Brüngger Dialog macht Marketing für AIG Europe Switzerland

Die Agentur Brüngger Dialog in Zürich ist ab sofort für das gesamte Dialogmarketing des Versicherungsbereichs der AIG Europe Switzerland zuständig. Geplant sind Mailings und begleitende Massnahmen für Partnerfirmen.

 Die Agentur Brüngger Dialog in Zürich ist ab sofort für das gesamte Dialogmarketing des Versicherungsbereichs der AIG Europe Switzerland zuständig. AIG vermarktet Zusatzversicherungen im Bereicht «Nichtleben» und vertreibt diese Policen in der Regel über Partnerschaften, wie zum Beispiel MyOne, Weltbild Verlag, GE Money Bank oder Reader’s Digest. Geplant sind Mailings und begleitende Massnahmen für Partnerfirmen.Die beiden neuen Partner planen zudem, weitere Verkaufsinstrumente im Bereich der direkten Kommunikation zu entwickeln.

Marketing-Trophy 08 in vollem Gang

Ab sofort läuft die Bewerbungsphase für die Marketing-Trophy 08. Wie jedes Jahr prämiert Swiss Marketing in diesem Wettbewerb herausragende Leistungen im Bereich Marketing.

 Noch immer läuft die Bewerbungsphase für die Marketing-Trophy 08. Wie jedes Jahr, prämiert Swiss Marketing in diesem Wettbewerb herausragende Leistungen im Bereich Marketing. Neu besteht die Möglichkeit anhand einer Kurzbewerbung die Chancen eines Konzepts abzuwägen. Kurzbewerbungen können nun noch bis am 15. November eingereicht werden. Ausführliche Bewerbungen werden bis am 7. Januar angenommen. Weitere Informationen sind auf der Website abrufbar. Die Gewinner werden am 4. März 2008 im Rahmen des Marketingtags im KKL in Luzern gekürt.

Weber Harbeke sagt «Typisch Ziircher!» für Unique

Der grösste und wichtigste Flughafen der Schweiz will seine Vorteile klarer kommunizieren. Eine Kampagne der Zürcher Werbeagentur Weber Harbeke soll nun seine Attraktivität im weiteren Einzugsgebiet herausstreichen.

 
Der grösste und wichtigste Flughafen der Schweiz will seine Vorteile klarer kommunizieren. Eine Kampagne der Zürcher Werbeagentur Weber Harbeke soll nun die Attraktivität des Service- und Destinationsangebots im weiteren Einzugsgebiet herausstreichen. Dabei gehen die Kreativen speziell auf regionale Besonderheiten ein: In der bereits lancierten Kampagne im Raum Basel nimmt man in reinstem Baaseldytsch die klare Unterlegenheit des Euro-Airport Basel auf die Schippe. Der «Flughafe Ziiri» bietet 100 Direktdestinationen mehr an.Verantwortlich bei Weber Harbeke:
CD: Thomas Harbeke, Max Weber; Text: Christian Sidow, Marc Schwitter; AD: Jürg Ernst; Grafik: Sibill Zellweger, Michael Kälin; Beratung: Karin Both. 

Zertifizierung soll für Seriosität im Telefonmarketing sorgen

Vergangene Woche forderten vier Konsumentenorganisationen besseren Schutz vor missbräuchlichem Telefonmarketing. Der Agenturenverband BSW Leading Swiss Agencies unterstützt die Forderung der Konsumentenorganisationen. Wie hält es der Schweizerische Direktmarketing-Verband (SDV) mit dem Ruf nach mehr Schutz?

