Autor: admin
Saatchi, Saatchi & Simko ist Leadagentur von Orange
Orange Schweiz hat eine neue Leadagentur gewählt. Und zum ersten Mal ist eine Westschweizer Agentur für eines der grössten nationalen Telecom-Werbemandate verantwortlich.
Bereits zu sehen ist die erste von den Genfern konzipierte und entwickelte Kampagne für das Orange PrePay-Angebot orangeklick.ch in der Tagespresse.
Tiger Woods spielt Golf für Accenture
Der Profi-Golfer ist für die Unternehmensberaterin Accenture die Verknüpfung zu ihrer weltweiten ?High Performance?-Studie. Tiger Woods wird in der in diesen Wochen startenden Marketing- und Werbekampagne in weltweit 23 Ländern zu sehen sein.
Fisch.Meier lockt in die Weisse Arena
Die Zürcher Agentur Fisch.Meier hat die Winterkommunikation für den Wintersportort Laax realisiert. Dafür haben die kreativen Köpfe den aktuellen Saison-Katalog einer Abmagerungskurs unterzogen.
LIAA: SFLB mit PET-Kampagne nominiert
Die Zürcher Agentur Spillmann/Felser/Leo Burnett ist bei dem London International Advertising Awards (LIAA) im Final vertreten. In der Kategorie «Poster and Outdoor» überzeugten die ungewöhnlichen Durchsagen für PET-Recycling die Jury.
Liebe geht durch die Kreditkarte
Kreditkarten Visa Europa lanciert eine grosse internationale Kampagne. Saatchi & Saatchi Simko betreut das Schweizer Budget.
Es sind oft die kleinen Dinge im Alltag der Menschen, die den grossen Unterschied machen – zum Beispiel der erste Kaffee am Morgen, eine Mahlzeit mit Freunden oder ein Kinobesuch. «Kreditkarten werden zunehmend auch für kleinere alltägliche Ausgaben benutzt und ersetzen das Bargeld als sichere, schnelle und praktische Alternative», erklärt Joerg Metzelaers, General Manager für die Schweiz von Visa Europa.
Das Konzept von «Liebe jeden Tag» setzt diese Erkenntnis kreativ um mit einer Folge von Szenen aus dem täglichen Leben, in denen sich Menschen an kleinen, aber doch besonderen Momenten erfreuen. «Wir wollten ein einfaches Konzept wählen und es in jedem Markt zum Erfolg führen. Dies macht diese Kampagne möglich», sagt Joe Clift, vorsitzender Vizepräsident des Brand- Managements von Visa Europa.
Erfolg in allen Marktsegmenten: Einer der 40 Spots spielt zum Beispiel im Kino, wo mit der Karte von Visa bezahlt werden kann. Auch Schuhe kaufen mit der Karte kann eine Geste der Liebe sein. Ebenfalls am Bahnhof kann Plastikgeld viele kleine «Liebesszenen» möglich machen.
Kampagne in 21 LändernUm diese dank der Karte möglich gemachten Freuden des Alltags von den normal gekauften Dingen abheben zu können, wird im Spot jede gekaufte Sache als Geschenk verpackt. Der Slogan «Liebe jeden Tag» wird dazu jeweils angepasst wie zum Beispiel im Schuhladen – «Liebe jedes letzte Paar in deiner Grösse» – oder beim Spot zum Thema Reisen: «Liebe jede Heimkehr».
Zusätzlich zu den herkömmlichen klassischen Werbekanälen wird die Visa-Kampagne in der ganzen Schweiz auch in Sonderformen, zum Beispiel auf Pizza-Schachteln, zu sehen sein mit dem Slogan «Liebe jeden Sofa-Abend». Zum Einsatz kommen ebenfalls Werbebildschirme an Verkaufsstellen in Warenhäusern, Tankstellen und Bahnhöfen. Auf verschiedenen Medien-Websites wird auch Bannerwerbung geschaltet.
Die erste Phase der Kampagne läuft in der Schweiz bis Dezember 2006. Die TV-Werbespots werden auf SF 1, RTL, Kabel 1, Pro 7, Sat 1, Vox, TSR 1, TSR 2, TSI 1, TSI 2 und M6 ausgestrahlt. Für die Medienplanung ist Mediaedge:cia verantwortlich.
