Strebel & Partner SGD gibt für Porsche Vollgas

Die schon für AMAG Vertrieb Porsche tätige Aargauer Werbeagentur Strebel & Partner übernimmt nun das gesamte Mandat.


Die schon für AMAG Vertrieb Porsche tätige Aargauer Werbeagentur Strebel & Partner übernimmt nun das gesamte Mandat.Strebel & Partner aus Wohlen konnte das gesamte Mandat für den deutschen Sportwagenhersteller gewinnen. Die Agentur übernimmt unter anderem die Kommunikationsbetreuung der Händler sowie die Kampagnen auf nationaler Ebene.  

(Halb-)Insel als Isolierstation

Kolumne Wer in Italien selbst mehrere Zeitungen auf einmal inspiziert, erfährt so gut wie nichts darüber, was im Rest der Welt vorgeht, schreibt Stephan Russ-Mohl.

Kolumne Wer in Italien selbst mehrere Zeitungen auf einmal inspiziert, erfährt so gut wie nichts darüber, was im Rest der Welt vorgeht.Einmal mehr waren wir gezwungen, die Weltereignisse entweder gar nicht zur Kenntnis zu nehmen oder durch eine italienische Brille. Im Selbstversuch habe ich diesmal beide Varianten ausprobiert. Über die Ergebnisse dieses Experiments während des Urlaubs weit im Süden nahe der Stiefelspitze möchte ich berichten.Vorab allerdings ein wenig Statistik: Für 100 Italienerinnen und Italiener werden täglich nur rund 12 Zeitungen gedruckt. Zum Vergleich: Pro 100 Schweizer sind es über 40. Zu behaupten, dass beinahe 90 Prozent sämtlicher Italiener keine Zeitung lesen, wäre allerdings eine voreilige Milchmädchenrechnung. Vermutlich wandern im Nachbarland mehr Zeitungen durch mehrere Hände als in der Schweiz. Gleichwohl sind die italienischen Nichtzeitungsleser in Europa mit an der Spitze.
Sodann zum ersten Teil des Experiments: Es sei freimütig gestanden, dass das Leben «all’italiana» sehr erholsam sein kann. Eine Zeit lang zumindest lässt es sich bestens ohne Zeitung leben, ohne dass man allzu viel versäumt. Unentbehrlich ist das Leib- und Magenblatt noch nicht einmal fürs Wohlbefinden eines Publizistikprofessors – im Gegenteil, endlich kommt man ungestört von Tagesaktualitäten zum Bücherlesen.
Stellen wir also unsere südlichen Nachbarn und auch all die jungen Leute nicht gleich in die Ecke, die sich dem Kulturgut Zeitung verweigern. Vieles, was dort steht, braucht man nicht zu wissen. Und was man wissen muss, kann man sich eben auch anderswo holen.
Damit bin ich beim zweiten Teil des Experiments. Während die Mehrheit gar nicht oder nicht regelmässig Zeitung liest, wissen die gebildeten Italiener, dass sie in ihrer Zeitung allenfalls die halbe Wahrheit erfahren. Weshalb sie üblicherweise am Kiosk zwei bis drei Blätter erstehen: ihre persönliche Lieblingszeitung – also zum Beispiel, eher im konservativen Lager anzusiedeln, Il Giornale oder das Wirtschaftsblatt Il Sole-24 Ore – und als linkes Pendant dazu dann Il manifesto oder La Repubblica. Schon in der Fotoauswahl «demonstriert» die Letztgenannte täglich neu, dass Berlusconi schlichtweg ein Schurke ist – und wie sehr sich die Redaktion über seine Abwahl noch immer freut, die sie mit herbeigeschrieben hat.
In einem Punkt allerdings ähneln sich die italienischen Zeitungen trotz heftiger politisch-ideologischer Divergenzen: Über den Tellerrand des eigenen Landes hinaus  lässt sich durch die italienische Brille kaum blicken. Auch wer mehrere Zeitungen auf einmal inspiziert, erfährt so gut wie nichts darüber, was in Europa und im Rest der Welt vorgeht. Die Ausnahme von der Regel sind Ereignisse und Katastrophen, in die Landsleute involviert sind – der Einsatz italienischer Blauhelme im Libanon, obschon politisch wenig kontrovers, füllte über Wochen hinweg eher Zeitungsseiten als -spalten. Nicht viel anders war es im Vorjahr bei der Entführung der Journalistin Giuliana Sgrena im Irak.
Oft werden dank der Neigung des italienischen Journalismus, selbst Themen zu setzen, Nichtigkeiten tagelang zu Wichtigkeiten aufgeplustert: Dass Günter Grass bei der SS war, mag ja auch südlich des Alpenhauptkamms noch eine Meldung wert sein. Aber ob er als Jugendlicher «Ratzi», also den heutigen Papst, in Bad Aibling getroffen hat oder ob er sich das nur einbildet? Die Frage wurde seitenweise in den Feuilletons hin- und hergewälzt.
Stephan Russ-Mohl leitet das europäische Journalismus-Observatorium der Universität Lugano.

