Sneak Preview des Cash daily Livepapers

Am Mittwoch hat Ringier eine Vorschau («Sneak Preview») des Livepapers von Cash daily an die Werbemarktpartner gesendet. Auf der Website läuft derweil der Countdown.

Am Mittwoch hat Ringier eine Vorschau («Sneak Preview») des Livepapers von Cash daily an die Werbemarktpartner gesendet. Klicken Sie hier und nehmen Sie selbst einen Augenschein.
Verleger Michael Ringier träumte an der Bilanzmedienkonferenz von einem E-Paper, doch die Zeit dafür ist noch nicht reif. So wurde daraus nun ein sogenanntes Livepaper, das Bild, Text, animierte Werbeformen und digitales TV vereint.
Auf der Website von Cash läuft unter der Rubrik «Cashdaily» der Countdown: Pünktlich am 7. September um Mitternacht, wenn die Uhren das Datum auf 8. September wechseln, werde das Livepaper – «die grösste multimediale Wirtschaftstageszeitung der Schweiz» – mit aktuellen News, Finanzinformationen und Cash daily Web-TV starten. Zur Nutzung muss man sich registrieren. Die Registration ist allerdings kostenlos.
Ausführlichere Informationen zu Ringiers neustem Projekt lesen Sie übrigens in der aktuellen Werbewoche Nr. 31.

Boxenstopp im Shoppi und im Tivoli

Formel 1 Wyler Werbung weckt das Kind im Manne mit einem Plakat für die Formel 1-Ausstellung im Shoppi&Tivoli.

Formel 1 Vom 28. August bis zum 9. September präsentiert das Shoppi&Tivoli eine Formel-1-Ausstellung. Neben den Porträts von erfolgreichen Schweizer Rennfahrern wie Joe Siffert sind die attraktiven Boliden des Formel-1-Zirkus zu bewundern. Die Ausstellung wird bei manchem Betrachter ein wenig das Kind im Manne wecken. Dasselbe versucht auch die Plakatkampagne zur Ausstellung. Verantwortlich dafür: Wyler Werbung.

Heads macht neues CI/CD für Solution Providers

Die Zürcher Corporate Communications-Spezialisten von Heads verhelfen Solution Providers zu neuem Image.

Die Zürcher Corporate Communications-Spezialisten von Heads verhelfen Solution Providers zu neuem Image. Die Solution Providers ist eine Management-Consulting Unternehmung, die ihre Kunden bei der Erarbeitung von Strategien und deren operativer Umsetzung bis hin zur technischen Implementierung unterstützt. Innert zehn Jahren ist die Dübendorfer Unternehmung auf 60 Mitarbeitende angewachsen und ist nun auf dem Sprung ins Auslandsgeschäft. Heads begleitete Solution Providers in der Neuformulierung ihrer Corporate Identity und entwickelte das neue Design. Nebst sämtlichen Geschäftsducksachen gestaltete Heads die neue Website und entwickelte zwei Imageanzeigen. Die Erfolgsformel von Solution Providers brachte Heads mit dem neuen Claim auf den Punkt: «Passion. Process. Progress.»

Identica mit neuer Identität für Clariden Leu

Per Januar 2007 werden die Privatbanken der CS Group zu Clariden Leu zusammengeschlossen. Die Erlenbacher CI-Agentur Identica übernahm die markentechnische Herausforderung.

Per Januar 2007 werden die Privatbanken der CS Group zu Clariden Leu zusammengeschlossen. Die Erlenbacher CI-Agentur Identica übernahm die markentechnische Herausforderung. Es galt, ein Gleichgewicht zwischen zwei bereits bestehenden Marken mit gleichermassen starken Profilen zu finden. Die Namen der zwei grössten Privatbanken der CS Group «Clariden Leu» formen den Namen der neuen Bank.
Die neue Marke vereine Tradition und Design, teilt die Agentur am Mittwoch mit. Für einen kraftvollen Auftritt wurde das neue Logo mit einem unverwechselbaren Corporate Design ergänzt. Der Auftritt wird im Januar in verschiedenen Medien beweisen müssen, wie gut der neue Löwe brüllt.

