Ausverkauft

Sportmarketing Amerikas Marketingunternehmen entdecken den Highschool-Sport – mit zweifelhaften Folgen für die jungen Sportbegeisterten. Spätestens seit dem Beginn der Ära des Basketballers Lebron James ist das Thema HighschoolSport und sein kommerzielles Potenzial in den USA ein ständiges Thema.

Sportmarketing Amerikas Marketingunternehmen entdecken den Highschool-Sport – mit zweifelhaften Folgen für die jungen Sportbegeisterten. 
Lebron James, der schon in der Highschool zum neuen NBA-Superstar hochgejubelt wurde, war und ist noch immer das Aushängeschild des amerikanischen Highschool-Sports. Noch bevor er im Jahr 2003 seinen Schulabschluss in der Tasche hatte, füllte das 18-jährige Jungtalent mit seinem Highschool-Basketballteam in Akron, Ohio, alle Hallen und unterschrieb bloss kurze Zeit später einen 90 Millionen Dollar schweren Sponsorenvertrag mit Nike. Seine Schule kassierte indes 400’000 Dollar für die Übertragung der Endspiele auf ESPN und erregte damit den Zorn kritischer Eltern, Lehrer und Jugendschutzgruppen. «Die Schulen bieten sich damit zum Ausverkauf an», glaubt Gary Ruskin von der Verbraucherschutzorganisation Commercial Alert. «Es zeigt, wie sehr unsere Werte verfallen.» Heikles JugendmarketingSpätestens seit dem Beginn der Ära James ist das Thema HighschoolSport und sein kommerzielles Potenzial in den USA ein ständiges Thema. Es geht um frühe Markenbindung, Sportrechte, millionenschwere Sponsorengelder und das heikle Thema Jugendmarketing. Es sind nicht mehr nur die klassischen Sportartikelmarketer, die sich für den Highschool-Sport interessieren, sondern auch Konsumgüterriesen wie Procter & Gamble oder Versicherungsunternehmen wie Allstar. «Wenn sich ein Schüler zwischen Cola und Pepsi oder auch zwischen Verizon und AT&T entscheidet, wird diese Entscheidung langfristig unglaubliche Mengen Geld generieren», sagt David Carter, Direktor des Sportbusiness-Instituts an der University of Southern California (USC).
Schulen profitieren direktHighschool-Sport beginnt in den USA auf lokaler Ebene. Hier sehen sich die Rekrutierprofis auf der Suche nach dem nächsten Superstar um, hier gibt es mit den ehrgeizigen Kids und ihren Eltern die fanatischsten Zuschauer und hier besteht das grösste Interesse seitens der Schulen, die an einem Sponsorendeal interessiert sind. «Die Schulen sind nur hinter einem her: Dollars», sagt Robert Tuchman, Präsident des Marketingunternehmens TSE Sports in New York. Vor allem Getränke- und Computerhersteller seien in den letzten Jahren verstärkt auf den Plan getreten, weil sowohl Getränkeautomaten wie auch Computerlabors direkt in den Schulen eingerichtet werden. Ein solcher Sponsorendeal umfasst laut Tuchman nicht selten siebenstellige Summen.
Nach den Kritikstürmen der Anfangsjahre sind die Maketingunternehmen vorsichtiger mit ihren Angeboten geworden: Ein Unternehmen wie Pepsi bietet in den Schulen heute statt Cola und Limonade eher vitaminreiche Säfte und kalorienarmen Eistee an, sagt Tuchman. Auch Microsoft betont in seinen Initiativen, das Internet und seine Wissensvielfalt auch ärmeren Schülern zugänglich machen zu wollen. «Es macht Sinn für diese Konzerne, sich für ein ganzes Team oder eine ganze Schule zu engagieren statt für einen einzelnen Athleten, so dass das Geld einem weiter gefassten Zweck zur Verfügung steht», urteilt David Carter. «Wer dies versäumt, beschwört so viel negative Publicity herauf, dass die Vorteile eines Sponsorendeals mit einer Schule praktisch ausgelöscht werden.»
Grosses nationales InteresseAuch die grossen Medienunternehmen möchten ein Stück vom Kuchen abhaben. Der TV-Veranstalter CSTV, der zum CBS-Network gehört, kündigte jetzt eine Reihe von On-demand-Kanälen mit Highschool-Sport-Content an, die von der Marketingfirma von Lebron James namens LRMR Innovative Marketing and Branding mit Sponsoren versorgt werden sollen. Die Mehrzahl der Spiele wird auf lokaler Ebene ausgestrahlt, doch viel versprechende Athleten bekommen auch eine nationale Plattform.
Das lokale Vertriebskonzept galt bisher auch für das sogenannte Lifestlye-Magazin Rise, das seit seinem Launch vor zehn Jahren eine Auflage von über 900’000 Exemplaren erreicht hat und vor allem in Schulen vertrieben wird. Derzeit sei ein starkes nationales Interesse zu verzeichnen, sagt Chefredakteur Jon Segal. Fast das gesamte Anzeigenvolumen komme heute von überregional tätigen Werbeunternehmen. «Jeder ist auf der Suche nach dem nächsten Superstar.» Der Markt dafür ist vorhanden: Laut Schätzungen der National Federation of State High School Associations waren im vergangenen Schuljahr 7,2 Millionen Schülerinnen und Schüler sportlich aktiv – ein Wachstum von 80 Prozent seit 1972.
Der Trend hat sich inzwischen auf die digitalen Plattformen ausgeweitet. Websites wie Takkle.com wollen als Vermittler zwischen Sporttalenten und den Talentsuchern fungieren und den Teenagern eine Plattform geben, um sich selbst zu präsentieren – eine Art MySpace für Athleten also. Damit soll sichergestellt werden, dass den Sponsoren der nächste Lebron James keinesfalls durch die Lappen geht.
Gerti Schön, New York

