Der CEO der Ziegler Druck agiert gekonnt auf dem Schlachtfeld der Zürcher Zeitungswirren. Im Gespräch mit René Worni erklärt er sein Verhältnis zu Tamedia, wie sich der Landbote endlich von der Publicitas abnabelt und warum er auf die Vernunft von Kollege Norbert Neininger hofft.WW: Der Landbote wird mit der Thurgauer Zeitung zusammen «Die Nordostschweiz». Sind Sie glücklich über diesen Entscheid?Lothar Dostal: Voll und ganz. Ich glaube, dass eine Zeitung wie der Landbote mit 38’000 Auflage im harten Regionalzeitungsmarkt alleine schlechte Karten hat für die Zukunft. Das Zusammenspannen mit einem etwa gleich grossen Partner ist deshalb sicher die gescheitere Lösung, als abzuwarten, ob es irgendwann von alleine besser wird.WW: Warum richtet sich eine Zeitung, die stark nach Zürich orientiert ist, jetzt in den tiefen Thurgau aus?Dostal: Es gibt in Winterthur eine alte Tradition, die sich eher gegen Zürich abgrenzt, was 1836 überhaupt das Entstehen des Landboten als Abschottung zur Zürcher Zeitung befördert hat. Das ist zwar Geschichte. Aber es gibt heute noch eine starke Tendenz in Winterthur und in der Region, sich von Zürich abzugrenzen.WW: Es gibt bedeutende Pendlerströme nach Zürich.Dostal: Da haben Sie Recht. Wenn man nicht in Winterthur arbeitet, dann arbeitet man in Zürich. Die Pendlerströme reichen aber weiter, sie kommen von Frauenfeld und aus dem Thurgau.WW: Es gab ja einen Aufschrei der Thurgauer Regierung, die um ihr integratives Blatt fürchtet, denn der zentrumsschwache Kanton droht in zwei Teile zu zerfallen.Dostal: Den Aufschrei gab es, als Tamedia die Thurgauer Zeitung übernommen hatte.WW: Doch jetzt sind plötzlich zwei Zeitungen da, nicht eben förderlich für den Zusammenhalt.Dostal: Ich glaube, die jetzige Reaktion war nicht negativ, weil der Thurgau im Prinzip ein zweigeteilter Kanton ist. Deshalb ist es nur logisch, dass die Thurgauer Zeitung mit dem Landboten zusammenspannt und nicht mit dem St. Galler Tagblatt. So gesehen ist auch der Thurgauer Regierungsrat nicht so unglücklich. Würden Politiker gelegentlich ihre wirtschaftlichen Scheuklappen ablegen, dann würden auch sie sehen, dass Presseunternehmen heute unter veränderten Marktgegebenheiten versuchen müssen, existenzsichernde Massnahmen zu treffen. Eine attraktive Zeitung kann man heute nur ab einer bestimmten Grösse machen.WW: Verkauf und Abobewirtschaftung der Nordostschweiz sind bei der Thurgauer Zeitung angesiedelt, die ökonomischen Fäden zieht also das Mutterhaus Tamedia. Das erweckt den Eindruck, der Landbote begebe sich stark in die Abhängigkeit von Zürich.Dostal: Bei der Gründung des Verbundes war klar, die Unternehmen sollen ihre Eigenständigkeit bewahren. Wir haben mit über 50 Mitarbeitenden eine sehr gute Redaktion und 2005 einen Relaunch gemacht. Das Konzept unserer Zeitung hat sich bewährt und ist auch von den Partnern als gut taxiert worden. Deshalb war es naheliegend, die Kernkompetenz des Landboten auch weiterhin für beide zu nutzen. Umgekehrt war der Landbote in der Vermarktung bisher von der Publicitas abhängig. Wir hatten keine eigenen Ressourcen in der Werbevermarktung.WW: Diese hätten Sie immer schon gern unabhängig von Publicitas gemacht?Dostal: Ja, oder wenigstens mit mehr Mitsprache und besseren Konditionen. Und die Thurgauer Zeitung hat diese Erfahrung. Sie hat