IP Multimedia baut Adscreen-Netz aus

IP Multimedia baut ihr Adscreen-Netz aus und unterstreicht damit ihren Anspruch, die führende Vermarkterin im Bereich der privaten elektronischen Offline-Medien zu sein.

 
IP Multimedia Schweiz baut ihr Netz von Werbebildschirmen mit Standorten in zwölf Carrefour- und 25 Coop-Filialen aus. Gemäss Mitteilung vom Donnerstag ergibt sich aus dem Vermittlungsvertrag mit Neo Advertising für das Werbeangebot von IP eine monatliche Steigerung um 5,9 Millionen Werbekontakte. Zusammen mit den bereits bestehenden Standorten bedeutet das für die Tochter der Goldbach Media Gruppe eine Verdoppelung des bisherigen Adscreen-Angebots im Food- und Convenience-Bereich auf rund 12 Millionen Kundenkontakte.Die neuen Carrefour-Standorte verfügen über 508 Bildschirme direkt im Laden sowie in der Verkaufzone, und die Coop-Supermärkte sind mit 400 Schirmen ausgerüstet. Die Einkaufszentren befinden sich in den grössten Schweizer Städten der deutschen, französischen und italienischen Schweiz. Mit dem Ausbau des Netzes will IP Multimedia ihre starke Stellung im Adscreen-Bereich und damit als führende Vermarktungsorganisation der privaten elektronischen Offline-Medien weiter konsolidieren.

Neue Schwerpunkte und Kolumnisten bei Cash daily

Zum einjährigen Bestehen erweitert Cash daily ab 10. September das journalistische Angebot. Daneben holt das Blatt neue Kolumnisten: Werber und GGK-Zürich-Gründer Hermann Strittmatter, Bankenprofessor Beat Bernet und Arbonia-Forster-Kolumnist Edgar Oehler.

 Zum einjährigen Bestehen erweitert Cash daily ab 10. September das journalistische Angebot. Der Bereich Geld wird weiter ausgebaut, neu kommen die Themenschwerpunkte Innovation, Immobilien und Karriere dazu (siehe ). Daneben schreiben jeweils montags neue Kolumnisten im Blatt: Werber Hermann Strittmatter (Gründer GGK Zürich), Beat Bernet (Bankenprofessor Universität St. Gallen) und Edgar Oehler (CEO und VR-Präsident AFG Arbonia-Forster).
Den Innovationen widmet sich das Wirtschaftsblatt jeweils am Mittwoch. Cash daily wolle damit neue Ideen aus der Schweiz aufgreifen, da diese das Fundament jedes Unternehmens seien, wie Chefredaktor Rüdi Steiner der Werbewoche sagte. Umfragen hätten der Redaktion gezeigt, dass daran ein Leserinteresse bestehe.
Neu im Blatt sind ausserdem wöchentliche Interviews mit bekannten Gesichtern aus der inländischen Wirtschaftsszene. Laut Steiner ist als erstes ein Gespräch mit Swisscom-Chef Carsten Schloter geplant. Den Interviews wird die Redaktion eine ganze Seite einräumen.
Jeden Montag und Freitag wird zudem je eine Seite zur persönlichen Karriereplanung erscheinen, die Immobilien werden in einem monatlichen Schwerpunkt abgedeckt. Als neuen Serviceteil beantwortet die Redaktion in der Rubrik «Help Point» Leserfragen. «Wir werden diese Rubrik sukzessive aufbauen», erklärte Steiner. Da man nicht einfach Leserfragen erfinden wolle, werde man in einem ersten Schritt nicht täglich Fragen beantworten, sondern auf die Anfragen aus der Leserschaft warten.
Ebenfalls vergrössert werden soll der News-Bereich auf Cash.ch mit Text, Bild, Video-Interviews und einer täglichen Umfrage. «Hier sind wir bereits im Ausbau begriffen», so Steiner. Die täglichen, aktuellen Videobeiträge sollen verstärkt werden, der Newsbereich wird vergrössert und umgruppiert. Cash daily fahre eine klare «Online first»-Strategie, so Steiner weiter. «Bei Geschichten, die wir exklusiv recherchiert haben, kommen wir manchmal ins Zweifeln, wo wir sie zuerst bringen sollen», erklärte der Chefredaktor. Er geht aber davon aus, dass sich der Grundsatz, alle Artikel sofort online zu veröffentlichen, bald bei ihnen durchgesetzt haben wird: «So haben die Leser den grössten Nutzen». Vergrössern will Cash daily zusätzlich das Mobile-Angebot. Der Startpunkt dafür ist noch nicht klar; Steiner geht davon aus, dass es noch dieses Jahr soweit sein soll.
Die Redaktion der Wirtschaftspublikation ist im ersten Jahr des Bestehens auf 25 Leute angewachsen, gestartet war sie mit rund 15 Personen. 11 Mitarbeitende sind vom eingestellten Magazin Cash zur Gratisplattform gestossen. Ein weiterer Ausbau ist gemäss Steiner vorläufig nicht geplant.
Laut Mitteilung von Ringier finden über die Vertriebskanäle Kiosk, Zeitungsboxen in Grossfirmen und Postfachzustellung für KMU täglich über 110’000 gedruckte Exemplare ihre Leser. Dazu haben sich 31’500 Personen für das Livepaper (Multimediausgabe im Internet) registriert.

