Markus Will wird neuer Leiter Lesermarkt der NZZ AG

Im Herbst wird der heutige Leiter Lesermarkt Zeitschriften der Tamedia, Markus Will, zur NZZ wechseln. Dort übernimmt er die Leitung des zentralen Lesermarktes. In dieser Funktion ist er verantwortlich für die Lesermarktaktivitäten der Neue Zürcher Zeitung, der NZZ am Sonntag und des Magazin Z. Er folgt auf Kurt Blum, der innerhalb der NZZ mit neuen Aufgaben betraut wird.

 
Im Herbst wird der heutige Leiter Lesermarkt Zeitschriften der Tamedia, Markus Will, zur NZZ wechseln. Dort übernimmt er die Leitung des zentralen Lesermarktes. In dieser Funktion ist er verantwortlich für die Lesermarktaktivitäten der Neue Zürcher Zeitung, der NZZ am Sonntag und des Magazin Z. Er folgt auf Kurt Blum, der innerhalb der NZZ mit neuen Aufgaben betraut wird.  
Der 40-jährige Will verfügt über fundiertes Fachwissen in den Bereichen Lesermarkt, CRM, Online und Verlagsmarketing. Vor seiner derzeitigen Tätigkeit bei der Tamedia war er Leiter des Contact-Center bei Ringier, Managing Director bei Beobachter.ch, Leiter Verlagsmarketing der Jean Frey und Leiter Lesermarketing und Vertrieb bei W. Gassmann AG in Biel. Zudem ist er Präsident der Vereinigung Schweizer Verlagsfachleute sowie Mitglied der Prüfungskommission der eidg. Abschlussprüfungen für Medienmanager und Dozent für Customer Relationship Management.

MetaDesign doppelt für den Internationalen Corporate Design Preis nominiert

Aus über 2000 eingereichten Arbeiten aus dem ganzen deutschsprachigen Raum wurden 24 Projekte für den Internationalen Corporate Design Preis 2007 nominiert. Auf der Shortlist befinden sich auch die Arbeiten von MetaDesign für Migros Bank und den Industriekonzern Rieter.

Aus über 2000 eingereichten Arbeiten aus dem ganzen deutschsprachigen Raum wurden 24 Projekte für den Internationalen Corporate Design Preis 2007 nominiert. Auf der Shortlist befinden sich auch die Arbeiten von MetaDesign für Migros Bank und den Industriekonzern Rieter.  
Das Erscheinungsbild der Migros Bank hat die Marke am Markt wirkungsvoll positioniert. Wesentliches Ziel des Markenauftritts von Rieter war eine zeitgemässe Darstellung der Marke überall, wo man sie erleben kann. Der Corporate Design Preis der führende Award für Design in der Unternehmens- und Markenkommunikation. Die Gewinner des Awards 2007 werden am 23. Mai während der Messe «Marketing Services» in Frankfurt bekannt gegeben. Schon im vergangenen Jahr hohlte MetaDesign drei Auszeichnungen.

Zu guter Letzt: Die SVP im Weizenfeld

Überraschend profiliert sich die SVP als innovativste statt wie bis anhin plumpeste politische Werbetreibende. Muss sie auch, denn im Herbst will die Partei 100'000 Wähler hinzu gewinnen. Ein grosses Ziel, das grossen Werbebemühungen voraussetzt, 11'000 Quadratmeter, genau gesagt.

Überraschend profiliert sich die SVP als innovativste statt wie bis anhin plumpeste politische Werbetreibende. Muss sie auch, denn im Herbst will die Partei 100’000 Wähler hinzu gewinnen. Ein grosses Ziel, das grossen Werbebemühungen voraussetzt, 11’000 Quadratmeter, genau gesagt. Das sind nämlich die Masse eines Parteilogos mit dem Slogan «Mein Zuhause – unsere Schweiz», das seit kurzem auf einem Weizenfeld in der Anflugschneise des Flughafens prangt. Mit der gemähten Feldwerbung will die SVP «Millionen von ankommenden Flugpassagieren willkommen heissen» und bringt die anderen Parteien bereits jetzt werbetechnisch in Zugzwang. Denn ob man die SVP mag oder nicht, man muss zugeben: Die Sache ist gut durchdacht. So wird die Partei das Feld nicht nur als Werbefläche nutzen, sondern aus der Ernte Gipfeli produzieren, welche an Wahlkampfaktionen in den Städten verteilt werden. Weitere solche Aktionen folgen in Mellingen, Dagmarsellen und in Chavornay. Dort werden Logo und Schriftzug nicht in ein Weizenfeld gemäht, sondern, und das ist jetzt richtig cool, mit unterschiedlichen Gräsern erzeugt. Teuer ist es auch nicht, wenn man die Langfristigkeit berücksichtigt: die Werbung bleibt bis im Oktober sichtbar. Brunner: «Dies zeigt, wie moderne Werbung mit der Tradition der Landwirtschaft verbunden werden könne». Analysen hätten gezeigt, dass eine klare politische Botschaft und sterile Werbeprospekte zur Mobilisierung der Leute nicht mehr ausreichten. Mit dieser Aktion erreicht die SVP sicher nicht nur ihre Stammwähler, sondern auch Kornring-Architekten und andere Esoteriker. Ein Interview zum Thema mit einem Ausserirdischen folgt nächste Woche auf diesem Kanal.

