Zu guter Letzt: Weil man etwas wechseln kann

«Because change happenz» ist der aktuelle englischsprachige Claim der Zürich Versicherung und heisst eigentlich übersetzt: «Weil Veränderung passiert». Englische Claims produzieren offenbar Probleme. Wie eine Studie der Kölner Agentur Endmark belegt, verstehen gerade mal 10 Prozent der über 1000 Befragten die Werbebotschaft der Zürich Versicherung richtig.


«Because change happenz» ist der aktuelle englischsprachige Claim der Zürich Versicherung und heisst eigentlich übersetzt: «Weil Veränderung passiert». Wie eine Studie der Kölner Agentur Endmark belegt, verstehen gerade mal 10 Prozent der über 1000 Befragten die Werbebotschaft richtig. Die restlichen 90 Prozent werden in Sachen Verständnis kreativ: «Weil Chancen glücklich machen», oder: «Weil man etwas wechseln kann» sind zwei Übersetzungsbeispiele der Befragten. Die Mehrheit der deutschen Konsumenten verstehen englische Werbebotschaften nicht oder nur unzureichend, so das Fazit. Bereits 2003 kam die erste Studie der Agentur auf dieses Ergebnis, 2006 liegt jetzt die Bestätigung vor. Zwar wird bei den Claims häufig geglaubt, dass man sie verstanden hat. Doch bei der Bitte, den Claim zu übersetzen, scheiterten die über Tausend Grossstädter im Alter zwischen 14 und 49 Jahren mehrheitlich. Da wird «Feel the difference» schon mal mit «Fühle das Differenzial» übersetzt oder «Life by Gorgeous» (übersetzt etwa: «Leben auf prächtig») mit «Leben in Georgien». Als besonders knifflig stellten sich auch englische Wortspiele oder Doppeldeutigkeiten heraus, die noch mehr Missverständnisse produzierten.
Obwohl viele der Claims Verständnisschwierigkeiten an den Tag bringen, wenn es um die Übersetzung geht, scheinen sie den Probanden dennoch zu gefallen. So wurden auch Claims für gut befunden, die nicht übersetzt werden konnten. Dies sei dem «Popmusik-Effekt» zuzuschreiben. Menschen kauften ja auch Songs, ohne den Text zu verstehen. Trotzdem: die wörtliche Bedeutung des Claims ist nicht egal. Denn wenn Missverständnisse die Wahrnehmung und damit Positionierung eines Produkts verändern, hat das auch Auswirkungen auf den Verkaufserfolg.
Auch wenn es auf Englisch interessanter klingt und den Eindruck von Weltgewandtheit und –Erfahrung vermittelt, erwarten die Konsumenten heute mehr Klarheit und Einfachheit in der Werbung. Entsprechend geht der Anteil an Anglizismen in der Werbung auch zurück. So belegt das Trendbüro Hamburg in einer gemeinsam mit Slogans.de erstellten Studie einen Rückgang der englischen Slogans von 27,6 Prozent im Jahr 2000 auf 18,7 Prozent im 2006. Auch der Anteil von Anglizismen sei von 5,3 Prozent im Jahr 2000 auf 2,3 Prozent im 2006 zurückgegangen. Denn einfache und klare Aussagen liegen im Trend. Werbung sei ein Spiegel der Gesellschaft, ein kompensatorischer Gegenentwurf zur Wirklichkeit. Da vieles unsicher und kompliziert geworden sei, wachse die Sehnsucht nach Gewissheiten – und eben nicht nach Böhmischen Dörfern.

Treffpunkt expandiert nach Westen

Das vom Stäfner Treffpunkt Verlag herausgegebene Regionalmagazin Treffpunkt expandiert anlässlich seinen 10-jährigen Jubiläums westwärts.

Das vom Stäfner Treffpunkt Verlag herausgegebene Regionalmagazin Treffpunkt expandiert anlässlich seinen 10-jährigen Jubiläums westwärts. Ab 2007 soll auch Meilen ins Streugebiet eingeschlossen werden. Dann sollen mit einer Auflage von 22’300 Exemplaren das gesamte Gebiet rund um den Pfannensiel und die Schnittstellen von Zürichsee Zeitung, Zürcher Oberländer und den Tages-Anzeiger-Lokalausgaben lückenlos abgedeckt werden. Das Regionalmagazin wurde 1996 auf Initiative der lokalen Gewerbetreibenden gegründet und erscheint heute acht Mal pro Jahr. Der Umfang wuchs in den vergangenen zehn Jahren von 24 auf 48 Seiten an. Der Anzeigenanteil liegt bei ansehnlichen 60 Prozent.

