L&W Marcom holt Etat von Google Schweiz

Die Zürcher PR-Agentur L&W Marcom hat in einem Pitch das Kommunikationsmandat des Internetkonzerns Google gewonnen. Das Mandat umfasst Public Relations und Events. Als erstes soll L&W Marcom über den Start von Google Maps für die Schweiz informieren, wie die Netzwoche berichtet.

 Die Zürcher PR-Agentur L&W Marcom hat in einem Pitch das Kommunikationsmandat des Internetkonzerns Google gewonnen. Das Mandat umfasst Public Relations und Events. Als erstes soll L&W Marcom über den Start von Google Maps für die Schweiz informieren, wie die Netzwoche berichtet. Google-Schweiz-Chef Andreas Schönenberger will das Geschäft in der Schweiz entwickeln. Sein Fokus liege auf den Business-Kunden: Er wolle den Unternehmen vermitteln, wie Google diese in ihrer Internetpräsenz unterstützen könne, sagte Schönenberger gegenüber der Netzwoche. «Wenn man schaut, welcher Anteil der Werbegelder in Onlinemedien fliesst, gerade etwa im Vergleich zu Grossbritannien, dann ist hier sicher noch einiges an Erklärungsbedarf von Nöten.» Schönenberger stuft das Geschäftspotenzial in der Schweiz als sehr gross ein, vor allem die multinationalen Unternehmen sollen als Kunden gewonnen werden.

Zu guter Letzt: Ehemalige von Gisler & Gisler gesucht

Ein grossformatiges «Klassentreffen» unter Werbekollegen kündigt sich an: Am Freitag, 2. November treffen sich die Mitarbeitenden der legendären Werbeagentur Gisler & Gisler. Die Initianten bitten ehemalige Mitarbeiter der Agentur, sich zu melden.

 Ein grossformatiges «Klassentreffen» unter Werbekollegen kündigt sich an: Am Freitag, 2. November treffen sich die Mitarbeitenden der legendären Werbeagentur Gisler & Gisler zu einem italienischen Buffet im Restaurant Löwen in Meilen. Die Organisatoren rechnen mit 150 bis 200 Teilnehmenden. Mit von der Partie soll mit Doris Gisler auch die «Grand Old Lady» der Schweizer Werbung und damalige Inhaberin der Agentur Gisler & Gisler sein. Wie Walter Merz, Mitinitiant des Treffens, bekanntgab, konnten weit über die Hälfte der 300 Ehemaligen bereits kontaktiert werden. Wer noch keine Einladung erhalten hat und dabei sein möchte, soll sich bitte bei [email protected] melden. Gisler & Gisler als damals grösste Agentur der Schweiz hat in den sechziger und siebziger Jahren so berühmte Kampagnen kreiert wie «Chästeilet» oder Fondue (F.i.g.u.g.e.g.l.) für die Schweizerische Käseunion, dann nebst vielen weiteren auch die Kampagnen für Valser, Ovomaltine, Feldschlösschen, Thomi & Franck, Butter, Hero, Schweizerische Bankgesellschaft SBG, Modissa oder Mitsubishi. Nach dem Zusammenschluss mit BBDO war Gisler & Gisler Ende der achtziger Jahre Teil der Grossfusion Aebi,Suter,Gisler,Studer,BBDO (ASGS/BBDO).

M spielt Powerplay

Wohlbefinden Mit einer breit angelegten Werbekampagne baut Exxtra Actilife als neue Programm-Marke für die Migros auf. Im neuen TV-Spot wird der Nutzen der gesamten Bandbreite des Actilife-Sortiments mit einem Worst-Case-Szenario und dann einer glücklichen Wende dank Actilife thematisiert.

