Grosser Rat von Bern gegen Verbot von sexistischer Werbung

Kein Verbot von sexistischer Werbung im Kanton Bern. Am Donnerstag wurde ein überparteilicher Vorstoss für die Ausarbeitung einer entsprechenden Gesetzesvorlage mit 79 gegen 42 Stimmen abgeschmettert.

 Kein Verbot von sexistischer Werbung im Kanton Bern. Am Donnerstag wurde ein überparteilicher Vorstoss für die Ausarbeitung einer entsprechenden Gesetzesvorlage mit 79 gegen 42 Stimmen abgeschmettert. Sexistische Werbung müsse auf dem Weg der gesellschaftlichen Ächtung verhindert werden, sagte Andreas Rickenbacher, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Bern. Auch die Regierung erachte sexistische Werbung als unzulässig. Sie sei jedoch schwer zu definieren und könne vom Kanton sowieso nur auf öffentlichem Grund unterbunden werden. Insgesamt war die parlamentarische Diskussion von gegensätzlichen Voten zur Arbeit der Lauterkeitskommission geprägt. Voll hinter ein Verbot stellten sich nur EVP und EDU, die Grünen waren gespalten, SP, SVP und FDP mehrheitlich dagegen.

Zu guter Letzt: Diddy zu sexy

Der umtriebige Geschäftsmann und Rapper Sean Combs alias P. Diddy hat es trotz seines Aussehens mal wieder geschafft sein Image als Sexsymbol aufzupolieren. Ein Werbespot für seinen «kühnen» Duft «Unforgivable» ist sogar vom Musiksender MTV als zu explizit abgewiesen worden.

 
Der umtriebige Geschäftsmann und Rapper Sean Combs alias P. Diddy hat es trotz seines Aussehens mal wieder geschafft sein Image als Sexsymbol aufzupolieren. Ein Werbespot für seinen «kühnen» Duft «Unforgivable» ist sogar vom Musiksender MTV als zu explizit abgewiesen worden. Der Sender verlangte von Combs, den Spot, in dem der Chef von Bad Boy Entertainment seine Hand unter das Kleid von Model Jessica Gomez schiebt, neu zu schneiden und schickte ihm eine Liste mit Änderungswünschen. Doch Diddy – wahrscheinlich noch benebelt von seinem eigenen, gemeinsam mit Estée Lauder kreierten Duft, der angeblich Macht, Chemie und Gefühl vermischt und «die Sinne in nie dagewesener Form stimuliert» – weigert sich standhaft, den Wünschen nachzukommen. Im vergangenen Jahr lehnte die Stadt New York die Werbefotos für «Unforgivable» als zu sexy für die städtischen Bus-Häuschen ab. Die Muttergesellschaft Estée Lauder hat für die Läden nun selbst einen harmlosen Clip angefertigt. Wenigstens hatte Bad Boy Diddy beim Dreh seinen Spass.

Marc Tschudin erhält Prix Media 2007

Der Basler Journalist Marc Tschudin hat den Prix Media 2007 der Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT) erhalten. Tschudin erhielt die Auszeichnung für seine Kurzfilmserie «NaTour de Suisse» für die mittlerweile eingestellte Sendung MTW .

 Der Basler Journalist Marc Tschudin hat den Prix Media 2007 der Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT) erhalten. Tschudin erhielt die Auszeichnung für seine Kurzfilmserie «NaTour de Suisse». Mit den Kurzbeiträgen für die mittlerweile eingestellte Sendung MTW habe Tschudin das Fernsehpublikum scheinbar alltägliche Ereignisse neu entdecken lassen, teilte die SCNAT am Donnerstag mit. Damit sei es Tschudin gelungen, das Publikum an wissenschaftliche Fragen heranzuführen. Die Serie sei «ebenso erheiternd wie spannend». Einen Anerkennungspreis erhielten zudem die Wissenschaftsjournalisten Mathias Plüss und Thomas Häusler.

Kaum jemand kennt Trikotsponsoren im Schweizer Fussball

Obwohl Trikotwerbung im Fussball zu den imageträchtigsten Sponsoringmassnahmen gehört, erzielt dieses Marketingtool in der Schweiz im Vergleich zu anderen europäischen Märkten nicht die üblichen Erfolgsergebnisse.

