Stress im Internet

Musik Stress ist der erfolgreichste Schweizer Rapper. Futurecom hat für den überaus produktiven Künstler einen neuen Internetauftritt realisiert.

Musik Stress ist der erfolgreichste Schweizer Rapper. Futurecom hat für den überaus produktiven Künstler einen neuen Internetauftritt realisiert. Im Zentrum steht dabei Stress als Persönlichkeit und Künstler – nicht primär als Rapper. Futurecom hat diverse Elemente in die Website integriert, über welche Stress den direkten Draht mit seinen Fans aufrechterhalten kann. So spricht er auf der Startseite per Video-Streaming regelmässig zu seinen Fans – in Deutsch und Französisch. Daneben bietet die Website unzählige Fotos, exklusive Musik, Videos und einen Online-Shop. Mehr Infos unter www.stressmusic.ch

Edel, edel

Druckveredelung Die innovative Druckerei Kasimir Meier hat ein sehenswertes Veredelungskompendium erarbeitet und produziert.

Druckveredelung Die innovative Druckerei Kasimir Meier hat ein sehenswertes Veredelungskompendium erarbeitet und produziert. Riechen, fühlen, spüren: Ein neues, als Ringbuch konzipiertes Buch der Kasimir Meier AG spricht viele Sinne an. Dies war auch das erklärte Ziel: «Bei der Konzeption unseres Werks ‘Trend.Sinn.Bilder’ stand neben einem hohen Praxisnutzen das Aufzeigen der Möglichkeiten und Ansprechen der Sinne im Vordergrund» erklärt Cyrill Heimgartner, Geschäftsleiter beim Wohlener Druck- und Verlagshaus.  
Am meisten angesprochen wird jedoch beim hauptsächlich auf das Bild setzende Werk der Sehnerv. Die Verwendung von intensiven Leucht- oder MetallFX-Farben, applizierten Folien und ganz oder partiell aufgetragenen Lacken macht das Blättern zum Erlebnis. Der geneigte Werber oder Drucksacheneinkäufer wird zudem kurz und prägnant über die Herstellung – Druck, Veredelung und Bedruckstoff – informiert.
 
Direktvergleich möglich Was am Buch «Trend.Sinn.Bilder» besonders gefällt, ist die Möglichkeit zum Vergleichen. Die auf fast jeder Doppelseite integrierten, zirka halbseitigen und mit dem gleichen Sujet versehenen Seitenteile stellen zudem die verschiedenen eingesetzten Farb- oder Lackvarianten gegenüber. Damit kann der Anwender direkt vergleichen, kann etwa selbst sehen, wie partielle, matte oder vollflächige Lackierungen die Sujets in ein anderes Licht rücken.
 
Wer nicht sehen will, kann riechen Doch das Werk der Kasimir Meier AG richtet sich wie erwähnt nicht nur an unsere Augen, sondern spricht auch unseren Tast- und Geruchssinn an. Das auf Velprint, einem veloursartigen Bedruckstoff, gedruckte Sujet «Giraffe» fühlt sich an wie das Fell dieses langhalsigen Paarhufers. Relieflackveredelungen verleihen den Flügeln eines Schlangenhalsvogels fühlbare und plastische Wirkung. Viele besonders hochwertige Papiere kommen zum Einsatz – teils pigmentiert, teils hochglänzend gestrichen. Wer über das Sujet einer Kirsche reibt, nimmt zudem einen süsslichen, der Kirsche nachempfundenen Duft wahr.
 
Bleibt der Wermutstropfen, dass dieses mit Unterstützung von Partnern der Lieferindustrie realisierte Werk auf 1000 Exemplare beschränkt ist. «Trend.Sinn.Bilder» ist auch nicht käuflich zu erwerben, wird jedoch Interessierten vom Geschäftsführer der Kaismir Meier AG gerne persönlich vorgestellt – und abgegeben.
 
Jürgen Franck

Comeback der Wandzeitung

Druckereien Mit einer Aufsehen erregenden Plakatkampagne hat Walker die Internetdruckerei Maxiprint ins Gespräch gebracht.

