Dani Büchi neuer Geschäftsleiter von Energy Zürich

Personelle Neuorganisation bei Energy Zürich: Per 1. August 2007 übernimmt Dani Büchi die Geschäftsleitung, Pascal Frei, Hans Knobloch und der bisherige Geschäftsführer Jürg Bachmann erhalten neue Aufgabenfelder.

Per 1. August 2007 übernimmt Dani Büchi die Geschäftsleitung bei Energy Zürich; er war seit der Lancierung von Energy vor neun Jahren Programm- und Marketingleiter und hat neu ad interim auch die Verkaufsleitung übernommen. Er löst den seit vier Jahren amtierenden Geschäftsführer Jürg Bachmann ab, welcher sich in Zukunft für Energy Zürich, Ringier und Goldbach Media um strategische Projekte im Bereich der Digitalisierung kümmern wird. Bachmann sei ausserdem weiter auch als Präsident des Verbands Schweizer Privatradios tätig, wie Ringier-Sprecher Marco Castellaneta der Werbewoche auf Anfrage sagte. Um die Unternehmensstrukturen verstärkt dem multimedialen Geschäft anzupassen, wie es in der Medienmitteilung heisst, wird die gesamte Geschäftsleitung neu formiert; Pascal Frei, bisher Kommunikationsleiter, wird Marketingleiter und nimmt ebenfalls Einsitz in der Geschäftsleitung. Drittes Mitglied ist Hans Knobloch, der als Leiter Content ad interim die Bereiche Radio und Webseite übernimmt. Hinsichtlich multimedialer Ausrichtung plant Energy beispielsweise, das Angebot an Spartensendern auf der Website auszubauen.
Ende Juni hat das UVEK dem Verkauf eines 51-Prozent-Anteils an Energy Zürich durch Goldbach Media an Ringier zugestimmt. Ringier wolle sich mit dem Sender-Kauf ein 360-Grad-Medienpaket sichern, sagte Castellaneta weiter: «Der Grund für den Einstieg in Zürich ist, dass wir auf dem wichtigsten Medienplatz der Schweiz stark präsent sein wollen ». 49 Prozent des Aktienkapitals an Energy Zürich bleiben im Besitz der französischen NRJ Gruppe.

iPhone: Erfolgreichste Kampagne der Werbegeschichte?

Die mediale Aufregung, die Apple im Zug der iPhone-Lancierung geschaffen hat, lässt Marketingexperten schwärmen. Viele halten die Kampagne in verschiedener Hinsicht als eine der erfolgreichsten überhaupt.

 
Verschiedene Marketingexperten reden über Apple’s iPhone-Kampagne nur noch in Superlativen. So etwa Al Ries, Marketingexperte und Vorsitzender der Markenberatung Ries & Ries in Atlanta, der sie gemäss Cash Daily als eine der erfolgreichsten Werbekampagnen überhaupt bezeichnet. Insbesondere punkto der grossen Medienpräsenz und dem relativ geringen Aufwand. Die Kombination von Mobiltelefon und Multimedia-Gerät habe mehr Berichterstattung im Vorfeld des Verkaufs generiert als jedes andere Produkt, so Ries weiter. Zudem seien konkrete Informationen nur Stück für Stück an die Öffentlichkeit gegeben worden, was das Interesse an dem neuen Wunderding zusätzlich gesteigert habe.
Ville Heiskanen von Bloomberg geht mit ihm einig; er vergleicht die Wirkung der Apple-Kampagne mit jener von Ford für den Mustang im Jahr 1964 und mit jener von Microsoft für Windows 95, und er kommt zum Schluss, dass Apple vermutlich neue Massstäbe gesetzt hat.
Auch die Kosten scheinen gemessen an der erzielten Breitenwirkung gering: Michael Gartenberg, Analyst bei JupiterResearch, schätzt den Gesamtaufwand der Markteinführung auf rund 100 Millionen Dollar, weniger als die Hälfte dessen, was Microsoft in ihre Windows-95-Kampagne gesteckt hat.
Matt Williams, Partner von Martin Agency, fasst den Charakter der Kampagne schliesslich treffend zusammen: Apple sei eine jener wenigen Marken, welche ein Produkt mit einer geheimnisvollen Aura umgeben könnten. Zudem habe Apple Gerüchte in die Welt gesetzt, die ein Eigenleben angenommen hätten.
Ob das Produkt ebenso erfolgreich sein wird wie seine Kampagne werden die offiziellen Verkaufszahlen zeigen. Al Ries, der die Kampagne so positiv beurteilt, ist hier eher pessimistisch; Konvergenzgeräte hätten eine lange Geschichte des Scheiterns. Oder wie es ein Blogger bezüglich iPhone konkreter formulierte: Ein teures Mobiltelefon mit einer lausigen Tastatur, und ein teurer iPod mit zu wenig Speicherplatz.

