Orange8 peppt die Websites der Uhrenindustrie auf

Sowohl der Bieler Uhrenhersteller Milleret als auch die Nidauer Uhrenmanufaktur Century lassen ihren Internetauftritt von Orange8 gestalten.

Sowohl der Bieler Uhrenhersteller Milleret als auch die Nidauer Uhrenmanufaktur Century lassen ihren Internetauftritt von Orange8 gestalten.Der Uhrenhersteller Milleret wendete sich an Orange8, um einen passenden Internetauftritt für seine neue Uhrenkollektion zu konzipieren. Orange8 zufolge setzt die Full-Flash-Website auf Emotionen. Dem informativen Aspekt habe man ebenfalls Rechnung getragen, wie es in einer Pressemitteilung heisst.
Ebenso wurde Orange8 beauftragt, den Internetauftritt von der Uhrenmanufaktur Century funktionaler zu gestalten, besonders in Hinsicht auf die Bedürfnisse der Presse. Die Firmenwebsite wurde auf der Basis eines CMS umgesetzt. Nebst einer gefühlvollen Präsentation der Uhren sei auch eine zweisprachige Gestaltung der Website vorgenommen worden, nämlich auf Englisch und auf Japanisch.
Seit 1998 bietet die in Biel angesiedelte Firma Orange8 ein Paket, das von der strategischen Positionierung über die visuelle Gestaltung bis zur technischen Umsetzung von Internet- und Mobile-Plattformen reicht.

Martin Ebner klagt gegen die Bilanz wegen Ehrverletzung

Martin Ebner und seine BZ Bank verklagen das Finanzblatt Bilanz. Gegen Chefredaktor René Lüchinger und den Jean Frey-Verlag werden Forderungen wegen Persönlichkeitsverletzung und unlauterem Wettbewerb von mehreren Hunderttausend Franken geltend gemacht.

 Martin Ebner und seine BZ Bank verklagen das Finanzblatt Bilanz. Gegen Chefredaktor René Lüchinger und den Jean Frey-Verlag werden Forderungen wegen Persönlichkeitsverletzung und unlauterem Wettbewerb von mehreren Hunderttausend Franken geltend gemacht.  
Gemäss SDA bestätigte der Verlag am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der Basler Zeitung. Im Rechtsbegehren, das der SDA vorliegt, fordert Ebner eine Genugtuung von 50’000 Franken sowie den durch die Veröffentlichung des Artikels erzielten Gewinn von mindestens 35’000 Franken. Die BZ Bank verlangt gar Schadenersatz in der Höhe von mindestens 250’000 Franken.
 
Lüchinger hatte Ebner im März für seine Haltung im Übernahmekampf um den Schweizer Rückversicherer Converium kritisiert. Die Worte des Anstosses sind im Editorial mit dem Titel «Auf frischer Tat» zu finden: Wieder sei Ebner auf «Firmenpirsch» und nehme «Schweizer Unternehmen ins Visier». Der Financier habe dem französischen Konkurrenten Scor seine 20-prozentige Beteiligung an Converium mit «einem Schulterzucken» verkauft und sich einzig von der eigenen «Gewinnmaximierung» leiten lassen. Die Kläger wollen nun Lüchinger und der Jean Frey unter Strafdrohung verbieten, diese Aussagen zu wiederholen.
 
Lüchinger und sein Verlag wiesen die Forderungen zurück. Mit der Klage wolle man eine weitere kritische Berichterstattung zum Converium-Übernahmekampf. Zudem versuche Ebner mit dem Unterlassungsbegehren, seine früheren Tätigkeiten aus der Berichterstattung zu eliminieren. Die Forderungen der Kläger seien «völlig überzogen». Zudem sei nicht ersichtlich, warum die BZ Bank als Klägerin auftrete. Sie werde in dem umstrittenen Bilanz-Editorial gar nicht erwähnt.