Onlinevermarkter Web2com verstärkt Verkauf

Das Team des Online- und Mobiltelefonvermarkters der Publigroupe hat per 1. August sein Verkaufsteam mit Ivano Celia verstärkt.

 
Der zur Publigroupe gehörende Online-, Mobiltelefon- und Suchmaschinenvermarkter Web2com hat sein Verkaufsteam per 1.August 2007 mit Ivano Celia als Senior Account Manager verstärkt. Celia ist seit 2000 im Internetumfeld tätig und besitzt langjährige Erfahrung in der Medienvermarktung im Print-, Kino-, TV- und Online-Bereich. Tätig war er zuvor bei Cinecom und Adlink Schweiz.

Eine Top-Klappe für Walker

Awards In Hamburg wurden Preise im Kreativwettbewerb vergeben. Schlämmer im VW holte Gold, ebenso Pius Walker mit dem Fleurop-Blumenengel.

Awards Gold für Schlämmer im VW und Fleurop-Blumenengel.Diese Woche sind in Hamburg die Klappen des wiederaufgenommenen Kreativwettbewerbs für Filme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vergeben worden. Insgesamt hat der Kommunikationsverband bei 438 Einsendungen 40 Klappen verteilt, davon 2 goldene, 14 silberne und 24 bronzene. Über Gold in der Kategorie TV & Kino durfte sich Pius Walker für den Fleurop Spot «Hochzeitstag» freuen. Walker holte auch noch Silber für den Fleurop-Film «Muttertag». Silber ging ebenso an Publicis mit dem Condor-Film «Agnus Dei» für das Zürcher Schauspielhaus. Die vierte Auszeichnung Richtung Schweiz holte sich Spillmann Felser Leo Burnett für «Mary Woodbridge» von Mammut in der Kategorie Internetfilme. In dieser neuen Kategorie ist auch die zweite Goldklappe für den schrägen «Horst Schlämmer» vergeben worden. Hape Kerkeling spielt hier unter DDB Germany eine Kunstfigur, die für VW den Führerschein macht. Diese Kategorie der viralen Filme führte bei der Jury unter Amir Kassaei zu vielen Diskussionen, die noch nicht abgeschlossen sind. Die oft bewusst «schlecht» gemachten Filme sind keine Filmkunst, erreichen aber eine grosse Wirkung. Was soll hier in Zukunft bewertet werden? Auch die verwackelten, aber zum Kult gewordenen Filmchen von «Mary Woodbridge» haben in der Jury zu Grundsatzdiskussionen geführt. Da muss auch bei anderen Filmwettbewerben noch einiges an der Definition auch bei der Form der Einreichung geklärt werden.
Alle Preisträger der Klappe 27 sind auf www.dieklappe.de zu sehen sowie am Samstag, 15. September um 20.12 Uhr auf RTL II.
Andreas Panzeri

Die Schweden der Ostschweiz

Wohnen Rod lässt Ikea-Fans in der Ostschweiz schwärmen, dass es Ikea jetzt auch in St. Gallen gibt. Die Inseratenkampagne mit den Testimonials ist jetzt in der Ostschweiz zu sehen.