Zu guter Letzt: Hier entschuldigt sich der Chef

Starfotografin (oder Fotogöttin) portraitiert Königin, Königin fährt Starfotografin über den Mund, Fernsehstation dreht ersterer die Worte in deren Mund um und schnippselt so die Wahrheit zurecht, worauf sich die Fernsehstation bei der Königin und der Fotogöttin entschuldigen muss. Das passiert, Annie Leibovitz die Queen fotografiert und die BBC darüber berichtet.

Starfotografin (oder Fotogöttin) portraitiert Königin, Königin fährt Starfotografin über den Mund, Fernsehstation dreht ersterer die Worte in deren Mund um und schnippselt so die Wahrheit zurecht, worauf sich die Fernsehstation bei der Königin und der Fotogöttin entschuldigen muss. Das passiert, Annie Leibovitz die Queen fotografiert und die BBC darüber berichtet. Für die meisten Fernsehstationen wäre es Alltag. Oder gar ein gelungener Teaser. Für den (ehemaligen) Super-Über-Megaprestigesender BBC, die beinah unerreichbare Messlatte für Journalisten in der ganzen Welt, ist es, wie weltlichere Medien weltweit mit Freude melden, nur eines: peinlich. Im Corpus Delicti, ein auf der BBC mehrmals ausgestrahlter Werbeclip für einen Dokfilm, wird dank geschicktem Schnitt suggeriert, die Queen wäre beim Fotoshooting mit der amerikanischen Fotografin Annie Leibovitz – in ihrem Fach mindestens ebenso adlig wie die Queen und so überirdisch wie die BBC – wütend und in vollem Ornat aus dem Shooting davon gestürmt. Leibovitz habe die Queen erzürnt mit der Aufforderung die Krone abzunehmen. Dies, so mussten hohe Vertreter der Fernsehanstalt am Donnerstag einräumen, stimme so nicht ganz. Sorry. Die Queen habe den Fototermin gar nicht frühzeitig abgebrochen, aber den gut gemeinten Vorschlag der Fotografin auf unüblich brüske Weise verneint und diese nicht mal den Satz fertig sprechen lassen. Weshalb genau die Queen nach getaner Arbeit aber so wütend aus dem Zimmer rauschte, weiss niemand. Wie die Bilder sind, das wissen die Kritiker am besten, aber einig sind sie sich nicht: Während ein Kolumnist der New York Times der Queen in etwa eine Persönlichkeit einer Holzfigur attestierte, zeigte sich ein britischer Kollege erleichtert, dass die für provokative Posen bekannte Leibovitz die Queen klassisch portraitierte und nicht «in der Badewanne oder beim break-dancing».

Bald Radioprogramm für Erwachsene?

Radio Basilisk-Gründer Christian Heeb strebt eine Deutschschweizer UKW-Radiokonzession an. Sein Vorhaben: ein qualitativ hoch stehendes, Informations-lastiges Programm, das sich klar abgrenzt von reiner Unterhaltung für ein jüngeres Publikum.

 Radio Basilisk-Gründer Christian Heeb strebt eine Deutschschweizer UKW-Radiokonzession an. Sein Vorhaben: ein qualitativ hoch stehendes, Informations-lastiges Programm, das sich klar abgrenzt von reiner Unterhaltung für ein jüngeres Publikum.  
Um diese Pläne in die Praxis umzusetzen, hat der Radioroutinier die Aktiengesellschaft Medien für Erwachsene (MFE) gegründet. Wie die SDA am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt, sei der Firmenzweck eher vage, als «Aufbau und Betrieb von Plattformen im Medien- und Kommunikationsbereich mit einem publizistisch hohen qualitativen Versorgungsanspruch gegenüber erwachsenen Nutzern», formuliert. Der Verweis auf Erwachsene deute keinesfalls auf allfällige Schmuddelinhalte hin, wie die SDA weiter mitteilt, sondern diene vorab der Abgrenzung gegenüber reinen Unterhaltungssendern, die ein grösstenteils jungendliches Publikum finden.
 
