Neue Marketingplaner bekommt die Schweiz

Swiss Markting zeichnete 561 frischgebackene Marketingplaner mit ihren Diplomen aus.

 Swiss Markting zeichnete 561 frischgebackene Marketingplaner mit ihren Diplomen aus. 
561 Kanditaten haben die Prüfung, die unter der Federführung von Swiss Marketing steht, bestanden und stellen damit 74 Prozent der angemeldeten Prüflinge. Wie Swiss Marketing meldet, ist dies mit grossem Abstand die beste Abschlussquote der vergangenen sieben Jahre. Der Gesamtnotendurchschnitt ist mit 4,30 der zweitbeste der letzten zehn Jahre. Der älteste Teilnehmer war 56 Jahre jung, die jüngste Teilnehmerin war 21 Jahre alt.
Die Empfänger der Diplome sind 321 Frauen (57 Prozent) und 240 Männer (43 Prozent). Bezogen auf die Sprachregionen ergibt sich ein deutlich unterschiedliches Bild: Die Deutschschweizer Kantone sind mit 503 Diplomen, die Westschweizer Kantone sind mit 40 Diplomen und das Tessin ist mit 12 Diplome vertreten. 6 Diplome gehen ins Ausland.
Alle acht Notenbesten kommen aus der Deutschschweiz und auch hier haben die Frauen die Oberhand: Natascha Alibrandi aus Spreitenbach, Andrea Staffelbach aus Buochs/NW, Marc Helfenstein aus Emmenbrücke, Christoph Lenggenhager aus Wildberg/ZH, Petra Studer aus Buttisholz/LU, Eva Unternährer aus Romoos/LU, Claudia Walter aus Schaffhausen und Caroline König aus Bern.

Zu guter Letzt: Wenn Katzen zuviel Whiskas schauen

Dass der Fernsehkonsum Auswirkungen auf unsere Mitmenschen hat, war ja bis anhin bekannt, dass aber auch Tiere von täglicher Werbung beeinflusst werden können, erzählt das «Zu guter Letzt».

 
«Katzen würden Whiskas kaufen», diesen Werbespruch nahm sich eine Katze aus Bellach im Solothurn wohl zu Herzen und begab sich in der Nacht vom Montag auf Dienstag in Richtung eines Einkaufszentrums. Leider war der Laden mit dem begehrten Futter zu, so dass sich die Katze halt übers Dach Zugang verschaffen wollte. Nur leider war auch diese Türe geschlossen und so blieb der Katze nichts anderes übrig als laut zu miauen, bis der gute Freund und Helfer sie aus ihrer misslichen Lage befreite. Ob der Katze nun der Prozess wegen versuchtem Einbruch gemacht wird oder ob sie das nächste Mal bei Tag den Kauf versucht, ist der Meldung der Nachrichtenagentur SDA nicht zu entnehmen.

Matter & Gretener bringt Napoleon zurück in die Schweiz

Die Agentur Matter & Gretener hat Ende letzter Woche die Bistro-Linie des Lebensmittelunternehmens Dr. Oetker mit einer Guerilla-Aktion ins Gespräch gebracht: Sie setzte Schweizer Statuen einen Napoleonshut auf und band ihnen eine rot-weiss-blaue Schärpe um.

Die Agentur Matter & Gretener hat Ende letzter Woche die Tiefkühl-Baguettes aus der Bistro-Linie des Lebensmittelunternehmens Dr. Oetker mit einer Guerilla-Aktion unter dem Motto «Genuss à la française» ins Gespräch gebracht. In der Nacht auf Freitag, den 13. Juli – also einen Tag vor dem französischen Nationalfeiertag – liess das Unternehmen den populärsten Statuen der Deutsch- und Westschweiz einen Napoleonshut aufsetzen und eine rot-weiss-blaue Schärpe umbinden. Den Schmuck verpasst kriegten unter anderem Calvin in Genf, Tell in Altdorf und die Helvetia in Basel. Die vorerst anonyme Aktion sorgte für Rätselraten und Medienberichte in verschiedenen Tageszeitungen. Die Auflösung fand mit Anzeigen in der Sonntagspresse statt. Das Visual der Inserate zeigt die Statuen mit Napoleonshut und Schärpe und dazu die Schlagzeile: «Frankreich erobert die Schweiz: Bistro von Dr. Oetker ist da.» Die verschiedenen Bistro-Spezialitäten präsentieren sich im Lauftext und ein Wettbewerb winkte mit Reisen nach Paris.

