MZ in Baselland auf Aufriss

Zeitungen Die Basellandschaftliche Zeitung macht ihre Leser neugierig.

Zeitungen Die Basellandschaftliche Zeitung macht ihre Leser neugierig.Ab nächstem Samstag übernimmt die Basellandschaftliche Zeitung (bz) Konzept, Mantelteil und Layout der Mittelland Zeitung (MZ). Dank dieser Kooperation im Mantelteil «werden journalistische Kapazitäten frei, welche die regionale und lokale Berichterstattung bereichern und weiter ausbauen werden», verspricht Verlagsleiter Mathis Lüdin bei der bz. Seine Leserschaft soll sich mit den neuen Möglichkeiten besser über ihre nächste Umgebung informieren können. Frischer und übersichtlicher wird zudem die neue Gestaltung im Stil der bewährten MZ sein.Altvertrautes wird also mit Neuem ergänzt. Das hat auch die Werbeagentur Bürgi&Partner in Lenzburg in ihre Arbeiten einfliessen lassen. Unter dem Motto «Ihre bz und noch mehr …» präsentiert die Agentur  eine mehrstufige Teaserkampagne. Die Idee ist nicht völlig unverbraucht. Die Sujets bauen sinnvoll auf der Teaserkampagne auf, welche die Aargauer Zeitung bereits vor einem Jahr für den eigenen Relaunch realisiert hatte.
Gestartet wird Anfang September. Während zweier Wochen wird die Neugier auf die erweiterte bz geweckt und dabei das Medium Zeitung auf kreative Art dramatisiert, indem eine aufgerissene Frontseite bereits einen ersten Blick in die neuen Innereien frei macht. Mit dem Erscheinen der aufgefrischten bz folgt ab dem 16. September die Auflösung mit einer vollständigen Ansicht.
Um eine optimale Wirkung zu erzielen und die Aufmerksamkeit der Zielgruppen zu fokussieren, werden mehrere Medien parallel eingesetzt – die bz setzt dabei auf Printanzeigen, Plakate, Tram- und Buswerbung sowie auf Radio- und TV-Spots.
Andreas Panzeri

Zu guter Letzt: Gouverneur Gnadenlos verteidigt die Meinungsfreiheit

Arnold Schwarzenegger, der Gouverneur von Kalifornien, geht hart gegen Verletzungen der Meinungsfreiheit vor: Der ehemalige Terminator unterzeichnete einen Gesetzesentwurf, der den Diebstahl von Gratiszeitungen unter Strafe stellt.


Arnold Schwarzenegger, Gouverneur von Kalifornien, geht hart gegen Verletzungen der Meinungsfreiheit vor: Der ehemalige Terminator unterzeichnete einen Gesetzesentwurf, der den Diebstahl von Gratiszeitungen unter Strafe stellt.  Der Raub von Gratiszeitungen wird im Sunshine State nicht mehr geduldet. Ab Januar 2007 drohen jedem, der mehr als 25 Exemplare einer Gratiszeitung mitnimmt eine Geldstrafe von 500 Dollar oder zehn Tage Haft. Die entsprechende Erklärung des Gouverneurs enthüllte die Hintergründe des neuen Gesetzes: Die Gratiszeitungsräuber stellten eine Gefahr für die Meinungsfreiheit dar. Und bei solch grundsätzlichen Werten – die Meinungsfreiheit ist in der Verfassung festgeschrieben – verstehen die Amerikaner bekanntlich keinen Spass. Ein Gratiszeitungsräuber, so die Erklärung weiter, verletzten das Recht anderer, ihre Meinung zu äussern und öffentlich zu verbreiten. Zum Himmel schreiende Taten hätten den ehemaligen Action-Star zu diesem Schritt veranlasst. Ein Politiker etwa, der im November 2002 mehr als tausend Exemplare eines Gratisblatts gestohlen hatte, das seine Kandidatur nicht unterstützte. Aber nun ist dank dem tirolischen Felsen die Meinungsfreiheit bald wieder in Sicherheit.    