Bei der vom Bundesrat angekündigten Neuausschreibung der Radio- und TV-Konzessionen habe die MFE gemäss Communiqué keine lokale, sondern eine sprachregionale im Visier. Nicht ausgeschlossen sei auch eine Beteiligung oder Übernahme einer bestehenden Station. Ob damit das von Heeb mitgegründete Radio Basilisk gemeint ist, das die Tamedia nach dem Kauf der Espace abstossen muss, bleibt unklar. Ebenso sind keine Zahlen zum künftigen Finanzbedarf des Senders publik gemacht worden. Wie die SDA schreibt, stehe derzeit lediglich fest, dass die Büros bezogen und die Aktien der Firma voll liberiert seien. Als Verwaltungsräte am Projekt beteiligt seien zudem der ehemalig TV-Chef von Ringier, Hans Jürg «Fibo» Deutsch, sowie Franz C. Widmer, der als Chefredaktor der Basellandschaftlichen Zeitung Ende Jahr in Pension geht.

Deutschland: Wenig Interesse an Digitalsendern

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Programmzeitschrift TV Movie zeigt, dass die Deutschen kaum Interesse an weiteren digitalen Sendern haben. 90 Prozent der Befragten gaben an, sie wollten nicht noch mehr Sender empfangen. Die Studie offenbarte auch eklatante Wissenslücken in der Deutschen Bevölkerung hinsichtlich des digitalen Angebots.

 Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Programmzeitschrift TV Movie zeigt, dass die Deutschen kaum Interesse an weiteren digitalen Sendern haben. 90 Prozent der Befragten gaben an, sie wollten nicht noch mehr Sender empfangen. Die Studie offenbarte auch eklatante Wissenslücken in der Deutschen Bevölkerung hinsichtlich des digitalen Angebots. Wie Werben & Verkaufen meldet, meinte sogar jeder vierte, das Angebot sei jetzt schon zu unübersichtlich. Demgegenüber wünschten sich nur gerade acht Prozent der 1’004 Befragten Zuschauer ab 14 Jahren ein noch breiteres Angebot. Zudem zeigte die Umfrage, dass erst wenige Fernsehzuschauer über Digital-TV informiert sind: 68 Prozent wussten zwar, dass es sich um einen Übertragungsstandard für Fernsehsendungen handelt, ganze sechs Prozent glaubten, es sei ein neuer Sender und elf Prozent waren überzeugt, dass digitale Programme per Definition kostenpflichtig sind. Und viele, die schon mit digitalem TV versorgt werden, wissen noch gar nichts von ihrem Glück: Obschon 34 Prozent der deutschen Fernsehhaushalte digital versorgt werden, gaben nur 26 Prozent an, dass sie Digital-TV sehen können.

Viva widmet Schweizer Musikschaffenden Talksendung

Am kommenden Sonntag, 15. Juni, startet Viva Schweiz seine neueste Eigenproduktion «Swiss.Space.Talk», in der das hiesige Musikschaffen im Zentrum steht. Der erste Gast beim halbstündigen Talk ist Erfolgs-DJ Sir Colin.

 
Am kommenden Sonntag, 15. Juni, startet Viva Schweiz seine neueste Eigenproduktion «Swiss.Space.Talk», in der das hiesige Musikschaffen im Zentrum steht. Der erste Gast beim halbstündigen Talk ist Erfolgs-DJ Sir Colin. Schon heute stehen bei Viva täglich zwischen 19.00 und 20.00 Uhr nur Schweizer Videoclips auf dem Programm. Nun erweitert der Musiksender dieses Angebot um einen wöchentlichen Talk mit den Protagonisten der Schweizer Musikszene, wie Viva am Donnerstag in einer Medienmitteilung schreibt. Mit den halbstündigen Gesprächen setzt man bewusst einen Kontrapunkt zum 3-minütigen Kurzinterview. Zur Premiere des neuen Formats plaudert am kommenden Sonntag Sir Colin mit VJ Robin über sein Singleleben und seinen letzten Videodreh. Eine Woche später lädt Moderatorin Jubaira den erfolgreichsten Schweizer Rapper Stress zum Gespräch. Des weiteren seien Talks mit Gimma, Seven, DJ Tatana und Bligg geplant, wie der Sender mitteilt.