 
Wohnen Rod lässt Ikea-Fans in der Ostschweiz schwärmen, dass es Ikea jetzt auch in St. Gallen gibt. 
 Am 26. September wird in St. Gallen Winkeln die siebte Filiale des Einrichtungshauses Ikea in der Schweiz eröffnet. Es ist eine von 263 Niederlassungen weltweit. Wissen aber alle Menschen in der Ostschweiz, wer Ikea ist und was sie potenziellen Kunden bieten kann?
Rund um all diese Fragen hat die strategische Planerin Regula Fecker eine Recherche für Ikea durchgeführt, um die Chancen des unkonventionellen Möbelhauses auf dem Ostschweizer Markt zu testen. «Die Ostschweizer kennen Ikea. Aber sie kennen vor allem den Namen, nicht das Konzept, die Philosophie der Marke», hat sie herausgefunden.
Diese Erkenntnisse sind jetzt auch zum Briefing für eine Kampagne zur Eröffnung der ersten Filiale in der Ostschweiz geworden. Konzipiert und realisiert wird diese von der frisch gegründeten Werbeagentur Rod von Regula Fecker (R), Oliver Fennel (O) und David Schärer (D). Die Kreativen aus dem Zürcher Enge-Quartier sind bei ihren Ideen davon ausgegangen, dass bis jetzt rund 20000 Ikea-Kunden aus der Ostschweiz ihre Wohnträume bei der ihnen am nächsten liegenden Ikea-Filiale in Dietlikon wahr werden liessen. Viele davon – das zeigte die vorgängige Recherche – sind überzeugte Fans des Einrichters aus Schweden. «Die ideale Gruppe für überzeugende Testimonials», hiess deshalb der Geistesblitz bei Rod.
Statt das Wesen von Ikea mit den Argumenten der Marketingabteilung bekannt zu machen, wollte man in der Folge diese treuen Fans selber zu Worte kommen lassen. Wie würden diese Leute den speziellen Charakter sowie das Konzept ihres Möbelhauses einem neuen Kunden erklären?
Rod hat mithilfe der Ikea-Datenbank die 2000 interessantesten Kunden herausgefiltert. Diese wurden mit einem Mailing angefragt, ob sie bei der Kampagne mitmachen wollten. Ein wichtiges Detail: «Wir haben keine Belohnung versprochen», erklärt Marketingleiter Carlos Friedrich, weil er nur echte Fans für die Idee gewinnen wollte.
Trotzdem ist die Agentur mit einigen Hundert Bewerbungen geradezu überflutet worden. «Viele haben sich mit professionell gestylten Fotos und aufwändig gestalteten Bewerbungsschreiben vorgestellt», freut sich Projektleiterin Helén Eneroth bei Ikea. 60 Kunden, welche die Werber mit ihrer Motivation am stärksten überzeugen konnten, wurden anschliessend von Rod in ihrem Wohnreich besucht.
Bei der Auswahl der schliesslich 16 Testimonials sind verschiedene Kriterien für eine Durchmischung aller Altersgruppen, Regionen und Wohnformen von Singles bis zur Grossfamilie berücksichtigt worden. Dann hat Jonathan Heyer die Ikea-Botschafter in der originalen Umgebung mit früher tatsächlich gekauften Ikea-Möbeln fotografiert. Ausser ein paar dekorativen Elementen ist bei diesen «Testimonials im Reportagestil» alles «ungeschminkt und authentisch».
Es war ein Wagnis für die Art Direction – aber auch für den Kunden, denn die Agentur konnte kein vorgefertigtes Layout präsentieren. Zufrieden mit den Resultaten zeigten sich an einer Vernissage alle. Über die Kampagne wird geredet, weil die Porträtierten natürlich ihre Familien, Kollegen und Nachbarn haben. Viele Plakate wurden in der Nähe der Porträtierten aufgehängt. Ein wichtiges Element ist auch die Site www.kampagne-ostschweiz.ch. « Sehen Sie, worauf sich andere freuen», locken hier Sujets zum Kommentieren.
 
Andreas Panzeri

Publigroupe übernimmt kanadische Vermarkterin APR

Die Publigroupe verdoppelt ihr Geschäftsvolumen in Kanada: Sie übernimmt 70 Prozent des Aktienkapitals der kanadischen APR Media, die hauptsächlich in der Vermarktung von Print- und Online-Werbung tätig ist.