den lokalen Markt immer selber bearbeitet. Sie hat sich etwas früher als wir von der Publicitas im nationalen Verkauf abgenabelt. Für uns war es naheliegend, dass man die dort vorhandenen Erfahrungen nutzt und die Kompetenz dorthin verlagert.WW: Kaum haben die Zürcher die Thurgauer Zeitung gekauft, wird diese auf Konzernkurs getrimmt, und der Landbote tut jetzt dasselbe. Man schwenkt auf die Tamedia-Strategie ein, die nicht mit der Publicitas zusammenarbeitet.Dostal: Was ist denn der Sinn und Zweck der Publicitas für regionale Tageszeitungen im heutigen Werbemarkt? Obwohl wir in den letzten vier Jahren sehr starke Veränderungen erlebt haben – Internet, Gratiszeitungen, Sonntagszeitungen und ein immer härterer Kampf der lokalen und regionalen Zeitungen –, haben wir in dieser Zeit praktisch keine Bewegung bei der Kommission der Publicitas gehabt. Wir haben versucht, im Rahmen des Kombi 1 als auch im Inserateverbund Nordostschweiz, den es ja bis 2004 gegeben hat, die Publicitas davon zu überzeugen, dass es einen Synergieeffekt geben muss, wenn man statt bloss eine Zeitung deren sechs zu vermarkten hat. Die Publicitas hat das nie anerkannt und war auch nie bereit, ihre Konditionen so zu verbessern, dass es die Verbünde gestärkt hätte. Da kam für uns die Frage: Kann Publicitas auf die Länge der Partner sein, der uns weiterbringt?WW: Kann das denn Tamedia?Dostal: Tamedia ist ein Partner, der uns weiterbringen kann, weil er Knowhow und eine nationale Ausstrahlung hat und weil sein Kurs nicht parallel zur Publicitas verläuft, im Gegensatz zum Kurs der NZZ. Das war für uns ein wesentlicher Punkt. Wir sind zum ersten Mal überhaupt in der jüngeren Geschichte des Landboten in der Lage, uns von der Publicitas zu lösen, sieht man die letzten 15 Jahre an. Dazu wären wir allein nie fähig gewesen. All unsere Versuche vorher, die Publicitas zur Einsicht zu bewegen, sind leider fehlgeschlagen.WW: Weshalb?Dostal: Theodor Gut, Verleger der Zürichsee Zeitung, der sich an der Dreikönigstagung über den Druck durch Tamedia beschwert hat, sass hier in diesem Büro. Ganz ohne Druck. Wir haben ihn gefragt, welche Lösungen wir – zusammen mit der P, denn diese war ja bei Gut beteiligt – im Bereich gemeinsame Vermarktung, redaktioneller Mantel und gemeinsamer Druck anstreben könnten. Gut meinte, über solch interessante Fragen müsste man in den nächsten fünf bis zehn Jahren sicher einmal nachdenken. Das war wohl ziemlich exakt auch die Haltung der P. So viel Zeit haben wir aber nicht mehr gesehen.WW: Der idealen Zürcher Landzeitung fehlt der Landbote. Offenbar beharrten Sie auf der Führungsrolle in diesem Verbund, was man in Stäfa nicht gern sah.Dostal: Den Landboten haben wir immer als Komplettzeitung verstanden. Er war wesentlich stärker als die Zürcher Landzeitungen in ihrer Parallellage zum Tages-Anzeiger und befand sich stets in der besseren Ausgangsposition. Deshalb haben wir die Führungsrolle zumindest im redaktionellen Teil angestrebt. Klar sahen wir auch Kompetenzzentren, zum Beispiel den Zeitungsdruck in Oetwil oder die Mantelredaktion bei uns. Am meisten Synergien bringt es, die jeweiligen Stärken der Partner zu nutzen. Doch dazu waren die Zürcher Landzeitungen nicht bereit. Sie sind erst jetzt unter dem Druck der Regionalausgaben des Tages-Anzeigers näher zusammengerückt.WW: Wie