Dietschi in Olten baut Zeitungsdruckanlage aus

Das Oltner Druck- und Medienunternehmen Dietschi will seine Zeitungsdruckanlage auf durchgehende Vierfarbigkeit aufrüsten. Diese Investition soll höheren Anforderungen Rechnung tragen und vermehrt Fremdaufträge generieren.

 
Das Oltner Druck- und Medienunternehmen Dietschi will seine Zeitungsdruckanlage auf durchgehende Vierfarbigkeit aufrüsten. Gemäss Medienmitteilung will der Herausgeber des Oltner Tagblatts und der Oberbaselbieter Zeitung mit dieser Investition an seiner Eigenständigkeit festhalten und den Anforderungen von Kunden, Zeitungslesern und Inserenten Rechnung tragen.Die Zeitungsrotation Uniman soll um zwei weitere 8er-Geoman Druckeinheiten erweitert werden. Von der Fähigkeit zum Vierfarbendruck sollen die eigenen Blätter profitieren, Dietschi will sich damit aber auch vermehrt Fremdaufträge sichern. Der Fokus liegt dabei auf kleineren bis mittleren Wochenzeitungen von 20’000 bis 100’000 Auflage, welche die erweiterte Druckanlage über die tägliche Produktion hinaus auslasten können. Die neuen Drucktürme sollen ab 1. Mai 2008 betriebsbereit sein.

Urs Aeberli neuer Chefredaktor von Stocks

Die Vakanz in der Chefredaktion des Anlegermagazins Stocks ist schnell wieder besetzt worden: Urs Aeberli wird mit sofortiger Wirkung den Chefposten antreten. Er ist Nachfolger von Hansjörg Ryser, der Ende Juni abrupt von seiner Position zurücktrat und ins Ressort Invest der Bilanz wechselte.

 Die Vakanz in der Chefredaktion des Anlegermagazins Stocks ist schnell wieder besetzt worden: Urs Aeberli wird mit sofortiger Wirkung den Chefposten antreten. Er ist Nachfolger von Hansjörg Ryser, der Ende Juni abrupt von seiner Position zurücktrat und ins Ressort Invest der Bilanz wechselte (siehe ). Urs Aeberli amtiert seit der Gründung von Stocks als stellvertretender Chefredaktor. Zuvor war der Wirtschaftswissenschafter bereits als Ressortleiter in der Redaktion der Handelszeitung und als Chefredaktor der Fachzeitschrift Schweizer Versicherung bei der Verlagsgruppe Handelszeitung tätig. Nach dem Rücktritt von Ryser leitete Aeberli die Redaktion zusammen mit Hans Peter Arnold interimistisch, unterstützt von Redaktionscoach Peter Balsiger.
Als stellvertretender Chefredaktor und Blattmacher stösst per 1. September 2007 ausserdem Marc Boris Reisner zu Stocks. Reisner blickt auf eine langjährige Erfahrung als leitender Redaktor und Chefredaktor bei verschiedenen deutschen Publikationen wie Geldzeitung, Euro am Sonntag zurück und zeichnete bereits in den Jahren 2000 und 2001 als Finanzkolumnist in der Handelszeitung. Marc Boris Reisner verfügt über einen Abschluss als Diplom-Kaufmann der Universität der Bundeswehr in Hamburg.
Komplettiert wird die Chefredaktion von Stocks durch Hans Peter Arnold, der seit Januar 2007 beim Anlegermagazin ist und unverändert die Position eines stellvertretenden Chefredaktors einnimmt.

Neues Gratisblatt .ch will Gratisstandorte

Als Trumpfkarte des neuen Gratisblatts .ch gegenüber 20 Minuten und Heute wurde stets die Zustellung vor die Hauseingänge gehandelt. Doch genau diese könnte nun gemäss Berner Zeitung (BZ)zum Knackpunkt werden, weil die neue Gratiszeitung keine Ständermiete zahlen will.