Meinungen über Zürcher Flachbildschirme gehen auseinander

Die Stadt Zürich stellte vergangene Woche vier Werbebildschirmen in der Zürcher Altstadt den Strom ab. Der Betreiber der Flachbildschirme, Jürg Knecht von der Firma Citylights, sieht sich nach wie vor im Recht, während die Stadt der Ansicht ist, dass sie lediglich den geltenden Gesetzen Achtung verschaffe. Die Werbewoche sprach mit Jürg Knecht und mit Urs Spinner, Mediensprecher des zuständigen Hochbaudepartements.

Vergangene Woche stellte die Stadt Zürich vier Flachbildschirmen in der Zürcher Altstadt den Strom ab. Am Montag wehrte sich der Betreiber, Jürg Knecht von der Firma Citylights, in einem Communiqué gegen diesen Schritt. Er schrieb unter anderem, dass die Stadt den Vollzug nicht unbedingt hätte durchsetzen müssen. «Falsch», findet Urs Spinner, Mediensprecher des zuständigen Hochbaudepartements. «Das Bundesgericht hatte Ende März gesagt, dass die Bildschirme zwar nicht entfernt, aber ausser Betrieb genommen werden müssen, bis die Lausanner Richter entschieden haben. Wir haben also genügend Zeit gegeben, damit Knecht die Bildschirme selber hätte abstellen können.» Da das nicht geschehen sei, habe die Stadt die Anordnung des Bundesgerichts vollziehen müssen. Die Stadt habe wider besseres Wissen dem Bundesgericht den Eindruck vermittelt, dass es bei den fraglichen Schaufenstern Umbauarbeiten gegeben habe, was jedoch nicht stimme, schrieb Knecht weiter. Dazu will Spinner keinen Kommentar abgeben, da laufende Verfahren nicht kommentiert würden. Knecht sagte ausserdem, dass die Liegenschaftsverwaltung der Stadt Zürich einer langjährigen Mieterin mit der Kündigung gedroht habe, wenn sie bei den Flachbildschirmen nicht einlenke. «Es handelte sich hier um eine Information, nicht um eine Drohung», so Spinner. Die Mieterin des betreffenden Hauses habe nicht gewusst, dass es einen Verwaltungsgerichtsentscheid gegen die Bildschirme gegeben habe. Als ihr die Liegenschaftsverwaltung das mitteilte, habe sie von sich aus die Bildschirme in ihrem Schaufenster ausser Betrieb genommen.
Generell will Spinner festhalten, dass nicht die Stadt im Alleingang entschieden habe: «Als Stadt ist es unsere Aufgabe, zu prüfen, ob die Gesetze eingehalten werden. Wir sind der Ansicht, dass Fremdwerbung im Niederdorf nicht gesetzeskonform ist, und das Verwaltungsgericht hat diese Ansicht gestützt.» Die Stadt habe in ihrem Leitbild verankert, dass es im Niederdorf nur Eigenwerbung für die ansässigen Geschäfte geben soll. Grund dafür sei, dass Platz in der schutzwürdigen Altstadt begrenzt sei und die Besucher deshalb nicht mit Fremdwerbung überschüttet werden sollen: «Es ist klar, dass die Lage mit dem regen Langsamverkehr für die Werbebranche sehr attraktiv ist». Die Altstadt sei aber ein besonderes Stadtquartier, in dem Werbung nicht zugelassen werden solle. Damit will man gemäss Spinner auch verhindern, dass die Eigenwerbung der kleinen Geschäfte in einer grossen Werbeflut untergehe.
Jürg Knecht von Citylights sieht die Sache anders: «Es stimmt nicht, dass die Stadt die Bundesgerichtsanordnung durchsetzen musste. Es ging ja nur um die aufschiebende Wirkung». Das sei im Ermessenspielraum der Behörden gelegen. Er sieht darin eine Disziplinierungsmassnahme der Stadt gegenüber den KMUs, schliesslich sei der Chefbeamte des Hochbaudepartements persönlich mitgekommen, um den Strom abzustellen: «Das ist ein persönlicher Racheakt». Um für seine Sache zu kämpfen, informierte er am Dienstag die Stadträte und Stadtpräsident Lebergerber.
Er lässt auch nicht gelten, dass die Stadt nur ihren Job mache, wenn sie Gesetze durchsetze: «Die Bildschirme wurden von der Baurekurskommission anstandslos abgesegnet. Daraufhin gelangte die Stadt an das Verwaltungsgericht, das nur gesagt hat, die Sache sei im Ermessen der Stadt. Dann ging ich vor Bundesgericht». Es gebe kein Gesetz, das die Fremdwerbung im Niederdorf verbiete: «Das wüsste ich, schliesslich mache ich schon seit 1979 im Niederdorf Aussenwerbung mit wechselnder Reklame». Würde ein solches Gesetz geschaffen, hielte er sich daran, sagte Knecht weiter. «Im vorliegenden Fall handelt es sich ausserdem um Privatbesitz, nicht öffentlichen Grund! Da geht es die Behörden gar nichts an, was für Einrichtungsgegenstände in einer Vitrine drin sind».
Selbst wenn es eine Bestimmung bezüglich Fremd- und Eigenwerbung gäbe, sieht der Aussenwerber Probleme: «Wo hört den Eigenwerbung auf und wo fängt Fremdwerbung an?». Das sei oft nicht klar abgrenzbar. Er sieht in seinem Fall die Verhältnismässigkeit völlig verletzt, schliesslich gehe es nur um vier kleine Bildschirme: «Da gibt es in der Stadt ganz andere Werbeformen! Und im Niederdorf gibt es Sexshops, Falafelstände, Imbissbuden – da sind meine Bildschirme direkt eine Verschönerung!». Knecht hofft nun auf das Bundesgericht: «Ich bin ganz sicher, dass ich gewinnen werde. Ich habe nichts getan, was gegen ein Gesetz oder eine Verordnung ist.» Wolle die Stadt Zürich Fremdreklame auf Privatgrund in Vitrinen und Schaufenster im Gebiet der Altstadt und Kernzone generell verbieten, könne sie auf dem Weg der Gesetzgebung ein entsprechendes Gesetz erlassen, findet Knecht weiter. Bin anhin fehle es aber daran.