Zürcher Werbeclub und FCZ vereinbaren Kooperation

Der Zürcher Werbeclub und der amtierende Schweizermeister FC Zürich wollen stärker zusammenarbeiten. Den Auftakt macht das Eröffnungsspiel für das Letzigrundstadion.

 Der Zürcher Werbeclub (ZW) und der FC Zürich (FCZ) haben eine Kooperation für spezifische Projekte vereinbart. Gemäss der Mitteilung vom Donnerstag wollen die beiden Partner damit den Schwung aus der vergangenen Saison mit vielen erfolgreichen Veranstaltungen des Zürcher Werbeclubs einerseits, die Popularität des amtierenden Schweizer Fussballmeisters FC Zürich anderseits für Synergien nutzen.Das Eröffnungsspiel für das Letzigrund-Stadion vom Sonntag, 23. September 2007, zwischen dem FC Zürich und den Grasshoppers, soll hierbei den Auftakt machen. Dabei kommen die Mitglieder des Zürcher Werbeclubs in den Genuss eines Vorkaufrechts für Tickets im VIP-Bereich. Der neue Vorstand des Zürcher Werbeclubs unter der Leitung seines Präsidenten, Carlo Steiner, will vor allem auf eine Bündelung der ZW-Aktivitäten auf wenige, dafür aber attraktive Top-Anlässe setzen.

Wigdorovits gibt Geschäftsführung von Contract Media ab

Eveline Gehring hat per Anfang August die operative Leitung der Kommunikationsagentur Contract Media übernommen. Inhaber Sacha Wigdorovits, der bisher Geschäftsführer war, will sich auf die Zeitung .ch und die strategische Beratung der Kunden konzentrieren.

 Eveline Gehring hat per Anfang August die operative Leitung der Kommunikationsagentur Contract Media übernommen. Inhaber und Verwaltungsrat Sacha Wigdorovits, der bisher Geschäftsführer war, will sich auf die Zeitung .ch und die strategische Beratung der Kunden konzentrieren. Gehrig arbeitete als Beraterin in der Kommunikations- und Werbebranche für internationale Agenturen sowie für das Kristallunternehmen Swarovski. Ende der Neunzigerjahre bis 2004 baute sie als Kadermitglied von Publicis, mit damals rund 130 Mitarbeitenden, den Bereich Human Resources auf. Bis vor ihrem Wechsel zu Contract Media im Jahr 2006 arbeitete Gehring bei Euro RSCG Worldwide.

Publicis zeigt Crossmedia-Buffet für Publisuisse

Die Zürcher Agentur Publicis zeigt in einer kreativen Umsetzung für die Vermarkterin Publisuisse, dass nichts die Attraktivität einer Marke so sehr steigert wie ein perfekt passender Kommunikationsauftritt.

Die Zürcher Agentur Publicis zeigt in einer kreativen Umsetzung für die Vermarkterin Publisuisse, dass nichts die Attraktivität einer Marke so sehr steigert wie ein perfekt passender Kommunikationsauftritt. In zwei neuen Eigenwerbungsanzeigen sieht man einen Massschneider, der dem berühmten «M» der Migros ein sexy Outfit verpasst. Dieses Anzeigensujet setzt die erfolgreiche Basiskampagne fort. Ein zweites Sujet zeigt ein üppiges Buffet mit allem, was es für einen perfekten Crossmedia-Auftritt braucht. Die beiden Anzeigensujets werden bis Ende Jahr in der Wirtschaftspresse und in Fachtiteln in der ganzen Schweiz geschaltet.

