USA: Vertrauen ins Internet wächst

Blogs und Breitbandanschluss sei Dank: Die US-Amerikaner vertrauen bei politischen Informationen zunehmend dem Internet. Eine am Mittwoch publizierte Studie zeigt, dass die Blogs der zehn grössten US-Zeitungen im Dezember dreimal so viele Leser anzogen als im Vorjahr.

Blogs und Breitbandanschluss sei Dank: Die US-Amerikaner vertrauen bei politischen Informationen zunehmend dem Internet. Eine am Mittwoch publizierte Studie zeigt, dass die Blogs der zehn grössten US-Zeitungen im Dezember dreimal so viele Leser anzogen als im Vorjahr.  
Die Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen/NetRatings ergab, dass bei den US-Kongresswahlen im vergangenen Jahr schon 15 Prozent der Befragten den grössten Teil ihrer Informationen aus dem Internet bezogen haben. Gemäss einer Meldung der SDA erfreuen sich besonders die digitalen Online-Tagebücher, die Blogs, stark steigender Beliebtheit. Allein bei den zehn grössten Tageszeitungen der USA zählte man 2006 3,8 Mio. Blog-Leser für– 2005 waren es noch 1,2 Mio. Wer jetzt befürchtet, dass die gedruckten Zeitungen und die anderen konventionellen Medien nun vom Internet abgelöst werden, kann aber beruhigt sein: Für 69 Prozent der 2’500 Befragten ist das Fernsehen die wichtigste Informationsquelle, 34 Prozent vertrauen weiterhin auf Tageszeitungen und 17 Prozent informieren sich über das Radio.

APG läutet die Endrunde des Poster of the Year 2006 ein

2006 wurden unter Apg.ch in öffentlichen e-Votings insgesamt 42 verschiedene Plakatsujets als Posters of the Week erkoren. Daraus gilt es nun, das Poster of the Year zu bestimmen. Jury sind sämtliche Personen, die über einen Internet-Anschluss verfügen und Lust haben, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Dieser läuft vom 18. Januar bis 18. Februar 2007, zu gewinnen sind attraktive Preise.

2006 wurden unter Apg.ch in öffentlichen e-Votings insgesamt 42 verschiedene Plakatsujets als Posters of the Week erkoren. Daraus gilt es nun, das Poster of the Year zu bestimmen. Jury sind sämtliche Personen, die über einen Internet-Anschluss verfügen und Lust haben, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Dieser läuft vom 18. Januar bis 18. Februar 2007, zu gewinnen sind attraktive Preise.  
Seit 2002 sind alle grossen Schweizer Plakatkampagnen auch im Internet präsent. Mittels e-Voting kann jedermann, ob Werber oder Laie, sein persönliches Poster of the Week aus dem aktuellen Aushang wählen und hat dabei wöchentlich die Chance, 250 Franken in Form von Swiss Lotto-Gutscheinen zu gewinnen. Mit dem APG PosterAward erhalten seit 2003 auch die siegreichen Plakate selbst eine besondere Auszeichnung. Wie das Unternehmen schreibt, finden Kreativ-Verantwortliche und Liebhaber in der elektronischen Plakatsammlung inzwischen rund 5’500 Sujets.
 
Die Gewinner des APG Poster of the Year 2006 erhalten eine exklusive Glastrophäe. Als 1. Preis unter den e-Voting-Teilnehmern ausgelost wird ein Luxus-Wellness-Wochenende im Hotel Palace, Luzern, als 2. Preis ein Gutschein im Wert von 600 Franken für das mit 19 Gault Millau-Punkten ausgezeichnete Restaurant Kunststuben in Küsnacht ZH, und als 3. Preis ein Swiss Lotto-Schein im Wert von 250 Franken.

Virtuell verreisen im realen Reisebüro

Aufgefallen Kuoni hat diese Woche das modernste Reisebüro der Schweiz eröffnet.

Ladeneinrichtungen Kuoni hat diese Woche das modernste Reisebüro der Schweiz eröffnet. Auffallen wird es mit einem multimedialen Kundenkontakt und Kundenbindungskonzept von InciteMedia. Die wegweisende Erlebniswelt entführt die Besucher in ein interaktives Reisebüro zum Sehen, Hören und Riechen. Entsprechend neuen Kundenbedürfnissen symbolisiert die Filiale gleichsam die Verschmelzung von Reisebüro, multimedialer Erlebniswelt und digitaler Werbeplattform. InciteMedia wurde von Kuoni als Partner gewählt und zeichnet für die inhaltliche Konzeption, die technische Lösung sowie die Content-Produktion und -Verteilung verantwortlich. Technisches Kernstück der multimedialen Erlebniswelt ist dabei das InciteMediaCenter. In der trendigen Lounge können sich die Gäste mittels in Lounge-Tische integrierter interaktiver Terminals mit Reisebrowser über Destinationen und Reiseangebote informieren. Animiert werden sie dabei durch Bilder naher und ferner Länder, welche über die Videowand laufen und das jeweilige Ambiente direkt in den Store bringen. Und an der Bar können über Internetterminals Reiseangebote selektiert und gleich gebucht werden. «Mit diesem Reisebüro der Zukunft hat Kuoni den Trend nach einer Verschmelzung von Retailing & Advertising erkannt. Durch diese Art von Marketing mit interaktiven Erlebniswelten wird das Angebot für den Kunden erfahrbarer und emotionaler», sagt Roland Kümin, Gründer und Geschäftsführer der Incite Media.