 Obwohl Trikotwerbung im Fussball zu den imageträchtigsten Sponsoringmassnahmen gehört, erzielt dieses Marketingtool in der Schweiz im Vergleich zu anderen europäischen Märkten nicht die üblichen Erfolgsergebnisse. Eine Studie von Sport + Markt unter fussballbegeisterten Schweizern zwischen 15 und 69 Jahren zeigt, dass die Präsenz auf der Brust eines Fussballers der Super League selbst unter den Fussballfans nicht zwangsläufig zu einem hohen Bekanntheitsgrad führt. In der Studie wurden 600 Schweizer mit Fussballinteresse befragt, ob sie den Trikotsponsor eines ihnen genannten Clubs kannten. Das Ergebnis war grösstenteils ernüchternd. Bei der Betrachtung der vereinsgestützten Abfrage von Trikotwerbern steht Novartis, Sponsor des Pokalsiegers FC Basel, mit 19 Prozent Bekanntheit einsam an der Spitze. Gefolgt wird Novartis von TUI, dem Trikotsponsor des Meisters FC Zürich mit abgeschlagenen neun Prozent Bekanntheit. Beim Bekanntheitsgrad der Sponsoren ausländischer Clubs sieht es anders aus: So erreichten die Trikotsponsoren des FC Barcelona oder Liverpool in der Befragung immerhin je elf Prozent Bekanntheit. Die schwächere Qualität der nationalen Liga lässt die Fans eher ins Ausland schauen, den Schweizer Vereinen fehlen oft selbst die Nati-Spieler als Zugpferde.
In der Schweiz mit ihrer hohen Sponsoringdichte scheint aber auch die Vielzahl der Sponsoringengagements in der schweizerischen Fussballszene Trikotsponsoren einen Strich durch die Rechnung zu machen. Im Vorfeld der Euro 08 erhalten im Moment vor allem die auf mehreren Sponsoringkanälen präsenten Hauptsponsoren viel Aufmerksamkeit. «Dazu kommt, dass im Schweizer Fussball in den letzten drei, vier Jahren neue internationale Marken wie Carlsberg dazu gekommen sind. Diese grossen Marken werben vernetzt, nicht allein mit Trikotwerbung», sagt Boris Hedde, Senior Consultant bei Sport + Markt, gegenüber Pressetext.ch.

Ooops – Was ist bloss mit dem Kino los?

Mach Basic Der Abwärtstrend bei den Kinoreichweiten setzt sich fort – plötzlich rapid. Zum ersten Mal innert eines halben Jahres weisen die Wemf-Zahlen einen signifikanten Rückgang aus.

 
Mach Basic Der Abwärtstrend bei den Kinoreichweiten setzt sich fort – plötzlich rapid. Zum ersten Mal innert eines halben Jahres weisen die Wemf-Zahlen einen signifikanten Rückgang aus (Tabelle siehe Seitenende). 
Was die Wemf in der Mach Basic 2007-2 an Reichweiten für das Medium Kino präsentiert, muss der Branche zu denken geben. Die wöchentliche Gesamtbesucherzahl ist mit 384’000 Personen nicht nur unter die psychologisch wichtige Marke von 400’000 gefallen, die Reichweiten brachen auch erstmals richtiggehend ein – innert nur eines halben Jahres reduzierten sie sich um wöchentlich 40’000 Personen. Auf ein Jahr gerechnet, also für die Erhebungsperiode April 2006 bis März 2007, weist die Wemf somit insgesamt 20 Millionen Besucher aus, in der Mach Basic 2006-1 (September 2005 bis August 2006) waren es noch gut 2 Millionen mehr. Somit reduzierten sich die Besucherzahlen um signifikante 9,4 Prozent. Verglichen mit der Mach Basic 2006-2 beträgt das Minus fast 12 Prozent. Seit der Umstellung auf den LpA-Wert im Jahr 2000 waren die Kinoreichweiten selbst in Ganzjahresschritten allerhöchstens um 4,5 Prozent zurückgegangen. Vergleicht man die neuen Zahlen zudem mit dem bisherigen Spitzenjahrgang 2003, dann hat das Medium Kino schweizweit 5,3 Millionen Besucherinnen und Besucher oder ein ganzes Fünftel seines ehemaligen Publikums eingebüsst.
Einheitlich trübes BildDas schwindende Interesse manifestiert sich in allen Landesteilen, signifikant fällt der Rückgang gegenüber 2007-1 jedoch nur in der Deutschschweiz aus. In der Westschweiz dagegen ist er mit minus 3,3 Prozent vergleichsweise moderat. Hinuntergebrochen auf die Zentren zeigt sich im Grossen und Ganzen dasselbe trübe Bild wie auf nationaler Ebene. Eindrücklich ist die Entwicklung in der Ostschweiz und in Luzern, wo die Kinos gegenüber 2007-1 gleich 28 beziehungsweise 15 Prozent ihrer Reichweite einbüssen. Diese Veränderungen bewegen sich zwar noch immer alle im Vertrauensbereich, doch auch hier gibt es nun nichts mehr zu deuteln: Zumindest im mehrjährigen Vergleich weist mit Luzern erstmals eine einzelne Region einen signifikanten Rückgang aus: In der Innerschweiz, wo das drittälteste Schweizer Multiplexkino steht, gehen heute nur noch halb so viele Leute ins Kino wie 2004.
Positiv ist die Situation nur gerade in Basel und in Lugano: Dort bleiben die Besucherzahlen stabil oder tendieren sogar leicht nach oben. Die Trendumkehr in Basel, wo die Zahlen zuvor stark rückläufig waren, dürfte auf die Eröffnung des Multiplex Pathé Küchlin im letzten November zurückzuführen sein, dessen Besucherzahlen allerdings erst zu einem kleinen Teil in der aktuellen Studie enthalten sind. Wie lange dieser Trend am Rheinknie anhält, bleibt abzuwarten. Die Erfahrungen in andern Regionen mit Grosskinos zeigen jedoch, dass auch Multiplexkinos kein wirklich nachhaltiger Beitrag sind, um die Kinoreichweiten zu stützen.
Jugendliche bleiben ausNoch dramatischer als bei den allgemeinen Reichweiten ist die Entwicklung bei den Jugendlichen. Seit 2004 hat ein Drittel der 14- bis 24-Jährigen dem Kino den Rücken gekehrt – auf der Ebene Sprachregion beträgt das Minus überall mindestens 30 Prozent. Dieser Verlust ist signifikant – und gemessen am Spitzenjahr 2003 würde er noch deutlicher ausfallen. Bei den 14- bis 34-Jährigen ist der Rückgang zwar leicht abgefedert, aber auch bei dieser Altersgruppe gehen heute 27 Prozent weniger ins Kino als noch vor drei Jahren.
Und doch zeichnet sich ein ganz leichter Hoffnungsschimmer ab: Trotz allgemein sinkender Reichweiten sind es nicht mehr die Jugendlichen, die hauptsächlich dem Kino davonlaufen. Ihr Anteil an den Kinogängern ist stabil oder nimmt sogar wieder zu. So sind heute 52 Prozent der Kinobesucher zwischen 14 und 34 Jahre alt – wie vor einem Jahr. Der Anteil der 14- bis 24-Jährigen macht 29 Prozent aus, vor einem Jahr waren es noch 28 Prozent. Ob dies eine Auswirkung der Multiplexkinos ist, sei dahingestellt.
 