Hannibal von Rohr, der Superstar-Lecter

Werbung Chris von Rohr, wie wir ihn gerne sähen: Ruf Lanz zeigt den gefürchteten Musikkritiker für 3+ mit Hannibal-Lecter-Maske.

Werbung Chris von Rohr, wie wir ihn gerne sähen. Ruf Lanz zeigt den gefürchteten Musikkritiker mit Hannibal-Lecter- Maske. Der Aufruf zum Casting für die grosse Musikcasting-Show «Superstar» auf 3+ ist ein Hingucker. Und macht auch Sinn: weil 3+ damit explizit Talente ansprechen möchte, die wirklich singen oder rappen können. Es macht aber auch auf den Sender bezogen Sinn, weil sich so gleich noch die Top-Thriller mitbewerben lassen, die auf 3+ regelmässig zu sehen sind.

Kampf der Zeitschriften-Giganten

Mach Basic K-Tipp, SI und Beobachter liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, der Sonntagsmarkt ist gesättigt, und die Wirtschaftspresse verliert weiter an Reichweite.

Mach Basic K-Tipp, SI und Beobachter liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, der Sonntagsmarkt ist gesättigt, und die Wirtschaftspresse verliert weiter an Reichweite.Service: Langfristige Analyse der Tages- und Sonntagspresse sowie der regionalen Gratispresse im
Artikel «Schleichende Entwicklung»
von Ueli Custer aus dem Mach Special des Media Trend Journals.Die neuen Leserzahlen zeigen gemäss Wemf, dass 90,9 Prozent der Schweizer Bevölkerung mehr oder weniger regelmässig mindestens eine Zeitung lesen, 93,1 Prozent lesen mindestens eine Zeitschrift. Diese Werte sind seit dem Jahr 2000 stabil geblieben.Erstmals liegen mit der Mach Basic 2005, 2006-1 und 2006-2 drei halbjährliche Reichweitenstudien vor. Diese wurden alle während zwölf Monaten erhoben, jedoch jeweils um sechs Monate verschoben. Die Mach Basic 2006-2 wurde zwischen dem 12. April 2005 und dem 26. März 2006 durchgeführt.
Erstaunlich ist, dass bloss etwa die Hälfte der Titel in diesen drei Studien kontinuierliche Entwicklungen aufweist. Viele in der Auswertung 2006-1 durchlebten ein mehr oder weniger ausgeprägtes «Zwischenhoch» oder «Zwischentief». Das heisst: Die aktuellen Werte sind häufig denen von 2005 ähnlich. Diese Zwischenhochs und -tiefs lagen zwar immer im Vertrauensbereich, aber es zeigt sich doch, dass bei der heutigen Messmethodik für Printreichweiten mit häufigeren Publikationen allein noch keine höhere Genauigkeit erhältlich ist. Aus diesem Grund konzentrieren wir uns in dieser Analyse primär auf einen Vergleich der Werte 2006-2 zu 2005.
Bei der abonnierten Tagespresse ist weitgehend Stabilität im Trend: Sowohl im Halbjahres- als auch im Jahresvergleich weist kein einziger grösserer Titel signifikante Veränderungen auf. Allerdings hinterlassen die neuen Pendlerzeitungen in der Westschweiz erste Flurschäden.
Tagi bleibt im SinkflugDie einzige grössere Tageszeitung, die in der Deutschschweiz signifikant zulegen konnte, ist erneut der Gratistitel 20 Minuten, was primär auf dessen Expansion nach St. Gallen (Juni 2005) zurückzuführen ist. Vermutlich hat das Pendlerblatt nun aber in der Deutschschweiz seinen Zenit erreicht. Es wird sich jetzt zeigen, ob es diese Reichweite wird halten können oder ob es gar dem Abendblatt Heute und der Gratiswirtschaftstageszeitung Cash Daily – beide aus dem Hause Ringier – Leser abtreten muss. Dem St. Galler Tagblatt hat 20 Minuten übrigens kaum etwas anhaben können – und der Neuen Luzerner Zeitung gar nichts.