Auf Kriegsfuss mit der Wemf

Konsumentenpresse K-Tipp-Verleger René Schuhmacher lässt die Auflage seiner Titel nicht mehr von der Wemf, sondern von einem Notar beglaubigen.

Konsumentenpresse K-Tipp-Verleger René Schuhmacher lässt die Auflage seiner Titel nicht mehr von der Wemf, sondern von einem Notar beglaubigen.René Schuhmacher, Verleger seiner Konsumenteninfo- Zeitschriften (unter anderem K-Tipp, Saldo, Radiomagazin), will die Auflagen seiner Titel nicht mehr von der Wemf beglaubigen zu lassen. «Es geht um die Glaubwürdigkeit», sagt Schuhmacher. Obwohl die Wemf vor zwei Jahren ein neues Beglaubigungsreglement in Kraft gesetzt hat, das Schummeleien, wie sie in den Fällen des Winterthurer Landboten und Giornale del Popolo bekannt geworden sind, verhindern soll, sieht Schuhmacher keinen Grund, dem neuen Vorgehen zu trauen. Die Auflagen von K-Tipp & Co. lässt er deshalb neu von einem Notar beglaubigen. Erstmals hat im vergangenen Oktober ein Jurist die Auflagenzahlen von K-Tipp, K-Geld, Saldo, Haus & Garten, Gesundheitsmagazin und Radiomagazin zertifiziert. «Wir bedauern seinen Entscheid», sagt Roland Achermann, Projektleiter Auflagenbeglaubigung bei der Wemf.
Wirkungslose BussenAchermann verteidigt das Vorgehen der Wemf. Er sieht nicht ein, weshalb eine notarielle Auflagenbescheinigung glaubwürdiger sein sollte als das Vorgehen der Wemf. «Gemäss dem neuen Reglement lassen wir jeden Titel von externen Wirtschaftsprüfern kontrollieren.»
Schuhmacher hält dem entgegen, dass die Beglaubigung weiterhin auf der Selbstdeklaration der Verlage basiere. Und die Verlage könnten weiterhin sowohl verkaufte als auch gratis vertriebene Exemplare beglaubigen lassen. «De facto hat sich mit dem neuen Reglement nichts geändert.» Die im Fall von Schummelei angedrohten 50’000 Franken Busse hält Schuhmacher angesichts der Marketingbudgets der grossen Verlage für wirkungslos. Wenn er hingegen einem Notar gegenüber falsche Angaben mache, müsse er mit härteren Sanktionen rechnen. «Ich würde mich dann klar strafbar machen.»
Schuhmachers Entscheid, sich von der Wemf abzuwenden, hat nicht nur mit der Kritik an deren Beglaubigungsprozedere zu tun. Der Konsumenteninfo-Verleger sieht sein Flaggschiff K-Tipp gegenüber der Konkurrenz benachteiligt, da es in der Wemf-Auflagenstatistik jeweils in der Rubrik Spezialpresse – und nicht wie der Hauptkonkurrent Beobachter in der Kategorie Publikums-, Finanz- und Wirtschaftspresse – erfasst worden war. «Für die Werbewirtschaft sind wir sozusagen unsichtbar, da diese sich massgeblich an der Typologie der Wemf orientiert.» Verhandlungen um eine Statusänderung blieben erfolglos. Auch die Wettbewerbskommission Weko hat trotz einer Anzeige Schuhmachers kein Verfahren eröffnet.
Bei der Wemf sieht man sich nicht zuständig für Fragen der Typologisierung einzelner Titel. Man übernehme die Angaben vom Verband Schweizerischer Werbegesellschaften (VSW) und halte sich daran, sagt Wemf-Mann Achermann.
Titel-Typologie umstrittenSeit 2004 gibt es in der Schweizer Presselandschaft definierte Titelgruppen. Entwickelt haben diese Typologie der Verband Schweizer Presse (VSP) zusammen mit dem VSW. Zuständig für die Einteilungen der einzelnen Titel ist das VSW-Dokumentationscenter unter Stefan Gsell. Für ihn ist klar: «Der K-Tipp ist nun mal keine Publikumszeitschrift. Da können sie in der Branche fragen, wen sie wollen, alle würden das so bestätigen.» Einer, der gefragt wurde, ist René Grossenbacher. Der Publicom-Geschäftsführer hat im Auftrag der Wemf die Einordnung des K-Tipp in die Presse-Typologie begutachtet – und kam zum selben Schluss wie andere vor ihm auch schon.
Verlage erkundigten sich bei ihm immer wieder mal wegen Unklarheiten, sagt Gsell. Ein wettbewerbsrechtliches Problem daraus abzuleiten, habe bis heute jedoch nur der K-Tipp versucht. «Die Tatsache, dass die Weko keinen Anlass gesehen hatte, in dieser Frage ein Verfahren zu eröffnen, zeigt doch deutlich, dass der K-Tipp mit seinem Anliegen ganz offensichtlich auf verlorenem Posten stand.»
René Schuhmacher sieht das anders. Für ihn bilden Wemf, VSP und VSW ein Kartell. Unbeirrt durch den Verzicht der Kartellbehörde, in dieser Angelegenheit tätig zu werden, behauptet der K-Tipp-Verleger: «Die drei haben ohne jeden Zweifel eine marktbeherrschende Stellung.»
Mehr DurchschussFünf Jahre nach der letzten Anpassung
seines Erscheinungsbildes erhält der K-Tipp jetzt erneut eine Frischzellenkur. Verleger René Schuhmacher bezeichnet den sanften grafischen Relaunch als ein «Entrümpeln». Das heisst konkret: mehr Weissraum, ein Satz mit grösserem Durchschuss, was die Gesamttextmenge um rund fünf Prozent verringert. Diese Reduktion lasse sich ohne Abstriche beim Inhalt umsetzen, ist Schuhmacher überzeugt. «Wir wollen», argumentiert er, «das Lesen leichter machen.» Dazu sollen unter anderem vermehrt Tabellen als grafische Ergänzung zu den Texten eingesetzt werden. Der Titelkopf des Blattes hat eine «kosmetische» Anpassung erfahren. Ebenfalls neu zu sehen sein werden im K-Tipp Inserate mit Textanschluss. Die neue Form kann gegen einen Zuschlag von zehn Prozent auf den Bruttopreis ausschliesslich halbseitig gebucht werden. «Es gibt eine grosse Nachfrage nach speziellen Werbeformen», weiss Verleger Schuhmacher. Die Einführung von Inseraten mit Textanschluss sei der Kompromiss, den man einzugehen bereit gewesen sei.
Nick Lüthi