Druckereien Mit einer Aufsehen erregenden Plakatkampagne hat Walker die Internetdruckerei Maxiprint ins Gespräch gebracht. Knallig, schnell und frech: Die neuste Kampagne aus dem Dampfkocher von Pius Walker hat seine Wirkung nicht verfehlt. Neben Blick, heute, Tages-Anzeiger, der Neuen Luzerner Zeitung, Zuger Nachrichten, Schaffhauser Bock oder Kölner Express haben bereits zahlreiche Blogs über die Aktion berichtet. Eine ganze Woche lang liessen Pius Walker und sein Team die altbewährte Idee der Wandzeitung noch einmal neu aufleben. Täglich wurden am Zürcher Hauptbahnhof sowie im Stadelhofen in aller Morgenfrühe 31 Plakate mit topaktuellen News aufgehängt. Noch schneller als in der Pendlerzeitung heute war auf diesen Plakaten zum Beispiel zu lesen, dass bei der UBS Konzernchef Peter Wuffli durch dessen Vize Marcel Rohner ersetzt wird. 
Walker hat die News um 7.30 unter der Dusche vernommen. Um 15 Uhr sind bereits fünf Afficheure der APG mit den Plakaten auf Klebtour gegangen. «Schneller druckt keiner» konnte die Agentur für ihren Neukunden Maxiprint mit diesem Schnellschuss demonstrieren. «Die Clicks beim Internetdrucker sind seither erfreulich in die Höhe geschnellt», weiss Walker. Nach seiner Aktion für Amnesty International und jetzt Maxiprint warten die Freunde der schönen Plakatkunst seither gespannt auf den nächsten Streich.
 
Andreas Panzeri

Verlegerverband fordert mehr Dynamik im Postmarkt

Die Schweiz ist das Schlusslicht in der europäischen Postmarktöffnung. Dies stellt die Postregulationsbehörde in ihrem Jahresbericht fest. Der Verlegerverband Schweizer Presse fordert deshalb wieder einmal die Öffnung des Postmarktes. Sie bringe Preissenkungen und generell ein besseres Preis-Leistungsverhältnis.

 Die Schweiz ist das Schlusslicht in der europäischen Postmarktöffnung. Dennoch funktioniert ihre postalische Grundversorgung flächendeckend und in guter Qualität. Dies stellt die Postregulationsbehörde in ihrem Jahresbericht fest. Wie die SDA meldet, ist die Behörde besorgt über die «erlahmende Dynamik im Postsektor». Der Verlegerverband Schweizer Presse schliesst sich diesen Befürchtungen in einem Communiqué an, das er nach Veröffentlichung des Tätigkeitsberichts herausgab. Er fordert eine Öffnung des Marktes. Die Post stehe finanziell ausgezeichnet da und geniesse nach wie vor viele gesetzliche Wettbewerbsvorteile, was potentielle Mitbewerber benachteilige, heisst es in der Mitteilung.
Auffallend sei weiter, dass im Tätigkeitsbericht hinsichtlich der Rechnungslegung mangelnde Transparenz festgestellt werde. Transferpreise, die Einhaltung des Quersubventionierungsverbotes oder die Ergebnisse der einzelnen Dienste könnten dadurch nicht abschliessend beurteilt werden. Die Öffnung des Postmarktes bringe dagegen Preissenkungen und generell ein besseres Preis-Leistungsverhältnis. Die schweizerischen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage als wichtige Kundengruppe im Postmarkt unterstützen deshalb laut Mitteilung eine rasche und umfassende Postmarktöffnung.

Startpfiff für Host City Bern

Fussball In 341 Tagen beginnt die Fussball-Europameisterschaft. Wird es in der Altstadt eine Fanzone geben?

Fussball In 341 Tagen beginnt die Fussball-Europa- meisterschaft. Wird es in der Altstadt eine Fanzone geben? Wo findet das Public Viewing statt? Wie viele Besucher werden in der Stadt Bern erwartet? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es auf www.euro08-bern.ch. Die offizielle Website der Host City Bern ist kürzlich online gegangen, realisiert von Maxomedia. Auf der Plattform haben die Besucher Zugriff auf Informationen und aktuelle News zur Euro 08. Jeder User kann sein eigenes Profil samt Fotos und Videos erstellen und sich mit anderen Benutzern austauschen. Etwa im Forum oder auf dem Marktplatz. Auch der Berner «Stapi» Alexander Tschäppät macht mit. In seinem Blog schreibt er regelmässig rund um das grosse Fussballfest.