Ein kräftiges Plus von 60’000 Lesern weist die Mittelland Zeitung aus, doch Vorsicht, das ist kein wirklicher «Gewinn», sondern ein cleverer Marketingtrick, der erst in zwei Tagen Realität wird: Am 16. September 2006 tritt die Basellandschaftliche Zeitung (bz) dem Zeitungsverbund bei, weshalb die MZ die bz-Leserschaft bereits zur eigenen Reichweite hinzurechnen liess.
Weiterhin sinkende Tendenz weist hingegen der Tages-Anzeiger auf, seit 2000 hat sich seine Nettoreichweite von 15,3 auf neu 13,2 Prozent reduziert. Auch die Berner Zeitung erodiert: trotz Integration des Bunds, trotz Zuwachs im Berner Oberland sowie Expansion im Kanton Solothurn verlor der Titel seit 2003 insgesamt 10 Prozent seiner Leserschaft und rutscht nun wieder unter die 400’000er-Marke.
Dagegen legt die Aargauer Zeitung etwas zu, wohl dank dem Neukonzept vor einem Jahr. Die Basler Zeitung hat sich seit ihrem Relaunch vor zwei Jahren gefangen, und der Blick zeigt sich ebenfalls stabiler als vor einem Jahr, das Tabloidformat ist offenbar verdaut. Bei der NZZ macht hingegen das Minus von 19’000 Lesern stutzig. Doch die Alte Tante wies in den letzten Jahren immer wieder Gewinne und Verluste in dieser Art aus, langfristig gesehen blieb der Titel aber stabil.
Trendwende bei CashKeine markanten Veränderungen ergaben sich unter den Sonntagstiteln, dieser Markt dürfte nun gesättigt sein. Letztes Jahr hatten noch alle Titel zugelegt, die NZZ am Sonntag sogar signifikant. Nun beginnen Grabenkämpfe: Die leichten Verluste zweier Titel tauchen beim Dritten als Gewinn auf. Welchen Einfluss wird wohl das neue regionale Sonntagsblatt der Südostschweiz, das seit Mai erscheint, auf diese drei Titel haben?
Nachdenklich stimmt die Entwicklung bei der Wirtschaftspresse. Einmal mehr verliert diese Gattung Kontakte – seit 2000 kontinuierlich. Dies gilt auch ohne den methodisch nicht vergleichbaren Leserrückgang der Bilanz (siehe unten). Stocks hingegen ist ein klarer Verlierer, mit neu 52’000 Lesern steht es schlechter da als 2002, als der junge Titel zum ersten Mal in der Mach Basic ausgewiesen wurde. Hingegen ist bei Cash eine Trendwende eingetreten: Nach zwei happigen Verlustjahren ist es der einzige Wirtschaftstitel mit einem leichten Plus. Ob das auch mit Cash Daily so bleibt, ist hingegen abzuwarten.
Spannend ist, was sich derzeit bei den reichweitenstärksten Bezahl-Zeitschriften abspielt: Der K-Tipp bleibt zwar die Nummer eins, doch er hat in bloss einem halben Jahr 75’000 Leser verloren und liegt nur noch knapp vor der Schweizer Illustrierten und dem Beobachter. Letzterer verliert ebenfalls Leser und Image: Jahrelang lag er vor der SI, nun reduziert sich seine Reichweite signifikant, und er muss dem Ringiertitel die Silbermedaille überlassen. Die SI scheint ebenfalls ihren Zenit erreicht zu haben und setzt zum Sinkflug an. Wie sich SI Style auswirkt, das seit März auf dem Markt ist, bleibt abzuwarten.
Riesiger Aderlass bei DuFacts ist es gelungen, sich nach grossen Verlusten zu stabilisieren. Noch kein Wendepunkt ist hingegen bei Das Beste von Reader’s Digest in Sicht: Das Monatsmagazin verliert erneut markant – auch in der Westschweiz. Die Kulturzeitschrift Du hat ebenfalls massive Probleme, ihre Leserschaft reduziert sich um 20 Prozent. Freude herrscht hingegen bei den Frauenzeitschriften: Joy luchst der Freundin die Leserinnen ab und setzt sich auf deren Platz.