Aus für Wemf-Nettoumsatzstatistik

Marktforschung Die geplante Nachfolgestatistik der Wemf zur bisherigen Werbestatistik AIS ist gescheitert. TV- und Kinovermarkter lassen das Projekt fallen. Nicht zum ersten Mal.

Marktforschung Die geplante Nachfolgestatistik der Wemf zur bisherigen Werbestatistik AIS ist gescheitert. TV- und Kinovermarkter lassen das Projekt fallen. Nicht zum ersten Mal.Das Ende ist nah: In den nächsten Tagen wird die Wemf die Dezember-Daten ihrer Werbestatistik AIS (Advertising Index Switzerland) sowie den AIS-Gesamtjahresrückblick veröffentlichen – danach ist es mit der Konkurrenz zwischen AIS und Media Focus (MF) vorbei. Denn die Wemf stellt den AIS ein, so hatte sie es nach einer Vereinbarung mit MF im letzten Sommer angekündigt. MF hingegen führt die eigene Monatsstatistik, welche die getätigte Werbung zu Bruttotarifen bewertet (Werbedruck), weiter.Allerdings war vorgesehen, dass die Wemf ab 2007 eine neue Erhebung für die Gattungen Print, TV, Radio, Plakat, Kino, Online, AdScreen und Direktmarketing lanciert, die im Gegensatz zu MF auf den effektiv getätigten Werbeausgaben (Nettowert) basiert – analog zu jener der Stiftung Werbestatistik. Da Letztere jedoch nur einmal jährlich erscheint, sollte die neue Studie wie MF «idealerweise monatlich erscheinen». Dies jedenfalls war die ursprüngliche Idee von Wemf-Direktor René Schmutz.
Doch seit wenigen Tagen steht fest: Das Projekt ist gescheitert. «Die Vermarkter von TV und Kino teilten uns letzte Woche mit, dass sie sich nicht an der Studie beteiligen wollen», sagt Projektleiter Rolf Blum. Damit werde das Vorhaben eingestellt, denn ohne das marktanteilsstarke Medium TV mache die Studie keinen Sinn. «Wir bieten das an, was der Markt will und wozu er bereit ist», sagt Blum nur.
Bei den Vermarktern Publisuisse, IP Multimedia (IP) und Cinecom bestätigt man Blums Angaben. Die Begründungen für die Absagen sind allerdings unterschiedlich. «Neben den monatlichen Werbedruckdaten von Mediafocus genügen uns die jährlichen Nettowerte der Stiftung Werbestatistik vollauf», sagt etwa Siri Fischer, Head of Research und Productmanagement bei IP. Die Goldbach-Media-Tochter vermarktet unter anderem die Werbefenster von ProSieben, M6, RTL, Super RTL oder Schweizer Sender wie Viva Schweiz oder TVM3.
Für die eigenen Daten bezahlenBei Cinecom, Monopolist bei der Kinovermarktung sowie Werbezeitverkäufer von Sat1 Schweiz, Kabel 1 und 3+, stösst sich COO Claude Bruhin eher am Finanzierungssystem der Studie: «Als einziger Kinovermarkter müssten wir für die eigenen Daten bezahlen», kritisiert er. Da diese zudem mit der Bruttoumsatzstatistik von MF direkt vergleichbar wären, «könnten unsere Konditionen nachgerechnet werden.» Gemäss den Verträgen mit ihren Kunden dürfe die Cinecom aber gar keine vergleichbaren Brutto- und Nettoumsätze veröffentlichen, sagt Bruhin.
Aus ganz anderen Gründen liess die SRG-Vermarkterin Publisuisse das Wemf-Projekt fallen. Marketingleiter Markus Hollenstein nennt drei Punkte: Zum einen würde die Studie keine echten Netto-netto-Daten erheben, sondern «bloss Netto vor Abzug der Beraterkommission». Zweitens bemängelt er, dass die Studie anders als die jährliche Nettoumsatzstudie nicht in die Stiftung Werbestatistik eingebettet ist. Und drittens kritisiert er, dass die Studie innerhalb der Gattung TV nicht für genügend Transparenz sorge: Sie habe entweder nur ein TV- Gesamtvolumen ausgewiesen oder dann Gruppenvolumina nach den Senderkategorien SRG, Ausländer und Privat-TV Schweiz. Ersteres bringe nichts und Letzteres lege einzig die Publisuisse-Umsätze offen, nicht aber jene der andern Vermarkter, sagt Hollenstein. «Ich lasse meine Hosen aber nur runter, wenn es die andern auch tun.» Um ihm zu nützen, müsste die Statistik deshalb die Nettozahlen entweder nach Vermarkter oder nach Einzelsender ausweisen – was wiederum die beiden andern Vermarkter kaum akzeptieren könnten.
TV und Kino legten sich schon mehrmals querDie Wemf war gewarnt.
Denn als sie vor drei Jahren den AIS lancierte, biss sie bei den Gattungen Kino und TV schon einmal auf Granit – obwohl es beim AIS nicht um Nettozahlen, sondern «bloss» um das «fakturierte Brutto» ging. Dennoch sperrten sich Kino und TV auch damals – übrigens mit ähnlichen Begründungen wie heute – und lieferten der Wemf bloss die Bruttozahlen, die sie auch Mediafocus abliefern. Deswegen waren die TV- und Kino-Umsätze selbst innerhalb des AIS nicht mit den Umsätzen der andern Gattungen vergleichbar – ein Manko, das zum Aus des AIS beitrug.Auch der frühere TV3-Geschäftsführer Jürg Wildberger versuchte 2000 eine Netto-Statistik auf die Beine zu stellen, damals aber allein für das Medium TV. Ihm war ebenfalls kein Erfolg beschieden.
Markus Knöpfli

