Calanda Bier erklimmt ungeahnte Höhen

Contexta stellt in einer neuen Kampagne das Bündner Calanda Bier vor ungeahnte Herausforderungen. Im Mittelpunkt des Auftritts steht ein frisch gezapftes Calanda, dessen Bergtauglichkeit in überraschenden Sujets unter Beweis gestellt wird.

Contexta stellt in einer neuen Kampagne das Bündner Calanda Bier vor ungeahnte Herausforderungen. Im Mittelpunkt des Auftritts steht ein frisch gezapftes Calanda, dessen Bergtauglichkeit in überraschenden Sujets unter Beweis gestellt wird. Laut Pressemitteilung von Contexta soll die Kampagne Assoziationen zum Bündnerland wecken und so frisch daherkommen, wie das Bergquellwasser, aus dem Calanda gebraut wird. Die Sujets sind als Spezialformate im Blick, in diversen Zeitschriften sowie auf Plakaten zu sehen.

Vorsichtig bis verhalten positiv

P-Strategie Nicht nur die Mediaagenturen, auch die Verleger setzen sich mit der neuen Strategie der PubliGroupe auseinander. Unterschiedlich.

P-Strategie Nicht nur die Mediaagenturen, auch die Verleger setzen sich mit der neuen Strategie der PubliGroupe auseinander. Unterschiedlich.«Sämtliche Akteure auf der Wertschöpfungskette zwischen den Werbeauftraggebern und den Medienanbietern, also Werbeagenturen, Mediaagenturen, Vermittler und Vermarkter, müssen ihre Rollen grundlegend überdenken.» Mit diesen Worten begründete PubliGroupe-CEO Hanspeter Rohner am 28. März seine neue Strategie. Davon sind auch die Verleger tangiert, denn bisher stand die PubliGroupe in der Wertschöpfungskette klar auf ihrer Seite. Das könnte sich ändern.Darüber macht sich Christof Nietlispach, Verleger des Wohler Anzeigers (mit P-Pacht), aber kaum Sorgen. «Die neue Crossmediastrategie ändert für uns nicht viel, denn im lokalen Bereich wird auch weiterhin vor allem Print verkauft», sagt er. Kleingewerbler hätten kaum Crossmedia-Budgets. Es bestehe einzig die Gefahr, dass die P immer mehr abdrifte und ob ihren Eigeninteressen die Kleinverlage vernachlässige. «Darum wäre es uns schon am liebsten, wenn sie bei Print bleiben würde», sagt Nietlispach, der im Präsidium des Verbandes Schweizer Presse einer der Vertreter der Kleinverleger ist.
Etwas anders klingt es in Basel. Matthias Hagemann, Verleger der Basler Zeitung, begrüsst «den neuen Weg» der PubliGroupe. Weniger, weil diese sich nun crossmedial ausrichte, sondern «weil der für die Verleger wichtige Geschäftsbereich PubliPresse reformbedürftig ist, was jetzt auch angepackt wird.» Dass die P in der sich verändernden Wertschöpfungskette neue Felder besetzen will, findet er hingegen «normal». Der «Alinghi-Effekt» sei nur ein Beispiel für die grossen Veränderungen: Grosse Firmen setzten auf Sponsoringengagements, die viel Medienpräsenz brächten, die Werbebudgets aber schrumpfen liessen. Dass die PubliGroupe versuche, beispielsweise ins Beratungsgeschäft einzusteigen, komme seinem Verlag insofern entgegen, als dieser sich ebenfalls nach neuen Geschäftsfeldern umsehe.
«Als Verleger erwarte ich, dass die PubliGroupe sich so positioniert, dass sie meine Vermarktungsbedürfnisse optimal erfüllen kann», sagt Daniel Hofer, Verlagsleiter der NZZ. Deshalb sieht er die Reorganisation der P als Chance, die eine neue Dynamik auslösen und zu einer Erweiterung des Leistungsangebots für alle Marktpartner führen könne.
Die vorsichtige Haltung des Kleinverlegers und die eher positiven Meinungen der grossen Verleger scheint die Stimmung im Verband Schweizer Presse widerzuspiegeln. Das bestätigt Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument: «Die lokalen, meist printbasierten Verlage bedauern, dass die P nicht mehr rein printorientiert ist, die grossen multimedial aufgestellten Medienhäuser dagegen befürworten zumindest Teile der neuen Strategie.» Komme dazu, dass nicht nur die P, sondern auch die grösseren Verlage, sogar solche mit P-Pacht, verstärkt ins Beratungsgeschäft eindrängen, etwa die Basler Zeitung Medien, die AZ Medien oder auch seine Südostschweiz-Mediengruppe. «Es besteht derzeit eine gewisse Unordnung in diesem Markt, und man weiss noch nicht, wie die neue Ordnung aussehen wird», sagt er. Diese werde nicht zuletzt auch von den Werbauftraggebern abhängen.
Markus Knöpfli