Enttäuschend ist das Abschneiden der linken WOZ, sie fällt unter die psychologisch wichtige Marke von 100’000 Lesern. Das Magazin hingegen legt zu, allerdings nur, weil es seit Herbst 2004 auch der Basler Zeitung und der Berner Zeitung beiliegt. Das kommt nun erstmals voll zum Tragen.
In der Romandie ist vor allem Tout compte fait zu erwähnen: Es konnte innerhalb eines Jahres signifikant zulegen und erreicht jetzt beinahe 100’000 Leser. Und in der Italienisch sprechenden Schweiz wird man die Verbandszeitschrift Touring im Auge behalten müssen: Sie ist im Tessin der einzige Titel überhaupt, der signifikant Leserinnen und Leser verliert – erstmals zwar, doch in der Deutschschweiz verzeichnet der Titel schon länger einen starken Abwärtstrend.
Achtung, Vertrauensbereich!Für die Mach Basic 2006-2
stellt die Wohnbevölkerung der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein ab 14 Jahren die Grundgesamtheit dar. Total sind dies 5,8 Millionen Personen. Insgesamt wurden für die Studie 23’816 Interviews durchgeführt, davon 17’178 in der Deutschschweiz, 5534 in der Romandie und 1104 im Tessin.Die anhand der Stichprobe gewonnenen Ergebnisse gelten aber für die Grundgesamtheit nur innerhalb eines bestimmten Vertrauensbereichs. Bei einem Sicherheitsgrad von 95,5 Prozent weist der Vertrauensbereich in der Mach Basic 2005 maximal folgende Werte auf: Für die ganze Schweiz (inkl. Fürstentum Liechtenstein) plus/minus 0,7 Prozent, für die deutsche Sprachgruppe plus/minus 0,8 Prozent, für die französische Sprachgruppe plus/minus 1,4 Prozent und für die italienische Sprachgruppe plus/minus 3,0 Prozent.
Rhythmusstörungen bei der BilanzAnfang 2005
änderte das Wirtschaftsmagazin Bilanz seinen Erscheinungsrhythmus von monatlich auf vierzehntäglich. Kurz zuvor wurde noch die Auflage bereinigt und um 19 Prozent reduziert. Dass diese Massnahmen bei der Reichweite, die 2004 noch 417’000 Leser betrug, Spuren hinterlassen würden, war klar und wurde auch kommuniziert (auch wenn die Zahlen aus methodischen Gründen nicht direkt verglichen werden dürfen). Die Bilanz fiel aber tiefer als erwartet. Verlagsleiterin Sandra Geiger rechnete noch Mitte Mai damit, dass die Reichweite ihres Titels auf etwa 270’000 Leser absinken würde (WW 19/06). Nun sind es gar 28’000 Leser weniger. Dennoch zeigt sie sich «nicht erschüttert». «Ja, wir haben uns verschätzt», gesteht sie unumwunden, doch es sei feststellbar, dass nun die Talsohle erreicht sei. «Im Abokanal wächst die Bilanz wieder leicht, bei der Auflage werden wir bereits wieder zulegen», sagt sie. Vermutlich werde sich die Reichweite bei etwa 250’000 Lesern einpendeln. «Das ergibt dann sechs bis sieben Leser pro Exemplar – ein vernünftiger Wert gegenüber früher, als wir 10 bis 12 Leser pro Exemplar hatten», sagt Geiger.
Auch beim Westschweizer Paralleltitel Bilan (Edipresse), der zur selben Zeit wie die Bilanz denselben Kadenzwechsel vorgenommen hatte, erodiert die Reichweite noch immer, aber im Vertrauensbereich. Wie Geiger spricht auch Théo Bouchat, Direktor Edipresse, von erneut steigender Reichweite: «Die Mach Basic 2006-2 zeichnet noch ein Bild der Vergangenheit.»
Markus Knöpfli

