Heidelberg vertreibt Produkte von Kama

Weiterverarbeitung Heidelberger Druckmaschinen Vertrieb Deutschland und Heidelberg Schweiz sind seit kurzem exklusive Vertriebspartner von Kama.

Weiterverarbeitung Die Heidelberger Druckmaschinen Vertrieb Deutschland GmbH und die Heidelberg Schweiz AG sind seit kurzem exklusive Vertriebspartner der Kama GmbH. Das Dresdner Unternehmen Kama stellt hochwertige Stanzautomaten im Format 50 x 70 Zentimeter und grösser her. Heidelberg bietet jetzt ein komplettes Angebot an Stanzen für verschiedene Zielgruppen an; neben dem Einstiegsmodell Varimatrix und den Stanzsystemen der Dymatrix-Baureihe hat Heidelberg mit den Kama-Stanzen damit nun auch Produkte im unteren Format- und Leistungssegment im Portfolio.

Beherrschen der Druckvorstufe

Weiterbildung Die Berufsschule für Gestaltung Zürich informiert über den Lehrgang zum Technopolygrafen.

Weiterbildung Die Berufsschule für Gestaltung Zürich informiert über den Lehrgang zum Technopolygrafen.Lohnt sich eine Weiterbildung zum Technopolygrafen, wenn man die Berufslehre Polygraf absolviert hat? Ja, denn die Grundausbildung kann nur ein Fundament für das Arbeiten im Druckvorstufenbereich legen. Denken wir nur daran, wie sich der Bereich der Informatik im Zusammenhang mit der Druckvorstufe in den letzten Jahren geradezu revolutionär entwickelt hat (Workflow-Systeme, Color Management, CtP, Digitaldruck) und wir mit schnellen Schritten in Richtung vollautomatisierter Produktion (CIP 4, JDF) im Printbereich vorwärts gehen.Neben einer einwöchigen Studienreise mit Besuchen bei Heidelberg, Agfa und Kodak Creo, die ein fester Bestandteil der Ausbildung zum Technopolygrafen geworden ist und die zum Fachlichen auch das Kulturelle und Soziale fördern will, ist dieser Lehrgang bereits der dritte mit neuen, erweiterten Inhalten, die die zukünftigen Technopolygrafen dazu befähigen sollen, ein Team oder die Abteilung einer Druckvorstufe zu führen.
Die Fächer Führungsgrundlagen, Projektmanagement und Kostengrundlagen etwa sollen die zukünftigen Technopolygrafen neben der Fähigkeit zu führen und Mitarbeitende anzuleiten und zu instruieren auch imstande sein, z. B. für die Evaluation eines neuen CtP-Belichters ihr technisches Wissen beim Verfassen eines solchen Antrags an die Geschäftsleitung zur Verfügung zu stellen und eine entsprechende Projektgruppe zu koordinieren.
Neben all dem bleibt das Bestreben und Ziel des Lehrgangs zum Technopolygrafen, dass diese die ganze Druckvorstufenproduktion beherrschen – inklusive der Herstellung von Internetseiten als wichtiger Schnittstelle zur Druckvorstufe und der Datenmehrfachnutzung.

Werner Meier, Fachklassenleiter Technopolygraf.
InformationsabendDer Lehrgang
beginnt im August 2007 und endet im Juli 2009. Vorkurse finden vom Oktober 2006 bis Juli 2007 statt. Für Interessierte findet am Freitag, 29. September 2006, um 18 Uhr im Schulhaus Limmatplatz, Ausstellungsstrasse 104, 8005 Zürich, ein Informationsabend statt.Ausführliche Unterlagen können bei der Berufsschule für Gestaltung Zürich, Medien, Form, Farbe, Ausstellungsstrasse 104, 8090 Zürich,
www.medienformfarbe.ch angefordert werden.

Die Japaner kommen

Plakate Im Museum für Gestaltung ist eine neue Ausstellung zu bewundern. Thema: Japanische Plakate – heute.

Plakate Im Museum für Gestaltung ist eine neue Ausstellung zu bewundern. Thema: Japanische Plakate – heute. Bis am 3. Dezember 2006 wird die Ausstellung dauern. Die Bandbreite der Gestaltungsformen reicht von zeichnerischen und kalligrafischen Elementen, Manga-Motiven, computergenerierten Effekten und Fotomontagen bis hin zu Pop-Art-Collagen.

