Emmi: «Die Aktion hat dem Produkt nicht viel gebracht»
Emmi muss für eine Aktion Busse zahlen, die dem Image des Unternehmens nach eigenen Angaben eher geschadet hat. Dabei hat Emmi genau das erfolgreich umgesetzt, was derzeit viele Unternehmen versuchen: Mit einer einzigen Aktion viel Publizität im redaktionellen Teil der Medien generieren. Das beworbene Produkt stösst bei den Konsumenten dennoch eher auf Zurückhaltung.
Am Donnerstag urteilte das Luzerner Obergericht, dass Emmi für eine Guerilla-Werbeaktion am Luzerner Wasserturm 20’000 Franken bezahlen muss. Das Unternehmen argumentierte demgegenüber, dass es durch die vielen Medienberichte zur Aktion eher einen Imageschaden erlitten habe. Dabei hat Emmi genau das erfolgreich umgesetzt, was derzeit viele Unternehmen versuchen: Mit einer einzigen und eher kostengünstigen Aktion viel Publizität im redaktionellen Teil der Medien generieren. «Quantitativ war die Aktion hinsichtlich Medienberichterstattung wirksam, qualitativ aber nicht», sagte Emmi-Sprecher Stephan Wehrle der Werbewoche. «Viele Kommentare waren eher negativ, so dass die redaktionelle Erwähnung auch kontraproduktiv sein kann». Man habe die Aktion recht spontan geplant und nicht mit einer Werbeagentur ausgearbeitet. Partner war Movingposter.ch, ein Produzent von Werbeträgern.
Dem Produkt Lacto Tab habe die Turmverhüllung laut Wehrle nicht viel gebracht. «Die Aktion fand im April statt, das Getränk kam erst im Juni in den Handel», so der Sprecher. «Wenn die Lancierung am gleichen Tag gewesen wäre, hätte es vielleicht anders ausgesehen». Das Turmplakat sei nur eine Art Auftakt in der Lancierungskampagne gewesen. «Wir hatten auch nie vor, deswegen auf die klassische Werbekampagne zu verzichten. Sonst hätten wir die Aktion zu einem ganz anderen Zeitpunkt durchgeführt».
Trotz grossem medialem Rummel rund um das Wasserturmplakat ist bei den Konsumenten gegenüber Lacto Tab «eine gewisse Zurückhaltung spürbar», so Wehrle. Das Getränk wurde in diesem Frühjahr nochmals neu lanciert. Es muss nun nicht mehr im Kühlregal gelagert werden, sondern ist im Laden bei den übrigen Energy-Drinks zu finden. Die mangelnde Begeisterung erklärt Wehrle damit, dass es sich um ein «komplexes Produkt» handle: Das Getränk basiert auf dem Wirkstoff Q10, der in der Schweiz noch unbekannt sei. Trotz Guerillaktion mit grosser Resonanz und Werbekampagne mit Roger Federer ist das Emmi-Produkt also noch kein durchschlagender Erfolg.
Dem Produkt Lacto Tab habe die Turmverhüllung laut Wehrle nicht viel gebracht. «Die Aktion fand im April statt, das Getränk kam erst im Juni in den Handel», so der Sprecher. «Wenn die Lancierung am gleichen Tag gewesen wäre, hätte es vielleicht anders ausgesehen». Das Turmplakat sei nur eine Art Auftakt in der Lancierungskampagne gewesen. «Wir hatten auch nie vor, deswegen auf die klassische Werbekampagne zu verzichten. Sonst hätten wir die Aktion zu einem ganz anderen Zeitpunkt durchgeführt».
Trotz grossem medialem Rummel rund um das Wasserturmplakat ist bei den Konsumenten gegenüber Lacto Tab «eine gewisse Zurückhaltung spürbar», so Wehrle. Das Getränk wurde in diesem Frühjahr nochmals neu lanciert. Es muss nun nicht mehr im Kühlregal gelagert werden, sondern ist im Laden bei den übrigen Energy-Drinks zu finden. Die mangelnde Begeisterung erklärt Wehrle damit, dass es sich um ein «komplexes Produkt» handle: Das Getränk basiert auf dem Wirkstoff Q10, der in der Schweiz noch unbekannt sei. Trotz Guerillaktion mit grosser Resonanz und Werbekampagne mit Roger Federer ist das Emmi-Produkt also noch kein durchschlagender Erfolg.