Markus Knöpfli
Wemf erhebt keine ErotikkinosSeit dem 1. Juli
vermarktet die PubliGroupe-Tochter Cinecom auch Kinowerbung in elf Erotikkinos mit insgesamt 23 Sälen in sechs Städten (Zürich, Basel, Bern, Freiburg, Lausanne, Genf). Auf diesem Weg könnten «jährlich über 450 000 vorwiegend männliche Besucher ab 18 Jahren» erreicht werden, schreibt die Cinecom.Die Zahl stammt allerdings
nicht von der Wemf, denn diese erhebt die Reichweiten der Erotikkinos derzeit nicht. Dies bestätigt Wemf-Sprecherin Carine Lins. «Wir haben bisher noch keinen Auftrag von Cinecom erhalten», sagt Lins. Somit ist klar: Die Reichweiten der Erotikkinos werden frühestens in der Mach Basic 2009-1 enthalten sein – wenn überhaupt. Denn es bestünde das Risiko, dass die Befragten ihre Besuche in Erotikkinos verschweigen. «Wir müssten auf jeden Fall erst einmal testen, ob sich die Reichweiten dieser Kinosparte auch zuverlässig erheben liessen», sagt Lins. (mk)Erosion bei KinomagazinenDas sinkende Interesse
am Medium Kino widerspiegelt sich auch in den sinkenden Reichweiten der Gratiskinozeitschriften. Seit 2004 gingen deren Kontakte von monatlich insgesamt 750 000 auf neu 645 000 zurück (-14%). Die Leserzahlen der beiden Deutschschweizer Monatsmagazine Close-up und Film demnächst haben sich mittlerweile angenähert: Ersteres hat seit 2004 leicht zugelegt und kommt jetzt auf 191 000 Leserinnen und Leser, Letzteres hat im gleichen Zeitraum signifikante 20 Prozent seiner Leserschaft verloren und erreicht noch 204 000 Personen. Stark an Reichweite eingebüsst
hat auch das Westschweizer Magazin Live, das 2004 125 000 und neu noch 75 000 Leser aufwies. Vor drei Wochen wurde das Heft nun eingestellt (siehe WW 29/07). Seinen Platz nimmt ab sofort Avant Première aus demselben Verlag ein, das einen Leserzustupf durchaus gebrauchen kann: Es kommt vorläufig auf 175 000 Leser, in besseren Zeiten waren es mal 193 000. (mk)Mach-Basic-BeilageDetaillierte Analysen zur neuen Mach Basic
sind in der Spezialausgabe des Media Trend Journal zu finden, das dieser Ausgabe der Werbewoche beiliegt. Weitere Exemplare können beim Verlag bezogen werden. Telefon 044 724 78 50 oder E-Mail [email protected].
 