Frontwork schriftet Imholz auf TUI um

Aus Imholz wird TUI ReiseCenter, und das 60 Mal in der Schweiz. Die neu in Wallisellen domizilierte Werbeagentur Frontwork hat das Grossprojekt der Umschriftung übernommen - und hat nur zwei Monate Zeit.

Aus Imholz wird TUI ReiseCenter, und das 60 Mal in der Schweiz. Die neu in Wallisellen domizilierte Werbeagentur Frontwork hat das Grossprojekt der Umschriftung übernommen. Es soll innerhalb zweier Monate realisiert werden und Ende September abgeschlossen sein.
An 60 Standorten braucht es neue Fensterkleber, Orientierungstafeln, Wegweiser und Leuchtkästen. Frontwork plant, gestaltet, produziert und montiert alle Beschriftungen. Die Herausforderung dabei: Jeden Standort soll Rechnung getragen werden und seine eigene, individuelle Lösung erhalten.

Lingerie von Victoria’s Secret auf 3+

Premiere bei 3+: Als erster Sender im deutschsprachigen Raum strahlt das junge Schweizer Fernsehen die erfolgreichste Unterwäscheshow der Welt aus.


Premiere bei 3+: Als erster Sender im deutschsprachigen Raum strahlt das junge Schweizer Fernsehen die erfolgreichste Unterwäscheshow der Welt aus. Für «Victoria’s Secret Fashion Show» tummeln sich seit 1996 jedes Jahr Naomi, Giselle und Co. auf dem Catwalk, um die neuesten Kreationen des berühmten Dessous-Labels zu präsentieren. Laut Medienmitteilung von 3+ zieht das Spektakel jährlich zwei Milliarden Menschen in ihren Bann. Das heisst 30 Prozent der Weltbevölkerung können bezeugen, dass Heidi Klum nur zwei Monate nach der Geburt ihres zweiten Kindes wieder perfekt in Form war – dies laut Medienmitteilung einer der Höhepunkte – oder dass Tyra Banks auch Persönlichkeit zeigen kann. Dank 3+ bleiben nun auch die deutsch sprechenden Unterwäschefetischisten nicht mehr aussen vor: Am 9. Und 15. September stöckeln die Schönheiten durch die Schweizer Stuben, begleitet vom Kommentar des Schweizer Topmodels Nadja Schildknecht.  

Neue Technik, altes Konsumverhalten

Fernsehen In jedem fünften Haushalt steht ein digitaler Videorecorder. Genutzt wird er, als wäre er analog.

Fernsehen In jedem fünften Haushalt steht ein digitaler Videorecorder. Genutzt wird er, als wäre er analog.18 Prozent aller Deutschschweizer Haushalte verfügen bereits über einen digitalen Videorecorder (DVR), mit dem man Sendungen auf eine Harddisc statt auf Band aufzeichnen und dann abspielen kann. Dies geht aus einer Online-Umfrage hervor, die von der Agentur McCann Erickson durchgeführt wurde und an der insgesamt 294 Personen teilgenommen haben. Interessant: Der überwiegende Teil der DVR-Besitzerinnen- und Besitzer nutzen die neuen Geräte in traditioneller Weise – zum Aufnehmen und Abspielen von Sendungen und Filmen. Die hauptsächlichen Vorteile gegenüber herkömmlichen Videorecordern, etwa das zeitversetzte Fernsehen, TV-Programmübersichten oder das Einschalten von Pausen, ohne etwas zu verpassen (Live-Pausing), werden noch kaum genutzt.
Und wie verfahren die DVR-Nutzer mit den aufgezeichneten Werbeblöcken? Die Tendenz ist klar: Der überwiegende Teil überspringt die ganzen Blöcke oder lässt sie schnell durchlaufen. Auffallend ist, dass die Frauen radikaler sind und oftmals (77 Prozent) den gesamten Werbeblock überspringen, während immerhin 29 Prozent der Männer die Blöcke noch rasch durchsehen und sich sogar mal einen einzelnen Spot anschauen.
Gemäss Urs Jaermann von McCann Erickson wurde die Umfrage Mitte August durchgeführt – mittels eines Agentur-eigenen Panels mit derzeit 1000 Deutschschweizer Teilnehmern.
Markus Knöpfli

Fokussieren auf Hintergründe

Fachzeitschriften Das Media Trend Journal erscheint in neuem Look.

