Trimedia Communications wächst

Trimedia Communications Schweiz ist mit zahlreichen Neukunden auf Wachstumskurs und verstärkt mit Tobias Steger die strategische Kundenberatung.

Trimedia Communications Schweiz ist mit zahlreichen Neukunden auf Wachstumskurs und verstärkt mit Tobias Steger die strategische Kundenberatung. Neu arbeitet Trimedia für Danone, die Unternehmerschule der Universität St.Gallen, IKEA, Swisspower und die Migros-Pensionskasse Immobilien. Zudem begleitet Trimedia die Stadt St. Gallen in der Kommunikation rund um das neue Rathaus.
Mit Tobias Steger konnte per Anfang Juni ein erfahrener Kommunikationsberater zur Stärkung der strategischen Beratung gewonnen werden. Der 40-Jährige wird bei Trimedia als Managing Director seine Erfahrung in Kundenprojekte in den Bereichen Corporate Communications und Corporate Publishing einbringen. Darüber hinaus wird er Unternehmen in Positionierungsfragen beraten und in Change-Management-Prozessen begleiten. Zusätzlich wird er den Kompetenzbereich Information & Communication Technology bei Trimedia Communications Schweiz ausbauen und die Technologiekompetenz des Unternehmens weiterentwickeln. Tobias Steger belegte schon führende Positionen bei AT&T, ABB und der Wirz Gruppe. Seit 2003 arbeitete er als geschäftsführender Partner von Process Corporate Communications, einem auf Unternehmenskommunikation spezialisierten Beratungsunternehmen.

Edipresse hat eine Lösung für Rhône Media

Bei der Walliser Mediengruppe Rhône Media ereignen sich dauernd interne Krisen; erst vor kurzem wurde der VR-Präsident abgewählt. Zwecks bessere Verwaltung des Medienhauses schlägt die Minderheitsaktionärin Edipresse eine neue Problemlösungs-Methode vor.

Bei der Walliser Mediengruppe Rhône Media ereignen sich dauernd interne Krisen; erst vor kurzem wurde der VR-Präsident abgewählt. Zwecks bessere Verwaltung des Medienhauses schlägt die Minderheitsaktionärin Edipresse eine neue Problemlösungs-Methode vor. In einem Brief an alle Verwaltungsräte der Rhône Media schlägt der Verlag Edipresse einen Lösungsansatz vor, um eine einwandfreie Geschäftsführung des Medienhauses zu fördern. Konkret wird eine Neufassung der Aktionärs-Vereinbarung anvisiert. Laut Pressemitteilung sei es dem Verlag klar, dass dies kein Zuckerschlecken sei, denn eine solche Massnahme «setze voraus, dass alle Aktionäre sich geschlossen für einen vollwertigen Wechsel und die Suche nach einem Kompromiss engagierten.»
Das Problem stamme gemäss Edipresse von den Zwängen, welche die Walliser Aktionäre sich in ihrer Vereinbarung selber auferlegt hätten. Diese würde in eine Sackgasse führen, denn die Aktionäre würden sich aufspalten und damit jegliche Entwicklung verhindern. Wenn man kürzliche Entwicklungen in Betracht zieht, könnten jedoch weiter reichende Massnahmen als bloss eine neue Vereinbarung notwendig sein. Nachdem Verwaltungsratspräsident Jean-Marie Fournier an der letzten Generalversammlung nicht wiedergewählt wurde, kündigte er nämlich Gegenwehr an. Fournier, der 20 Prozent der Aktien der Rhône Media besitzt, wittert böse Absichten bei Edipresse. Er vermutet, hinter seiner Abwahl stecke das Vorhaben, die Kontrolle über das bedeutendste Produkt der Rhône Media, Le Nouvelliste, zu übernehmen.
Edipresse verpflichtet sich in seinem öffentlich gemachten Schreiben an die Rhône Media-Verwaltungsräte «aktiv, vorurteilslos und mit dem Willen, eine pragmatische und effiziente Lösung für das Unternehmen zu finden», am Vorgehen teilzunehmen. Der Konzern fordert alle Aktionäre auf, unter der Führung des Verwaltungsrates die wahren strukturellen Probleme des Medienhauses zu lösen und beteuert, dass er nach wie vor grosses Vertrauen in die vier Verwaltungsräte habe. Ausserdem empfiehlt Edipresse, eine Mediation durch eine neutrale Person in Betracht zu ziehen. Der Verlag besitzt 37,5 Prozent der Rhône Media-Aktien und ist nicht im Verwaltungsrat repräsentiert. Es ist aber anzumerken, dass Verwaltungsrat Antonin Gross vor einigen Jahren CFO von Edipresse war.