Clear Channel erweitert Leuchtstellenangebot

Auf der Clear Channel Outdoor-Website kann ab sofort unter der Rubrik «Tools» die Angebotsdokumentation 2007 heruntergeladen werden. Erstmals bietet das Unternehmen Leutplakatstellen-Netze in der Stadt Zürich an.

Auf der Clear Channel Outdoor-Website kann ab sofort unter der Rubrik «Tools» die Angebotsdokumentation 2007 heruntergeladen werden. Erstmals bietet das Unternehmen Leutplakatstellen-Netze in der Stadt Zürich an – zwei F12-Netze und ein F200-Netz. Es handelt sich um Stellenkombinationen in modernster Leuchtstellen-Technologie und mit neustem Trägermaterial, heisst es in einem Communiqué. Die Dokumentation 2007 verschafft zudem einen Überblick über das gesamte Aussenwerbeangebot des Unternehmens – auf der Strasse, im POSBereich, an Tankstellen, in der Flughafenwerbung und im Bereich Megaposter. Sie enthält auch die ab dem 1. Januar 2007 gültigen Preise.

Grey entwickelt für Sony nationale Radiokampagne

Die Zürcher Agentur Grey hat für den Sony-Subbrand Walkman drei Radiospots realisiert. Diese fokussieren auf zwei MP3-Player: Einen für Sport- und Outdoorbegeisterte und einen für Sound-Enthusiasten.

Die Zürcher Agentur Grey hat für den Sony-Subbrand Walkman drei Radiospots realisiert. Diese fokussieren auf zwei MP3-Player: Einen für Sport- und Outdoorbegeisterte und einen für Sound-Enthusiasten. Ambitionierte Feierabendsportler etwa werden sich über einen Kalorienzähler und Distanzmesser freuen, während die Musikfreunde die Noise Cancellation beklatschen; diese blendet für puren Audiogenuss störende Hintergrundgeräusche aus, zum Beispiel wenn man Zug fährt. Die Radiokampagne läuft von Mitte November bis Anfang Dezember 2006 in der ganzen Schweiz.

SFLB printet Gemeindewappen auch auf Tagi-T-Shirts

Neben den gängigen Werbemitteln zählt neu auch das T-Shirt zur Regionalisierungskampagne von Spillmann/Felser/Leo Burnett für den Tagesanzeiger. Zu haben ist das Kleidungsstück mit den Gemeindewappen.

Neben den gängigen Werbemitteln zählt neu auch das T-Shirt zur Regionalisierungskampagne von Spillmann/Felser/Leo Burnett für den Tagesanzeiger. Zu haben ist das Kleidungsstück mit einem einem von über 100 Zürcher Gemeindewappen oder einem von 24 Zürcher Quartierwappen – für 20 Franken. Beworben werden die Shirts mit Anzeigen in den Regionalausgaben: «Unsere neuste Regionalausgabe: Das Tagi-Shirt mit Ihrem Gemeinde- oder Quartierwappen.» Eine Übersicht aller erhältlichen Wappen sowie Bestellmöglichkeit gibt es unter . Dort werden die Damen- und Herrenmodelle als «ideales Weihnachtsgeschenk» angepriesen.

Deutschland: Ein Schritt in Richtung Bürgerfernsehen?

Was im Journalismus unter wechselnden Schlagwörtern wie Bürgerjournalismus oder User Generated Content schon seit geraumer Zeit im Trend liegt – nämlich die Inhalte von den Lesern erstellen zu lassen -, scheint jetzt auch beim Fernsehen Anklang zu finden.

Was im Journalismus unter wechselnden Schlagwörtern wie Bürgerjournalismus oder User Generated Content schon seit geraumer Zeit im Trend liegt – nämlich die Inhalte von den Lesern erstellen zu lassen -, scheint jetzt auch der deutschen Privatsender-Kette ProsiebenSat.1 bald einen oder mehrere Sendeversuche Wert. Deshalb sucht die Sendergruppe per Fernseh-Werbung nach usergenerierten Videos. Diese sollen auf die Videoplattform Myvideo.de hochgeladen werden, der Plattform nach YouTube-Vorbild, an der sich an der Senderkette im September mit 30 Prozent beteiligt hat (siehe
). Wer sein Video im Fernsehen sehen will, muss allerdings auf Vieles verzichten. So heisst es in den Bedingungen, dass die Nutzungsrechte auf nicht exklusiver Basis für drei Jahre abgetreten werden müssen. Ebenso räumt man dem Sender auch das Recht ein, die Inhalte auf Bild- und Tonträgern aller Art zu veröffentlichen, sie zu bearbeiten oder für Werbezwecke zu verwenden. ProsiebenSat.1 nimmt sich auch das Recht heraus, die Rechte weiter zu übertragen.

