Personen-Suchmaschine indiziert Milliarden von Menschen

Mit einer Mischung aus Suchmaschine und Datenbank will Spock.com Profile von Milliarden von Menschen zugänglich machen. Der Dienst wird kostenlos werden und sich primär über Werbung finanzieren.

 Eine Firma in den Vereinigten Staaten will mit einer neuen Leute-Suchmaschine im Internet Informationen über Milliarden von Menschen zugänglich machen. Gemäss SDA soll der kostenlose und werbefinanzierte Dienst ab August zugänglich sein. Wie auf der bisher noch provisorischen Webseite Spock.com selbst zu lesen ist, hat die neue Suchmaschine bereits 100 Millionen Menschen indiziert, während jeden Tag weitere Millionen von Namen dazu kommen.Um Daten über Menschen im Netz aufzutreiben, durchsucht Spock.com einerseits aktiv so genannte soziale Netzwerke wie Myspace, Facebook oder Xing. Andererseits können Nutzer der Internetseite aber auch Informationen hinzufügen – über sich oder andere. Damit erstellt Spock.com Profile von Menschen, die mittels Suchmaschine abgerufen werden können. So wie Google eine Internetseite als Suchergebnis ausgebe, wolle Spock.com «Ergebnisse rund um Menschen» präsentieren, sagte der Mitbegründer des Unternehmens, Jay Bhatti, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Dabei soll ein Filter helfen, fehlerhafte Informationen auszusieben, und gleichzeitig soll eine Bewertung von Spock.com-Nutzern helfen, Autoren von Falschinformationen zu brandmarken, sagte Bhatti gegenüber AFP weiter. Zudem könnten Personen, die auf der Seite zu finden seien, das Löschen ihres Profils beantragen oder Spock.com auffordern zu ermitteln, woher die Informationen über sie stammten. So will Spock.com Bedenken von Datenschützern Rechnung tragen, welche  die Datensammelwut vieler Internetseiten beklagen.

SF zwei gibt Serien für den Herbst 2007 bekannt

Auf SF zwei laufen im Herbst sechs Serien, drei neue und drei bisherige mit neuer Staffel. Darunter hats natürlich eine Krimiserie, natürlich eine Spitalserie und - natürlich - eine Mysteryserie.

 SF zwei hat das Serienprogramm für den Herbst 2007 aufgestellt; auf dem Programm stehen drei neue Serien und drei bisherige mit neuen Staffeln. Neu sind die Krimi-Komödie «The Closer» mit der kratzbürstigen Polizeichefin Brenda Johnson, die Komödie «My Name Is Earl» um das notorische Schlitzohr Earl Hickey und «Heroes», eine Thrillerserie um verschiedene Otto-Normalbürger, die plötzlich Superkräfte entwickeln und die Welt retten. Mit neuen Staffeln warten drei weitere Serien auf: «Six Feet Under», eine schwarze Komödie um die Bestatterfamilie Fisher (Staffeln IV und V), «Dr. House», Spitalserie um ein zynisches Ekel und Arzt (Staffel III), sowie «Lost», eine Mysteryserie um das Schicksal von abgestürzten Flugpassagieren auf einer Karibikinsel (Staffel III). «My Name Is Earl» und «Heroes» sind im deutschsprachigen Raum zum ersten Mal gratis zu sehen. Den Auftakt das Serienherbsts macht «Six Feet Under» am 13. August.

Neue Mediensprecherin bei 3+

Ana Maria Haldimann leitet seit Anfang August die Medienstelle des Fernsehsenders 3+. Sie blickt auf rund 10 Jahre Medienerfahrung bei verschiedenen Lifestyle- und Boulevardtiteln zurück. Gleichzeitig gibt 3+ bekannt, dass der Marktanteil im Sommer stabil geblieben sei.

 Ana Maria Haldimann leitet seit Anfang August die Medienstelle des Fernsehsenders 3+. Sie blickt laut Communiqué auf über 10 Jahre Medienerfahrung bei verschiedenen Lifestyle- und Boulevardtiteln zurück. Zu ihren beruflichen Stationen gehören die Schweizer Illustrierte und die Annabelle. Bei 3+ ist Haldimann Ansprechpartnerin für alle Medienanfragen. Gleichzeitig gibt der Sender bekannt, dass der Marktanteil im Sommer stabil geblieben sei. Bester Wochentag im Juli war der Donnerstag, mit durchschnittlich 4,4 Prozent Marktanteil bei den 15- bis 49-Jährigen während der Primetime von 20 bis 22.30 Uhr. Beste Sendung des Monats ist «CSI – Tatort Las Vegas» mit 7,5 Prozent Marktanteil in der Spitze. Schwächster Tag war der Montag, mit einem Marktanteil von 1,7 Prozent bei den 15- bis 49-Jährigen während der Primetime.