 Vergangene Woche forderten vier Konsumentenorganisationen besseren Schutz vor missbräuchlichem Telefonmarketing. Der Agenturenverband BSW Leading Swiss Agencies unterstützt die Forderung der Konsumentenorganisationen. Wie hält es der Schweizerische Direktmarketing-Verband (SDV) mit dem Ruf nach mehr Schutz? Laut Präsident Jakob Nef geht der SDV zusammen mit dem Branchenverband CallNet.ch anders vor: Er will mit einer Zertifizierung wirtschaftlichen Druck ausüben. «Für die Telefonmarketer entsteht so ein Zwang, sich richtig zu verhalten. Die Auftraggeber werden mit zertifizierten Anbieter zusammenarbeiten wollen», erklärt Nef. Schwarzen Schafen könne man künftig die Zertifizierung entziehen, die nach Plan ab nächstem Jahr realisiert werden kann. An zwei Orten setzt der Verband an: Für den Bereich Direct Sales soll das Zertifizierungssystem bis Ende 2007 laufen, im Telekombereich im Laufe des kommenden Jahres.
Daneben hat der SDV ebenfalls zusammen mit CallNet.ch einen Ehrenkodex ausgearbeitet. Der Vorstand hat ihn bereits verabschiedet, gegenwärtig ist das Papier bei den Mitgliedern zur Vernehmlassung. Nef glaubt daran, dass der Kodex mehr sein kann als ein Papiertiger: «Im Bereich Direct Mailing haben wir gute Erfahrungen mit einem Kodex gemacht». Man wolle das Bewusstsein für bestimmte Regeln schärfen. Teil des Kodexes ist zum Beispiel, dass Kunden ein Rücktrittsrecht erhalten. Wichtig sei es laut Nef aber auch, dass die Auftraggeber bereit seien, sich an diese Spielregeln zu halten. Daneben spiele eine grosse Rolle, dass die Angestellten in Telefonmarketingfirmen gut ausgebildet und entlöhnt seien.
Die Forderungen der Konsumentenverbände teilt Nef grösstenteils: Er findet es richtig, dass im Telefonbuch mit einem Stern gekennzeichnete Adressen nicht angegangen werden und dass die Telefonmarketer nicht mit unterdrückter Nummer anrufen. Dagegen hält er es für überflüssig, dass Telefonmarketingfirmen eine eigene Vorwahl erhalten: «Es ist ausreichend, wenn die Nummer ersichtlich ist. Für kleine Unternehmen können sich Probleme ergeben, wenn sie sich plötzlich mit einer neuen Vorwahl ausweisen müssen».
Dass nun der gesetzliche Weg für mehr Schutz vor missbräuchlichem Telefonmarketing eingeschlagen wird, findet Nef dagegen nicht optimal: «Ich bin für Freiheit und Eigenverantwortung». Ausserdem sei der Weg über die Gesetzesmühlen ein sehr langer: «Ich denke, als Verband können wir hier effizienter arbeiten». Wenn sich ein Konsument auf rechtlichem Weg gegen Telefonmarketing wehren wolle, sei dass für ihn mit grossem Mühsal verbunden. Nicht erwünscht ist für Nef daneben, dass sich das Telefonmarketing nur noch auf jene Kunden beschränkt, die vorher explizit eingewilligt haben. Solche Lösungen werden in anderen Ländern praktiziert. «Es ist ausreichend, wenn die Konsumenten die sogennante opt-out-Möglichkeit haben, also mittels Stern im Telefonbuch bekannt geben, dass sie keine Werbeanrufe erhalten wollen».
Dass der wirtschaftliche Druck im Telefonmarketing beträchtlich ist, bestätigt Nef. Die Akzeptanz für diese Form der Werbung sinke: «Jeder dritte Haushalt ist mit einem Stern im Telefonbuch gekennzeichnet, jeder sechste ist gar nicht aufgeführt». Das habe sich in den letzten Jahren stark verändert. Dennoch glaubt Nef daran, dass in diesem Bereich auf seriöse Art gewinnbringend gewirtschaftet werden kann. Auftraggeber als schwarze Schafe seien aber auch ihm bekannt.
Wie sich der Gesetzgeber zum Thema Telefonmarketing entscheidet, wird demnächst bekannt. Die Kommission für Rechtsfragen des Nationalrates, die eine entsprechende Initiative behandelt, tagt am 13. und 14. September. Es wird erwartet, dass sie dann eine Entscheidung trifft.

Preise für gute Kommunikation zum dritten Mal vergeben

Am Donnerstag ist der Award Corporate Communications vergeben worden. Preise für gute Unternehmenskommunikation gehen an die Berner Online-Krankenkasse KPT, an die Aarauer Agentur My Sign, an Kertész Kabel in Rümlang sowie an den Kanton Aargau.