Kantonsratskommission uneinig über Tabak- und Alkohol-Werbeverbot

Eine vorberatende Kommission des Zürcher Kantonsrats ist in praktisch allen Punkten der Revision des Zürcher Gesundheitsgesetzes einig. Keine Übereinstimmung gab es jedoch zu den Präventionsmassnahmen gegen Alkohol- und Tabakkonsum.

Eine vorberatende Kommission des Zürcher Kantonsrats ist in praktisch allen Punkten der Revision des Zürcher Gesundheitsgesetzes einig. Keine Übereinstimmung gab es jedoch zu den Präventionsmassnahmen gegen Alkohol- und Tabakkonsum, wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet. Zur Suchtprävention will die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (KSSG) ein Plakatwerbeverbot für Tabak, Alkohol und weitere Suchtmittel mit vergleichbarem Gefährdungspotenzial einführen, wie sie in einem Communiqué vom Mittwoch schreibt. Die KSSG-Mehrheit befürwortet ein Werbeverbot für den öffentlichen und von diesem einsehbaren privaten Grund. Die Minderheit will die Vorschrift hingegen auf die öffentlichen Flächen beschränken. Ausserdem will Kommission die Werbung und den Verkauf von Tabak und Alkohol an Jugendliche verbieten. Eine Minderheit möchte die Altersbegrenzung im Interesse des Jugendschutzes auf 18 Jahre ausdehnen. Zwei weitere Minderheitsanträge fordern ein totales Werbeverbot sowie ein Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden.

Peter Felser – Werber des Jahres 2007

Wettbewerb Die Leserinnen und Leser der Werbewoche haben abgestimmt und Peter Felser, CEO Spillmann Felser Leo Burnett, mit 28 Prozent zum Werber des Jahres gewählt. Der Stratege und Topkreative verrät uns, was es mit seiner Karriere auf sich hat.

