Knospe bringt den Geschmack zurück

Bio Der Schweizer Biomarkt ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Und die Prognosen für eine weitere Umsatzsteigerung sind rosig.

Bio Der Schweizer Biomarkt ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Und die Prognosen für eine weitere Umsatzsteigerung sind rosig. Einen Wachstumsschub beim Konsum von Bioprodukten könnte die neue, von Spillmann Felser Leo Burnett entwickelte Werbekampagne von Bio Suisse auslösen – weil sie einen Vorteil der Bioprodukte anspricht, welcher in der Biokommunikation bis jetzt nicht beachtet wurde: den Geschmack. Knospe-Produkte sind nicht nur gesund und im Gleichgewicht mit der Natur hergestellt, sie haben auch mehr Geschmack als andere Lebensmittel. Eine Eigenschaft, die gerade in der heutigen Zeit ein Pluspunkt ist, weil immer mehr Lebensmittel zwar perfekt aussehen, aber nicht so schmecken. Darum lautet der Claim der neuen Kampagne: «Bio Knospe. Bringt den Geschmack zurück.» Den Auftakt für die Kampagne machen Inserate, welche uns das Problem mit der Geschmacksenttäuschung unter die Nase reiben.

Schliff für alte Marken 

Alexander Haldemann und Bruno Schmidt wollen mit MetaDesign in der Schweizer Markenlandschaft Akzente setzen.