Die Werbekampagne «Liebe jeden Tag» der Visa Europa läuft derzeit in 21 Ländern, nebst der Schweiz auch in Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Irland, Italien, Spanien, Griechenland, Türkei, Portugal, den Niederlanden, Finnland, Norwegen, Schweden, Tschechien, Polen, Ungarn, Litauen, Lettland, Slowenien und Estland.
308 Millionen KartenIn Europa
sind über 308 Millionen Debit-, Kredit- und Firmenkarten von Visa im Umlauf. Der Umsatz mit diesen Karten im Handel und bei Bargeldabhebungen belief sich im vergangenen Jahr auf über 1,17 Billionen Euro. Visa Europa ist eine «Membership Association» – eine Organisation, die im Besitz ihrer 4500 europäischen Mitgliedsbanken ist und von ihnen gesteuert wird. Die Organisation wird von Europäern gehalten und geführt, was ermöglicht, schnell auf spezifische Marktbedürfnisse der europäischen Banken und ihrer Kunden – Karteninhaber und Händler – einzugehen. Visa Europa ist Teileigner von Visa International.
Visa International gewährleistet die globale Interoperabilität von Produkten und das Management der Visa Brand. Auf globaler Ebene ist Visa eine der weltweit führenden Zahlungsmarken und geniesst mit rund 24 Millionen Akzeptanzstellen – darunter annähernd eine Million Geldautomaten – eine beispiellose weltweite Akzeptanz.
Andreas Panzeri
LIAA: Ruf Lanz viermal im Final
Die Zürcher Kreativschmiede ist mit vier Arbeiten im Final der renommierten London International Advertising Awards (LIAA) vertreten.
Manager Magazin kürt UBS-Geschäftsbericht
Das deutsche Manager Magazin lässt jährlich die Geschäftsberichte der wichtigsten, in Europa börsennotierten Aktiengesellschaften bewerten. Wie schon im Vorjahr mischt UBS vorne mit.
Das deutsche Manager Magazin lässt jährlich die Geschäftsberichte der wichtigsten, in Europa börsennotierten Aktiengesellschaften bewerten. Wie schon im Vorjahr belegt UBS mit dem Geschäftsbericht 2005 den ersten Platz in der Kategorie der Stoxx-50-Unternehmen. Kreativ umgesetzt hat den Report die Zürcher Werbeagentur Publicis. Drei wissenschaftliche Gutachterteams haben den Bericht nach fast 500 Prüfkriterien unter die Lupe genommen. Kriterien wie Inhalt, Gestaltung und Sprache sind der Fachjury wichtig. Ausschlaggebend im Fall der UBS waren das Inhaltskonzept und die kreative Umsetzung, wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist. Der Geschäftsbericht vermittle einen authentischen Eindruck von der Haltung und dem Engagement der Mitarbeitenden, indem 95 Personen aus aller Welt und mit unterschiedlichsten Funktionen innerhalb der UBS porträtiert werden. Sie alle zeigen mit einer persönlichen Aussage, wie sie die Geschäftsphilosophie
«You & Us» interpretieren.
Freddy Burger Management übernimmt Rose d’Or
Das Freddy Burger Management hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass es die Markenrechte des Festivals für Fernsehunterhaltung erworben hat.
Marketing goes Internet
Internet Suchmaschinenmarketing ist ein Wachstumsmarkt. Auch hier zu Lande setzt man auf Professionalisierung und höhere Budgets.
Markante NutzungsunterschiedeNur ein geringer Teil der Befragten betreibt kein Suchmaschinenmarketing, hauptsächlich wegen fehlendem Wissen (73%), fehlender Zeit (59%) oder der Konzentration auf klassisches Marketing (55%). Die meisten Studienteilnehmer setzen ein oder mehrere Instrumente des Suchmaschinenmarketings ein: Anmeldung des Internetauftritts bei Suchmaschinen, Keyword-Werbung und Suchmaschinenoptimierung der Website.