Wettbewerb Die Leserinnen und Leser der Werbewoche haben abgestimmt und Peter Felser, CEO Spillmann Felser Leo Burnett, mit 28 Prozent zum Werber des Jahres gewählt. Der Stratege und Topkreative verrät uns, was es mit seiner Karriere auf sich hat.Über seinen Einstieg in die Werbung:«Viele sagen, sie hätten es immer gewusst, dass sie in die Werbung wollten. Ich nicht. Es war ein Zufall. Ich habe in Fribourg Wirtschaft studiert und am Schluss des Studiums noch kein konkretes Berufsziel angestrebt. Das war natürlich auch eine Zeit, in der es einfach war, einen Job zu finden. Wir haben es wirklich schön gehabt. Ich durfte entscheiden: Will ich zur UBS, zu Nestlé oder zu IBM? Dann habe ich zufällig gehört, dass Advico einen Doktoranden in der Marketingabteilung sucht. Einen, der 50 Prozent arbeitet und 50 Prozent an seiner Dissertation schreibt. Ich fand, das tönt eigentlich gut, vor allem nur 50 Prozent dort arbeiten und so langsam in die Arbeitswelt einsteigen. Dann habe ich die Agentur angeschaut – und es hat mich fasziniert, dass ich für sehr viel verschiedene Branchen arbeiten konnte. Werbung ist tatsächlich sehr abwechslungsreich. Deshalb bin ich der Werbebranche treu geblieben.»
Über den Kampf Kreation gegen Marktforschung:«Damals, 1986, gab es einen Glaubenskrieg zwischen den Kreativen und den Marktforschern. Diese wurden hochstilisiert als die Kreativitätskiller, die Werbetester, die alles Kreative kaputttesten. Ich wollte deshalb in meiner Doktorarbeit untersuchen, wieso die einen testen und viel Werbeforschung betreiben und andere nicht. Mit dieser empirischen Untersuchung habe ich mich einerseits intensiv mit Werbeforschung beschäftigen können und gleichzeitig Einblick bekommen in die verschiedensten Branchen. Zusammenfassend habe ich herausgefunden: Werbeforschung wird gemacht, weil die Auftraggeber eine Absicherung suchen. Es hat keinen Zusammenhang mit der Branche oder dem Know-how, sondern mehr mit der Struktur des Unternehmens. Einfach ausgedrückt: Je mehr Hierarchien es gibt, desto mehr wird getestet. Wenn der Inhaber selber entscheiden kann, dann sagt er schneller: Komm, das machen wir.»
Über 16 Jahre bei Advico:«Bei Advico habe ich als Junior Marketing Assistent angefangen und 16 Jahre später als CEO und Delegierter des Verwaltungsrates aufgehört. Eigentlich ein langweiliger Lebenslauf. Oder auf jeden Fall einer, der nicht unbedingt den Management-Büchern entspricht, in denen steht, dass man alle drei bis vier Jahre die Unternehmung wechseln soll, um möglichst viele verschiedene Einblicke zu erhalten. Ich habe aber festgestellt: Man kann auch verschiedene Erfahrungen machen, wenn man am gleichen Ort bleibt und alle anderen wechseln. Das Erlebnis ist das gleiche. Vielleicht ist es sogar noch besser, wenn man am gleichen Ort bleibt, weil man dann auch selber ausbaden muss, was man angerichtet hat – aber auch sehen kann, was man bewirkt.»
Über sein Bewirken:«Bei Advico habe ich 1989 die Fusion mit Young & Rubicam erlebt. Wir sind von der schweizerischen Agentur zu einem internationalem Unternehmen gestossen. Young & Rubicam waren die kreativen Überflieger und Advico eher strukturiert und bodenständig. Zusammen eine gute Ergänzung, was damals die Agentur sicher nach vorne gebracht hat. 1991 habe ich die strategische Planung aufgebaut – Account Planning. Das war die erste solche Abteilung, die es in der Schweiz gegeben hat. Wir haben uns ganz intensiv mit Strategien befasst, Studien über das Konsumentenverhalten realisiert und den Brand Asset Valuator entwickelt. Das hat mir sicher geholfen, ein persönliches Verständnis für Markenführung aufzubauen. »
Über die Agenturgründung:«Wir fühlten uns wohl bei AY&R und haben uns auch sehr stark mit der Agentur identifiziert. Dann hat sich die Situation verändert, eine britische Finanzholding hat die Agentur übernommen, und ab diesem Zeitpunkt gab es unterschiedliche Auffassungen über die strategische Ausrichtung der Agentur. Als Vollblutwerber war unsere Entscheidung schnell klar. Am 1. Juli 2002 haben wir die eigene Agentur gegründet. Im Nachhinein können wir sagen, es war ein sehr guter Entscheid, ein tollkühner auch. Aber es war richtig, und wir haben genau das erreicht, was wir wollten: eine schöne Agentur. Wir sind selbstständig, unser eigener Herr und Meister – und das macht wirklich Spass.»
Über Wachstum:«Angefangen haben wir mit zehn Leuten. Heute sind wir über 50. Das starke Wachstum macht uns allerdings kein Bauchweh. Wir haben schon mal eine über 100-köpfige Agentur erfolgreich geführt. Die Grenzen setzen wir uns auch selbst mit der Grösse des Agenturgebäudes. Wir fühlen uns sehr wohl an der Aemtlerstrasse und wollen nicht mehr umziehen. Wir haben bald eine optimale Grösse erreicht.»
Über feste Strukturen:«Es braucht eine gewisse Grösse, um überhaupt wirken zu können. Uns ist auch wichtig, dass wir die Mitarbeiter um uns haben können. Man kann ihnen in die Augen schauen und nicht nur über ein virtuelles Netzwerk verkehren. Die direkte Anwesenheit ist gut, weil die Mitarbeiter verantwortungsbewusster arbeiten. Man badet aus, was man angerichtet hat, und man arbeitet auch langfristiger mit den Kunden zusammen. Immer nur dieses situative Zusammenwürfeln – daran zweifle ich.»
Über Teamarbeit:«Mit Martin Spillmann und Rolf Zimmermann arbeite ich seit 20 Jahren zusammen. Wir sind ein Team von Partnern, die für Werberverhältnisse bereits Lichtjahre erfolgreich zusammenarbeiten. Dieses gut eingespielte Team ist sicher ein wesentlicher Grund für den Erfolg. Wir verstehen uns blind. Das realisieren und schätzen unsere Kunden.»
Über das Netzwerk:«Die Zusammenarbeit mit Leo Burnett ist von gegenseitigem Respekt geprägt. Mit dem Netzwerk können wir auch etwelche Kunden von hier aus weltweit betreuen, zum Beispiel Mammut, Carl F. Bucherer oder Schweiz Tourismus, für welche wir weltweite Projekte betreuen.»