Neue Medienchefin bei der Jungfraubahn Holding

Kathrin Nageli wird im Januar 2007 die Nachfolge von Peter Wenger folgt auf Peter Wenger als Mediensprecherin und Kommunikationschefin der Jungfraubahnen antreten.


Kathrin Nageli wird im Januar 2007 die Nachfolge von Peter Wenger folgt auf Peter Wenger als Mediensprecherin und Kommunikationschefin der Jungfraubahnen antreten. Die 35-jährige Naegeli hat in Bern Medienwissenschaften, Staatsrecht und Geschichte studiert. Ihre journalistische Laufbahn begann sie bei der Berner Zeitung, arbeitete beim Regionaljournal Bern, Freiburg und Wallis, und wurde dann Westschweizkorrespondentin für die SDA und leitet seit 2001 die SDA-Auslandredaktion.

L’Hebdo feiert ein Vierteljahrhundert

Das westschweizer Wochenmagazin L’Hebdo feiert am Donnerstag sein 25-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass publiziert das Wochenmagazin eine 180 Seiten starke Sonderausgabe.


Das westschweizer Wochenmagazin L’Hebdo feiert am Donnerstag sein 25-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass publiziert das Wochenmagazin eine 180 Seiten starke Sonderausgabe. In dieser Jubiläumsausgabe zeichnet die Redaktion nach, wie sich die Welt in den letzten 25 Jahren gewandelt hat. Gleichzeitig bieten die Journalisten einen Ausblick auf das kommende Viertel-Jahrhundert, wie die SDA meldet.
Das von Ringier herausgegebene Blatt hat im gleichen Jahr das Licht der Welt erblickt wie der erste PC von IBM oder der erste TGV. 25 Jahre später zählt die Zeitung wöchentlich 217 Leser. Zunehmend erfolgreich ist L’Hebdo mit seinen Blogs. Auch kommerziell steht die Zeitung wieder besser da als auch schon: Allein dieses Jahr stiegen die Werbeeinnahmen um 57 Prozent.

«Individueller TV-Konsum nimmt zu»

TV-Studie Welche Erkenntnisse lassen sich aus der Publisuisse-Studienreihe «TV – Medium der Zukunft» ziehen? Die Verantwortlichen geben Auskunft.

