Korn für Korn ein Jungbrunnen

Lebensmittel Scholz & Friends Zürich baut für Riso, die Organisation zur Reisförderung in der Schweiz, Reispflanzen in Brunnen an.

 
Lebensmittel Scholz & Friends Zürich baut für Riso, die Organisation zur Reisförderung in der Schweiz, Reispflanzen in Brunnen an. 
Das bisher älteste Zeugnis bestätigt, dass der Mensch bereits 10’000 Jahre vor unserer Zeitrechnung Reis angepflanzt hat. Das war in Nordthailand. Ende des 17. Jahrhunderts schaffte es die wichtige Nutzpflanze auch in die Neue Welt. Das in Europa wichtigste Reisland ist Italien. Noch zuwenig Leuten bekannt ist, dass heute neben fruchtigen Merlot-Trauben auch im Tessin solches weisses Getreide angepflanzt wird, findet Riso, die Reisförderung Schweiz.In der Südschweiz finden sich die nördlichsten Reisplantagen der Welt. Getreu ihrem Agentur-Claim «The Orchestra of Ideas» verschieben Scholz & Friends Zürich nun diese Anbauflächen noch weiter nach Norden. In einer Aktion  für Riso haben die Friends in Zürich, Bern, Basel und Zug für zwei Tage Reispflanzen mit einer speziellen Konstruktion in öffentliche Brunnen setzen lassen. Für die Passanten entsteht der Eindruck kleiner Plantagen. Mit der Headline «Reis ist ein Jungbrunnen» wurden die Brunnen mit einer eigens konstruierten Plane gekennzeichnet.
Die Idee, Reis in einem symbolischen Jungbrunnen wachsen zu lassen, ist neben dem Riso-Litomobil eine neue und ausgefallene Idee in der  Aussenwerbung. Die Aktionen erregen Aufmerksamkeit und direkte Reaktionen, wie sich Katrin Seegers von Scholz & Friends freut. Die Sponti-Plantagen sind aber nur ein Teil der Kampagne, die Scholz & Friends  Zürich im Auftrag der Riso durchführt. Ziel der vielfältigen  Kommunikationsmassnahmen ist es, darauf aufmerksam zu machen, dass  Reis Bestandteil einer ausgewogenen und gesunden Ernährung ist.
Riso ist die Vereinigung zur Förderung des Reiskonsums in der  Schweiz. Die Mitgliedfirmen verarbeiten, handeln oder vermarkten Reis und Reisprodukte. Indem das Produkt Reis positioniert und aktiv  beworben wird, soll der Reiskonsum in der Schweiz nachhaltig  gesteigert werden.
Andreas Panzeri

AZ Medien befördert Roger Knabenhans und Patrik Müller

Die Unternehmensleitung des Verlagshauses AZ Medien hat beschlossen, zwei neue Mitglieder in die erweiterte Unternehmensleitung aufzunehmen: Roger Knabenhans und Patrik Müller.

 Die Unternehmensleitung des Verlagshauses AZ Medien hat beschlossen, zwei neue Mitglieder in die erweiterte Unternehmensleitung aufzunehmen. Es handelt sich dabei um Roger Knabenhans, Leiter des Rubrikenmarkts A›Z, sowie Patrik Müller, der seit 1. April als Chefredaktor der siebten Ausgabe namens Sonntag arbeitet. Müller war zuvor beim Sonntags-Blick. Der Schritt erfolge im Rahmen der Weiterentwicklung der multimedialen und crossmedialen Aktivitäten des Unternehmens sowie des Vorstosses in den Sonntagsmarkt, wie der Aargauer Zeitung vom Mittwoch zu entnehmen ist.

Lowe schickt Achtzehn und Achtzehn auf neue Missionen

Die zur Draftfcb / Lowe Group gehörende Werbeagentur Lowe schickt in fünf neuen Spots die Zwillinge Achtzehn und Achtzehn los. Die beiden sind diesmal nicht auf der Skipiste, sondern als Baywacht-mässige Bademeister oder Wasserskifahrer unterwegs.