Über Michael Conrad:«Der ehemalige Kreativchef von Leo Burnett ist Mitglied unseres Verwaltungsrates. Wir fanden, dass wir im Verwaltungsrat auch Aussenstehende haben sollten – und da hat man gerne Leute, die etwas vom Geschäft verstehen, Werber sind und nicht nur Anwälte oder Banker. Er ist für uns die ideale Besetzung für einen Verwaltungsrat.»
Über den Wandel seiner Arbeit:«Im Gegensatz zu gewissen Netzwerkagenturen vergeuden wir unsere Zeit nicht mit internen Reportings. Hier kann ich meine Kräfte und Energie wieder voll auf die Kunden konzentrieren. Alle Partner setzen 100 Prozent ihrer Zeit für unsere Kunden ein, und wir haben intern herzlich wenig Diskussionen. Wir reden intern auch wenig über unsere Agenturphilosophie, weil es für uns völlig klar ist, in welche Richtung wir gehen wollen. Und wir müssen auch nicht bei Leo Burnett international rapportieren. Also können wir richtig arbeiten für unsere Kunden.»
Über das Ziel:«Ja, wir wollen an die Spitze. Als wir unsere Agentur gegründet haben, sagten wir klar: Wir wollen die beste Agentur der Schweiz werden und nicht irgendwie Nummer 12 oder 25. Unter «bester Agentur» verstehen wir die optimale Kombination von fundierter Strategie, herausragender Kreativität und unternehmerischer Beratung. Dazu braucht es auch eine gewisse Grösse.»
Über seine schönsten Arbeiten?«Stolz bin ich auf Kampagnen, die einen klaren Kerngedanken haben und über Jahre erfolgreich laufen. Ich denke an die Spots für die Kantonalbanken («Gemeinsam wachsen»), an die Annabelle-Kampagne («Frauen sind so.») oder an den Swiss-Life-Auftritt («Bereit für die Zukunft.»). Die schönsten Arbeiten sind allerdings auch immer die aktuellsten: Mammut (Mary Woodbridge), Schweiz Tourismus (WM-Spot), Migros Mode (Models) und die Tages-Anzeiger-Kampagne mit den Gemeindewappen.»
Über den Stil der Agentur:«Wir versuchen die zu bewerbende Marke immer in den Vordergrund zu stellen, was dann die Tonalität und den Stil ergibt. Was wir allerdings wollen, ist, jedes Mal das Maximum rauszuholen. Möglichst gute Werbung machen. Gute Werbung bewegt etwas, berührt. Das kann einmal mit Humor sein, ein anderes Mal arbeiten wir mit grossen Emotionen, ein drittes Mal ist es überraschend, macht betroffen und ist sehr ernsthaft. Wir wollten nie einen typischen SFLB-Stil haben.»
Über die Medienwirkung von Werbung:«Absicht ist es schon, aber man kann es nicht strategisch steuern. Man kann mithelfen, dass es passiert, indem Themen aufgegriffen werden, die relevant sind. Wenn wir das schaffen, dann nehmen die Medien unsere Werbung auf. Mammut war diesbezüglich ein Renner und hat weltweit Diskussionen ausgelöst. Der Film für Schweiz Tourismus ebenso. Über diesen Spot wurde viel berichtet. Die Wirkung wurde somit redaktionell verlängert. Dies führte weltweit zu sage und schreibe zusätzlichen 750 Millionen Kontakten.»
Über Veränderungen in der Werbung:«Dass es neue Kanäle gibt, neue Methoden, um an den Konsumenten zu kommen, ist unbestritten. Das sind grosse Veränderungen. Aber ob die Denke deswegen eine ganz andere sein muss, bin ich nicht sicher. Es geht nach wie vor darum, den Konsumenten effizient zu erreichen und mit der richtigen Botschaft begeistern zu können. Ob dann die Idee im Internet, im Kino oder auf einem Plakat zum Tragen kommt, ist sekundär. Nach meinem Gefühl überschätzt man auch die Kreativität der Konsumenten. Es gibt Leute, die sagen, die Kreativität werde vom Konsumenten eingebracht, Stichwort MySpace, YouTube. Es ist nicht so, dass alles, was dort drin ist, einfach zum riesigen Erfolg wird und Millionen Leute das sehen wollen. Es hat ein paar tolle Ideen, aber es gibt auch Millionen von Flops. Einfach zu glauben, man könne die Markenführung dem Konsumenten überlassen, das finde ich zumindest fragwürdig.»
Über sein Engagement als Dozent:«Wie viele andere auch, habe ich am Sawi bei den Werbeleitern unterrichtet. Zusammen mit meinen Kollegen von der Account Planning Group habe ich das Intensivseminar Strategische Beratung für den BSW auf die Beine gestellt. Jetzt werden wir ein neues Seminar zum Thema Werbewirkungsforschung initiieren. Es ist wichtig, dass Werber wissen, wie man den Erfolg messen kann. Ich unterrichte auch an den Fachhochschulen Olten und Winterthur sowie an der Universität St. Gallen. Das ist eine Bereicherung. Der Erfahrungsaustausch ist hochinteressant.»
Über persönliche Ziele:«Wir wollen auch Spass an der Arbeit haben. Das war eine der Hauptmotivationen, wieso wir selber angefangen haben. Wir wollen bestimmen können, für wen wir arbeiten – und für wen nicht. Und da kann ich sagen: Wir haben ein ganz tolles Kundenportfolio. Kunden, die zu uns passen. Das hat auch etwas mit dem Alter zu tun. Wir sagen uns: Wir sind noch zu jung, um frustriert einfach irgendetwas durchziehen zu müssen. Aber wir sind auch zu alt, um uns immer wieder zu nerven. Wir sind in einem Alter, wo wir sagen wollen: Es muss stimmen.»
Über seine Orientierung:«Ich habe früher intensiv Orientierungsläufe bestritten, über 50 Wettkämpfe pro Jahr. Insgesamt habe ich etwa 700 Wettkämpfe auf dem Buckel. Am Orientierungslauf gefällt mir, dass man körperlich gefordert wird. Aber man muss auch den Kopf dabeihaben. Ich war mehrfacher Freiburger Meister, bin an nationalen Läufen vorne mitgelaufen und habe gerne in Schweden und Finnland mehrtägige internationale Wettkämpfe bestritten.»
Über seine Familie:«Als Familienvater mit zwei Töchtern (15 und 16) wird es nie langweilig. Das intensive Familienleben hilft mir auch, mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben und Medienberichte über «die Jugend von heute» richtig einordnen zu können.»
Interview: Andreas Panzeri