Fachzeitschriften Das Media Trend Journal erscheint in neuem Look.Mit der September-Ausgabe erscheint die Fachzeitschrift Media Trend Journal (MTJ) aus dem Verlag der Media Daten AG in neuer Aufmachung. Überarbeitet wurden sowohl die Optik wie auch die inhaltliche Gliederung. Das Layout wurde entschlackt und die einzelnen Gefässe wurden in eine übersichtliche und konsistente Heftdramaturgie eingepasst. «Beim MTJ gilt: Inhalt vor Form», betont Urs Schnider, Chefredaktor des Media Trend Journals. Dies wurde bei der inhaltlichen Überarbeitung konsequent umgesetzt – die Entschlackung bedeutete den Verzicht auf Kurzmeldungen. Die eigentliche Stärke des Magazins rückt so deutlicher in den Fokus, der Blick wird konsequent auf die zumeist bildlosen mehrseitigen Artikel gelenkt. Das neue MTJ konzentriert sich voll und ganz auf Media-Analysen und mehrseitige Hintergrundberichte.
Neu gestaltet wurden beim Redesign auch die Grafiken und die Tabellen: Mit ihrer einheitlichen und klaren Struktur erhöhen sie die Lesefreundlichkeit.

Kathrin Fischer

Die Geburtshelfer

Reto Meier und Roger Gähwiler bilden unter dem Namen dreiplus Werbearchitekten die Schnittstelle zwischen der Produktion und den Werbeagenturen oder Endkunden.