 
Wohlbefinden Mit einer breit angelegten Werbekampagne baut Exxtra Actilife als neue Programm-Marke für die Migros auf. 
Mit Actilife bietet die Migros allen gesund- heitsbewussten Kunden neu ein umfassendes Programm an, mit dem man das eigene Wohlbefinden fördern kann. Dazu zählen nicht nur zahlreiche neue Produkte, sondern auch Dienstleistungen sowie regelmässige Informationen zu den Themen gesunde Ernährung, Bewegung und Entspannung. Zum Start lanciert die Migros das Gratismagazin Actilife und die Website www.actilife.ch. Die Markteinführung der über 150 Produkte und Dienstleistungen wird mit einer umfangreichen Werbekampagne unterstützt. Das Sortiment soll bis Ende 2009 auf 250 Produkte erweitert werden.Actilife, die Migros-Marke für einen gesunden Mehrwert, wird damit zur Programm-Marke ausgebaut. Exxtra Kommunikation setzt in enger Zusammenarbeit mit Paroli PR und Assai Interactive das breite Angebot, das auf den drei Säulen Ernährung, Bewegung und Entspannung basiert, mit einem TV-Spot, Produktanzeigen, einer Website, einem Magazin und weiteren Massnahmen in den Filialen in Szene. Im neuen TV-Spot wird der Nutzen der gesamten Bandbreite des Actilife-Sortiments mit einem Worst-Case-Szenario und dann einer glücklichen Wende dank Actilife dramatisiert.
Andreas Panzeri

In der Kommunikationsfalle

Kolumne Von Sprechexhibitionisten, Kommunikationssoziopathen und vom Glück der Unerreichbarkeit. Stephan Russ-Mohl über das Glück, unerreichbar zu sein.