Time kürt Klaus Schwab und Roger Federer

WEF-Präsident Klaus Schwab und der Schweizer Tennisprofi Roger Federer sind vom US-Nachrichtenmagazin Time in dessen Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten aufgenommen worden.

 WEF-Präsident Klaus Schwab und der Schweizer Tennisprofi Roger Federer sind vom US-Nachrichtenmagazin Time in dessen Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten aufgenommen worden.  
Seite an Seite mit Al Gore, Angela Merkel, Nobelpreisträger John Mather, Microsoftgründer Paul Allen, aber auch Osama Bin Laden stehen auch zwei Schweizer auf der Liste jener 100 Männer und Frauen, deren Macht, Talent oder moralisches Vorbild die Welt verändert. Die Liste wird jährlich vom US-Nachrichtenmagazin Tim in Zusammenarbeit mit CNN erstellt. Dabei wird jeder Preisträger durch einen ebenso wenn nicht noch prominenteren Schreiber in einer kurzen Würdigung geehrt.
 
Über Schwab, den Gründer des World Economic Forum (WEF), schreibt der ehemalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan, sie beide seien eigentlich im gleichen Geschäft: «Wir sind Leute, die globale Meetings organisieren. Und deine waren meist lebendiger als meine … du schmeisst ja auch viel die besseren Partys als ich». Der einzige Tennisspieler, der jemals alle Grandslamtitel in einem Jahr gewann, heisst Rod Laver. Dieser lobt unseren King Roger für seine Bescheidenheit, Kameradschaft und natürlich sein Tennis: «Da kann man nur staunen.»

Zürcher Gemeinderatspräsident ist auch ein Blogger

Darauf hat die Welt gewartet: Der künftige Präsident des Zürcher Gemeinderates, der Grüne Christoph Hug, startet seinen eigenen Blog.

 
Darauf hat die Welt gewartet: Der künftige Präsident des Zürcher Gemeinderates, der Grüne Christoph Hug, startet seinen eigenen Blog. Damit lädt er die Bürger zum Dialog ein, wie er am Donnerstag der SDA mitteilte. Auf der Website finden sich persönliche Daten des Ratspräsidenten, dessen einjährige Amtszeit am kommenden Mittwoch beginnt. Zudem erzählt er über Anlässe, die er von Amtes wegen besucht hat, und gibt regelmässige Aus- und Rückblicke auf die jeweils kommende beziehungsweise vergangene Ratssitzung. Das macht doch Spass!

Schnelle Idee

KreativitätFrüher waren Coupon-Inserate das rote Tuch für kreative Werbetexter. Inzwischen sind sich viele dem Sinn solcher netzunabhängiger und trotzdem interaktiver Inserate bewusst.