Übernimmt Murdoch’s News-Corp die Nachrichtenagentur Reuters?

Der britische Nachrichten und Informationsanbieter Reuters bestätigt am Freitag Übernahmegerüchte. Ein Käufer habe sein Interesse kundgetan, um wen es sich dabei handelt wurde jedoch nicht bekannt.

 Der britische Nachrichten und Informationsanbieter Reuters bestätigt am Freitag Übernahmegerüchte. Ein Käufer habe sein Interesse kundgetan, um wen es sich dabei handelt wurde jedoch nicht bekannt. Die Interessenbekundung müsse nicht zwangsläufig zu einem Angebot führen, teilte Reuters gemäss SDA am Freitag in London mit. Es sei auch nicht sicher, ob eine Offerte die gemäss den Statuten notwendige Genehmigung erhalten würde. Die Reuters-Aktien reagierten mit einem Kurssprung von über 21 Prozent auf 594 Pence auf die Mitteilung. An den Märkten war zuvor über ein Übernahmeangebot in Höhe von 600 Pence des kanadischen Konkurrenten Thomson oder des News-Corp-Konzerns von Rupert Murdoch spekuliert worden. Murdoch hatte jüngst bereits eine Übernahmeofferte für den Reuters-Konkurrenten Dow Jones vorgelegt, blitzte aber vorerst ab.

Strategische Kooperation zwischen Zürcher Druckbetrieben

Die Schulthess Druck geht mit der Sihldruck per 1. Juni 2007 eine strategische Kooperation ein. Gemeinsam wollen die beiden Partner einen hohen Service- und Qualitätsstandard und dadurch einem optimalen Kundennutzen erreichen.

 Die Schulthess Druck geht mit der Sihldruck per 1. Juni 2007 eine strategische Kooperation ein. Gemeinsam wollen die beiden Partner einen hohen Service- und Qualitätsstandard und dadurch einem optimalen Kundennutzen erreichen.  
Schulthess Druck, Tochterunternehmen der Schulthess Juristische Medien übergibt der Sihldruck die Verantwortung für den Druck und die Weiterverarbeitung ihrer Produkte. Schulthess behält die Verlags-Herstellung mit Druckvorstufe und Korrektorat und konzentriert sich auf die Aufbereitung und Umsetzung der Verlagswerke aus dem Verlag. Die Sihldruck übernimmt von Schulthess Sachbearbeitung, Druck und Weiterverarbeitung. Die Kooperation wird so organisiert, dass den bisherigen Kunden beider Häuser die gewohnten Ansprechpersonen weiterhin zur Verfügung stehen.

Alles im Griff!?

Gastkommentar Sicherheit ist gerade in Zeiten des Umbruchs ein schlechter Ratgeber, meint Kaspar Loeb.