Kopfschütteln über den Bundesrat

Versorgungsgebiete Die Art, wie der Bundesrat die TV-Versorgungsgebiete festlegte, löst besonders im Wallis, in der Waadt und im Jura Besorgnis und Verärgerung aus.

Versorgungsgebiete Die Art, wie der Bundesrat die TV-Versorgungsgebiete festlegte, löst besonders im Wallis, in der Waadt und im Jura Besorgnis und Verärgerung aus. Die vom Bundesrat jüngst beschlossene neue Aufteilung der Fernsehgebiete hat vor allem ein Ziel: Künftig soll die ganze Schweiz mit konzessionierten Privat-TVs abgedeckt werden. Heute ist dies nicht der Fall. Das Oberwallis, der frankofone Teil des Kantons Fribourg sowie der nördliche Jura waren bisher punkto Privat-TV nicht oder nur rudimentär versorgt. Da jedoch trotz der neuen Regeln keine dieser Regionen eine eigene TV-Konzession erhält, sondern zu einem Gebiet mit bestehenden TV-Anbietern geschlagen wird, müssen sich die interessierten Parteien jeweils erst zusammenraufen.  
Dies dürfte im Wallis, für das der Bundesrat einen einzigen zweisprachigen Sender vorsieht, trotz gegenwärtiger Eiszeit zwischen Canal 9 in Sierre und Tele Oberwallis ziemlich rasch möglich werden. Zwar hat Christian Stärkle, VR-Präsident des Projektes Tele Oberwallis, bisher lautstark eine eigene Konzession für den deutschsprachigen Kantonsteil gefordert und noch letzte Woche gepoltert, er starte notfalls auch ohne Konzession. Unterdessen tönt es jedoch schon viel moderater. «Ich könnte mir vorstellen, dass wir uns zwar für die ganze Konzession bewerben, das Unterwalliser Programm aber an Canal 9 abtreten», sagt er. Auch Aline Nicol, Geschäftsführerin von Canal 9, schliesst eine Kooperation nicht aus. Nur hat sie den Eindruck, dass ihr Stärkles Türen verschlossen sind. Stärkle hingegen hält ihr vor, ihn gar nie kontaktiert zu haben. Kurz: Hier fehlt es vor allem an Kommunikation. Ein wenig behördlicher Druck scheint da offenbar gar nicht zu schaden.
 
Vaud-TV gefährdet Nicht unlösbar, aber etwas schwieriger dürfte die Situation im neuen Gebiet Vaud-Fribourg sein, bei dem der Bundesrat ein fribourgisches Sendefenster vorschreibt. «Wir müssen nun noch einmal bei Null anfangen», sagt Christophe Rasch, Leiter TV bei Edipresse. Der Grund für die Enttäuschung: In mühsamer Kleinarbeit war es Edipresse gelungen, die aufgesplittete Waadtländer Privat-TV-Szene hinter dem gemeinsamen Projekt Vaud-TV zu scharen. Rasch sieht diese Einheit nun gefährdet. Einerseits, weil nun auch noch das frankofone Fribourg ohne TV-Erfahrung integriert werden muss, andererseits, weil er die Kosten für ein Fribourger Fenster für höher hält als den Betrag, den er aus dem Gebührentopf erwartet. «Wenn das Projekt aber zu teuer wird, springt uns der eine oder andere Waadtländer Akteur wieder ab», befürchtet Rasch.
 
Nicht ganz so schwarz sieht es Albert Noth, Mitglied der Stiftungs- und Verwaltungsräte von Radio Fribourg, Freiburger Nachrichten und La Liberté. «Wer meint, er müsse nun noch einmal bei Null anfangen, hat sich vorher zu viele Illusionen gemacht», sagt er. Er jedenfalls habe mit diesem bundesrätlichen Entscheid gerechnet. Und er glaubt, dass man sich über die Kantonsgrenzen hinaus finden werde. «Zudem denke ich, dass die Fribourger Medien durchaus etwas zum TV-Fenster beitragen können.»
 