Zu guter Letzt: Auch die Zeitung ist ein Luxusgut

Champagner, Congnac, Handtaschen und die passende Wirtschaftszeitung dazu. Dass sich der weltgrösste Luxusgüterkonzern Moët-Hennessy - Louis Vuitton (LVMH) wirtschaftlich korrekt weiter diversifiziert, kratzt niemanden. Dass er nun vom britischen Verlagshaus das Blatt «Les Echos» übernehmen will hingegen viele sehr.

Champagner, Congnac, Handtaschen und die passende Wirtschaftszeitung dazu. Dass sich der weltgrösste Luxusgüterkonzern Moët-Hennessy – Louis Vuitton (LVMH) wirtschaftlich korrekt weiter diversifiziert, kratzt niemanden. Dass er nun vom britischen Verlagshaus das Blatt «Les Echos» übernehmen will hingegen viele sehr. Laut einer SDA-Meldung vom Donnerstag hat der Edelkonzern Verhandlungen mit der britischen Verlagsgruppe Pearson,
die auch die «Financial Times» herausgibt, über den Kauf der französischen Wirtschaftszeitung «Les Echos» aufgenommen. ??Dies empörte den Betriebsrat des bereits zu Moët-Hennessy – Louis Vuitton gehörenden Finanzblatts «La Tribune», denn diese dürfte bei einer Übernahme von «Les Echos» durch LVMH wohl wieder verscherbelt werden. Ginge es nach den Journalisten des «Echos» würde dies nie passieren. Kaum waren die Kaufpläne nämlich bekannt, wurden diese von den Journalisten auch umgehend ??bestreikt. Aus guten Grund: Sie befürchten eine redaktionelle Einflussnahme des LVMH-Chefs Bernard Arnault, der wiederum ein alter Kumpel des neuen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy ist. LVMH beschwichtigte prompt mit der Stellungnahme, man wolle in die Gruppe Les Echos investieren, «um deren Titel zu entwickeln». Die redaktionelle Unabhängigkeit werde selbstverständlich gewährleistet. Wunderbarst – geblendet ob der eigenen geplanten verlegerischen Entwicklungshilfe vergass man bei LVMH wohl schlicht zu erwähnen, dass bei ??«Les Echos» auch kräftig die Kassen klingeln: 2006 hat das Wirtschaftsblatt mit 500 Mitarbeitern rund 126 Mio. Euro umgesetzt und 10 Mio. Euro operativ verdient – und das ist LVMH immerhin 250 Mio. Euro wert. Zum Wohl.

Cannes: Bob Greenberg über «The Third Screen»

Bob Greenberg, Chairman, CEO und CCO von R/GA, ist ein Werber wie aus dem Bilderbuch. An einem Seminar in Cannes sprach er über Handy-Werbung, welche die dritte Dimension im Marketing darstellen kann, über «Digital Immigrant» und über Diskrepanzen zwischen den Vorstellungen der Agenturen und jenen der Nutzer. Werbewoche-Korrespondent Beat Fritsch berichtet von Greenbergs Präsentation.