SRG stellt Konzept zur Jubiläums-Filmförderung vor

Im Rahmen des 60. Filmfestivals von Locarno hat Generaldirektor Armin Walpen am Montag Details zum Jubliäumsengagement der SRG bekannt gegeben. Ausserdem sind ab sofort 30 Filme, die dank der Unterstützung der SRG zustande kamen, per Internet zugänglich.

 Im Rahmen des 60. Filmfestivals von Locarno hat Generaldirektor Armin Walpen am Montag Details zum Jubliäumsengagement der SRG bekannt gegeben. Wie der Sonntagsblick bereits berichtete, verteilt die SRG zum Anlass des zehnjährigen Jubliäums des Föderprogramms «Pacte de l’audiovisuel» 500’000 Franken. Nun konkretisiert Walpen die Angaben: Das Geld soll für die Bekanntmachung von je zehn Spiel- und Dokumentarfilmen, welche im September 2007 oder später Premiere feiern, dienen. Ein Dokumentarfilm kann maximal 20’000, ein Spielfilm 30’000 Franken erhalten. «Die SRG unterstützt damit innovative und originelle Promotionsideen, welche die Produzenten ohne diesen Beitrag nicht realisieren könnten», präzisiert Armin Walpen den Sinn des Engagements.Ausserdem sind ab sofort 30 Filme, die dank der Unterstützung der SRG zustande kamen, per Internet zugänglich. Gegen Bezahlung – je nach Filmlänge ein bis sechs Franken – können die Filme ab sofort auf den Websites der SRG für die Dauer von 48 Stunden heruntergeladen werden. Nach Ablauf der Testphase Ende Januar 2008 werden die Pacte-Partner Bilanz ziehen und das weitere Vorgehen des Projektes «Videos on demand» besprechen.

Tamedia macht aus Facts.ch ein Community-Portal

Das Zürcher Verlagshaus Tamedia plant, die Website des eingestellten Nachrichtenmagazins Facts in ein Community-Portal zu verwandeln. Auf der Plattform sollen User Nachrichten von verschiedenen Medien verlinken und kommentieren können. Werbung wird auf dem Diskussionsnetzwerk möglich sein, die Initiatoren wollen mit verschiedenen Möglichkeiten wie beispielsweise Grossformaten experimentieren.