Reto Meier und Roger Gähwiler bilden unter dem Namen dreiplus Werbearchitekten die Schnittstelle zwischen der Produktion und den Werbeagenturen oder Endkunden.In der Baubranche gibt es einen Architekten. Dieser fungiert für bauwillige Kunden als Generalunternehmer. Er berät, führt Submissionen durch und vergibt verschiedene Unteraufträge. Als eine solche Schnittstelle sehen sich auch Reto Meier und Roger Gähwiler. Deshalb führen sie im Namen ihrer Agentur dreiplus den Zusatz Werbearchitekten. «drei» steht für die drei Bereiche Beratung, Konzeption und Realisation sowie auch für die drei Teilhaber. Das «plus» steht für alles dahinter – also Produktionspartner, Lieferanten, Angestellte und Kunden.Seit Beginn dieses Jahres sind Meier und Gähwiler mit ihrer neuen Dienstleistung aktiv auf dem Markt. Die beiden sehen sich als neutrale, nicht produzierende Drehscheibe im gesamten werbetechnischen Bereich. Vorher waren beide produktiv in der Werbebranche tätig – bei Anbietern wie Christinger, Frontwork oder Westiform. Im Verlauf dieser Anstellungen haben Meier und Gähwiler unabhängig voneinander für Grosskunden wie Coop, APG, Amag oder Aldi sehr komplexe Projekte organisiert.
«Als Projektleiter sammelten wir die Bedürfnisse von Werbeagenturen oder auch Endkunden jeglicher Branche und leiteten diese in die Produktion über», umschreiben die Werbearchitekten ihre bisherige Arbeit. Weil sie als Angestellte eines bestimmten Produzenten aber nur eine begrenzte Produktepalette anbieten durften, waren ihre kreativen Möglichkeiten entsprechend beschränkt. «Wir konnten unseren Kunden nicht immer die optimale Lösung anbieten.» 
Ebenso ist den beiden aufgefallen: «Weil der Auftraggeber nicht alle Vorgänge in der Produktion selber kennen kann, führt das vor dem Abschluss der Arbeiten oft zu unnötigem Zeitstress.» Die Folgen sind entweder eine Terminverschiebung oder Mehrkosten. Dieses Wissen «von hinten nach vorne» zu transportieren, ist nun  das Anliegen der Werbearchitekten.
Nicht mehr eine bestimmte Produktion zu vertreten, sondern als Berater möglichst früh schon in der Entscheidungsphase eines Projekts sinnvoll die richtigen Pläne und Ideen einzubringen – das ist die Marktlücke, welche die Werbearchitekten für sich ausgespäht haben. Dazu gehören umfassende CI-Adaptationen, Fahrzeugbeschriftungen, Signaletik, Produkte- und Verpackungsdesign, Leuchtwerbung und alle anderen technischen Umsetzungen in der produzierenden Werbebranche.
Für all diese Arbeiten werden im Auftrag der Werbeagentur oder eines Direktkunden Submissionen durchgeführt, Termine geplant und «sichergestellt, dass das Produkt zum richtigen Preis zur richtigen Zeit am richtigen Ort ankommt».
Der Kundenstamm wächst rasant. Unter ihrem Namen haben die Werbearchitekten bereits einiges realisiert für Kunden wie McDonald’s, Hilti, Tierpark Goldau, SIUS,
L’Oréal, Traitafina.
Die Werbearchitekten sind als Dienstleister unterwegs und machen die Konzeption im Sinne von Ideen sammeln, zu Papier bringen und mit dem Kunden besprechen. Sie realisieren mit ihrem Netzwerk Agenturleistungen, PR-Leistungen sowie die jeweils sinnvollsten Produkte und deren Umsetzung. «So können wir unseren Kunden jederzeit den gewünschten Massanzug liefern.»
Wie gross ist dieses Bedürfnis bei Agenturen? «Alle müssen in der heutigen Zeit budgetorientiert arbeiten. Es müssen mehrere Offerten für einen Auftrag eingeholt werden. Diese zeigen oft grosse Differenzen auf. Hier können wir sinnvoll beim Entscheid helfen, um Geld und Zeit zu sparen», versprechen die Werbearchitekten. Meier und Gähwiler kennen sämtliche Produkte, Produzenten und Produktionsabläufe aus eigener langjähriger Erfahrung. Sie informieren sich laufend über neue Trends und Produkte. «In einer Agentur kann dieses Angebot nicht mehr nebenbei verfolgt werden.»
Entscheidungen selber fällen, und niemand anderer im Haus hat das letzte Wort: «Diese Freiheit ist uns sehr viel wert», sind die Jungunternehmer überzeugt. Sie lieben auch eine gesunde Portion Druck. «Etwas aktiv zu erwirtschaften macht mehr Spass, als jeden Monat den Lohn zu bekommen.» Und: «Mit den zu erwartenden Entwicklungen in der Wirtschaft werden noch viele CI-Wechsel folgen. Umso wichtiger ist unser Angebot am Markt.»
Roger Gähwiler hat nach der Lehre als Schriften- und Reklamegestalter gearbeitet, dann wechselte er in den Aussendienst und betreute Kunden für  grössere Lithobetriebe. Später folgte der Wechsel zurück in die Branche zu Christinger Partner.
Reto Meier hat sich nach der Lehre als Schriften- und Reklamegestalter im Bereich der Restaurationsmalerei weiterbilden lassen. Alte Gebäude restaurieren, vergolden, maserieren und marmorieren war «eine Geduldsarbeit», die ihm als menschlich bereichernd und schön in Erinnerung geblieben ist.
Auch ihn zog es danach wieder zurück in die Branche. Dies gelang ihm bei Westiform in einer Doppelfunktion als Grafiker und Schriftenmaler. Später wechselte er zu Christinger und leitete dort bald den Bereich Werbetechnik und Verkauf Innendienst. Als ihn der junge Konkurrent Frontwork abwerben wollte, sagte Meier zu, weil ihn dort «der Aufbau lockte». Für das Umbranden von EPA zu Coop City hat er über zwei Jahre lang die Schnittstelle betreut. Diese positive Erfahrung und diverse Weiterbildungen haben ihm nun den Mut zu einer eigenen Firma gegeben.
Zusammengebracht wurden Meier und Gähwiler von ihrem dritten Partner, Manuel Munuera. Er betreibt in Schlieren eine eigene Firma für Industriedesign. Er ist aber nicht operativ bei den Werbearchitekten in ihrem «Bauernhaus-Loft» in Opfikon mit dabei, sondern fungiert im Bereich «plus».
Mit ihrem Namen «dreiplus» hat die Agentur in letzter Zeit auch schon Anfragen für Castings  erhalten. «Wir werden ab und zu mit dem neuen Privatfernsehen verwechselt», lachen die Werbearchitekten. Beinahe hätte es sogar auch eine Konfusion mit dem Logo gegeben. Nur per Zufall haben sich die Werber nicht für die Schreibweise «3+» entschieden. Nun haben sie täglich eine kleine «Geheimbotschaft» in der Station-ID des neuen Senders.        
Andreas Panzeri

Hardselling für ein Gratisblatt

Gratiszeitungen Cash daily gibts geschenkt – am Kiosk. Publicis lockt das Volk an den Point of Present.