Verantwortlich bei Publisuisse: Leiter Kommunikation: Reto Burkhalter; Leiter Werbung: David Elsasser; Grafik: Sabine Buri.
Verantwortlich bei Publicis: Creative Direction: Philipp Skrabal; Text: Roy Spring; Art Direction: Denis Schwarz; Grafik: Simone Platz; Beratung: Marcel Maegerle, Charlotte Hottinger; Art Buying: Suzana Kovacevic.
Fotografie: Jonathan Heyer.

Musqueteers entwirft Markenpass für AAM Privatbank

Die Vermögensverwaltungsgesellschaft ATAG Asset Management firmiert seit dem 1. September 2007 neu als AAM Privatbank. Die Markenspezialisten der Zürcher Agentur Musqueteers haben die AAM-Führung auf dem Weg zur Bank zu begleitet.

 Die Vermögensverwaltungsgesellschaft ATAG Asset Management firmiert seit dem 1. September 2007 neu als AAM Privatbank. Die Markenspezialisten der Zürcher Agentur Musqueteers haben die AAM-Führung auf dem Weg zur Bank zu begleitet. In mehreren Workshops wurden die Markenwerte, die Kernkompetenzen und die neue Positionierung als «Vermögensarchitekt» erarbeitet. Die Resultate des Zukunftsprozesses wurden im AAM Markenpass zusammengefasst, wie es in einer Mitteilung von Musqueteers heisst. Kernstück dieses Leitbilds, das jedem Mitarbeiter persönlich abgegeben wurde, sind neun Werte, die als verbindliche Leistungs-, Führungs- und Verhaltensprinzipien die Kultur des Finanzdienstleisters prägen sollen. Auch das AAM Markenzeichen und das Corporate Design wurden von Musqueteers überarbeitet. Verantwortlich bei AAM Privatbank AG: Christine Jakob-Rudin, Head of Marketing. Verantwortlich bei Musqueteers: Gesamtleitung, Beratung und Text: Michael Egloff; Design: Philipp Schubiger, Patricia Bissig.

Geliftetes Jahrbuch

Wettbewerbe Das «Jahrbuch der Werbung» wird heuer 45 Jahre alt, deshalb erscheint es dieses Jahr in anderem Layout und mit geliftetem Logo. Die visuelle Überarbeitung besorgte die Berliner Agentur Etwas Neues Entsteht.

 
Wettbewerbe In diesem Jahr wird das «Jahrbuch der Werbung» 45 Jahre alt. Zum Jubiläum haben die Herausgeber etwas Besonderes geplant. So wurden für diese Ausgabe ein neues Logo und Buchlayout entwickelt. Das Design entwarf die Berliner Agentur Etwas Neues Entsteht. In das neue Logo integrierte die Agentur erstmals den Hauptpreis des Wettbewerbs, das begehrte JdW-Megaphon. Einsendeschluss für den Wettbewerb des Jahrbuchs der Werbung 2008 ist der 12. Oktober 2007. Das «Jahrbuch der Werbung» ist ein branchenspezifischer Kreativwettbewerb und wird seit 1964 jährlich vom Econ Verlag ausgeschrieben. Die Herausgeber sind Helmut Thoma, Willi Schalk und Peter Strahlendorf. Als Standardwerk der Kommunikationsbranche zeigt das Jahrbuch einen repräsentativen Querschnitt des jeweiligen Werbejahres. Gesucht wird die beste Werbung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Bereichen Print, Kino-/TV-Spots, Multimedia, Online-Werbung, Ambient Media, Events und Direct Marketing.

Gesucht: Der König von Ebay

Handel Favo lanciert für Ebay Schweiz die erste klassische Werbekampagne.