 Als Trumpfkarte des neuen Gratisblatts .ch gegenüber 20 Minuten und Heute wurde stets die Zustellung vor die Hauseingänge gehandelt. Doch genau diese könnte nun gemäss Berner Zeitung (BZ)zum Knackpunkt werden, weil die neue Gratiszeitung keine Ständermiete zahlen will. Mitte September startet .ch mit einer Auflage von 425’000 Exemplaren. Diese werden nicht nur im öffentlichen Raum verteilt, sondern vor allem vor Hauseingängen angeboten werden, in insgesamt 35’000 Zeitungsständern. Die Konkurrenz 20 Minuten zahlt laut Recherchen der BZ für das Aufstellen der Verteilkästen je nach Standort hohe Mieten bis zu 500 Franken pro Jahr und Ständer in Bern, bis zu 600 Franken in der Stadt Zürich an die Bodenbesitzer. Im Falle des 20 Minuten und des Heute sind dies vor allem die Verkehrsbetriebe und verschiedene Geschäfte sowie Firmenliegenschaften.
Die Bezahlung einer Miete an die Hauseigentümer, vor dessen Liegenschaften die .ch-Kästen zu stehen kommen, sei jedoch nicht vorgesehen, schreibt die BZ. Sie würden lediglich «vorab informiert werden». Nach Angaben des Hauseigentümerverbandes können die Besitzer sehr wohl Bezahlung für den Standort verlangen. Der Initiator von .ch, Sascha Wigdorovits, gelobt, bei Reklamationen die Ständer wieder zu entfernen. Und solche sind durchaus denkbar, denn viele Passanten missbrauchen die Ständer als Abfallkörbe, was zu einem Mehraufwand bei der Liegenschaftenpflege führen könnte. Und diese übernehmen die Hauseigentümer bestimmt nicht gratis.

Wissen, was wo wann läuft

Prozessintegration Druckmaschinenbauer Heidelberg sagt der manuellen Produktionsplanung den Kampf an.

Prozessintegration Druckmaschinenbauer Heidelberg sagt der manuellen Produktionsplanung den Kampf an. Der Arbeitstag in den meisten Druckereien und/oder Druckweiter- verarbeitungs- betrieben beginnt mit einer Planungssitzung am frühen Morgen. Hier werden die zu fertigenden Aufträge des Tages besprochen, mittel- und langfristige Termine festgelegt, auf Plantafeln eingetragen bzw. abgesteckt. Im Weiteren werden Prioritäten definiert, die dann nicht selten während des Tages wieder über den Haufen geworfen werden … Fehlende oder ungenügende Daten, Verschiebungen der Datenlieferung seitens der Kunden etc. sind alltägliche Problemstellungen, mit denen Druckereien und in der Folge auch die Drucksachenveredler oder Weiterverarbeiter konfrontiert sind und die ständige Anpassungen an die Terminpläne erfordern.  
Elektronisch planen Mit modernen Workflow-Lösungen bekommen die Unternehmen die Verschiebungen der Termine zwar genauso wenig wie den Problemkreis kurzfristiger Änderungen in den Griff, aber vermutlich kann dank eines erweiterten Funktionsumfangs dieser Systeme schon bald besser und vor allem schneller auf die genannten äusseren Einflüsse reagiert werden. Damit nicht genug: Geht es nach den Plänen der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg), dann wird die manuelle Plan- oder Produktionsplanungstafel schon bald obsolet. Ein wichtiges Mosaiksteinchen, genauer eine zu deren Produktions-Workflow-System Prinect passende Komponente, hat das Unternehmen im Juni im Rahmen einer internationalen Fachpressekonferenz in der Schweiz und Liechtenstein vorgestellt. Vor Ort bei Praktikern – der im Zürcher Oberland in Egg beheimateten Druckerei Fotorotar AG und der im «Ländle» bzw. Schaan domizilierten BVD Druck+Verlag AG – stellte Jörg Bauer von Heidelberg die neuen, Prinect ergänzenden Software-Komponenten Prinect Scheduler und Prinect Postpress Manager (siehe Kasten) vor.
 
Der von Bauer besprochene Prinect Scheduler ist eine Erweiterung der Heidelberg-Workflow-Lösung Prinect und soll zur Fachmesse Drupa im Juni 08 verfügbar sein. «Druckereien werden mit dem Scheduler in die Lage versetzt, ihre Druckaufträge deutlich schneller, flexibler und auch einfacher zu planen», skizziert Bauer die Möglichkeiten dieser integrierten, elektronischen Produktionsplanung. Um diese umfassende Übersicht zu gewährleisten, verbindet sich der Prinect Scheduler mit dem Prinect Integration System, das für eine zentrale Datenhaltung innerhalb einer Druckerei auf Basis von JDF (Job Definition Format) sorgt. Mittels eines zentralen, JDF-basierenden Jobtickets – das Informationen zur Auftragsidentifikation und zu den verwendeten Materialien bereithält sowie den Produktionsweg beschreibt – und durch JDF-Routing – dem Zuordnen bzw. Weiterleiten von JDF-Instruktionen – lassen sich bereits heute auftragsrelevante Informationen zwischen den Abteilungen Arbeitsvorbereitung/ Kalkulation und Produktion elektronisch hin- und hersenden bzw. abrufen.
 