Gratiszeitungen Cash daily gibts geschenkt – am Kiosk. Publicis lockt das Volk an den Point of Present.Um es gleich vorwegzunehmen: Publicis als Agentur für Cash daily hat noch weitere Pfeile im Köcher, um die verschiedenen multimedialen Produkte rund um die vielleicht neue Cash-Cow aus dem Hause Ringier zu bewerben. In einer ersten Phase geht es aber jetzt darum, «Hardselling für die Gratiszeitung zu betreiben», wie der damit betraute freie CD Jean Etienne Aebi erklärt. Die nüchterne Einführungskampagne muss drei Punkte klarstellen. Das gratis verteilte Cash daily muss in Abgrenzung zum weiterhin kaufbaren Cash als eigenständiger Titel bekannt gemacht und als Alternative zu den Mitbewerbern wie Finanz und Wirtschaft oder zum Beispiel Handelszeitung positioniert werden. Als Zweites soll «gratis» als wichtiger Anreiz kommuniziert werden. Drittens muss aufgezeigt werden, dass Cash daily nicht wie die bekannten Pendlerzeitungen in Boxen aufliegt, sondern am Kiosk verlangt werden muss.
Dieses letzte Novum habe es in sich, meinen die Werbepsychologen bei Publicis. Es geht hier um die Schwellenangst. Schweizer sind diesbezüglich schüchtern, denn «die Mentalität des Schweizers ist nicht so, dass er an einen Kiosk geht, auch wenn er dort nichts kaufen will». Hier muss also an einer Verhaltensänderung gearbeitet werden, denn beim Cash daily soll auch ein elegant gekleideter Geschäftsmann und offensichtlicher Abonnent der Financial Times die Kioskfrau ohne Hemmungen um eine Gratiszeitung bitten können.
Schnörkellose HeadlinesStilistisch funktioniert die Kampagne auf einer primär verbalen Ebene. Die Kommunikation für die erste Wirtschafts-Tageszeitung der Schweiz wirkt schnell und ohne die bei Zeitungswerbung sonst gern gepflegten Bilderrätsel oder Wortspiele. Die Sujets rufen dabei die bereits bekannte Kampagne mit roten Headlines auf gelbem Grund noch einmal in Erinnerung.
Andreas Panzeri
Mehr über Cash daily in dieser Werbewoche:
Komm zum Kiosk, Kapitalist!

Lesestoff für Radio-Freaks

Magazine Schweizer Digitalradio (DAB) hat Zukunft, meint ein neues deutsches Magazin für digitales Radio.