Alexander Haldemann und Bruno Schmidt wollen mit MetaDesign in der Schweizer Markenlandschaft Akzente setzen. 
Swiss Life, Raiffeisen, Ascom, Bucher Industries, Rieter: Die Agentur hat in den letzten Jahren mit der Gestaltung von Markenauftritten mehrmals für Aufsehen gesorgt. Dabei verantwortet MetaDesign das Rebranding von A bis Z – von der Definition der Markenstrategie bis hin zur visuellen Umsetzung. An derartigen Grossprojekten arbeitet die Agentur über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren. Auch einzelne Kommunikationsmittel werden im MetaHaus umgesetzt: In diesem Jahr wurden bereits sechs Geschäftsberichte, der Internetauftritt für die ZKB oder ganz aktuell das Magazin bossi, die neue Kulinarik-Welt von Betty Bossi, gestaltet. Wer steckt hinter dieser erfolgreichen Agentur?Das Zürcher Büro des internationalen Netzwerks für Branding und Corporate Identity ist im Jahre 2000 gegründet worden. Geschäftsführer und Inhaber sind der Deutsche Bruno Schmidt und der Schweizer Alexander Haldemann.
Haldemann hat in St. Gallen internationales Management studiert. Seine Faszination galt schon damals den Medien und Marken. Für seine Dissertation suchte er bewusst ein Thema, das sich «rund um einen Bruch» abspielte. In einer solchen Entwicklung, bei der etwas völlig Neues passiert, steckte damals das Internet. Was machen die klassischen Tageszeitungen in dieser Situation? Was löst das in den Verlagen für strategische Veränderungen aus?
Da Haldemann im Tessin mit dem späteren Internetpionier Bruno Giussani aufwuchs, ergab sich dank dieser freundschaftlichen Beziehung die Chance, dass der junge Forscher seine Untersuchungen in den USA bei führenden Zeitungen wie New York Times und Wallstreet Journal durchführen konnte. Die Erkenntnisse hat er mit Verlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz verglichen. Die auch heute noch interessante Dissertation öffnete ihm ein weiteres Tor nach Asien. Beim Lifestyle- und Fachverlag First Asia Publishing in Singapur wurde Haldemann Projektleiter für den geplanten Einstieg ins Internetgeschäft.
Als der Verlag 1999 an China.com verkauft wurde, kehrte der Auswanderer über Australien in die Schweiz zurück. In Zürich wechselte Haldemann auf die Agenturseite zu Digivision, die in der damaligen Zeit des Internethypes ziemlich Furore machte und auch Büros in Mailand und Lugano betreute. Konkretere Chancen sah Haldemann dann 2001 bei der Agentur MetaDesign in Zürich, die kurz vorher von Bruno Schmidt eröffnet worden war.
Schmidt, der seine Biografie lächelnd als ein «bewegtes Leben» schildert, hat nach der Matura eine Ausbildung als Werbekaufmann bei der damals führenden Schweizer Werbeagentur Gisler & Gisler in Düsseldorf absolviert. Er arbeitete drei Jahre als Juniorberater und wollte dann aussteigen, «um etwas gesellschaftlich Vernünftiges zu tun». Er studierte Germanistik, Romanistik und Geografie in Berlin und arbeitete fünf Jahre als Lehrer. Ein weiterer spannender Wechsel brachte ihn zum grössten deutschen Schulbuchverlag Cornelsen, wo sich der Kreis zur Werbung schloss: Bruno Schmidt war die letzten drei Jahre Werbeleiter und hat in dieser Verantwortung auch ein grosses Projekt mit MetaDesign realisiert. Weil ihn die Firma überzeugte, wechselte der Kunde 1992 zur Agentur.
In Berlin wurde Bruno Schmidt bei MetaDesign Projektleiter für Kunden wie Audi und die Berliner Verkehrsbetriebe, später Mitglied der Geschäftsleitung, bevor er die Herausforderung annahm, in Zürich eine Dependance zu eröffnen.
MetaDesign war 1990 in Berlin gegründet worden. 1992 folgte eine Niederlassung in San Francisco, wo man im Silicon Valley Kunden wie Hewlett Packard betreute. Ein weiterer wichtiger Auftraggeber wurde 1994 Audi. MetaDesign ist heute noch Leadagentur für den Markenauftritt dieses Automobilherstellers. MetaDesign beschäftigt rund 250 Mitarbeitende, davon 30 im Zürcher Seefeld. Eine vierte Niederlassung ist soeben in Dubai eröffnet worden.
Nach Zürich ist MetaDesign gekommen, weil man die neu gewonnenen Kunden Bluewin und Novartis direkt vor Ort betreuen wollte. Die Swisscom-Tochter sollte damals an die Börse gebracht werden. «Da war Dampf drin im Topf», erinnert sich Schmidt an diese wilden Zeiten der Dotcom-Blase. Das schwierige Marktumfeld war für MetaDesign nicht immer ganz einfach. Eine viel gelobte Arbeit für die Internationalen Musikfestwochen Luzern, aus denen die Markenspezialisten kurz und prägnant das Lucerne Festival machten, weckte aber auch das Interesse der Rentenanstalt.
Mit «Rente» assoziierte man damals «Rentenklau». Und «in einer Anstalt will heute niemand mehr arbeiten», fasst Haldemann die Strategie zusammen, mit der aus dem traditionsreichen Versicherer das Unternehmen Swiss Life wurde. Die völlig neue und positive Positionierung einer Marke brachte für MetaDesign Zürich den entscheidenden Durchbruch. Ähnlich revolutionär fiel vor einem Jahr das Redesign von Raiffeisen aus. Wobei «revolutionär» nur punkto Erfolg, nicht aber in Bezug auf die Arbeit stimmt.
Schmidt und Haldemann sehen ihr Vorgehen beim Neugestalten einer Marke vielmehr als «evolutionär». Raiffeisen als drittgrösste Bank der Schweiz kam vom Land immer mehr in die Stadt und zu den modernen Privat- und Geschäftskunden. Diese neue Strategie liess die Bienenwaben und Ähren im Logo alt aussehen. Der einzigartige Name wurde in einen roten Schriftzug verwandelt und der gesamte Markenauftritt einen grossen Schritt nach vorne gebracht. Wie bei allen Arbeiten wollte MetaDesign damit «nicht einfach verhübschen». Für Schmidt und Haldemann gehört es zum Konzept, dass sie jeweils auf höchster Geschäftsleitungsebene in den ganzen Strategieprozess mit eingebunden werden. «Wir sind eine Art Herzchirurgen beim Operieren an einer Marke», umschreibt Haldemann die Idee. Schmidt meint, dass man vielleicht auch «Geburtshelfer» sagen könnte. MetaDesign stülpt keinen neuen Auftritt über eine Marke, sondern bringt das raus, «was das Unternehmen im Innersten zusammenhält und ausmacht».
Damit ist erklärt, was MetaDesign von einer Werbeagentur unterscheidet. «Wir machen keine einzelnen Kampagnen, sondern definieren den ganzheitlichen Auftritt.» MetaDesign stellt alles bereit, damit die Werbeagentur aktiv werden kann. »Die kriegen von uns einen Werkzeugkasten, aus dem sie sich bedienen können», meint Schmidt.
Sowohl Alexander Haldemann – der in St. Gallen und Salzburg auch noch als Dozent wirkt – wie Bruno Schmidt macht es an ihrer Arbeit besonders Spass, dass ihre Agentur häufig zum Zuge kommt, wenn bei einer Marke «ein enormer Wandel angesagt ist». In solchen Situationen muss ein Management überzeugt werden, dass die Zeit gekommen ist, um in die Marke zu investieren. Das Vertrauen in die Mitarbeitenden muss wieder hergestellt werden. Schliesslich geht es darum, für eine Marke die richtige Rolle im Markt zu finden. Wenn das «Spuren hinterlässt», ist es «ein ganz tolles Gefühl», sagt Haldemann. Und Schmidt weiss es zu schätzen, dass er mit seiner Arbeit «ganz tief in die verschiedensten Unternehmen hineinschauen kann».
Andreas Panzeri

Die wilden Jahre sind zurück

Magazine Studio 54, das letzte Elvis-Exklusiv-Interview, Jean Paul Belmondo oder die Formel-1-Könige von 1977: Das Rockstar Magazine scheute keinen Aufwand und veröffentlich ein 52-seitiges Rock-Mag aus der Sicht von damals.