JDW kürt Walker zur Newcomer-Agentur des Jahres 2006

Das Jahrbuch der Werbung hat die Zürcher Agentur Walker zur Newcomer-Agentur des Jahres 2006 gewählt. Ebenfalls erhalten haben diese Auszeichnung die Kölner von Con Carne, die im New-Media-Bereich tätig sind. .

Das Jahrbuch der Werbung hat die Zürcher Agentur Walker zur Newcomer-Agentur des Jahres 2006 gewählt. Ebenfalls erhalten haben diese Auszeichnung die Kölner von Con Carne, die im New-Media-Bereich tätig sind. Die Jury begründet die Wahl von Walker folgendermassen: «Die jungen Schweizer bezeichnen sich selbst vollkommen zu Recht als Kreativagentur. Mit herausragender Gestaltungskraft und Ideenreichtum ausgestattet, haben sie Kampagnen kreiert, die weit über die Grenzen der Schweiz hinaus Anerkennung gefunden haben. Auch bei den Kriterien wirtschaftliche Entwicklung und Eigen-Werbung wartet Walker Werbeagentur mit überzeugenden Resultaten auf.» 2003 gründete Pius Walker die Agentur. Seit 2005 ist Hans Beer als Partner an Bord der Zwei-Mann-Agentur Walker – die «kleinste Werbeagentur der Welt», wie sie sich selber nennen. Walker war zuvor in leitenden Funktionen bei Leagas Delaney in London und Scholz & Friends in Berlin tätig. Beer arbeitet vor seinem Beitritt als Marketingleiter bei Düring. Walker produziert in einem Netzwerk von über 100 Kreativen. Dank dieser Philosophie gewann die Agentur bereits kurz nach ihrer Gründung grosse Budgets internationaler Kunden wie Fleurop oder Amnesty International.
Der Wettbewerb «Newcomer-Agentur des Jahres» wird ausgeschrieben vom Jahrbuch der Werbung, das im Berliner Econ Verlag erscheint. Eine Jury von ausgewählten Experten bewertet die eingereichten Arbeiten. Ziel des Wettbewerbes ist es nach Angaben von Econ, neu gegründeten Werbeagenturen eine sichtbare, öffentliche Plattform zu geben und sie vorzustellen. Bewertet werden Qualität der kreativen Leistung, wirtschaftlicher Erfolg sowie Agenturpräsentation und PR. Teilnahmeberechtigt sind Agenturen, deren Gründung nicht länger als drei Jahre zurück liegt. Die Übergabe des Sieger-Megaphons findet im Rahmen der offiziellen Preisverleihung am 1. März in Berlin statt.

P und NZZ locken Direktbucher

Buchungsrabatte Nun bereiten auch NZZ und Publimedia reizvolle Köder für Direktbucher vor.

Buchungsrabatte Nun bereiten auch NZZ und Publimedia reizvolle Köder für Direktbucher vor.Nach Tamedia und Ringier gewähren auch die Jean Frey AG, die Gruppe HandelsZeitung sowie einige weitere Eigenregieverlage jenen Agenturen, die direkt statt über Publimedia buchen, eine «Direktbuchungsentschädigung» (DBE). Das bringt Verlage, die ihre Titel in P-Regie haben, verstärkt in Not, weil Agenturen geneigt sein könnten, eher Titel mit DBE zu belegen.Ein Titel in P-Vollpacht, der ganz besonders mit Problemen rechnen muss, ist die NZZ. Zwar gab Verlagsleiter Daniel Hofer im Dezember noch an, bisher nichts von Tamedias oder Ringiers DBE gespürt zu haben. Doch das könnte sich bald ändern, weil ab sofort alle grossen Wirtschaftstitel und auch SonntagsZeitung und SonntagsBlick eine DBE gewähren. Damit ist die NZZ auf dem Platz Zürich im Segment Wirtschaftspresse und im Sonntagsmarkt praktisch der einzige Titel ohne DBE. Mit andern Worten: Mit geschicktem Argumentieren lassen sich NZZ und NZZ am Sonntag auf manchem Mediaplan durch ähnlich gelagerte und DBE gewährende Titel ersetzen. 
Diese Substituierbarkeit veranlasste nun die NZZ und ihren Regiepartner NZZ Media, eine P-Filiale, dazu, «für Agenturen und Grosskunden ebenfalls ein Angebot auszuarbeiten», sagt Markus Ehrle, Leiter Werbemarkt bei der NZZ. Wie das Angebot aussieht, mag er nicht verraten, es soll demnächst vorgestellt werden. Natürlich wird die P kaum Hand bieten für einen eigentlichen «Direktbuchungsrabatt», wie die DBE im P-Chargon genannt wird. Das bestätigt auch Ehrle, der bis Ende Oktober 2006 noch Marketing Director von Publimedia war: «Es wird keine Antwort sein, die eins zu eins mit dem Direktbuchungsrabatt verglichen werden kann», betont er.
Die Branche, allen voran die Verlage mit P-Regie, ist hellhörig geworden. Vor allem die Edipresse-Zeitungen, die sich von der P vermarkten lassen, harren einer Lösung, vielleicht einer nach Zürcher Vorbild.   
Markus Knöpfli

Gas geben im Regional-TV

Fernsehen Die Wochenzeitschrift Automobil Revue (AR) lanciert eine gleichnamige Auto-Sendung, die ab März auf acht Regional-TVs ausgestrahlt wird.