Gastkommentar Sicherheit ist gerade in Zeiten des Umbruchs ein schlechter Ratgeber, meint Kaspar Loeb.Den virilen Morgengruss «so, heschs im Griff» beantworte ich in der Agentur jeweils mit einem höflichen «nein», was der Grüssende aber kaum jemals zur Kenntnis nimmt. Mit routinierter Selbstverständlichkeit geht man davon aus, dass «alles im Griff haben» die Kernkompetenz eines «Managers» ist. «To manage» heisst aber nichts anderes als «leiten, führen, bewerkstelligen» und sagt nichts darüber aus, ob wir dabei immer sicher sind, das Richtige zu tun.Sicherheit ist gerade in Zeiten des Umbruchs ein schlechter Ratgeber und im besten Fall ein Zeichen von Selbstüberschätzung. Und dass gerade die Werbung mit neuen Herausforderungen konfrontiert ist, deren langfristige Auswirkungen schwer abschätzbar sind, bestreitet niemand, der in dieser Branche Verantwortung trägt.
Das Problem liegt auch überhaupt nicht darin, dass wir uns der sich progressiv beschleunigenden Veränderungen nicht bewusst wären, das Problem ist, wie wir darauf reagieren. Je nach Interessenlage wird jeweils der Untergang der Printmedien, der Zusammenbruch des Free TV, das Ende der Plakatwerbung und der Tod der Werbeagenturen beschworen. Die virtuelle Welt ist als Alternative zu den traditionellen Medien in aller Munde und übt mit all ihren Kommunikationskanälen eine Faszination aus, die nur noch von der Verwirrung übetroffen wird, die sie bei den meisten von uns, Kunden und Werbetreibenden, auslöst. Denjenigen, die trotzdem behaupten, sie hätten alles im Griff, gehört meine erstaunte Bewunderung.
Den anderen zum Trost: Es ist nicht weiter schlimm und keinem Verantwortlichen fällt ein Zacken aus der Krone, wenn er einmal zugibt, den Überblick verloren zu haben und nicht immer genau zu wissen, welche Kommunikationsstrategie wirklich die beste und effizienteste ist. Im Gegenteil. Nur durch das in Frage stellen unserer herkömmlichen Denkweise, dem immer gleichen Mix aus oft ähnlichen Konzepten, werden wir Schritt für Schritt lernen, die Komplexität eines kommunikativen, kreativen Gesamtkunstwerks zu bewältigen.
«Trial and error» ist ein erfolgreiches Modell der Evolution. Wir befinden uns am Anfang eines markanten Evolutionsschrittes auf dem Weg zu einer differenzierten und individualisierten Informationsgesellschaft. Die Stichworte sind bekannt und viel diskutiert: Entstehung von virtuellen Parallelwelten, Amateurisierung von kommunikativen Leistungen (consumer generated content), die bisher ausschliesslich von Agenturen erbracht wurden. Individualisierung der Gesellschaft und damit verbunden ein grosses Bedürfnis, sich in der Öffentlichkeit, und sei es nur in einer virtuellen, darzustellen und der Trend, dass Informationen jederzeit gratis zur Verfügung gestellt werden.
Ein Blick auf die schon sichtbare und sicher noch zunehmende Vielfalt all dieser Phänomene legt am Ende des Tages einen Schluss nahe. Künftig könnte das Erfolgsrezept sein, NICHT alles im Griff zu haben.
Kaspar Loeb ist CEO der Werbeagentur Publicis.

Der Business-Beschleuniger

Digitaldruck Xerox lud Kunden und Fachpresse in die «ewige Stadt» Rom ein, um neue Produkte und Businessmodelle vorzustellen.