Magazine Studio 54, das letzte Elvis-Exklusiv-Interview, Jean Paul Belmondo oder die Formel-1-Könige von 1977: Das Rockstar Magazine scheute keinen Aufwand und veröffentlich ein 52-seitiges Rock-Mag aus der Sicht von damals. Nicht nur inhaltlich, sondern auch im Layout lässt das Heft Nr. 352 das Jahr 1977 wieder aufleben. Das Magazin erscheint im Zürcher Verlag RockStar Magazine und ist am Kiosk erhältlich.

Der Mann mit der Fliege macht eine Fliege

Nach 20 Jahren als Verwaltungsratspräsident des Zürcher Medienhauses Tamedia ist Hans Heinrich Coninx an der Generalversammlung vom Donnerstag zurückgetreten. Er macht seinem Neffen Pietro Supino Platz, der das VR-Präsidium übernimmt.

 Nach 20 Jahren als Verwaltungsratspräsident des Zürcher Medienhauses Tamedia ist Hans Heinrich Coninx an der Generalversammlung vom Donnerstag zurückgetreten. Er macht seinem Neffen Pietro Supino Platz, der das VR-Präsidium übernimmt. Der Neugewählte ist seit 1991 im Verwaltungsrat der Tamedia, seit 2002 im Amt des Vizepräsidenten. Mit seiner Wahl bleibt also die Spitzenposition in den Händen der Familie Coninx, die das Unternehmen seit 114 Jahren führt. Drei Familienzweige halten 76 Prozent der Aktien. Der 41-jährige Supino ist schweizerisch-italienischer Doppelbürger und studierte Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.
 
Der abtretende 62-jährige Coninx hat die Tamedia durch zwei Jahrzehnte bewegter Schweizer Mediengeschichte geleitet. Unter seiner Ägide wurde aus einem Verlag ein Mulitmedia-Haus. Dazu gehören unter anderem ein Radio und ein Fernsehen. Titel wie die SonntagsZeitung oder Facts wurden lanciert, wie die SDA in einer Meldung resümiert. Auch den Einstieg in den Pendlerzeitungsmarkt vollzog die Tamedia unter dem Fliegenträger mit der Herausgabe von 20 Minuten. Die direkte Konkurrentin NZZ würdigte Coninx als zurückhaltenden Unternehmensführers und Meister des Understatement, dessen Art «lautes Auftreten und Selbstdarstellung, wie sie in der Medienbranche häufig zu beobachten seien, widersprächen.»

Clear Channel: Alles unklar

Medien Am 8. Mai soll sich entscheiden, ob Clear Channel verkauft und damit wohl ganz aufgeteilt wird.

Medien Am 8. Mai soll sich entscheiden, ob Clear Channel verkauft und damit wohl ganz aufgeteilt wird.Der 8. Mai 2007 könnte Umwälzungen im Aussenwerbemarkt beschleunigen – weltweit und in der Schweiz. Die Aktionäre des texanischen Medienkonzerns Clear Channel Communications (CCC) werden dann voraussichtlich entscheiden, ob sie ihre Aktien an die beiden Beteiligungsfirmen Bain Capital Partners, LLC und Thomas H. Lee Partners, L.P. verkaufen wollen. Der Ausgang ist ungewiss. Die Versammlung musste schon zweimal kurzfristig verschoben werden, unter anderem, weil die Aktionäre statt der vom Verwaltungsrat ausgehandelten 26,7 Milliarden US-Dollar eine Milliarde mehr verlangen.Unabhängig vom Ausgang des Aktionärsmeetings gehen Branchenkenner davon aus, dass CCC, welches Radio, TV und Aussenwerbung im Portfolio hat, früher oder später völlig aufgeteilt wird. Dieser Prozess ist bereits in vollem Gang, hat doch der Konzern kürzlich angekündigt, dass er seine Beteiligungen an 448 Radiosendern und 56 TV-Stationen abstossen werde. Dies scheint auch ganz im Interesse der beiden Beteiligungsfirmen zu liegen.
Bisher blieb nur Aussenwerbetochter Clear Channel Outdoor (CCO) von der Zerstückelung verschont. CCO ist der weltgrösste Player im Plakatbereich, der ausser in den USA in 30 weiteren Ländern präsent ist – mit CCO Plakanda auch in der Schweiz (Marktanteil Schweiz: etwa 25 Prozent). In der Branche rechnet man ebenfalls mit einer Aufteilung, indem etwa CCO-Ländergesellschaften mit kleinen Marktanteilen verkauft werden. Ein Verkauf von CCC an die Beteiligungsfirmen würde dies eher beschleunigen. Player wie der französische Plakatanbieter JCDecaux, der deutsche Ströer oder der Schweizer Marktleader Affichage stehen bereits Gewehr bei Fuss und hoffen da und dort auf Zukaufsmöglichkeiten. Auch die PubliGroupe mit ihrer Crossmedia-Strategie scheint interessiert zu sein, das Medium Plakat wieder in ihr Portfolio aufzunehmen.   
Markus Knöpfli

Am siebten Tag sollst Du lesen

Kolumne Regionale Medienunternehmen entdecken mehr und mehr den Sonntagsmarkt. Das hat Folgen.