TV-Studie Welche Erkenntnisse lassen sich aus der Publisuisse-Studienreihe «TV – Medium der Zukunft» ziehen? Die Verantwortlichen geben Auskunft. Über die drei Teile der Publisuisse-Studie «TV – Medium der Zukunft» haben wir berichtet (WW 20/06, 21/06, 30/06). Im Interview mit der Werbewoche geben Kerstin Schoegel und Clemens Koob, Managing Directors der Zehnvier-Marketingberatung, Antwort.WW: Welches sind Ihres Erachtens die wichtigsten Resultate Ihrer Studie «TV – Medium der Zukunft»?Kerstin Schoegel: Wir sehen drei Hauptpunkte: Die Technikexperten sind gegenüber neuen technischen Möglichkeiten wie Mobile TV, TV on Demand, IPTV oder Interaktivität recht enthusiastisch, wohl nicht zuletzt von ihrem spezifischen Hintergrund her. Das relativiert sich aber aus Konsumentensicht, denn diese ändern ihre Gewohnheiten nicht von heute auf morgen. Zudem sind sie kaum bereit, dafür zusätzliche Gebühren zu bezahlen. Der dritte Punkt: TV bleibt der zentrale Anker im Media-Ensemble, wenn auch mit Veränderungen. Insgesamt wird TV aber von den technischen Entwicklungen profitieren und – verglichen mit andern etablierten Medien – wahrscheinlich an Bedeutung gewinnen.WW: Welche Prognosen lassen sich aus der Studie für TV zum Beispiel im Jahr 2010 ableiten, welche nicht?Clemens Koob: Prognosen sind immer schwierig. Wir können allenfalls mögliche Entwicklungen so plausibel wie möglich aufzeigen. So wird wohl die Individualisierung des TV-Konsums zunehmen, der Zuschauer wird vermehrt sein eigener TV-Direktor sein. Aber bis 2010 ist das eher ein evolutorischer Prozess, keine Revolution.WW: Aus technischen Gründen werden bis dahin Pay-TV oder Betty-TV wohl eine stärkere Rolle spielen als IPTV.Schoegel: Nicht unbedingt. Gemäss unserer Studie kommen gerade interaktive Angebote bei den TV-Konsumenten eher schlecht an, offenbar werden sie beim entspannten TV-Konsum als störend empfunden.WW: Dann hat Sie die Meldung, wonach Betty-TV schon über 5000 Abonnenten verzeichnet und jetzt nach Deutschland expandieren will, überrascht?Schoegel: Diese Zahl möchte ich nicht kommentieren. Von der Studie her lässt sich aber sagen, dass die von uns befragten Konsumenten für Angebote wie Betty-TV wenig Potenzial sehen.WW: Noch ist der tägliche TV-Konsum in der Schweiz stabil, doch gemäss Mediapulse (Ex-SRG-Forschungsdienst) wandern die jungen Leute ab – primär ins Internet. Was heisst das für das Medium TV?Koob: Es ist tatsächlich so, dass das Medium TV jetzt erstmals von neuen Medien herausgefordert wird. Allerdings finden diese Veränderungen nicht von heute auf morgen statt. Zudem bergen solche Entwicklungen für das Fernsehen auch Chancen. Man denke nur an neue Angebote, Services und Werbemöglichkeiten angesichts der Konvergenz von TV und Internet (IPTV). Noch etwas kommt hinzu: Um sich in der Informationsfülle des Internets nicht zu verlieren, halten viele Konsumenten nach einem Vertrauensanker Ausschau. Die Sender tun deshalb gut daran, sich schon jetzt entsprechend zu positionieren.WW: Studien zum Thema mobiles TV («Handy-TV») schiessen derzeit wie Pilze aus dem Boden. Die Resultate sind widersprüchlich. Auch in Ihrer Studie geben Fachleute der neuen TV-Form deutlich mehr Kredit als Konsumenten. Was fangen Sie damit an?Schoegel: Es