Digitaldruck Xerox lud Kunden und Fachpresse in die «ewige Stadt» Rom ein, um neue Produkte und Businessmodelle vorzustellen.Mehr als 1200 Kunden folgten dem Aufruf von Xerox, sich über neue Produkte und Geschäftsmodelle zu informieren. Im Zentrum der grössten in Europa von Xerox organisierten Veranstaltung dieser Art standen mit dem Premier Partner Congress, dem iGen3 User Group Meeting und dem Digital Print User Forum eine Kombination aus Produktpräsentationen und Vorträgen. Die jeweiligen Landesvertretungen luden bestehende und potenzielle Kunden ein, um diese von den Vorzügen zu überzeugen, die Xerox zu bieten hat. Networking und der Erfahrungsaustausch standen im Vordergrund. So konnten sich auch zahlreiche Kunden aus der Schweiz vor Ort von Web-to-Print-Lösungen und über Erfolgskonzepte informieren, wie sich zum Beispiel neue Geschäftsfelder in den Paradedisziplinen des Digitaldrucks, also dem Transaktionsdruck, dem digitalen Buchdruck oder der Produktion von Direct Mailings erschliesen lassen. Neben theoretischen Ansätzen, die Premium-Partner und -Kunden zu erfolgreichen Geschäften führen sollen, stellte Xerox auch gleich noch neue Produkte vor. Erstmals in Europa zu sehen und zeitgleich mit dem Kundenevent in Rom verfügbar sind die Multifunktions-Farbdrucksysteme DocuColor 242 und 252 (40 bzw. 50 Seiten/Minute; Nachfolgemodelle der Modelle 240 und 250) sowie als eines der Highlights die neue 60 Seiten/Minute druckende DocuColor 260. Neu können die drei Modelle mit einem die bestehenden Finishing-Lösungen ergänzenden «Light Production Finisher» ausgerüstet werden. Auf diese Art lassen sich inline und damit in einem Durchgang Drucke stapeln, zwei- oder vierfach lochen, neuerdings auch falzen (auch Zickzack- und Zweibruch-Falzung), Inhalte zusammenführen und mittels Drahtheftung gleich zu einer Broschüre verarbeiten.
Was die vorgelagerte Datenverarbeitung angeht, bietet Xerox je nach Anspruch vier Controller an. Aufgefallen in Rom ist hier die neue, vom Unternehmen Efi exklusiv für Xerox entwickelte «Print Workflow Solution» Splash RPX-ii. Diese mit dem Controller der DocuColor zusammenarbeitende Lösung zeichnet sich durch integriertes Farbmanagement aus. Als weiteres Feature erlaubt Splash RPX-ii die Verarbeitung bzw. den Druck von via USB-Stick übertragenen Dokumenten, ohne dass diese mit der entsprechenden Software geöffnet werden müssen.
Nuvera 288 als schnellstes Schwarzweissdruck-System Am meisten Innovationen zeigte Xerox im Schwarzweissdruck-Segment. Hier wurden insgesamt zehn Neuheiten vorgestellt. Darunter war als Highlight das «Xerox Nuvera 288 Digital Perfecting System» auszumachen. Dieses im Einzelblattdruck derzeit schnellste Schwarzweiss-Digitaldrucksystem der Welt ist in der Lage, 288 Drucke (Impressions) in der Minute zu produzieren. Xerox versteht darunter 144 A4-Seiten, die vorder- und rückseitig bedruckt werden. Soll nur eine Seite bedruckt werden, dann schafft das System «nur» 144 Seiten. Möglich wird der schnelle vorder-/rückseitige Druck durch die Zusammenführung von zwei Druckeinheiten. Das Nuvera 288-System ist für höchste Verfügbarkeit entwickelt worden, sodass auch bei einem Ausfall einer Druckeinheit das zweite Modul in Betrieb bleiben kann. Als Besonderheit wird hier wie auch für die Modelle Nuvera 100, 120 und 144  im Schwarzweiss-Bereich erstmals der von Xerox entwickelte EA-Toner angeboten. Dieser chemisch gewonnene Toner vereint als Vorteile eine schärfere Bildwiedergabe und einen reduzierten Tonerverbrauch und soll sich insgesamt umweltfreundlicher herstellen lassen. Damit nicht genug, überzeugen die Druckerzeugnisse durch einen verminderten Glanz, der zumindest nach unserem europäischen Geschmacksempfinden sonst als störend beurteilt wird.
Die Aussage seitens Xerox allerdings, damit Offsetqualität zu erreichen, wurde am gezeigten Beispiel trotz einer Auflösung von 4800 ¥ 1200 dpi nicht ganz erreicht. Verläufe waren unter sehr kritischer Beurteilung weniger harmonisch, fast streifig ausgebaut. Dennoch darf das Druckergebnis als insgesamt aussergewöhnlich gut bezeichnet werden.
Schwarz plus BuntfarbeXerox setzt in Zukunft offenbar vermehrt auch auf Buntfarben. Neben Schwarz können die Drucksysteme DocuTech 61xx neu auch um ein zusätzliches Tonerdruckwerk für den Auftrag von Rot, Blau, Grün, Cyan, Magenta oder Gelb erweitert werden. Sonderfarben können neu bei Xerox anhand spezifischer Farbendefinition bestellt werden. Somit können Corporate-Identity-Vorgaben von Kunden in der Highlight-Color-Technologie (HLC) unterstützt werden. Mit bis zu 10600 Seiten/Stunde in HLC-Technologie ist das Topmpdell dieser Baureihe der weltschnellste Einzelblatt-Drucker.
Wenn die anwesenden Kunden und Partner die technischen Innovationen mit den unter dem Dachbegriff «Building your Business» vorgestellten Ansätzen verknüpfen, dann dürfte einer erfolgreichen Einführung der in Rom vorgestellen Maschinen und Lösungen nichts mehr im Wege stehen.   
Jürgen Franck

Luzern öffnet erstes gratis WLAN-Stadtnetz der Schweiz

Seit Dienstag können User in weiten Teilen der Stadt Luzern gratis durchs Netz surfen. Ins drahtlose Netzwerk (WLAN) können sich alle einloggen, die über ein Notebook mit Wireless-Anschluss verfügen. 