Bob Greenberg, Chairman, CEO und CCO von R/GA, ist ein Werber wie aus dem Bilderbuch. An einem Seminar in Cannes sprach er über Handy-Werbung, welche die dritte Dimension im Marketing darstellen kann, über «Digital Immigrant» und über Diskrepanzen zwischen den Vorstellungen der Agenturen und jenen der Nutzer. Werbewoche-Korrespondent Beat Fritsch berichtet von Greenbergs Präsentation. Bob Greenberg, Chairman, CEO und CCO von R/GA, ist ein Werber wie aus dem Bilderbuch. Immer schwarz angezogen, noch vor drei Jahren mit den werbetypischen Accessoires am Gürtel voll vernetzt: PDA, Handy, Digitalkamera und MP-3-Player gehörten zu seiner Grundausrüstung – heute allerdings nur noch mit einem Gerät unterwegs. Und das war auch das Thema von Greenbergs Präsentation «The third screen becomes the first screen», die er zusammen mit Anssi Vanjoki, Executive Vice President und General Manager Multimedia bei Nokia, abhielt.Die enge Beziehung zwischen Werber und Konsument ist von der Technologie aufgebrochen worden. Der dritte Bildschirm (i. e. das Handy-Display) wird zum ersten Bildschirm werden, so die Kernthese von Greenberg und Vanjoki. Dabei wird die Nutzungszeit des Mobile Devices diejenige des PC überholen.
Dazu müssen sich aber die Kreativen Gedanken machen, wie sie ihre Inhalte aufs Handy bringen. Denn das Fernsehen passt bekanntlich nicht in den PC, und der PC passt nicht ins Handy. TV ist ein narratives Medium, Storytelling fürs Massenpublikum also. Der PC ist mehrheitlich Arbeitsinstrument oder Spielzeug. Das Handy hingegen könnte schon zu Beginn des nächsten Jahrzehnts zum content-orientiertesten Werbemedium werden.
Das Stichwort heisst 3D-Marketing; 2D-Marketing würde heissen, die richtige Message zur richtigen Zeit – die Erweiterungsdimension heisst Location oder Standort. Denn die richtige Mobile-Werbung zur rechten Zeit am richtigen Standort kann einen sofortigen Werbe-Impact verursachen.
Dazu einige Zahlen, mit denen Greenberg das Potenzial von Mobile Marketing aufzeigte: Weltweit gibt es drei Milliarden Handy-User. Bis es eine Milliarde waren, vergingen 20 Jahre, die nächste Milliarde kam nach weiteren drei, die dritte Milliarde nur noch in zwei Jahren dazu. 50 Prozent der 18- bis 24-Jährigen sagen, sie könnten nicht ohne ihr Handy leben. Über ihr TV-Gerät sagten das nur 20 Prozent.
Die Werber müssen sich nun fragen, was das bedeutet, dass jeder sein Handy immer dabei hat. Es heisst beispielsweise, dass die Hälfte der Erdbevölkerung via Handy angesprochen werden kann.
Eine Schwierigkeit der Werber fürs Digitalverständnis ist, dass sie keine «Digital Natives» sind, sondern «Digital Immigrants». Die erste Generation der «Digital Natives» kommt jetzt aber ins konsumfähige Alter. Diese Tatsache wird oft komplett unterschätzt – es wird hier keinen fliessenden Übergang geben.
Bereits heute werden Handys nicht nur zum Telefonieren gebraucht. Für 76 Prozent ist es auch Kamera, für 64 Prozent ein Music-Player, für 54 Prozent eine portable Game-Konsole und für 48 Prozent ein Internet-Interface. Kurz: Das Handy wird dereinst die Hauptplattform für digitale Nutzung werden und vom Ohr weg vor die Augen wandern. Bereits heute werden monatlich 350 Milliarden SMS versendet, schon 2011 sollen aber die Spendings für Video-Anwendungen auf dem Handy diejenigen für SMS überflügelt haben.
Das Handy wird zum Konvergenzinstrument, dessen neue Einsatzmöglichkeiten die Werbung fundamental verändern werden, so Vanjoki. Das zeige auch der Werbe-Claim fürs neueste Nokia-Produkt N75: «It’s what the PC has become».
Was ist nun aber zu tun, wenn die besten Kreativideen durch technische Unzulänglichkeiten gekillt werden? Amerikaner bringen beispielsweise ein Gerät in den Laden zurück, wenn sie dessen Anwendungsmöglichkeiten nicht nach 20 Minuten gecheckt haben. Die Konsequenz ist, dass unbedingt eine Balance hergestellt werden muss zwischen Bedienerfreundlichkeit und technischer Machbarkeit, zwischen Inhalt und Interface. Denn, so Greenberg: «Die grossen narrativen Ideen, auf welchen unsere Industrie basiert, sind so gut wie irrelevant für die Mobile-Nutzer. Es gibt eine Diskrepanz zwischen den Inhalten, die die Agenturen entwickeln, und dem Content, den der Nutzer wirklich haben will.» Und macht noch schnell ein Foto vom Publikum mit seinem Handy.
Direktwerbespezialist Alex Schmid von der gleichnamigen Dialogmarketingagentur und in Cannes auch schon als Juror tätig, meinte zum Vortrag von Greenberg: «Bob bringts immer schön auf den Punkt. Vor allem der Einbezug der Dimension Standort ins Mobile Marketing ist enorm wichtig, schliesslich werden schon in nächster Zukunft Handy mit GPS-Applikationen erhältlich sein.» Er habe selbst schon für einen Kunden ein Location-basiertes Werbekonzept entwickelt, welches an der Fussball-EM nächstes Jahr zur Anwendung kommen sollte. Denn gerade mit der extrem rasanten Technikentwicklung müsse man im Mobile Marketing proaktiv Konzepte entwickeln, weil die entsprechende Technik schon morgen zur Verfügung stehen könnte, so Schmid. Keine schnelle Adaption, sondern vorausdenkend Technik einplanen, das ist die Zukunft der Werbung.