Kolumne Regionale Medienunternehmen entdecken mehr und mehr den Sonntagsmarkt. Das hat Folgen. Die sieben mageren Jahre der Medienwirtschaft sind offenbar vorbei. In den Verlagen steht deshalb nicht mehr Sparen im Vordergrund. Der Konjunkturaufschwung verlockt zu Investitionen in Projekte. Besonders im Blickfeld  der Medienmanager steht die Herausgabe von Sonntagszeitungen oder siebten Ausgaben der Tageszeitung. Damit wird ein bis anhin von den sprachregionalen Angeboten SonntagsBlick, SonntagsZeitung und NZZ am Sonntag beherrschter Markt neu aufgemischt. Der Sonntagsmarkt soll regionalisiert werden.Einiges spricht für die Zeitung am Sonntag. Lesen erfordert Ruhe und Aufmerksamkeit. Im hektischen Arbeitsalltag ist es nicht einfach, die Konzentration für einen Artikel aufzubringen. Schlagzeilen in Pendlerzeitungen, Nachrichtendienste im Internet sind oft das Einzige, was sich medienmässig am Werktag verdauen lässt. Die Arbeit am Bildschirm ermüdet zudem die Augen. Am Abend entspannt das Fernsehen, oder ein Podcast erspart den Aufwand des Lesens.
Der Sonntag ist jedoch für die meisten noch die freie Zeit. Die Zeitung auf dem Frühstückstisch kann ohne das permanente Schielen auf die Uhr gelesen werden. Die Zeit ist ideal für Sport, das schöne Leben und Kultur. Das unter der Woche hart erarbeitete Geld wartet darauf, unter die Leute gebracht zu werden. Die Financial Times hat seit langem mit angelsächsischer Offenheit ihre Lifestyle-Sektion am Wochenende «How to spend it» genannt. Entspannung und Genuss am Wochenende machen offen für Neues und Feines. Für die Werbenden ist der Zeitpunkt deshalb ideal, um die Lust auf kleinere und grössere Anschaffungen zu wecken.
Die PR-Branche hat den Sonntag schon lange für sich entdeckt. Ob ein neues Projekt bekannt gemacht oder ein Konkurrent geschwächt werden soll – ein Anruf auf eine Redaktion der freien Wahl genügt. Ein Primeur ist immer willkommen. Für die kritische Analyse des Tipps bleibt wenig Zeit. Die Schlagzeile ist damit meist sicher. Agenturen und elektronische Medien nehmen das Thema gerne auf, um die Nachrichtenflaute am Wochenende zu überbrücken.
Journalistische Federn können sich jedoch auch ohne Zuflüsterer am Sonntag einer aufmerksamen Leserschaft gewiss sein. Am Wochenende ist die Bereitschaft gross, Analysen und Hintergrundberichte zu lesen. Nach der Aufgeregtheit der Woche bieten die redaktionellen Leistungen der Gewichtung und Vertiefung einen idealen Rahmen, um für sich zu entscheiden, woran man sich länger erinnern will. Auch im Newsbereich bieten die Sonntagsblätter den Journalistinnen und Journalisten eine ideale Plattform: Vieles, was unter der Woche wenig Beachtung findet und kaum eine Meldung wert ist, schafft es am Sonntag auf die Titelseite.
In den regionalen Medienhäusern muss trotz der vielen Argumente für Sonntagsblätter hart gerechnet werden. Zwar schaffen neue Angebote in der Regel auch neue Nachfrage. Trotzdem können die Erträge im Werbemarkt und im Lesermarkt nicht unbeschränkt gesteigert werden. Bei der Werbung besteht das Risiko, dass die Wochenausgaben ausgedünnt werden, bei den Lesern ist die Bereitschaft, zusätzliche Ausgaben zu den bisherigen Abos zu tätigen, beschränkt.
Auf der Kostenseite verlangen Redaktion, Druck und Vertrieb zusätzliche Investitionen. Die regionalen Ausgaben müssen inhaltlich substanzielle Zusatzleistungen erbringen, damit sie sich gegenüber der sprachregionalen Konkurrenz und der Werktagspresse unterscheiden können. Verlagstechnisch können gewisse Synergien genutzt werden, aber auch hier geht es nicht ohne Zusatzanstrengungen und Innovationen: In den hart umkämpften Medienmärkten wollen alle intensiv umworben werden.
Ohne Risiko kein Erfolg: Das Pokern gehört zum Mediengeschäft. Deshalb werden in Zukunft noch einige Überraschungen unsere Sonntagsruhe stören. Dank der verstärkten publizistischen Konkurrenz darf sich die Leserschaft auf das eine oder andere Lesevergnügen freuen.
Josefa Haas ist Leiterin des Medieninstituts.

Bewegte Typografie

Ausstellungen In den Ausstellungsräumen der Schule für Gestaltung in Basel, Spalenvorstadt 2, findet noch bis zum 25. Mai eine Ausstellung mit dem Titel «Durchschuss Leiche und Zeile» statt.