Spannend wird es auch im nördlichen Jura: Der Bundesrat sieht vor, das heutige Gebiet von Canal Alpha (Neuenburg) zu verdoppeln, indem er den Kanton Jura und den Berner Jura anhängt, punkto Privat-TV zwei bisher unbefleckte Gebiete. Pierre-André Léchot, Direktor von Canal Alpha, ist über die derart vergrösserte Spielwiese nicht allzu erfreut. Lieber wäre ihm je eine eigene Konzession pro Kanton gewesen. Doch Léchot will die Herausforderung annehmen, auch wenn er noch nicht weiss, ob er die beiden neuen Gebiete mit Fensterlösungen oder eher mit alternierenden Stundenschlaufen bedienen soll. Aber er steht bereits in Kontakt mit möglichen Partnern, so etwa mit dem Quotidien Jurassien in Delémont.
 
Markus Knöpfli
 
 
Zünglein an der Waage Unzufrieden mit dem Bundesrat
ist man auch im Kanton Schaffhausen. Sowohl das Schaffhauser Fernsehen (SHTV) als auch die Kantonsregierung hatten ein eigenes Versorgungsgebiet gewünscht. Nun wurde der Kanton aber bloss mit eigenem Sendefenster zum Gebiet Zürich-Nordostschweiz geschlagen. Die Regierung bedauert dies, erwartet aber, dass für das künftige Fenster das SHTV eingebunden wird.  
Dies verleiht dem Sender nun eine wichtige Position:
Ein Projekt, das SHTV mit im Boot hat, wird zumindest bei der Schaffhauser Kantonsregierung schon mal einen Pluspunkt verbuchen können. Interesse am Gebiet Zürich-Nordostschweiz angemeldet haben bisher Tele Züri, Tele Top und ein loses Konsortium um ZüriPlus. Letzterem gehörte bisher auch SHTV an. Doch SHTV-Chef Norbert Neininger behält sich ausdrücklich auch Kooperationsgespräche mit den andern Interessenten vor. (mk)

Bundesgericht segnet Urheberrechtsgebühr auf MP3-Player ab

Festplatten-Recorder und MP3-Player werden voraussichtlich bald teurer. Das Bundesgericht hat die Einführung der Urheberrechtsgebühr gutgeheissen. Bei den Konsumentenorganisationen ist die Enttäuschung gross.

 Festplatten-Recorder und MP3-Player werden voraussichtlich bald teurer. Das Bundesgericht hat die Einführung der Urheberrechtsgebühr auf digitalen Speichermedien in der geplanten Form gutgeheissen. Damit sind die Konsumentenorganisationen sowie die Verwertungsgesellschaften mit ihren Beschwerden gescheitert.Das Bundesgericht erklärte den Tarif für rechtens, der von der Eidgenössische Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten im Januar festgelegt worden war. Die Kommission habe bei der Bemessung der Höhe der Abgabe ihren Beurteilungsspielraum weder überschritten noch missbraucht.
Bei den unterlegenen Konsumentenorganisationen ist die Enttäuschung gross. Die Schweizerische Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) ist sowohl über das Urteil wie auch über ihre vom Bundesgericht abgesprochene Legitimation als Beschwerdeführerin entrüstet. Mit dem Urteil öffne das Bundesgericht Tür und Tor für Abgaben auf allen möglichen Geräten, so die SKS. Das Konsumentenforum, welches allein rund eine Million Konsumenten vertritt, kann die Aberkennung der Legitimation ebenfalls nicht nachvollziehen.
Kein Erfolg hatten auch die Nutzerorganisationen Schweizerischer Wirtschaftsverband für Informations-, Kommunikations- und Organisationstechnik (Swico) und Dachverband der Urheber- und Nachbarrechtsnutzer (DUN). Sie hatten die Gebühr grundsätzlich angefochten, weil es sich um eine verkappte Geräteabgabe handle – was das Bundesgericht aber in Abrede stellte.
Begrüsst wird das Urteil von den Urheberrechtsgesellschaften Suisa, Pro Litteris, SSA, Suisseimage und Swissperform. Der Entscheid ermögliche, ein System weiterzuführen, das sich sowohl für Künstler als auch für Konsumenten bewährt habe, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung.
Der umstrittene Tarif bezieht sich sowohl auf auswechselbare Speichermedien als auch auf eingebaute Speicher, sofern das Gerät vorrangig für Aufnahmen urheberrechtlich geschützter Werke verwendet wird. Auf PC-Festplatten wird somit keine Abgabe erhoben.
Die nun vom Bundesgericht abgesegnete Einführung der Urheberrechtsgebühr betrifft die Konsumenten nur indirekt; die Abgabe wird bei den Herstellern und Importeuren erhoben und von diesen eventuell auf die Kundschaft abgewälzt. Der Tarif tritt am 1. September in Kraft und gilt danach 22 Monate.