Stempel für Homosexuelle

Gütesiegel Schwule und lesbische Paare wollen im Urlaub Händchen halten, ohne dabei kritische Blicke oder feindselige Bemerkungen riskieren zu müssen.

Gütesiegel Schwule und lesbische Paare wollen im Urlaub Händchen halten, ohne dabei kritische Blicke oder feindselige Bemerkungen riskieren zu müssen. Die von JWT+H+F entwickelte Lösung gibt dem Adliswiler Reiseanbieter Pink Cloud ein Tool in die Hand, mit welchem er seine Kunden auf die passenden Angebote aufmerksam machen kann. Mit dem «Gay Approved»-Stempel werden die entsprechenden Reisen, Destinationen und andere Angebote gebrandet, die für Gays besonders geeignet sind. Neben Image-Anzeigen hat JWT+H+F auch ein physisches Stempel-Set realisiert. Dieses gibt Pink Cloud unter anderem die Möglichkeit, Angebote in Katalogen diverser Veranstalter als besonders Gay-freundlich zu kennzeichnen. Als weitere Anwendung wurden Kinodias für das Pink- Apple-Filmfestival produziert.

Ringier testet Mitmach-Web

Internet Youme.net nennt sich ein neues Schweizer Web-2.0-Projekt. Dahinter steckt der Ringier-Verlag.