sieht es denn mit dem Druck aus bei Ihnen? Tamedia gab im Thurgau viel Geld aus und muss Synergien geradezu forcieren. Dostal: Druckversuche gab es keine. Der Entscheid, in die Nordostschweiz zu gehen, wurde nach Verhandlungen und Abwägungen durch den Verwaltungsrat der Ziegler Druck- und Verlags-AG gefällt. Dort ist Tamedia-CEO Martin Kall zwar als Mitglied vertreten, aber er wurde logischerweise nicht mit einbezogen, weil er selber tangiert ist. Natürlich hat Zürich versucht, die beiden Zeitungen näher zusammenzubringen, um sie wirtschaftlich zu stärken. Wollte Tamedia daraus Kopfblätter machen, hätte sie andere Interessen verfolgt. Man hat sehr wohl ein Interesse, diese beiden eigenständigen Zeitungen im Verbund parallel zum Tages-Anzeiger zu stärken.WW: Es heisst, Tagi-Regionalstratege Rolf Bollmann seien vertraglich die Hände gebunden, auch in Winterthur eine Tagi-Regionalausgabe zu lancieren. Was ist da dran?Dostal: Das ist ein ganz weit verbreiteter Irrtum.WW: Dann hängt also doch ein Damoklesschwert über der Winterthurer Presse?Dostal: Zum Vergleich: Die Berner Zeitung versucht in Solothurn, mit einem teuren Kampfblatt in einem Gebiet Boden zu gewinnen, wo sie sehr schwach ist. Das tut sie nur, weil ihr ein Verbund mit der Solothurner Zeitung nicht geglückt ist. Das St. Galler Tagblatt hat es im Thurgau versucht, ohne Erfolg. Der Tages-Anzeiger würde in Winterthur in einer ähnlichen Position stehen, weil er hier eine verhältnismässig schwache Verbreitung hat und der Landbote wesentlich stärker ist.WW: Da hat offensichtlich auch die langjährige Winterthur-Seite des Tagi nichts daran geändert.Dostal: Das hat ihm auch nicht viel weiter geholfen. Anders als im Zürcher Land wäre es für den Tages-Anzeiger hier ein viel schwierigerer Kampf. Folglich hat man sich zu Recht gesagt, wir verbünden uns lieber mit dem Landboten, als dass wir ihn angreifen müssen. Und wir verbünden uns umgekehrt lieber mit dem, der uns angreifen könnte, anstatt die Fahne der Eigenständigkeit hochzuhalten, um mit ihr am Schluss dann doch unterzugehen. Die vertragliche Abmachung ist jedoch eine reine Erfindung. Das schweizerische Wettbewerbsrecht lässt solche Marktabsprachen gar nicht zu. Dem Tages-Anzeiger steht also jederzeit frei, in Winterthur einen Split zu lancieren, was er sich aus wirtschaftlichen Überlegungen reiflich überlegen muss.WW: Was war Ihr erster Gedanke, als bekannt wurde, dass Tamedia die Thurgauer Zeitung vollständig übernehmen würde?Dostal: Ich fand das sehr gut.WW: Die Branche hat sich gefragt, was der Konzern bloss mit dieser Thurgauer Zeitung anfangen will.Dostal: Für uns waren die Thurgauer Zeitung und auch die Schaffhauser Nachrichten immer die logischen Bündnispartner, und wir hätten sehr gern einen Zusammenschluss gesehen – noch vor einem Zürcher Landzeitungsverbund. Aber auch hier war die Situation teilweise durch die Besitzverhältnisse schwierig. Es gelang uns nicht, zu vernünftigen Einigungen zu kommen. Als Tamedia in Frauenfeld gekauft hat, war uns klar, dass der Weg mit der Thurgauer Zeitung für uns einfacher wird.WW: Die Schaffhauser Nachrichten fehlen allerdings in diesem Verbund.Dostal: Wir versuchen jetzt zu zweit, Verleger Norbert Neininger davon zu überzeugen, dass man sinnvoll kooperieren kann auch ohne gegenseitige Beteiligungen und ohne