Die zur Draftfcb / Lowe Group gehörende Werbeagentur Lowe schickt in fünf neuen Spots die Zwillinge Achtzehn und Achtzehn los. Sie übermitteln die Botschaft, dass man bei der Schweizer Auskunft 1818 jetzt auch direkt weiterverbunden wird. Mit dem Claim «Sag einfach Connect» sind die beiden diesmal nicht auf der Skipiste, sondern als Baywacht-mässige Bademeister, auf dem Zürichsee und beim Thai Chi unterwegs. Die Spots sind ab sofort am Fernsehen zu sehen. Verantwortlich bei 1818 Auskunfts AG: Peter Josika, Geschäftsführer. Verantwortlich bei Lowe Werbeagentur BSW, Zurich: Executive Creative Director: Keith Loell; Art Direction: Sebastian Hugelshofer, Urs Hartmann; Strategie: Kurt Schmid; Text: Dominique Wegmann; Beratung: Rolf Jeger, René Kaiser; Agency Producer: Melanie Auerbach.

Director: Michael Fueter; Production Company: Condor Films; Media: OMD, Georges Bérard, Corinne Kelly.

Juristische Spielregeln für Werber neu im Internet

Der Verband Schweizer Werbung und die Lauterkeitskommission wollen dem Bedürfnis nach mehr Öffentlichkeit und Transparenz entgegenkommen. Sie haben deshalb diverse juristische Vereinbarungen und Kodizes auf ihren Homepages aufgeschaltet.

 Der Verband Schweizer Werbung (SW) und die Lauterkeitskommission wollen dem Bedürfnis nach mehr Öffentlichkeit und Transparenz entgegenkommen. Sie haben deshalb diverse juristische Vereinbarungen und Kodizes auf ihren Homepages aufgeschaltet. Im Internet abrufbar ist ab sofort der neue Verhaltenskodex der Alkoholindustrie, in dem die Regeln für Alkoholwerbung formuliert sind. Ebenfalls neu im Netz ist der konsolidierte Kodex des International Chamber of Commerce (ICC) zur Praxis in der Werbe- und Marketingkommunikation. Dieser ist in deutscher und französischer Sprache auf den Homepages von SW und LK abrufbar. Und schliesslich sind die Richtlinien für Tests aufgeschaltet worden. Diese geben Auskunft darüber, unter welchen Bedingungen die Publikation von Tests möglich ist.

More braucht mehr Zeit

Forschung Weshalb More, die Plakatforschungsmethode von Clear Channel, sich verspätet hat, wurde nie kommuniziert. Die Werbewoche hakte nach.