Magazine Schweizer Digitalradio (DAB) hat Zukunft, meint ein neues deutsches Magazin für digitales Radio. Praktisch ohne Presse ist am vergangenen 1. September erstmals eine Schweizer Ausgabe des deutschen Blattes «Reinhören, das Magazin für Besser-Hörer» in einer Auflage von 6000 Exemplaren erschienen. Das Magazin, welches vierteljährlich in Deutschland in einer Auflage von 30’000 Exemplaren erscheint, hat für seinen ersten Marktauftritt hierzulande eine Sondernummer mit zwölf Extraseiten dem Thema Digitalradio (DAB) gewidmet.
Das kommt nicht von ungefähr und hat einerseits mit der langwierigen Entwicklung von Digitalradio in Deutschland zu tun, wo noch kaum Einführungsstrategien für diese Technologie erkennbar sind. Andererseits verfolgen die beiden Magazingründer und Co-Geschäftsführer Mario Gongolsky und Niels Gründel die Entwicklung von DAB in der Schweiz mit wachsamen Ohren und sagen DAB in der Schweiz ein grosses Wachstumspotenzial voraus.
Das führt auch schon mal dazu, dass DAB-Verantwortliche bei der SRG  auf die Bedeutung der Publikation hinweisen. Denn auch in der Schweiz ist die Einführung von Digitalradio nicht unumstritten. «Im europäischen Vergleich erachten wir die Einführungsstrategie für DAB in der Schweiz als erfolgversprechend», sagt Mario Gongolsky.
Analog zum Entwicklungsstand des Digitalradios im deutschen Sprachraum ist für die Herausgeber von Reinhören die Schweiz der interessanteste Markt für das Heft. Die Resonanz bei den Bestellern sei bisher enorm, freut sich Gongolsky. «Wir haben hier einen Markt von 3,5 Millionen Deutschschweizern», das sei angesichts von 82 Millionen Deutschen zwar nichts. Aber es mache mutig, dass in der Schweiz gerne Radio gehört werde, zumal sich in Deutschland das Digitalradio schwer tue, in den Markt zu kommen.
Zur Funkausstellung 2003 haben Gongolsky und Gründel das Blatt gelauncht, und 2004 kam es regelmässig an den Kiosk. Die Redaktion besteht gerade mal aus 1,3 Festangestellten, die mit sechs freien Autorinnen und Autoren zusammenarbeiten und «schon eine gewisse Durststrecke hinter sich» haben. Der Schweizer Launch ist Ausdruck besserer Zeiten.
Redaktionell fundiertDas Magazin wendet sich auf durchschnittlich 64 Seiten an Leute, die sich für Radio, entsprechende Geräte und Technologien interessieren. Die Redaktion thematisiert dabei politische und wirtschaftliche Hintergründe eines Mediums, dem viele schon den Tod vorausgesagt haben, dem sich aber an der Schwelle zur Digitalisierung vollkommen neue Perspektiven eröffnen.
Die aktuelle Nummer ist in zwei getrennten Auflagen, einer deutschen und einer Schweizer Ausgabe, erschienen. Dabei sind die zu erwartenden Themen des Genres auditive Medien fundiert aufgearbeitet: Es geht um hochfliegende und Programmvielfalt versprechende Satellitenprojekte für Radio, um die Verschlüsselung von Sendesignalen, um die verbesserte Ausgangslage für Digitalradio nach der Wellenkonferenz (RRC 06) in Genf vergangenen Juni oder ums Podcasten. Hier fehlt auch nicht das Interview mit der Kult-Podcasterin Annik Rubens, die täglich mit ihrem Podcast «Schlaflos in München» mehrere tausend Leute zu begeistern vermag.
Daneben stellt die Redaktion stets eine Reihe von Digitalradios und weitere Audiogeräte vor, über die das breite Hörerpublikum noch kaum informiert ist. Gongolsky weiss, dass er mit Reinhören ziemlich alleine dasteht. «Radiohören ist ja hinter all den Fernsehbildern ziemlich verschollen.» Das Magazin soll das Publikum dazu bringen, die Lust am Radio wieder zu entdecken. «Wenn die Renaissance beginnt, sind wir schon da», sagt er. Für das nächste Jahr überlegt man sich einen grösseren Heftumfang.
Almauftrieb für HD-Radio Der HD-Versuch von Radio Sunshine
kommt im Editorial der Schweizer Ausgabe von Reinhören zur Sprache: Das Vorhaben gleiche einem «regelrechten Almauftrieb» für HD-Radio. HD vereint digitales und analoges Senden auf dem bestehenden UKW-Signal, eine Technologie, die derzeit in den USA Urständ feiert. Vermutlich gehe es darum, im Kern – also beim Programm und bei der Reichweite – möglichst wenig zu verändern. DAB hingegen mische die Karten völlig neu, weil alle Sender dieselbe Reichweite hätten. Laut Mario Gongolsky ergeben sich dadurch zwar neue Risiken, aber auch neue Optionen: «Spartensender mit Jazz oder Literatur finden heutzutage nicht genügend Hörer, solange diese nur in Zürich oder Bern ausgestrahlt werden können.»
Grundsätzlich habe er nichts gegen HD-Radio, meint er. Ihn störe jedoch, dass in den USA die HD-Technologie erst im Kommen sei. Entsprechende Empfänger seien deshalb noch teuer und kaum ausgereift. «Wenn die Schweiz auf HD-Radio setzt, würde das bedeuten, dass die Entwicklung, die heute schon vollzogen werden kann, erst mal für fünf Jahre retardiert ist.»
René Worni

Zu guter Letzt: Deutschland sucht den Super-Rhino

Die Anzahl der Kreativwettbewerbe steigt. Steigt in beängstigendem Ausmass, das wissen alle, die in den entsprechenden E-Mailverteilern gelistet sind.