 

Cash-Leserschaft halbiert

Mach Basic Wie es Ringier auch immer dreht und wendet – die Reichweite von Cash Daily ist nur halb so gross wie jene von Cash.

Mach Basic Wie es Ringier auch immer dreht und wendet – die Reichweite von Cash Daily ist nur halb so gross wie jene von Cash.Ringiers junge Gratis-Wirtschaftszeitung Cash Daily ist noch nicht in der Mach Basic 2007-2 (siehe Seite 24). Doch eine Wemf-Sonderstudie, durchgeführt von September 2006 bis März 2007, weist ansehnliche Zahlen aus: Der Gratistitel kam im ersten Semester auf 67000 Leser. Die Hälfte hatte eine hohe Schulbildung und ein Monatseinkommen von über 8000 Franken, 39 Prozent hatten eine Kaderposition.Doch statt bei diesen Zahlen zu bleiben, kommunizierte Ringier am 11. September eine Hochrechnung: Ausgehend von der Sonderstudie und den damals durchschnittlich verteilten 52000 Cash-Daily-Exemplaren kommt Christoph Bauer, Leiter Wirtschaftsmedien,  auf 1,3 Leser pro Exemplar (LPE). Dann macht er einen Zeitsprung: Seit Ende Mai 2007 setze Cash Daily täglich 98000 Exemplare ab, schreibt er. 98000 mal 1,3 LPE ergäben somit 127000 aktuelle Leser. Weiter berichtet Bauer, dass 31500 Personen sich für die Online-Ausgabe registriert hätten. Knapp die Hälfte nimmt er als Leser an. So kommt er auf eine aktuelle Reichweite von rund 140000 Lesern.
Bauers Rechnung kann, sie muss aber nicht stimmen. Er geht davon aus, dass der LPE-Wert nach Verdoppelung der Auflage gleich bleibt. Doch eine grössere Streudichte könnte den LPE-Wert auch senken. Es stellt sich die Frage, weshalb man sich bei Ringier zu einer solchen Rechnerei bemüssigt fühlt. Wohl deshalb, weil man enttäuscht ist. Denn Cash Weekly selig wies zuletzt 279000 Leser aus. An dieser Marke muss Cash Daily gemessen werden. Doch selbst mit gewagter Hochrechnung und vermuteten Online-Lesern erreicht das Gratisblatt heute nur die Hälfte. Auch Ringier weiss: Die andere Hälfte ist verloren.
Etwas Zweites hat wohl Ringier-intern ebenfalls verunsichert: Im Februar ergab eine erste  Befragung des Instituts Publicom für Cash Daily einen Frauenanteil von 40 Prozent. Ringier triumphierte damals über «den höchsten Frauenanteil aller Wirtschaftsmedien». Nun weist die Wemf aber nur 26 Prozent Leserinnen aus, womit der Ringier-Titel unter den Wirtschaftsblättern auf dem letzten Rang landet. Übrigens: Der Frauenanteil bei Cash Weekly betrug zuletzt 33 Prozent.
Markus Knöpfli

Ein Werbe-Tango für .ch

Stefan H. Böni will als Anzeigenleiter national für die neue .ch auch als Brückenbauer zwischen Kunden, Verlag und Redaktion wirken.

 
Stefan H. Böni will als Anzeigenleiter national für die neue .ch auch als Brückenbauer zwischen Kunden, Verlag und Redaktion wirken. 
 
