Basel ist neue Hauptstadt: Das kann nur ein Plakat
Plakatforschung Publicis hat für APG bewiesen, dass Aussenwerbung Unmögliches möglich macht: Die Schweiz wählte eine neue Hauptstadt.
Plakatforschung Publicis hat für APG bewiesen, dass Aussenwerbung Unmögliches möglich macht: Die Schweiz wählte eine neue Hauptstadt.Mit der unbekannten und plötzlich schweizweit berühmten Angie Becker hat das Spielchen angefangen. Dann sollte darüber abgestimmt werden, ob Hase Bugsy in die Bratpfanne muss oder nicht. Bei beiden Phantomkampagnen hat Publicis für ihren langjährigen Kunden Affichage die Wirkung von Plakaten testen wollen. Naheliegend, dass bei der geheimnisvollen Aktion Anfang Januar ebenfalls vermutet worden ist, dass Publicis wieder einen neuen Streich für die APG ausgeheckt hat. Geschickt wurden allerdings ein paar Finten gelegt, wie die Werbewoche in ihrer letzten Ausgabe aufzeigen konnte. Wir lagen nicht falsch, haben allerdings medial brav mitgespielt bei der politisch nicht ganz korrekten Abstimmung «Die Schweiz wählt eine neue Hauptstadt». 1848 wurde Bern von der Bundesversammlung zur Bundeshauptstadt der Schweiz gewählt. Dass dieses politische Traktandum auch 159 Jahre nach der Gründung des Bundesstaates noch die Gemüter erregt, zeigen die Folgen dieser Werbekampagne.
Viel diskutiertes ThemaDie Wahl der neuen Bundeshauptstadt wurde schnell zu einem viel diskutierten Thema, das sich in Zeitungskommentaren, Leserbriefen und Weblogs niederschlug. Stadtpräsidenten gaben Interviews, und Mütter füllten die Seiten des «swissmomforum» im Internet. Trittbrettfahrer tauchten auf, wie etwa die Stadt Luzern, welche die Wählerschaft mittels einer zum Verwechseln ähnlichen Internetadresse auf ihre offizielle Website lockte. Schliesslich schaltete sich auch noch Bundesbern ein: Zum einen monierte die Bundeskanzlei die Verwendung des Schweizerwappens, und zum anderen rief sie alle Bundesangestellten zu einem Wahlboykott auf…
Wissenschaftliche BegleitungDamit konnte Publicis für die APG beweisen: Mit Aussenwerbung kann etwas erreicht und konkret Mobile Marketing betrieben werden. Das Plakatunternehmen will die Wahl nun in einer Studie für ihre Kunden aufbereiten. Die Botschaft: Plakat, E-Board, SMS und Internet bilden in der richtigen Kombination ein komplettes Marketingtool. Auch das Psychologische Institut der Universität Zürich arbeitet an einer begleitenden Studie zum Projekt.
Bei der Wahl lagen Basel und Zürich über längere Zeit Kopf an Kopf an der Spitze. Gewonnen hat schliesslich Basel mit 42,4 Prozent vor Zürich mit 41,9, dahinter Bern 12,7 und Genf 2,9 Prozent. Mitgemacht haben 13600 Stimmberechtigte.
Andreas Panzeri
Viel diskutiertes ThemaDie Wahl der neuen Bundeshauptstadt wurde schnell zu einem viel diskutierten Thema, das sich in Zeitungskommentaren, Leserbriefen und Weblogs niederschlug. Stadtpräsidenten gaben Interviews, und Mütter füllten die Seiten des «swissmomforum» im Internet. Trittbrettfahrer tauchten auf, wie etwa die Stadt Luzern, welche die Wählerschaft mittels einer zum Verwechseln ähnlichen Internetadresse auf ihre offizielle Website lockte. Schliesslich schaltete sich auch noch Bundesbern ein: Zum einen monierte die Bundeskanzlei die Verwendung des Schweizerwappens, und zum anderen rief sie alle Bundesangestellten zu einem Wahlboykott auf…
Wissenschaftliche BegleitungDamit konnte Publicis für die APG beweisen: Mit Aussenwerbung kann etwas erreicht und konkret Mobile Marketing betrieben werden. Das Plakatunternehmen will die Wahl nun in einer Studie für ihre Kunden aufbereiten. Die Botschaft: Plakat, E-Board, SMS und Internet bilden in der richtigen Kombination ein komplettes Marketingtool. Auch das Psychologische Institut der Universität Zürich arbeitet an einer begleitenden Studie zum Projekt.
Bei der Wahl lagen Basel und Zürich über längere Zeit Kopf an Kopf an der Spitze. Gewonnen hat schliesslich Basel mit 42,4 Prozent vor Zürich mit 41,9, dahinter Bern 12,7 und Genf 2,9 Prozent. Mitgemacht haben 13600 Stimmberechtigte.
Andreas Panzeri