 Seit Dienstag können User in weiten Teilen der Stadt Luzern gratis durchs Netz surfen. Ins drahtlose Netzwerk (WLAN) können sich alle einloggen, die über ein Notebook mit Wireless-Anschluss verfügen.   
Nach dem erfolgreichen Testbetrieb durch die Luzerner Energie- und Wasserversorgung EWL öffnet die Stadt Luzern den Zugang zum drahtlosen Netz. Vorerst können die Luzerner an 65 Hotspots dank eines Sponsors gratis ins auf das WLAN mit dem Namen Omnisurf Luzern zugreifen. Mit dem grossflächigen WLAN-Angebot nimmt Luzern gemäss Iris Isenschmid, Mediensprecherin von EWL, in der Schweiz eine Pionierrolle ein. In Zürich ist derzeit ein Pilotprojekt am Limmatquai in Vorbereitung, das noch dieses Jahr durchgeführt werden soll, wie Peter Bär, stellvertretender Direktor der Abteilung Umwelt- und Gesundsheitsschutz, auf Anfrage von Pressetext.ch bestätigt. 
 
In Luzern ist die Surfzeit auf 90 Minuten beschränkt, dann ist ein neuer Login fällig. Diese Massnahme soll illegale Downloads einschränken. EWL plant mit weiteren Sponsoren den Gratiszugang für längere Zeit zu ermöglichen. Ein Ausbau des Netzes hängt von der Nachfrage und der Wirtschaftlichkeit ab. Für die Vermarktung hat die Goldbach-Media-Tochter Activemobile den Zuschlag erhalten, diese verspricht «ganz neue Möglichkeiten bei der exklusiven Vermarktung von Omnisurf Luzern». Auf der so genannten Landing-, Over- und Start-Page erhalten die Sponsoring-Partner exklusiven Platz für ihr Logo, ihren Claim sowie die Möglichkeit, kurze, nicht wegklickbare Videosequenzen von maximal 15 Sekunden Länge zu präsentieren.

Satirischer Wochenrückblick mit Viktor Giacobbo und Mike Müller ab 2008

Das Schweizer Fernsehen arbeitet an einem neuen Satire-Format mit Viktor Giacobbo und Mike Müller. Die beiden werden ab Januar 2008 jeweils am Sonntagabend in einem satirischen Rückblick die Geschehnisse der vergangenen Woche kommentieren.

 Das Schweizer Fernsehen arbeitet an einem neuen Satire-Format mit Viktor Giacobbo und Mike Müller. Die beiden werden ab Januar 2008 jeweils am Sonntagabend in einem satirischen Rückblick die Geschehnisse der vergangenen Woche kommentieren.  
Spätprogramm zum zweiten: Fünf Jahre nach dem Ende von «Viktors Spätprogramm» kehren Giacobbo und Müller mit dem erprobten Mix aus Interviews mit Gästen, Filmeinspielungen, Parodien sowie Auftritten von Komikern mit einer eigenen Sendung auf die Bildschirme zurück. Wie der Vorgänger wird die gut halbstündige Sendung aus einem noch nicht bekannten Zürcher Lokal mit Live-Publikum gesendet. SF in einer Mitteilung vom Donnerstag. Für 2008 sind auf SF 1 30 Sendungen geplant. Dies bedeutet das Aus für das Satiremagazin «Punkt CH». Es habe keinen Platz mehr neben dem neuen Format. Ebenso läuft «Genial daneben» läuft 2007 aus. Hingegen verbleiben im Comedyprogramm das «Arosa Humorfestival» sowie «Edelmais & Co.», wie die SDA meldet.

Alstom Journalistenpreise vergeben

Christoph Neidhart, Mathias Plüss, Helen Stehli Pfister und Team der Wirtschaftsredaktion BAZ sind die Träger der Alstom Journalistenpreise 2007. Zum sechsten Mal wurden mit dem Preis Medienbeiträge zu den Themen Energie und Transport verliehen.

 Christoph Neidhart, Mathias Plüss, Helen Stehli Pfister und Team der Wirtschaftsredaktion BAZ sind die Träger der Alstom Journalistenpreise 2007. Zum sechsten Mal wurden mit dem Preis Medienbeiträge zu den Themen Energie und Transport verliehen. 
Geehrt wurden heuer zu gleichen Teilen Christoph Neidhart für seinen Beitrag «Den Flüssen den Weg weisen», erschienen in der NZZ, Mathias Plüss von der Weltwoche für seinen Artikel «Wir Geistesblitzableiter» und Helen Stehli Pfister für den Dok-Film «Tschernobyl und die Schweiz – Eine Katastrophe und ihre Folgen», ausgestrahlt im Schweizer Fernsehen, sowie das Team der Wirtschaftsredaktion der Basler Zeitung für eine zwölfteilige Artikelserie zum Thema Energie.
 