Internet Youme.net nennt sich ein neues Schweizer Web-2.0-Projekt. Dahinter steckt der Ringier-Verlag.Videoclips, Blogs oder Online-Börsen ziehen die Internet-Gemeinde in ihren Bann. Immer mehr Startups setzen auf das Mitmach-Web mit der Ambition, kurz nach Lancierung an einen Giganten wie Google verkaufen zu können. Von diesem Hype möchte auch das Schweizer Startup Freeflow profitieren. Mit Youme.net lanciert das Unternehmen ein so genanntes Social Network, eine eigene Interpretation der bekannten US-Vorbilder MySpace und YouTube.Ringier unterstützt das Projekt mit einer Summe im sechsstelligen Bereich. Ziel des grössten Verlagshauses der Schweiz ist es, Erkenntnisse über das Online-Nutzungsverhalten der jungen Generation zu erhalten. Dass Ringier in ein Risikounternehmen Geld investiert, überrascht nicht, denn Innovationen im Online-Bereich liegen für dieses Jahr ausdrücklich auf der Strategielinie des Verlages. Verleger Michael Ringier erklärte im vergangenen Herbst, dass man die Digitalisierung stark vorantreiben werde und künftig von der «Lücke zwischen Internet-Nutzung und Internet-Werbegeschäft» profitieren wolle.
Laut Ringier decken heute 20 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihren Medienkonsum mit dem Internet, doch weniger als 5 Prozent des Werbegeschäfts kommen aus dem Web. Projekte wie Youme.net bieten sich deshalb an, da klassische Medien sich über kurz oder lang neu positionieren müssen. «Wir wollen lernen, mit User-zentrierten Plattformen umzugehen, und erhoffen uns auch Zugang zu neuen Zielgruppen», sagt dazu Andreas Waldis, Leiter neue Medien bei Ringier.
Die neue Online-Plattform Youme.net ist für die Schweiz derzeit wohl einzigartig. Das Projekt ist kein Klon bestehender Modelle. Wie bei den gängigen Angeboten im Internet können sich zwar die User mit allen möglichen Interaktionstools in Szene setzen. Doch Youme.net-Gründer Marcel Meier geht noch einen Schritt weiter. Er will mit den Usern zusammenarbeiten und zählt darauf, dass diese selber aktiv werden, sich zu gleichgesinnten Gemeinschaften verbinden und nicht als blosse Konsumenten im Netz vegetieren. Er unterhält ein derzeit sechsköpfiges Redaktionsteam, die meisten im Teenageralter. Dieses moderiert das Treiben auf der Plattform.
Crossmediale VermarktungYoume.net funktioniert über Themenanreize. Die Macher fordern Teilnehmende zum Beispiel auf, zu Themen aus den Bereichen Entertainment, Sport oder Beruf und Ausbildung selber verfasste Beiträge aufs Netz zu stellen. So lockt Youme.net zum Beispiel mit dem Aufruf «Bring die Schweiz zum Lachen» Leute auf die Plattform und sucht auf diesem Weg die besten Videos zum Thema Comedy in der Schweiz. Sind die Beiträge nach einigen Wochen verlinkt, kommentiert und von der Community bewertet, will Meier die besten Beiträge in die klassischen Medienkanäle bringen und die entsprechenden Inhalte crossmedial an verschiedene Medienpartner verkaufen. So rechnet er sich aus, dass beispielsweise Porträts von Teilnehmern in Zeitungen, Reportagen im Fernsehen und Events, wo etwa der beste Nachwuchs-Komiker gewählt würde, die Werbetreibenden interessieren dürften.
Meier will sein Projekt nicht als blosse Talentschmiede verstanden wissen, sondern sieht seine Plattform als Pool für Ideen und Storys. «Wir sind als Medienpartner an den Inhalten interessiert, die da entstehen», sagt dazu Andreas Waldis. Gründer Marcel Meier ist überzeugt, dass die Leute dank der Technologien in Handys und Notebooks mehr und mehr zu Produzenten ihrer eigenen Ideen werden.
Ein weiteres Novum der Plattform ist ihre Mobilität: Um nahe am Geschehen und beim anvisierten Publikum zu sein, ist das Team laufend mit einem Glascontainer unterwegs. Derzeit steht das Ding auf dem Gelände des Museums für Gestaltung in Zürich. Alle sechs Wochen soll es seinen Standort dorthin wechseln, wo gerade die Geschichten passieren, welche die User produzieren. Denn sticht ein Teilnehmer mit seinem Beitrag aus der grauen Masse, so nimmt dies das Redaktionsteam mit einer Reportage oder mit einem Porträt weiter auf und sucht die Verbreitung in den Medien. Wer etwas zu sagen hat, bekommt also die Chance, «berühmt» zu werden. Meier hat die Net-Generation im Fokus, jene Zielgruppe Technologie-affiner Leute, die heute spielend mit Handys Filme produzieren, sich in Blogs unterhalten und keine Informationshierarchien mehr kennen. In der Regel sind es Leute zwischen 18 und 29 Jahren.
Netzwerk steht bereitsMeier und sein Team kümmern sich auch um Medienpartnerschaften und Kampagnen und können bereits auf ein grosses Netzwerk von Bürgerjournalisten zurückgreifen, das sich über die ganze Schweiz erstreckt. Laut Meier könne sein Projekt bereits vor dem Start auf 40 bis 50 so genannte Heavy-User zählen, die Inhalte produzierten. Im ersten halben Jahr will das ehrgeizige Experiment 25000 aktive User an die Plattform binden.
Dem Unternehmen erwächst aber auch Kritik. Nicolas Berg, Journalist und Firmengründer, unterstützt als Investor Jungunternehmer im Bereich Internet. Er steht dem Youme-Projekt eher kritisch gegenüber. Berg spricht vom ausufernden Angebot von Party- und Dating-Plattformen. Solche Websites entsprächen viel eher dem Hauptinteresse der jungen Zielgruppe. «Die Plattform muss sich, um an User zu kommen, thematisch von anderen Plattformen klar abgrenzen.»
Christian Lüscher

Aus für Woman

Der Deutsche Verlag Gruner + Jahr (G+J) stellt die 14-tägliche Frauenzeitschrift Woman nach viereinhalb Jahren ein. Zu gross waren die Verluste, zu schlecht die Zukunftschancen.