 Am Donnerstag ist der Award Corporate Communications vergeben worden. Preise für gute Unternehmenskommunikation gehen an die Berner Online-Krankenkasse KPT, an die Aarauer Agentur My Sign, an Kertész Kabel in Rümlang sowie an den Kanton Aargau. Die Auszeichnung für den Kanton Aargau erhält das Departement Bildung, Kultur und Sport für die Schulreform Bildungskleeblatt. Das Familienunternehmen Kertész wird zusammen mit der Zürcher Agentur Bärtschi Meroni Bolleter ausgezeichnet.
Der erstmals vergebene Disziplinenpreis Award Media Relations geht an die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG in Zürich. Die KPMG erhält den Preis für ihre gute Medienarbeit.
Der Award Corporate Communications wurde zum dritten Mal verliehen. Die Preisverleihung fand am Donnerstag an der Hochschule für Wirtschaft in Olten statt, wie die Initianten Jolanda Eggenschwiler, Inhaberin von PR Words, und Roland Bieri, Inhaber Bi-Com, bekannt gaben.

Aus Limmattaler Tagblatt wird Limmattaler Zeitung

Die zum Mittelland-Zeitung-Verbund gehörende Tageszeitung Limmattaler Tagblatt benennt sich per 15. September in Limmattaler Zeitung um. Die Anpassung geschieht in Anlehnung an die Titelstruktur des Zeitungsverbundes.

 Die zum Mittelland-Zeitung-Verbund gehörende Tageszeitung Limmattaler Tagblatt benennt sich per 15. September in Limmattaler Zeitung um. Das hat der Verwaltungsrat der Herausgeberin Limmattaler Tagblatt mit Blick auf die Lancierung der Sonntagausgabe beschlossen, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Anpassung geschieht in Anlehnung an die Titelstruktur des Zeitungsverbundes. Am kommenden Sonntag erscheint erstmals die Sonntagsausgabe der Mittelland Zeitung, für das Limmattal wird sie als «Sonntag LZ» erscheinen. Mehr als der Titelkopf verändert sich aber gemäss Mitteilung nicht: Der «Limmattaler» will die lokal und regional verankerte Tageszeitung für den Bezirk Dietikon und die Gemeinde Bergdietikon bleiben. Er wird weiterhin von den gleichen Mitarbeitern in Redaktion und Verlag gemacht. Ebenfalls keinerlei Veränderung erfährt die publizistische Ausrichtung. Ebenso unverändert bleiben unter der Woche das Erscheinungsbild, die Bundstruktur, der Zeitungsaufbau und -inhalt.
Keine analogen Überlegungen zur Umbenennung gibt es beim Oltner Tagblatt, das ebenfalls zum Verbund Mittelland Zeitung gehört und folglich ab Sonntag mit einer siebten Ausgabe erscheinen wird: «Es gibt keine Veranlassung, diesen Titel umzubenennen», sagte Chefredaktor Kurt Schibler auf Anfrage.

World Press Photo in Zürich eröffnet

Am Donnerstagabend ist im Papiersaal des Zürcher Einkaufszentrums Sihlcity die Ausstellung World Press Photo eröffnet worden. Am Eröffnungsanlass sprach Alt Bundesrat Adolf Ogi. Zugegen war mit Nicolas Righetti auch ein Schweizer Preisträger.

Am Donnerstagabend ist im Papiersaal des Zürcher Einkaufszentrums Sihlcity die Ausstellung World Press Photo eröffnet worden. Sie zeigt die prämierten Fotos des jährlich stattfindenden Wettbewerbs. Die Ausstellung gastiert zum ersten Mal seit zehn Jahren in Zürich und wurde von der Fotoagentur Keystone in die Limmatstadt geholt. Am Eröffnungsanlass sprach Alt Bundesrat Adolf Ogi. Zugegen war mit Nicolas Righetti auch ein Schweizer Preisträger. Mit 280 Leuten, darunter viele Chefredaktoren, waren doppelt so viele Leute am Anlass anwesend wie erwartet. Ogi sprach über die ungebrochene Kraft der Bilder. «Bilder können einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten. Sie berühren das Herz», meinte der Uno-Sonderbotschafter. Die Welt aber sei abgestumpft. «Es findet ein verdeckter Krieg statt, der die ganze Welt erfasst hat. Wir sind Beobachter des Krieges, und die Medien leben davon», so Ogi weiter. Die Kraft der Bilder könne aber zu einer Besserung der Welt beitragen.
Für den diesjährigen Wettbewerb World Press Photo wurden 78’083 Arbeiten von 4’460 Fotografen aus 124 Ländern eingereicht. 60 Fotografen erhielten einen Preis. Der Titel «World Press Photo of the Year 2006» ging an ein Bild des Amerikaners Spencer Platt. Es zeigt junge Libanesen im Cabrio vor dem Hintergrund des zerstörten Beiruts. Unter den ausgestellten Bilder befinden sich viele, die sehr berührend sind und verdeutlichen, was Ogi mit der «Kraft der Bilder» angesprochen hatte.
World Press Photo ist eine unabhängige Non-Profit-Organisation, die 1955 in Amsterdam aus der Taufe gehoben wurde. Ihr Anliegen ist es, die Arbeit von Pressefotografen international zu unterstützen und bekannt zu machen. Die Wanderausstellung mit etwa 200 Werken ist an 85 Orten in 40 Ländern zu sehen; im Zürcher Sihlcity vom 14. September bis 7. Oktober.

