Die neuen Versorgungsgebiete für Privat-TV stossen auf Kritik
Die Aufteilung der Schweiz in 13 regionale Versorgungsgebiete für private TV-Sender mit Gebührenanteil stösst auf Kritik in der Ostschweiz und im Oberwallis, wie die sda heute bekanntgab.
Die Aufteilung der Schweiz in 13 regionale Versorgungsgebiete für private TV-Sender mit Gebührenanteil stösst auf Kritik in der Ostschweiz und im Oberwallis, wie die SDA heute bekanntgab. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) plant für die Ostschweiz ein Versorgungsgebiet bestehend aus den Kantonen Thurgau, St. Gallen und beiden Appenzell sowie den Zürcher Bezirken Andelfingen, Winterthur, Pfäffikon und Hinwil. Die 25 National- und Ständeräte aus der Ostschweiz meinen, dass es dem geplanten Versorgungsgebiet von Andelfingen bis Sargans an Homogenität fehle. Sie verlangen ein Versorgungsgebiet für die Kantone Thurgau, St. Gallen und die beiden Appenzell. Die vier Zürcher Bezirke Andelfingen, Winterthur, Pfäffikon und Hinwil sollen dabei zusammen mit den Kantonen Thurgau und Schaffhausen ein eigenes Versorgungsgebiet bilden. Der Kanton Thurgau als Überschneidungsgebiet soll den beiden TV-Versorgungsgebieten Ostschweiz und Zürich angehören. Die Schaffhauser Kantonsregierung ihrerseits will ein separates Versorgungsgebiet Schaffhausen. Der Vorschlag des Bundes, der Schaffhausen dem Versorgungsgebiet Zürich zuweist, schwäche die Region Schaffhausen. Auch im Oberwallis regt sich Unmut. Die Oberwalliser Medien sind gegen die Pläne des UVEK. Sie wollen ein eigenes deutschsprachiges Oberwalliser Regionalfernsehen mit eigener Konzession. ?Der Oberwalliser muss während 24 Stunden in seinem Fernsehen in seiner Muttersprache begrüsst werden?, schreibt die Interessengemeinschaft Tele Oberwallis.