Die Anzahl der Kreativwettbewerbe steigt. Steigt in beängstigendem Ausmass. Das wissen alle, die in den entsprechenden E-Mailverteilern gelistet sind. Heisst das aber auch, dass die Kreativität zunimmt? Oder sind solche Wettbewerbe Unterhaltung oder letzten Endes nur eine Werbemassnahme? Zurzeit läuft in Deutschland beispielsweise der zweite Rhino Award, der – schenkt man der Pressemeldung Glauben – «Agenturen und Verbraucher begeistert». Eine Agentur ist ganz besonders begeistert, die Trans-marketing, denn die hat den Award ausgeschrieben.Der Rhino-Award ist ein Preis für Werbung auf LkWs, ein neuartiges Werbemedium, auf das die Trans-marketing spezialisiert ist. Sie setzt gemäss Ausschreibung für den Preis «auf die Meinung der Autofahrer». Die Verkehrsteilnehmer dürfen nun in Deutschland bundesweit auf den Autobahnen und im sonstigem Strassenverkehr ihre Lieblingssujets auswählen, und online für diese abstimmen. Das ist doch toll, vor allem für diejenigen mit dem portablen Internet in der Tasche in den Gegenden mit flächendeckendem Hotspot – wobei sich natürlich sofort die Frage nach der Verkehrssicherheit stellt. Oder darf man nur bei Stau abstimmen. So wie es aussieht, kämpfen aber wenige mit solchen Problemen, der Award sei schon jetzt «ein voller Erfolg». Wahrscheinlich merken sich die Leute ihr Lieblingssujet und stimmen zu Hause ab. Oder es ist immer Stau. Und den Leuten ist extrem langweilig. So oder so: Aus den beliebtesten drei Sujets kürt eine 30-köpfige Jury den Sieger, der im Oktober mit viel Pomp und vielen Preisen in Hockenheim gefeiert werden wird.

Vom Kunden zum Partner

Digitaldruck Océ Schweiz hat erfolgreich ein Businessmodell entwickelt, das inzwischen von anderen Ländern übernommen wurde und nun ausgebaut werden soll.

Digitaldruck Océ Schweiz hat erfolgreich ein Businessmodell entwickelt, das inzwischen von anderen Ländern übernommen wurde und nun ausgebaut werden soll.Digitaldruckereien haben es schwerer als andere, etablierte Druckereien; sie müssen teilweise noch viel Aufklärungsarbeit leisten und sich gleichzeitig in umkämpften Märkten behaupten. Ihre Kunden wissen oft immer noch sehr wenig über die technischen Möglichkeiten des Digitaldrucks, von Personalisierung oder etwa vom bedarfsgerechten Drucken. Diese Defizite kompensiert Océ, Anbieterin von Produkten und Dienstleistungen für das professionelle Dokumentenmanagement, mit dem Launch der so genannten Océ Quality Centers, die Anfang August vorgestellt wurden. Ausgewählte Unternehmen werden dabei von Océ unterstützt, Digitaldruckdienstleistungen besser zu vermarkten. Mit den ersten zehn Firmen wurden vor dem offiziellen Launch dazu entsprechende Partnerschaften geschlossen. «Das Konzept der Océ Quality Centers geht weit über das Liefern von Kopier- und Drucksystemen hinaus», erklärte Arndt Hungerberg, Business Group Director Digital Document Systems bei Océ, auf einer Presseorientierung.
Für die Schweiz und den Rest der WeltFür die Entwicklung des am 9. August offiziell lancierten Businessmodells «Océ Quality Center» zeichnet Thomas Kollhopp, bei Océ für den Bereich Digital Document Systems, verantwortlich. Zur Positionierung der Centers erklärt Kollhopp: «Bei den Quality Centers geht es um die Verankerung des Digitaldrucks im Markt – bei den Kunden unserer Kunden. Diese sollen via Digitaldruckdienstleister erfahren, was etwa Just-in-Time-Produktionen sind – und vor allem, welches die Vorteile solcher Produktionsszenarien sind.»
So sollen gemäss Kollhopp die Océ-Partnerfirmen besser in die Lage versetzt werden, argumentativ begründen zu können, warum der Digitaldruck für diesen oder jenen Auftrag geeigneter und für welche Zwecke das Verfahren das richtige ist. Abgerundet werden diese Massnahmen etwa durch Unterstützung zur professionellen Vermarktung von Drucksachen, durch Partnerschaften in einer VIP-Gruppe und den daraus resultierenden Erfahrungsaustausch. «Zudem zeichnen wir diese innovativen, qualitätsbewussten und kundenorientierten Partner mit einem entsprechenden Gütesiegel aus», erklärt Kollhopp.
Um dieses Label zu erhalten, müssen die Unternehmen Mindestvoraussetzungen erfüllen: So muss ein Quality-Center-Partner sowohl über ein Farb- wie auch über ein Schwarzweiss-System verfügen – und mindestens 50 Prozent seines Umsatzes im Digitaldruck mit Océ-Systemen erwirtschaften. Um dem Label eine gewisse Exklusivität zu verleihen, hat man bei Océ darauf geachtet, dass die Partner aus unterschiedlichen Regionen der Schweiz kommen – dies auch deshalb, weil sich direkte Konkurrenten wohl kaum über ihre regionalen Aktivitäten austauschen wollen.
 