Kreativität Früher waren Coupon-Inserate das rote Tuch für kreative Werbetexter. Inzwischen sind sich viele dem Sinn solcher netzunabhängiger und trotzdem interaktiver Inserate bewusst. Die Kreativen mussten sich also ein neues Feindbild schaffen – und haben es offenbar im Automobilmarkt gefunden. Man sitzt manchmal echt gern im Tram, wenn man von dort aus die neusten Plakate für neue Karrossen sehen muss. Eine Werbung, die den Autokaufwilligen aber sofort ins Herz trifft, weil sie einfach auffällt, ist das neuste Kreativwerk für Opel. Da hat doch einer glatt die Pistenausfahrt verpasst und flitzt mit seinem Snowboard direkt in einen Ausstellungsraum. «Begeben Sie sich jetzt auf schnellstem Weg zum Opelhändler …», lautet dabei der Text. Wer dann «mit Schwung» sofort einen Wagen kauft, bekommt dazu gratis ein GPS. Wohl, damit er auch bei der nächsten Aktion den Weg in den Verkaufsraum sofort wieder finden kann. Denn wer schlau ist, der merkt, dass man diese Idee mit dem schnellen Snowboard natürlich für jedes beliebige Angebot verwenden kann. Es muss ja nicht alles dermassen heiss gebrandet werden. Andreas Panzeri

Texter, auf nach Hamburg!

Ausbildung Am 30. Mai endet die Bewerbungsfrist für den 14. Studiengang an der Hamburger Texterschmiede. Studienbeginn ist 1. Oktober 2007.

Ausbildung Am 30. Mai endet die Bewerbungsfrist für den 14. Studiengang an der Hamburger Texterschmiede. Studienbeginn ist 1. Oktober 2007. Insgesamt 40 Plätze stehen talentierten Bewerberinnen und Bewerbern offen. Mehr Infos gibt es unter www.texterschmiede.de.

Ein Steilpass für Generika

Pharma SFLB macht die Veteranen des FC Münchwilen zu Stars für eine Generika-Werbung.