Er ist mitten in den 68er-Unruhen in Basel in einem Taxi zur Welt gekommen. «Meiner Mutter hat es nicht mehr ins Spital gereicht.» Trotzdem ist alles gut gekommen. Stefan Böni zeigt sich deshalb aufgekratzt, aber gelassen, dass er jetzt mitten in den Zeitungsunruhen des Jahres 2007 noch einmal bei einer ähnlich schnellen Geburt dabei sein darf. Diesmal allerdings nicht mehr im Taxi, sondern in einem Grossraumbüro von 1100 Quadratmetern. Hier soll in der Nacht zum 19. September der erste Schrei des jüngsten Kindes der Schweizer Zeitungswelt in das Freudengeschrei von 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern überleiten. Stolzer Vater von .ch ist Sacha Wigdorovits. Als Hebamme oder Verlagsleiterin sorgt Caroline Thoma an der Thurgauerstrasse 60 in Zürich seit Anfang Sommer für alles Nötige. «Lässig finde ich, dass wir hier in einem völlig leeren Grossraum etwas Neues anfangen dürfen», freut sich Böni. Der Raum wirkt bei unserem Interview noch wenig eingerichtet – aber voll von gespannter Erwartung. Die ersten Mitarbeitenden wie Vertriebsleiter Peter Kümmerli hetzen mit dem Handy durch die Reihen, als ob schon morgen die erste Zeitung an die 430000 Haushaltungen von St. Gallen über Zürich, Bern und Basel bis Luzern ausgeliefert werden müsste. Auch für Kümmerli sind die Geburtswehen hier nichts Neues. Er hat vor 30 Jahren schon das Aufstellen der Zeitungsautomaten für den ersten SonntagsBlick organisiert.
Kümmerli arbeitet wie Böni, die demnächst eintreffenden 40 Mitglieder der Redaktion und die zum Teil schon aktiven 20 vom Verlag, alle an gleichen Holztischen, die von einem Schreiner genau nach Bedarf geliefert wurden. «Die Einrichtung hier ist schlicht, aber sinnvoll. Die völlige Offenheit zwischen allen Arbeitsplätzen ermöglicht auch extrem kurze Kommunikationswege», erklärt Böni. Die Verantwortung bei jedem Einzelnen sei bei einem solchen Start von 0 auf 100 gross, dass jeder «sein Gärtchen nicht nur zum Laufen bringt, sondern auch die Adaption an die weiteren Gärten schafft».
Böni als Anzeigenleiter ist seit Anfang August dabei, alle möglichen Kunden und grossen Agenturen zu kontaktieren. In seinen Präsentationen zeigt er, dass mit dem neuen Verlagsobjekt auch viele neue Ideen möglich sind. Aus anfänglich drei Terminen pro Woche sind inzwischen mindestens fünfzehn geworden. Neun von zehn seien dabei positiv. «Wir haben Reservationen, Buchungen und Gespräche für Kooperationen über längere Zeit.»
Böni glaubt, dass die Werbewirtschaft «extrem interessiert ist, neue Alternativen zu bekommen». Als grosse Chance für seine Arbeit sieht der Verkaufsleiter auch, dass er .ch vom ersten Tag an nicht nur als Zeitung, sondern auch als Online-Medium anbieten kann. Zudem betrachtet Böni auch die 100 Kolporteure, die .ch über mehrere Wochen verteilen, sowie die Zeitungsständer als neue «Medien», die man kreativ einsetzen kann. «Wir können hier den Kunden auf verschiedenen und ganz speziellen Ebenen abholen. Wir können Neues kreieren und für die Werber eine Plattform auch für ungewohnte Ideen schaffen.»
Böni verkaufte vorher die Anzeigen für das NZZ Folio. «Ein Traumjob. Ich arbeitete rund um die schönste Perle der Schweizer Werbewirtschaft.» Aber irgendwie habe er sich nur wie ein Heizer auf der «Queen Mary» gefühlt. Böni musste schauen, dass es vorwärts ging. «Den Kurs mitbestimmen konnte ich aber nicht.»Bereits am Tag nach dem ersten konkreten Bericht in der NZZ am Sonntag über das neue Projekt von Sacha Wigdorovits hat Böni deshalb seine Bewerbung abgeschickt. «Mich lockte wieder das Abenteuer.»
Als Referenz konnte Böni neben dem NZZ Folio und dem Diplom als Marketingplaner auch zwei erfolgreiche Jahre im Kader bei Publimedia vorweisen. Dort hat er im oberen Accounting von Beginn weg ein Budget von jährlich 40 Millionen Franken betreut. In dieser «super Zeit» hat er auch «viel Wesentliches» für sein Handwerk lernen können. «Ich habe die Präsentationen von fast allen Print-Titeln der Schweiz gesehen. Da lernte ich nicht nur, wie man es machen kann – sondern auch, wie man es nicht machen soll.» Böni sieht in einem Zeitungstitel «etwas sehr Lebendiges, wo viel Liebe und Engagement vom Layouter bis zum Reporter drin stecken». Und das sollte ein Anzeigenverkäufer seinen Kunden auch vermitteln können. «Verkauf ist meine Passion. Ich begeistere gerne andere Leute für ein Produkt.»
Aber nicht nur im Verlagswesen, auch beim allgemeinen Aufbau verschiedener neuer Firmen kann Böni bereits vielfältige Erfahrungen vorweisen. 1998 war er bei der Gründung von Jobpilot in der Schweiz mit dabei und erlebte, wie sich das Schweizer Start-up mit einem Umsatz von 350000 Franken pro Jahr auf 6 Millionen steigerte und schliesslich über Adecco international an Monster verkauft werden konnte. Bei Monster hat Böni gefallen, wie er auch «amerikanischen Unternehmergeist mit viel Begeisterung, Freiheiten und Kreativität» in einem Schweizer Unternehmen erleben durfte.
Eingestiegen in die Berufswelt ist Böni mit einer Lehre als Galvaniker bei der Swissair. Auf diesem Beruf hat er aber nie gearbeitet. Vielleicht war es für seinen Lebenswandel nachhaltig prägend, dass er die ersten vier Jahre seiner Kindheit auf einem Rheinschiff zwischen Basel und Rotterdam und den Rest der Jugend auf einem Bauernhof im Berner Oberland erleben durfte. Auf jeden Fall wechselte der Galvaniker schnell einmal in die mehr abwechslungsreiche Gastronomie- und Tourismusbranche mit Gastspielen in der Türkei, Frankreich, Spanien und den Philippinen. Mit 21 wollte Böni «unbedingt etwas Kreatives machen» und hat seine erste Firma für Events gegründet. Er organisierte Partys, hat die legendäre Band Steppenwolf für ein letztes Konzert in der Schweiz auf die Bärenmatte nach Suhr geholt und auch das erste grosse Konzert von DJ Bobo mit MTV in der Halle 36 in Baden organisiert. Für die Gastronomie des Flughafens Zürich hat Böni über Nacht die Logistik für die Betreuung aller Betroffenen rund um Halifax geleitet. Im Süden der Türkei lockte ihn der Aufbau der Animation mit viel Action und Modeschauen für ein grosses Hotel. In den Philippinen hat Böni eine eigene Tauchschule gegründet und dort ein Jahr lang auch selber unterrichtet.
Als er vom täglichen Gang über den weissen Sandstrand und der immer gleich scheinenden Sonne langsam genug hatte, sah er mit 27 wieder die Zeit für einen neuen Lebensabschnitt gekommen. In der Schweiz holte Böni das KV nach, machte den Marketingplaner und unterrichtete dann statt unter Wasser an einer Computerschule, bis sein Weg zu Jobpilot führte.
Bei .ch gefällt dem leidenschaftlichen Koch und Tangotänzer jetzt vor allem, dass die neue Zeitung einen Lifestyle ähnlich hochstehend wie die NZZ am Sonntag ausstrahlen will. Böni freut sich auch, dass die Redaktion eigene Geschichten recherchieren und nicht einfach die überall gleichen SDA-Meldungen abdrucken will. «Als Leser merkt man schliesslich, ob die Zeitung mir etwas bieten will oder einfach nur Inserate verkaufen», meint der Anzeigenleiter, der bei .ch auch ein Brückenbauer zwischen Kunden, Verlag und Redaktion sein will.