 
Handel Favo lanciert für Ebay Schweiz die erste klassische Werbekampagne. 
«Klick, Klick, Hurra», ist der neue Kampagnenclaim von Ebay Schweiz. Der weltweit grösste Online-Marktplatz startet in diesen Tagen eine Werbeoffensive der besonderen Art. Das Aktionshaus wirbt in der Schweiz erstmals im Fernsehen und in Zeitungen. Entworfen wurde die Kampagne von der Basler Werbeagentur Favo. Ihr Ziel ist es, Personen in der Schweiz zu erreichen, die sich im Internet bewegen, bis anhin aber noch nicht Ebay genutzt haben. In den nächsten Monaten werden regelmässig Inserate in der Tagespresse zu finden sein, die auf humorvolle Weise versuchen, die Inhalte des jeweiligen redaktionellen Umfelds aufzugreifen. Hierfür wurden mehr als zehn Sujets entworfen. Neben den Printanzeigen werden auf Tele Züri Kurzspots von sieben Sekunden ausgestrahlt. Alle Offline-Aktivitäten sollen nebenbei die Online-Wettbewerbe unterstützen. Highlight wird die Suche nach dem «König von Ebay» sein.
Gründe für die gross angelegte Ebay-Kampagne gibt es verschiedene. Zwölf Jahre nach dem Marktstart lässt weltweit die Leidenschaft von Händlern und Käufern für den Online-Flohmarkt nach. Unter anderem wegen den hohen Preisen und des verschiedentlich kritisierten Service. In der Schweiz dürfte Konkurrent Ricardo mit ein Grund sein, dass Ebay in die Werbeoffensive geht. Mit täglich 450’000 Angeboten hält Ricardo einen Marktanteil von 70 Prozent. International hält Ebay einen Marktanteil von 95 Prozent.
Christian Lüscher

Auf keinen Fall provinziell

Sonntagspresse Am 16. September startet die Mittelland Zeitung (MZ) ihre siebte Ausgabe, «Sonntag».

 
Sonntagspresse Am 16. September startet die Mittelland Zeitung (MZ) ihre siebte Ausgabe, «Sonntag». 
Der «Sonntag», die neue, im MZ-Abo integrierte siebte Ausgabe für die Kantone Aargau, Solothurn, Baselland und auch Basel-Stadt, lässt sich sehen. Das Layout wirkt zwar eher bieder und erinnert mit seinen Pastellfarben an eine alte Version der SonntagsZeitung (SoZ). Aber es kommt seriös daher, fast staatsmännisch sogar – und keineswegs provinziell. Dennoch wird die Herkunft nicht verschwiegen. In Schrift und Farbe lehnt sich das Logo an jenes der MZ an und wird mit den Kürzeln der sechs Partnerblätter ergänzt: AZ für Aargauer Zeitung, LT für Limmattaler Tagblatt, OT für Oltner Tagblatt, SZ für Solothurner Zeitung, ZT für Zofinger Tagblatt und bz für Basellandschaftliche Zeitung. CH schliesslich steht auf jener Ausgabe, die im Rest der Schweiz an den Kiosken aufliegen wird. Das Layout wurde von Kurt Schwerzmann kreiert, der auch schon mit den Layouts von AZ und MZ beauftragt war. Er habe die Vorgabe erhalten, «ein klassisch-elegantes und zugleich sprizig-frisches Layout mit Zugehörigkeit zur AZ/MZ-Familie» zu gestalten, sagt Zeno Läber, der für die Gesamtkoordination zuständig ist. Dies sei Schwerzmann «sehr gut gelungen», meint er.Der Sonntag ist eine Sechs-Bund-Zeitung: «Der Mantelteil mit den Bünden Nachrichten und Politik, Menschen und Meinungen, Wirtschaft, Sport sowie Foyer wird in Baden produziert. Die Redaktionen der Partnerverlage sind dagegen für den Regiobund, für zwei Seiten Regionalsport und für die regionale Anpassung der Frontseite zuständig», sagt der 32-jährige Sonntag-Chefredaktor Patrik Müller.
Müller, der unter anderem über Erfahrungen bei SonntagsBlick und SoZ verfügt, ist überzeugt, dass sein neues Blatt das Zeug hat, um sich auch national Gehör zu verschaffen. Er verweist auf Mitarbeiter wie Arthur Rutishauser, Yves Carpy, Kurt Emil Merki oder Othmar von Matt sowie auf den Umstand, dass der Sonntag drei eigene Journalisten im Bundeshaus hat – genau wie SoZ und NZZaS. «Wir werden Primeurs haben und mindestens so gute Geschichten bieten wie die etablierte Konkurrenz», ist Müller überzeugt. Mit einem Unterschied: Er will in seinem Blatt «nichts von der Häme und der lusttötenden Miesepetrigkeit» sehen, die er in andern Blättern bisweilen anzutreffen glaubt.
Wird der Sonntag etwa mit der Sonntagsausgabe der Südostschweiz kooperieren? – «Eine Zusammenarbeit stand für uns nie im Vordergrund. Wir wollten auf jeden Fall allein starten», stellt Ueli Eckstein, CCO der AZ Medien, klar. Er fügt aber hinzu, dass weiterhin Gespräche mit möglichen Partnern geführt würden. «Bei einigen ist das Interesse sehr gross», sagt er. Es werde aber grundsätzlich möglich sein, «bei uns redaktionelle Leistungen einzukaufen», sagt er.
«Wir wollen sauber starten»Der Sonntag, der wie die MZ von der Publicitas vermarktet wird, startet gemäss Tarifdokumentation mit einer Auflage von 210’000 Exemplaren (wie die MZ) und einer Reichweite von 504’000 Lesern. Letztere wird somit um mehr als 60’000 Personen höher geschätzt als jene der MZ. Eckstein begründet dies mit der Erfahrung, dass alle etablierten Sonntagsblätter drei bis vier Leser pro Exemplar (LpE) ausweisen. Da die MZ werktags auf 2,2 LpE komme, habe man beim Sonntag mal mit 2,4 LpE gerechnet. Das sei zwar bescheiden, positioniere umgekehrt die siebte MZ-Ausgabe im Reigen der Konkurrenten punkto Tausendleserpreis (TLP)  im obersten Drittel.
Falls dereinst aber der LpE-Wert – auch dank der 30’000 Kiosk-Exemplare – steigen sollte, so kalkuliert Eckstein, würde der TLP sinken. Fest steht aber auch: Mit 22 ‚175 Franken für eine 1/1-Seite vierfarbig ist der Sonntag um rund 4300 Franken günstiger als die MZ. Ein Kombi, etwa mit der MZ-Samstagausgabe, gibt es nicht. «Wir wollen sauber starten und nicht ablenken durch Alternativen», begründet Eckstein diese Strategie. Der Stellenmarkt wird zudem vom Samstag weg in den Sonntag gezügelt.
Mit einem Einführungspreis von zwei Franken am Kiosk ist der Sonntag vergleichsweise günstig. Ende Jahr soll jedoch über die definitive Höhe des Einzelverkaufspreises entschieden werden. Der neue Abopreis mit integrierter siebter Ausgabe ist dagegen festgelegt: AZ-Abonnenten zum Beispiel bezahlen ab der nächsten Aboerneuerung 395 Franken, 36 Franken mehr als heute.
Zum ersten Mal lanciert die MZ als ganzer Verbund eine gemeinsame Kampagne über mehrere Medien (Print, Plakat, TV, Radio und Online). Gestaltet wurden die regional angepassten Sujets von Wirz Werbung.
Markus Knöpfli