 Der Deutsche Verlag Gruner + Jahr (G+J) stellt die 14-tägliche Frauenzeitschrift Woman nach viereinhalb Jahren ein. Zu gross waren die Verluste, zu schlecht die Zukunftschancen.  
G+J hatte den Titel mit grossen Hoffnungen lanciert und viereinhalb Jahre um deren Überleben gekämpft. Nach Einschätzung des deutschen Branchendienstes Kress Express ist die lange Versuchszeit darauf zurückzuführen, dass Woman eines der ersten grossen Projekte war, die unter der Ägide von Bernd Kundrun als Vorstandschef gestartet war. Im 1. Quartal dieses Jahres hat Woman 271’615 Exemplare verkauft, fast 11 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Heftpreis wurde immer mal wieder leicht angehoben oder gesenkt, am Heft wurde gezupft und gerupft, am Personal wurde gespart. Alles half nichts, Woman kam nicht vom Fleck und die aktuelle Nummer ist die letzte.

Vergangenheitsbewältigung

Prävention Was Sie schon immer über die Vergangenheit wissen sollten –beziehungsweise über Sex wissen wollten, thematisiert die neue Kampagne von Euro RSCG für das Bundesamt für Gesundheit und Aids-Hilfe Schweiz.

Prävention Was Sie schon immer über die Vergangenheit wissen sollten –beziehungsweise über Sex wissen wollten, thematisiert die neue Kampagne von Euro RSCG für das Bundesamt für Gesundheit und Aids-Hilfe Schweiz. Erstmals ist auch ein Sujet mit homosexueller Liebe in die Dachkampagne mit integriert worden. Kernpunkt der Aufklärungsaktion ist ein Test im Internet, der abklären soll, wo und warum ein Aids-Test sinnvoll ist. Aufgefallen ist uns die Kampagne, weil sie in der Redaktion der Werbewoche bereits leidenschaftliche Kontroversen zum Stil ausgelöst hat. Was als Vorspiel zum Akt ihrer Penetration der öffentlichen Meinung natürlich auch der Sinn einer solchen Kampagne sein muss.

Gegen Einheitspläne des UVEK

Regionalfernsehen Die Oberwalliser wollen ein eigenes Regional-TV und haben es schon gegründet. Die Freiburger hegen ähnliche Wünsche, sind aber weniger forsch.

Regionalfernsehen Die Oberwalliser wollen ein eigenes Regional-TV und haben es schon gegründet. Die Freiburger hegen ähnliche Wünsche, sind aber weniger forsch.Dass das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) eine zweite Vernehmlassung für die TV-Verbreitungsgebiete in der Nordostschweiz macht, löst auch andernorts den Wunsch nach einer zweiten Anhörung aus, so etwa im Oberwallis und in Freiburg. Die Ausgangslagen sind aber verschieden: Für das zweisprachige Wallis hat das UVEK ein einziges TV-Programm vorgesehen. Den Kanton Freiburg hat es dagegen aufgeteilt: Der deutschsprachige Teil gehört laut UVEK zum Gebiet Bern, der französischsprachige zum Waadtland, die Kantonshauptstadt Freiburg würde damit doppelt versorgt.In beiden Regionen gab es Widerstand. Das Oberwallis verlangte sozusagen geschlossen ein eigenes, deutschsprachiges Fernsehen. Um diese Forderung zu unterstreichen, wurde Ende März die Tele Oberwallis AG gegründet (siehe Interview), an welcher der Oberwalliser Kabelnetzbetreiber Valaiscom, Lokalradio Rottu, die Verlage der Tageszeitung Walliser Bote und des Wochenblattes Rohnezeitung sowie der Verein Fernfachhochschule Schweiz zu je 20 Prozent beteiligt sind. Letzterer betreibt bereits den Videokanal VS2.
Bei Canal 9 in Sierre bedauert man den Alleingang der Oberwalliser. Man habe die Kooperation gesucht, doch sei eine solche von den Oberwallisern abgelehnt worden, sagt Direktorin Aline Nicol. Canal 9 verfolge den Einheitsvorschlag des UVEK dennoch weiter, sagte sie, notfalls auch in Konkurrenz zu Tele Oberwallis. Wie sie das Oberwallis abzudecken gedenkt, liess Nicol allerdings noch offen.
Edipresse sagt non In den Kantonen Waadt und Freiburg geht es dagegen nicht um ein Sprachproblem, sondern um die Frage, ob ein Fernsehen für die ohnehin zersplitterte Waadt auch die konfessionell und politisch anders gelagerten französischsprachigen Einwohner von Fribourg mitversorgen kann. Insbesondere der Verlag Edipresse, der seit zwei Jahren fünf lokale Waadtländer Sender zu Vaud-TV zu vereinen sucht, sprach sich gegen ein kantonsübergreifendes TV aus. «Ein solches wäre zu teuer», meint Christophe Rasch, Leiter TV bei Edipresse. Sollte das UVEK dennoch am ursprünglichen Plan festhalten, «müssten wir nochmals bei Null anfangen», meint er. Eine weitere Konsultation wünscht er sich nicht. «Das UVEK hat bereits alle Fakten auf dem Tisch», sagt Rasch.
Albert Noth, Mitglied der Stiftungs- und Verwaltungsräte von Radio Fribourg, Freiburger Nachrichten und La Liberté, wäre dagegen über eine zweite Anhörung froh. Aus der Sicht der Fribourgeois sei zwar eine Anbindung an die Waadt möglich, doch verstehe man das Nein von Edipresse. Er habe seine Fühler auch schon nach Neuenburg ausgestreckt, doch wäre ein gemeinsames TV ähnlich schwierig zu realisieren. «Darum ziehen wir ein eigenes, französischsprachiges Verbreitungsgebiet vor, vielleicht mit dem Bezirk Broye», sagt Noth. Derzeit kläre man das wirtschaftliche Potenzial ab. Doch so viel steht schon fest: Ein Fribourg-Fernsehen ohne Konzession hält Noth derzeit für nicht machbar, ebenso wenig einen zweisprachigen Sender.
Markus Knöpfli