Tamedia steigt bei Tilllate ein

Das Medienunternehmen Tamedia beteiligt sich an der führenden Schweizer Nightlife-Plattform Tilllate.com. Rückwirkend auf den 1. Juli übernimmt Tamedia vorerst 20 Prozent des Aktienkapitals des neu gegründeten Unternehmens Tilllate Schweiz.

 Das Medienunternehmen Tamedia beteiligt sich an der führenden Schweizer Nightlife-Plattform Tilllate.com. Rückwirkend auf den 1. Juli übernimmt Tamedia vorerst 20 Prozent des Aktienkapitals des neu gegründeten Unternehmens Tilllate Schweiz. Bis Anfang 2010 soll die Beteiligung auf 49 Prozent aufgestockt werden. «Tamedia baut damit ihr Engagement im Onlinemarkt aus und erschliesst eine interessante neue Zielgruppe», sagt Tamedia-Sprecherin Sonja Levy. Durch die Kooperation soll insbesondere die bestehende Zusammenarbeit zwischen 20 Minuten und Tilllate im Print- und Onlinebereich gestärkt werden. Bislang bestand die Kooperation in einer Partnerschaft der Websites, sowie im Austausch von Dienstleistungen. 20 Minuten druckt jeweils montags die von 350 verschiedenen Partyfotografen geschossenen Eventbilder ab und band redaktionelle Inhalte der Nightlife-Plattform auf ihrer Website ein.
Weitere Projekte seien angedacht, aber noch nicht spruchreif, sagte Levy weiter. Eine Ausweitung auf weitere Publikationen aus dem Hause Tamedia – beispielsweise auf den Züritipp, der seine Eventdaten immer noch selber erfasst – ist nicht geplant. Personelle Konsequenzen soll die Beteiligung daher vorerst nicht haben.
Die operative Leitung von Tilllate verbleibt bei den bisherigen Eigentümern Christian Hagman (Operations), Silvan Mühlemann (IT), Markus Popp (Marketing) und André Schraner (Finanzen). Ausserhalb der Schweiz ist die Geschäftstätigkeit von Tilllate von der Partnerschaft nicht betroffen. Über den für die Beteiligung bezahlten Betrag haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Edipresse verdoppelt Halbjahresgewinn

Das Lausanner Verlagshaus Edipresse hat seinen Reingewinn im ersten Halbjahr 2007 annährend verdoppelt. Im Zeitungsgeschäft verzeichnete das Medienhaus dagegen einen Rückgang der Erträge um 1,2 Prozent auf 176,3 Millionen Franken.