Sat.1 baut Stellen ab

Nach der Fusion des deutschen TV-Konzern ProSiebenSat.1 mit der europäischen Senderkette SBS werden erste Stellen gestrichen. Insgesamt möchte der Konzern 200 Stellen abbauen.

  
Nach der Fusion des deutschen TV-Konzern ProSiebenSat.1 mit der europäischen Senderkette SBS werden erste Stellen gestrichen. Insgesamt möchte der Konzern 200 Stellen abbauen. Wie die Nachrichtenagentur SDA meldet, sei ein Teil der Streichungen dem Aus der Boulevard-Magazinen «Sat.1 am Mittag» und «Sat.1 am Abend» zuzuschreiben. Insgesamt 54 Arbeitnehmer seien von der Absetzung der beiden Sendungen betroffen. Auch die Nachrichtensendung «Nacht-News» stellt der Sender auf Ende August ein. Hier hingegen seien keine personelle Auswirkungen zu erwarten. Weiter Sendungen sollen nicht wegfallen. Der Sender überlegt aber mit einzelnen Massnahmen oder strukturellen Veränderungen zu optimieren. Der Sender betonte in einem Gespräch mit der deutschen Nachrichtenagentur DPA, dass der Stellenabbau nicht mit den neuen Eigentümern KKR und Permira zu tun habe. Schon seit längerem gebe es Überlegungen zur Kostenoptimierungen.