Der Preis richtet sich an die Schweizer Medienschaffenden, die Preissumme beträgt 25’000 Franken. Der Alstom Journalistenpreis wird durch die gleichnamige Stiftung vergeben, wie es bei Pressetext.ch heisst. Die Stiftung wirbt für Verständnis der Zusammenhänge rund um Energie und Transport und will zur vertieften Auseinandersetzung beitragen. Die Preisträger werden durch eine unabhängige Jury erkoren, dieses Jahr gehörten ihr unter anderem an: Ständerat Filippo Lobardi, der Direktor des Arbeitgeberverbandes Thomas Daum, der freie Journalist Thomas Müller und die Tages-Anzeiger Wissensredaktorin Barbara Vonarburg.

«Haben Sie schon mal skandalisiert?»

PR Im Rahmen einer explorativen Untersuchung der Universität von Fribourg werden deutschsprachige Bundeshauskorrespondenten nationaler Medien über ihre Haltung und ihr Verhalten im Zusammenhang mit politischen Skandalen befragt.

PR Im Rahmen einer explorativen Untersuchung der Universität von Fribourg werden deutschsprachige Bundeshauskorrespondenten nationaler Medien über ihre Haltung und ihr Verhalten im Zusammenhang mit politischen Skandalen befragt.Bereits nach den ersten sechs Interviews lassen sich Tendenzen aufzeigen. In einem Punkt sind sich Bundeshauskorrespondenz und Wissenschaftler einig: Skandalisierungen in den Medien haben in den letzten Jahren zugenommen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Genannt wird «die starke Konkurrenz der Medien». Ein anderer Bundeshauskorrespondent bestätigt dies, «weil man eben Aufmerksamkeit erregt dadurch», und Aufmerksamkeit steigert in diesem Fall die Auflagenzahlen oder Einschaltquoten. Zugleich differenziert er jedoch, dass es auch an einem distanzierteren Berufsverständnis liege, «das sich weniger als das heile System versteht, sondern eher als eine eigene vierte Gewalt». Vermehrte Normverstösse von Seiten der Politik verneinen die befragten Korrespondenten: «Aber es wurde vermehrt gezielt nach Normbrüchen gesucht.» Ein anderer ergänzt: «Es gibt da eben auch Skandalisierungen, die nicht sachlich begründet sind und die nur damit zu tun haben, Aufmerksamkeit zu erregen.»
Ohnehin sind sich alle einig, dass sich der Wind gedreht hat und Entwicklungen, die aus dem Boulevardjournalismus längst bekannt sind, auf den politischen Journalismus überschwappen. Dies hängt nicht zuletzt mit zunehmendem Konkurrenz- und Zeitdruck zusammen, der sich seit der Dualisierung der Medien stetig vergrössert hat. Die drei Worte «Kampf um Aufmerksamkeit» zieht sich entsprechend wie ein roter Faden durch alle Interviews. Und die Bundeshauskorrespondenten haben ihre Methoden, wie sie diesen Kampf ausfechten: «Man muss Elemente herauspicken und die dann ein wenig dramatisieren, um die Leute überhaupt auf gewisse Entwicklungen aufmerksam zu machen.»  
Ein Interviewpartner bringt einen weiteren Trend ins Gespräch: «Wir personalisieren, dann kriegt das Ganze viel mehr Punch, wir erreichen dann mehr Aufmerksamkeit, wenn wir personalisieren. Das ist so ein Trend, nach dem sich alle richten.»