Vögeli Druck im Steigflug

Print Die Langnauer Druckerei Vögeli feierte mit Kunden und Gästen eine Weltpremiere.

Print Die Langnauer Druckerei Vögeli feierte mit Kunden und Gästen eine Weltpremiere.Das rund 40 Mitarbeitende zählende Familien- unternehmen Vögeli AG in Langnau im Emmental hat kürzlich den Abschluss einer wichtigen Phase in seiner Unternehmensgeschichte gefeiert. Nach dem Bezug eines ergänzenden, Ende November 2005 fertiggestellten Neubaus hat die Druckerei seither eine der modernsten Bogenoffsetmaschinen der Schweiz in Betrieb genommen. Am 1. September hatte die Druckerei Kunden eingeladen, damit sich diese die erweiterte Produktionsstätte ansehen und sich von den erweiterten technischen Möglichkeiten überzeugen konnten. Unter den rund 250 Gästen befand sich auch Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG, dem Lieferanten der Maschine.
Eingeladen hat Vögeli seine Kunden und Partner mit einem Mailing, das einem Flugticket samt Reiseprogramm nachempfunden war. Je nach persönlicher Gewichtung gab es am Kundenanlass im Hangar bzw. Maschinensaal zwei Highlights: Das Kabarett-Duo FlügZüg, die mit akrobatischen Einlagen, kombiniert mit Berner Charme und Humor für diverse Höhenflüge und beste Unterhaltung sorgten – oder der neue «Dreamliner», eine Heidelberg Speedmaster, die den grafischen Betrieb dank technischer Finessen zu wahren Höhenflügen führt.
Der Überflieger – notabene eine Weltpremiere – hat den geheimnisvollen  Namen Heidelberg Speedmaster CD 74-5+L+LY-P-5+L. In der Fachsprache werden solche Maschinenkonfigurationen kurz LPL genannt, was auf die Möglichkeiten Lackauftrag, Wendung (Perfecting), Lackauftrag (dann auf der Bogenrückseite) hinweist. So kann die 21 Meter lange Zehnfarben-Offsetmaschine in der bei Vögeli installierten Ausstattung beidseitig fünffarbig bedruckte, lackveredelte Druckbogen in einem Druchgang produzieren.
Technisch abgehoben und dennoch sanft gelandetFlugangst durfte man am Anlass keine haben, denn nach dem Check-in und auf dem geführten Rundflug durch die Räumlichkeiten war mehr von Höhenflügen, Preflighting und auch sanften Landungen die Rede als sonst in Druckereien üblich.
Mitarbeitende der Vögeli AG fungierten als Flugkapitäne. Sie informierten die Kunden über die moderne Vorstufenabteilung, die Kunden dank Datenprüfungen vor Blindflügen verschonen. Knapp ein halbes Terabyte an Daten stünden im Direktzugriff, 2 x 6 Terabyte Daten werden bei Vögeli verwaltet, erklärte Flugbegleiter Martin Schlegel, der in der flugfreien Zeit im Innendienst arbeitet.
Ein für professionelle Ansprüche konzipiertes Fotostudio, eine Lithoabteilung, modernste DTP-Arbeitsplätze und ein Prinergy-Workflow samt Ausschiessstation sowie ein CtP-Belichter von Creo runden die Vorstufe ab. Um die Einrichtzeiten beim Druck zu verkürzen, werden bereits beim Ausschiessen Farbprofile generiert, die an der Druckmaschine abgerufen werden und dort die Voreinstellzeiten verkürzen. Zentral im Maschinensaal platziert sorgt eine Schneidstrasse Polar 115 Autotrim für den exakten Abschnitt.
Auch die «Abfertigung» der Drucksachen ist bei Vögeli auf modernstem Niveau. Moderne Sammelhefter, Falz- und Zusammentragmaschinen, Kuvertier- und Adressiermaschinen, gepaart mit alten, aber gepflegten Heidelberg-Buchdruckmaschinen erlauben dem Unternehmen, auf sehr unterschiedliche Kundenbedürfnisse eingehen zu können.
Buchstäblich den Vogel abgeschossen hat das Unternehmen mit der Präsentation ihres neuen CI. Das etwas antiquiert wirkende «Vögeli-V» ist einem modernen Logo gewichen. Und Vögeli damit sanft in der Neuzeit gelandet.   
Jürgen Franck

Futtern und speisen

Kolumne Mal billig, mal Gourmet: Josefa Haas über die Parallelen zwischen der Medien- und der Esskultur.