 
Forschung Weshalb More, die Plakatforschungsmethode von Clear Channel, sich verspätet hat, wurde nie kommuniziert. Die Werbewoche hakte nach bei Urs Zeier, Research Consultant von CCO Schweiz. 
Vor zwei Jahren ist Clear Channel Outdoor Plakanda (CCO Schweiz) aus der gemeinsamen Plakatforschung SPR mit der APG ausgestiegen. Vor 13 Monaten, im Mai 2006, präsentierte das Unternehmen die eigene Plakatforschungsmethodik namens More (Mobility and Outdoor Research). Gemäss CCO Schweiz sollte More auf Grund einer breiteren Datengrundlage Leistungswerte für Plakatnetze und für einzelne Plakatstellen liefern sowie eine Aufschlüsselung in soziodemografische Kriterien, in Mobilitätsarten und Mobilitätsmotive ermöglichen. Gleichzeitig betonte CCO Schweiz die Wichtigkeit eines empirisch belegten Sichtbarkeitskonzeptes und kündigte an, eines der international vorhandenen Modelle für More anwenden zu wollen.
Zeitlich stand CCO Schweiz allerdings unter Druck: Werbeauftraggeber und Media-Agenturen pochten auf einen gemeinsamen Ansatz und auf nur ein Planungstool. Zudem wollten sie nicht länger warten. Um konkurrenzfähig bleiben zu können, musste CCO Schweiz möglichst schnell möglichst viel von More sichtbar machen. Wohl deshalb liess sich der Aussenwerber am 3. Mai 2006 zu einer ambitionierten Ankündigung hinreissen: Man werde More im Frühjahr 2007 im Markt lancieren, das Planungstool folge bis spätestens Mitte 2007. Im Herbst 2006 wurde dieser Termin nochmals bestätigt: «More liegt im Fahrplan – wir gehen davon aus, dass dies trotz der hohen Komplexität des Projektes so bleibt», schrieb Urs Zeier, Research Consultant von CCO Schweiz, am 30. Oktober 2006 per E-Mail.
Doch auf eine Markteinführung wartete die Werbebranche vergeblich. Und CCO Schweiz zog es vor, nicht zu kommunizieren. Heute weiss denn auch kaum jemand in der Branche, wo das Projekt genau steht. Immerhin gaben nun CCO-CEO Beat Roeschlin und Urs Zeier der Werbewoche erstmals konkreter Auskunft. Und so sieht ihre Standortbestimmung aus.
Google kauft EndoxonWas letztes Jahr im CCO-Fahrplan unter «Abschluss Frequenzatlas, Phase 1» für Mai 2006 vorgesehen war, ist erfüllt: Der Frequenzatlas oder Mobilitätsatlas, zumindest jener für den Kanton Zürich, liegt gemäss Zeier vor. Er basiert auf einer Mobilitätsstudie der ETH Zürich und bildet die Grundlage von More. Für den Mobilitätsatlas modellierte die ETH Verkehrszählungsdaten aus Bund, Kanton und Gemeinden, Mobilitätsdaten aus der Volkszählung sowie aus der Microzensus-Befragung und anderen Datenquellen (Immissions- und Verkehrskataster, Daten zum öffentlichen Verkehr u. a.) so, dass für jeden beliebigen Strassenabschnitt die täglichen Durchschnittsfrequenzen ersichtlich werden.
Zeier glaubt, dass er den Mobilitätsatlas für den Grossraum Zürich in der zweiten Hälfte Oktober 2007 vorstellen kann. Somit wird man also auf dem Fahrplan schon bald auch den Punkt «Abschluss Frequenzatlas, Phase 2» abhaken können.
Was als «Abschluss Modelling» bezeichnet und auf Sommer 2006 terminiert war, steht dagegen noch nicht. Es geht hier darum, den Mobilitätsatlas mit den Plakatstandorten sowie den GPS-Messdaten (= Mobilität im Tagesverlauf) zu koppeln und auf dieser Basis Reichweitenwerte zu ermitteln. Dieses Reichweitenmodell wird zur Zeit von der niederländischen Firma Pointlogic erstellt. Der Hauptgrund für den Rückstand: More hatte auch die Luzerner Firma Endoxon mit Koordinationsaufgaben zwischen den verschiedenen Modellbestandteilen und Datenquellen betraut. Diese Firma wurde im Herbst 2006 an Google verkauft. Es war denn auch hauptsächlich dieser Übergang, der zu den Verzögerungen der More-Arbeiten führte.
Noch nicht greifbar ist auch das Planungstool, das auf Herbst 2006 terminiert war. Gemäss Zeier wurden zwar dem More Advisory Board erste Ansätze präsentiert, doch mache die Weiterentwicklung erst Sinn, wenn auch das Reichweitenmodell steht, sagt er.
Und schliesslich ist auch noch kein Sichtbarkeitsmodell in Sichtweite. CCO Schweiz hatte vor einem Jahr diverse Modelle geprüft und einen Entscheid auf Anfang 2007 angekündigt. Doch gemäss Zeier «vermochte keines der bestehenden Sichtbarkeitsmodelle wirklich zu überzeugen». Deshalb wird demnächst im Rahmen der internationalen Forschungszusammenarbeit von Clear Channel mit andern Aussenwerbern wie JCDecaux und Ströer ein Pilotprojekt zum Thema Sichtbarkeit in Auftrag gegeben, in das die modernsten Forschungsergebnisse – unter anderem auch aus der Hirnforschung – einfliessen sollen. CCO Schweiz vertritt Clear Channel International in diesem Forschungsprojekt. Der Entscheid ist zwar mutig, in diesem Punkt mit andern Aussenwerbern zusammen zu spannen, wirft More aber zeitlich zurück. Offen ist zudem, ob je ein Konsens gefunden wird.
So oder so, ist klar: Die versprochenen Reichweiten, die auf tatsächlichen Kontakten beruhen sollen, kann CCO Schweiz erst ausweisen, wenn bei More auch ein Sichtbarkeitsmodell integriert wird. Und wie lange wird dies noch dauern? Weder Zeier noch Roeschlin wollen sich auf einen konkreten Termin festlegen.
Fazit: Es werden wohl noch mindestens zwei Jahre ins Land gehen, bis More als Ganzes fertig gestellt sein wird. Und ein Handicap wird More in jeden Fall anhaften: Es wird nur die Plakatstandorte von CCO Schweiz enthalten.
Markus Knöpfli
Siehe Interview mit dem CEO von Clear Channel Schweiz, Beat Roeschlin