In Flawil wird umgebaut

Print Die Druckerei Flawil trennt die Bereiche Druck und Verlag auf und verstärkt künftig ihr Engagement im Segment Druckveredelung.

Print Die Druckerei Flawil trennt die Bereiche Druck und Verlag auf und verstärkt künftig ihr Engagement im Segment Druckveredelung. Nach 110 Jahren kommt es bei der Druckerei Flawil AG (DFAG) zu Änderungen. Die beiden Bereiche Druck und Verlag werden künftig, was die Organisation und Führung angeht, getrennt weitergeführt. Das Unternehmen will gemäss Pressemitteilung «der Marktentwicklung und den zunehmend individuelleren Kundenbedürfnissen optimal gerecht werden».  
Geschäftsführer scheidet aus Die mit der Restrukturierung der DFAG verbundenen Massnahmen und Veränderungen wurden vom bisherigen Geschäftsführer Erwin Lüber offenbar nicht mitgetragen. Lüber hat daher das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Per Mitte Juni hat Pascal Schwarz, bis anhin Leiter Marketing und Verkauf, die Funktion der Geschäftsleitung ad interim übernommen.
 
Parallel zur Rekrutierung eines neuen Geschäftsführers will das Unternehmen auch im Verlagsbereich die Führungskompetenzen neu regeln, um, wie es im Communiqué heisst, «diesem bedeutenden Geschäftsbereich zusätzliche Marktkraft zu sichern».
 
Marktwachstum angepeilt Wie die Werbewoche bereits mitteilte (Werbewoche 21/2007), will die Druckerei im Bereich Druckveredelung wachsen und hat in eine UV-Lackiermaschine Hibis 104 der St. Galler Maschinenfabrik Steinemann Technologies investiert. Da das Unternehmen von einer steigenden Nachfrage qualitativ hochstehender und veredelter Drucksachen ausgeht, verspricht man sich von den Aktivitäten in diesem neuen Geschäftsfeld einen bedeutenden Wachstumsschritt. Die neue Maschine ist ab Juli 2007 produktiv verfügbar.
 
Jürgen Franck
 
 
DFAG im Wandel  
Mit einem Jahresumsatz
von rund 20 Millionen Franken und 110 Mitarbeitenden gehört die Druckerei Flawil zu den bedeutenden grafischen Betrieben in der Ostschweiz. Bei der DFAG werden unter anderem Akzidenzdrucksachen wie Magazine, Kataloge und Finanzberichte hergestellt sowie diverse Verlagsobjekte herausgegeben.  
Neben bedeutenden Investitionen
in den neuen Geschäftsbereich Drucksachenveredelung hat die DFAG kürzlich organisatorische Änderungen umgesetzt: Der Verlag, der die Publikationen Wiler Zeitung, Gossauer Wochenzeitung, Allgemeiner Anzeiger und St. Galler Bauer herausgibt, und die Druckerei sollen damit jeweils besser auf Marktveränderungen eingehen können. Beide Einheiten verbleiben am bisherigen Standort. (jf)

Das älteste Geheimnis

Kosmetik TBWA/Zürich lüftet für Beiersdorf das Geheimnis für die jüngere Haut.