Kolumne Mal billig, mal Gourmet: Josefa Haas über die Parallelen zwischen der Medien- und Esskultur. In der Esskultur tut sich was: Neben den Billigbrands lancieren die Detailhändler die Gourmetlinien, das Restaurant um die Ecke versucht dem Mittagsmenü etwas Pfiff zu geben, und Kochsendungen erleben ein Revival. Aus der Esskultur lassen sich für die Medienkultur einige Schlüsse ziehen. Wie so oft gibt es nicht nur ein «Entweder oder», sondern auch ein «Sowohl  als auch». Das Spannende findet in den Grauzonen statt. Und die feinen Unterschiede muss besonders pflegen, wer aus dem Einheitsbrei herausstechen will. Dabei zeigt sich, dass das Billige den Sinn für Qualität durchaus schärfen kann.
Das eine tun und das andere nicht lassen. Der Armani-Anzug kombiniert mit dem H&M-T-Shirt ist heute eine Selbstverständlichkeit, das Ikea-Tischchen neben dem Designersofa wird in den Wohnmagazinen ohne Zögern präsentiert, und Budget-Crackers zu Champagner sind längst kein gastgeberischer Fauxpas mehr.
Die Konsumentinnen und Konsumenten kombinieren Schnäppchen mit Luxusangeboten, wie es ihnen beliebt. Sie lassen sich immer weniger in ein Schema pressen. Die Wahl vor dem Joghurtgestell wird so bei jedem Einkauf zu einem Spiel: Soll es Budget oder Luxus sein?
Rigide Rollenvorstellungen sind von gestern. Vor noch nicht langer Zeit konnte auf Grund von ein, zwei Eigenschaften präzise abgeleitet werden, wer was denkt, tut und kauft. Heute spielt man gerne mit unterschiedlichen Identitäten, nebeneinander oder als eine Art Lebensabschnittshaltung. Die Individualisierung wird heute als eine Form von Emanzipation gelebt.
Das gilt auch für die Medien: Im Tram die Gratiszeitung, am Mittag die Tageszeitung, dazwischen das Radio, gleichzeitig ein Blick ins Internet, und nach «10 vor 10» geht es ab ins Bett. Dort blättert man je nach Stimmung im Du, im Playboy oder im Bolero. Selbst die Jäger und Fliegenfischer können ihrer Leidenschaft frönen.
Der Medienalltag ist so bunt wie das Angebot. Wer am Morgen in 20 Minuten blättert, ist für den Rest der Medienangebote noch nicht verloren. Bei einigen wirkt das Gratisblatt sogar als Appetitanreger auf weitergehende Informationen, Unterhaltungsangebote und Hintergründe. Und sei es bei den Teenies «nur» auf Comics und Bravo. Doch Hand aufs Herz: Auch die meisten der älteren Generationen waren im jugendlichen Alter auf Interessanteres neugierig als bloss auf den Stoff in den Tageszeitungen.
Doch viel Geld lässt sich hier nicht machen, gibt zu bedenken, wer auf grosse Profite schielt. Die kürzlich von Tamedia publizierten Zahlen beweisen: Gratis-Pendlerzeitungen rentieren. Eine banale Erkenntnis, die nicht überrascht. Schon die klassischen Generalanzeiger und Anzeigenblätter waren und sind Goldesel, und in guten Jahren sorgen die Stellenanzeiger für grosse Profite. Medienmanager kennen die einfache Rechnung: Redaktionen verursachen Kosten, Werbeabteilungen bringen den Ertrag.
Und trotzdem gibt es immer wieder Leute, die Geld für gute Geschichten und starke Bilder ausgeben. Offenbar lässt sich auch mit anspruchsvollen Produkten gelegentlich etwas verdienen. Neben dem Informations-Fastfood ist eine spannend erzählte Geschichte mit überraschenden Gedanken ein besonderer Genuss, den man sich gönnt. Die mit Sorgfalt hergestellten Medieninhalte sind Leckerbissen, in die man gerne etwas Zeit und Geld investiert.
Josefa Haas leitet das Medieninstitut des Verbandes Schweizer Presse.