Auf Herz und Nieren testen Beim Presse-Event zum Thema «Prozessintegration» sollten erste Testanwender nicht zu kurz kommen. Das Unternehmen Fotorotar wird in Kürze als Betatest-Kunde die von Heidelberg entwickelte Komponente Prinect Scheduler einsetzen. Die Fotorotar gilt als eine Druckerei, die schon lange und eng mit Heidelberg zusammenarbeitet und gar mitentwickelt. Jüngstes Beispiel dieser Kooperation ist der Feldtest der Speedmaster SM 52 mit dem Farbwerk Anicolor, die in Egg über längere Zeit getestet wurde und dem Druckmaschinenhersteller Heidelberg wichtige Erkenntnisse über ihren Einsatz in der Praxis liefert. Gleiches will man in Egg nun auch mit dem Prinect Scheduler vornehmen und die Komponente mit Start im Herbst 2007 auf Herz und Nieren testen. Dieses Termin- und Zeitplanungsinstrument verspricht, die Plantafel ins digitale Zeitalter zu überführen. «Alle Daten, die die AVOR erfasst/liefert, können nun zur Produktion genutzt werden», freut sich Geschäftsführer Jürg Konrad. Otto Brunner, ebenfalls Mitglied der Geschäftsleitung, geht davon aus, «dass dank der Funktion als elektronische Plantafel weniger Rücksprachen beim Kunden notwendig sein werden». Zum Einsatz kommt bei Fotorotar neben dem Prinect Integration System samt Pressroom Manager die Vorstufenlösung Prinect Printready. Als Branchen-Software bzw. MIS-System setzt die Druckerei auf das Schweizer Produkt Printplus.
 
Den schnellen Durchlauf im Fokus Im Gegensatz zur Fotorotar verwendet die BVD das MIS-System Prinect Prinance von Heidelberg. Peter Göppel, Mitglied der Geschäftsleitung, ist begeisterter Anwender dieser Branchen-Software: «Service am Kunden ist, wenn man schnell und kompetent Auskunft über den Produktionsstatus geben kann. Prinect mit Prinance ist eine überzeugende Lösung.» 8500 Aufträge unterschiedlicher Grösse werden im Schaaner Druck- und Verlagshaus in Offset- und Digitaldruckverfahren jährlich produziert. Diese Zahl veranschaulicht, welchen Stellenwert die Auskunftsfähigkeit der AVOR-Mitarbeitenden bei den Kunden einnimmt. Mit dem Prinect Postpress Manager testet die BVD ein weiteres in Entwicklung befindliches, ebenfalls von Heidelberg auf die Drupa hin angekündigtes Modul. Die auf die Druckweiterverarbeitung ausgerichtete Prinect-Komponente erlaubt die Online-Anbindung der Weiterverarbeitungsmaschinen von Heidelberg und damit einen bidirektionalen Datenaustausch mit dem Management-Informationssystem (MIS) einer Druckerei – inklusive dem Laden von Auftragsdaten direkt auf die Maschine. Quasi im Gegenzug liefert der Postpress Manager Analysedaten direkt an das MIS zurück. Für Peter Göppel, der sich als an betriebswirtschaftlichen Zahlen und Auswertungen interessierter Manager vorstellte, dürfte vor allem letzteres ein Argument sein, den Postpress Manager weiterhin in der Praxis einzusetzen.
 
Fazit: Scheduler = Vernetzung 2.0 Die Vernetzung bzw. die Integration von Prozessen ermöglicht weit mehr als die Weitergabe von Produktionsdaten und die Rückmeldung diverser Statusinformationen. Eingebettet in ein System und mit Tools wie dem Prinect Scheduler lässt sich, wie bei den beiden Druckereien deutlich wurde, die Planung von Produktionsressourcen sowie die Auskunftsfähigkeit gegenüber dem Kunden deutlich verbessern. Ein Thema, das viele Druckereien und teilweise auch deren Kunden interessieren dürfte.
 