Ausstellungen In den Ausstellungsräumen der Schule für Gestaltung in Basel, Spalenvorstadt 2, findet noch bis zum 25. Mai eine Ausstellung mit dem Titel «Durchschuss Leiche und Zeile» statt. Es geht um bewegte Typografie in Film und Plakat. Diese Typografie ist in den Alltagsmedien Fernsehen und Internet allgegenwärtig. Die Ausstellung zeigt, wie sich die einzelnen Fernsehkanäle im Kampf um Einschaltquoten und eine eigenständige Identität im Einsatz von bewegter Grafik und Typografie gegenseitig überbieten. Geöffnet Dienstag bis Freitag von 12 bis 19 Uhr sowie  Samstag und Sonntag von 12 bis 17 Uhr.

Lightroom vs. Aperture

Fotografie Nach Aperture von Apple hat nun auch Adobe mit Lightroom eine Lösung für anspruchsvolle Fotoamateure und -profis.

Fotografie Nach Aperture von Apple hat nun auch Adobe mit Lightroom eine Lösung für anspruchsvolle Fotoamateure und -profis. Software zu entwickeln ist kein einfaches Unterfangen. Den herkömmlichen und schwierigen Weg hat Apple gewählt und vor gut 18 Monaten die Bildverwaltungssoftware Aperture 1.0 veröffentlicht. Doch so wie damals Adobe mit InDesign 1 hätte auch Apple besser warten und statt einer zweifelhaften 1.0-Version erst später eine ausgereifte Software auf den Markt bringen sollen. Der als Highlight gepriesene RAW-Import genügte anspruchsvollen Fotografen nicht, zudem packte Apple sämtliche Daten als alleiniger Ansatz in eine Datenbank. An der Photokina im letzten Herbst reagierte Apple und lancierte mit Aperture 1.5 das notwendige Update, das nun dem ansonsten sehr hohen Apple-Standard entspricht und das auch andere Formen der Bilddatenverwaltung ermöglicht. Mit Version 1.5 wurde zudem der Preis der Software deutlich reduziert. Zur gleichen Zeit wurde von Adobe eine neue, für jeden herunterladbare Beta-Version des Konkurrenzprodukts Lightroom lanciert. Auffälliger Unterschied: Während Apple versuchte mit einer überarbeiteten Version die Gunst der Kundschaft zurück zu gewinnen, liess Adobe die Anwender im Vorfeld testen. Diesen Ansatz, Programme von Anwendern beurteilen und Feedback einfliessen zu lassen, hat Adobe mit der Übernahme von Macromedia übernommen. Durch die Integration der ehemals Macromedia-Labs genannten Plattform lassen sich Fehlstarts wie bei InDesign oder Aperture bei Adobe wohl zukünftig vermeiden. Lightroom blieb jedenfalls ein Fehlstart erspart.
Zwei überzeugende LösungenSowohl Aperture als auch Adobe Photoshop Lightroom, so dessen vollständiger Name seit der Markteinführung, überzeugen in den aktuellen Versionen als professionelle Bildverwaltungsprogramme. Beide Programme erlauben non-destruktive Bildverarbeitung, womit das Originalbild unverändert bleibt und die Bearbeitungsschritte vom Ursprungsbild getrennt aufgezeichnet werden. Derart kann jederzeit auf frühere Versionen oder auf das Ursprungsmaterial zurückgegriffen werden. Sowohl Aperture als auch Lightroom bieten darüber hinaus praktische Funktionen, um ausgewählte Bilder einfach auf Webseiten zu präsentieren. Dank vorgefertigter und leicht zu verändernden Templates lassen sich mit wenigen Handgriffen ansprechende Web-Fotogalerien generieren und uploaden. Bei Lightroom ist eine FTP-Funktion integriert, Aperture exportiert in Ordnerstrukturen, die manuell hochgeladen werden müssen. Auch das durch Color Management gestützte Ausdrucken von Fotoabzügen erleichtern die beiden Multifunktionsprogramme.
Vorteile auf beiden SeitenVariables Zoomen, nebeneinander liegende Bilder gleichzeitig zoomen, die «smarten» Alben und smarten Web-Galleries, das automatische Stapeln während des Imports, Ein-Klick-Backup, Verzahnung mit Apple-Programmen wie iLife um damit DVDs, Filme aber auch Podcasts oder Präsentationen herzustellen, sind herausragende Merkmale der aktuellen Version Aperture 1.5.3. Vor allem die smarten Alben bzw. Verzeichnisse sind ein nicht zu unterschätzendes Feature, weil sich damit die Bildverwaltung deutlich vereinfachen lässt. Bilder können zudem nach Metadaten sortiert werden, die sich auch noch vielfältig anpassen lassen. Zudem ist Aperture via AppleScript oder Automator steuerbar. Weiter können sämtliche Einstellungen, Metadaten, Alben, Web-Galerien als Projekte via Exportfunktion zu einer zweiten, mit Aperture ausgerüsteten Station transferiert werden. Die Arbeitsumgebung lässt sich vielfältig einstellen, auf mehrere Monitore aufteilen und es lassen sich verschiedene Listendarstellungen wählen. Einzigartig bei Aperture ist eine Layoutumgebung und Anbindung, um Fotobücher zu gestalten und herstellen zu lassen.