Strasse nach oben

Gesellschaft Publicis überrascht im Kino mit einem Werbespot für das Strassenmagazin Surprise.

Gesellschaft Publicis überrascht im Kino mit einem Werbespot für das Strassenmagazin Surprise.Publicis ermöglicht allen eine Karriere. Nach der mehrfach ausgezeichneten Plakatkampagne mit Aussenseiterporträts kommt jetzt von Publicis der Film fürs Strassenmagazin Surprise. Der TV-Spot beginnt mit eindrücklichen Filmaufnahmen von Randständigen in einer Gassenküche. Menschen warten hier planlos. Dann hört man das Klingeln eines Telefons. Endlich geht einer an den Apparat. Überraschenderweise stellt sich heraus, dass das Gespräch nicht von den üblichen Problemen handelt, sondern von Börsengeschäften. «Ein Randständiger hat den Wiedereinstieg gefunden und gibt seinem Banker Anweisungen», war die Idee der Werber. Eine weiter führende Erklärung liefert der Slogan: «Wir ermöglichen allen eine Karriere. Surprise.»
Man kann sich fragen, ob das nicht zynisch ist und fast mehr die Angst des Werbers vor einem Ende als Clochard als die wahren Träume eines Randständigen ausdrückt. Auch die Porträts von Alberto Venzago, in denen Clochards in feines Tuch gehüllt und auf Teppichetagen abgebildet wurden, wirkten für einige Kritiker wie Bilder von Pudeln, die von Menschen in Mäntelchen gezwängt werden. Dem ADC hat die Idee aber gefallen, und auch beim Strassenmagazin freut man sich über den Erfolg der Kampagne.
Hilfe für sozial AusgeschlosseneDer neue TV-Spot läuft während des Herbstes in Kinos in der ganzen Schweiz. Produziert hat ihn Frank Estermann mit Panimag. Regie führte Patrick Senn. Die Postproduction erfolgte bei Ultra Images.
Das Strassenmagazin Surprise bietet Hilfe für sozial ausgeschlossene Menschen, die keine Arbeit haben oder keine Lehrstelle finden, die von der Sozialhilfe, der IV oder vom Betteln leben. Diese erhalten durch den Strassenverkauf die Möglichkeit zu arbeiten. Die Hälfte des Verkaufspreises dürfen die Strassenhändler behalten. «Dadurch gewinnen sie an Selbstbewusstsein und Selbstachtung», weiss der Verein, dem Persönlichkeiten aus Politik und Bildung angehören.
Zur Zeit verkaufen gegen 800 Menschen Surprise. Sie werden in den drei Vertriebsbüros in Basel, Zürich und Bern vor Ort betreut.
Andreas Panzeri

Bund kauft www.schweiz.ch nun doch

Das Hin und Her im Domainstreit um die nationale Internetadresse von «zentraler Bedeutung» hat ein Ende gefunden: Der Bund bezahlt. So kann er bereits Ende November die Adressen nutzen.


Das Hin und Her um die nationale Internetadresse von «zentraler Bedeutung» hat ein Ende gefunden: Der Bund bezahlt. Entgegen früherer Verlautbarungen bezahlt der Bund dem derzeitigen Halter Stefan Frei einen «freiwilligen Betrag» in der Höhe von 50’000 Franken. Damit kommt es nicht zum Prozess, schreibt die Berner Zeitung in ihrer Mittwochsausgabe.
Der Bund erhält die Adressen www.schweiz.ch, www.suisse.ch und www.svizzera.ch und das Vorkaufsrecht auf die gleichlautenden Adressen mit der Endung .org. Frei darf diese in den nächsten fünf Jahren nach Belieben nutzen, muss aber deutlich «Nichtamtliche Seite» auf den Websites vermerken. Ab 2011 hat der Bund die Möglichkeit, die Adressen für weitere 50’000 Franken zu erwerben.