Frische Luft

Politik Die Churer Agentur diebündner kommuniziert rund um die Herbstsession der eidgenössischen Räte in Flims.

Politik Die Churer Agentur diebündner kommuniziert rund um die Herbstsession der eidgenössischen Räte in Flims.Das altehrwürdige Bundeshaus in Bern wird einer gründlichen Renovation unterzogen. Deshalb tagt das Eidgenössische Parlament vom 18. September bis zum 6. Oktober in Flims. Das Hotel Waldhaus wird vorübergehend zum neuen Machtzentrum der Schweiz. Diesen Event nehmen diebündner natürlich gerne zum Anlass, etwas frischen Wind in die helvetische Politik einzubringen. Ihre Botschaft: An der Bündner Bergluft sollen unsere Parlamentarierinnen und Parlamentarier den Kopf frei bekommen für die politischen Tagesgeschäfte. Bei der Sessiun – wie die Session diesmal in der vierten Landessprache offiziell heisst – soll deshalb neben harter Politarbeit auch ein bisschen Zeit für Musse in Form von angewandter Landeskunde möglich sein.
Die Werbung rund um dieses vielseitige Rahmenprogramm in Flims besorgen diebündner mit Plakaten, Booklets und Inseraten. Die Kommunikationsmacher aus den Bergen informieren einerseits die Parlamentarierinnen und Parlamentarier über verschiedene lokale Angebote zur Information und Freizeitgestaltung. Andererseits wird auch der Bevölkerung im Unterland die Möglichkeit schmackhaft gemacht, das Parlament in Flims zu besuchen. Ein Ausflug, der neben interessanten Einsichten in die Arbeit der Parlamente auch eine gute Portion Naturerlebnis verspricht.
In Zusammenarbeit mit Graubünden Ferien entstand so eine POS-Kommunikation, die Graubünden als weltoffene Region mit grossem wirtschaftlichem und Tourismuspotenzial präsentiert.
Das Parteiprogramm als InspirationsquelleNatürlich nimmt das lokale Gewerbe die Präsenz der Räte und die erhöhte Aufmerksamkeit der Medien auch zum Anlass für verschiedene eigene Aktivitäten. Für die lokale Werbung des Schuhhauses Degiacomi in Flims zum Beispiel wählte die Agentur diebündner Parteiprogramme von grossen Parteien als Lieferanten für Werbetexte. In schönster Ausgewogenheit zeigen sich für einmal die Werte auf dem Hintergrund der Parteifarben und sprechen zu den Polit-Touristen. Denn für das Rahmenprogramm zur Sessiun brauchen Parlamentarierinnen und Besucher vielleicht noch ein Paar guter Bergschuhe.
Andreas Panzeri

Budgetbewusst werben

Branding Exxtra feiert die zehnjährige Erfolgsgeschichte von M-Budget mit einer grossen Kampagne.

