Oliver Stone dreht TV-Werbespot gegen den Krieg im Irak

Der 30-sekündigen Fernsehspot zeigt Videomaterial von US-Soldaten und ihren Familien, die sich gegen den Krieg und für einen Abzug der Truppen aussprechen. Beauftragt wurde der Fimemacher von den Organisationen MoveOn.org und VoteVets.org.

 Der 30-sekündigen Fernsehspot zeigt Videomaterial von US-Soldaten und ihren Familien, die sich gegen den Krieg und für einen Abzug der Truppen aussprechen. Beauftragt wurde der Fimemacher von den Organisationen MoveOn.org und VoteVets.org. «Ich habe mich entschlossen, an dem Projekt mitzuwirken, weil ich als Kriegsveteran weiss, dass Amerika auf seine Männer und Frauen im Militärdienst hören muss», wird der 60-jährige Stone bei der SDA zitiert. «Wir haben Anführer in Washington, die sagen, dass sie unsere Truppen unterstützen, aber die Truppen selbst sind diejenigen, die am meisten unter ihren politischen Entscheidungen leiden.» Der Regisseur hatte vor seinem Filmstudium als Freiwilliger in Vietnam gekämpft. Im vergangenen Jahr hatte Stone mit dem Drama World Trade Center die erste Hollywood-Produktion ins Kino gebracht, die sich unmittelbar mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 beschäftigt.

SFLB bremst Raser für das Netzwerk schulische Bubenarbeit

Baschi tuts, Yakin tuts, Stanic nicht mehr und vielleicht gibt es bald noch mehr Ex-Raser: Die Plakatkampagne mit dem Titel «Willkommen in der Realität» setzt der Raserei auf den Schweizer Strassen ab Montag bittere Sujets gegenüber. Die Kampagne richtet sich vor allem an die Männer, die den Grossteil der Raser ausmachen.

Baschi tuts, Yakin tuts, Stanic nicht mehr und vielleicht gibt es bald noch mehr Ex-Raser: Die Plakatkampagne mit dem Titel «Willkommen in der Realität» setzt der Raserei auf den Schweizer Strassen ab Montag bittere Sujets gegenüber. Die Kampagne richtet sich vor allem an die Männer, die den Grossteil der Raser ausmachen.  
Die Medienmitteilung des Zürcher Werbebüros Spillmann/Felser/Leo Burnett weist darauf hin, dass in den letzten Monaten zwar breite Präventionskampagnen durchgeführt wurden, die jedoch wenig Bezug auf die männerspezifischen Motivationen für das Rasen nahmen. Eine breit angelegte, mehrspurige Kampagne für Jugendliche in Berufschulen, Gymnasien und Oberstufenschulen soll die Männermythen entkräften, die zum Rasen führen, um eine gezielte, wirksame und nachhaltige Prävention zu ermöglichen. SFLB erarbeitete die Sujets in einer Goodwill-Aktion, wie Patricia Balliana gegenüber der Werbewoche erläuterte. Während den beiden kommenden Wochen wird das Plakat in der ganzen Deutschschweiz ausgehängt, wie das NWSB am Freitag mitteilte. Es hat zusätzlich zusammen mit Schülerinnen und Schülern ein Lehrmittel mit DVD zum Thema Rasen und Risikoverhalten von Jugendlichen erarbeitet, bereits gingen 300 Bestellungen ein. Finanziert wird das Präventionsprojekt vom Fonds für Verkehrssicherheit (FVS).

Eros Fregonas wird neuer CEO der Swisscom IT Services

Bei der Swisscom IT Services gibt es einen Führungswechsel zu verzeichenen: Der Verwaltungsrat der Swisscom ernannte Eros Fregonas zum neuen CEO der Informatik-Tochter und Mitglied der Swisscom-Gruppenleitung. Er übernimmt die Aufgabe von Michael Shipton per 15. Mai dieses Jahres.

 Bei der Swisscom IT Services gibt es einen Führungswechsel zu verzeichenen: Der Verwaltungsrat der Swisscom ernannte Eros Fregonas zum neuen CEO der Informatik-Tochter und Mitglied der Swisscom-Gruppenleitung. Er übernimmt die Aufgabe von Michael Shipton per 15. Mai dieses Jahres.  
Derzeit arbeitet Eros Fregonas noch als unabhängiger Berater im Finanz- und IT-Bereich. Der 43-jährige schweizerisch-italienische Doppelbürger, absolvierte die Grundschulen in der Schweiz und schloss an der Zürcher ETH ein Studium in Elektrotechnik ab. Fregonas war zuvor bei Andersen Consulting tätig und leitete die, Boss Lab. Fregonas verfügt breite Erfahrung im internationalen IT-Outsourcing-Geschäft, wie es in der Medienmitteilung der Swisscom vom Freitag heisst. Der scheidende Shipton verlässt das Unternehmen, um sich einer neuen Herausforderung zu stellen.