 Das Zürcher Verlagshaus Tamedia plant, die Website des eingestellten Nachrichtenmagazins Facts in ein Community-Portal zu verwandeln. Nach wie vor stösst das Forum und einzelne Service-Elemente der Site auf Interesse bei den Usern. Nun soll daraus ein Diskussionsnetzwerk werden. Die Initiative dazu stammt von den beiden Tamedia-Leuten Chris Lüscher und Cyrill Treptow, wie aus gut informierten Quellen zu erfahren war. Lüscher ist Geschäftsführer der Dating-Site Partnerwinner.ch, Treptow Verkaufsleiter von Tages-Anzeiger.ch. Den beiden schwebt vor, aus Facts.ch ein soziales Netzwerk mit Schwerpunkt Nachrichten zu machen, wie Lüscher gegenüber der Werbewoche bestätigte. Ende August soll eine erste Version online gehen. Die Idee, aus Facts.ch eine Diskussionsplattform zu entwickeln, sei praktisch am Kaffeetisch entstanden. «Es ist für uns auch ein Experimentierfeld – wir müssen dem Internet eine viel grössere Offenheit entgegen bringen», sagte Lüscher. Dass die Internetadresse des eingestellten Magazins Facts verwendet wird, soll nicht einer Wideraufstehung von den Toten gleichkommen: «Ich würde es eher eine Neuerfindung nennen», so Lüscher. Man wolle die grosse Bekanntheit der Marke Facts nützen, um im Online-Bereich experimentieren zu können. Das Budget für die neue Plattform sei eher klein, deshalb wollen die Initiatoren Treptow und Lüscher auf den bekannten Brand Facts setzen. Personen, die sich für das Projekt interessieren, können sich unter
in eine Informationsliste eintragen. Auf der Plattform sollen User Nachrichten von verschiedenen Medien verlinken und kommentieren können. «Die Diskussionen sollen sich um die Themen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Sport drehen – die klassischen Newsthemen eben», erklärte Lüscher. Tamedia stelle keinen redaktionellen Inhalt zur Verfügung, vielmehr können die User auf irgendein Medium oder einen Blog linken. Betreut wird die Plattform von einem Moderator, man möchte aber den Usern möglichst grosse Freiheit lassen.
«Speziell an unserer Plattform ist, dass der Konsum von News mit einem Netzwerk verbunden ist», so Lüscher. Die User können verfolgen, wer welchen Eintrag liest oder einen Kommentar hinterlässt. «Das gibt uns eine Möglichkeit zur Reflektion, welche News wirklich genützt werden – vielleicht stellt sich heraus, dass manche Artikel, die in den Medien gross aufgemacht wurden, hier gar nicht als wichtig wahrgenommen werden».
Werbung wird auf der neuen Plattform möglich sein. Ziel ist, dass sich die Plattform mittelfristig selber finanziert: «Wir wollen zu Beginn allerdings nicht allzu aggressiv vorgehen in Sachen Werbung. Zuerst einmal müssen wir sehen, wie sich die Plattform entwickelt», erklärte der Partnerwinner-Chef. Neben einer zielgruppen-optimierten Werbung seien unkonventionelle Möglichkeiten denkbar, so will man mit grossen Formaten experimentieren: «Eine grosse Fläche, vielleicht im Umfang eines halben Bildschirms, bringt den Kunden und uns mehr als viele kleine», betonte Lüscher. Grossformate seien ein gutes Mittel, um auch im Netz klassisches Branding zu betreiben.
Mit dem Diskussionsnetzwerk unter Facts.ch kann Tamedia also weitere Internet-Erfahrungen sammeln. Mit einem möglichen Relaunch von Tages-Anzeiger Online habe das Portal aber nichts zu tun, betonte Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer auf Anfrage: «Das sind verschiedene Projekte». Gerüchten zufolge plant Tamedia, aus Tagi.ch ein nationales News-Netzwerk zu machen und dafür etwa 30 neue Leute einzustellen. Eine offizielle Bestätigung von der Werdstrasse steht aber aus.
 
Carole Scheidegger
 

ProSieben unterzieht sich einem sanften Facelifting

Der deutsche Sender ProSieben zeigt sich ab dem 13. August in einem neuen Look. Eine optische Änderung erfahren die Eigenwerbungclips: Die Flächen der Programmpromotion werden neu vertikal getrennt. Damit will der Sender die Aufmerksamkeit der Zuschauer steigern.

Der deutsche Sender ProSieben zeigt sich ab dem 13. August in einem neuen Look. Das Redesign fällt allerdings sanft aus: Form und Farbe des Logos sowie der Claim «We love to entertain you» bleiben unverändert, wie Kress.de berichtet. Eine optische Änderung erfahren dagegen die Eigenwerbungclips: Die Flächen der Programmpromotion werden neu vertikal getrennt. Links sind die schriftlichen Infos zu Sendeplatz und Titel, rechts das zugehörige Bild zu sehen. Bisher hat ProSieben den Schirm horizontal geteilt. Mit der neuen Aufteilung soll eine verstärkte Aufmerksamkeit des Zuschauers hervorgerufen werden. Wichtigste Vorgabe für das Redesign war es laut ProSieben-Marketingchef Malte Hildebrandt, «die Innovationskraft der Marke zu transportieren». Für die Umsetzung ist die Abteilung Creative Solutions der ProSiebenSat.1 Produktion verantwortlich.

Sonntagzeitung ernennt neuen Leiter Anzeigenmarkt

Die Sonntagszeitung hat seit 1. August einen neuen Leiter des Bereichs Anzeigenmarkt. Wie Tamedia mitteilt, übernimmt der bisherige Stellvertreter Adriano Valeri den Job von Diego Quintarelli, welcher seit Anfang Monat den Verlag der Sonntagszeitung führt.

Die Sonntagszeitung hat seit 1. August einen neuen Leiter des Bereichs Anzeigenmarkt. Wie Tamedia mitteilt, übernimmt der bisherige Stellvertreter Adriano Valeri den Job von Diego Quintarelli, welcher seit Anfang Monat den Verlag der Sonntagszeitung führt (siehe ). Der 41-jährige Valeri wurde 1998 Gebietsverkaufsleiter für die Schweizer Familie und wechselte 2003 in gleicher Funktion zum Tages-Anzeiger. Im August 2006 trat er als stellvertretender Leiter Anzeigenmarkt in den Verlag der Sonntagszeitung ein.