 Die Publigroupe verdoppelt ihr Geschäftsvolumen in Kanada: Sie übernimmt 70 Prozent des Aktienkapitals der kanadischen APR Media, die hauptsächlich in der Vermarktung von Print- und Online-Werbung tätig ist. Ein Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben. APR Media setzt jährlich umgerechnet 24 Millionen Franken um und vertritt nach Angaben der Publigroupe zahlreiche führende amerikanische Verlage für Zeitungen, Zeitschriften und Websites. Das Unternehmen beschäftigt 12 Mitarbeitende. Die Publigroupe ist seit dem Jahr 2000 mit der Firma McGown / Intermac in Kanada tätig. Mit der neuen Akquisition stärke das Unternehmen die Marktstellung im kanadischen Markt insbesondere im Online-Bereich signifikant, heisst es in einer Mitteilung. Dieser Schritt entspreche den Zielsetzungen des zukünftigen Geschäftssegments Media Sales.

Nationalratskommission bremst SRG im Volksmusik-Streit

Das Seilziehen um die volkstümlichen Klänge am Radio geht weiter: Die Fernmeldekommission des Nationalrates will, dass die Volksmusiksendungen von Radio DRS erst dann ins Digitalradio verschoben werden, wenn die digitale Verbreitung landesweit gesichert ist.

 Das Seilziehen um die volkstümlichen Klänge am Radio geht weiter: Die Fernmeldekommission (KVF) des Nationalrates will, dass die Volksmusiksendungen von Radio DRS erst dann ins Digitalradio (DAB) verschoben werden, wenn die digitale Verbreitung landesweit gesichert ist. Die KVF hatte SRG-Generaldirektor Armin Walpen und Direktor Walter Rüegg von Schweizer Radio DRS zu einer Aussprache eingeladen, da der Entscheid zur Verlagerung von Volksmusik verschiedentlich zu Kritik geführt hatte. Laut KVF begründeten die Verantwortlichen ihren Entscheid am Dienstag damit, die Programmgestaltung dem individualisierten Hörerverhalten anzupassen und vermehrt auf Spartensender zu setzen.
Die Kommission stimmte in diesem Sinne einer Konzentration der Volksmusik auf den Sender Musikwelle zu, falls dies zu einem effektiven Ausbau des Volksmusikangebotes führe. Sie nahm zur Kenntnis, dass nach der Schliessung des Mittelwellensenders Beromünster Ende 2008 alternative Übertragungsmöglichkeiten zum Zuge kommen müssen.
Radio DRS wollte am Dienstag noch keinen Kommentar abgeben. Da noch keine Details aus der KVF vorlägen, könne man noch nicht Stellung nehmen, sagte Sprecher Andreas Notter auf Anfrage der SDA. Wisse man mehr, werde man das weitere Vorgehen beraten.

Weniger Zürcher Lokalismus

Gastkommentar Die fünfte Sonntagszeitung kommt aus dem Aargau. Das ist ihr Plus, meint Christoph Grenacher.

Gastkommentar Die fünfte Sonntagszeitung kommt aus dem Aargau. Das ist ihr Plus, meint Christoph Grenacher.Das Lob kam aus dem Osten: «Danke liebe Aargauer.» Es galt nicht dem Wasserschloss, nicht dem Energiekanton, nicht Feldschlösschen, dem Rüebli oder dem Autobahn-Unterhaltsdienst. Das Danke galt der Badenfahrt 2007, einem zehntägigen Festbeben mit etwas Umzug, speziellem Festbier, einer Million BesucherInnen und dem Motto «Welt statt Baden». «Da können sich», murrte der Laudator im Zürcher Online-Dienst Ronorp, «all die Züri-Fäscht-, Street-Parade-, Dörflifäscht-, Langstrassenfäscht- und überhaupt alle Hundsverlochete-Organisatoren der Stadt Zürich mal ein Vorbild nehmen.» Es folgt die Probe aufs Exempel. AZ-Medien-Verleger Peter Wanner lanciert seine Sonntagszeitung – von Zürich aus betrachtet im Vorgarten der helvetischen Desperate Housewives: im Mittelland, für Medienspezis eh grausliges Hinterland. Im Westen geht für sie die Sonne unter; der Rest ist dunkel. Die Zukunft aber lebt Zürich.
Drum, so hört der Chronist in diesen Tagen von SpezialistInnen aus der Medienmetropole Zürich, drum sei die Sache klar: keine Chance für das neue Kind, kein Platz für einen neuen Konkurrenten, kein Geld für Kampagnen in einem Provinzblatt für das Limmattal, den Aargau, Solothurn, das Baselbiet und vielleicht auch bald die Zentralschweiz. Und überhaupt: Was können denn die schon, dort, im Westen? Vorbild? I wo!
Aber hoppla: Die neue Sonntagszeitung aus Baden kommt bereits bei ihrem Start auf eine Gesamtauflage von über 212000 Exemplaren – das sind schon mal gut 10000 Exemplare mehr als die SonntagsZeitung. Ach komm, winken die ExpertInnen aus der Medienstadt Zürich ab, die Menschen im Mittelland sind doch nur Mittelmass – wenn überhaupt: frustrierte Ehegattinnen, überforderte Familienväter, Kleintierzüchter, FC-Aarau- oder EHC-Olten-Fans und Tankstellenshopper. Das Beste im Westen, nölen sie, sei die Autobahn nach Zürich.
Aber hallo: Die Autobahn hat auch eine Gegenrichtung. Sie führt zur Welt statt Zürich. Der AggloSiedler hat dies schon längst gecheckt. Er richtet sich ein entlang dieser Hauptverkehrsachse, spart Steuern und hat Platz und seinen Kindern muss er kein Buch kaufen, um zu erklären, was eine Kuh ist. Hier riecht die Luft noch, der Sonntag macht Lust und das Leben ist satt und weitgehend frei von Dumpfis und Stumpfis.