Google wächst ungebremst weiter

Im ersten Quartal 2007 steigerte Google seinen Umsatz um 62,7 Prozent von 2,25 auf 3,66 Mrd. US-Dollar. Über seine Partner generierte der Suchmaschinengigant 1,13 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn des Suchmaschinengiganten stieg in der Rechnungsperiode um 69 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf eine Milliarde Dollar.

 Im ersten Quartal 2007 steigerte Google seinen Umsatz um 62,7 Prozent von 2,25 auf 3,66 Mrd. US-Dollar. Über seine Partner generierte der Suchmaschinengigant 1,13 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn des Suchmaschinengiganten stieg in der Rechnungsperiode um 69 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf eine Milliarde Dollar.  
Dabei blieb die Online-Werbung mit einem Umsatzanteil von 62 Prozent die wichtigste Einnahmequelle, was einer Zunahme um 76 Prozent entspricht. Mit den Werten hat Google die Analystenerwartungen deutlich übertroffen, die Google’s gewinne hätten einen Punkt jenseits dessen erreicht, den die meisten für möglich gehalten haben, meinten Experten von Capital Management gegenüber Kress.de. Zudem sei das Wachsum «phänomenales solides Wachstum». Entsprechend positiv reagierten die Börsen: Im nachbörslichen Handel gewann die Google-Aktie 3,3 Prozent und stieg auf knapp 487 Dollar. Zuvor hatte der Rivale Yahoo die Anleger mit schwachen Quartalsergebnissen enttäuscht.

Deutschland: Immer mehr Handys

Jedes fünfte Telefonat führen die Deutschen bereits übers Handy - dementsprechend gross ist der Bedarf an neuen Geräten: Mehr als 30 Millionen sollen es dieses Jahr werden - so viel wie nie zuvor.

 Jedes fünfte Telefonat führen die Deutschen bereits übers Handy – dementsprechend gross ist der Bedarf an neuen Geräten: Mehr als 30 Millionen sollen es dieses Jahr werden – so viel wie nie zuvor.  
Mobiltelefonie ist der Renner. Allein in Deutschland werden laut der Süddeutschen 2007 rund 32,6 Millionen Geräte verkauft werden. Zitiert werden die Zahlen von der Bitkom, wonach 2006 der Absatz noch bei 32 Millionen lag, 2005 bei 31,3 Millionen Handys. Beim Umsatz hingegen rechnet der Bitkom nicht mit einem Plus. Ein Fünftel aller Telefongespräche wurde 2006 bereits mobil geführt, vor fünf Jahren war der Anteil nur halb so gross, sagte Jörg Menno Harms der Bitkom. Dabei würden Mobiltelefone nicht mehr nur für Gespräche und zum Verschicken von SMS verwendet. Vier von fünf Handy-Besitzern haben auch die Möglichkeit, mit ihrem Gerät auch ins Internet zu gehen, 40 Prozent tun dies auch. Beliebt ist etwa der Abruf von Wetterinformationen, jeder zweite, der mobil surft, hat sich schon einmal eine Vorhersage auf sein Display geladen. Ebenfalls gefragt sind Sport-Nachrichten, die mit 35 Prozent auf dem zweiten Rang folgen. Lokale Nachrichten (32 Prozent), internationale Nachrichten (23 Prozent) sowie das Neueste aus der Promi-Welt (20 Prozent) vervollständigen die Top 5 der begehrtesten Informations-Angebote per Handy in Deutschland. 

Studie: Web 2.0 ändert nichts an Couch-Potatoe-Phänomen

Nur ein Bruchteil der Internetnutzer beteiligt sich aktiv an Social-Networking-Portalen. Nur 0,16 Prozent aller Besucher luden auf YouTube ein Video hoch, ähnlich ist die Statistik für das Fotoportal Flickr, wo im Schnitt gerade mal 0,2 Prozent der Besucher ein Bild hochladen. Die Ausnahme bildet Wikipedia, hier wird bei 4,6 Prozent aller User ein Eintrag verzeichnet.