 Das Lausanner Verlagshaus Edipresse hat seinen Reingewinn im ersten Halbjahr 2007 annährend verdoppelt. Unter dem Strich blieben 22 Millionen Franken. In der Vorjahresperiode betrug der Gewinn noch 11,2 Millionen Franken. Der Umsatz sank um 3,5 Prozent auf 428,7 Millionen Franken. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) steigerte sich von 23,8 Millionen auf 45,9 Millionen Franken. Diese Entwicklung sei vor allem auf die Magazin-Sparte zurückzuführen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Erfolgreich war Edipresse mit Magazinen insbesondere in den Ländern Osteuropas und in Asien.
Im Zeitungsgeschäft verzeichnete Edipresse einen Rückgang der Erträge um 1,2 Prozent auf 176,3 Millionen Franken. Hier ist der Verlag hauptsächlich in der Schweiz tätig. Während die Abonnementseinkünfte mit 36,9 Millionen Franken annähernd stabil blieben, gingen die Verkäufe der bezahlten Tageszeitungen zurück. Grund dafür ist die Konkurrenz durch die hauseigene Gratiszeitung Le matin bleu und 20 minutes des Konkurrenten Tamedia.
Von der Zunahme des Inseratevolumens um 0,8 Prozent konnten bei Edipresse vor allem Le Matin bleu und die Regionalzeitungen profitieren. Als Verliererin steht derweil die Kaufzeitung Le Matin da.
Die Gründe für das Umsatzminus liegen laut Edipresse in erster Linie beim veränderten Konsolidierungsrahmen – vor allem im Druckerei-Geschäft. Auf vergleichbarer Basis hätte der Umsatz um 3,3 Prozent zugenommen. Unter anderem hatte das Verlagshaus im Jahr 2006 die Druckerei IRL in das Unternehmen Swiss Printers eingebracht, der grössten Rollenoffset-Druckgruppe der Schweiz. Dieses Geschäftsvolumen ist nun nicht mehr in den Halbjahreszahlen enthalten. Edipresse hält an Swiss Printers nur noch eine 16 Prozent-Finanzbeteiligung.

Schweizer Familie tritt gedruckt und digital neu auf

Die Zeitschrift Schweizer Familie zeigt sich ab der nächsten Ausgabe vom 20. September 2007 in einem neuen Kleid. Daneben erhält auch der Online-Auftritt unter Schweizerfamilie.ch einen neuen Auftritt. Die Neuerungen werden durch eine Print- und Online-Kampagne begleitet, die von der Werbeagentur Festland stammt.

 Die Zeitschrift Schweizer Familie zeigt sich ab der nächsten Ausgabe vom 20. September 2007 in einem neuen Kleid. Daneben erhält auch der Online-Auftritt unter Schweizerfamilie.ch einen neuen Auftritt. Die Neuerungen werden durch eine breit angelegte Print- und Online-Kampagne begleitet, die von der Werbeagentur Festland St. Gallen und Zürich erarbeitet wurde. Im Heft soll der Einsatz von neuen Schriften, Farben und Textelementen für eine bessere Leserführung und sorgen. Das Logo wurde in Schrift und Grafik modernisiert und aufgefrischt. Bilder werden dank einer neuen Raumaufteilung attraktiver in Szene gesetzt. Das Redesign sei eine konsequente Weiterentwicklung des eingeschlagenen Weges seit der letzten grafischen Auffrischung im Jahr 2004 und wurde durch eine interne Projektgruppe ausgearbeitet, teilte Tamedia mit.
Unangetastet bleiben Redaktionskonzept, Themenmix und Blattstruktur, sie werden aber durch neue Elemente ergänzt: Verschiedene zusätzliche Rubriken sollen die Nähe zur Leserschaft fördern. Den Hefteinstieg bildet künftig eine wöchentliche Kolumne der Schweizer Schriftstellerin Milena. Gleichzeitig startet der Buchautor Alex Capus seine dritte Reportagen-Serie.
Parallel zum Print-Redesign wird auch der Onlineauftritt in Zusammenarbeit mit Assai Interactive komplett neu gestaltet. Schweizerfamilie.ch soll zur Serviceplattform für Familie, Haus und Freizeit ausgebaut und durch zahlreiche interaktive Elemente auch als Community-Site positioniert werden.

Facelifting für 20 Minuten

Nach der Auflagenerhöhung gibt es eine weitere Änderung bei der Pednlerzeitung 20 Minuten: Das Blatt aus dem Zürcher Medienhaus Tamedia ist am Donnerstag erstmals leicht renoviert erschienen. Für den Relaunch arbeitete das Gratisblatt mit dem Zeitungsdesigner Brian O’Conner zusammen.

