Richtlinien des neuen Gesetzes sinngemäss anzuwenden.

SF 1 verliert Primetime-Marktanteile

Von Anfang Januar bis Ende Februar 2006 hat das Schweizer Fernsehen SF 1 zwischen 18 und 23 Uhr im Schnitt 0,4 Prozent Marktanteil verloren.

Von Anfang Januar bis Ende Februar 2006 hat das Schweizer Fernsehen SF 1 zwischen 18 und 23 Uhr im Schnitt 0,4 Prozent Marktanteil verloren. Dies berichtet die Sonntagszeitung, die sich auf unveröffentlichte Zahlen aus der SRG-Publikumsforschung beruft. Die Differenz bei SF 1 habe sich vor allem durch Verluste bei den jüngeren Zuschauern ergeben: Der Anteil bei den Kindern sei 1,7 Prozentounkte zurückgegangen, bei den Jugendlichen um 1,1 Prozent. Im Tagesschnitt habe SF 1 im vergangengen Jahr 1 Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr eingebüsst. Genau gegenteilig sieht das Bild dann allerdings bei SF2 aus. Das zum Event-Kanal ausgebaute 2. Programm legte dank der Olympischen Winterspiele nach 18 Uhr um 1,7 Prozent zu.

SevenOne Media zieht für „Lotta in Love“ alle Werbe-Register

Wildplakate, Inserate und Veranstaltungskalender in der ganzen Deutschschweiz trugen in den vergangen zwei Wochen den Slogan „Alex in Concert“.

Wildplakate, Inserate und Veranstaltungskalender in der ganzen Deutschschweiz trugen in den vergangen zwei Wochen den Slogan „Alex in Concert“. Doch mit der Kampange wurde kein Konzert, sondern die neue Telenovela „Lotta in Love“ beworben, die im Musikbusiness spielt und seit Montag auf ProSieben zu sehen ist. Die ProSiebenSat.1-Tochter SevenOne Media realisierte neben der Teaser- auch eine klassische Werbekampagne. Zusätzlich zu den TV-Trailern, Radio- und Kino-Spots, AdScreens, Inseraten und Plakaten warb die Zürcher Firma mit Werbung auf der Strasse, Internetseiten und an Partylocations.

NW1 kämpft weiter um Gebührengelder

Wenn es nach dem Willen der Baselbieter Regierung geht, erhält der regionale Privat-TV-Sender NW1 keine Gebührengelder beim Gebührensplitting.

Wenn es nach dem Willen der Baselbieter Regierung geht, erhält der regionale Privat-TV-Sender NW1 keine Gebührengelder beim Gebührensplitting. Gemäss dem neuen Radio- und Fernsehgesetz RTVG kann nämlich nur ein Sender pro Region Gebührensgelder erwarten. Wie die Basler Zeitung berichtet, soll das Geld dem Konkurrenten Telebasel zukommen. Anlässlich der Erweiterung der Sendekonzession für die gesamte Nordwestschweiz im Jahr 2004 hatte sich NW1 verpflichtet, zu Gunsten des Stadtsenders auf staatliche Gebühren zu verzichten. Dieses Versprechen sei in ein Gentlemen’s Agreement eingeflossen, das die beiden Basler Regierungen unter Vermittlung des Bundesamtes für Kommunikation unterzeichnet haben. Nun distanzieren sich die beiden Hauptaktionäre Christian Heeb und EBM-Direktor Hans Büttiker, die beide ihre Anteil an NW1 verkaufen wollen, davon. Es gebe keinen formellen Beschluss des Verwaltungsrats. Für die Baselbieter Regierung hat das Gentlemen’s Agreement aber weiterhin Gültigkeit. Von einer Koopertion mit Telebasel will NW1 nun nichts mehr wissen, de Baselbieter Regierung versucht aber weiterhin, eine politische Lösung mit beiden Sendern zu realisieren. Die Regierung Baselstadt würde einer politischen Lösung die Hand reichen. In spätestens drei Monaten wollen die Regierungen ihr Konzept vorlegen.

Gruner + Jahr auf Wachstumskurs

Der neue Slogan von Europas grösstem Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr lautet „Expand your Brand“.