 Nur ein Bruchteil der Internetnutzer beteiligt sich aktiv an Social-Networking-Portalen. Nur 0,16 Prozent aller Besucher luden auf YouTube ein Video hoch, ähnlich ist die Statistik für das Fotoportal Flickr, wo im Schnitt gerade mal 0,2 Prozent der Besucher ein Bild hochladen. Die Ausnahme bildet Wikipedia, hier wird bei 4,6 Prozent aller User ein Eintrag verzeichnet.  
Diese Zahlen wurden in einer Untersuchung des Marktforschers Bill Tancer von Hitwise.com erhoben, wie Pressetext.at meldet. Trotz der geringen Beteiligung an partizipatorischen Webseiten haben diese dennoch eine enorme Anziehungskraft. Die Besuche von Web-2.0-Seiten haben laut Tracer innerhalb von zwei Jahren um 668 Prozent zugenommen. Gemäss der Hitwise-Studie gehen zwölf Prozent der Internetaktivitäten in den USA auf das Konto von Web-2.0.-Seiten, vor zwei Jahren waren es noch 2 Prozent.
 
Die Studie stellt aber nicht das Wachstum dieser Seiten aufgrund der geringen Beteiligung in Frage. Viel interessanter sei die Frage nach der Profitabilität der hoch bewerteten Web-2.0-Portale. Klassische Medienhäuser und Internetunternehmen kaufen um die Wette Web-2.0-Plattformen. Dabei handelt es sich nicht um ein amerikanisches Phänomen: In Deutschland steckte die Holtzbrinck-Verlagsgruppe nach Informationen des Spiegels um die 100 Mio. Euro in den Kauf des Studentenportals StudiVZ. Geld wirft das Portal aber noch nicht ab. Bei anderen Portalen wie Myvideo.com oder Last.fm schweigt man sich über Zahlen aus – bekannt ist einzig, dass die Besucherzahlen auch hier in die Höhe schnellen.

Harald Schmidt enttäuschte als Nachrichtensprecher

Am Tag nach Schmidts Auftritt als Moderationsaushilfe beim «Heute Journal» auf dem ZDF sind die Deutschen Medien masslos enttäuscht von ihrem Liebling. Auf seinem weiteren Lebensweg wünschen ihm trotzdem alle viel Glück.

 Am Tag nach Schmidts Auftritt als Moderationsaushilfe beim «Heute Journal» auf dem ZDF sind die Deutschen Medien masslos enttäuscht von ihrem Liebling. Auf seinem weiteren Lebensweg wünschen ihm trotzdem alle viel Glück.  
«Ich habe Zeit, ich bin nicht ausgelastet mit dieser kleinen Sendung hier: ZDF, hier ist meine Bewerbung», verkündete Schmidt bereits im März. «Das ist der Job für mich!» Doch so perfekt schien der Job nicht für ihn. Seine breit publizierte Schnupper-Moderation am Donnerstag Abend enttäuschte. Als Schmidt im «Heute Journal» kurz vor Ende der Sendung endlich zu Wort kam, durfte er nur einen Beitrag über Hochstapler anmoderieren. Er gab sich Mühe mit kleinen eingebauten Gags und Eisbrechern – doch das Eis blieb hart.
 
«Der Teleprompter brachte den sonst so spontanen Entertainer aus dem Konzept, seine Mimik war verkrampft, die Moderation hölzern», stänkert die Welt.de. Kaum eine Minute dauerte der Auftritt des Latenight-Talkers. Vielleicht hatte das ZDF Angst, ihn viel sagen zu lassen. Einem Entertainer kann man keine ernste Themen wie das Virginia Tech-Massaker überlassen. Die Verabschiedung durfte Harald Schmidt noch übernehmen, und die meisterte er souverän
– alle drei Moderatoren lachten zusammen noch einmal ganz herzhaft und vorbei war Schmidts Tagesschaukarriere. In Zukunft wird «Heute»-Moderator Steffen Seibert die Urlaubsvertretung für Claus Kleber oder Marietta Slomka übernehmen.

Deutschland: Faktor 3 ist PR-Agentur des Jahres

Vor über 500 Gästen überreichte Carl-Eduard Meyer, Geschäftsführer von News Aktuell, die begehrte Trophäe an die Hamburger Agentur. Der von der Dpa-Tochter gesponserte «Gold Award» wurde im Rahmen der PR Report Awards 2007 in Berlin übergeben.

 Vor über 500 Gästen überreichte Carl-Eduard Meyer, Geschäftsführer von News Aktuell, die begehrte Trophäe an die Hamburger Agentur. Der von der Dpa-Tochter gesponserte «Gold Award» wurde im Rahmen der PR Report Awards 2007 in Berlin übergeben.  
Der Branchen-Preis zeichnet die besten Kampagnen und Projekte sowie die erfolgreichsten Personen und Teams der PR-Wirtschaft Deutschlands aus und wurde zum fünften Mal verliehen. Auf Presseportal.de wird Agenturinhaber Volker Martens wie folgt zitiert: «In den letzten Jahren haben wir uns konsequent neu ausgerichtet und haben unser Profil kontinuierlich ausgebaut. Mit einer konsequenten Ausrichtung als Kommunikationsagentur sind wir auf die Bedürfnisse des Marktes eingegangen und erzielten im vergangenen Jahr Rekordergebnisse.»