Pharma SFLB macht die Veteranen des FC Münchwilen zu Stars für eine Generika-Werbung. Novartis mit Chef Vasella an der Spitze sponsert den FC Basel. Auch der Chemie-Multi Bayer sponsert mit Leverkusen eine Fussballmannschaft. Sowohl Basel wie Leverkusen spielen in der obersten Liga mit – und transportieren damit auch ein High-Class-Image für ihre Geldgeber, die offenbar viel verdienen müssen, wenn sie sich eine so teure Leidenschaft wie eine Spitzenmannschaft leisten können. Was aber macht ein Pharma-Unternehmen, wenn es von seinen Kunden nicht so viel Geld wie Novartis oder Bayer abzocken will?Helvepharm ist ein Pharma-Unternehmen, das sich auf die Produktion von Generika spezialisiert hat. Und es liegt in der Natur von Generika-Unternehmen, Dinge zu kopieren. So ist es naheliegend, dass das Generika-Unternehmen aus Frauenfeld es den meisten anderen Pharma-Unternehmen gleich macht und ebenfalls eine Fussballmannschaft sponsert. Aber da Helvepharm für seine Kunden sparsam wirtschaften will, unterstützt es nicht etwa einen prominenten Fussballclub aus der Superleague, sondern die Veteranen des FC Münchwilen.
Diese Idee für das bescheidene Sponsoring stammt von der Agentur Spillmann Felser Leo Burnett. SFLB hat den Auftrag, den Gesamtauftritt zu schaffen und den Bekanntheitsgrad von Helvepharm zu erhöhen. Dazu wurde jetzt eine mehrstufige Kampagne mit verschiedenen Werbemitteln entwickelt.
Seit dem 28. April 2007 spielen die Veteranen des FC Münchwilen die Hauptrolle in vier TV-Spots, die in Zusammenarbeit mit Michael Steiner («Mein Name ist Eugen», «Grounding») entstanden sind. Im Hauptspot wird das Sponsoring bekannt gegeben. In drei kürzeren Spots wird den Veteranen – je nach Aktualität – viel Glück zum bevorstehenden Match gewünscht, zum Sieg gratuliert oder auch in schweren Zeiten beigestanden. Aufgelöst werden die Spots mit dem Claim: «Helvepharm, das bescheidene Pharma-Unternehmen.» 
Der Anpfiff der Kampagne hat letzte Woche beim Meisterschaftsspiel der Veteranen des FC Münchwilen gegen die Veteranen des FC Aadorf stattgefunden. Ärzte, Presse und Bewohner von Münchwilen und Umgebung wurden zu diesem Spiel eingeladen, an welchem auch die Welturaufführung der Spots über den Rasen ging. Stilgerecht gab es am Match Wurst und Freibier, dazu spielte die Harmonie.
Die Ärzte und Presse wurden im Vorfeld des Lancierungs-Events mit 12000 Mailings auf die Geschichte vorbereitet. In einem Paket fand sich neben erklärenden Infos auch eine Bildkarte mit der ganzen Mannschaft. Dazu der Titel: «Lernen Sie diese Männer kennen, bevor sie Fernsehstars sind.» Das dürfte tatsächlich schon bald der Fall sein, wenn jede Woche vor und nach jedem Spiel des FC Münchwilen im Fernsehen die auffallenden Spots gezeigt werden. Im Paket befand sich deshalb auch ein Set mit Fan-Artikeln von der obligaten Schärpe bis zur Trompete und 23 Panini-Bildchen mit den Veteranen. 
Um die Bewohner von Münchwilen und die Leute aus der Region zum Meisterschaftsspiel einzuladen, wurde ein Klein-Plakat realisiert. Mit Bildern aus den Spots und ebenfalls dem Titel: «Lernen Sie diese Männer kennen, bevor sie Fernsehstars sind.» Das Plakat wurde in Bäckereien, Vereinslokalen und Restaurants in der Region aufgehängt.
Alles Wissenswerte über die Spieler gibt es seit Ende April auf der Website www.veteranen-fcmuenchwilen.ch zu lesen, sehen und hören. Der Sponsoring-Vertrag ist über drei Jahre abgeschlossen worden.
Helvepharm hat für seine Verpackungen bei der Swiss Marketing Trophy 07 bereits Gold gewonnen. Das Design dieser Packungen wurde auch für die Leibchen der Fussballmannschaft übernommen. Helvepharm in Frauenfeld vertreibt rund 220 Artikel. Viele Ärzte sind Aktionäre des KMU.   
Andreas Panzeri

Vorfahrt für Originale

Auto Die Agentur erdmannpeisker macht Werbung für Smart-Originalersatzteile. Damit soll den Kopisten aus Asien das Leben vergällt werden.

Auto Die Agentur erdmannpeisker macht Werbung für Smart-Originalersatzteile. Damit soll den Kopisten aus Asien das Leben vergällt werden. Die Agentur erdmannpeisker, hervorgegangen aus der ehemaligen Smart-Marketingabteilung in Biel, kreierte für DaimlerChrysler eine Ersatzteilkampagne für den flotten Stadtflitzer Smart.Was passieren kann, wenn ein Original gegen eine nicht passgenaue Kopie ausgetauscht wird, dramatisieren die Kreativen von erdmannpeisker mit Humor. Der Aktionsclaim «Damit es auch wirklich passt» soll das Qualitätsbewusstsein der Smart-Fahrer europaweit sensibilisieren. Denn Plagiate sind in Europa ein wachsendes Problem. Vor allem chinesische Ersatzteilkopien überschwemmen den Markt. Sie sind um ein Vielfaches billiger als die Originale.
Fotografiert wurden die Motive vom belgischen Fotografen Kurt Stallaert in Sevilla und Marbella. Die Ländervertretungen von DaimlerChrysler können aus einem Kreationspaket, bestehend aus Plakaten, Mailings, Anzeigen und PoS-Materialien, die für ihr Land passenden Medien individuell auswählen und umsetzen.    
 
Christian Lüscher

Die ganz besonderen Werbebilder

The Selection vfg zeigt die 18 besten Schweizer Arbeiten aus dem vergangenen Jahr.