Massiv mehr Sponsoring-Einnahmen

TV-Vermarktung Publisuisse liefert ihrer Muttergesellschaft SRG erheblich mehr Sponsoring-Gelder ab als im Vorjahr.

TV-Vermarktung Publisuisse liefert ihrer Muttergesellschaft SRG erheblich mehr Sponsoring-Gelder ab als im Vorjahr.Vom Gesamtumsatz von 336,5 Millionen Franken, den die SRG-Vermarkterin Publisuisse 2006 erwirtschaftete, liefert sie der SRG 284,8 Millionen Franken ab, 12 Millionen Franken mehr als im Jahr zuvor. Das geht aus dem Publisuisse-Geschäftsbericht 2006 hervor. Dabei bleibt aber der Betrag, den die SRG aus der TV-Werbung erhält, mit 268 Millionen Franken fast gleich gross wie im Jahr zuvor (2005: 266,2 Mio.). Die Publisuisse kann ihrer Muttergesellschaft jedoch deutlich mehr Sponsoring-Gelder überweisen: Waren es 2005 noch 6,6 Millionen Franken, so sind es diesmal 16,8 Millionen, eine Zunahme um 254 Prozent. Möglich wurde dies primär durch eine Portfolio-Erweiterung: Publisuisse ist seit letztem Jahr neu auch für das Sponsoring des Westschweizer Fernsehens TSR zuständig, was ihr allein 8 Millionen Mehrumsatz brachte. Ob dies mehr ist, als was TSR noch 2005 in Eigenregie erwirtschaftete, geht aus den Zahlen nicht hervor. Hingegen konnte die Publisuisse den Umsatz beim Radiosponsoring aller vier SRG-Senderketten steigern, und zwar um 8 Prozent auf 8,1 Millionen Franken. Beim Tessiner Fernsehen TSI betrug der Umsatzzuwachs 11 Prozent, der Totalertrag beläuft sich auf eine Million Franken.
Grosse Umsatzsprünge verzeichnet die Publisuisse nicht nur bei der SRG-Vermarktung, sondern auch bei jener des Tele News Combi (TNC), der Werbekombination von acht Deutschschweizer Privat-TVs. Frankenbeträge sind den Publisuisse-Jahresberichten zwar nicht zu entnehmen, doch so viel geht daraus hervor: Seit 2003, als das TNC erstmals im Publisuisse-Online-Buchungstool Publiplan aufgeschaltet wurde, hat das Kombi seinen Umsatz mehr als verdreifacht. 2004 stieg er um 130 Prozent, 2005 um weitere 40 Prozent und letztes Jahr erneut um 10 Prozent. Mittlerweile dürfte er bei mindestens 12 Millionen Franken liegen. Zwar geht nicht alles auf die Kappe von Publisuisse, denn auch die PubliGroupe-Tochter Radiotele vermarktet das Kombi mit. Doch die Zuwachsraten zeigen, wie viel nur schon das Publisuisse-Tool ausmacht – und weshalb nun auch das Tele Romandie Combi und der Swiss Radio Pool die SRG-Tochter als alleinige Vermarkterin wählten.
 