ist natürlich so, dass Technikexperten eher abstrakt denken, während die Konsumenten näher am eigenen Nutzungsverhalten, Bedürfnis und vor allem am eigenen Portemonnaie sind. Doch wir hatten punkto Handy-TV durchaus auch kritische Technikexperten, die etwa darauf hingewiesen haben, dass TV schon heute omnipräsent ist – etwa in Restaurants, Läden, als Grossbildschirme in Bahnhöfen – was ihrer Meinung nach das Bedürfnis nach noch mehr TV auf dem Handy mindern könnte. Und bei den Konsumenten war nicht nur Ablehnung, sondern auch ein gewisses Interesse für Handy-TV spürbar, verhalten allerdings, weil sie einfach nicht recht wissen, was sie damit eigentlich anfangen sollen.WW: Die Zukunft von Handy-TV hängt also wesentlich vom Content ab?Schoegel: Mit Sicherheit. Es fehlt heute schlicht noch an Formaten, die diesem Medium gerecht werden. WW: Ringier setzt bei Cash unter anderem auf elektronisches Papier, ein Medium, das noch nicht auf dem Markt ist. Warum kommt dieses Medium in Ihrer Studie nicht vor? Von seiner Grösse und seinen Anwendungsmöglichkeiten her dürfte es für das TV der Zukunft doch bald schon eine wichtigere Rolle spielen als kleine Handydisplays.Schoegel: Wir gingen sehr offen an das Gesamtprojekt heran und fragten im Rahmen unserer Delphi-Studie zunächst die Technikexperten – und zwar ungestützt –, welche technologischen Entwicklungen ihrer Meinung nach den TV-Markt der Zukunft prägen werden. Dabei wurde das elektronische Papier von keinem einzigen Experten genannt. Deshalb können wir keine Aussage darüber machen, ob sich durch dieses Medium allenfalls grössere Veränderungen ergeben als durch Handy-TV.WW: Gemäss Ihrer Studie setzt man sich in der Werbewirtschaft derzeit kaum mit IPTV, Mobile TV, HDTV oder TV on Demand auseinander. Sehen Sie darin ein Problem?Koob: Die Studie zeichnet ein etwas differenzierteres Bild: So gibt es sowohl bei den Agenturen als auch bei den Werbeauftraggebern eine Minderheit, die sich mit allen diesen technologischen Entwicklungen befasst. Es gibt also eine Art Avantgarde. Bei Zukunftsthemen ist das normal. Andererseits sind die Agenturen sicher gut beraten, wenn sie sich zukünftig etwas intensiver damit befassen – allerdings nüchtern und sachlich, ohne in unnötigen Aktionismus zu verfallen.WW: Sie sind Marketingberater. Welche Tipps geben Sie, gestützt auf Ihre Studie, den TV-Betreibern?Koob: TV-Stationen sollten mit ihren Inhalten auf allen Distributionswegen präsent sein, auch wenn noch unklar ist, welche Rolle sie einmal spielen werden. Dazu gehört auch das Entwickeln von entsprechenden Formaten. TV-Betreiber sollten ferner mit neuen Anbietern, etwa mit Telekommunikationsunternehmen oder Kabelnetzbetreibern, kooperieren. Und schliesslich sollten sie sich inhaltlich als eine Art Vertrauensanker positionieren.WW: Was raten Sie den TV-Vermarktern?Schoegel: Erstens: Informieren Sie seriös und offen über die neuen Angebote und Möglichkeiten. Verhelfen Sie den Agenturen zu einem Überblick. Zweitens: Entwickeln Sie Werbeformen, mit denen man nah bei den Konsumenten bleibt oder noch näher an sie herankommt. Drittens: Schnüren Sie Crossmedia-Pakete. Viertens: Treiben Sie die Entwicklung geeigneter Messmethoden für die neuen Medien voran. Interview: Markus Knöpfli