 
Kolumne Von Sprechexhibitionisten, Kommunikationssoziopathen und vom Glück der Unerreichbarkeit. 
Man kann nicht nicht kommunizieren» – der kluge Aphorismus von Paul Watzlawick erhält womöglich auf neue Weise zusätzlich Sinn. Das Originalzitat des Psychoanalytikers und Meisters des subtilen Wortspiels stammt noch aus der guten alten Zeit, als es kein Internet, keine Natels und keine Blackberrys gab. Es sollte darauf hinweisen, dass man auch dann kommuniziert, wenn man sich in Schweigen hüllt und keinen Kontakt zu seinem Gegenüber sucht.In der neuen Welt der vernetzten Computer und der mobilen Empfangsgeräte, die sich überallhin mitnehmen lassen – im Zweifelsfall eben auch auf eine Matterhorn-Tour oder in den Strandkorb –, soll es immer mehr Leute geben, die gar nicht mehr nicht kommunizieren können, weil sie einfach die Aus-Taste ihres technischen Geräts nicht kennen. Leute wie Sie und ich, die ernsthaft meinen, Professionalität zeige sich auch darin, dass Sie rund um die Uhr erreichbar sind. Und darüber hinaus auch immer mehr «Kommunikationssoziopathen» und «Sprechexhibitionisten», die uns mit ihren exorbitanten Kommunikationsbedürfnissen hemmungslos behelligen, weil sie den Unterschied zwischen privatem und öffentlichem Raum nicht mehr kennen – also zum Beispiel im Zugabteil oder im Restaurant in voller Lautstärke alle Anwesenden in ihre Telefongespräche mit einbeziehen.
Solchen Menschen, die in der «Kommunikationsfalle» sitzen, spürt Miriam Meckel in ihrem soeben erschienenen Buch nach. Es ist «Das Glück der Unerreichbarkeit» betitelt und die Kommunikationsforscherin weiss, wovon sie spricht. Denn bevor sie einem Ruf an die Universität St. Gallen gefolgt ist, war sie als Staatssekretärin die Kommunikationschefin eines deutschen Ministerpräsidenten und hat ausserdem als TV-Journalistin und -Moderatorin Karriere gemacht. Informationsüberlastung und die Probleme, die entstehen können, wenn wir dank moderner Kommunikationstechnologien rund um die Uhr und überall in der Welt erreichbar sein wollen oder müssen, kennt sie aus eigener Erfahrung – und beschreibt diese auch in bemerkenswert selbstkritischer Offenheit.
Noch spannender sind allerdings die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die sie aufbereitet: Weltweit würden inzwischen täglich 171 Milliarden E-Mails verschickt. Über 70 Prozent davon seien Spammails. Sozial- und Wahrnehmungspsychologen zufolge könnten wir aber ohnehin nur zwei Prozent der auf uns einprallenden Informationen «wirklich wahrnehmen und verarbeiten» – der Rest sei ungenutzter Informationsmüll.
Britische Forscher hätten jüngst hochgerechnet, dass Manager insgesamt 3,5 Jahre ihrer Lebenszeit mit irrelevanten E-Mails verschwenden. Wenn mancher von uns zwischen 250 und 350 Mails am Tag zu empfangen oder zu senden habe, dann lasse sich leicht ermessen, wie viel Stress ein Tag offline zur Folge habe: «Am nächsten Tag sind dann eben zwischen 500 und 700 Mails zu lesen, zu löschen und zu beantworten.»
Vor allem warnt Meckel, unsere Talente beim «Multitasking» nicht zu überschätzen. Man könne nicht «nebenbei» kommunizieren, es sei denn, es handle sich um sinnloses Geplänkel. Dass wir glaubten, wir seien Weltmeister und könnten vieles gleichzeitig anpacken, bedeute nicht, dass dies auch stimme. Sie führt eine Studie an, die am King’s College in England durchgeführt wurde: In einem grossangelegten Experiment, an dem insgesamt 1000 Menschen beteiligt waren, sei getestet worden, inwieweit wir zeitgleich bestimmte Aufgaben lösen und E-Mails empfangen können. Eine Kontrollgruppe habe statt E-Mails Marihuana bekommen. Das überraschende Ergebnis: Die Kiffer erzielten deutlich bessere Ergebnisse als die E-Mailer.
Als Meckel darüber zu räsonnieren begann, wie man der Kommunikationsfalle entrinnen könne, ist sie zu zwei Einsichten gelangt: Erstens sei, wer technisch angeschlossen ist, nicht unbedingt sozial verbunden – im Gegenteil, wir müssten «gelegentlich aus dem Strom der Informationen ausscheren» und «einen Stopp einlegen am Rande des Datenhighway». Zweitens sei, wer immer erreichbar ist, eigentlich für nichts und niemanden da.
Dabei wäre das Glück, unerreichbar zu sein, so leicht zu haben. Ein Knopfdruck genügt ja meist. Warum fällt es uns so schwer, die Aus-Taste des Blackberrys, des Mobiltelefons oder des Laptops zu bedienen? Weshalb fehlt uns der Mut zum Rückzug? Natürlich müsse niemand ständig E-Mails checken, aber irgendwie hätte, wer mobil kommuniziere, eben doch das Bedürfnis, immer wieder nachzusehen. «Pawlow lässt grüssen», so Meckel. Und wäre Watzlawick noch am Leben, er würde wohl ebenfalls freundlich mit dem Kopf nicken. Denn seine «Anleitung zum Unglücklichsein» hat die St. Galler Forscherin soeben um ein spannendes Kapitel erweitert.
 
Stephan Russ-Mohl leitet das europäische Journalismus-Observatorium der Universität Lugano
 
 
 
Miriam Meckel, Das Glück der Unerreichbarkeit. Wege aus der Kommunikationsfalle. Murmann Verlag, Hamburg 2007.

Fastfood in Schweizer Tracht

Gastronomie TBWA lanciert für McDonald’s eine kulinarische Schweizer Woche.