Nach der Auflagenerhöhung gibt es eine weitere Änderung bei der Pednlerzeitung 20 Minuten: Das Blatt aus dem Zürcher Medienhaus Tamedia ist am Donnerstag erstmals leicht renoviert erschienen. Es kommt mit einer etwas grösseren Schrift daher, der ausgebaute Sportteil erscheint neu am Schluss des Blattes. Schlagzeilen und Text erscheinen nach der sanften Renovation, die in Zusammenarbeit mit Zeitungsdesigner Brian O’Conner realisiert wurde, etwas eleganter. Das Blatt kommt aber weiterhin in gewohnter Manier daher und bietet auch künftig viel Farbe und Kurzfutter.
Mit dem Relaunch will Chefredaktor Marco Boselli neben dem attraktiveren Erscheinungsbild «die Seiten noch klarer strukturieren», wie er in seinem Editorial schreibt.

Jarren zum Projekt Grossstadtzeitung: «Kaum umsetzbar»

Gerüchten zufolge denken die Chefredaktoren des Tages-Anzeigers und der Berner Zeitung über eine Zusammenarbeit ihrer Blätter nach, die bis hin zu einer Verschmelzung in einer «Grossstadtzeitung» gehen könnte. Doch welche Chancen hätte ein solches Projekt? Die Werbewoche fragte Prof. Otfried Jarren, Leiter des Instituts für Publizistik und Medienwissenschaft der Universität Zürich.

Gerüchten zufolge denken die Chefredaktoren des Tages-Anzeigers und der Berner Zeitung über eine Zusammenarbeit ihrer Blätter nach, die bis hin zu einer Verschmelzung in einer «Grossstadtzeitung» gehen könnte. Wieviel da dran ist, bleibt vorerst unklar. Doch welche Chancen hätte ein solches Projekt? Die Werbewoche fragte Prof. Otfried Jarren, Leiter des Instituts für Publizistik und Medienwissenschaft der Universität Zürich.WW: Der Tages-Anzeiger und die Berner Zeitung wollen inhaltlich stärker zusammenarbeiten. Im äussersten Fall könnte dies bis zur Etablierung eines gemeinsamen Mantelteils gehen. Kann das funktionieren?Otfried Jarren: Als reine Idee mag das vielleicht zu überzeugen; es klingt nach einer gemeinsamen Nutzung von Ressourcen, nach Synergien. Konkret ist es aber so, dass Mantelstrategien meist nur in homogenen Gebieten funktionieren; das politische Bern und das wirtschaftsliberale Zürich sind aber sehr unterschiedlich.Zudem dürften die Folgen auf der Lesermarktseite problematisch werden; langjährige Abonnenten könnte man mit einem neuen Produkt vergraulen, und neue wird man kaum in Massen dazu gewinnen. Auf der Seite des Anzeigenmarkts wird die Einschätzung des neuen Produkts durch die Inserenten doppelt schwierig, da nebst der Irritation der Lesermarktseite sich das Produkt selbst erst neu positionieren muss.
Mit einer «Veredelung der Inhalte» im Tagi – oder eben im Projekt Grosstadtzeitung – soll dem Boom der Gratiszeitungen entgegengetreten werden. Überzeugt Sie diese Strategie?Das klingt ebenfalls gut, ist aber kaum umsetzbar. Erstens sind bereits überregionale Edelprodukte mit höchstem Qualitätsanspruch vorhanden. Und zweitens liegt das Problem, das Gratiszeitungen für Abonnementszeitungen stellen, nicht nur in der stärkeren Konkurrenz im Anzeigenmarkt. Zusätzlich haben Gratiszeitungen den Wert, den die Ware Zeitung hat, in den Augen des Publikums demontiert, vor allem beim jüngeren Publikum. Abonnementszeitungen haben dadurch ein Preis-Leistungs-Problem bekommen.
Nebst hoher Qualität bei den Inhalten soll das Projekt Grossstadtzeitung gemäss den Vorstellungen von Tamedia gleichzeitig bei den regionalen Inhalten stark sein. Kann dieser Spagat gelingen? Bereits Roger de Weck hat als Chefredaktor versucht, den Tages-Anzeiger einerseits national zu etablieren und gleichzeitig regional zu stärken und ist damit gescheitert. Die Erfahrung zeigt, dass eine Zeitung hier schnell am Punkt ist, wo sie sich überdehnt; fast alle Zeitungen mit Regionalbezug hängen wirtschaftlich irgendwo am Heimmarkt.
Interview: Michael Koller

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