Branding Exxtra feiert die zehnjährige Erfolgsgeschichte von M-Budget mit einer grossen Kampagne.«Lieber ein Brot als das Werbebudget streichen», scheint die Devise bei M-Budget zu lauten. Nachdem die junge Kultmarke schon im Januar auf Plakatwänden in der ganzen Schweiz zu sehen war, doppelt das Schweizer Discount-Original diesen Herbst noch einmal kräftig nach. M-Budget fährt mit einer neuen, offensiven Plakat- und Printkampagne auf. Exxtra Kommunikation hat dazu eine ganze Reihe von neuen Sujets im gewohnt plakativen M-Budget-Stil konzipiert. Diese machen einerseits auf weitere Neuheiten im Sortiment aufmerksam. Zugleich wird das Werbebudget raffiniert ausgenutzt, um den Kultcharakter der grafisch erfrischenden Marke, losgelöst von einzelnen Produkten, selbstbewusst zu unterstreichen.
Die Migros-Marke M-Budget darf mittlerweile auf eine zehnjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken. 1996 kam sie – nachdem ein Mitarbeiter im Urlaub in Australien einen Geistesblitz hatte – mit ersten Discount-Artikeln im grün-weissen Billigdesign auf den Markt und erfüllte damit anscheinend das Bedürfnis einer ganzen Bevölkerung. Nicht nur bei Personen mit bescheidenem Einkommen oder grossen Familien, sondern auch bei Mittel- bis Besserverdienenden fanden die Produkte guten Absatz. «Dafür verantwortlich dürften nicht nur kleine Preise und gute Qualität sein, sondern auch erfolgreiche Marketing- und Werbestrategien», glaubt Beat Mühlemann, Leitung Marketing-Kommunikation beim Migros-Genossenschafts-Bund, Zürich.
Gemäss der gross angelegten Imagestudie Brand Asset Valuator ist M-Budget heute die stärkste Migros-Marke, steht für beste Preis-Leistung und wird als innovative Kultmarke wahrgenommen. 
Dabei hat die verantwortliche Werbeagentur Exxtra Kommunikation «nicht immer auf Gefälligkeit gesetzt», wie CD Dieter Hofmann meint. Wichtiger waren vielmehr die Tugenden der Marke wie: billig, pragmatisch, einfach, clever und schweizerisch.
Dabei haben die Kreativen gelegentlich auch in Kauf genommen, dass sich einige Leute zuweilen vor den Kopf gestossen fühlten – so etwa in der letzten Kampagne beim Sujet «Jetzt können Sie die Unterhose häufiger wechseln als die Frau». Solche Provokationen gehören dazu und tragen zum Kultcharakter der Marke bei.
Im selben Stil, mit einer Prise Augenzwinkern, macht die Migros diesen Herbst denn auch auf einige ihrer 70 M-Budget-Neuheiten aufmerksam. Insgesamt sechs Sujets, in ihrer Darstellung reduziert auf jeweils ein Produkt und integrierte Headline, zieren im September Plakatwände und ausgewählte Zeitungsseiten. Aussagen wie «Macht blitz, aber nicht blank», «Toast für ein Butterbrot» auf dem Toast und «Lieber ein Brot als die Ferien streichen» sind bestimmt weitere Bausteine für das kultige Image der Marke M-Budget.
Andreas Panzeri

Journalismus am POS

Aufgefallen Andreas Panzeri über Medien, bei denen das Rennen um den Titel «Swiss First» in vollem Gange ist.

Zeitungen Der Fall erregt die Öffentlichkeit und zeigt wieder einmal, wie wirkungsvoll Medien direkt in einen Prozess eingreifen können. Wobei «Prozess» hier natürlich gesellschaftliche Entwicklung und nicht eine Verhandlung vor Gericht bedeutet. Es geht um die Bank Swissfirst und ihre mögliche Verwicklung in Kickback-Zahlungen.Nicht nur zwei prominente Kommunikationsberater agieren hinter diesen Vorkommnissen in einem harten Konkurrenzkampf. Auch bei den Medien ist das Rennen um den Titel «Swiss First» beim Covern der Ereignisse in vollem Gange. Wer liefert den entscheidenden Primeur? Manchmal lassen die Facts den Blick auf die Bilanz nicht in 20 Minuten erfassen, wenn der Beobachter nur rätseln kann, wo hier wirklich Cash geflossen ist.
An welchen Titel soll sich der neugierig gewordene Leser in diesem Falle also halten? – «Neue Festnahme im Fall Swissfirst»: So hat die letzte SonntagsZeitung das Rennen um den Primeur wieder einmal klar für sich entschieden. Wer dann allerdings die scheinbar heisse Zeitung gekauft hat, musste enttäuscht feststellen, dass «neu» an diesem Sonntag keine neue Entwicklung bedeutet, wie man sie nach den Spekulationen am Samstag hätte machen können. Mit «neu» wurde nur eine bereits am Dienstag, also vor fünf Tagen vorgenommene Verhaftung verkauft. Am Zeitungsautomaten hat es der Käufer leider zu spät gemerkt.
Eine mögliche Moral deshalb von der Geschicht: Für Zeitungen sollte POS nicht nur «Point of Sale», sondern auch «Point of Seriosity» heissen.
Andreas Panzeri