 
Gastronomie TBWA lanciert für McDonald’s eine kulinarische Schweizer Woche. 
Die italienische Küche lässt sich mit vielen sofort erkennbaren Klischees charakterisieren. Ebenso die japanische. Was aber ist eigentlich echt schweizerisch? Das fragten sich die Kreativen um CD Armin Korf bei der Zürcher TBWA. Ihre Ideen finden sich jetzt in einer Kampagne für eine «Schwiizer Wuche» bei McDonald’s. Unübersehbar ist bei den Anzeigen und Plakaten das gemütliche Chalet-Holz. Dieses urchige Element wird ziemlich verspielt mit der bei McDonald’s natürlich nach wie vor wichtigen Americana vermischt. Dieser interessante ethnologische Mix findet sich noch auffallender als im Print auch in den Filmen für diese «Schwiizer Wuche». Röstikreuze statt Pommes fritesDie Spots beginnen stilistisch wie grosse Kinotrailer für amerikanische Filme. Die Sprache ist Englisch mit deutschen Untertiteln – «Das ist das Land, wo die Berge majestätisch gegen den Himmel ragen und wo die Wiesen gemeinsam um die Wette blühen. Das ist das Land…» –, bis dann ungefähr in der Mitte des Films der Ton auf einen schweizerischen Dialekt switcht «…wo die Schweizer Sennen sich für einen guten Käse einsetzen. Diese Woche ist bei McDonald’s Schwiizer Wuche. Mit herrlichem Schmelzkäse…».
In den beteiligten Lokalen werden für diese «Schwiizer Wuche» spezielle «Röstikreuze» statt Pommes frites gebacken. Auch sind einzelne McDonald’s-Filialen mit viel Holz zu Chalets gestylt. Dazu kann jeder Filialleiter bei der Dekoration viel eigene Fantasie walten lassen und dekorativ hinzufügen, was für ihn ebenfalls «typisch schweizerisch» ist, wie Berater Marcus Aeberhard bei TBWA erklärt.
Andreas Panzeri

Nullrunde für Grosskunden

Anzeigen Im 2008 werden Grossinserenten von den Verlagen gehätschelt, die Kleininserenten dagegen geschröpft.

 
Anzeigen Im 2008 werden Grossinserenten von den Verlagen gehätschelt, die Kleininserenten dagegen geschröpft. 
In Deutschland stand das Gros der Inseratetarife 2008 schon Anfang September fest, in der Schweiz dagegen lässt sich auch jetzt noch kein greifbarer Anzeigentrend festmachen. Bis zum Publimedia-Forum am 26. September, jenem Branchentreff, an dem erste Trends bekannt gegeben werden, hatte noch nicht einmal die Hälfte der Titel ihre Tarife gemeldet. Insbesondere die Verlage mit grossauflagigen Titeln lassen auf sich warten. Nur zwei verhielten sich vorbildlich: Die NZZ-Gruppe und die Südostschweiz. Während die Südostschweiz und das St. Galler Tagblatt ihre heutigen Tarife auch 2008 beibehalten, gilt dies für NZZ, NZZ am Sonntag und Neue Luzerner Zeitung nur bedingt. Sie belassen zwar den Preis für eine 1/1-Seite vierfarbig auf heutigem Niveau, den Millimetertarif heben sie dagegen um zwei bis sieben Rappen an. Die Zeche bezahlen also die Kleininserenten. Dasselbe Vorgehen wählen der Landbote, L’Express und die Thurgauer Zeitung.Dieselbe Philosophie, etwas anders umgesetzt, kommt auch beim Quotidien Jurassien und bei der Zürcher Landzeitung zur Anwendung: Sie behalten ihren Millimeterpreis bei, reduzieren aber den Seitentarif: Der Quotidien um ganze 11 Prozent, die Züriland-Zeitung um 1,5 Prozent (nur bei der Normalauflage). Bei den Zeitschriften scheint es ebenfalls zu einer ruhigen Preisrunde zu kommen. Grossauflagige Titel wie Migros-Magazin, Touring und Gesundheit Sprechstunde belassen ihre Tarife, einzig der K-Tipp und der Gesundheitstipp schrauben ihre Preise um 2 Prozent herunter.
Und was tut sich in Sachen neues Tarifsystem? Gemäss Rainer Sauser, Marketing-Direktor von Publicitas, wagen dieses Jahr wieder einige Titel die Umstellung. Bei den grossen Tageszeitungen hätten nun mit Ausnahme der drei Tessiner Blätter alle Titel mindestens einige Elemente wie zum Beispiel Farbmillimeterpreis und Fixformate übernommen, bei den mittleren Zeitungen seien es gegen 75 Prozent. Noch etwas Zeit benötigen dagegen die kleineren Titel. Sauser rechnet mit zwei bis drei Jahren, bis eine Mehrheit von ihnen so weit sei. (mk)