Beim Herausforderer Lightroom gefällt die präzise Steuerung der Schwarzweiss-Umsetzung. Dank der protokollierten Farb- und/oder Bildkorrekturen ist es möglich, auf einfachste Weise auf Alternativversionen zuzugreifen oder ältere Versionen zu erstellen. Bilder können als ein weiteres Plus schon beim Import mit Metadaten versehen oder sehr einfach vom Import ausgeschlossen werden. Während die weniger wichtige Bildpräsentation auf dem Monitor (Diashow) mit Aperture vergleichbar ist, punktet Lightroom beim Ausdruck von Bildern, der etwas besser an die Bedürfnisse der Fotografen angepasst ist. Sehr einfach sind derart sowohl Einzelbilder als auch Bildzusammenstellungen für den Ausdruck von Kontaktabzügen zu erstellen. Als Alleinstellungsmerkmal können Web-Galerien innerhalb der «Dunkelkammer» sowohl im HTML- als auch Flash-Format erzeugt, exportiert und wie erwähnt via FTP auf einen Webserver geladen werden. Lightroom bietet hier deutlich mehr Möglichkeiten; so steht eine grössere Auswahl an vorgefertigten Mustern bereit, die sich zudem sehr einfach in der Hauptsache farblich anpassen lassen.
Mehr Gemeinsamkeiten als UnterschiedeDie Gliederung des Lightroom-Workflows in die Schritte «Bibliothek», «Entwickeln», «Diashow», «Drucken» und «Web» ist sinnvoll, wenn auch gewöhnungsbedürftig; die etwas lieblose Anordnung der fünf Worte und damit der Verzicht von Symbolen unverständlich. Damit sind dessen Schwachpunkte aber schon abgehandelt. Was das Softwaredesign angeht, schenken sich beide Programme nichts. Die anpassbaren, in Schwarz und Grautönen gehaltenen Oberflächen sind elegant gestaltet und signalisieren, dass sich die Produkte an Pro-Anwender richten.
Deutliche Unterschiede gibt es hingegen bei den Hardware-Anforderungen, die oft ausschlaggebend sein werden. Apple hat die Anforderungen an seine Kundschaft unverständlich hoch angesetzt. Ein G5 (ab 1,6 GHz) muss es schon sein. Umso mehr erstaunt, dass Lightroom auf der Apple-Plattform (!) sich mit deutlich weniger zufrieden gibt. Hier reichen bereits ein G4-Rechner und 768 MB RAM. Auch unter Windows XP ist ein mit einem Pentium-4-Chip ausgestatteter Rechner ausreichend. Für Windows-Anwender oder Apple-Anwender mit älterer Hardware ist die Sache damit klar. Apple-Anwender, die über eine aktuelle Hardware verfügen, sollten sich von beiden Programmen Demoversionen herunterladen und ausgiebig testen. Hier ist der Entscheid zwischen Aperture und Lightroom letzlich Geschmackssache. Denn die Unterschiede zwischen Apple Aperture 1.5.3 und Adobe Photoshop Lightroom sind unterm Strich marginal – mit kleineren Vor- und Nachteilen auf beiden Seiten.
Fotoverwaltung auf dem Mac oder PCWer Bilder am Mac oder PC verwalten will, hat bereits auf Betriebssystemebene gute Werkzeuge, dies zu tun. Diashows sind in Mac OS X wie auch in Windows Vista, eine einfache Verwaltung ist via Ordnerstrukturen möglich.
Der nächste Level sind Werkzeuge wie etwa die neue Adobe Bridge, die mit jedem Creative-Suite-Paket ausgeliefert wird. Vor allem die neue Bridge (CS 3) ermöglicht eine sehr einfache Bildverwaltung, lässt eine Verschlagwortung zu, erlaubt das Vergleichen von Bildern und ermöglicht gar das direkte Importieren von Bildern im RAW-Format. 
Ein hochwertiges und preiswertes Programm, allerdings nur für Mac-Anwender, ist die im Paket iLife integrierte Applikation iPhoto. Die sehr eigene Bildverwaltungslösung hält, was die Datenverwaltung in separaten Ordnerstrukturen angeht, Ansprüchen von Profis jedoch kaum Stand.
Oberhalb dieser Applikationen thronen neben den Programmen Aperture und Adobe Photoshop Lightroom zum Beispiel Microsofts Expression Media (ehemals iView Media Pro), Fotostation (Mac/Win) von Fotoware oder umfassendere Asset-Management-Lösungen.
Jürgen Franck

Zürichsee Messe kommt

Wirtschaftsgebiete Was vor einem Jahr noch eine Idee und Vision war, hat jetzt konkrete Formen angenommen: die Zürichsee Messe in Wädenswil.