Der neue Slogan von Europas grösstem Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr (G+J) lautet „Expand your Brand“. Wie der Konzernchef Bern Kundrun an der Bilanz-Presse-Konferenz am Montag verkündete, wolle man weg von einem rein auf Zeitschriften fokussierten Denken und Marken-Communities bilden. G+J verzeichnet für das Jahr 2005 ein Umsatzwachstum von 8 Prozent auf 2,62 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür war unter anderem der Zukauf der Stuttgarter Motor-Presse sowie des Druck-Joint-Ventures Prinovis. Zugleich wuchs der operative Gewinn deutlich. Portfoliobereinigt blieb 2005 ein Umsatzwachstum von 1,2 Prozent, schreibt die Nachrichtenagentur SDA. Somit legten die Erlöse erstmals seit vier Jahren wieder zu. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um 17 Prozent auf 250,3 Millionen Euro. Vertriebs- und Anzeigemarkt blieben weiterhin angespannt, sagte Kundrun am Montag. Er setzt derweil weiter auf die „vitale Innovationskultur des Unternehmens. Seit 2003 seien weltweit 47 Titel auf den Markt gekommen, 2005 waren es 16. Bis 2010 strebt G+J einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro an und plant im Ausland weitere Länder zu erschliessen. Der Hamburger Verlag ist in den Händen der Bertelsmann AG (74,9 %) und der Hamburger Verlegerfamilie Jahr (25,1%).

Assai übernimmt Online- Kommunikation für C&A

Die Kommunikationsagentur Assai hat für die Jugendmarke Clockhouse ein Online- und Mobile-Massnahmepaket konzipiert und umgesetzt.

Die Kommunikationsagentur Assai hat für die Jugendmarke Clockhouse ein Online- und Mobile-Massnahmepaket konzipiert und umgesetzt. Die Zürcher realisierten den ersten Schweizer Internet-Auftritt der jungen Linie von C&A. Multimediale und interaktive Inhalte wie Bildgalerie, Video-Stream, Online-Game, SMS-Wettbewerb und Newsletter sollen das Interesse der jungen Zielgruppe wecken, heisst es in einer Mitteilung. Neben dem Internetauftritt erstellt Assai auch die Online-Werbemittel und überwacht deren Durchführung.

Studie: Websites traditioneller Medien geniessen Vetrauen

Gemäss der Studie des US-Instituts Pew Research Center wird unter Breitbandnutzern das Internet als Informationsquelle wichtiger als das Fernsehen.

Gemäss der Studie des US-Instituts Pew Research Center wird unter Breitbandnutzern das Internet als Informationsquelle wichtiger als das Fernsehen. Täglich besuchten 23 Prozent der Amerikaner Informationssites im Netz, unter den Besitzern von Breitbandanschlüssen beträgt die Zahl sogar 43 Prozent. Folgerung: Das Internet holt als primäre Informationsquelle immer mehr das Fernsehen ein, das aber immer noch von 60 Prozent als primäres Informationsmedium bezeichnet wird. Die Surfer bevorzugen dabei die Websites der traditionellen Medien: 46 Prozent informieren sich auf den Seiten von CNN und MSNBC, 32 Prozent lesen ihre Lokalzeitung übers Netz und 20 Prozent besuchen die überregionalen Zeitungen online. Als Nachrichtenquelle nicht durchsetzten konnten sich bisher die Weblogs. Nur gerade 9 Prozent aller Internetnutzer (12 Prozent der Nutzer mit Breitband) gaben an, Weblogs bei der Informationssuche zu berücksichtigen. Noch nicht massentauglich sind auch kostenpflichtige Inahlte. Lediglich 6 Prozent gaben an, diese zu nutzen. Toleranter sind die Nutzer, wenn es um eine kostenlose Registrierung geht. Hier haben sich 54 Prozent der User schon auf mindestens einer Seite registriert. Die Pew-Studie beruht auf einer telefonischen Befragung von 3’011 Erwachsenen im Zeitraum zwischen dem 29. November und 31. Dezember 2005.

Contexta realisiert 3. Lehrstellenkampagne

Die Werbeagentur Contexta hat das Budget für die dritte Welle der nationalen Lehrstellenkampagne gewonnen.

Die Werbeagentur Contexta hat das Budget für die dritte Welle der nationalen Lehrstellenkampagne gewonnen. Laut dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) haben sich die Berner im zweistufigen Auswahlverfahren mit kreativen Ideen durchgesetzt, die eine nachhaltige Wirkung versprechen und langfristig eingesetzt werden können. Die Kampagne richtet sich an Jugendliche und Betriebe und soll gleichzeitig die Lehrstellenmarketing-Massnahmen der Kantone verstärken, heisst es in einer Mitteilung.

Reaktionen auf den Vorschlag des Verbands Schweizer Presse

Das neue Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) und der Verteilschlüssel zum Gebührensplitting, den der Verband Schweizer Presse am Montag vorgestellt hat, hat eine Reihe kritischer Reaktionen ausgelöst.