Win-Win für alle
Obschon die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) des Exklusivrecht der Eidgenossenschaft an ihren Internet-Adressen anerkannt hat (siehe
WIPO spricht Schweiz Domain-Namen zu), hat sich der Bund offensichtlich gegen einen Gang vors Zivilgericht entschieden. So erhält er die gewünschten Adressen bereits Ende November und kann wie geplant Internetsurfer von www.schweiz.ch auf das bestehende Portal www.ch.ch umleiten. Auch Stefan Frei zeigte sich gegenüber der Berner Zeitung zufrieden mit der gefundenen Lösung. Den Betrag vom Bund betrachtet er als eine Entschädigung für die zehn Jahre Arbeit, die er in die Website gesteckt hat. Die fünf Jahre Rechtssicherheit und freies Nutzungsrecht seien ein wesentlicher Fortschritt gegenüber der heutigen Situation.

The Body Shop erneuert CI mit Nothing from Outer Space

Die Berner Kommunikationsagentur Nothing from Outer Space wurde als längerfristige Partnerin von The Body Shop gewählt. Damit hat Nothing neben Sunrise und Swatch eine weitere grosse Marke auf der Kundenliste.


Die Berner Kommunikationsagentur Nothing from Outer Space wurde als längerfristige Partnerin von The Body Shop gewählt. Damit hat Nothing neben Sunrise und Swatch eine weitere grosse Marke auf der Kundenliste. Derzeit führt The Body Shop eine sanfte Erneuerung seiner Corporate Identity durch, die Schweizer Niederlassung in Zusammenarbeit mit  Nothing. Als Ausgangspunkt des Neuauftritts hat Nothing die Website frisch konzipiert und gestaltet. Die Online-Kommunikation soll mit Bannern und Newslettern gestärkt und mit Offline-Massnahmen wie Ausstellungständen und Druckmaterialien ergänzt werden.

Mit Spatzen ans Knabenschiessen

Knabenschiessen Die aktuelle VBZ-Kampagne von Ruf Lanz zeigt zwei muntere Spatzen mit Gehörschutz auf der VBZ-Fahrleitung.

Knabenschiessen Aktuelle  VBZ-Kampagne: Zwei muntere Spatzen mit Gehörschutz sitzen auf der VBZ-Fahrleitung und beweisen, dass man mit Tram und Bus wirklich sehr nahe ans Knabenschiessen kommt. Federführend einmal mehr: Ruf Lanz.

Anzeigenabwicklung mit XML-Technologie

Inserateproduktion Eine XML-basierte Technologie schickt sich an, die Inserateplanung und -verwaltung zu revolutionieren.