Wirtschaftsgebiete Was vor einem Jahr noch eine Idee und Vision war, hat jetzt konkrete Formen angenommen: die Zürichsee Messe in Wädenswil. Das Wirtschaftsgebiet Zürichsee bekommt im Frühjahr 2008 eine eigene Publikums-Regionalmesse. Diese wird ihre Tore vom 2. bis 6. April 2008 öffnen. Erwartet werden 250 Aussteller.

Die Zukunft kommt nach Zürich

Vom 24. bis zum 26. verwandelt die Digital Culture Association DCA im Rahmen des Tweakfest die Transferhalle im Technopark Zürich in eine futuristische Welt. Zu Gast sind die angesagtesten Medienkünstler der Schweiz mit ihren aktuellen Projekten.

 Vom 24. bis zum 26. verwandelt die Digital Culture Association DCA im Rahmen des Tweakfest die Transferhalle im Technopark Zürich in eine futuristische Welt. Zu Gast sind die angesagtesten Medienkünstler der Schweiz mit ihren aktuellen Projekten.  
Zu den inspirierenden Highlights zählen die Medienkunstpioniere von Etoy mit dem Projekt «Mission Eternity», die interaktive Medieninstallation «Breaking the News» von Marc Lee, die «Light Sculpture» von Anti VJ, der Video «Flickering Subjects» von SIS TM, der «Nova 3D-Screen» und das Multi-Touch-Interface «Tangent». Das heisst: immersive Bildschirme mit 17’000 Leuchtdioden, sterbliche Überreste von Multiusern, verquere News-Programme oder der weltweit erste dreidimensionale Farbbildschirm locken die Besucher aus der Gegenwart in die Zukunft.
 
Am Donnerstag, 24. und Freitag 25. Mai 2007 ist die Ausstellung jeweils von 15:00 bis 22:00 Uhr, am Samstag, 26. Mai 2007 von 12:00 bis 22:00 Uhr geöffnet. Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos.

Migros sucht den Fussballstar

Fussball Die Migros und Publicis machen in der Fan-Meisterschaft M’08 zur Euro 08 Fussballfans zu Stars.

Fussball Die Migros und Publicis machen in der Fan-Meisterschaft M’08 zur Euro 08 Fussballfans zu Stars. Die Euro 08 und ihr Verhältnis zu den Fussballfans haben schon viel zu reden gegeben. Die Tickets sind teuer und nur schwer zu kriegen. Ob und wo Public Viewing möglich sein wird, scheint für gewisse Juristen immer noch eine offene Frage. Hoffnung für Fans macht aber ein Versprechen des Zürcher Stadtpräsidenten, dass die Gegend rund ums Bellevue zu einer gigantischen Fanmeile und Zürich damit zur «Fan-Hauptstadt der Fussball-EM 2008» werden könnte. Zu diesem sportlichen statt kleinkrämerischen Geist passt jetzt wie massgeschneidert ein spektakuläres Konzept der Migros. Es läuft unter dem Titel M’08 statt Euro 08 und «stellt wohl den crossmedial und crosskanal verlinktesten Auftritt eines Unternehmens dar, den es hier zu Lande je gegeben hat», wie Beat Mühlemann, Leiter Marketing Kommunikation bei der Migros, meint. Konzipiert wurde die ganze Geschichte von der Werbeagentur Publicis. CD mit Gesamtverantwortung Kreation ist Jean Etienne Aebi. Publicis betreut nicht nur die Konzeption und Kommunikation des einmaligen Fan-Spektakels. Die Agentur ist auch zuständig für die Durchführung der ganzen Event-Reihe M’08. Die Verantwortung für die Organisation liegt bei Marion Marxer. Publicis wird bei dieser Aktion auch unterstützt vom tpc, dem TV Productioncenter des Schweizer Fernsehens, sowie von Migros Online.
Vom Fan zum StarDas Konzept dieser bisher noch nie so gesehenen Meisterschaft heisst: «Migros macht die Fussballfans zu Stars.» Ab sofort werden alle Fans in TV-Spots und Inseraten aufgerufen, sich für die M’08, «die erste Fan-Meisterschaft der Fussballgeschichte», zu bewerben. Egal, ob man für Italien, die Schweiz, Deutschland oder Zypern ist: Migros sucht die grössten Fans europäischer Nationalmannschaften und lässt sie am Fernsehen gegeneinander antreten. Nicht im Fussballspielen, sondern in echten Fan-Disziplinen wie Goal-Schreien, Flaschen-Öffnen, Hupkonzert und Fan-Styling. Nebst viel Spass und der Chance, berühmt zu werden, locken Preise im Gesamtwert von über 400000 Franken.
Nach der Team-Auslosung werden an der M’08 von den Achtelfinals bis zum Final 15 Spiele durchgeführt und zur besten Sendezeit auf SF 1, TSR 1 und TSI 1 gezeigt. Austragungsort ist das Studio 1 des Schweizer Fernsehens. Dieses wird zu einem neu konzipierten M’08-Stadion umgebaut, wo sich die Fan-Mannschaften in drei Fan-Disziplinen pro Sendung messen, angefeuert von einem Live-Publikum aus Hunderten weiterer Fans. Als Moderatoren für die Deutschschweiz treten Heinz Margot und Lolita Morena auf, für die Westschweiz Laurent Nicolet und fürs Tessin Barbara Ortelli. Auch der M’08-Coach, Jörg Stiel, ist mit von der Partie. Und wie jeder Grossanlass hat auch die M’08 ihre eigene Erkennungsmelodie, eine richtige Fan-Hymne, komponiert und gesungen von Adrian Stern. «Unhaltbar!» heisst der neue Ohrwurm, der schon bald der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.
Als zentrale Kommunikationsplattform dient das Internet. Auf www.M08.ch erfährt man alles über die M’08 und die damit verbundenen Aktivitäten. Hier kann man sich als Spieler für die Fan-Meisterschaft bewerben, Games spielen und Informationen über laufend neue M’08-Aktionsangebote abrufen. Alle TV-Shows stehen zum freien Download zur Verfügung, inklusive spannender Backstage-Reportagen. Wer es nicht vor die Kameras schafft, hat auf www.M08.ch die Möglichkeit, online an der Fan-Meisterschaft teilzunehmen und ebenfalls tolle Preise zu gewinnen.
M’08 ist damit mehr als die erste Fan-Meisterschaft der Fussballgeschichte. «M’08 ist das alles integrierende Engagement der Migros und ihrer Retail-Kanäle für die Fans», erklärt Patrick Chevin, Hauptprojektleiter bei der Migros.  Diese wird als offizielle Veranstalterin der M’08 unterstützt von zahlreichen Sponsoren aus ihrem Umfeld. Zum Beispiel von SportXX, dem offiziellen Ausrüster der Fans. Oder M-Electronics, dem offiziellen Entertainer der Fans. Micasa tritt als offizieller Einrichter der Fans in Erscheinung, Do it + Garden Migros ist offizieller Haus- und Gartenpartner, Le Shop darf sich der offizielle Online-Shop der Fans nennen. Eine wichtige Rolle spielen auch die Klubschule, Fitnessparks und Migros-Restaurants. Die Migrosbank, Migrol und Hotelplan stiften attraktive Preise, wie auch die Aamg und Sony.                   
 