Walter De Gregorio wird stellvertretender Blick-Chef

Der Weltwoche-Autor Walter De Gregorio stösst per 1. Januar 2008 zum Blick. Er wird dort neben Rolf Cavalli Stellvertreter des neuen Chefredaktors Bernhard Weissberg. Neu zum Team der Boulevardzeitung stossen auch Gion Mathias Cavelty, Marcel Speiser und Daniel Meier.

 Der Weltwoche-Autor Walter De Gregorio stösst per 1. Januar 2008 zum Blick. Er wird dort neben Rolf Cavalli Stellvertreter des neuen Chefredaktors Bernhard Weissberg. De Gregorio wird sich den Interviews und Reportagen annehmen und zudem den neuen Sportchef André Grieder in seiner Aufgabe unterstützen, heisst es in einer Mitteilung von Ringier. Der 42-jährige De Gregorio schrieb als freier Mitarbeiter für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Danach war er Gründungsmitglied von Facts, Reporter bei der Sonntags-Zeitung, Italienkorrespondent unter anderem für Die Zeit und die Weltwoche, wo er auch Mitglied der Chefredaktion war.
Neu zum 130-köpfigen Blick-Team stossen in den nächsten Monaten auch der Autor Gion Mathias Cavelty, bisher ebenfalls für die Weltwoche tätig, sowie die Wirtschaftsredaktoren Marcel Speiser, der vom Tages-Anzeiger her zur Boulevardzeitung wechselt, und Daniel Meier, der zuletzt für das eingestellte Magazin Facts schrieb.

Neue Konzernleitung der Publigroupe ist komplett

Mit dem 40-jährigen Briten Christopher Blackwell ist die neue Konzernleitung der Publigroupe nun vollständig. Blackwell übernimmt die Führung des Departements Information & Communication Technology per 1. Januar 2008. Sein Vorgänger Jean-Paul Nicoulin wird noch bis zum 30. Juni 2008 der Konzernleitung angehören und auf Ende 2008 altershalber zurücktreten.