Und obwohl die Mehrheit der Befragten zugibt, regelmässig zu skandalisieren, also Ereignisse (begründet oder unbegründet) aufzubauschen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, weisen sie die Schuld an diesem Trend anderen Medientiteln zu: «Dem Trend zur Zuspitzung, zur Skandalisierung ist sicher die Sonntagspresse voraus gegangen.» Zwei weitere Namen, die in diesem Zusammenhang genannt wurden, waren Tages-Anzeiger und Weltwoche, die nach Eindruck der Mehrheit der bisher Befragten offensichtlich einen Wandel in der jüngsten Vergangenheit vollzogen haben, hin in Richtung stärkerer Skandalisierung und Personalisierung.
Ein weiterer Aspekt, den die Befragten im Zusammenhang mit politischen Skandalisierungen nennen, sind gezielte Instrumentalisierungen der Medien seitens der Politiker und Behörden. Denn schliesslich erhalte auch ein Bundeshauskorrespondent eine exklusive Information nicht aus reiner Nächstenliebe, damit er einen Primeur landen kann: «In den wenigsten Fällen sind das Eigenleistungen der betreffenden Journalisten. Bei Indiskretionen stehen immer Interessen dahinter. Und derjenige, der ein Interesse daran hat, dass das ans Licht kommt, der überlegt sich, wie habe ich die grösste Breitenwirkung. Seit es die Sonntagspresse gibt, geht man an die Sonntagspresse.»
Im Vergleich zu früher ist der heutige politische Journalismus kein Honigschlecken mehr, wie ein Journalist der Tagespresse beschreibt: «Wir schreiben hier im Bundeshaus 200 Artikel im Jahr. Das ist fast jeden Tag einer. Und das war früher nicht so. Das erhöht natürlich die Gefahr von Fehlern.» Eine volle Agenda, viel mehr Konkurrenz als noch vor zehn oder zwanzig Jahren bei gleichzeitigem Abbau der Kapazitäten der einzelnen Medien hinterlassen auch beim professionellsten Journalisten ihre Spuren.
Johanna Rese studiert Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Universität von Fribourg. Sie schreibt zur Zeit ihre Lizentiatsarbeit über die Rolle der Bundeshauskorrespondenz im Zusammenhang mit politischen Skandalisierungen. Die Untersuchungsergebnisse werden im Buch „Gegen Krisen gefeit“ von Othmar Baeriswyl (Hg.) publiziert, das demnächst im Verlag Mediata SA erscheint.
BrückenschlagDie 2. Schweizer Public-Affairs- und Lobbying-Tagung steht unter dem Titel «Erfolgreich Brücken schlagen zwischen Wirtschaft und Politik».
Die Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik wird heute sensibler bewertet als in der Vergangenheit. Public Affairs bzw. Lobbying ist deshalb ein heikles Thema, über das man nicht gerne spricht. Umso wichtiger ist es, über die Abläufe und Gepflogenheiten der professionellen Interessenvertretung kritisch zu reflektieren. Namhafte Referenten aus Wirtschaft, Politik, Verbänden, Verwaltung und NGOs sowie Edgar Oehler, Thomas Borer, Adalbert Durrer, Claude Longchamp und weitere 20 Top-Referenten werden sich zum Thema äussern.
Datum: 25./26. Juni. Ort: Hotel Courtyard Marriott Zürich-Oerlikon. Anmeldung unter: www.zfu.ch