The Selection vfg zeigt die 18 besten Schweizer Arbeiten aus dem vergangenen Jahr.The Selection vfg dokumentiert zum neunten Mal die beste Schweizer Berufsfotografie. 18 Arbeiten sind mit 123 Bildern in der Atmosphäre eines Fotostudios im ewz-Unterwerk Selnau in Zürich ausgestellt. Eine fachlich breit abgestützte Jury hat in der Kategorie Werbung Peter Hebeisen, Elisabeth Real und Nathalie Bireima als Finalisten bestimmt.Peter Hebeisen wurde 1956 in Bern geboren und pendelt als Fotograf zwischen Zürich und Paris. Sein erster Berufswunsch war Geigenbauer. Er entschied sich aber nach einem Praktikum in London für eine Fotografenlehre. Seit 1986 arbeitet Hebeisen als freier Fotograf. Viele Schweizer Werbekampagnen leben von seinen Bildern. Aufträge realisierte international renommierte Künstler unter anderem für die Bank Leu, Post Logistics, Swiss Lotto und die Multiple Sklerose Gesellschaft.
Die 28-jährige Elisabeth Real machte sich gleich nach dem Studium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich (HGKZ) selbstständig und arbeitet jetzt für Kunden wie PET-Recycling Schweiz oder als Reportagefotografin. Für die junge Aargauerin müssen gute Fotos Geschichten erzählen. Selbst interessiert sie sich für Kriegsfotografie.
Nathalie Bireima ist eine der wenigen Fotokünstler aus der Westschweiz. Was die gebürtige Lausannerin stört. Sie habe das Gefühl, dass viele Künstler durch die Zürcher Dominanz untergingen. Was nachvollziehbar ist: Von den 18 Fotografen stammen neun aus Zürich, fünf aus der übrigen Deutschschweiz und nur vier aus der Westschweiz.
Christian Lüscher
Vielseitige WerkschauVom 5. bis zum 28. Mai präsentiert die Vereinigung fotografischer GestalterInnen (vfg) die Ausstellung The Selection vfg. 123 Bilder in den Kategorien Werbefotografie, Redaktionelle Fotografie, Fine Arts und Free sind im EWZ-Unterwerk Selnau in Zürich zu sehen. Am 4. Mai findet die Nacht der Schweizer Fotografie statt. Dort werden der Magazin-Fotopreis, der Fotopreis der SonntagsZeitung und der ewz-Publikumspreis verliehen.

Medienjobs.ch kooperiert mit Pressetext  Schweiz

Der Schweizer Online-Stellenmarkt Medienjobs.ch präsentiert ab sofort täglich und exklusiv auf Pressetext Schweiz seine aktuellsten Stellenangebote für Fach- und Führungskräfte aus der Kommunikationsbranche.

 Der Schweizer Online-Stellenmarkt Medienjobs.ch präsentiert ab sofort täglich und exklusiv auf Pressetext Schweiz seine aktuellsten Stellenangebote für Fach- und Führungskräfte aus der Kommunikationsbranche.  
Darüber hinaus verschickt die Nachrichtenagentur Pressetext Schweiz wöchentlich eine Zusammenfassung der Stellenangebote über ihren Mailaussand an rund 15’000 Abonnenten in der Schweiz. Medienjobs.ch ist auf Medien, Unternehmens- und Marketingkommunikation, Werbung, PR, Druck/Verpackung, Grafik und Webpublishing spezialisiert und listet laufend über 200 offene Stellenangebote. Die Pressetext Nachrichtenagentur mit Sitz in Wien und Büros in der Schweiz und in Deutschland ist nach eigenen Angaben reichweitenstärkster Nachrichtenverbreiter in der DACH-Region. Die Agentur beliefert täglich über 110’000 Abonnenten direkt mit aktuellen News und Pressemitteilungen, davon rund 20’000 Journalisten.

Die Search-Nadel, die findet

Internet Wirz pinnt für den Internetsuchdienst local.ch Occasionsautos, Handwerker und anderes gnadenlos an.