Fernsehen Die Wochenzeitschrift Automobil Revue (AR) lanciert eine gleichnamige Auto-Sendung, die ab März auf acht Regional-TVs ausgestrahlt wird. TeleZüri, das grösste Privat-TV, macht nicht mit, an seine Stelle tritt der Sender Züri Plus, der derzeit in 12 Zürcher Landgemeinden analog empfangbar ist. «TeleZüri wollte oder konnte der Sendung keinen Sendeplatz einräumen, doch der genaue Grund ist mir ein Rätsel», sagt Marc Friedli, Direktor von TeleBärn, das die neue Sendung produziert. Andreas Meili, Chef von TeleZüri, begründet sein Abseitsstehen damit, dass «die Sendung für eine Ausstrahlung auf TeleZüri qualitativ sicher genügend gut wäre, TeleZüri für den betreffenden Sendeplatz aber lukrativere Alternativen in Aussicht hat.»
AR wird eine zehnminütige Sendung, die mit dem Autoimporteur-Verband Auto Schweiz und dem Reifenhersteller Vredenstein zwei Sponsoren an Bord hat. «Automobil Revue wird aber nicht bloss Publireportagen ausstrahlen, sondern hat einen journalistischen Anspruch», betont Friedli.
Markus Knöpfli

Die Schweiz träumt

Banken Contexta hat eine viel beachtete Onlinepromotion für Bank-now realisiert.

Banken Contexta hat eine viel beachtete Onlinepromotion für Bank-now realisiert.Die Banken entdecken das virale Marketing und demonstrieren: So schnell können Träume in Erfüllung gehen. Mit einer viralen Teaserpromotion hat Contexta einen ersten Grundstein für die Markteinführung von Bank-now, der neuen Bank für Kredite und Leasing, gelegt.Von November bis Weihnachten konnte jeder, der wollte, unter www.dream-now.ch seinen grössten Wunsch publizieren. Jede Woche entschied die Community per Abstimmung, welcher Traum mit 10 000 Franken unterstützt wird. Beim Wahlkampf zeigten die Träumer viel Kreativität.

Ein Wunsch war der Pendlerzeitung 20 Minuten sogar eine Story wert: Eine Gruppe junger Berner träumte davon, mit einem Mähdrescher ans Mittelmeer zu fahren. Mit Geschick und Engagement konnten die Gewinner über 1200 Stimmen auf sich vereinen. Insgesamt verzeichnete Dream-now.ch über 14 000 registrierte User.
In dieser Teaser-Phase der Markeneinführung wurde die Community an die Thematik «Traum» herangeführt und gleichzeitig mit dem Branding der beiden Produktemarken Credit-now und Lease-now von Bank-now vertraut gemacht. Die Tochtergesellschaft der Credit Suisse outete sich erst ganz am Schluss als Urheberin der Aktion. Mit der Promotion konnten wertvolle und wiederkehrende Kontakte zur Zielgruppe aufgebaut werden. Gleichzeitig bot Dream-now.ch einen Vorgeschmack auf die zahlreichen Aktionen, welche Bank-now ihren Kunden auf ihrer Onlineplattform bietet. Die Aktion wurde sehr zurückhaltend beworben, ihr Erfolg beruhte vor allem auf der hohen viralen Verbreitung.
Andreas Panzeri

Per Türmatte begrüsst Wunderman neue Chesterfield-Kunden

Die Zürcher Agentur Wunderman hat eine Direct Marketing-Kampagne für Chesterfield ins Leben gerufen: Eine Türmatte – welche potenziellen Kunden unangemeldet vor die Haustüre gelegt wird –soll Neuankömmlinge in die Chesterfield Welt empfangen.

Die Zürcher Agentur Wunderman hat eine Direct Marketing-Kampagne für Chesterfield ins Leben gerufen: Eine Türmatte empfängt Neuankömmlinge in die Chesterfield Welt. Das Give-Away mit dem Aufdruck Welcome wird potenziellen Kunden unangemeldet vor die Haustüre gelegt. Auf die Türmatte kommt ferner das neue Chesterfield Magazin zu liegen, das explizit für diese DM-Massnahme hergestellt worden ist. Das Magazin beinhaltet erfundene Storys und präsentiert die Chesterfield Produktfamilie. Durch die Teilnahme am integrierten Kurzgeschichten-Wettbewerb kann der Kunde die Chesterfield Welt sogar aktiv mitgestalten. Chesterfield will als Marke für den individuellen, unkonventionellen Lebensstil einer jungen Zielgruppe stehen, heisst es in einer Medienmitteilung. Wunderman ist spezialisiert auf Dialogmarketing und arbeitet eng mit der Zürcher Agentur Futurecom zusammen.
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