Publicis und UBS schwingen am Eidgenössischen gemeinsam

UBS ist die Königspartnerin des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2007 in Aarau. Die Zürcher Werbeagentur Publicis  erhielt den Auftrag, den dazu gehörigen TV-Spot zu realisieren.


UBS ist die Königspartnerin des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2007 in Aarau. Die Zürcher Werbeagentur Publicis  erhielt den Auftrag, den dazu gehörigen TV-Spot zu realisieren. Der Spot soll die Brücke zwischen Schweizer Volkstum und Finanzwelt schlagen. Für den Dreh wurde mit Hilfe des Schwingerverbands die ganze Infrastruktur eines Schwingerfests nachgestellt. Da Aktivschwinger nicht aktiv Werbung machen dürfen, packten sich zwei Ehemalige gekonnt an Gurt und Gstöss.
 

Der Entdecker

Olivier Renaud ist als neuer AD bei McCann Erickson Genève von Paris in die Schweiz gekommen.

Olivier Renaud ist als neuer AD bei McCann Erickson Genève von Paris in die Schweiz gekommen. Paris, oh là, là! Es gibt sicher nicht wenig Kreative in der Schweiz, für die es die Erfüllung eines Traums wäre, einmal in diesem Mekka der Werbung arbeiten zu dürfen. Bei Olivier Renaud ist der Traum seiner Karriere in die andere Richtung gelaufen. Der neue AD von McCann Erickson Genève hat die pulsierende Atmosphäre in Paris gegen die Ruhe der Schweizer Berge eingetauscht. Natürlich haben beim passionierten Snowboarder, Segler, Gleitschirmflieger und Wanderer die Nähe zu den Alpen sowie die einladenden Seen Lac Leman und Lac d’Annecy eine wichtige Rolle gespielt.
Der ehrgeizige junge Werber wollte sich aber natürlich nicht nur von der Landschaft nach Genf locken lassen. Bei einem Rendezvous in Paris traf er «zufällig» Timo Kirez, den Chief Creative Officer von McCann Erickson Schweiz, und dieser machte ihm den Wechsel schmackhaft.
Renaud hat die letzten fünf Jahre als AD bei TBWA Paris gearbeitet. Dort galt er als eine Art Protège des bekannten CD Erik Vervroegen. Dieser meinte es gut mit Renauds Karriere. Und hat ihn deshalb weggeschickt. «Reisen ist ein Mittel, um den Horizont erweitern zu können», meinte Vervroegen und stellte Renaud deshalb Timo Kirez vor. Zwischen den beiden hat es sofort funktioniert. «Wir haben über unsere Ansichten von Werbung gesprochen und uns auf Anhieb verstanden. Wir haben ähnliche Visionen.»
Kirez will für McCann Erickson eine neue Equipe aufbauen. Diese soll «frisch, hungrig und international sein». Dem neuen AD gefällt in diesem Umfeld, dass er neben Verantwortung erstmals auch Kompetenz bekommt. Dazu reizt es den weltoffenen Entdecker aus Paris, dass er bei McCann Erickson ein Team mit ähnlich gesinnten Spezialisten aus Italien, Holland, Spanien, Deutschland «und natürlich der Schweiz» vorfindet.
Einen qualitativen Unterschied zwischen Schweizer und Pariser Werbung mag er noch nicht beurteilen. Sicher ist für ihn aber bereits, dass er hier «eine kreativere Atmosphäre» vorfinden wird. Auf ein erstauntes «Wieso?» begründet er, dass das romantische Paris der Touristen nicht der Alltag der Werber sei. Zwar erlauben die grossen Budgets hier generöse Würfe.
Zugleich sind die Kreativen infolge Konkurrenzkampfs so sehr unter Druck, dass sich unweigerlich auch Angst unter die Gefühle mischt. «Das führt zu Aggressivität.» Zwar habe er dank solcher Angst und Aggressivität in Paris auch viel erreicht. «Ich und sicher alle Kreativen haben aber auch ein bisschen Ruhe nötig.» In einer solchen Ambiance der Abgeklärtheit «kann man noch viel weitergehen», glaubt Renaud als Künstlerseele.
Bereits nach dem Baccalauréat an der Handelsschule hat es ihn zum Gestalten gezogen. Mit einer Zusatzausbildung in Informatik hat er zuerst mit virtuellen Bildern gearbeitet, dann besuchte er in Roubaix eine Werbeschule. Nach dieser «école de créative en communication» war er vollends für einen Weg in der Werbung begeistert. Als Grafiker sammelte er Erfahrung mit verschiedenen Stages bei Agenturen wie DDBO in Lille, MacCann Erickson in Paris – «schon damals» – und Lowe Lintas & Partners. Bereits als AD wirkte er dann ein Jahr bei Euro RSCG in Paris sowie schliesslich TBWA.
Renaud hat mit seinen Arbeiten für Chivas, Tag Heuer, Playstation 2, Absolut, Adidas oder Pedigree regelmässig Preise gewonnen – von Eurobest bis Cannes-Shortlist. Feiern kann er diese Erfolge mit einem hauseigenen Champagner, denn seine Eltern wirken in der Champagne als Weinbauern.
In seiner Freizeit liebt er das Fotografieren, Malen und Bauen von Kunstobjekten. Seine «Bonsai-Skulpturen», wie er sie nennt, sind Miniaturen mit allerlei schrägen Gestalten und Tieren. Eine Ausstellung wird es aber nicht so bald geben. Renaud beliebt seine Werke regelmässig an Freunde zu verschenken und besitzt «kein einziges Original mehr».
Nicht nur Hobby, sondern immer mehr auch Beruf wird seine Leidenschaft Video. Der AD, der sehr gerne Werbespots dreht, versucht zwar aus Prinzip die jeweils bestmöglichen Mitarbeiter für seine Projekte zu gewinnen und will nicht selber die Kamera machen. Für den Layout-Spot wirkt er aber persönlich am Drücker. Mit eigenen Bildern, so glaubt er, kann er seine Visionen auch am besten kommunizieren.
Andreas Panzeri