Marktforschungsmesse wächst um die Hälfte

Deutschlands Marktforschungsbranche präsentiert sich im November wieder auf der Messe «Research & Results 2007». Die Zahl der Aussteller wächst von 65 im Vorjahr auf über 100.

 Die Besucher der Marktforschungsmesse «Research & Results 2007» erwartet mehr als 100 Aussteller, dazu über 70 Workshops und Podiumsdiskussionen zu verschiedenen Themen. Der Branchen-Event findet am 20. und 21.November in München statt.
Wie der Pressemitteilung der Messe zu entnehmen ist, bauen viele Aussteller, die im vergangenen Jahr auf der Messepremiere dabei waren, ihre Stände aus. Insgesamt umfasst die Leistungsschau rund 1300 Quadratmeter Standfläche, 80 Prozent mehr als 2006. Auch Schweizer Unternehmen sind an der Messe in München mit Ständen vertreten.
Das Begleitprogramm besteht aus 72 Workshops, in denen Aussteller zum Beispiel über Trends und Innovationen, Forschungstools, Wünsche der Verbraucher, ihr Konsumverhalten und ihre Mediennutzung berichten. Der Themenplan wird im September auf Marktforschungsmesse.de veröffentlicht.

Der Presserat verurteilt einen Tagi-Artikel

Eine Beschwerde gegen den Tages-Anzeigers hat der Schweizer Presserat gutgeheissen. Nach Ansicht des Presserates hat die Zeitung unbelegte Vorwürfe veröffentlicht

 Im Oktober 2006 erschien im Tages-Anzeiger unter dem Titel «In Bern wäscht eine Hand die andere» ein Artikel über die Vergabe von Studien- und Beratungsaufträgen durch den Bund an private Unternehmen. Der Autor schrieb anhand eines Beispiels des Büros für Arbeits- und Sozialpolitische Studien (BASS), dass ein Bundesbeamter und gleichzeitiger BASS-Beirat seine amtliche Stellung missbrauche, um dem BASS Bundesaufträge zuzuschieben. Für den Presserat wäre der Autor verpflichtet gewesen, die in den Raum gestellten Vorwürfe durch weitere Recherchen abzuklären. Laut Presserat habe der Artikel, indem er unbelegte Vorwürfe veröffentlichte, gegen die «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten» verletzt, schreibt die SDA in einer Meldung vom Dienstag.

IPM lanciert Crossmedia-Promotion «Axe pimps you up»

IP Multimedia sucht im Auftrag von Unilever das hässlichste Auto der Schweiz, um es analog zur bekannten MTV-Show «Pimp my ride» auf Vordermann bringen zu lassen. Crossmedia-Promotion im grösseren Stil.

 In Anlehnung an die erfolgreiche MTV-Show «Pimp My Ride» sucht IP Multimedia für das Produkt Axe mit der Promotion «Axe pimps you up» das hässlichste Auto der Schweiz, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Mit einer reichweitenstarken Radiokampagne in der gesamten Schweiz und mit 70 Axe-Promotion-Girls in allen grösseren Schweizer Städten sollen Autofahrer aufgefordert werden zu wählen, welcher Lenker sein Fahrzeug von einer Profi-Tuning-Garage «aufmotzen» lassen darf.Das Ereignis soll als 20-minütige TV-Show zielgruppenspezifisch inszeniert und mehrmals auf MTV und in der Westschweiz auf dem Musiksender TVM3 ausgestrahlt werden, so die Mitteilung weiter. Das aufgetakelte Auto wird schliesslich an einer speziellen AXE-Party den Gästen erstmals präsentiert.
Im Auftrag von Unilever lanciert die Abteilung Special Projects von IP Multimedia Schweiz die Crossmedia-Promotion zusammen mit dem auf den Below-the-line-Bereich spezialisierten Agenturverbund Compresso, zu dem Vogel Szenenmarketing, Eye Media, ID Event, Fastbreak Promotion, Primeur und Uniqueworld gehören. Die Promotion startet im Juli und dauert mehrere Wochen.