Matter & Gretener macht sich gegen Piraterie stark

Matter & Gretener hat mit der Plattform «Stop Piracy», die letztes Jahr lanciert wurde, in einer Konkurrenzpräsentation einen Neukunden gewonnen.

Matter & Gretener hat mit der Plattform «Stop Piracy», die letztes Jahr lanciert wurde, einen Neukunden gewonnen. Bei der Plattform handelt es sich um ein Public-Private-Partnership unter der Führung des Instituts für Geistiges Eigentum und ICC Switzerland. Matter & Gretener hatten sich in der Konkurrenzpräsentation durchgesetzt. Ziel der Kampagne: Für mehr Wissen und Gewissen sorgen. Denn mittlerweile beträgt der Schaden der Schweizer Wirtschaft durch Fälschungen schätzungsweise jährlich zwei Milliarden Franken. Die Kampagne wird Anfang 2007 für Aufsehen sorgen.

Solothurn stimmt gegen Tabakwerbung

Der Kanton Solothurn hat sich am Abstimmungswochenende für das schärfste Anti-Tabak-Gesetz der Schweiz ausgesprochen. Der Verband Schweizer Werbung bekräftigt seine Absicht, sich weiterhin gegen kantonale Werbeverbote einzusetzen.

Der Kanton Solothurn hat sich am Abstimmungswochenende für das schärfste Anti-Tabak-Gesetz der Schweiz ausgesprochen. Mit 56 Prozent fiel das Ja zum Verbot von Tabakwerbung auf öffentlichem und öffentlich einsehbarem privatem Grund deutlich aus. Nicht erfreut über das Abstimmungsresultat zeigt sich der Verband Schweizer Werbung (SW). In seiner offiziellen Stellungnahme schreibt SW, dass das Ergebnis nicht weiter überraschend gewesen ist. Denn die Einstellung zum Rauchen habe sich in der Bevölkerung geändert und die Werbeverbote im neuen Gesundheitsgesetzt waren an ein zunehmend populärer werdendes Rauchverbot gekoppelt.
Für SW ist die kantonale Strategie allerdings fragwürdig. Denn erstmals gelte damit in Solothurn ein Sponsoringverbot und ein Werbeverbot in Kinos. Unklar sei auch die Regelung am Verkaufsort (POS).
Die bisherigen Vorlagen für Verbote in anderen Kantonen betreffen nur Plakate. In Solothurn würde eine neue Rechtsunsicherheit geschaffen, die mit jedem generellen Ja zu gleichartigen Verboten zunehmen werde. Schon aus diesem Grund, so SW weiter, werde sie weiterhin kantonale Verbote von Tabakwerbung bekämpfen.

Zigarettenfabrik-Mitarbeiter kommen bei Sulzer Sutter zu Wort

Die Zürcher Agentur Sulzer Sutter betreut neben der British American Tobacco-Marke Parisienne neu auch die Corporate Communication des Zigarettenherstellers. Die erste Kampagne geht auf verschiedene Aspekte der Problematik des Rauchens ein.

Die Zürcher Agentur Sulzer Sutter betreut neben der British American Tobacco-Marke Parisienne neu auch die Corporate Communication des Zigarettenherstellers. Die erste Kampagne geht auf verschiedene Aspekte der Problematik des Rauchens ein. Doch anstelle des CEO und der Presseabteilung, kommen Mitarbeiter aus der Zigarettenfabrik in Boncourt zu Wort. Sie haben sich Gedanken zu verschiedenen Themen der Raucher-Diskussion gemacht: Zum Rauchverbot in öffentlichen Lokalen genauso wie zu Werbeeinschränkungen. Die Porträts der Mitarbeiter stammen vom Fotografen Christian Grund.

AZ Medien Gruppe trennt sich von Tele-M1-Chefredaktor

Heinz Lang, Programmleiter und Chefredaktor von Tele M1, verlässt den Regionalsender. Der Weggang erfolgt in gegenseitigem Einvernehmen per Ende November.