Gates will Saban bei Gebot um Sender ausstechen

Eine Beteiligungsgesellschaft von Bill Gates will möglicherweise zusammen mit anderen Firmen die Investoren-Gruppe um Medienmogul Haim Saban mit einem neuen Angebot für den spanischsprachigen US-Fernsehsender übertrumpfen.


Für den spanischsprachigen US-Fernsehsender Univision gibt es offenbar einen prominenten neuen Kaufinteressenten: Eine Beteiligungsgesellschaft von Bill Gates will möglicherweise zusammen mit anderen Firmen die Investoren-Gruppe um Medienmogul Haim Saban mit einem neuen Angebot ausstechen.Das Konsortium unter der Führung der mexikanischen Mediengruppe Televisa erwäge ein Angebot von 13 Milliarden Dollar für Univision, berichtete die New York Times am Dienstag.
Die Univision-Führung hatte bereits Ende Juni der Übernahme durch die Saban-Gruppe für gut zwölf Milliarden Dollar zugestimmt (siehe
Saban sckluckt US-Sender in Milliardendeal). Allerdings müssen die Univision-Aktionäre noch am 27. September zustimmen.Die Saban-Gruppe bietet pro Univision-Aktie 36,25 Dollar. Das Konkurrenzangebot von Televisa, der Gates-Beteiligungsfirma Cascade Investments und Bain Capital bezifferte die New York Times auf mindestens 38 Dollar. Saban hatte mit seinem Angebot bereits eine frühere Offerte der Televisa-Gruppe übertrumpft.

Neue Agentur packt alles ein

Mit schoch&sonders ist am 1.September in Zürich eine neue Agentur für Verpackungsdesign an den Start gegangen. Die Agentur sieht ihre Stärke vor allem in ihrer Spezialisierung auf Verpackungsdesign, das sie von A bis Z umsetzt.

Mit schoch&sonders ist am 1.September in Zürich eine neue Agentur für Verpackungsdesign an den Start gegangen. Die Agentur sieht ihre Stärke vor allem in ihrer Spezialisierung auf Verpackungsdesign, das sie von A bis Z, beziehungsweise von der Konzeption bis zur Realisierung, umsetzt.

Mit Dominik Schoch und Roman Sonders sind keine Unbekannten zu Agenturgründern geworden. Dominik Schoch, Creative Director bei schoch&sonders, war 8 Jahre lang Art Director bei der Agentur By Heart. Roman Sonders, der die Agentur leitet, ist eidg. dipl. Kommunikationsleiter und eidg. dipl. Marketingplaner und war langjährig in der Funktion des Werbeleiters bei Ford tätig.

Wie Roman Sonders, Agenturleiter, der Werbewoche gegenüber sagte, besteht die Agentur derzeit nur aus zwei Mitarbeitern und einem Netzwerk an Freelancern. «Aber wir wollen wachsen und sind auch für die grossen Aufträge bereit», so Sonders. Als besondere Stärke seiner Agentur umschreibt Sonders die Spezialisierung im Verpackungsdesign. «Es gibt nicht viele Agenturen im Marktumfeld, die Verpackungsdesign von A bis Z anbieten – hier sehen wie unsere Chance», führt Sonders weiter aus. Strategie, Design und Realisation kommen bei schoch&sonders aus einer Hand. Natürlich wird mit einem Netz an Partnerfirmen zusammengearbeitet: Detailpack AG und Maxomedia sind derzeit in der Agenturpräsentation vermerkt. Aber auch weitere Kooperationen mit Kommunikationsagenturen sind laut Sonders sehr willkommen.