Markus Knöpfli

Swisscom bringt Schulen gratis ans Internet

Die Berner Kreativen von Contexta haben die Kampagne «Miteinander verbunden» für die Swisscom ins Leben gerufen. Mit ihrer neuen Kommunikationsstrategie möchte die Swisscom ihre Verbundenheit mit der Schweiz und deren Bevölkerung zeigen.

Die Berner Kreativen von Contexta haben die Kampagne «Miteinander verbunden» für die Swisscom ins Leben gerufen. Mit ihrer neuen Kommunikationsstrategie möchte die Swisscom ihre Verbundenheit mit der Schweiz und deren Bevölkerung zeigen.Die Swisscom zeigt sich momentan von ihrer Schoggi-Seite. Nebst seiner Tätigkeit als Sponsor von Swiss Ski und  dem Schweizerischen Fussballverband schenkt der Telekommunikationsriese 5’000 Schulen im Land kostenlosen Internetanschluss. Für ebendiese «Schulen ans Internet» Initiative werden beispielsweise Ritter, Giraffen oder Astronauten ins Schulfeld inszeniert, symbolisch für die Wissensgebiete, die Schüler dank dem Internet aus der Schulstube heraus entdecken können. Für die Entwicklung und die Umsetzung der Kampagne zeichnete die  Berner Werbeagentur Contexta verantwortlich.

More sports, please!

Prävention Jung von Matt/Limmat will die Schweizer Bevölkerung mit witzigen Sujets auf Trab bringen.

Prävention Jung von Matt/Limmat will die Schweizer Bevölkerung mit witzigen Sujets auf Trab bringen.Die nationale Bevölkerungskampagne von Gesundheitsförderung Schweiz zu gesundem Körpergewicht geht in die zweite Phase. Mountainbikes, Inline-Skates und Laufschuhe brauchen Auslauf. Je öfter, desto besser. Lässt man sie im Keller stehen, kommen sie buchstäblich aus der Form. Drei neue Sujets sind für die Mobilisierungsphase der vier Jahre dauernden Kampagne realisiert  worden. Mit ihnen hat Jung von Matt/Limmat die visuelle Umsetzung der Problematik weiterentwickelt, ohne dabei die Grundidee zu verändern: Nach wie vor werden die Folgen von einem unausgeglichenen Verhältnis der Energieaufnahme durch Nahrung und Energieumsetzung durch Bewegung dramatisiert.
Nach der Sensibilisierungsphase zu Beginn des Jahres befindet sich die Kampagne nun in der Mobilisierungsphase. Jetzt gilt es auf breiter Front etwas gegen die zu vielen Pfunde zu tun. Mit verschiedenen Partnern werden Angebote realisiert, die den Menschen helfen, aktiv zu werden. Zentral sind dabei die erfolgreichen Slow-up-Veranstaltungen sowie verschiedene Walking-Events, die bereits erfolgreich in der ganzen Schweiz stattfinden. Weitere Infos und Aktivitäten sind auf www.gesundheitsfoerderung.ch kommuniziert.   
Andreas Panzeri

Verführerische Anzeige für Boutique Sensuelle

Erotik Boutique Sensuelle heisst Erotik-Shopping für Frauen – auf die gepflegte Art. In der kleinen Boutique finden sich Spielsachen für das Liebesleben mit sich allein oder zu zweit.