Cineman expandiert nach Deutschland

Für die schwierigen Aufgaben holt man sich in Deutschland gerne mal einen rührigen Spezialisten aus der Schweiz: für den "Spass" Kurt Felix , fürs Wetter Jörg Kachelmann, für den Hitler Bruno Ganz. Und neu Cineman.de fürs Kino.

Das Schweizer Kino-Portal Cineman entwickelt ein deutsches Pendant. Cineman.ch, geht damit auf den oft geäusserten Wunsch deutscher Nutzer ein und veröffentlicht mit Cineman.de nun auch Kino- und Filminformationen für das Publikum des grossen Kantons. Die deutsche Ausgabe von Cineman gleicht der schweizerischen laut Pressemitteilung in vielen Punkten: Mit den Kinoprogrammen verknüpft präsentiert Cineman.de alle Filme, die auf deutsche Leinwände kommen, mit Cast und Credits, Filmstills, Trailer und Filmkritik. Die Videokritiken mit Filmausschnitten werden für Deutschland in einer hochdeutschen Version aufgenommen. Einen Blick hinter die Kulissen erlauben das Making-of und Video-Interviews mit den Stars. Die Website räumt ausserdem Kommentaren, Filmkritiken und -bewertungen der Nutzer viel Platz ein. Tägliche Film-News, Gewinnspiele und TV-Spielfilm-Tipps ergänzen das Angebot. Cineman.de startet offiziell am Donnerstag, 21. Juni. Betrieben wird der Dienst von der Zürcher Cinergy, für die deutsche Redaktion zeichnet Robin Spaetling in Berlin verantwortlich.

Dow Jones, die begehrteste Braut

Das Ringen um Dow Jones geht weiter: Nach dem Financial Times-Verlag Pearson und Rupert Murdochs News Corp. hat ein weiterer Mediengigant sein Interesse am der Wall Street Journal-Herausgeberin angemeldet: Mr. MySpace, Brad Greenspan, will sich zusammen mit einer Investorengruppe zu 25 Prozent an Dow Jones beteiligen.

 Das Ringen um Dow Jones geht weiter: Nach dem Financial Times-Verlag Pearson und Rupert Murdochs News Corp. hat ein weiterer Mediengigant sein Interesse am der Wall Street Journal-Herausgeberin angemeldet: Mr. MySpace, Brad Greenspan, will sich zusammen mit einer Investorengruppe zu 25 Prozent an Dow Jones beteiligen. Dabei bietet die Investorengruppe um den MySpace-Gründer den Dow-Jones-Aktionären gemäss Angaben der SDA mit 60 Dollar den gleichen Preis wie Murdochs News Corp. Letzterer beabsichtigt jedoch, den ganzen Konzern für insgesamt 5 Mrd. Dollar zu übernehmen (siehe
). Greenspan will mit seiner 1,25 Mrd. Dollar schweren Investition den elektronischen Medienbereich des Konzerns ausbauen sowie sicherstellen, dass Dow Jones unabhängig bleibt. Pikantes Detail: 2005 hatte sich Greenspan vergeblich gegen eine Übernahme der MySpace Muttergesllschaft Intermix Media durch die News Corp. gewehrt. Derweil hat der Dow-Jones-Verwaltungsrat am Mittwoch bekannt gegeben, dass er die Übernahmegespräche mit der News Corp. fortan selbst führen werde. Bisher hatten Mitglieder der Bankcroft-Familie, die den Konzern mittels mit Mehrfachstimmrechten ausgestatteten Aktien kontrolliert, mit Murdoch direkt verhandelt. Einige der wichtigsten Familienmitglieder wehren sich mit Händen und Füssen gegen eine News Corp.-Übernahme, weil sie um die journalistische und redaktionelle Unabhängigkeit der Dow-Jones-Publikationen bangen.