Kosmetik TBWA/Zürich lüftet für Beiersdorf das Geheimnis für die jüngere Haut. Nach der erfolgreichen Lancierung der Nivea Visage DNAge- Gesichtspflege im letzten Herbst folgt nun mit Nivea DNAge Zone Action die Erweiterung dieser Produktlinie. Die Agentur TBWA/Zürich, die rund um die letztjährige Kampagne mit Bronze beim Schweizer Dialogmarketing-Preis ausgezeichnet wurde, ist erneut mit der Adaptation für den Schweizer Markt beauftragt worden. Begleitend zur internationalen Kampagne können die Zürcher auch diesmal wieder mit impactstarken Eigenkreationen Above- und Below-the-Line aufwarten. Den Auftakt der Kampagne machen zwei aussagekräftige 20-Sekunden-TV- sowie zwei 10-Sekunden-Reminder-Spots. Die Printkampagne startet mit einer doppelseitigen «Türchen»-Anzeige, hinter denen der spezifische Produktnutzen aufgezeigt wird. In Kombination mit der Anzeige werden die jeweiligen Publikationen in eine DNAge gebrandete Folie verpackt. Als BTL-Massnahmen gibt es in der Schweiz zudem Klappkarten mit «Türchen»-Mechanik. Diese sollen zusammen mit einem Produktmuster das aufwendige Konzept der zonenspezifischen Zellerneuerung auf eindrückliche Art und Weise erläutern.  
Eine Neuauflage erfährt damit auch die blaue Kugel, die so vielen Frauen «unter die Haut ging» und beim Schweizer Dialogmarketing-Preis ausgezeichnet wurde. Die äusserst erfolgreiche Sampling-Kampagne mit Miniprodukt, Leporello und Glücksnummer führt Konsumentinnen diesen Sommer wieder direkt ins Internet, wo sie attraktive Preise gewinnen können und zusätzliche Produktinformationen erhalten.
 
Andreas Panzeri

Rekord-Zugriffszahlen bei Welt Online

Welt Online, das Nachrichtenportal der Zeitungsgruppe Welt/Berliner Morgenpost aus dem Hause Axel Springer, meldet steigende Zugriffszahlen. Mit mehr als 50 Millionen Page Impressions erreiche Welt.de ein neues Rekord-Niveau, heisst es in einer Mitteilung.

 Welt Online, das Nachrichtenportal der Zeitungsgruppe Welt/Berliner Morgenpost aus dem Hause Axel Springer, meldet steigende Zugriffszahlen. Mit mehr als 50 Millionen Seitenaufrufen erreiche Welt.de ein neues Rekord-Niveau, heisst es in einer Mitteilung des Verlagshauses. Die Zahlen gründen auf einer Erhebung des deutschen Auflagebeglaubigers IVW. «Der Anstieg der Page Impressions und Visits zeigt, dass sich die Investitionen der letzten Monate schon jetzt gelohnt haben», meint Robert Bosch, General Manager Welt Online und Mitglied der Verlagsgeschäftsführung Zeitungsgruppe Welt/Berliner Morgenpost. Das News-Angebot von Welt Online, die Online TV-Nachrichten und die dialogorientierten Angebote würden von den Nutzern sehr gut angenommen.

Papier und Ökologie sind Themen des neuen W&P-Guide

Am Donnerstag erscheint der dritte Guide der Werbewoche. Die vom Ressort Werbemittel-&-Produktion erstellte Broschüre liegt der Werbewoche-Ausgabe 28 bei. Nach Offsetdruck und Digitaldruck dreht sich nun alles um das Thema Papier & Ökologie.

 Am Donnerstag erscheint der dritte Guide der Werbewoche. Die vom Ressort Werbemittel & Produktion erstellte Broschüre liegt der Werbewoche-Ausgabe 28 bei. Abonnenten erhalten das 54-seitige Werk gratis. Bei der dritten Ausgabe dreht sich nach Offsetdruck und Digitaldruck nun alles um das Thema «Papier & Ökologie». Der Guide beleuchtet konkret die Papierproduktion sowie den Handel in der Schweiz, stellt die wichtigsten Anbieter vor, widmet sich dem Umweltschutz und liefert ein ausführliches Glossar rund um den Themenkomplex Papier. Für eine Schutzgebühr von 15 Franken kann der Guide «Papier & Ökologie», wie auch Exemplare der bisherigen Guides «Offsetdruck» oder «Digitaldruck», unter der Adresse nachbestellt werden. Schulen werden auf Anfrage Sonderkonditionen eingeräumt.

Der Dreh mit dem Rollstuhl

Fundraising Ruf Lanz visualisiert für Tixi, was es im öffentlichen Verkehr bedeuten kann, wenn man auf den Rollstuhl angewiesen ist.