Heisses Angebot für Schawinski

Aufgefallen Bei einer Talkshow zu Schawis neuem Buch «Die TV-Falle» war TA-Chefredaktor Peter Hartmeier voll des Lobes. «Das Buch ist journalistisch gut. Sie können jederzeit bei mir arbeiten». Wie hat er das wohl genau gemeint?

 
Zeitungen Er startete als Pirat mit einem Radio aus der Schmugglerzone von Como. Dann war er sich mit einem privaten TV-Sender nicht zu schade, neben Bundesrat Blocher auch einen Schamhaarfrisör oder Uriella zu interviewen. Später bolzte er Quote mit einer Seifenoper wie «Verliebt in Berlin» und steigerte in drei Jahren als Senderchef mit Konzessionen ans Publikum statt Konzessionsgeldern den Reingewinn von Sat.1 in die Rekordhöhe von 240 Millionen Euro. Nicht allen haben diese Auftritte gefallen. Jetzt hat Roger Schawinski aber endlich seine verdiente Genugtuung gefunden. Bei einer Talkshow zu seinem Buch «Die TV-Falle», das die Bestsellerlisten erobert, haben Peter Hartmeier, Jürg Wildberger und Hannes Britschgi rund um das Thema «Die Fernsehlandschaft zwischen Quote, Qual und Qualität» diskutiert. Der Chefredaktor des Tages-Anzeigers zeigte sich dabei voller Lob für Schawinskis Schreibe. «Das Buch ist journalistisch gut. Sie können jederzeit bei mir arbeiten», tröstete Hartmeier den Ex-Sat.1-Chef über sein neues Schicksal als Buchautor hinweg. Das Publikum im Festsaal des «Kaufleuten» war leicht irritiert. War das jetzt eine charmante Ironie, oder hat der Wirt der «Sonne» dem «Hotelier des Jahres» vom «Castello del Sole» tatsächlich ein Angebot als Kellner gemacht? Moderator Britschgi leitete die Anmache souverän in die richtige Bahn: «Das ist für Schawinski sicher das höchste der Gefühle.» Und Hartmeier, der als Chef des Tagi von immer mehr Pendlern und allerhand publizistischen Hausierern umzingelt wird, war sich als Kopf einer Qualitätszeitung wieder sicher: Wir bleiben dran. (pan)

Absurd

Kolumne Wie können sich ahnungslose Werbekunden vor billigen TV-Produktionsfirmen schützen? Der Abschreckungsspot läuft auf Tele Züri.