Der Samstag kommt vor Sonntag

Zeitungsverkauf Favo und die Basler Zeitung demonstrieren für mehr Lesestoff. Ab September erhält die Samstagsausgabe einen sechsten Bund.

 
Zeitungsverkauf Favo und die Basler Zeitung demonstrieren für mehr Lesestoff. 
Heute ist die Basler Zeitung die meist gelesene Zeitung in der Region, auch am Sonntag. Ausführliche fünf Bünde, das Kulturmagazin und Das Magazin als Beilage sorgen für reichlich Lesestoff. Diese Position will die BaZ ausbauen, indem sie der Samstagsausgabe ab September einen weiteren sechsten Bund beilegt. Dieser will typische Wochenendthemen aus verschiedenen Lifestyle-Bereichen abdecken. Die Basler Werbeagentur Favo erhielt den Auftrag, diesen neuen Lifestyle-Bund zu bewerben. Nach einer mehrwöchigen Teaser-Phase scheute sich das Team um CD Hinrik Wachsmuth nicht, das Megaphon in die Hand zu nehmen. Damit wird die Ankündigungsphase pünktlich mit dem Erscheinen des neuen Bundes aufgelöst. Inserate im Protestlook fordern jetzt in Basel mehr Lesestoff am Wochenende. Radiospots und ein Abo-Mailing werden als flankierende Massnahmen eingesetzt.
Gleichzeitig hat der Verlag angekündigt, dass die Basler Zeitung und die SonntagsZeitung aus Zürich eine weitgehende Kooperation im Lesermarkt eingehen und ab sofort ein «attraktives Kombiabonnement» lancieren.
Andreas Panzeri

Chancen für Printmedien

Print Parallel zum Rebranding des Unternehmens hat die AXA Winterthur die neue Mitarbeiterzeitschrift Team lanciert. Sie zeigt exemplarisch, welche Vorteile Printmedien auch in Zeiten der E-Medien haben können.