Fundraising Ruf Lanz visualisiert für Tixi, was es im öffentlichen Verkehr bedeuten kann, wenn man auf den Rollstuhl angewiesen ist. Wenn es Tixi nicht gäbe, müssten Menschen im Rollstuhl unmenschliche Anstrengungen auf sich nehmen, um am öffentlichen Leben teilnehmen zu können. Nach dieser Idee hat Ruf Lanz eine neue Kampagne zur Unterstützung von Tixi Taxi realisiert. Ein raffinierter TV-Spot dramatisiert dabei mit einem überraschenden Dreh, wie schwierig die Fortbewegung für die behinderten Menschen ohne den Tixi-Transportdienst werden könnte. Am Strassenrand steht eine leichtgeschürzte Blondine und hält den Daumen zum Autostopp hoch. Prompt tritt ein heranbrausender Sportwagen auf die Bremse. Doch die Reaktion der Blondine ist steif: Sie dreht sich, begleitet vom Geräusch eines Elektromotors, langsam ab, entpuppt sich als schmalbrüstige Attrappe und gibt den Blick auf einen Rollstuhlfahrer frei.  
Ein Film mit den besten Chancen für die virale Verbreitung im Netz, denn der Gag, wie sich der Rollstuhlfahrer die auffällige Kartondame an seine Rollstuhllehne geheftet hat, um Autofahrer zum Anhalten zu bewegen, hat Kultpotenzial. Der Film hat nur eine Einstellung. Trotzdem sagt diese alles zum Thema. Dazu der Einblender: «Ohne Tixi müssten sich Behinderte einiges einfallen lassen, um mobil zu bleiben. Danke für Ihre Spende: www.tixi.ch.»
 
Der Darsteller des Rollstuhlfahrers ist dabei tatsächlich ein Kunde von Tixi und nicht etwa ein Schauspieler. Das Rollstuhl-Taxi kann im nächsten Jahr das 25. Jahr seines Bestehens in Zürich feiern. Zur Zeit sind täglich 24 Fahrzeuge im Einsatz. Diese bedienen pro Jahr 60000 Menschen mit rund 50000 Fahrten. Das Budget beträgt 2,5 Millionen Franken. Die Hälfte davon wird durch Spenden generiert, der Rest sind Einnahmen aus Fahrten, Mitgliederbeiträgen sowie Einlagen der «solidarischen Gemeinden», die von Tixi angefahren werden. «Leider gehört mit der Stadt Zürich unsere grösste Gemeinde nicht dazu», bedauert Stefan Del Fabro, Kommunikationsverantwortlicher bei Tixi. Die Stadt Zürich begründet ihre Absenz damit, dass sie über die VBZ mit Behinderten Transport Zürich (BTZ) einen eigenen Service anbietet.
 
Neben der Sammelaktion, die von Ruf Lanz bereits 2005 mit einem Film unterstützt wurde, organisiert der Verein Tixi Benefiz-Konzerte. Im Circus Conelli sind vor zwei Jahren Percy Sledge und in der letzten Vorweihnachtszeit Bonnie M. im Rahmen einer Gala für Tixi aufgetreten. Und fünf Ex-Missen zeigten im Lake Side eine Modeschau. Heuer wird es im Mövenpick in Regensdorf ein Oktoberfest mit der Spider Murphy Gang geben.
 
Der neue TV-Spot wird flankiert von Anzeigen und Plakaten. Sie erzählen ebenfalls davon, welche Mühsal die Behinderten ohne Tixi erwarten würde. Hier machen die muskulösen Bodybuilder-Arme einer älteren Rollstuhlfahrerin klar, dass für sie Ausflüge nur noch mit übermenschlichen Kraftanstrengungen möglich wären. Deutlich zu sehen ist das an den Oberarmen der Dame im Rollstuhl.
 
Die neue Tixi-Fundraising-Kampagne konnte auf das Entgegenkommen aller Beteiligten zählen: Ruf Lanz und Tixi sind Condor Film und Regisseur Patrick Senn sowie dem Fotografen Oliver Nanzig und Markus Graf von Bildwerk (Bildbearbeitung) dafür dankbar.
 
Andreas Panzeri
get_footer();