Auch Verbrecher tragen jetzt Bernie’s

Mode Die Bernie’s-Filiale in Zollikon wurde ausgeraubt. Ironischerweise zeigt das jüngste Plakatmotiv von Wirz für das Modehaus einen Mann im eleganten Anzug und in Handschellen.

Mode Kein Witz, kein PR-Gag. Die Bernie’s-Filiale in Zollikon wurde ausgeraubt. Rammbock-Einbrecher liessen 40 Herrenanzüge, mehrere Luxusjacken und Mäntel mitlaufen. Und das kurz vor dem Start der neuen Bernie’s-Plakatkampagne. Die Ironie der Geschichte: Das jüngste Motiv von Wirz zeigt einen Mann im eleganten Anzug und in Handschellen. Der Slogan «Man kann nie gut genug aussehen» zeigt also Wirkung. Um Missverständnisse zu vermeiden: Nicht alle, die Bernie’s tragen, sind auch Verbrecher.

Bundesrat ist gegen Verbot von sexistischer Werbung

Auch wenn sexistische Werbung manchen sauer aufstösst, soll sie nicht gesetzlich verboten werden. Dies hat der Bundesrat anlässlich der Motion der Aargauer Nationalrätin Doris Stump entschieden.


Auch wenn sexistische Werbung manchen sauer aufstösst, soll sie nicht gesetzlich verboten werden. Dies hat der Bundesrat anlässlich der Motion der Aargauer Nationalrätin Doris Stump (siehe Kommt das Verbot für Sex-Plakate im Aargau?) entschieden. Somit hat auch ein von der jungen EVP geplanter Vorstoss kaum mehr eine Chance (siehe Junge EVP will gegen sexistische Werbung vorgehen).
Im Urteil heisst es, es solle weiterhin Sache der Werbebranche bleiben, bei Kampagnen für die nötige Zurückhaltung zu sorgen. Wo Selbstregulierung funktioniere, bestehe kein Grund, gesetzlich einzugreifen, so der Bundesrat. Bezweifelt wird von ihm ebenfalls, dass ein Verbot so formuliert werden könne, dass es bei den Gerichten Chancen zur Durchsetzung hat.

Du in stetem Sinkflug

Zeitschriften Seit das Kulturmagazin Du 2004 an den Niggli Verlag in Sulgen TG verkauft wurde, verliert es jeweils signifikant Reichweite.