 Mit dem 40-jährigen Briten Christopher Blackwell ist die neue Konzernleitung der Publigroupe nun vollständig. Blackwell übernimmt die Führung des Departements Information & Communication Technology per 1. Januar 2008. Sein Vorgänger Jean-Paul Nicoulin wird noch bis zum 30. Juni 2008 der Konzernleitung angehören und auf Ende 2008 altershalber zurücktreten. Mit dieser Ernennung ist die erneuerte Konzernleitung der Publigroupe komplett. Sie ist der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens angepasst, wie es in einer Mitteilung heisst. Unter der Führung von CEO Hans-Peter Rohner setzt sich die Konzernleitung ab 1. Januar 2008 wie folgt zusammen: Robert Schmidli für Media Sales, Jean-Pascal Michel für Search & Find, Monica Woo für Custom Publishing und Thomas Kaiser für Digital & Marketing Services.
Mitglieder der Konzernleitung sind ausserdem die Verantwortlichen der zentralen Dienste: Brigitte Schleipen (Human Resources), Andreas Schmidt (Finanzen & Controlling), Christopher Blackwell (Information & Communication Technology), Jean-Denis Briod (Konzernstab/Generalsekretariat) und Jean-Paul Nicoulin (Information & Communication Technology bis 30. Juni 2008).
Christian Gartmann wird wie bereits angekündigt in der Geschäftsleitung von Media Sales die Verantwortung für den Bereich Media Partners Relation & Marketing übernehmen und deshalb per Ende 2007 aus der Konzernleitung ausscheiden.
Der neue Chef des Departements Information & Communication Technology ist verantwortlich für die Entwicklung der IT-Strategie der Publigroupe sowie für deren Umsetzung im Dienste der operativen Einheiten. Blackwell sei für diese Aufgabe gerüstet, ist der Mitteilung weiter zu entnehmen. Er hat seine Wirtschaftsstudien an der Universität St. Gallen und zusätzlich ein Informatikstudium an der Universität von Neuchâtel abgeschlossen. Anschliessend übernahm er in verschiedenen IT/Business-Consulting-Firmen Projekt- und Führungsaufgaben. Zuletzt wirkte er als Verantwortlicher des Consulting Bereichs der Agile Software Corporation für die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika.

Ein Heli kommt selten allein

Wintersport Advico Young & Rubicam lässt für die BfU 1000 Rettungshelikopter fliegen und warnt vor den Gefahren beim Wintersport.

 
Wintersport Advico Young & Rubicam lässt für die BfU 1000 Rettungshelikopter fliegen. 
Die Ahnungslosigkeit wirkt überraschend, obwohl sie weit verbreitet ist. Im Zug der Recherchen für ihre kreative Arbeit haben die CDs Urs Schrepfer und Christian Bobs bei AY&R eine Umfrage durchgeführt: Wie viele Skiunfälle gibt es in der Schweiz pro Tag? Die Schätzungen pendelten zwischen 20 und 100. Die richtige Antwort der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) muss uns erschrecken: Im Durchschnitt passieren im Winter 1000 Schneesportunfälle pro Tag. Alle Befragten zeigten sich bei der Präsentation dieser Zahl total perplex. Und genau diese Reaktion haben die Kreativen bei AY&R nun als Basis für einen neuen Spot genommen.
 
Die Sonne strahlt, Schneesportler vergnügen sich vor imposanter Bergkulisse, doch ein dumpfes Geräusch lässt sie aufschauen. Der Schatten eines Helikopters bewegt sich über Schnee und Leute. Immer mehr Schatten tauchen auf und plötzlich ist der Himmel voller Maschinen. 1000 Rega-Helikopter donnern über die Schneesportler hinweg. Dazu erscheint wie in einem Kinotrailer die Botschaft «1000 Unfälle pro Tag. Schütz dich mit einem Helm.».
Erstmals zu sehen war der Spot am vergangenen Wochenende beim Megaevent Freestyle.ch auf der Zürcher Landiwiese – zusammen mit echten Helikoptern: Vor rund 15’000 Zuschauern tauchten am Himmel vier Maschinen auf, schwebten minutenlang über dem See, bevor sie über die Köpfe der staunenden Leute hinweg weiterflogen und auf einem riesigen Bildschirm der neue Spot mit noch einmal 1000 animierten Helikoptern das Publikum verblüffte.
Aktion und Spot werden mit Plakaten, Inseraten, Aktionen auf der Piste und der Website www.schuetzdich.ch ergänzt. Der Internetauftritt wurde in Zusammenarbeit mit Futurecom konzipiert und realisiert. Mit der Kampagne will die BfU in den kommenden drei Wintersaisons bis März 2010 den Anteil helmtragender Schneesportler um rund zehn Prozent steigern.
Andreas Panzeri

«Die Herbstzeitlosen» auf Oscar-Jagd

Der Film «Die Herbstzeitlosen» von Bettina Oberli wird die Schweiz beim Wettbewerb um die Oscars 2008 vertreten. Das Bundesamt für Kultur hat den Spielfilm bei der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles in der Kategorie «Bester fremdsprachiger Film» angemeldet.