Teures Papier wegen hohen Rohstoffpreisen

Aufgrund der anhaltend hohen Energie- und Rohstoffkosten haben die Papierhersteller ihre Preise in den letzten Wochen wiederum erhöht. Eine überdurchschnittliche Nachfrage sowie Kapazitätsengpässe im Zellstoffbereich lassen in naher Zukunft leider keine Entspannung der Kostensituation erwarten.

 Aufgrund der anhaltend hohen Energie- und Rohstoffkosten haben die Papierhersteller ihre Preise in den letzten Wochen wiederum erhöht. Eine überdurchschnittliche Nachfrage sowie Kapazitätsengpässe im Zellstoffbereich lassen in naher Zukunft leider keine Entspannung der Kostensituation erwarten.  
Wie der führende Papier-Grosshändler Antalis in einem Communiqué mitteilt, kommt auch er nicht umhin, die Preise anzugleichen. Ab dem 14. Mai erfahren diese eine Anpassung um 4 Prozent, was in den Fakturabeträgen eingerechnet wird. Im Sortiment der Kopierpapiere werden die Aufschläge allerdings weiter offen ausgewiesen sein. Da die erhöhten Rohstoffpreise auf die Herstellungs- und Transportkosten anderer Materialien ebenfalls Einfluss haben, sieht sich Antalis gezwungen, auch die Preise des Visual-Communications-Sortiments zu erhöhen. Platten, Selbstklebefolien und weitere POS-Materialien werden bis maximal 3,5 Prozent teurer. Erfreulicherweise gibt es aber in diesem Sortimentsbereich auch viele Produkte, welche auf dem bisherigen Preisniveau gehalten werden können. Um diesen Entwicklungen und dem Bedürfnis nach Preistransparenz Rechnung zu tragen, hat Antalis die Printpreisliste neu erstellt. Sie wird ab Mai an die betroffenen Kunden verschickt.

«Wir gelten als Benchmark»

Klaus Kappeler, CEO der Goldbach Media Gruppe, sagt, wie wichtig Internet für sein Unternehmen ist.