Bunt treibens die Papageien

Kondome Ruf Lanz zeigt für Crest, was wir von Vögeln so alles lernen können.

Kondome Ruf Lanz zeigt für Crest, was wir von Vögeln so alles lernen können.Crest-Kondome sind qualitativ hochwertige Produkte mit «OK»-Gütesiegel. Sie stehen für Abwechslung, Spass, Spontanität und ein «Super-Feeling». Das ist die eindeutige Botschaft gemäss Briefing. Wie sage ich das dem Kinde, ohne damit in zweideutige Sphären vorzudringen.Ruf Lanz hat für ihren Neukunden Crest eine tierisch gute Lösung gefunden. Papageien plappern bekanntlich alles nach, was sie von ihren Herrchen und Frauchen aufnehmen. Die Witze mit dem farbigen Vogel, der zum Beispiel die Ehefrau mit dem Namen der Geliebten anspricht, sind Volksgut. Diese schwatzhaften Vögel sehen und hören bekanntlich alles. Und damit natürlich auch «das».
Ruf Lanz hat für Crest und Doetsch Grether die Botschaft in zwei lustvolle Spots eingerollt. Im ersten TV-Spot machen die wortgewandten Vögel mit ungeniertem Dirty-Talk nach, was ihre Besitzer den lieben Tag lang so treiben. Im zweiten Spot imitieren die Papageien ihre Wohngenossen sogar beim stöhnenden Aufstieg zum Höhepunkt. Denn Crest-Kondome stehen – so die Auflösung der frechen Spots – «für ein aufregendes Liebesleben».
Die Zielgruppe von Crest sind Männer und Frauen zwischen 14 und 39 Jahren. Die Kernzielgruppe ist zwischen 16 und 24. Da hat Ruf Lanz mit den Lovebirds für einmal problemlos eine alle geforderten Zielgruppen überspannende Sprache finden können.
Die Spots werden mit kurzen Remindern flankiert, in denen die Papageien typische Momente nach dem vollbrachten Akt imitieren, Stil «Schatz, nöd ischlaafe, ich wott no chli rede». Zudem werden die beiden Vögel auch auf www.crest.info ihre Tonspuren hinterlassen in Form von inbrünstig gekrächzten Handy- und SMS-Ruftönen zum Herunterladen.
Die zwei urkomischen Vögel in den Spots sind in Prag in einem Animations-Computer gebrütet worden.
   
Andreas Panzeri

Militärjustiz stellt CIA-Fax-Verfahren ein

Die CIA-Fax-Affäre kommt nun endgültig zu den Akten. Die Militärjustiz hat die beiden restlichen Verfahren eingestellt und den zwei Beschuldigten eine Genugtuung zugesprochen.

 Die CIA-Fax-Affäre kommt nun endgültig zu den Akten. Die Militärjustiz hat die beiden restlichen Verfahren eingestellt und den zwei Beschuldigten eine Genugtuung zugesprochen, wie die SDA berichtet. Die Verfahren sollten ans Licht bringen, wie ein klassifiziertes Dokument des Strategischen Nachrichtendienstes SND zum SonntagsBlick gelangen konnte. Der Auditor des Militärgerichts 4 begründete die Verfahrenseinstellung mit dem Urteil des Militärgerichts 6 in St. Gallen vom 17. April (siehe ). Das Gericht sah es nicht als erwiesen, dass das Fax ein Geheimnis im Sinne des Militärstrafgesetzes darstellte.  
Den beiden Beschuldigten wurde eine Genugtuung zugesprochen. Ferner können der Oberauditor und die Beschuldigten gegen die Einstellungsverfügung innert zwanzig Tagen Rekurs einreichen. Das zivile Untersuchungsverfahren durch die Bundesanwaltschaft war schon im Februar eingestellt worden.
 