 
Print Parallel zum Rebranding des Unternehmens hat die AXA Winterthur die neue Mitarbeiterzeitschrift Team lanciert. 
Der 3. Mai 2007 war für die Mitarbeitenden der Winterthur Versicherungen ein Tag des Abschieds und zugleich des Aufbruchs: Das Traditionsunternehmen wurde als Konsequenz des Besitzerwechsels in AXA Winterthur umbenannt, was die Verbindung mit dem französischen Mutterhaus unterstreicht.Die ambitionierten Ziele der neuen Führungscrew sind für die Mitarbeitenden Chance und Ansporn zugleich. Der frische Wind im Unternehmen macht es allerdings erforderlich, die Menschen über Sinn und Ausmass der Veränderungen zu informieren, auf Bedenken einzugehen und Ängste aus der Welt zu schaffen. Allzu häufig scheitern Change-Prozesse, weil es das Management versäumt hat, die Mitarbeitenden auf die gemeinsame Reise mitzunehmen. Mit offener und offensiver Kommunikation versucht die AXA Winterthur die Gefahr einer solchen Fehlentwicklung im Ansatz zu bannen.
Frischer und fröhlicherEin wichtiger Mosaikstein bei diesen Bemühungen ist die komplett erneuerte Mitarbeiterzeitschrift, die nur wenige Wochen nach dem Rebranding-Tag druckfrisch vorlag. Die Kommunikationsagentur Infel AG hatte das Gestaltungs- und Inhaltskonzept der Zeitschrift Team im Auftrag der AXA Winterthur bereits vor der Bekanntmachung des Namenswechsels entwickelt und wird in Zukunft die Produktion des Magazins kontinuierlich betreuen.
«Unsere frühere Mitarbeiterzeitschrift hatte einen ausgeprägten Top-down-Charakter, was sich auch in ihrem zurückhaltenden Layout widerspiegelte», sagt Lorenz Heinzer, Leiter Internal Communication bei der AXA Winterthur. «Team hingegen stellt die Mitarbeitenden in den Vordergrund und ist deshalb sehr viel frischer, fröhlicher und leserfreundlicher.» Dieser Kurswechsel kommt bei den Lesern bestens an. «Die Leserreaktionen auf die erste Nummer waren zu mehr als 90 Prozent positiv oder sehr positiv», freut sich Lorenz Heinzer.
Charakteristisch für Team ist die geschickte konzeptionelle Verknüpfung einer klaren Ordnung für die Leser mit grösstmöglicher Freiheit für die Redaktion. Ein Teil der Rubriken ist vorgegeben und wiederholt sich in jeder Ausgabe. Diese fixen Rubriken erleichtern die Navigation im Heft und geben der Zeitschrift ein Gesicht. Ein Teil der Rubriken ist hingegen frei und kann von Nummer zu Nummer mit Inhalten ohne jegliche Einschränkung besetzt werden. Dadurch kann die Mitarbeiterzeitschrift mühelos auf die sich rasch wandelnden Bedürfnisse in einem dynamischen Unternehmen reagieren. Die fixen Rubriken bieten gleichzeitig Gewähr, dass die Zeitschrift ihren Spannungsbogen aus grossen und kleinen Texten sowie die Abwechslung zwischen verschiedenen Textformen beibehält.
Ein weiteres wesentliches Merkmal der Zeitschrift ist die Gliederung in die zwei Sektionen «ganz wichtig» und «ganz persönlich». Damit wird verbindlich festgelegt, dass nicht nur News und Hintergründe aus dem Business-Bereich, sondern auch Softthemen rund um die Menschen bei der AXA Winterthur zum Programm gehören. Eine sympathische, glaubwürdige Mitarbeiterzeitschrift zeigt neben Direktionsmitgliedern eben vor allem die Mitarbeitenden aller Stufen mit ihren beruflichen Ambitionen und privaten Vorlieben.
Hintergründe statt SchlagzeilenDie richtige Mischung aus Business und Human Touch ist entscheidend für die Akzeptanz einer Mitarbeiterpublikation. Davon ist auch Thomas Hügli, Leiter Communication bei der AXA Winterthur, überzeugt: «Die neue Zeitschrift stellt inhaltlich den Mitarbeitenden ins Zentrum und transportiert im Ton die Aufbruchs- und Wachstumsstimmung bei der AXA Winterthur. Visuell verbindet uns Team weiter mit der AXA-Gruppe.» Darin sieht Thomas Hügli erhebliche Chancen. «Team fördert die Identifikation mit der neuen Marke und das Verständnis für die damit verbundenen Werte», meint er. «Das Mitarbeitermagazin wirkt dadurch als Inkubator für jene positive Stimmung, die letztlich auch die Kunden begeistern soll.»
Die Möglichkeiten einer Mitarbeiterzeitschrift werden oft unterschätzt, weil es sich anders als das Intranet oder andere Online-Angebote nicht um ein «neues» und «trendiges» Medium handelt. Doch gerade wenn substanzielle Veränderungen die Mitarbeitenden herausfordern, ist eine gedruckte Publikation ein wirkungsvolles Instrument für die Vermittlung von Unternehmensbotschaften und eine wichtige Plattform für den Meinungsaustausch.
Anders als das schnelle, aber flüchtige Intranet kann eine Zeitschrift komplexe Zusammenhänge darstellen und Hintergründe zu den Schlagzeilen liefern. Weil man ein Magazin in die Hand nehmen, in Ruhe betrachten und darin blättern kann, werden neben Informationen gleichzeitig Emotionen vermittelt. «Mitarbeiterzeitschriften sind eine Art Seele des Unternehmens», findet Thomas Hügli. «Sie erreichen alle Mitarbeitenden, schliessen niemanden aus und fördern so untereinander die Diskussion. ‹Get the people on the bus› – für diese Aufgabe in Zeiten des Wandels sind Mitarbeiterzeitschriften geradezu prädestiniert.»
Die AXA Winterthur verspricht sich Erfolg durch Teamgeist. Die Zeitschrift Team leistet dazu ihren Beitrag.