Klaus Kappeler, CEO der Goldbach Media Gruppe, sagt, wie wichtig Internet für sein Unternehmen ist. WW: Wie wichtig ist das OnlineGeschäft für die Goldbach-Media- Gruppe im Vergleich mit den übrigen Bereichen?Klaus Kappeler: Wir haben 2006 bereits gut 17 Prozent des Umsatzes – also ein bereits wesentlicher Bestandteil – im Internet realisiert. Wir haben zu Beginn dieses Jahres bei Suchtreffer AG von 30 auf 100 Prozent aufgestockt und zeigen damit, dass wir im Suchmaschinen-Marketing vorankommen. Das wollen wir darüber hinaus in diesem Jahr in unserem Unternehmen konsolidieren. Am Beispiel Österreich zeigt sich: Wir stossen immer zuerst über das Internet in neue Märkte vor, wenn wir expandieren. Wir versuchen dabei auch, den Offline-Bereich, unser Schweizer Modell, zu publizieren. Denn in der Schweiz sind wir damit, also mit Radio und Fernsehen, zu unserem gesamtheitlichen Konvergenzangebot gekommen. Im Osten prüfen wir derzeit, ob wir über Wien hinaus weiter ostwärts expandieren wollen, wo wir zunächst übers Internet einsteigen. Somit ist Online nicht bloss für den Umsatz wichtig, sondern hat auch eine strategische Bedeutung.WW: Sie haben bestimmt akribisch verfolgt, wie die PubliGroupe ihr Unternehmen neu strukturiert und gerade Online ein starkes Gewicht gibt. Wie beurteilen Sie den Konzentrationsprozess der P?Klaus Kappeler: Die Übernahme von Adlink Schweiz und Adlink Österreich steht in keinerlei Zusammenhang mit der PubliGroupe. Aber wir sind insofern stolz, dass der grösste Vermarkter der Schweiz versucht, uns zu kopieren. Wir gelten als Benchmark, wir werden in Interviews als das Unternehmen mit den meisten Crossmedia-Cases erwähnt, und der Konkurrent übernimmt sogar unser Wording in jedem Bereich. Das macht uns einerseits stolz und gleichzeitig natürlich auch sehr wachsam. Wir werden weiterhin versuchen, als Kompetenzzentrum in der Schweiz den Trend im Online-Bereich vorzugeben. Wir sind jetzt auch in das Netzwerk von Adlink direkt eingebunden und profitieren von deren Produkte- und Innovations-Pipeline in elf Ländern.WW: Welche Online-Bereiche sind denn derzeit am meisten erfolgversprechend?Klaus Kappeler: Ich glaube, der Markt und die Kundenbedürfnisse haben sich stark verändert. Die Kundenwerbeinvestitionen nehmen zu. Als wir im Jahr 2000 in die klassische Bannervermarktung einstiegen, konnte man sich mit einem einzigen Angebot positionieren. Heute – das ist für die Kunden von grosser Bedeutung – erwartet der Kunde oder die Media-Agentur, dass wir gesamtheitlich beraten können: Neben Display eben auch Suchmaschinen-Marketing, Permission-Marketing, Ingame oder Affiliate-Marketing. Letzteres starten wir gerade auf und werden voraussichtlich auch eine eigene Firma gründen. Es geht also darum, ganze Bereiche abzudecken, damit wir so für die Kunden das Gesamtbudget für OnlineWerbung betreuen können. WW: Was halten Sie von den verschiedenen Innovationen im Internet, zum Beispiel die Community-Portale?Klaus Kappeler: Ich glaube, überall im Internet, auch dort, wo sich eine Masse entwickelt, ist es für den Werbetreibenden interessant. Dies umso mehr, als man das Individuum in diesen Massen durch Targeting gezielter angehen kann. Aber ich glaube, man muss gerade diese Communities sehr ernst nehmen. Das können zwar momentane Trends sein, die vielleicht wieder verschwinden. Aber man muss die aktiven, progressiven Nutzer mitbegleiten. WW: Gibt es ein Business-Modell im Internet, das Sie persönlich favorisieren?Klaus Kappeler: Ich glaube, das erfolgreiche Business-Modell der Zukunft ist der ideale Mix des Gesamtangebotes. Interview: René Worni
Online forcierenDie schweizweit grösste Vermarkterin von privaten elektronischen Medien, Goldbach Media, übernimmt die Länder Schweiz und Österreich von Adlink zu 100 Prozent. Im Gegenzug beteiligt sich die international in zehn europäischen Ländern und in den USA tätige Vermarkterin von Internetwerbung mit 19,4 Prozent an Goldbach Media.
Bisher hielt Goldbach in der Schweiz 50 Prozent und in Österreich 70 Prozent an Adlink. Beide Unternehmen planen, neue Dienstleistungen aus dem Portfolio von Adlink zu lancieren und bei der Vermarktung von konvergenten Medien eng zu kooperieren. Zum Portfolio von Adlink Schweiz und Österreich gehören Kommunikationslösungen für den Markenaufbau und die Markenpflege, für erfolgsabhängiges Marketing, Reichweitenkampagnen und direkte Ansprache ausgewählter Zielgruppen sowie Suchmaschinen-Marketing. Ausserdem wollen beide Unternehmen osteuropäische Märkte erschliessen.
Mit der Integration von Adlink Schweiz und Österreich will Goldbach seinen rasch wachsenden Online-Bereich stärken und Crossmedia-Lösungen aus einer Hand anbieten. Beide Gesellschaften verbleiben im internationalen Netzwerk der Adlink-Gruppe. Zu ihr gehören affilinet, das grösste Affiliate-Marketing-Netzwerk im deutschsprachigen Raum, und Sedo, der weltweit führende Anbieter von Domain-Marketing-Dienstleistungen, wie Goldbach mitteilt.

«Zweite Anhörung wäre sinnvoll»

Regional-TV Christian Stärkle, VR-Präsident des neugegründeten Tele Oberwallis, will auf jeden Fall im Oberwallis Fernsehen machen.