gemeinsame Firmen gründen zu müssen. Sie glauben mir sicher, dass wir nicht wegen der Einsparung von etwas mehr als drei Stellen die Kooperation eingegangen sind. Unser Synergiepotenzial ist gerechnet worden und ist weitaus höher.WW: Wo sehen Sie weiteren Synergienutzen?Dostal: Ausser dem Onlinebereich, in dem wir ebenfalls zusammenarbeiten werden, sehen wir dort, wo wir redaktionell eine sehr gute Leistung bringen können, auch Wachstumschancen. Die Thurgauer Zeitung wird für ihre Leser wesentlich interessanter, bekommt mehr Umfang und wird stark an den Landboten angenähert. Wir werden durch die Anzeigenkombination im Werbemarkt ein attraktives Angebot machen können. Die Nordostschweiz wird also zu einer Zeitung mit zwei Titeln und starken regionalen Ausprägungen zusammenwachsen. Das Gleiche würden wir natürlich für Schaffhausen sehen.WW: Verleger Neininger hat schon mit Brimborium den Relaunch seiner Schaffhauser Nachrichten gefeiert und wird kaum sein Layout umkrempeln und sich obendrein der Häme aussetzen, er habe die – von ihm selber so hoch gelobte – Eigenständigkeit aufgegeben.Dostal: Da stimme ich Ihnen zu, das wird nicht schon auf den 1. April geschehen. Doch ist da alles in Stein gemeisselt? Die Zeitungsdruckerei in Herblingen zum Beispiel, die sie mit der AZ zusammen unterhalten, kann nicht voll vierfarbig drucken. Da braucht man früher oder später eine bessere Lösung.WW: Weshalb diese Zuversicht, wo doch Schaffhausen mehr und mehr einem gewissen gallischen Dorf ähnelt?Dostal: Ich glaube, dass Norbert Neininger auch gewisse Sachzwänge sieht. Im Werbemarkt ist er ja nach seinem eigenen Bekunden sehr gerne bereit, mit uns zusammenzubleiben. Zu seiner grossen Befürchtung, man würde ihm seine Eigenständigkeit rauben, kann ich nur sagen, dass wir nicht Aktienbesitzer der Schaffhauser Nachrichten werden wollen. Ich glaube, wir können wirtschaftlich sinnvolle Lösungen finden – natürlich mit Kompromissen auf seiner Seite. Es kann nicht jeder sein eigenes Layout und seine Struktur hundertprozentig beibehalten, sonst gibt es keinen Verbund. Wir setzen da auf Freiwilligkeit, auf ein bisschen bessere Erkenntnis und noch mehr auf wirtschaftliche Vernunft. Nicht auf Druck. Wir glauben, dass bei den Schaffhauser Nachrichten, die ja letztendlich ihr Stiftungskapital sichern und ihren Stiftungszweck im Auge haben muss, irgendwann die Erkenntnis wächst, dass man in einem Verbund zu dritt stärker ist als alleine mit bloss 20’000 Auflage.WW: Damit käme Die Nordostschweiz über die magische Grenze von 100’000 Exemplaren Auflage hinaus.Dostal: Absolut. Da machen Urs Lüdin in Frauenfeld und ich auch gar keinen Hehl daraus, dass die Türe der Nordostschweiz weit offen steht und wir nach neuen Formen des Inseratekombis suchen.WW: Tagi Plus, das der Landbote mit dem Tages-Anzeiger eingegangen ist, hat die anfänglich hohen Erwartungen enttäuscht.Dostal: Das Tagi-Plus-Kombi ist ein Zusatzangebot, das wir nach der Übernahme der Thurgauer Zeitung durch Tamedia eingegangen sind. Es hat unsere Erwartungen nicht erfüllt. Solange wir nicht mit in den nationalen Metropool eingebunden sind, macht das für uns keinen Sinn. WW: Doch die Nordostschweiz braucht zwingend eine nationale Anbindung.Dostal: Das ist das Ziel. Wie weit wir dort eine nationale Anbindung an einen anderen Titel kriegen, das