Die Studienteilnehmer werden entsprechend in fünf Kategorien eingeteilt: Komplexität «Unerfahrene» (18%), die kein Suchmaschinenmarketing einsetzen oder solches erst planen, «Anmelder» (18%), «Optimierer» (24%), «Keyword-Werber» (10%) und «Kombinierer» (30%). Das Verhalten schlägt sich in den Budgets nieder: So geben Anmelder pro Jahr durchschnittlich 4500 Franken aus, Optimierer bereits das Dreifache, Keyword-Werber investieren 30’000 und Kombinierer durchschnittlich 50’000 Franken. Zudem steigen die Budgets: 70 Prozent der Befragten erwarten höhere Budgets für Suchmaschinenmarketing in den kommenden drei Jahren.
Ziele und ZielerreichungWas mit Suchmaschinenmarketing erreicht werden soll, ist den meisten Befragten klar. Im Vordergrund stehen quantitative Ziele: 82% streben ein besseres Ranking an, 66% wollen mehr Traffic, 62% geht es um das Generieren von Verkäufen und 60% sind Leads wichtig.
Weniger klar ist aber, wie der gewünschte Erfolg zu messen ist. Messungen werden nämlich eher rudimentär vorgenommen, und der Return on Investment wird nur selten erhoben. Erhebungen werden oft an die Technik delegiert: 68% der Befragten nutzen Logfile-Analyse, 58% Ranking-Check, und 36% setzen Tracking-Software ein. Dennoch beobachten 31% die Verkaufszahlen, führen 30% Kundengespräche, werten 24% Kundenreaktionen wie etwa aus Online-Wettbewerbe aus und setzen 19% auf Kundenumfragen.
Vor allem die bereits erfahrenen Teilnehmer nutzen kombinierte Erfolgsmessung – und erreichen auch ihre Ziele. Herausragend: Die Kombinierer. Sie messen dem Internet die grösste Bedeutung bei, nutzen alle Instrumente, setzen das grösste Budget ein, betreiben kombinierte Erfolgsmessung und erreichen die Ziele am besten. Weit abgeschlagen dagegen die Anmelder: Nur beim Ranking gibt es ein Genügend.
So zeigt die Studie denn auch noch bestehendes Know-how-Defizit und Optimierungspotenzial auf, aber auch eine schnell fortschreitende Professionalisierung. Je intensiver diese betrieben wird, desto besser schneidet Suchmaschinenmarketing in der Einschätzung der Studienteilnehmer ab. Der Einwand eines Teils der Studienteilnehmer – die mangelnde Kontaktqualität – scheint somit weniger in der Marketingmethode selbst als in der Intensität ihrer Anwendung begründet.
Kathrin Fischer
Pokerface
Aufgefallen Andreas Panzeri über eine gelungene Sympathiewerbung für die Träger von Schnapsnasen.
Andreas Panzeri
Analysiere wer will
Umfragen Die NZZ-Tochter Freie Presse Holding lanciert für regionale Medien ein Tool für Meinungsumfragen in Eigenregie.
Lauber spielt auf die Abstimmungsanalysen des Forschungsinstituts GFS an, die anhand einer quantitativ bescheidenen Stichprobe in der Bevölkerung Abstimmungsresultate hochrechne, die dann von sämtlichen Medien übernommen würden. «Ich ärgere mich vor allem über die Journalisten, die sich daran nicht stören», sagt Lauber.
Gute Erfahrungen in St. GallenAus solchen Überlegungen entstand in Zusammenarbeit mit der Firma E-Act AG in Horgen, die auf Entwickung individueller Software und Hosting spezialisiert ist, ein internetbasiertes Befragungsinstrument. Dieses trägt den Namen E-Ted und wird über den Webbrowser bedient. Die E-Act AG stand bereits Pate bei der Entwicklung des FPH-eigenen Kundendialogsystems. Dieses soll hauptsächlich regionalen Medien helfen, via Internet Kundenbedürfnisse abzufragen und Kundenbeziehungen zu verbessern. Seit 2004 arbeitet das St. Galler Tagblatt damit. «Das Echo ist ausnehmend positiv», freut sich Lauber.