 
René Worni über Sendeplätze für die Politik 
 
Werbung der politischen Parteien im Fernsehen oder im Radio hat in der Schweiz keinerlei Tradition, vor den Wahlen schon gar nicht. Dem Publikum blieben bis jetzt Werbespots für parteipolitische Anliegen, Programme für Legislaturperioden oder die Anpreisung von Spitzenkandidatinnen und -kandidaten erspart. Auch das neue Radio- und TV-Gesetz will daran nichts ändern.Wahlwerbung am Fernsehen, das kann man sich auch kaum vorstellen, im intimen Medium Radio noch weniger. Wie müsste wohl ein Werbespot der Grünen oder der SVP aussehen? Bestimmt kämen findige Werbespot-Produzenten sofort auf zündende Ideen. Nationalrätin Maja Graf (Grüne BL) beim Handshaking mit SVP-Parlamentskollege und Bauernverbandspräsident Hansjörg Walther vor dem Syngenta-Haupteingang? Na ja. Apropos SVP: Die hat mit ihren Filmbeiträgen (mit Schlägereiszenen) bereits Wegweisendes vorgemacht; die Basler Sektion ging sogar noch weiter, verwertete aus YouTube einen gefilmten (echten) Mord und stellte ihn in den parteipolitisch korrekten Zusammenhang – ein Skandal ohnegleichen. Das alles spielte sich jedoch bloss im Internet ab und gelangte nicht über den Bildschirm in die Wohnstuben potenzieller Wählerinnen und Wähler mit ihren Kindern.
Das könnte aber einmal anders werden, vorausgesetzt, das Parlament stimmt einer Gesetzesänderung zu, die Andreas Gross (SP, Zürich) dem Parlament beliebt machen will (siehe Seite 17): Vor eidgenössischen Wahlen sollten Parteien gleichberechtigt und kostenlos Sendezeit auf den Sendern der SRG sowie auf konzessionierten Privatsendern mit Versorgungsauftrag für ihre Werbebotschaften bekommen. Die Rede ist vorerst von 30 Sekunden pro Beitrag. Für die Produzenten der Parteispots wäre das ein Bombengeschäft. Den Sendern gingen dagegen einige Werbefranken verloren. Auf SF 1 beispielsweise kosten 30 Werbesekunden durchschnittlich 5700 Franken, was trügt, denn der Preis schnellt am Abend, zwischen Tagesschau und Meteo, gern mal auf über 38’000 Franken. Laut Berechnungen der SDA stellen sich derzeit 3089 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl in den National- und Ständerat – man rechne. Das Beispiel ist etwas absurd, zugegeben, lässt aber die Dimensionen erahnen. Ohne staatlichen Medienaufsichtsapparat – noch absurder – wäre das auch kaum zu schaffen.
René Worni, Redaktor

Zu guter Letzt: Brigitte fährt im Männerrevier ein

Sie denken, dass kraftvolle Maschinen und zarte Frauenthemen nicht zusammenpassen? Da haben Sie falsch gedacht. Die Frauenzeitschrift Brigitte ist als allererster Frauentitel überhaupt an der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main präsent.

 Sie denken, dass kraftvolle Maschinen und zarte Frauenthemen nicht zusammenpassen? Da haben Sie falsch gedacht. Es darf nämlich ein Meilenstein auf dem Schritt der weiblichen Emanzipation gefeiert werden: Die Frauenzeitschrift Brigitte bricht in eine Männerdomäne ein und ist als allererster Frauentitel überhaupt an der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main präsent. Was für ein Durchbruch! Wer fragt da noch nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit, mehr Krippenplätzen oder mehr Frauen in Führungspositionen. Ins Lot gebracht wird das herrschende Selbstverständnis immerhin durch das ultraoriginelle Motto der Veranstaltungen in der so genannten Brigitte Lounge: Es trägt den sinnigen Titel «Warum Frauen schlecht einparken…», der selbstverständlich ironisch gemeint ist, wie Chefredaktor Andreas Lebert versichert. Er will denn auch klarstellen, dass Frauen «nicht nur Autos fahren, kaufen und bauen», sondern auch grossen Einfluss auf die Kaufentscheidungen von Männern haben. Und sagen Sie jetzt nicht, dass sich der grosse Einfluss darauf beschränke, die Farbe der neuen PS-Kutsche zu diktieren…

CSS Magazin in neuem Look

Relaunch Das Kundenmagazin der Krankenversicherung CSS erscheint seit August 2007 in einem neuen Look. Moderner, leserfreundlicher und attraktiver – dies war das Ziel des Relaunchs.