Inserateproduktion Eine XML-basierte Technologie schickt sich an, die Inserateplanung und -verwaltung zu revolutionieren.In der Werbewoche, Ausgabe 11/2006, wurden die vielfältigen Anwendungs- szenarien der Standard- Metasprache XML (Extensible Markup Language) vorgestellt. Von der Betrachtung ausgenommen waren die branchenspezifischen XML-Vokabulare JDF (dazu mehr in einer späteren Ausgabe) und AdsML, deren Potenzial zur Kosteneinsparung und zur Produktionsvernetzung zwischen Agenturen und grafischen Dienstleistern jeweils einen eigenen Beitrag verdienen. Die im März behandelten Anwendungen spiegelten einen Grossteil der universellen Nutzbarkeit von XML wider (siehe Kasten). Neben diesen Anwendungen wurden speziell für die interne Vernetzung der Druckindustrie und deren externe Vernetzung mit Agenturen weitere XML-Vokabulare geschaffen, allen voran das auftragsbeschreibende Format JDF und die Anzeigen-Markierungssprache AdsML. Sie sollen Fehler in der Kommunikation vermeiden und zur sicheren, effizienten und weitgehend automatischen Abwicklung von Druck- und Cross-Media-Aufträgen beitragen.
Da die stärker denn je involvierten Agenturen sich immer mehr Premedia-/Prepress-Kompetenz aneignen und fertige Seiten an die Druckereien liefern können, besteht ein ernsthaftes Interesse an einer zeitsparenden oder sogar Echtzeit-Zusammenarbeit zwischen Agenturen und Druck- und Mediendienstleistern. Hinzu kommt die möglichst aufwandarme, ebenfalls automatisierbare Abwicklung profaner Business-Prozesse.
AdsML: Anzeigenabwicklung zwischen Agentur und VerlagenDas XML-Vokabular AdsML (Advertising Markup Language) bietet ein international standardisiertes Framework. Dieses Gerüst gliedert einerseits den Workflow in technische und kaufmännische Prozesse, andererseits können daran bisherige, weniger umfassend wirksame Standard-Werkzeuge «andocken».
AdsML erleichtert somit den Einsatz dreier Werkzeuge, mit denen Werbung beinhaltende Daten durch alle Stadien der Bearbeitung bei Anzeigenkunden, Werbeagenturen, Grafikdesignern, Reprohäusern und Verlagen ausgetauscht werden können. Bei den Werbedaten handelt es sich in erster Linie bzw. anfänglich um Zeitungs- und Zeitschriftenanzeigen. Die Werkzeuge sind:
adConnexion (eine XML-basierte Alternative zum XML-fremden Standard Edifra), das die Prozesse der kaufmännischen Auftragsabwicklung (Booking) und der digitalen Anzeigengestaltung und -platzierung (Artwork) vereinigt – unabhängig von der jeweiligen Datenbank- und Anzeigensystemlösung im Verlag;
SpaceML (Specifications for Publisher & Agency Communications Exchange Markup Language) für das Senden von Seiten mit freiem Anzeigenraum (Ad Space) und dessen Bestätigen und Abrechnung bei einer Buchung;Crest (Classified Advertising Remote Markup and Transmission) für das Übernehmen und Platzieren von Fliessanzeigen, d. h. fortlaufenden Kleinanzeigen.Diese Werkzeuge, die auch für sich allein ohne das AdsML-Framework verwendet werden können, überlagern sich bei der Aufbereitung mit einigen AdsML-Prozessen, hauptsächlich ergänzen sie sich aber untereinander (siehe Kasten AdsML-Prozesse).Erst im Herbst 2004 veröffentlicht, ist AdsML noch sehr spärlich verbreitet, vorerst vor allem in Pilotprojekten. In der Schweiz ist es noch nicht implementiert, aber das Interesse ist vorhanden. Im über 60 Mitglieder umfassenden AdsML-Konsortium sind denn auch drei Schweizer Unternehmen vertreten: der in Baden ansässige Automationsspezialist ABB Schweiz AG, das Zürcher Verlagshaus Ringier AG und der Schlieremer Druckdaten-Netzwerkbetreiber PrintOnline AG.
Zeitungen und Zeitschriften erst der AnfangAdsML ist damit zum einen eine technische Angelegenheit. Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, dass die verwendete Markierungssprache samt Framework nur Mittel zum Zweck ist.
Die Beteiligung der oben genannten Schweizer Unternehmen könnte glauben machen, dass sich AdsML vor allem auf die gedruckten Medien konzentriert. Dem ist nicht so. So soll mit AdsML zukünftig in sämtlichen Medien Werbung gebucht werden können. Zeitschriften und Zeitungen bilden dabei den Anfang, und hier sind bereits wie erwähnt erste Spezifikationen realisiert.
Darüber hinaus sollen mit AdsML dereinst auch die Verwaltung und Steuerung von Werbung auf Medien wie Radio, Fernsehen und Internet, aber auch auf Endgeräten wie Handys und PDA adressiert werden können (siehe Kasten «AdsML-basierte Werbung»). Ebenso soll sich mit der auf dem AdsML Framework genannten Basistechnologie zukünftig auch Werbefläche auf Anzeigetafeln und Plakatstellen buchen lassen.