Stelleninserate in der Tagespresse nahmen deutlich zu

In der Schweizer Presse sind im Juni mehr Stelleninserate und politische Anzeigen geschaltet worden. Trotz Immobilienboom gingen dagegen die Immobilieninserate zurück, wie der Publicitas-Index ergibt.

 In der Schweizer Presse sind im Juni mehr Stelleninserate und politische Anzeigen geschaltet worden. Trotz Immobilienboom gingen dagegen die Immobilieninserate zurück. Auch die kommerzielle Werbung nahm ab, wie der Publicitas-Index ergibt. Der Index über die Entwicklung der Werbeausgaben in der Tagespresse stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat von 96,2 auf 96,7 Punkte. Diese Zunahme sei vor allem auf die zusätzliche Ausgabe zurückzuführen, die der Juni 2007 gegenüber dem Vorjahr aufweist. Der Aufschwung bei den Stelleninseraten sei aber deutlicher als üblich ausgefallen. So stieg der Index der Stelleninserate von 176,4 auf 182,1 Punkte. Dies entspricht einer Verbesserung um 5,7 Punkte.

Betreiber der abgestellten Zürcher Bildschirme wehrt sich

Die Stadt Zürich stellte am Donnerstag im Niederdorf vier Werbebildschirmen den Strom ab. Nun meldet sich der Betreiber der Flachbildschirme, Jürg Knecht von der Firma Citylights, zu Worte. Er ist der Auffassung, dass die Stadt das Bundesgericht in ihrer Stellungnahme wider besseres Wissen mit Argumenten konfrontiert habe, jeder realen Grundlage entbehren würden.

Die Stadt Zürich hatte letzte Woche im Niederdorf vier Werbebildschirmen den Strom abgestellt. Sie vollziehe damit einen Bundesgerichtsentscheid, da der Betreiber der Bildschirme dem Abschaltbefehl nicht nachgekommen sei, hiess es in einer Mitteilung der Stadt. Das Bundesgericht hatte zwar noch nicht über die Zulässigkeit der Werbung entschieden. Es habe aber von den Betreibern verlangt, die Geräte bis zum definitiven Entscheid ausser Betrieb zu nehmen.
Nun meldet sich der Betreiber der Flachbildschirme, Jürg Knecht von der Firma Citylights, zu Worte. Seiner Firma sei die aufschiebende Wirkung verweigert worden; die Stadt Zürich hätte aber keineswegs den «unverhältnismässigen Vollzug» durchsetzen müssen, heisst es in einer Mitteilung.
Die Stadt habe wider besseres Wissen das Bundesgericht in der Beschwerdeantwort mit Argumenten konfrontiert, die haarsträubend seien und jeder realen Grundlage entbehren würden, schreibt Knecht. Die Stadt behaupte, dass an den Schaufenstern, in welchen die Flachbildschirme installiert sind, bauliche Veränderungen vorgenommen worden seien.
Laut Knecht sind aber der Stadt Schreiben der Hausbesitzer bekannt, die bezeugen, dass die Vitrinen seit über vierzig Jahren bestehen, beleuchtet waren und schon immer der Fremdreklame dienten. Die Vitrinen waren aber häufig Opfer von Vandalismus geworden oder mit Plakaten vollgeklebt gewesen. Knecht habe dann Flachbildschirme in den Vitrinen installiert.
Die Stadt verschleiere nun mit ihrer Beschwerdeantwort die Tatsache, dass ein Schaufenster an sich eine Reklameanlage darstelle und nicht deren Einrichtungsgegenstände. Der Fall beinhalte Willkür, Rechtsungleichheit und massive Einschränkung der Handels- und Gewerbefreiheit, schreibt Knecht weiter: «Das ist keine Bagatelle». Er hofft nun darauf, dass das Bundesgericht in seinem Sinne entscheiden wird. 