Internet Wirz pinnt für den Internetsuchdienst local.ch Occasionsautos, Handwerker und anderes gnadenlos an. «Suchen und Finden» muss nicht immer Google bedeuten. Sind lokale Daten gefragt, hilft auch die heimische Suchmaschine local.ch. Schnell können User kostenlos auf relevante Infos zugreifen. Wirz Werbung will nun das junge Portal in der ganzen Schweiz prominenter machen und lanciert dafür eine lustige Plakatkampagne. Stecknadeln werden verwendet, um Dinge festzumachen oder um Standorte auf Karten zu bezeichnen. Wirz Werbung greift die Idee der Stecknadel auf und veranschaulicht auf surreale Weise, wie einfach man mit local.ch einen Pizzakurier, einen Handwerker oder einen Gebrauchtwagen festpinnen kann. Auf den Motiven werden sie zwar nicht aufgespiesst, aber fast wie Insekten in einer Käfersammlung in Szene gesetzt. Der fast schon ironische Zusatz «Gefunden auf www.local.ch» fängt die Situation witzig auf. Die Kampagne startet in diesen Tagen mit drei Motiven.
Lanciert wurde die noch junge Suchmaschine local.ch von der PubliGroupe. Das im letzten Jahr zusammen mit dem Joint-Venture-Partner Swisscom Directories aufgebaute Portal will die Suche in lokalen Märkten der Schweiz unterstützen. Der heimische Dienst erleichtert den Usern beispielsweise die Suche nach Restaurants, Hotels oder Erbringern von Leistungen aller Art. Die Inhalte werden mit Kartenmaterial und Zusatzinformationen aufbereitet und kostenlos zur Verfügung gestellt. local.ch arbeitet eng mit der LTV Gelbe Seiten AG zusammen, der Herausgeberin von 97 lokalen Telefon- und Branchenbüchern und 7 regionalen Gelbe-Seiten-Verzeichnissen.
Christian Lüscher

Für Unabhängigkeit und Transparenz

Mediapulse Auf Marco De Stoppani, den Präsidenten der neuen Stiftung Mediapulse, warten viel Arbeit und mancher Balanceakt.