Das neue Produkt ist drum für seinen Geburtshelfer kein besonderer Challenge – auch wenn es die simple Gnade hat, dass es nicht in Zürich gemacht wird. Sonntag-Chefredaktor Patrik Müller kokettiert geradezu mit dem Verweis auf die besondere journalistische Sichtweise auf den Gang der Dinge, wenn der Blick nicht von Zürich aus auf die Welt gerichtet werde. Und dass der Youngster gleich noch fast die Hälfte der Redaktorenstellen mit Frauen besetzt hat, kann der sonntäglichen Variation nur dienen.
So gibts künftig am Sonntag etwas weniger Zürcher Lokalismus. Dafür etwas mehr Welt statt Baden. Hoffentlich.
> Christoph Grenacher war zuletzt Chefredaktor des SonntagsBlicks.
Derzeit baut er ein eigenes Unternehmen im Bereich Kommunikation auf.

Fünf neue Gesichter bei ICLP Loyalty

ICLP Loyalty, die Schweizer Niederlassung der Kundenbindungs-Agentur ICLP, hat im Sommer fünf neue Stellen geschaffen. Romano Somazzi ist neuer IT Director.

 ICLP Loyalty, die Schweizer Niederlassung der Kundenbindungs-Agentur ICLP, hat im Sommer fünf neue Stellen geschaffen. Mit Romano Somazzi (vormals bei Unisys) als neuem IT Director, Alexander Daniele (vormals Riu Hotels) als Business Development Manager und Denness D’Mello als Business Analyst sind drei erfahrene Mitarbeiter zum Team gestossen, wie es in einer Mitteilung heisst. Zur Konzeption, Gestaltung und Umsetzung von Kundenbindungsmassnahmen tragen auch Rätia Laeri and Cintia Navaerez als neue Account Executives bei. In den nächsten Monaten sollen auch im Data Analytics Team neue Stellen geschaffen werden.

Spiegel-Verlag will bei Financial Times Deutschland einsteigen

Der deutsche Spiegel-Verlag verhandelt derzeit über einen Einstieg bei der Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland. Der britische Verlagskonzern Pearson will seinen 50-Prozent-Anteil an das Hamburger Unternehmen verkaufen, wie es in Medienberichten heisst.

 Der deutsche Spiegel-Verlag verhandelt derzeit über einen Einstieg bei der Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland. Der britische Verlagskonzern Pearson will seinen 50-Prozent-Anteil an das Hamburger Unternehmen verkaufen, wie Horizont.net berichtet. Die Verträge sollen bereits unterschriftsreif sein. Eine offizielle Stellungnahme gibt es jedoch bislang nicht. Pearson gibt die Financial Times Deutschland seit dem Jahr 2000 im Joint Venture mit dem Verlagshaus Gruner + Jahr heraus. Die verkaufte Auflage des Blattes liegt bei 103’000 Exemplaren. Laut Horizont.net erwies sich der Titel bis anhin allerdings als Verlustbringer.

Zu guter Letzt: Handys gegen Hunger

Im Rahmen des Millenium Villages Projektes statten die Vereinten Nationen 79 Dörfer in zehn afrikanischen Staaten mit modernster Mobilfunktechnologie aus. Bald sollen gemäss der UNO insgesamt eine halbe Million «der Ärmsten der Armen» per Handy telefonieren können, berichtet Pressetext.ch.