Regional-TV Christian Stärkle, VR-Präsident des neugegründeten Tele Oberwallis, will auf jeden Fall im Oberwallis Fernsehen machen.WW: Das Oberwallis kam bisher ohne Privat-TV ganz gut aus, warum brauchts nun doch eines?Christian Stärkle: Das stimmt nicht. Es gibt sogar zwei rein privat finanzierte TVs, VS 1 und VS 2, die allerdings nicht ganz das Niveau eines Regional-TVs haben. VS1 überträgt beispielsweise Grossratsdebatten von Sitten oder Spiele des EHC Visp.WW: Entspricht Tele Oberwallis aber auch einem Bedürfnis der Bevölkerung?Christian Stärkle: Tatsache ist, dass jeder, wirklich jeder kantonale Politiker im Oberwallis eine Vernehmlassungsantwort unterschrieb, die ein separates Tele Oberwallis verlangt. Auch alle Oberwalliser Gemeinden sprachen sich dafür aus, ebenso nationale Politiker, selbst solche aus dem Unterwallis. Ein eigenes TV im Oberwallis rechtfertigt sich zudem wegen der speziellen geografischen Lage.WW: Warum soll im Wallis nicht möglich sein, was schon in Biel funktioniert?Christian Stärkle: Tele Bielingue funktioniert nur in der Stadt Biel, denn die Stadtbieler sind bilingue. Das trifft auf die Walliser aber nicht zu, die sprechen entweder Französisch oder Deutsch.WW: In der Nordostschweiz macht das UVEK eine neue Auslegeordnung. Im Wallis nicht. Wünschen Sie auch eine neue Anhörung?Christian Stärkle: Das UVEK will ja den Waadtländer Bezirk Aigle mit dem ganzen Kanton Wallis kombinieren – noch dazu mit zwei Sprachen. Das kann nicht funktionieren. Daher wäre eine zweite Anhörung mit zwei getrennten TVs tatsächlich sinnvoll. Die Politik von Bern soll sich geflissentlich der Politik aus dem Oberwallis unterordnen.WW: Warum haben Sie Tele Oberwallis gerade jetzt gegründet?Christian Stärkle: Egal, wie die Konzessionsvergabe ausfallen wird, wir werden auf jeden Fall ein Oberwalliser Regional-TV betreiben. Nach neuem RTVG ist das ja möglich, allenfalls halt ohne Konzession und Gebühren-Splitting-Anteil. Regional-TV zu machen, ist heute eh nicht mehr so teuer wie vor zehn Jahren. Zudem haben die Oberwalliser Gemeinden, die heute schon jährlich eine halbe Million Franken für VS1 und VS2 bezahlen, weiteres Geld zugesagt. Und wir haben ja auch die Unterstützung der Kabelnetzbetreiberin Valaiscom.WW: Wäre es nicht doch besser, Gespräche mit Canal 9 aufzunehmen?Christian Stärkle: Wer sagt denn, das Canal 9 dereinst die Konzession für das Unterwallis erhält? Sie können sich bewerben – aber wir könnten dies auch. Zweitens: Sollte Canal 9 glauben, es könne ein deutschsprachiges Oberwallliser TV machen, täuscht es sich. Das geht nicht ohne die Oberwalliser Medien.WW: Noch eine Frage zu Ihnen: Sie waren bei der AZ Medien Leiter Elektronische Medien, dann Chef der Belcom, heute sind Sie VR-Präsident von Tele Oberwallis und Radio Rottu sowie VR-Mitglied bei Radio Grischa und Tele Südostschweiz. Was genau ist Ihre Funktion in der aktuellen Radio- und TV-Landschaft?Christian Stärkle: Ich habe keine aufgetragene Funktion, sondern eine aus eigener Motivation. Ich denke, dass Berg- und Randregionen ebenso wie die Agglomerationen Anspruch auf ein möglichst professionelles Privatradio und -TV haben. Denn sie bezahlen ja die Radio- und TV-Gebühren ebenfalls. Zudem erhöhen regionale Medien die Attraktivität einer Berg- und Randregion. Schmälert man diese Attraktivität, trägt dies zur Abwanderung bei – und dies kann doch nicht die Idee der Schweiz sein. Das sind die Beweggründe für mein Engagement.Interview: Markus Knöpfli
Edipresse plant sprachregionales TV 
Bei Edipresse arbeitet man mit Hochdruck an einem TV-Sender für die ganze Romandie. Nach den SRG-Sendern TSR 1 und TSR 2, dem französischen M6 und dem Musiksender TVM3 wäre dies das fünfte sprachregionale TV-Programm in der Westschweiz. Christophe Rasch bestätigt zwar, dass man nach Inkrafttreten des neuen RTVG das vor zwei Jahren angekündigte Projekt weiter vorantreibe. Zum Starttermin, zum Senderprofil, zum Businessplan oder zur Verbreitung schwieg er sich aber aus –«wegen der möglichen Konkurrenz aus dem Ausland und aus der Deutschschweiz». 2005 war noch von «Unterhaltung für ein jüngeres Publikum» die Rede. Möglich also, dass Edipresse ein Pendant zum Deutschschweizer 3+ plant.

Neuer Umgang mit Content

New Media Microsoft arbeitet an einer neuen Basis – unter anderem für die künftige Aufbereitung von Internetinhalten.