Kampfansage aus Lausanne

Mediaagenturen Die neue Strategie, welche die PubliGroupe am 28. März präsentierte, enthält Zündstoff für Mediaagenturen. Doch erst ein kleiner Teil von ihnen hat dies begriffen.

Mediaagenturen Die neue Strategie, welche die PubliGroupe am 28. März präsentierte, enthält Zündstoff für Mediaagenturen. Doch erst ein kleiner Teil von ihnen hat dies begriffen. Das Vermarktungsgeschäft im Medienbereich bleibe zwar das Fundament der PubliGroupe, doch es werde «sukzessive durch ein ertragsstarkes Beratungs- und Dienstleistungsgeschäft ergänzt». Dies sagte der PubliGroupe-CEO Hanspeter Rohner Ende März an seiner Bilanzpressekonferenz. Und weiter: «Die Beratung von werbetreibenden Kunden wird künftig zu einer noch wichtigeren Disziplin», die PubliGroupe zudem im neuen Geschäftsbereich «Marketing & Digital Services» (siehe WW 14/07) bündeln will. Dieser Bereich, so heisst es im aktuellen PubliGroupe-Aktionärsbrief, «umfasst ein Beratungs- und Dienstleistungsportfolio für Werbekunden und Agenturen zur Umsetzung von Kommunikations- und Medienstrategien» und er werde «schneller als die andern Segmente wachsen». Anzunehmen ist, dass die PubliGroupe mit Aktivitäten und Tools in direkte Konkurrenz zu den Mediaagenturen treten wird.Viele Mediaagenturen haben dies noch nicht realisiert. Von der Werbewoche darauf angesprochen, zeigen sich mehrere ahnungslos. «Muss ich mich damit auseinandersetzen?», fragt gar OMD-CEO Christof Kaufmann. «Logisch ist es ein Thema, ein grosses Thema sogar», sagt dagegen Walter Merz, Geschäftsführer des BSW Swiss Leading Agences. Demnächst werde der BSW deshalb darüber beraten. «Ein brisantes Thema», anerkennt auch Stephan Küng, CEO von Initiative Media Western. Doch fehlten ihm noch genügend Informationen, um sich wirklich eine Meinung bilden zu können.
Andern ergeht es ähnlich, so etwa Urs Rueb, Mitinhaber von MediaPlus. «Wir müssen abwarten und sehen, zu was die PubliGroupe Farbe bekennt», meint er. Sollte sie im Bereich Abwicklungen bleiben, wäre dies für ihn okay. «Falls sie aber Planungen sämtlicher Mediagattungen anbieten will, wäre dies falsch. Denn das ist letztlich die Aufgabe der Mediaagenturen.» Zudem sehe er hier einen Interessenkonflikt der PubliGroupe mit ihrem Kerngeschäft, den Zeitungspachten.
Urs Schneider, Besitzer der Agentur Mediaschneider, gibt sich weniger zurückhaltend. «Das gibt Krieg», ruft er aus. Denn für ihn ist klar: «Die P plant eine Allmediaberatung mit crossmedialem Anstrich. Damit fährt sie den Werbe- und Mediaagenturen frontal an den Karren.» Hinzu komme, dass sie das neue Beratungsgeschäft mit Unterstützung der Verlage aufbaue – schliesslich stammt das Haupteinkommen der P aus der Schweizer Printwerbung.
Der «Angriff der P» überrascht Schneider nicht, er betrachtet ihn als Retourkutsche, etwa weil die meisten Agenturen der «Direktbuchungsentschädigung» von Tamedia, Ringier & Co zugestimmt hatten. Doch Schneider wundert sich, dass die P «ihre besten Auftraggeber» so vor den Kopf stösst. «Das kommt schief heraus», kommentiert er – und verweist auf die internationalen Netzwerke. «Es ist eine problematische Strategie, der es an Glaubwürdigkeit mangelt.»
Keinen Krieg, immerhin aber ein «Riesenchaos» konstatiert Riccarda Mecklenburg, Vorsitzende der Geschäftsführung bei der m&m Media Holding, «für den Fall, dass die PubliGroupe ihre künftige Beratung so anbieten sollte wie heute schon bei der Publimedia – nämlich gratis». Denn dann werde es für die Agenturen in der Schweiz eng. «Die nationalen Agenturen wird es verblasen. Und die internationalen Netzwerke, die zwangsläufig hier bleiben, werden ihr Schweizer Geschäft über ihr Auslandgeschäft subventionieren müssen.» Für die eigene Mediaagenturgruppe macht Mecklenburg sich jedoch keine Sorgen. «Wir sind dank unserer Auslandstrategie ganz gut aufgestellt.»
«Grenzen der Professionalität»Nicht nur schwarz sieht Yvonne Boller, Geschäftsführerin von Universal McCann Schweiz, die Zukunft. Wohl sei die P dank ihrer marktbeherrschenden Position in der Lage, den Preis für Beratung und Planung auch mal unter das Kostendeckungsniveau zu drücken und die Werbeauftraggeber mit vordergründig guten Konditionen zu locken. «Aber mit ihrer Rollenvermischung kommt die PubliGroupe nun definitiv an die Grenze ihrer Professionalität, denn sie will ja gleichzeitig Vermarkterin, Vermittlerin, Beraterin und Medienbesitzerin sein.»
Dieses «Rollenpuff», so Boller, sei für die Mediaagenturen aber auch die Chance: «Denn wir können die Beratung neutraler, bedürfnisorientierter und somit professioneller machen.» Letztlich entscheide ohnehin der Kunde, welchen Preis ihm welche Qualität wert sei.
Das sagt der SWABeim Verband Schweizer Werbeauftraggeber (SWA) hat Direktor Jürg Siegrist den neuen Wind aus Lausanne durchaus wahrgenommen, doch die Sache ist ihm noch etwas zu nebulös. «Woher nimmt die PubliGroupe das Knowhow? Will sie etwa eine Mediaagentur übernehmen? Falls ja, ist sie sich bewusst, dass sie die Agenturen damit gegen sich aufbringt?», fragt er und fügt hinzu: «Derzeit habe ich zu wenig Fakten; das Bild muss noch klarer werden.»
Markus Knöpfli

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