Dass dieses Konzept aufzugehen verspricht, zeigen auch die ersten Aufträge, die schoch&sonders gewinnen konnte. So zählt bereits die Migros zu den Kunden der jungen Agentur.

Zu guter Letzt: Nicole Kidman musste für Werbung warten

Nicole Kidman verbrachte das vergangene Wochenende in Italien, um einen Werbespot zu drehen. Der Zugang zur gebuchten Location erwies sich allerdings als nicht ganz einfach.


Nicole Kidman verbrachte das vergangene Wochenende in Italien. Hinter den alten Mauern eines Wohnhauses im Römer Stadtteil Testaccio war der Dreh eines Werbeclips mit der 39-jährigen, gebürtigen Australierin geplant. Doch bevor die Kameras zu laufen begannen, musste die Produktionsfirma noch mit den Bewohnern des Hauses verhandeln. Der Grund: Der Hausverwalter hatte den Werbefilmern den Drehort für umgerechnet gut 12’600 Franken überlassen. Doch die Mieter wollten auch ihren Teil zur Begleichung der «Betriebskosten». Sie versperrten den Eingang und redeten so lange, bis ihnen 54’000 Franken zugesichert wurden. In diesen Preis inbegriffen: Das fünftägige Überlassen des Innenhofes, der Waschküche und der Terrasse.
 

Zweite Runde Kompaktliteratur bei der NZZ am Sonntag 

Die NZZ am Sonntag lanciert am 17. September die zweite Serie ihrer Weltliteratur-Zusammenfassungen. Die erste Aktion habe ausserordentlich viele Probeabonnements mit sehr guter Umwandlungsquote generiert, hiess es von Seiten der NZZ.


Die NZZ am Sonntag lanciert am 17. September die zweite Serie ihrer Weltliteratur-Zusammenfassungen. Wiederum werden dem Blatt an zehn Sonntagen Literaturklassiker in sehr geraffter Form kostenlos beiliegen. Die erste Reihe der Kompakt-Klassiker startete im vergangenen Januar (siehe Weltliteratur light mit NZZ am Sonntag). Die Aktion habe ausserordentlich viele Probeabonnements mit sehr guter Umwandlungsquote generiert, hiess es von Seiten des Lesermarketings der NZZ gegenüber der Werbewoche. Deshalb habe man sich für eine zweite Reihe entschieden. Auch bei der zweiten Runde wird ein Einstiegsabonnement für 10 Sonntage angeboten. Die Aktion wird in Zusammenarbeit mit der Firma Getabstract aus Luzern lanciert.

Fisch.Meier.Direkt mit vier neuen Mitarbeitern

Gleich vier neue Mitarbeiter haben in die Bereiche Off- und Online-Dialogmarketing der Zürcher Direktmarktingspezialistin Fisch.Meier.Direkt gewechselt.

Gleich vier neue Mitarbeiter haben in die Bereiche Off- und Online-Dialogmarketing der Zürcher Direktmarktingspezialistin Fisch.Meier.Direkt gewechselt. Neuer Leiter Desktop ist Adrian Häni (Bild), der in gleicher Funktion zuletzt bei Lowe tätig war.
Den Beratungsbereich verstärken Nahuel Morales in der Funktion des Junior Brand Directors und Michael Jakopp als Brand Assistant. Morales bringt sechs Jahre Erfahrung im Dialogmarketing mit, die er mit Kunden wie Betty Bossi, Viseca und Helsana gewonnen hat. Jakopp war während seines Studiums bereits bei Fisch.Meier.Promotion tätig.
Und last but not least ist Alexandra Fux neue Junior AD. Sie habe ihr Talent bereits in verschiedenen Berner Agenturen unter Beweis gestellt, heisst es in der Mitteilung.
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