Andreas Panzeri

Vom Zottel zum Trottel

Vegetarische Politik Ruf Lanz hat für Hiltl eine Werbe-Idee der SVP verbraten. Das gut gewürzte Sujet hat den Medien gemundet.

Vegetarische Politik Ruf Lanz hat für Hiltl eine Werbe-Idee der SVP verbraten. 
Letzte Woche überraschte Ruf Lanz für das vegetarische Haus Hiltl in Zürich mit einem pointierten Werbeauftritt. Zu sehen war das mittlerweile berüchtigte SVP-Maskottchen Zottel über einem Feuer am Spiess – darüber die Schlagzeile: «Für einmal würden sogar wir gerne ein Fleischmenü anbieten: Zottel am Spiess.»
Das gut gewürzte Sujet hat den Medien gemundet. So berichteten 20 Minuten, Tages-Anzeiger, NZZ am Sonntag und zahlreiche Online-Plattformen ausführlich und positiv über das Schicksal von Zottel. Und TeleZüri filmte einen mehrminütigen Beitrag, in dem Rolf Hiltl dem SVP-Vertreter Mauro Tuena einen symbolischen Zottel am Spiess auf Fleischersatzbasis servierte. Der Politiker zeigte Humor – und lobte sowohl das Sujet wie die Küche.
Creative Director Markus Ruf dazu: «Ein schönes Beispiel, wie man auch mit einem kleinen Budget viel auslösen kann. Alles, was man braucht, ist eine treffende Idee – und vor allem einen Auftraggeber, der mitspielt.»
Andreas Panzeri

CH-Kunst in China

Kunst Parallel zur neuen internationalen zeitgenössischen Kunstmesse in Asien, «Shanghai Contemporary07», ist das jüngste Kunstprojekt von Littmann Kulturprojekte Public Viewing auf dem Vorplatz des Exhibition Center Shanghai erfolgreich gestartet.

 
Kunst
Parallel zur neuen internationalen zeitgenössischen Kunstmesse in Asien, «Shanghai Contemporary07», ist das jüngste Kunstprojekt von Littmann Kulturprojekte Public Viewing auf dem Vorplatz des Exhibition Center Shanghai erfolgreich gestartet. Public Viewing ist die erste Kunstintervention im öffentlichen Raum Chinas mit Bildmotiven von westlichen und chinesischen Künstlern. Unter den Schweizer Künstlern sind Peti Brunner, Hanspeter Hofmann, Daniele Buetti und Beat Keusch.