New Media Microsoft arbeitet an einer neuen Basis – unter anderem für die künftige Aufbereitung von Internetinhalten. Webinhalte werden in Zukunft vermutlich nicht mehr nach dem klassischen Schema mit einem ausgebauten HTML-Editor in traditioneller Manier produziert. Nach Technologien wie CSS und XML, ASP und Ajax etc. zeichnet sich nun ein grösserer Technologiewandel ab. Nachfolgesysteme zum Publizieren von Inhalten, die sich in einem Browser oder in Stand-alone-Applikationen visualisieren lassen, funktionieren dabei gänzlich oder teilweise unabhängig vom Betriebssystem und/oder nutzen dessen Ressourcen besser. Diese teilweise schon in Entwicklung befindlichen Systeme berücksichtigen auch die sich abzeichnende, zunehmende Verschmelzung des Internets mit dem Desktop.Eine neue BasisEin Anbieter von neuen Lösungen, der diesen Entwicklungen und den Bedürfnissen der Endanwender nach reichhaltiger dargestellten Informationen und benutzerfreundlicherer Bedienung Rechnung trägt, ist Microsoft. Der Software-Gigant setzt bei seinem Ansatz für die verbesserte und interaktive Gestaltung von Benutzeroberflächen auf eine bestehende, «Windows Presentation Foundation» (WPF) genannte Technologie, die ihrerseits ein Bestandteil des .NET Frameworks 3.0 ist. Die bereits in Windows Vista integrierte und für Windows XP kostenlos herunterladbare Technologie ermöglicht es, ansprechende Benutzerelemente für Desktop-Applikationen zu gestalten. Mit seinem .NET-Ansatz (sprich: Dot Net), der eine vereinfachte Programmierung von Bedieneroberflächen verfolgt, hatte das Unternehmen bereits in der Vergangenheit eine Basis geschaffen, die verschiedene Betriebssystem-Funktionen zusammenfasst und für Programmierer zum Erstellen von Applikationen an einem zentralen Ort zur Verfügung stellt. Dabei ist für die Programmierung des .NET-Codes nicht zwingend ein Werkzeug von Microsoft erforderlich. So gibt es von Drittanbietern Entwicklungs-Suiten und gar ein laufendes Projekt, um ein .NET-Framework für die Macintosh-Umgebung zu erstellen.
Mit der Windows Presentation Foundation als Grundlage hat das Unternehmen unter der Bezeichnung WPF/E – das E steht hier für «Everywhere» – Ende letzten Jahres einen für Mitte 2007 angekündigten neuen Subset vorgestellt, der diese reichhaltigen Gestaltungs- und Programmiermöglichkeiten auch für Webapplikationen öffnet und dem Endanwender nach der Installation eines entsprechenden Plug-ins – erhältlich für die Browser Firefox, Safari, Explorer 6 und 7 – zugänglich macht. WPF und WPF/E bzw. «Silverlight», wie die Technologie seit der offiziellen Vorstellung anlässlich der Fachveranstaltung NAB (National Association of Broadcasters; weltgrösste Veranstaltung rund um elektronische Medien; www.nabshow.com) am 15. April 2007 nun neu offiziell bezeichnet wird, verwenden als Basis mit XAML eine weitere, richtungsweisende Entwicklung des Redmonter Unternehmens. XAML, eine deskriptive und damit beschreibende Markierungs- bzw. Programmiersprache, vereint die erweiterte Markierungssprache XML mit der Hypertext-Sprache HTML und arbeitet harmonisch mit den bekannten Webstandards XHTML, CSS, XML, ASP und Ajax zusammen. Sie bietet sowohl dem Designer wie auch dem Entwickler eine einheitliche Basis für das gemeinsame Gestalten von Benutzerschnittstellen. So lassen sich mit XAML Animationen, Gestaltungselemente und Programmteile gleichermassen beschreiben und einfacher entwickeln. Das Resultat ist einerseits eine grössere gestalterische Freiheit für den Webdesigner und andererseits eine solide Basis für den Programmierer, um die dazugehörige Logik zu entwickeln.
Besonders geeignet ist die Silverlight-Plattform auch für die Integration von Videoinhalten und Animationen auf Webseiten und damit auch eine Alternative zu Adobes Flash-Technologie.