 
Relaunch Das Kundenmagazin der Krankenversicherung CSS erscheint seit August 2007 in einem neuen Look. Moderner, leserfreundlicher und attraktiver – dies war das Ziel des Relaunchs. Mit dem Redesign und der inhaltlichen Konzeption der Zeitschrift wurde die Infel AG beauftragt. Die vier Sektionen «Was uns gesund hält», «Was uns hilft», «Was uns angeht» und «Was uns unterhält» geben der Publikation ein klares Gesicht und erleichtern die Orientierung.

Auf dem richtigen Gleis

Krankenkassen Die Agentur Fruitcake zeigt, wieso die Atupri mit Mivita noch mehr Leistung bieten will.

 
Krankenkassen Die Agentur Fruitcake zeigt, wieso die Atupri mit Mivita noch mehr Leistung bieten will. 
Mit Atupri erscheint die Privatisierung in einem gesunden Licht. In nur sechs Jahren hat sich die ehemalige Betriebskrankenkasse der SBB auf dem offenen Markt bereits ausgezeichnet bewährt. In dieser Zeit wurde sie im Cash-Rating gleich dreimal zur besten Schweizer Krankenversicherung gekürt. Der Bestand der Versicherten ist von 90’000 auf über 173’000 angestiegen und hat sich damit fast verdoppelt. Mit solchen Rekorden ist die mittelgrosse Atupri zur Marke avanciert. Mitgebacken an diesem Erfolg hat auch die Berner Agentur Fruitcake. Lahor Jakrlin und sein Team begleiten Atupri seit ihrer Neuausrichtung 2000 im Full-Service-Mandat mit klassischer Werbung und Contract Publishing.
Jetzt macht der Dienstleister Atupri den nächsten Schritt und lanciert eine eigene Produktmarke: Mivita. Mivita ist die erste Schweizer All-in-one-Lösung, «eine konsumentenorientierte Kombination aller Rosinen herkömmlicher Zusatzversicherungen aus Krankenpflege, Alternativmedizin, Prophylaxe, Zahnpflege, Spitalzusatz, Schutz bei Auslandreisen», wie Christoph Zürcher und Theo Gasser von der Geschäftsleitung des Versicherers bekannt geben.
Der Clou an Mivita sollen aber trotz Leistungsdichte die kompetitiven Marktpreise sowie – als Innovation – die automatische Anpassung des Leistungskatalogs an Generation und Geschlecht sein. Ein «Ei des Kolumbus also», meinen die Werber zu einem solchen Briefing. Fruitcake arbeitete auch in der Produktentwicklung mit und entwickelte den Namen.
Morphing und digitale TricksIn der Kommunikation bewegt sich die Kampagne an der «Schnittstelle zwischen Image- und Produktwerbung», wie CD Jakrlin meint. Ein TV-Spot setzt sich inhaltlich mit dem Wechsel der Lebensphasen in verschiedenen Generationen auseinander, allerdings retrospektiv. Der Spot startet mit dem 3. Alter und endet am Beginn, nämlich bei der Geburt. Gearbeitet wurde mit Morphing und digitalen Tricks.
Die B200-Leuchtplakate und das Inserat nehmen alle Mitwirkenden des TV-Spots mit fünf Generationen noch einmal auf und präsentieren diese als Patchwork-Gruppe oder moderne Grossfamilie.
Andreas Panzeri

CP in der globalen Expansion

Kundenmagazine Ein durchdachtes modulares Offline-/Online-Kundenmagazin verleiht dem Unternehmen Oerlikon Balzers zusätzlichen Schub.