Einer der Beschuldigten war Roman Weissen, Sprecher des SND. Er wurde freigestellt. Zudem war er während einer Woche in Untersuchungshaft gesetzt worden. Ob Weissen wieder auf seinen Posten zurückkehrt, war am Mittwoch offen, wie Dominique Bugnon, Informationschef im Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) gegenüber der SDA erklärte. Zuerst müssten administrative Fragen geklärt werden. Der andere Beschuldigte war ein ehemaliger Sprecher des VBS.

Scholz & Friends Zürich poliert Blick-Image auf

Die Zürcher Niederlassung der Agentur Scholz & Friends will mit einer aktuellen Plakat- und Printkampagne den Blick wieder stärker als kritisches Meinungsblatt positionieren.

Die Zürcher Niederlassung der Agentur Scholz & Friends positioniert mit einer aktuellen Plakat- und Printkampagne den Blick als kritisches Meinungsblatt. Die Kampagne kombiniere den Claim «Im Blick kommt’s raus.» mit einer markanten und emotionalen Bildsprache, heisst es in einer Mitteilung. Die reportagehaften Bilder sollen zusammen mit der jeweiligen Headline eine eigene Geschichte erzählen. Der Blick kommuniziert seit Anfang Jahr mit dem neuen Claim, der das Medium wieder stärker als kritisch hinterfragendes Meinungsblatt positionieren soll. Der Blick will zu Themen Stellung nehmen, welche die Menschen bewegen – durchaus auch auf polarisierende Art. Die Imagekampagne von Scholz & Friends greift die Kurskorrektur der meistverkauften Tageszeitung auf.

Zu guter Letzt: Der Tod geht auf Sendung

Heute ein «Zu guter Letzt» im wahrsten Sinne des Wortes: Der Bundesverband deutscher Bestatter (BDB) plant einen morbiden Trauerkanal rund um das Thema Tod. Dieser soll Themen ansprechen, die für ältere Menschen relevant seien.

 Heute ein «Zu guter Letzt» im wahrsten Sinne des Wortes: Der Bundesverband deutscher Bestatter (BDB) plant einen eigenen Trauerkanal. Das morbide TV-Programm soll Themen ansprechen, die für ältere Menschen relevant seien und einen sensiblen Zugang zum Thema Sterben ermöglichen. Geplant sind ausserdem Reportagen über Trauerrituale und Dokumentationen über Friedhöfe, wie Spiegel Online berichtet.  
In Kooperation mit dem Sender EosTV will der BDB noch in diesem Jahr über Satellit und im Internet ein gesondertes Sparten-Programm ausstrahlen. Der Bund der Bestatter will jedoch auf jeden Fall verhindern, dass eine Art «Big Brother»-Format mit potentiellen Todeskandidaten entstehe. Daher soll ein Beirat die ethische Gestaltung der Sendungen überwachen. Das Programm werde nur seriöse und respektvolle Formate akzeptieren, sagte Kerstin Gernig, Geschäftsführerin des Kuratorium Deutsche Bestattungskultur.
 
Finanzieren will sich der deutsche Bestattungskanal unter anderem mit filmischen Nachrufen auf Verstorbene. Das Fernsehen fungiere dabei als zeitgemässes Kondolenzbuch. Zielgruppe sei die wachsende Zahl älterer Menschen, erklärte Gernig gegenüber Spiegel Online. Des Weiteren werde eine strategische Partnerschaft des Senders mit den Trauerportalen im Internet angestrebt. Der Tod im Fernsehen soll aufklären und einen Beitrag zur Enttabuisierung des Sterbens leisten.
 
Nach dem Bluff der holländischen Nierenspender-Show begegnet man dieser Meldung zunächst skeptisch. Doch dies sei kein schlechter Witz. In Deutschland wollen die Bestatter mit dem Trauerprogramm tatsächlich auf Sendung gehen, versichert Spiegel Online.

Vorsicht, Kamera.

Kamera Sony führt in diesen Tagen das neue Sortiment der digitalen Sony-Cybershot-Kompaktkameras in der Schweiz ein. Basierend auf einer für Europa geltenden Strategie entwickelte die Agentur Grey eine Kampagne.

