Die Schaffhauser Kantonsregierung fordert ein separates TV-Versorgungsgebiet Schaffhausen. Sie lehnt deshalb den Vorschlag des Bundes ab, welcher den Kanton Schaffhausen dem Versorgungsgebiet Zürich zuweist.
Der Vorschlag des Bundes schwäche die eigenständige Region Schaffhausen, wie die Regierung in ihrer Vernehmlassung an das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK festhält. Nur ein eigenes Versorgungsgebiet ermögliche ein TV-Programm, welches auf die Eigenheiten dieser Region Rücksicht nehme.
Sollte der Bundesrat Schaffhausen kein eigenes TV-Versorgungsgebiet zugestehen, so will die Kantonsregierung, dass ein Informationsfenster für den Kanton Schaffhausen eingerichtet wird. Zudem müsse Schaffhausen auch bei der restlichen Berichterstattung berücksichtigt werden. Für das Informationsfenster müssten allerdings genügend grosse, zweckgebundene Mittel zur Verfügung gestellt werden. Die auf das Versorgungsgebiet Region Zürich entfallenden Gebührengelder müssten dabei für dieses verwendet werden.
Doppelversorgung
Es dürfe keinesfalls sein, dass mit diesen Geldern das Fernsehen für die potente Wirtschaftsmetropole Zürich finanziert werde, betont der Regierungsrat. Zusätzlich forderte er für den Kanton Schaffhausen eine Doppelversorgung. Schaffhausen weise zwar in erster Linie zu Zürich, daneben aber auch zu Winterthur und der Ostschweiz starke wirtschaftliche und kulturelle Kontakte auf. Es sei deshalb eine Gebietsüberschneidung mit dem Versorgungsgebiet Ostschweiz angezeigt.
Weiter verlangt der Regierungsrat, dass das Versorgungsgebiet von Radio Munot auf den gesamten Bezirk Andelfingen ausgedehnt wird. Ebenso sei die zweite wichtige Pendlerachse Schaffhausen-Eglisau-Bülach in das Versorgungsgebiet von Radio Munot aufzunehmen. Schliesslich unterstützt die Regierung den Vorschlag des UVEK für eine Konzession für Radio RaSa.