Erotik Boutique Sensuelle heisst Erotik-Shopping für Frauen – auf die gepflegte Art. In der kleinen Boutique finden sich Spielsachen für das Liebesleben mit sich allein oder zu zweit. Zur Steigerung des Bekanntheitsgrades der Boutique Sensuelle an der Kasernenstrasse in Zürich hat sich McCann-Erickson diese verführerische Anzeige ausgedacht.

Net-Metrix AG gegründet

Internetforschung Ein Jahr Verzögerung –jetzt kann die neue Internetforschung Net-Metrix starten.

Internetforschung Ein Jahr Verzögerung –jetzt kann die neue Internetforschung Net-Metrix starten.Am 16. April haben SRG, Wemf und der ICT-Verband Simsa (Swiss Interactive Media and Software Association) die Net-Metrix AG, die angekündigte gemeinsame Firma für die Internetforschung, gegründet. Ihr Sitz ist in Zürich, im Gebäude der Wemf. Die SRG ist zu 50, die Wemf zu 40 und die Simsa zu 10 Prozent beteiligt. Dies habe mit den höheren Anfangsinvestitionen zu tun, welche die SRG für die neue Internetforschung aufbringt, heisst es übereinstimmend bei Wemf und SRG. Doch spätestens in drei Jahren sollen die Anteile von SRG und Wemf auf je 45 Prozent ausgeglichen werden, ergänzt Wemf-Geschäftsführer Marco Bernasconi. Mehr noch: Manuel Dähler, Direktor von Mediapulse (Ex-SRG-Forschungsdienst), tönte an, dass die SRG dereinst ihren Anteil an die noch zu gründende Forschungsstiftung abtreten könnte.Interessant ist, dass nun doch die Simsa als Vertreterin der Internet Community mit im Net-Metrix-Boot sitzt. Sie hatte sich vor einem Jahr als dritter Partner gemeldet, nachdem die Website-Betreiber dem Forscherduo SRG/ Verleger (Wemf) zu starke Vorbehalte entgegengebracht hatten. Doch SRG und Wemf sahen die Website-Betreiber damals in der Simsa zu wenig repräsentiert. Dieser Vorbehalt ist verschwunden, weil die Simsa von den Site-Betreibern selbst durchaus als Vertreterin akzeptiert sei, sagt Dähler heute.
Die Simsa ist mit Marc Werner von Swisscom Fixnet im Net-Metrix-Verwaltungsrat vertreten, die Wemf delegiert Marco Bernasconi und Wemf-Verwaltungsrat Polo Stäheli, die SRG-Vertreter heissen Walter Rüegg, Direktor von Radio DRS, und Manuel Dähler. Dähler und Bernasconi bilden zusammen auch die Geschäftsleitung von Net-Metrix.
Die Firma wird vier Produkte anbieten: Net-Metrix-Audit (bisher Net Audit der Wemf) und die neue Onsite-Befragung Net-Metrix-Profile, die demnächst zum ersten Mal veröffentlicht wird und dann Online-Reichweiten ermöglicht. Weiter wird derzeit das Internetpanel Net-Metrix-Tracking aufgebaut, das erste Daten im dritten Quartal 2007 liefert. Und schliesslich gibt es noch die Grundlagenstudie Net-Metrix-Base (bisher Net Base der Publica Data). Verantwortlich für die Studien sind weiterhin Mirco Marrone und Christine Diemand (beide Ex-Wemf) sowie Markus Jufer (Ex-SRG-Forschungsdienst/Media-pulse).
Markus Knöpfli

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