Es lohnt sich daher auf alle Fälle nicht nur, aber auch für Werbeagenturen, sich mit dem XML-Dialekt AdsML zu befassen.
Dieter Kleeberg
XML: Zaubern in der AnzeigenabwicklungDie Rolle von XML
in neuartigen Produktionsszenarien und Geschäftsmodellen ist sehr vielfältig. Neben der im Text beschriebenen Anzeigenabwicklung ist mit XML folgendes möglich:Strukturieren und Indizieren von Layout- und Web-Dateien, z. B. für die Überwachung der Inhalte auf Vollständigkeit oder für die korrekte Wiedergabe in den verschiedensten Print- und E-Medien;
Anlegen und Verwalten von Content-Management-Systemen unter geeigneten Datenbank-Abfragesprachen;datenbankgestütztes, zielgruppenorientiertes und individualisiertes Publizieren, u. a. mit Hilfe des digitalen Drucks variabler Daten und des automatischen mehrsprachigen Versionierens («Roundtripping») bis hin zur Integration von Warenwirtschaftssystemen in die Katalogproduktion;Layouten von immer gleich strukturiertem Text durch Re-Import anstelle des Zuweisens von Stilvorlagen;Erstellen und Versionieren interaktiver SVG-Grafiken;Erstellen von PDF-Formularen samt automatischer Übernahme der Online-Formulareinträge;automatisches Übernehmen strukturierter News-Daten (von Nachrichtenagenturen, Börsen, Sportveranstaltern, Meteodiensten und TV-Anstalten) in multimediale Redaktionssysteme;Ausgeben eines browserfähigen oder ans PDF anhängbaren Prüfreports nach dem PDF-Preflight;Codieren von Farbdaten in Containerformaten, z. B. GretagMacbeth CxF (Color Exchange Format);Mehrfachverkauf/-nutzung von Webserver-Inhalten (Syndikation);Erstellen von kostenpflichtigen oder freien Newsportalen, Netzzeitungen und News-Diensten (Weblog, Newsfeed usw.) sowie das automatische Herunterladen von Mediendateien mit geeigneten Endgeräten (RSS-Feed, Podcasting);browserkompatibles Ansprechen von Produktionsservern im Prepress-Workflow unter dem SOAP-Protokoll (Simple Object Access Protocol; ermöglicht Datenaustausch zwischen Systemen).Wer steckt hinter AdsML?Mit AdsML wurde
ein erster globaler Standard geschaffen, der einen End-to-End-Workflow im Anzeigengeschäft ermöglicht. AdsML ist entstanden in Co-Autorenschaft von Ifra (internationale Vereinigung der Zeitungsdruckereien und Medienhäuser), IDEAlliance (International Digital Enterprise Alliance) und NAA (Newspaper Association of America).
Die Ifra ist darüber hinaus Autor von adConnexion und unterstützt ausserdem JDF mit IfraTrack (Jobtracking bzw. Anzeigen-Auftragsverfolgung in Zeitungsverlagen). IDEAlliance ist Autor von SpaceML (einem Standard für Werbemedien) und NAA Autor von CREST (Standard für Kleinanzeigen).
Letzte Releases waren im Juni 2006 AdsML 2.0.7 und adConnexion 2.0. Damit umfasst AdsML die notwendigen Werkzeuge, um Anzeigendaten aller Art und in allen Medien austauschen zu können.
AdsML-ProzesseFür die Anzeigenabwicklung mit Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen sind folgende Werkzeuge verfügbar:
Standard = Ifra AdsML Framework
AdsML Envelope: Jobticket (digitale Auftragstasche);
AdsML Bookings, adConnexion, SpaceML, Crest: Anzeigenraum-Reservierung, Auftragsbestätigung, Buchung;AdsML Materials, adConnexion: Druckunterlagen, druckfertige Anzeigen;AdsML Financial Documents, adConnexion, SpaceML, Crest: Rechnung, Zahlungsbeleg;Strukturierte Beschreibung der Anzeigen, adConnexion: alle Metadaten, z. B. mit Adobe XMP in PDF-Dateien einbettbar.Möglichkeiten für den Anzeigenraum-Käufer als…
Endkunde: Anzeigenbestellung, Rechnung bezahlen, Belegexemplarauswertung nach dem Druck;
Werbeagentur mit Vorstufen-Kompetenz: Anzeigenraum-Reservierung / -Buchung, Anzeigengestaltung/Digitalproof; Belegexemplarauswertung nach dem Druck.Möglichkeiten für den Anzeigenraum-Verkäufer (Verlag) in der…
Anzeigenabteilung, -annahmeagentur: Anzeigenauftragannahme / -bestätigung, Übernahme der gelieferten Anzeigen (bei Bedarf eigene Anzeigengestaltung / Digitalproof), Produktionsüberwachung, Koordination Gestaltungs- und Fliessanzeigen mit der Redaktion, Belegexemplarversand und Rechnungstellung an Werbung Treibende;
Redaktion mit Umbruch-Kompetenz: Platzieren der Gestaltungs- und Fliessanzeigen im Layout gemäss Käuferwunsch und Rubrikenvorgaben, Ausführen von Änderungswünschen in der Anzeigenplatzierung; eventuell zusätzliche Aufbereitung der Werbedaten für elektronische Medien;Prepress-Abteilung der Druckerei: Endseitenproduktion, Seiten- und Druckformproof, Plattenbebilderung.