 
Kundenmagazine Ein durchdachtes modulares Offline-/Online-Kundenmagazin verleiht dem Unternehmen Oerlikon Balzers zusätzlichen Schub. 
Oerlikon Balzers ist auf Expansionskurs. Mit Unternehmenszukäufen und neuen Niederlassungen verdichtet der Weltmarktführer für Oberflächenbeschichtungen sein weltweites Dienstleistungsnetz. Das Wachstum und die heterogene Struktur der Ländergesellschaften mit unterschiedlichen Ressourcen und Know-how sind anspruchsvolle Rahmenbedingungen für eine global konsistente, reaktionsfähige und zugleich kosteneffiziente und hochwertige Unternehmenskommunikation.
Modulares Konzept als BasisDas marktorientierte Technologieunternehmen hat sich für ein modular kombinierbares Offline-/Online-Kundenmagazinkonzept entschieden, um den komplexen Anforderungen gerecht zu werden.
Zu den nationalen und internationalen Messen steht den grossen Ländergesellschaften die Printausgabe des Magazins Contact zur Verfügung. Im technologiegetriebenen Geschäft sind die Messen Kommunikationsfixpunkte, da sie das Publikumsinteresse optimal für die Lancierung von Innovationen bündeln. Für kleinere Ländergesellschaften ist das Online-Magazin das geeignete Instrument, um ihre Dienstleistungen hochwertig zu kommunizieren.
Die grossen Ländergesellschaften nutzen die Online-Ausgabe zusätzlich zum Printmagazin als kostengünstige Ergänzung. «Das Konzept ist perfekt auf unsere komplexen Rahmenbedingungen zugeschnitten. Es ermöglicht einen effizienten und kostengünstigen Dialog mit unseren Kunden – und das gleichzeitig global und mit länderspezifischen Inhalten», fasst Eduard A. Meyer, globaler Kommunikationsleiter bei Oerlikon Balzers, zusammen.
Startschuss mit der deutschen PrintausgabeDen Anfang macht die Printausgabe in Deutschland, die anlässlich der wichtigsten europäischen Fachmesse EMO erscheint. Hauptthema der Ausgabe ist die Einführung einer neuen Produktgeneration. Charakteristisch für das Printprodukt ist die Adaption von Gestaltungsmustern, die für das Internet typisch sind und dem Leser mehr Wahlfreiheit bieten. Mehrere Themenanrisse in verschiedenen Gefässen ermöglichen eine intuitive Leserführung mit individuellen Leseeinstiegen. Kurze Texte wie in der Rubrik News tragen veränderten Lesegewohnheiten Rechnung. Porträts und Telefonnummern von Aussendienstmitarbeitenden schaffen Anknüpfungspunkte für den Dialog mit Kunden. Hinweise auf Broschüren und weiterführende Informationen verdeutlichen die enge Verzahnung des Magazins mit anderen Marketing- und Kommunikationsmassnahmen. Reportagen bei Kunden zeigen Anwendungsmöglichkeiten auf und stellen erfolgreiche Kooperationen vor.
Hohe Reaktionsfähigkeit mit dem Online-MagazinIm zweiten Schritt steht nun die Umsetzung des Online-Magazins an. Gestaltung und Rubriken sind an die Printausgabe angelehnt und mediengerecht adaptiert. Die Kunden erhalten per E-Mail das visuell ausgerichtete Inhaltsverzeichnis und das Editorial. Statt mit Scrollen wie beim klassischen Newsletter öffnet der Klick auf einen Beitrag ein Browser-Fenster mit dem gewählten Artikel. Das Funktionsprinzip ermöglicht dem Leser die intuitive Themenwahl und den direkten Zugriff auf den Beitrag. Die Online-Ausgaben realisieren die Ländergesellschaften selbstständig oder je nach Service-Level-Agreement mit Unterstützung durch die Agentur. Die kostengünstige Lösung erlaubt eine hohe Reaktionsfähigkeit: «Für uns ein absolutes Must in der aktuellen Wachstumsphase» so Kommunikationsleiter Meyer.
Internationalisierung mit RedaktionssystemDie länderspezifische Adaption der Online- und Offline-Ausgaben ermöglicht die Mehrfachverwertung der Inhalte. Während die Zentrale in Balzers Text- und Bildmaterial für die Ländergesellschaften zur Verfügung stellt, steuern diese länderspezifische Inhalte bei.
Als Rückgrat der Internationalisierung ist ein webbasiertes Redaktionssystem vorgesehen. Es ermöglicht die Unterstützung des Prozess-, Content- und Qualitätssicherungsmanagements. Zudem kann die Zentrale durch das Redaktionssystem die Publishing-Projekte der Ländergesellschaften laufend kontrollieren. Das schafft optimale Voraussetzungen, um in der intensiven Wachstumsphase den hohen Standard der Unternehmenskommunikation weltweit durchzusetzen.
Gregor Herbst/Philip Meier, m&/ AG
Facts & Figures zum Kundenmagazin ContactAb September 2007 erscheint das Kundenmagazin offline und online in über 20 Ländern und in mehr als zehn Sprachen. Konzeption, Redaktion & Design: m/& AG, Zürich, www.m-und.chTechnischer Partner: Vertical Vision, Kloten, www.vertical.ch