 Der Film «Die Herbstzeitlosen» von Bettina Oberli wird die Schweiz beim Wettbewerb um die Oscars 2008 vertreten. Das Bundesamt für Kultur (Bak) hat den Spielfilm auf Empfehlung seiner Expertengruppe bei der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles in der Kategorie «Bester fremdsprachiger Film» angemeldet. «Die Herbstzeitlosen», eine Geschichte um rüstige Seniorinnen, die einen Dessous-Laden aufmachen, stiess in Europa auf Erfolg: In der Schweiz wurden bisher rund 600’000 Eintritte verzeichnet, in Deutschland und Österreich sahen bis heute über 250’000 Zuschauer die Kömodie. Das Bak habe den Film aufgrund der Universalität seines Themas sowie der hohen Qualität von Drehbuch, Regiearbeit und Casting als Oscar-Jäger ausgewählt, ist einer Mitteilung zu entnehmen. Ausschlaggebend war daneben auch, dass mit dem Verleiher Buenavista International (Switzerland) auch der amerikanische Disney-Konzern hinter dem Film steht.
In der Kategorie «Bester Dokumentarfilm» wird das Bak die Kandidatur von «Shake The Devil Off» von Peter Entell unterstützen. Der Film über die Schliessung einer Pfarrei in New Orleans ein halbes Jahr nach dem verheerenden Hurrikan Katrina, der im August am Internationalen Filmfestival Locarno seine Weltpremiere feierte, wird bei der Academy direkt von der Produktionsfirma Show and Tell Films angemeldet.
Die Nominierten in allen Kategorien werden am 22. Januar 2008 feststehen. Die Oscarverleihung 2008 findet am 24. Februar in Los Angeles statt.

«Das Reduit» ist Nachfolger von Gotthelf- und Pfahlbauer-Serie

Das Schweizer Fernsehen setzt seine Sommerserie nächstes Jahr aus. Grund sind die EM und die Olympischen Sommerspiele in Peking. 2009 ist aber wieder ein Sommer-Grossprojekt mit dem Titel «Das Reduit» geplant.

 Das Schweizer Fernsehen setzt seine Sommerserie nächstes Jahr aus. Grund sind die EM und die Olympischen Sommerspiele in Peking. «Schweiz aktuell», in dessen Rahmen die Sommersendungen jeweils liefen, werde intensiv über beide Sportanlässe berichten. Deshalb bleibe zu wenig Kapazität für eine Eigenproduktion, berichtet das Fernseh-Magazin TV. 2009 ist aber wieder ein Sommer-Grossprojekt mit dem Titel «Das Reduit» geplant. Es soll laut TV-Star eine Serie über den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges werden. Anlass ist der 70. Jahrestag der Kriegsmobilmachung von 1939. SF will dieses Thema mit Zeitdokumenten und Zeitzeugen aufarbeiten.

Swiss Poster Award verlängert Eingabefrist

Noch bis am 30. November kann man bei der APG Plakate zur Teilnahme am Swiss Poster Award einreichen. Zugelassen sind alle Plakate, die im letzten Jahr in der Schweiz öffentlich ausgehängt worden sind.

 Noch bis am 30. November kann man bei der APG Plakate zur Teilnahme am Swiss Poster Award einreichen. Zugelassen sind alle Plakate, die im letzten Jahr in der Schweiz öffentlich ausgehängt worden sind. Auch Plakate, die im Ausland in Auftrag gegeben, entworfen oder gedruckt worden sind, sind ausdrücklich zugelassen. Die APG führt den Swiss Poster Award dieses Jahr zum vierten Mal durch. Wert gelegt wird vor allem auf die gestalterische Qualität der Plakate.
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