 Im Rahmen des Millenium Villages Projektes statten die Vereinten Nationen 79 Dörfer in zehn afrikanischen Staaten mit modernster Mobilfunktechnologie aus. Bald sollen gemäss der UNO insgesamt eine halbe Million «der Ärmsten der Armen» per Handy telefonieren können, berichtet Pressetext.ch. Es gehe nicht in erster Linie darum Handys zu verteilen, sondern technische Infrastruktur bereitzustellen, die vorrangig die lokale wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung fördern soll. «Davon profitiert – als Nebeneffekt – auch die Wirtschaft der Geberländer», erklärt Michael Obrovsky vom Österreichischen Forschungsinstitut für Internationale Entwicklung. Dass die Geberländer profitieren, ist der wahrscheinlichste Effekt des Vorhabens. Ob diese Geste jedoch «den Ärmsten der Armen» von unmittelbarem Nutzen sein wird, ist noch ungewiss. Denn zwar können sie bald ohne Probleme eine Pizza bestellen, doch wie sie für die Mahlzeit bezahlen, bleibt weiterhin offen. Ein Jammer, dass Handys und Antennen so schlecht schmecken.

Die Migros macht putzen zum Vergnügen

Die Migros wählt einen spielerischen Ansatz, um die Produkte ihrer «Twist»-Linie zu bewerben. Beim «Twist Game» können Einkaufsgutscheine und eine Party mit anschliessendem Reinigungsservice im Wert von 4000 Franken gewonnen werden.

 Die Migros wählt einen spielerischen Ansatz, um die Produkte ihrer «Twist»-Linie zu bewerben. Beim «Twist Game» können Einkaufsgutscheine und eine Party mit anschliessendem Reinigungsservice im Wert von 4000 Franken gewonnen werden. Die Spieler haben den schmutzigen Fussboden zu säubern, ohne von den bösartigen Schmutzbollen erwischt zu werden. Das Spiel wurde durch die Kommunikationsagentur Nothing From Outer Space realisiert, die für die Migros bereits das Spiel «Grillburger Hero» umgesetzt hatte.

Ein guter Ruf zahlt sich aus

Die Reputation eines Unternehmens ist laut einer Umfrage bei Führungskräften ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg. Neue Umfragedaten der Österreichischen Gesellschaft für Marktforschung (OGM) und der PR-Agentur Trimedia besagen, dass die Unternehmensreputation für 34 Prozent der Topmanager den grössten Einfluss auf die Kundenbindung hat.

 Die Reputation eines Unternehmens ist laut einer Umfrage bei Führungskräften ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg. Neue Umfragedaten der Österreichischen Gesellschaft für Marktforschung (OGM) und der PR-Agentur Trimedia besagen, dass die Unternehmensreputation für 34 Prozent der Topmanager den grössten Einfluss auf die Kundenbindung hat. Welche Faktoren die Reputation beeinflussen, hat sich allerdings geändert. Waren die 300 Führungskräfte aus der Schweiz, Österreich und Deutschland vor zwei Jahren noch mit 86 Prozent der Meinung, dass vor allem das Verhalten des CEO in diesem Punkt eine Rolle spiele, sind jetzt nur noch 76 Prozent dieser Ansicht. Neben der wirtschaftlichen Performance (71 Prozent), wird nun vielfach das Verhalten der Mitarbeiter (mit 66 Prozent) als zentraler Einflussfaktor genannt. «Das bestätigt nicht nur erneut die These vom Mitarbeiter als bedeutsamem Botschafter des Unternehmens, es verifiziert auch unsere Erfahrung, dass sich professionelle interne Kommunikation zu einer immer wichtigeren Aufgabe von Unternehmen entwickelt», kommentiert Martin Zahner, CEO von Trimedia Schweiz, dieses Ergebnis. Der sozialen und ökologischen Verantwortung von Unternehmen, Stichwort Corporate Social Responsibility (CSR), wird von immerhin 43 Prozent der Befragten eine grosse oder sehr grosse Bedeutung für die Unternehmensreputation beigemessen. Wie die Kommunikationsagentur Trimedia in ihrem am Dienstag veröffentlichten Bericht weiter schreibt, bezeichne Reputation mehr als das Image eines Unternehmens. Es gehe im Grunde um das Wohlwollen, das einem Unternehmen von seinen Anspruchsgruppen entgegengebracht werde.  
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