Andreas Panzeri

Wer will den Migros-Mann?

Mode Spillmann Felser Leo Burnett macht weiterhin Werbung für die Migros mit ganz normalen Menschen.

Mode Spillmann Felser Leo Burnett macht weiterhin Werbung für die Migros mit ganz normalen Menschen.Was bei Casting-Shows funktioniert, kann auch für die Werbung genutzt werden: 700 Singles haben sich gemeldet, als die Migros zeigefreudige Amateur-Models für eine neue Staffel ihrer Modewerbung suchte. Während andere Modeunternehmen mit Topmodels werben, zeigt die Migros seit zwei Jahren schon «ganz bewusst ganz normale Menschen», wie CD Peter Brönnimann bei SFLB erklärt. So sorgten zum Beispiel im letzten Herbst Skilehrerinnen und Skilehrer in Unterwäsche für viel Gesprächsstoff. Andy Wahrhol hatte doch rechtNun legt die so genannte Migros-Models-Werbung noch einen Zacken zu. Für die aktuelle Wäsche-Kampagne wurden Singles gesucht, die keine mehr sein wollen. Und die Lust hatten, sich selbst und die Unterwäsche am Fernsehen, in einer Broschüre und im Internet zu präsentieren. Zumindest für 26 der 700 interessierten Singles bestätigt sich jetzt einmal mehr die Prophezeiung von Andy Warhol, dass einst alle Menschen für ungefähr fünfzehn Minuten Berühmtheit erlangen werden. Die Teilzeitpromis sind ab sofort nicht nur in erfrischenden TV-Spots, sondern auch noch in einer Broschüre zu sehen, die Zeitungen und Zeitschriften beigelegt wird. Realisiert wurden die Spots von Chocolate Films, Regie führte Serge Höltschi, der auch die Printsujets fotografierte.
Unter den Unterwäschemodels sind die verschiedensten Typen mit den verschiedensten Berufen zu finden: Neben Studenten zum Beispiel auch eine Bestatterin, ein Polizist, eine Konditorin oder eine Konstrukteurin.
Wer schon zu Lebzeiten einmal ein Date mit einer Leichenbestatterin haben möchte: Singles und Unterwäsche werden crossmedial auch auf der Website www.migrosmodels.ch präsentiert. Dort kann man mit den Singles persönlich in Kontakt treten und ihnen ein E-Mail schreiben. Die persönliche Mail-Adresse jedes Models wird auch in sämtlichen TV-Spots eingeblendet und in der Broschüre abgedruckt.
Andreas Panzeri
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