Abnabeln und expandieren

Expansion Die Südostschweiz Publicitas macht Ernst mit der Eigenregie. Gleichzeitig expandiert sie nach Zürich, weil der Weg von Chur etwas weit ist.

 
SO-Publicitas Die Südostschweiz Publicitas macht Ernst mit der Eigenregie. Gleichzeitig expandiert sie nach Zürich, weil der Weg von Chur etwas weit ist.Am 4. September war es soweit: Die Inseratevermittlerin Südostschweiz Publicitas, ein Joint Venture der P und der Churer Verlagsgruppe, eröffnete an der Förrlibuckstrasse 150 in Zürich eine Zweigniederlassung. «Ziel ist es, unserem Titel Südostschweiz im nationalen Markt mehr Präsenz zu verschaffen. Denn der Weg zwischen Chur und Zürich ist manchmal einfach zu lang», sagt Susanne Lebrument. Die Tochter von SO-Verleger Hanspeter Lebrument ist seit einem Jahr Geschäftsleiterin der SO Publicitas und seit Ende August auch VR-Delegierte. Das Büro in Zürich wird mit 3,5 Stellen besetzt, die Leitung übernimmt Roberto Blank, der seit Mitte Juni als Mitglied der Geschäftsleitung die Verantwortung für die SO-Gesamtausgabe und den nationalen Verkauf bei der SO Publicitas trägt. Der 46-Jährige trat damals die Nachfolge der P-Frau Karin Waltenspühl an, die unterdessen eine eigene Vermittlungsagentur eröffnet hat. Auch ein weiterer P-Mann, Anzeigen- und Verkaufsleiter Jörg Lütscher, verliess mittlerweile die SO Publicitas. «Auf der operativen Ebene ist dies ein weiterer Schritt in Richtung Verselbständigung: Nun machen wir die ganze Inseratevermittlung selber, sowohl jene im nationalen als auch jene im regionalen Bereich», sagt SO-Verleger Hanspeter Lebrument.
Von einer «faktischen Eigenregie» hat Lebrument schon nach dem 1. April 2007 gesprochen. Damals verliess die SO Publicitas das gemeinsame Gebäude der Publicitas Chur, dislozierte zum SO-Verlag, und die P Chur wurde aufgelöst. Zudem koppelte sich die SO Publicitas punkto EDV vom P-Buchungstool Pub 2000 ab. Mit der Übernahme der nationalen SO-Vermarktung hat der Churer Verlag also den Schritt in die echte Eigenregie vollzogen.
Fast. Denn noch ist die P mit zwei Personen im Verwaltungsrat der Churer Inseratevermittlerin vertreten – durch Max Bühlmann und Publipresse-Generaldirektor Otto Meier. Doch Meier verlässt bekanntlich die PubliGroupe und damit auch die SO Publicitas, Bühlmann wird Ende Jahr pensioniert. Wird sich somit die PubliGroupe aus der SO Publicitas zurückziehen? «Das könnte zwar der Fall sein, aber ich hoffe es nicht. Demnächst werde ich mit PubliGroupe-CEO Hanspeter Rohner darüber sprechen», sagt Hanspeter Lebrument.
Schon früher hatte der Churer Verleger betont, dass er zwar das operative Geschäft von der P abkoppeln, diese aber weiterhin personell im VR einbinden wolle – ihres Know-hows wegen. Diesen Wunsch bekräftigt er auch jetzt wieder. «Der neue PubliGroupe-Bereich Media Sales und dessen Führung machen mir einen guten Eindruck und scheinen mir vertrauenswürdig», lobt er.
 
Markus Knöpfli
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