Peter Christoph, Infel AG

Top-Konzepte aus Europa

Know-how Mit ihrem Buch «Best of Europe – Corporate Publishing in Dynamic Markets» will das FCP nicht nur die inhaltlichen und optischen Möglichkeiten sowie die Lebendigkeit und Überzeugungskraft von CP demonstrieren. Vorgestellt werden soll vor allem das breite Spektrum des Einsatzes von Kunden- und Mitarbeitermedien anhand von Beispielen, die konzeptionell herausragen.

 
Know-how Neues FCP-Buch «Best of Europe – Corporate Publishing in Dynamic Markets».München, 8. August 2007. Die besten CP-Ideen aus Europa: Unter dem Titel «Best of Europe – Corporate Publishing in Dynamic Markets» präsentiert das Forum Corporate Publishing die Erfolgskonzepte von preisgekrönten und von Lesern als hervorragend bewerteten Kundenmagazinen aus 14 europäischen Ländern in einem 200 Seiten starken Buch. Entstanden ist die jüngste Publikation des FCP in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Institut für Corporate Publishing EICP sowie cpwissen.com.«Vertrauensbildende Unternehmenskommunikation zählt zu den Grundpfeilern liberaler Wirtschaftsformen», so Manfred Hasenbeck, Präsident des Forum Corporate Publishing. «Corporate Publishing wird daher in global vernetzten Wachstumsmärkten immer wichtiger.»
 
Breites SpektrumMit der Publikation «Best of Europe» will das FCP nicht nur die inhaltlichen und optischen Möglichkeiten sowie die Lebendigkeit und Überzeugungskraft von CP demonstrieren. Vorgestellt werden soll vor allem das breite Spektrum des Einsatzes von Kunden- und Mitarbeitermedien anhand von Beispielen, die konzeptionell herausragen. Zudem werden internationale Kommunikationsansätze ebenso wie Magazine vorgestellt, die in Sachen Dialogfähigkeit oder Vertriebsunterstützung Aussergewöhnliches leisten.
Das Buch «Best of Europe – Corporate Publishing in Dynamic Markets» können Sie zum Preis von 49,- Euro online unter www.cpwissen.de bestellen.
Im Forum Corporate Publishing sind rund 80 CP-Anbieter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen. Sie bieten Dienstleistungen für alle Bereiche der Unternehmenskommunikation, von klassischen Printprodukten bis hin zu neuen elektronischen Medien. Das Forum ist die grösste Vereinigung von Corporate-Publishing-Dienstleistern in Europa.
Michael Höflich, Forum Corporate Publishing
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