Spieglein, Spieglein…

Autos Publicis hat von Zürich aus eine weltweite Kampagne für den neuen Renault Clio RS konzipiert.

Autos Publicis hat von Zürich aus eine weltweite Kampagne für den neuen Renault Clio RS konzipiert.Publicis Zürich macht das Rennen: Die neue Kampagne für den Clio RS hat auch den Verantwortlichen in Paris so gut gefallen, dass die Werbung aus der Schweiz bald die ganze Welt erobern darf. Die Fangemeinde des Renault Clio RS ist gross. Und gross ist auch die Erwartung an die neueste Version des temperamentvollen Kompaktsportlers, der zurzeit weltweit auf den Markt fährt. Für die Lancierung hierzulande hat die Zürcher Werbeagentur Publicis eine für die Schweiz massgeschneiderte Kampagne lanciert, die zur Zeit überall zu sehen ist und auf grosse Beachtung stösst. Jetzt wurde noch eine zusätzliche Linie entwickelt, die aufzeigt, woher der neue RS sein sportliches Fahrverhalten hat: aus dem erfolgreichen Formel-1-Engagement von Renault.
Idee und Umsetzung sind verblüffend einfach: Der RS wird von seiner schönsten Seite gezeigt, steht in der Fotografie von Jost Wildbolz ohne überflüssiges Setting souverän und in voller Grösse auf einer glänzenden Unterlage, in der er sich formschön spiegelt. Doch das Spiegelbild in der Bearbeitung von Ferco Dregelyvari zeigt nicht den RS, sondern den Weltmeisterwagen von Fernando Alonso.
Das Resultat vermochte nicht nur Renault Schweiz zu überzeugen, sondern auch den Hauptsitz von Renault in Paris. Dort sieht man im generischen Ansatz des Spiegelkonzepts grosses Potenzial für die internationale Verwendung und hat daher beschlossen, mit dieser Lösung eine weltweite Kampagne zu fahren. Sie wird den verschiedenen Renault-Vertretungen für Print- und Plakatadaptationen zur Verfügung gestellt, wobei bereits zahlreiche Länder ihr Interesse angemeldet haben und die Idee von Publicis Zürich für ihre RS-Werbung übernehmen wollen.
Eine grosse Auszeichnung für ein kleines, sportwagenbegeistertes Land. Auch das Team um CD Philipp Skrabal darf mit dieser Idee seinen echten Stolz zeigen, wenn es sich im Spiegel der internationalen Presse betrachtet.
Andreas Panzeri
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