Trennung von Programmierung und VisualisierungDurch WPF bzw. Silverlight und XAML sowie die damit einhergehende Trennung von «Presentation» (Visualisierung) bzw. Bedienerführung auf der einen Seite und der Programmierung bzw. den Daten auf der anderen Seite lassen sich, als eine weitere Stärke des Gesamtkonzepts, sehr einfach Daten- mit unterschiedlichen Präsentations-Layers verbinden. In einer solchen Entwicklungsumgebung können so etwa Datenquellen einer Messstation ausgewertet und grafisch dargestellt werden – basierend auf den gleichen Daten, kann für eine weitere Zielgruppe durch einfaches Verknüpfen mit einem weiteren Präsentations-Layer eine andere, vielleicht allgemeiner verständliche Auswertung erfolgen, die weniger Parameter bereithält und grafisch ganz anders aufgemacht ist (siehe Abbildungen Seite 22). Martin Oser, Business Development Manager bei Microsoft in Wallisellen, erklärt am Beispiel der New York Times, wie mittels einer auf einen Laptop heruntergeladenen Applikation sich die Texte und Bilder von Nachrichtenartikeln automatisch auf die Bildschirmgrösse ausrichten. Oder es erscheinen, je nach Voreinstellung, zum Beispiel nur die am meisten gelesenen Nachrichten. All dies funktioniert dynamisch in einer Applikation, wäre aber dank Silverlight nun auch in einem Browser realisierbar.
Neue WerkzeugeEntwicklerwerkzeuge, um mit diesen Technologien zu arbeiten, gibt es bereits, oder sie stehen in absehbarer Zukunft zur Verfügung. Die Tools von Microsoft sind unter dem Namen Expression Studio zusammengefasst. «Das Ziel dieser aus mehreren Programmen bestehenden Software-Suite ist», erklärt Oser, «dem Endanwender Lösungen zur Verfügung zu stellen, die sowohl intuitiver zu bedienen, als auch übersichtlicher und reichhaltiger gestaltet sind.» So können mit den entsprechenden Tools dieser neuen Gesamtlösung Animationen, Videoinhalte und Vektorgrafiken eingebunden oder erstellt werden. Im Weiteren lassen sich mit Expression Studio deutlich mehr Datenformate integrieren, als dies bisher möglich war. Die Visualisierung von Inhalten und auch von grafischen Elementen soll zudem flexibler werden.
Konkret ermöglicht die Einzelapplikation Expression Blend die Erzeugung der anwenderfreundlicheren, auf XAML basierenden Interfaces und Programme. Während Expression Blend die Entwicklung von Bedieneroberflächen beherrscht, fungiert Expression Web, das übrigens Microsoft Frontpage ersetzen wird, als grafischer WYSIWYG-Webeditor. Mit Expression Design lassen sich hochwertige, vektorbasierende Grafiken erstellen und als XAML-Code exportieren. Expression Media, vormals bekannt als unter Windows- und Mac-OS-Systemen laufende Applikation iView Media, ist schliesslich die dazu passende Asset-Management-Lösung. Diese Applikation erlaubt darüber hinaus, Videoinhalte zu optimieren und etwa für Live-Streaming automatisiert aufzubereiten. Gemeinsam mit den erwähnten Technologien werden damit in Zukunft wesentlich reichhaltigere, dynamischere und interaktivere Lösungen auf dem Web möglich.
«Microsoft hält mit Expression Studio neben den Technologien Silverlight und XAML die Werkzeuge bereit, um den Anforderungen nach immer aufwändigeren Effekten und Aufbereitungen von Inhalten gerecht zu werden», fasst Oser zusammen. Die Produkte Expression Web und Expression Media sind bereits verfügbar, Expression Blend und Expression Design sind für Mitte 2007 angekündigt und stehen derzeit als Beta-Versionen zum Testen unter www.microsoft.com/expression bereit. So stellt Microsoft insgesamt mit der Programmsammlung Expression Studio Webentwicklern und Webdesignern neben besseren Werkzeugen auch mit XAML und Silverlight gleich noch richtungsweisende Technologien zur Verfügung, die eine bessere Bedienerführung und einen verbesserten Umgang mit Content ermöglichen.   
GlossarAjax (Asynchronous JavaScript and XHTML): Besonders für die Entwicklung dynamischer Webauftritte geeignete Technologie.
ASP (Active Server Pages): Von Microsoft entwickelte Skriptsprache, die in Verbindung mit deren  Internet Information Services (IIS) ebenfalls die Erzeugung dynamischer Webseiten ermöglicht.
CSS (Cascading Style Sheets): Ähnlich, aber weitergehend wie Stilvorlagen im DTP, lässt sich mit CSS das Aussehen von Inhalten zentral verändern. Erforderlich ist eine entsprechend strukturierte XML- oder HTML-Datei.
XML (eXtensible Markup Language) – ein Subset der Markierungssprache SGML – ist eine der bedeutendsten Internetsprachen. XML ist zudem Basis für viele weitere Markierungssprachen wie RSS oder XHTML. (jf)
Jürgen Franck
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