Assai startet neue Kampagne für den Dodge Nitro

Mit einer dreistufigen Kommunikationsstrategie unter dem Titel «Feel the Beat» bewirbt die Zürcher Wirz-Tochter Assai das neuste Produkt aus dem Hause DaimlerChrysler. Der Dodge Nitro wird dabei in Zusammenarbeit mit dem erfolgreichen Basler Musikproduzenten DJ Antoine präsentiert.

 Mit einer dreistufigen Kommunikationsstrategie unter dem Titel «Feel the Beat» bewirbt die Zürcher Wirz-Tochter Assai das neuste Produkt aus dem Hause DaimlerChrysler. Der Dodge Nitro wird dabei in Zusammenarbeit mit dem erfolgreichen Basler Musikproduzenten DJ Antoine präsentiert, der eigens zu diesem Zweck einen Song komponiert hat. Nach der Präsentation am Genfer Autosalon folgt eine Club Tour durch die sieben grössten Schweizer Städte, sowie die eigentliche Launch-Kampagne samt Online-Werbung. Für den Online-Auftritt zeichnet sich Netvertising verantwortlich, für die Mediaplanung Mediaedge:cia.

Publicis entwickelt Kampagne für Fussball-WM der Obdachlosen

An der vom 28. Juli bis 5. August 2007 in Kopenhagen stattfindenden Homeless Street-Soccer WM 2007 traten Obdachlose aus der ganzen Welt gegeneinander an. Im Auftrag des Schweizer Partners Surprise entwickelte Publicis dazu eine Werbekampagne.

Auf die vereinende Wirkung des Fussballsports setzt ein vom Internationalen Netzwerk der Strassenzeitungen (INSP) initiierter Event. An der vom 28. Juli bis 5. August 2007 in Kopenhagen stattfindenden Homeless Street-Soccer WM 2007 traten Obdachlose aus der ganzen Welt gegeneinander an. Ziel dieser Veranstaltung ist es, Menschen in sozialen Schwierigkeiten das Selbstwertgefühl zurückgeben, das sie auf der Strasse verloren haben. Partner in der Schweiz ist das Strassenmagazin Surprise. In seinem Auftrag entwickelte Publicis eine Werbekampagne. Das Motto «Do it now» – in Anlehnung an den berühmten Slogan «Just do it» von Nike – soll die Überwindung aller sozialen und sprachlichen Barrieren verdeutlichen. So vermittelt die von der Zürcher Werbeagentur Publicis im Auftrag für das Strassenmagazin Surprise entwickelte Kampagne, dass Fussball für Randständige dasselbe bedeutet wie für Profis: Leidenschaft, Engagement und Teamgeist. Auf den realisierten Plakaten sind die Spieler des Schweizer Homeless-Nationalteams im Stil von Fussballstars wie Ronaldinho, Cantona oder Henry abgelichtet worden. Als Sponsor der Schweizer Homeless-Nati treten Nike als offizieller Ausrüster sowie Hyundai auf. Die Kampagne wird von Setaprint, Reproscan sowie der APG unterstützt.

Individuell zugeschnittene Werbespots aus Billiglohnländern

«Werbung soll in Zukunft individuell auf den einzelnen Konsumenten zugeschnitten werden», hat der David W. Kenny, Chairman der amerikanischen Werbeagentur Dignitas, gegenüber der New York Times verkündet. Nach seiner Vision soll ein weltweites Netz aufgebaut werden, das tausende verschiedene Versionen einer Werbung gestaltet und diese treffsicher der jeweiligen Zielgruppe zuführt.