Jürgen Franck
 
 
Prozessintegration Mit dem Prinect Scheduler
(to schedule = planen, disponieren) integriert Heidelberg mit Verfügbarkeit Drupa 2008 die elektronische Plantafel in den Produktions-Workflow. Druckereien werden damit in die Lage versetzt, Aufträge schneller, flexibler und einfacher zu planen.  
Bereits heute kann mit Prinect Cockpit
der Produktions-Workflow kontrolliert werden; der optionale Scheduler führt darüber hinaus die Planungsaktivitäten mit einer Produktionssteuerung zusammen. So genannte Checkpoints zeigen an, ob definierte Meilensteine wie zum Beispiel die Freigabe des Proofs oder die Verfügbarkeit von Druckplatten und Papier erreicht wurden. Damit erhalten zugriffsberechtigte Personen einen schnellen Überblick über die Situation in der Produktion.  
Der Prinect Postpress Manager
ermöglicht ebenfalls ab der Drupa 2008 die Online-Anbindung von diversen Heidelberg-Weiterverarbeitungsmaschinen oder die Offline-Anbindung via Data Terminals von Maschinen von Drittanbietern oder solchen, bei denen keine Online-Anbindung möglich ist. (jf)

Neue Köpfe bei Fisch.Meier.Direkt

Die Zürcher Dialogmarketing-Agentur Fisch.Meier.Direkt hat per Anfang Juli ihr Beratungsteam verstärkt. Zum Team gestossen sind Daniela Bahnmüller, Manon Gesess und Philipp Zubler.

 Die Zürcher Dialogmarketing-Agentur Fisch.Meier.Direkt hat per Anfang Juli ihr Beratungsteam verstärkt. Neu ist Daniela Bahnmüller als Brand Director mit an Bord. Bahnmüller bringe viele Jahre Berufserfahrung im Agentur- und Verlagsbereich mit, heisst es im Communiqué. So begleitete die Marketingplanerin und Verlagsmanagerin verschiedene Titel von der Analyse, Konzeption, Projektleitung bis zur operativen Verantwortung. Als Junior Beraterin ebenfalls ist Manon Gesess zum Team gestossen. Sie bringt gemäss Mitteilung ihr Wissen aus den Bereichen Produkt- und Dienstleistungsmanagement, klassische Werbung, Online-Kommunikation, Merchandising sowie Printproduktion ein. Im Desktop-Publishing arbeitet neu Philipp Zubler, der eine mehrjährige PrePrint-Erfahrung vorweisen kann.

Farbenfroher Anschlag auf das Bundeshaus

Politik Spillmann Felser Leo Burnett fordert die Jugend zum politischen Mitdenken auf.

Politik Spillmann Felser Leo Burnett fordert die Jugend zum politischen Mitdenken auf. «Unzufrieden mit der Welt von heute? Dann engagiere dich für die Welt von morgen.» Mit dieser Aufforderung wird politische Stimmung bei der Jugend gemacht. Absender ist das Organisations- komitee der Eidgenössischen Jugendsession. Diese gibt im September dieses Jahres Jugendlichen aus der ganzen Schweiz erneut die Möglichkeit, die Politik wenigstens für einen «heissen Herbst» lang selbst in die Hand zu nehmen. 
Um auf diese Chance aufmerksam zu machen, hat SFLB für die Jugendsession die Unzufriedenheit, welche die Politik bei den Jungen oft hinterlässt, verblüffend und provozierend in Szene gesetzt: mit einem Farbanschlag auf das Bundeshaus und der gleichzeitigen Aufforderung, sich an der Jugendsession selber für die Zukunft einzusetzen. Das Sujet erscheint als Mailing, Inserat und Plakat. Potenzielle Teilnehmer erhalten zudem Farbfleckaufkleber mit der Anregung, sie dort zu platzieren, wo sie Missstände erleben.
 
An der Jugendsession können 200 Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren teilnehmen, welche entweder hier wohnen oder die schweizerische Staatsbürgerschaft besitzen. Für die Organisation arbeiten rund 30 «Ehemalige», die im letzten Jahr an der Session teilgenommen haben. Mit gesellschaftlichen Aktivitäten am Abend wird der kulturelle Austausch gefördert. Die Jugendsession zeigt den Jugendlichen die Politik hautnah und motiviert sie für ein politisches Engagement und eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Impulse liefern unter anderem die Diskussionen mit erwachsenen Politikern.
 
Andreas Panzeri
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