Der Verteilschlüssel zum Gebührensplitting nach dem neuen RTVG, den der Verband Schweizer Presse am Montag vorgestellt hat, ist von vielen Seiten negativ aufgenommen und kritisiert worden. Wie Günter Heuberger, Geschäftsführer  von Tele Top mitteilte, haben unabhängige Privat-TV-Betreiber den Vorschlag kritisiert. Das Konzept der Verleger sei weder sachgerecht, noch entspreche es der bisherigen Medienpolitik des Bundes. Den Zeitungsverlagen würde es einmal mehr darum gehen, den Wettbewerb in ihrem Monopolräumen auszuschalten. Ebenfalls scharf kritisiert wird das neue RTVG. Nachdem Radio Zürisee und die Jean-Frey Ag am Freitag in einem Communiqué „die verpasste Chance für eine moderne Medienpolitik“ beklagt hatten, wird das neue Radio- und Fernsehgesetz RTVG in einer Mitteilung vom Privatsender U1 als „Gesetz aus dem Mittelalter. Gemacht für Feudalherren und Raubritter“ bezeichnet. Eine sarkastische Grussnote an die SRG sendet auch Guiseppe Scaglione von Radio 105. Ihr „jahrelanges, unverschämte und durch unsere Gebühren finanziert Lobbying hat sich gelohnt: Das neue Radio- und Fernsehgesetz sichert dem Staatssender auch für die nächsten 10-15 Jahre das Monopol.“ Auch das Medien-Forum, die Interessengemeinschaft der Schweizer Medienkonsumenten zeigt sich enttäuscht. In einer Mitteilung ist von einer missglückten Revision die Rede. Mit dem Gebührensplitting würde die Zukunft weiterer elektronische Medien am staatlichen Tropf hängen und damit in problematischer Abhängigkeit zur öffentlichen Hand, wird kritisiert. Eine echte Konkurrenz im Bereich der elektronischen Medien geben es in der Schweiz leider auch in Zukunft nicht.

Sloggi lockt mit Mister Schweiz-Dinner

Die Unterwäschenmarke Sloggi präsentiert den aktuellen Mister Schweiz Renzo Blumenthal inmitten weiblicher Höschen-Models: „Gewinne ein Dinner mit Mister Scheiz oder einem der Topmodels!“ lautet der Slogan.

Die Unterwäschenmarke Sloggi präsentiert den aktuellen Mister Schweiz Renzo Blumenthal inmitten weiblicher Höschen-Models: „Gewinne ein Dinner mit Mister Scheiz oder einem der Topmodels!“ lautet der Slogan der neuen Frühjahrskampane 2006. Zu sehen ist die Werbung mit den vier Halbnackten seit Montag auf Plakaten, Hängekartons in öffentlichen Verkehrsmitteln, E-Boards und Internet-Banner auf 20 Minuten Online und Blick Online. Die Kampagne soll in erster Linie die Bekanntheit von Sloggi Men erhöhen und will ein junges urbanes Publikum ansprechen, heisst es in einer Mitteilung. Durch die elektronischen Medien für den Wettbewerb wie SMS und Internet könne das Zielpublikum aktiv ins Geschehen eingreifen und mit Sloggi Kontakt aufnehmen.

Mediapolis kündigt Politlog.ch an

Eine Plattform für eine offene politische Diskussion will „Aktion für freie Meinungsbildung“ den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stellen, teilt die  Agentur für Wirtschafts- und Kommunikationsberstung Mediapolis mit.

Eine Plattform für eine offene politische Diskussion will „Aktion für freie Meinungsbildung“ den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stellen, teilt die Agentur für Wirtschafts- und Kommunikationsberatung Mediapolis mit. Dabei sieht sie Weblogs anhand der Reaktionen auch als Stimmungsbaromenter an. Die Lead-Beiträge in Politlog.ch stammen von liberalen Politikern und Unternehmern, kritische Kommentare im Rahmen einer konstruktiven politischen Debatte sind laut Commuiqué sogar explizit erwünscht.

Stellenabbau bei der Tamedia-Inseratenabteilung geplant

In der Anzeigenproduktion Zeitungen (APZ) genannten Inseratenabteilung soll die Tamedia-Geschäftsleitung einen gestaffelten Stellenabbau bekannt gegeben haben.

In der Anzeigenproduktion Zeitungen (APZ) genannten Inseratenabteilung soll die Tamedia-Geschäftsleitung einen gestaffelten Stellenabbau bekannt gegeben haben. Wie Kleinreport.ch berichtet, soll bis Ostern klar sein, wie viele der heute noch 110 Ganz- und Teilzeitstellen gestrichen werden. Die Geschäftsleitung habe den Stellenabbau mit dem rückläufigen Auftragsvolumen vor allem beim Flaggschiff Tages-Anzeiger begründet. Die Zahl der verarbeiteten Anzeigen sei allein seit dem letzten Stellenabbau im September 2005 bis Februar 2006 um durchschnittlich 15 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode gesunken. Die Tamedia-Geschäftsleitung hätte ferner bekannt geben, dass sie in ein neues modernes Anzeigensystem investieren wolle. Bis Ende 2007 sollen möglichst alle Tamedia-Titel sowie weitere übernommene Zeitungen auf eine einheitliche Plattform integriert werden. Geplant sei ferner der Wegfall gewisser heute erbrachter APZ-Dienstleistungen durch ein neues Webtool.
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