Zu guter Letzt: Wenn Fernsehen mitfühlend macht

In den Niederlanden machte im Frühsommer eine TV-Show Furore, die als Hauptgewinn eine Niere vergeben wollte, sich dann aber als Inszenierung entpuppte. Die Werbewoche-Redaktion fragte sich damals in der Rubrik «Zu guter Letzt», wozu das ganze Theater gut sein wird. Die Antwort soll nun nicht schuldig bleiben.

 In den Niederlanden machte im Frühsommer eine TV-Show Furore, die als Hauptgewinn eine Niere vergeben wollte. Beruhigt durften die Bürger dann zur Kenntnis nehmen, dass die Show ein medialer Coup und die angebliche Spenderin eine Schauspielerin war. Die Werbewoche-Redaktion fragte sich damals in der Rubrik «Zu guter Letzt», wozu das ganze Theater gut sein wird (siehe: ). Die Antwort soll nun nicht schuldig bleiben: Wie das Gesundheitsministerium am Montag in Den Haag bekannt gab, haben sich seit der Organspende-Show vor rund sechs Wochen rund 12’000 Menschen in der Organspende-Datenbank des Landes registriert. . Normalerweise registrieren sich den Angaben zufolge nur 3’000 bis 4’000 Menschen pro Monat. Von den Neueingetragenen hätten fast alle dem Organspenden zugestimmt. In den Niederlanden müssen sich nämlich neben Organspendern auch diejenigen Bürger in der Datenbank registrieren, die eine Entnahme ihrer Organe nach ihrem Tod ablehnen.
Angesichts dieser Zahlen schimmert ein Hoffnungsschimmer am Fernsehhimmel auf: TV kann also doch für etwas Sinnvolles gut sein! Bleibt nun nur noch zu wünschen, dass der momentan laufenden Plakatkampagne in der Schweiz ein ähnlicher Erfolg beschieden sein wird.

Initiative verliert Mandat von Johnson & Johnson

Der Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson hat seinen weltweiten Mediaetat neu geregelt. In Europa erhielt die Aegis-Tochter Carat den Zuschlag. Sie löst die bisherige Etathalterin Initiative ab, was auch für die Schweiz gilt, wie Initiative-Schweiz-CEO Stephan Küng der Werbewoche bestätigte.

 Der Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson hat seinen weltweiten Mediaetat neu geregelt. In Europa erhielt die Aegis-Tochter Carat den Zuschlag. Sie löst die bisherige Etathalterin Initiative ab. «Das gilt auch für die Schweiz», bestätigte Initiative-Schweiz-CEO Stephan Küng der Werbewoche auf Anfrage. Seine zum Interpublic-Netzwerk gehörende Agentur muss das Mandat per Anfang 2008 abgeben. Was für Küngs Agentur und die Schwesteragenturen in Europa ein Verlust bedeutet, sei hingegen für die US-Agenturen von Interpublic ein Gewinn, sagte Küng weiter: In Nordamerika bleibt die Interpublic-Agentur Universal McCann weiter für die Mediabeziehungen von Johnson & Johnson zuständig. Etwas weniger als die Hälfte des rund 3 Milliarden Dollar schweren Mediabudgets wird laut Horizont.net in den USA ausgegeben.
In Lateinamerika und der Region Asia-Pacific kommt bei Johnson & Johnson hingegen die Omnicom-Tochter OMD zum Zug.
In den USA hat sich Johnson & Johnson gleichzeitig mit Neuvergabe zu einer Trennung von klassischen Mediaaufgaben und strategischer Kommunikationsplanung entschieden. Ab sofort teilen sich diesen Bereich gemäss Horizont.net das New Yorker Büro der englischen Agentur Naked, die WPP-Tochter JWT und die Interpublic-Einheit Sandbox.
get_footer();