Kollhopp erklärt, dass das in der Schweiz entwickelte Konzept der Quality Centers sehr erfolgreich gestartet sei und deshalb inzwischen auch in anderen Ländern eingeführt wurde oder vor der Einführung stehe.
Flexibilität als VoraussetzungStellvertretend für die ersten zehn Partner erklärte Reto Spiegel, Geschäftsführer der Impress Spiegel AG, Egerkingen, dass man eine hohe Flexibilität sowie die Bereitschaft mitbringen müsse, Neues zu lernen. Dafür profitiere man von einer grossen Unterstützung: «Océ stellt uns Tools zur Analyse und Strategie zur Verfügung, organisiert hilfreiche Workshops und unterstützt uns beispielsweise durch gute Verbindungen zum Papierhandel auch bei Fragen rund ums Papier bzw. dessen Bedruckbarkeit.»
Offenbar hat man sich auch vorgenommen, die besonders guten Druckergebnisse auf Kreativpapieren hervorzuheben. Um diese Druckqualität zu dokumentieren, hat Océ mit Partner Sihl + Eika diverse Druckmuster entwickelt und auf unterschiedlichsten Kreativpapieren realisiert. Josef Inauen, Leiter Marktentwicklung des Papiergrosshändlers, unterstrich am Launch der Quality Centers die Druckqualität der Océ-Farbdrucksysteme: «Nach unserer Einschätzung sind die Printsysteme CPS 800 und 900 von Océ die einzigen Digitaldrucksysteme im Markt, die eine derart breite Palette an Papieren bedrucken können.»
Jürgen Franck
Océ Quality CenterDas Gütesiegel «Océ Quality Center»
erhalten ausgewählte Druckdienstleister, die ein umfassendes Angebot auf Basis von digitalen Océ-Lösungen anbieten. Die Partner profitieren von einer umfangreichen Unterstützung durch Océ. Mit einem neuen Internetportal und weiteren über die ganze Schweiz verteilten Partnern will Océ das Océ-Quality-Center-Programm weiter ausbauen. Das 2005 in der Schweiz gestartete Programm wurde bereits schrittweise auf weitere Länder ausgedehnt. Die Auszeichnung Océ Quality Center erhalten Unternehmen, die eine langjährige und erfolgreiche Tätigkeit im Digitaldruckmarkt vorweisen und bereit sind, das Angebot auf Basis von Océ-Lösungen weiter auszubauen.
Die ersten zehn PartnerBuchsMedien AG, Buchs SG
Copylink AG, Bäch SZGamma-Print Reprografie AG, LuzernImpress Spiegel AG, EgerkingenLänggass Druck AG, BernLüthi Druck AG, HerzogenbuchseeRepro Uhr, WetzikonR. Steinemann,  SchlierenSuter Print AG, OstermundigenZumsteg Druck AG, Frick
get_footer();