Was lag deshalb näher, als die Technologie nicht nur für marktspezifische Befragungen, sondern auch für gesellschaftspolitische Anliegen zu nutzen? «Auf diesem Weg könnten wir innert kürzester Zeit, möglicherweise sogar in Realtime, die Haltung der Bevölkerung bei Abstimmungen ermitteln», meint Lauber.
Er rechnet schnell einmal mit 16’000 bis 20’000 Stimmen, wenn das Projekt einmal angelaufen und bei mehreren Medien in Anwendung ist. Damit liessen sich auch regionale und lokale Unterschiede problemlos ermitteln, und Medienschaffende könnten so die politische Kommentierung wieder in die eigenen Hände nehmen, ist Lauber überzeugt.
Kostengünstiges ToolAnalog zum Kundendialogsystem der FPH kommt auch E-Ted ohne Serverkosten und Softwareinstallationen aus und ist auf den ersten Blick ein Datenerfassungssystem. Teilnehmende, die möglicherweise in ihrem Leibblatt auf die Existenz des Tools aufmerksam wurden, sind gebeten, sich einzuloggen und ihre persönlichen Daten einzugeben.
Das Medienunternehmen schreibt nach Belieben Teilnehmende über E-Ted an und befragt diese mit einem selbst kreierten Fragenkatalog nach deren Ansichten zu gesellschaftspolitischen Ereignissen. Die Themen können bis ins Lokale reichen, etwa wenn es in einer Gemeinde um den Bau von neuen Sportanlagen geht.
«Der Anstoss für eine Umfrage kann von irgendeinem Medium kommen. Medien, die E-Ted benützen, können sich auch regional zusammenschliessen und entsprechende Umfragen in spezifischen Regionen durchführen», sagt FPH-Geschäftsleiter Pepe Wiss.
Auf einer weiteren Ebene sind Publikumseinschätzungen von Ereignissen überregionaler Bedeutung beziehungsweise kantonaler oder nationaler Abstimmungen erfragbar. «Die Medien einigen sich gegenseitig auf eine gemeinsame Umfrage, und man hätte dann einen Benchmark und könnte regionale Unterschiede feststellen», sagt Wiss.
Er kann sich auch vorstellen, dass die Freie Presse Holding zusammen mit der Firma E-Act AG den Anstoss für Umfragen gibt. Grundsätzlich versteht Wiss die Aufgabe der FPH vor allem als Koordinatorin, denn das Instrument E-Ted unterliege der Hoheit des jeweiligen Mediums.
Gretchenfrage: repräsentativ?Doch inwieweit sind die Publikumsbefragungen über das Tool repräsentativ? Das hängt davon ab, wie viele Leute an einer Umfrage teilnehmen. Kommen genügend zusammen, dann lassen sich problemlos Daten nach Altersklasse, Schulbildung, Beruf und weiteren Kriterien auswerten, was laut Wiss zu repräsentativen Aussagen führt. «So eine Hexerei ist es nicht», meint er.
Schwieriger werde es bei komplexen Fragen. Da komme es auf die Art und Weise der Fragestellung besonders an. Einzelne Medien verfügten jedoch bereits über eigene Meinungsforschungsabteilungen, oder man ziehe einen Experten bei, um die psychologischen Momente einer Befragung nicht zu verfehlen. «Die Interpretation ist dann Sache jedes Einzelnen», sagt Wiss.
Demnächst wollen die Macher von E-Ted ihre Idee bei Chefredaktoren und Verlagsleitern von Schweizer Tageszeitungen bekanntmachen. Für Publikationen bis zu einer Auflage von 30’000 Exemplaren soll E-Ted 5’000 Franken, über 75’000 Exemplare 9’000 Franken pro Jahr kosten.
Jedes Medium verfügt nur über die eigene Datenbank. Bei nationalen Befragungen stellen die beteiligten Medien einander gegenseitig Daten in anonymisierter Form zur Verfügung. «Sonst wäre das eindeutig ein Fall für den Datenschützer», sagt Pepe Wiss.
René Worni