Zeitschriften Einst war es ein Prestigetitel von Tamedia mit immerhin 140000 Lesern, doch seit das Kulturmagazin Du 2004 an den Niggli Verlag in Sulgen TG verkauft wurde, verliert es jeweils signifikant Reichweite. Unterdessen ist die Leserschaft unter die Marke von 100000 gefallen, das Du weist bei der aktuellen Mach Basic noch 96000 Leserinnen und Leser aus – ein Rückgang um 31 Prozent innert zweier Jahre! Dies obwohl das Heft in letzter Zeit in Deutschland mehrere Auszeichnungen einheimsen konnte.Auch Verlagsleiter J. Christoph Bürkle versteht den Rückgang nicht, denn die verkaufte Auflage ist leicht gewachsen. «Offensichtlich hat das Du nicht Leser, aber an Bekanntheit verloren», versucht er sich einen Reim zu machen. Jedenfalls habe der Niggli Verlag keine Promotionsmöglichkeit wie Tamedia mit ihren verschiedenen Medien, meint er. «Wie die Mach-Basic-Zahlen zu Stande kommen, ist mir sowieso ein Rätsel», fügt Bürkle hinzu. (mk)

3+: Schweizer Publikum scharf auf Lingerieshow

Die Erstausstrahlung der Victoria’s Secret Fashion Show bescherte dem jungen Schweizer Fernsehen Marktanteile bis zu 11,1 Prozent bei den 15 bis 34-Jährigen.


Die Erstausstrahlung der Victoria’s Secret Fashion Show bescherte dem jungen Schweizer Fernsehen Marktanteile bis zu 11,1 Prozent bei den 15 bis 34-Jährigen.Am Mittwoch schrieb der Sender, dass man aufgrund dieses Erfolges nun entschieden hat, die erfolgreichste Lingerieshow der Welt am kommenden Freitag, 15. September zu wiederholen. Damit bewies der Sender letzte Woche seherische Qualitäten: Denn schon damals meldete er in einem Communiqué, dass die Show an ebendiesem 15. September im Programm sei (siehe
Lingerie von Victoria’s Secret auf 3+).

Award Corporate Communications: pi.ar mit Gold ausgezeichnet

Am Dienstag wurde der Award Corporate Communications – Best Practice verliehen. Es wurde ein «Golden Communicator» und zwei bronzene verliehen. Gold ging an die Zürcher Agentur pi.ar für die Kommunikation für Intrum Justitia.

Am Dienstag wurde der Award Corporate Communications – Best Practice verliehen. Es wurde ein «Golden Communicator» und zwei bronzene verliehen.
Mit Gold wurde die Zürcher Agentur pi.ar für die Kommunikation für Intrum Justitia ausgezeichnet. In der Lobrede wurde besonders die integrierte Kommunikationsleitung der Agentur hervorgehoben. Es handle sich um ein innovatives, logisches und stimmiges Gesamtkonzept.
Das Inkasso-Unternehmen Intrum Justitia hatte eine nationale Präventionskampagne zur Jugendverschuldung realisiert. Diese umfasste unter anderem auch einen Wettbewerb mit Schülern, die ein Unterrichtsmodul zum Thema «Schüler, Schulden und Geld» zu entwickeln hatten. Persönlichkeiten aus Sport, Politik und wirtschaft konnten gewonnen und in die Kampagne eingebunden werden. Bei Intrum Justitia selbst hatte die Kampagne einen positiven Effekt auf die Mitarbeitenden des Unternehmens. Das Unternehmen verbesserte sein internes und externes Image und auch das Image der gesamten Inkasso-Branche wurde positiv beeinflusst.
Bronze ging an Weinkeller Riegger AG für die gelungene integrierte Kommunikation eines KMU. Und zum zweiten Mal Bronze gewann die Nonprofitorganisation Natur- und Tierpark Goldau für die aufeinander abgestimmten Kommunikationsinstrumente.
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