Mediapulse Auf Marco De Stoppani, den Präsidenten der neuen Stiftung Mediapulse, warten viel Arbeit und mancher Balanceakt. Die Erwartungen an Marco De Stoppani, den früheren Verlagsdirektor der Neuen Zürcher Zeitung, sind hoch. Von Gesetzes wegen muss die von ihm geführte Stiftung Mediapulse «unabhängig und der Wissenschaftlichkeit verpflichtet sein». Auch wird eine transparente, nach Aktivitäten getrennte Buchhaltung verlangt. De Stoppani setzt aber die Latte noch höher: An der Pressekonferenz anlässlich der Stiftungsgründung am 24. April plädierte er für ein möglichst weitgehendes Verständnis von Transparenz sowie für die Gleichbehandlung aller Mediapulse-Kunden. «Die Werte Unabhängigkeit, Transparenz und Gleichbehandlung wurden beim SRG-Forschungsdienst auch bisher schon voll gelebt», betonte De Stoppani, doch nun könnten sie «noch effizienter» wahrgenommen werden.De Stoppani hütete sich zwar, allzu konkrete programmatische Aussagen zu machen. Doch er tönte an, dass er beispielsweise bei den diversen, bis Ende Jahr aufzugleisenden Kooperationsverträgen mit Zulieferern und Auftragnehmern (etwa Swisscom, Telecontrol, IHA-GfK oder Conso) mehr Transparenz einfliessen lassen will. Ferner will er eine offenere Haltung bei den jährlichen Berichten der Medienwissenschaftlichen Kontrollkommission (MWKK) zumindest zur Diskussion stellen. Diese waren bisher nur einem kleinen, von der SRG bestimmten Kreis zugänglich.
Dass er seine neue Rolle «im Spannungsfeld zwischen Forschung und Kommerz» spielen muss, dessen ist sich De Stoppani bewusst. Unabhängigkeit sei denn auch leichter zu deklarieren als zu leben, gehe es doch darum, «nicht dem Druck von Partikularinteressen zu unterliegen», sagte er. Dank der paritätischen Vertretung von SRG, Privatanbietern und Werbewirtschaft im Stiftungsrat (siehe Kasten) sei die Stiftung zwar politisch gut austariert, doch dies sei nur eine Seite der Medaille. «Finanziell besteht keine Unabhängigkeit», sagte De Stoppani, und erinnerte daran, dass sich der Forschungsbetrieb nicht aus dem Stiftungskapital, sondern mit jährlich zwei Millionen Franken aus den Emfpangsgebühren sowie über den Verkauf der erhobenen Daten finanzieren muss. Und da besteht ganz offensichtlich ein Klumpenrisiko.  «Wir haben ein paar wenige Grosskunden und derzeit ein flüssiges Vermögen von nur gerade 50 000 Franken», gab er zu bedenken. Will wohl heissen: Nur wenn alle Kunden, insbesondere die SRG, der Stiftung treu bleiben, ist der Forschungsbetrieb aufrecht zu erhalten.
Neben der Anpassung der diversen Verträge stehen vor allem zwei Dinge zuoberst auf De Stoppanis Prioritätenliste. Zum einen muss der Verwaltungsrat der Mediapulse AG (des ehemaligen SRG-Forschungsdienstes) mit sechs Stiftungsratsmitgliedern neu besetzt werden. Ferner ist noch offen, wie die Vermarktung der Forschungsdaten organisiert werden soll. Bisher war dies die Aufgabe der SRG-Tochter Publica Data AG, die die Daten allerdings nur den Privaten und der Werbewirtschaft verkaufte. Die SRG bezog ihre Daten direkt beim Forschungsdienst. Dass diese Ungleichbehandlung nicht mehr goutiert wird, ist klar. Eine Abkehr bedeutet aber, dass die SRG als bisherige Besitzerin der Forschung neu selbst zu deren Kundin wird. «Ein grosser Schritt für die SRG», sagte De Stoppani, der das Finden einer guten Lösung denn auch als «heikel» bezeichnete – «auch weil es um viel Geld geht».
Bereits stehen auch im Forschungsbereich diverse folgenschwere Entscheide an, die die SRG in den letzten zwei Übergangsjahren nicht mehr (allein) entscheiden wollte. So warten beispielsweise die Werbeauftraggeber auf die Freigabe der PIN-Daten, die Kinobranche wünscht sich, dass die multifunktionale Mediawatch, eine weiterentwickelte Version der Radiocontrol-Uhr, neu auch für die Kinomessung eingesetzt wird. Und schliesslich braucht es künftig eine enge Zusammenarbeit zwischen der neuen Internetforschung Net-Metrix und Mediapulse. Selbst eine spätere Integration von Net-Metrix in die Stiftung ist nicht ausgeschlossen. Womit dann auch die Verleger mit im Boot wären. Doch das ist noch Zukunftsmusik.
Die Mitglieder des StiftungsratsDie folgenden 18 Interessenvertreterinnen und -vertreter gehören dem Stiftungsrat an: Stephanie Weiss (Radio DRS), Dino Balestra (RTSI), Marc Savary (SRG), Rainer Keller (SRG), Martin Schneider (Publisuisse), Walter Rüegg (Radio DRS), Nathalie Rochat-Wehrli (Westschweizer Radioverband), Martin Muerner und Martin Freiburghaus (beide Verband Schweizer Privatradios), Filippo Lombardi, Claude Alain Stettler und Andreas Meili (alle Telesuisse), Klaus Kappeler (Goldbach Media), Christian Gartmann (PubliGroupe), Stephan Küng (IGEM), Jürg Siegrist (SWA), Urs Schneider (BSW), Gérald le Meur (Fédération Romande de publicité). Präsidiert wird der Rat von Marco de Stoppani.
Markus Knöpfli
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