Heinz Lang, Programmleiter und Chefredaktor von Tele M1, verlässt den Regionalsender. Wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist, erfolgt der Weggang in gegenseitigem Einvernehmen per Ende November. Ausschlaggebend seien unterschiedliche Auffassungen über die zukünftigen Aufgaben und Kompetenzen von Lang beim Sender der AZ Medien Gruppe. Die Nachfolgeregelung von Heinz Lang ist noch nicht bestimmt. Roland Baumgartner, Geschäftsführer von Radio Argovia, und Bruno Hollenweger, Geschäftsführer von TeleTell, übernehmen interimistisch die Geschäftsführung der Fernsehstation. Roland Baumgartner zeichnet ad interim für die Bereiche Redaktion und Technik, Bruno Hollenweger für Verkauf und Marketing von Tele M1 verantwortlich.
Seit September war Lang 2001 für Tele M1 tätig und hat den Regionalfernsehsender bereits 1994 in der Aufbauphase als Chefredaktor mitgeprägt.

Thinktank für Kommunikations- und Medienberatung gegründet

Zürich ist um eine Kommunikationsagentur reicher. Mediascope mit Sitz im Seefeld unterstützt ab sofort Unternehmungen aus verschiedenen Bereichen beim Kommunikationsmix.


Zürich ist um eine Kommunikationsagentur reicher. Mediascope mit Sitz im Seefeld unterstützt ab sofort Unternehmungen aus verschiedenen Bereichen beim Kommunikationsmix. Dabei übernimmt sie sowohl Gesamtmandate wie auch Teilaufgaben im Bereich der Kommunikation. Im Vordergrund stehen Branchen wie Dienstleistungen, die öffentliche Verwaltung, die Baubranche, Fashion und Beauty sowie Genussmittel. Das Unternehmen unterscheidet sich von herkömmlichen Werbe-, Media- oder PR-Agenturen dadurch, dass selektive Multichannel-Ansprachen die Regel darstellen, wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist. Insbesondere berät die Firma auch Medienunternehmen in strategischen Fragen und Kommunikationsbelangen. Die Ausrichtung liegt dort auf der langfristig sinnvollen Verschränkung von publizistischen und ökonomischen Zielen.
Der Geschäftsführer von Mediascope ist Raymond Lüdi. Der ursprüngliche Jurist ist nach vielen Jahren als Medien- und Marketing-Journalist, zuletzt in der Position des Chefredaktors beim Media Trend Journal, seit einiger Zeit beratend tätig.

GB: Werbeverbot für Junk-Food trifft Branche hart

Experten in Grossbritannien rechnen aufgrund des Verbots für Werbung betreffen Junk Food für 2007 mit Einnahmeverlusten in der Höhe von 75 Millionen Dollar.

Experten in Grossbritannien rechnen aufgrund des Verbots für Werbung betreffen Junk Food für 2007 mit Einnahmeverlusten in der Höhe von 75 Millionen Dollar. Die Massnahme verbietet Werbung für Nahrungsmittel mit hohem Fett-, Salz- oder Zuckeranteil in Programmblöcken, die auf Kinder unter 16 Jahren zugeschnitten sind (siehe ). Wie das amerikanische Fachmagazin Advertising Age schreibt, sei bei Fernsehstationen, die ausschliesslich für Kinder senden, mit einem Verlust von 15 Prozent zu rechnen. Michiel Bakker von MTV U.K. and Ireland ist überrascht, dass die zuständige Medienaufsichtsbehörde entschieden hat, auch die Altergruppe der 10 bis 15-Jährigen in das Verbot miteinzuschliessen. Er betrachtet diese Gruppe als komplett verschieden zu den unter 9-Jährigen.
Bis anhin ist die britische Branche bezüglich Werbung dem Prinzip der Selbstkontrolle gefolgt. KFC und Burger King verzichten inzwischen darauf, Spielzeug an Kinder abzugeben. Andere Marken wie Coca-Cola, Cadbury, Kraft und McDonalds werben nicht bei den unter 12-Jährigen. Zudem hatte der Verband Incorporated Society of British Advertisers einen freiwilligen Kodex entworfen, der die Verwendung von Cartoon-Figuren und Stars in Spots für Nahrungsmittel verbietet.
Derzeit sind in Frankreich Massnahmen im Gespräch, die ebenso für Wirbel sorgen. Die Rede ist von einem Gesetz, das Gesundheitshinweise auf Lebensmitteln vorsieht. Gelten soll die Regelung für alle produzierten Esswaren sowie für alle Getränke – ausser Wasser. Hersteller die sich nicht an diese Vorgabe halten wollen, müssen eine Steuer von 1.5 Prozent ihres jährlichen Werbebudgets für eine Kampagne entrichten, die gesundheitsbewussteres Essen fördern soll.

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