 
Die Entwicklungen auf dem Weg zur personalisierten Werbung schreiten voran. «Werbung soll in Zukunft individuell auf den einzelnen Konsumenten zugeschnitten werden», hat David W. Kenny, Chairman der amerikanischen Werbeagentur Dignitas, gegenüber der New York Times verkündet. Nach seiner Vision soll ein weltweites Netz aufgebaut werden, das tausende verschiedene Versionen einer Werbung gestaltet und diese treffsicher der jeweiligen Zielgruppe zuführt. Die Produktion der Werbung könne in Billiglohnländer ausgelagert werden, damit die grössere Vielfalt finanzierbar wäre. Speziell denkt er dabei an China, wo seine Agentur vor kurzem eine Zweigstelle eröffnet hat. Wie die Medienagentur Pressetext.ch berichtet, bezweifeln Experten jedoch momentan noch, dass die Technologie weit genug ist, um diese Vielfalt zu ermöglichen. In simpler Form werden heute schon Werbeclips individualisiert. Erst kürzlich sorgte der Jeanshersteller Levi’s mit zwei unterschiedlichen Versionen eines TV-Spots für Aufsehen: Während der männliche Hauptdarsteller des Werbeclips zuerst das Aufsehen einer jungen Frau auf sich zieht, wird diese im alternativen Ende kurzerhand von einem blonden Schönling ersetzt. Die zweite Version soll homosexuelle Konsumenten ansprechen und läuft auf Logo, einem Sender, der ebenfalls auf diese Zielgruppe zugeschnitten ist.

Zu guter Letzt: Weltgeschichte wird zur Kofferwerbung

Michail Gorbatschow, letztes Staatsoberhaupt der Sowjetunion, modelt für Louis Vuitton. Die Starfotografin Annie Leibovitz hat den 76-Jährigen mit einem Koffer der Luxusmarke vor einem Teilstück der Berliner Mauer abgelichtet. Ob Gorbi damit seinen teilweise mausarmen Landsleuten eine Lektion in Kapitalismus erteilen will?

Michail Gorbatschow, letztes Staatsoberhaupt der Sowjetunion, modelt für Louis Vuitton. Der französische Lifestyle-Konzern beauftragte die Starfotografin Annie Leibovitz, den 76-Jährigen mit einem Vuitton-Koffer vor einem Teilstück der Berliner Mauer abzulichten. Ein ziemlich symbolträchtiger Ort für den früheren Staats- und Parteichef: Gorbatschow trug massgeblich zum Mauerfall 1989 bei. «Gorbatschow gefiel die Idee, dass man sich an ihn als den grössten Akteur des Mauerfalls erinnert», sagte ein Pressesprecher von Louis Vuitton zu Werben & Verkaufen.
Ob das nun historisch wahr ist – ein paar andere Akteure waren doch auch am Fall der Mauer beteiligt – sei dahingestellt. Auf alle Fälle ist es verständlich, dass Gorbatschow werbend lieber an seine grossen Taten erinnert, als dass ein Auberginen-Ragout nach ihm benannt wird, so wie es dem jetzigen Russland-Präsidenten Wladimir Putin widerfahren ist (siehe
).
Dennoch kann man sich fragen: Welche Botschaft sendet Gorbatschow hier genau aus? Vielleicht will er seinen teilweise mausarmen Landesgenossen eine Lektion in anständigem Kapitalismus erteilen: Sehr her, das Ziel ist unseres Lebens ist nun nicht mehr, die Internationale fehlerfrei zu singen – wir streben nun vielmehr danach, uns eines Tages einen Luxuskoffer unter den Arm zu klemmen.

Ringier TV steigt ins Spielfilmgeschäft ein

Ringier TV, die Fernsehabteilung des Zürcher Verlagshauses, baut ein Fiction Department unter dem Label «Ringier Film» auf. Ein erstes Projekt wurde bereits in Angriff genommen: Zusammen mit der Produktionsgesellschaft Lichtspiele produziert Ringier Film eine romantische Beziehungskomödie im Eishockey-Umfeld.

 Ringier TV, die Fernsehabteilung des Zürcher Verlagshauses, baut ein Fiction Department unter dem Label «Ringier Film» auf. Gemeinsam mit Partnern will die neue Abteilung «finanziell interessante und publikumswirksame Filmprojekte» entwickeln und produzieren. Das gab Marc Görtz, Mitglied der Geschäftsleitung Ringier Verlag Schweiz und Bereichsleiter Elektronische Medien, am Montag in Locarno anlässlich des 60. Filmfestivals bekannt. Ein erstes Kinofilm-Projekt hat man gemäss Communiqué bereits in Angriff genommen. Zusammen mit der Filmproduktionsgesellschaft Lichtspiele in Küsnacht (ZH) ist Ringier Film eine Co-Produktion eingegangen: Der Film «Champions» von Riccardo Signorell soll eine romantische Beziehungskomödie im Umfeld des Eishockey-Sports werden. Der Film wird Anfang des nächsten Jahres produziert und im Herbst 2008 in die Kinos kommen.
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