Kamera Sony führt in diesen Tagen das neue Sortiment der digitalen Sony-Cybershot-Kompaktkameras in der Schweiz ein. Basierend auf einer für Europa geltenden Strategie entwickelte die Agentur Grey eine Kampagne. Anders als die übliche Werbung für Fotoapparate, welche sich auf das Motiv konzentriert, ändert die Sony-Cybershot- Werbung die Perspektive um 180 Grad. Es wird nicht das abgelichtete Objekt gezeigt, sondern die Perspektive des Motivs zum Fotografen. Das Kampagnenmotto: «Für die Bilder deines Lebens.» Die Plakate sind im Aushang zu sehen.

Alpinistas wollen Bock auf Politik machen

Demokratie Publicis soll für das Forum Alpinum mehr Jungwähler an die Urne locken.

Demokratie Publicis soll für das Forum Alpinum mehr Jungwähler an die Urne locken. An den diesjährigen Parlamentswahlen sollen auch die Jungen sagen, wos langgeht. Das hat sich die Stiftung Forum Alpinum zum Ziel gesetzt. Mit der Kampagne «Young Commitment» will das Komitee die Jungwähler mobilisieren. Treibende Kraft hinter der Initiative sind ehemalige Schüler des Lyceum Alpinum im bündnerischen Zuoz. 2002 gründeten sie das Forum Alpinum. Laut Eigenwerbung der «jüngste Think Tank der Schweiz». Unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz will das Forum Alpinum die Jugend für politische Themen sensibilisieren. Wie auf dem Internetauftritt zu erfahren ist, wolle man die Jugendlichen ermutigen, auch in einer «Umwelt populistischer Informationsflut» ihre Stimme in der Gesellschaft zu erheben.
Das Komitee erhebt in diesen Tagen erstmals auch seine Stimme mit Hilfe einer Anzeigenkampagne. In den grossen Printtiteln im Land starten die Initianten eine crossmediale Offensive. Kreative Schützenhilfe leistet die Werbeagentur Publicis. Jedoch nicht unentgeltlich. Anders die Zeitungen. Die schalten die Inserate kostenlos.
Wie spricht man die Jugend von heute an, die sich politisch eher desinteressiert zeigt, nicht gerne liest und sich lieber kurz und prägnant unterhält? Aus den auf den ersten Blick unattraktiven Voraussetzungen haben die Kreativen von Publicis eine Teaserkampagne entwickelt. Statt mit Staatskundeunterricht versuchen die Zürcher Werber mit provokativen Sprüchen aufzutrumpfen. Auf ganzseitigen Anzeigen werden ungewöhnliche URL-Adressen schwarz auf weiss kommuniziert – etwa www.voll-auf-die-fresse.ch.
Die leicht einprägsamen URL führen auf eine Internetsite, auf der der jeweils passende Film zum Thema abgespielt wird. Die Machart der von Eventuell produzierten Animationsfilme ist schlicht, aber aussagestark, kombiniert mit frechem Wortspiel, das zum Nachdenken anregt. Die kurzen Sequenzen enden jeweils mit der Aufforderung «Und was ist deine Meinung?». Automatisch wird der Besucher auf die Kampagnen-Homepage von Young Commitment geleitet. Dort hat die interessierte Jugend die Gelegenheit, mittels eines Weblogs an Diskussionen teilzunehmen. Ganz im Sinn des demokratischen Verständnisses. Mitmachen heisst die Devise. Mit Themen wie Atomenergie, Verschuldung oder Jugendgewalt können die Interessierten in einen Dialog mit den Initianten treten, wobei bis anhin nur Letzteres auf Resonanz zu stossen scheint. Noch müssen die Besucher zum Diskutieren aufgefordert werden. Die Jugend ist gegenüber der jungen Kampagne noch zurückhaltend. Was sich mit der Lancierung der Anzeigenkampagne vielleicht bald ändert.
Bis heute ziehen die jungen Wilden des Forum Alpinum eine positive Zwischenbilanz ihrer Kampagne. Das Echo aus den Medien ist für ein derartiges Projekt bemerkenswert.
www.voll-pleite etc.Mit diesen kecken URL-Adressen will das Forum Alpinum die jungen Wähler ins Boot holen:
www.oma-anpumpen.ch
www.mein-strom-kommt-aus-der-steckdose.ch
www.es-trifft-immer-die-falschen.ch
www.kerne-spalten.ch
www.voll-pleite.ch
www.kaputtschlagen.ch
www.voll-auf-die-fresse.ch
Christian Lüscher

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