werden wir sehen. Erst mal müssen wir dieses Jahr noch mit der Vermarktung der Publicitas über die Bühne kommen.WW: Wie entwickelt sich die Kooperation mit Tamedia im Druckbereich?Dostal: Wir sind die drittgrösste Rollenoffsetdruckerei in der Schweiz und drucken alle Tamedia-Zeitschriften. Tamedia druckt den Landboten und den Stadtanzeiger. Das funktioniert auf beiden Seiten sehr gut.WW: So blieb Ihnen der Kauf teurer Rotationsmaschinen erspart.Dostal: Wir haben uns vom Zeitungsoffset verabschiedet, weil man das mit einer Zeitung allein nicht sinnvoll betreiben kann. Mit zweien schon besser, mit dreien problemlos. Auch da lag ein klares Konzept auf dem Tisch, zusammen mit Schaffhausen, Thurgau und uns eine gemeinsame Zeitungsdruckerei zu betreiben. Doch das hat leider nicht geklappt. So blieb uns die Option einer eigenen Zeitungsdruckerei – wirtschaftlich sinnlos – oder in Oetwil mit den Landzeitungen zu drucken. Dann hätten wir keinen Ersatz für die Wertschöpfung im eigenen Haus gefunden. So drucken wir bei Tamedia, die uns einen Ersatz für die Wertschöpfung geben konnte durch den Druck ihrer Zeitschriften.WW: Publizistische Verantwortung hier, Verlagsgeschäft in Frauenfeld – geteilte Verantwortlichkeiten. Wird sich dadurch Ihr Job verändern?Dostal: Das Zeitungsgeschäft besteht bei uns zu einem Drittel aus dem Lesermarkt. Die Aboeinnahmen bleiben bei uns. Wir sind auch verantwortlich für die Marketingkosten. Nur das operative Management der gemeinsamen Aktionen wird im Thurgau gemacht, das Marketingbudget jedoch von jeder Unternehmung selber aufgestellt und kontrolliert. Beim Inseratemarketing haben wir jetzt mehr Einflussmöglichkeiten als vorher bei der Publicitas. So gesehen wird sich mein Berufsleben eher bereichern.WW: Sie waren früher auch einmal bei Tamedia tätig. Spielen da noch alte Seilschaften?Dostal: Kaum (lacht). Da sind nicht mehr sehr viele von der damaligen Crew vorhanden.Lothar DostalGeburtsdatum:
1945Zivilstand:
Verheiratet (3 Töchter)Wohnort:
BachenbülachDer Diplomkaufmann und Reprofotograf hat sich in den Bereichen Vorstufe, Druck sowie Marketing in Deutschland und der Schweiz weitergebildet. Dostal weilte zwei Jahre in Ostafrika, wo er ein Marketingprojekt realisierte. Nach der Managementausbildung in St. Gallen war er seit 1977 bei verschiedenen Grossunternehmen der Verlagsbranche in leitender Position aktiv, so auch als Verkaufs- und Marketingdirektor im Druckzentrum des Tages-Anzeigers. Seit 1999 leitet Lothar Dostal die Geschäfte der Ziegler Druck- und Verlags-AG in Winterthur.
Zürcher Zeitungswirren: Auslöser war die Publicitas mit ihrem Deal mit der NZZ und dem gleichzeitigen Aktientausch ihrer Beteiligung an den Zürcher Landzeitungen.Zeitungsmonopole: Werden sich auf die Länge nicht ganz vermeiden lassen. Mindestens gibt es Blockbildungen.Anzeigenpreisdumping: 20 Minuten hat einen 1000-LeserPreis von etwa 35 Franken, grosse Tageszeitungen 60, unser Anzeigenpreis kostet etwa 90 Franken. Da kann man sich vorstellen, was die Werbeindustrie erwartet. Doch das kann nicht Dumping sein. Wir müssen unsere Kosten reduzieren, um vernünftige 1000-Leser-Preise anbieten zu können, damit wir die Vorteile der regionalen Presse und der abonnierten Zeitung gegenüber der Gratispresse der Werbeindustrie auch zu vernünftigen Kosten anbieten können.