Concurrence pour Axel Springer

Wirtschaftspresse Ein junger Westschweizer Verlag expandiert – in die Deutschschweiz und weltweit. Hierzulande muss sich vor allem Axel Springer (Schweiz) auf die motivierten Newcomer aus der Romandie einstellen.

 
Wirtschaftspresse Ein junger Westschweizer Verlag expandiert – in die Deutschschweiz und weltweit. Hierzulande muss sich vor allem Axel Springer (Schweiz) auf die motivierten Newcomer aus der Romandie einstellen. 
Am 4. September war es so weit: Das Hochglanz-wirtschaftsmagazin Market.ch, seit fünf Jahren in der Romandie auf dem Markt, ist wie angekündigt mit einer deutschsprachigen Ausgabe und einer eigenen Redaktion in Glattbrugg über den Röstigraben vorgerückt. Herausgeberin ist die Publibrands SA in Carouge, die bis vor kurzem noch Market Publishing SA hiess. Weil die Firma mittlerweile aber ausser Market.ch noch zwei weitere Titel herausgibt, wurde sie Ende Juli umbenannt. Die Aktienmehrheit am jungen Verlag halten aber nach wie vor die Unternehmer Patrick Sikias, Raphael Dana und John Hartung.
Interessantes VerteilsystemDass elfmal jährlich erscheinende Market.ch, das mit einer Auflage von 25’000 Exemplaren gestartet ist und in der Romandie regelmässig 21’000 Exemplare absetzt, hat ein ausgeklügeltes Vertriebskonzept: Dank einer Exklusivpartnerschaft mit der TGV- Betreiberin Lyria liegen in der First und Business Class der Hochgeschwindigkeitszüge 9’000 Exemplare der deutschsprachigen Ausgabe auf, weitere 4’000 Exemplare wurden von Grossfirmen für Kunden und Mitarbeiter abonniert. In der Westschweiz hat Market.ch dagegen bereits 7’000 Privatabonnenten, zudem liegt das Magazin als einziges Schweizer Wirtschaftsblatt am Flughafen Genf sowie an Bord von sieben Airlines auf (darunter Air France).
Von seiner Machart und Ausrichtung her dürfte Market.ch in der Deutschschweiz primär Bilanz und Stocks konkurrenzieren. Der Anzeigenleiter John Hartung glaubt jedoch, bei der Anzeigenakquisition vom Facts-Ende profitiert zu haben. Bei Market.ch kostet eine 1/1-Seite vierfarbig in beiden Sprachregionen je 9’000 Franken, für die Kombination bezahlt man 15’840 Franken. Die Akquisition besorgt Hartung selbst, in der Deutschschweiz wird er unterstützt von Werbeleiterin Anna Lang.
Derzeit umfasst eine Market.ch-Ausgabe rund 100 Seiten, davon ein Fünftel Werbung. Inhaltlich ist das Heft in die Rubriken Zeitgeschehen, Marketing, Dossier, Saga, Innovation, Leaders, Finanzen und Lifestyle gegliedert. Zuständig für beide Ausgaben ist Chefredaktorin Doris Gottstein, doch arbeiten je eigene Teams – in der Westschweiz unter der Leitung von Muriel Delucinge – an den sprachregionalen Ausgaben. Gottstein und Delucinge haben die Aufgabe, je eigenständige Berichte zu verfassen. Geht es um nationale Themen und Wirtschaftspolitik, arbeitet man aber zusammen – dann werden die Artikel in die jeweils andere Sprache übersetzt. Für internationale Wirtschaftsthemen wiederum ist Market.ch eine Kooperation mit dem Londoner Wirtschaftsmagazin The Economist eingegangen, von dem das Magazin jährlich ein gutes Dutzend Artikel übernehmen kann.
International vernetztBis vor kurzem produzierte der Verlag in der Romandie eine tägliche Wirtschaftssendung auf dem Lokal-TV Léman Bleu. Diese musste mangels Sponsoren eingestellt werden. Dennoch hegt man neue Pläne im elektronischen Bereich – national und international. «Wir haben diverse Ideen, doch die sind noch nicht spruchreif», sagt Hartung.
Anfang Jahr hat Publibrands auch eine englischsprachige Ausgabe Lineextension unter dem Titel Market500.eu lanciert. Vertrieben wird das viermal jährlich erscheinende Magazin über die in Brüssel domizilierte Organisation Europe 500, in der etwa 500 Firmen zusammengeschlossen sind. Dieses Konzept scheint aber noch nicht ganz zu funktionieren. Jedenfalls überlegen sich die Unternehmer bereits, das Magazin nur noch einmal jährlich in Buchform zu publizieren und ergänzend dazu eine Online-Plattform zu eröffnen, deren Inhalte wöchentlich aktualisiert würde.
Bleibt noch Sur la Terre, der dritte Titel im Publibrands-Portfolio: Auch bei diesem Luxus- und Lifestyle-Magazin ist Expansion angesagt – zunächst in der Schweiz, denn nach den bestehenden Ausgaben für Zürich und Genf wird Ende Jahr eine dritte Ausgabe für Gstaad lanciert.
Auch weltweit hat dieser Brand Auftrieb, und zwar über die Firma Sur La Terre International SA, welche im Franchising-System bisher bereits in neun Hauptstädten und Glamour-Metropolen entsprechende Ausgaben herausgegeben hat. Neu kommen gemäss John Hartung zwei Ausgaben in Griechenland, vier Ausgaben in China sowie je eine in Dublin und Marrakesch hinzu.
Markus Knöpfli

Ein Tag in Mali abends im TV

Fundraising Eine neue crossmediale Kampagne zeigt hautnah, was das Schweizerische Rote Kreuz mit Spenden erreichen kann. Das Konzept stammt von der GGK, mit der das SRK seit zwei Jahren zusammenarbeitet.

Fundraising Eine Kampagne von GGK zeigt hautnah, was das Schweizerische Rote Kreuz mit Spenden erreichen kann. 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) startet am 15. September mit einer crossmedialen Fundraising-Kampagne, die von der Agentur GGK realisiert wird. Sie soll hautnah zeigen, was das Hilfswerk mit den Spendengeldern macht. Zwei Mitarbeiter des SRK reisten Anfang September nach Mali, wo zurzeit viele Hilfsprojekte durchgeführt werden. Jeden Morgen werden für die neuartige Kampagne ab Samstag vor Ort Aufnahmen der Situation gemacht und die SRK-Mitarbeiter berichten, wie das Rote Kreuz dort das Elend bekämpft. Diese Bilder werden per Satellit in die Schweiz übermittelt, wo sie dann, zu einem Spot verarbeitet, bereits am Nachmittag auf E-Boards in Bahnhöfen und im Internet zu sehen sind. Am Abend laufen die Spots im Schweizer Fernsehen.
Unterstützt werden diese täglich neu produzierten Clips von ganzseitigen Inseraten. Als Abschluss der achttägigen Reportage wird auf dem Postcanal ein zusammenfassender Spot gezeigt – ein Flyer mit Einzahlungsschein liegt selbstverständlich bereit. Die Kampagne soll ins Bewusstsein der Leute rücken, dass es jeden Tag Not und Elend gibt. Spendenbarometer zeigen nämlich, dass bei akuten Katastrophen massiv mehr gespendet wird als normal. Das Rote Kreuz dagegen hilft jeden Tag, Leiden zu lindern – das soll die Kampagne transportieren.
Das SRK begleitet erstmals ein Mailing mit einer Werbekampagne. Man gehe nicht davon aus, dass die Spender negativ darauf reagieren werden, sagte SRK-Werbeleiter Martin Grossenbacher der Werbewoche: «Das SRK springt vergleichsweise spät auf den Zug auf. Zahlreiche Hilfswerke werben seit Jahren sehr aktiv, die Akzeptanz ist dadurch heute vorhanden.» Daneben erfülle die Kampagne neben der Werbefunktion gleich noch eine zweite Aufgabe: Sie könne transparent machen, wie das Rote Kreuz vor Ort helfe, so Grossenbacher weiter.
Das Konzept der crossmedialen Kampagne stammt von der GGK,
mit der das SRK seit zwei Jahren zusammenarbeitet. Es handelt sich um die Weiterentwicklung einer Kampagnenplattform, die ebenfalls aus dem Hause GGK stammt. Nach Mali schickt das Hilfswerk aber nicht ein teures Kamerateam; die Aufnahmen für die Spots machen die SRK-Mitarbeiter mit einer Digitalkamera; in der Schweiz wird das Material in ein vorgefertigtes Gerüst eingebaut.
Carole Scheidegger

New Delhi wird gefordert

Aktion Indische Politiker versprachen 2003 Landreformen. Das Versprechen wurde jedoch nie umgesetzt. McCann Erickson unterstützt die Protestaktion mit einer Kampagne.

 
Aktion
Einige indische Politiker machten 2003 ein grosses Wahlversprechen: Landreformen. Prompt wurden diese Politiker in die indische Regierung gewählt. Das Versprechen wurde jedoch nie umgesetzt. «Land for life» fordert die Regierung in New Delhi nun zum Einhalten ihres Wahlversprechens auf. Die Schweizer Organisation setzt sich ein für die Rechte von Landlosen, Unberührbaren und Ureinwohnern in Indien – und ruft die Schweizer Bevölkerung zur Solidarität mit den Landlosen sowie zur Teilnahme an einem Protestmarsch von Bern nach Genf auf. McCann Erickson unterstützt diese Protestaktion mit einer Kampagne, die Anfang September startete.
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