Blocher droht mit Zeitung

Falls Christoph Blocher bei der nächsten Bundesratswahl nicht wiedergewählt wird, will die SVP ihre Oppositionsrolle mit einer eigenen Tageszeitung festigen. «Wir sind für den Fall einer Abwahl von Blocher gerüstet», verkündete Parteipräsident Ueli Maurer in einem Interview mit dem Sonntagsblick.

 Falls Christoph Blocher bei der nächsten Bundesratswahl nicht wiedergewählt wird, will die SVP ihre Oppositionsrolle mit einer eigenen Tageszeitung festigen. «Wir sind für den Fall einer Abwahl von Blocher gerüstet», verkündete Parteipräsident Ueli Maurer in einem Interview mit dem Sonntagsblick. «Wird er am 12. Dezember gekippt, verkünden wir am Tag darauf die Lancierung einer Tageszeitung. Die Pläne dafür liegen bereits in der Schublade.» Zentrales Element des Blattes soll laut Maurer die Oppositionspolitik sein. Blocher könne dort die Missstände in Bern thematisieren. Maurer sagte, sei sich sicher, dass mit Hilfe der Zeitung der Wähleranteil der SVP in vier Jahren auf 40 Prozent gesteigert werden könne.
 
Die anderen Parteien zeigten sich nicht sonderlich beeindruckt von dieser Ankündigung.
«Mit der Weltwoche hat die SVP schon ihr Kampfblatt. Ich frage mich ernsthaft, wie sie nach einer Abwahl Blochers ihren Politstil noch verschärfen will», sagte Ruth Genner, Präsidentin der Grünen Partei. FDP-Präsident Fulvio Pelli hingegen begrüsste, dass sich die SVP vorläufig darum bemühe in der Regierung zu bleiben und dort Verantwortung übernehmen wolle. Die Frage sei, wann sie von einer halben Oppositionspartei zu einer Regierungspartei werde. Zeitungen gäbe es schon heute zu viele.
 
Die Kosten für ein Zeitungsprojekt dieser Art schätzte FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger auf 20 Millionen Franken pro Jahr. Geld, das im Fall einer Änderung im Bundesrat wohl zu grossen Teilen aus Blochers Portemonnaie stammen wird.

Blick entschuldigt sich prominent

Auf jeweils einer halben Frontseite entschuldigten sich Blick und Sonntagsblick dieses Wochenende beim Rieter- Pensionskassenverwalter Jürg Maurer. Damit tragen die beiden Blätter einem Entscheid des Bezirksgerichts Arbon Rechnung.

 Auf jeweils einer halben Frontseite entschuldigten sich Blick und Sonntagsblick dieses Wochenende beim Rieter-Pensionskassenverwalter Jürg Maurer. Damit tragen die beiden Blätter einem Entscheid des Bezirksgerichts Arbon Rechnung. Dieses hatte entschieden, dass beide Zeitungen mit ihrer Kampagne gegen Maurer schwere Persönlichkeitsverletzungen begangen haben. Die Geschichte kam vor gut einem Jahr, im Zusammenhang mit den Verkäufen von Aktien der Bank Swissfirst durch Pensionskassen, kurz vor dem Zusammenschluss von Swissfirst und Bellvue-Bank, ins Rollen.
 
Maurer verzeigte die Zeitungen auf Persönlichkeitsverletzung und verlangte, den durch die Kampagne erzielten Gewinn an das Rote Kreuz zu überweisen. Nachdem ihm vor Gericht vollumfänglich Recht gegeben wurde, taten die Ringier-Blätter nun ihren Teil zur Wiedergutmachung: «Sorry Jürg Maurer!» titelte der Sonntagsblick und entschuldigte sich «in aller Form» bei dem Portfolio-Manager. Zudem wurde laut der Zeitung eine Zahlung «im höheren fünfstelligen Bereich» an das Schweizerische Rote Kreuz geleistet. Es ist lange her, seit eine Zeitung hierzulande zu so drastischen Rehabilitationsmassnahmen gezwungen wurde.

Das Goldene Ohr hört noch genauer hin

Die Ausschreibung um den Bereich Sounddesign wurde anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Goldenes Ohr Awards erweitert. Nun können Werbeagenturen jetzt auch Audio Brandings, Jingles, instrumentale Unterlegemusik, sowie andere akustische Erkennungsmerkmale einsenden.

Das 1998 gestartete Radiospotpreis kürt seit 10 Jahren die besten deutschsprachigen Radiospots. Dieses Jahr öffnet sich das Goldene Ohr erstmals einer breiteren Palette an Wettbewerbseinsendungen. Nebst Radiospots können auch Audio Brandings, Jingles, instrumentale Unterlegemusik sowie andere akustische Erkennungsmerkmale eingesandt werden. Das Zeitfenster für Wettbewerbseinsendungen aus dem deutschsprachigen Raum ist bis 31. Oktober 2007 geöffnet. Die Jury mit Werbern, Radiomachern, Tonstudioleuten und Journalisten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol tagt am 9. November in Zürich. Die Preisverleihung findet am 15. November im Zürcher Kammerorchesterhaus statt.

Google kündigt mehr Schutz im Internet an

Das Internetunternehmen Google hat am Donnerstag neue Technologien zum Schutz der Privatsphäre von Internetnutzern angekündigt.

Das Internetunternehmen Google hat am Donnerstag neue Technologien zum Schutz der Privatsphäre von Internetnutzern angekündigt. Google betrachtet das Werbegeschäft im Internet mit neuen Augen und prüft, was verändert werden kann, um die Privatsphäre der Nutzer besser zu schützen, wie einer SDA-Meldung zu entnehmen ist.
Google nutzt Daten über das Nutzerverhalten im Internet für gezielte Werbung. Derzeit bemüht sich das Unternehmen darum, die Werbefirma DoubleClick für rund 1,3 Milliarden Dollar zu übernehmen. Dieses Geschäft wird noch von den Wettbewerbsbehörden geprüft. Offenbar will Google Bedenken ausräumen, dass diese Übernahme dem Unternehmen zu grosse Macht im Geschäft mit der Online-Werbung verschaffen würde.

Trimarca vermeldet drei neue Mandate

Trimarca Kommunikation Chur wurde mit neuen Mandaten der internationalen Alpenschutzkonvention, der Gaststätte Gianottis und der pädagogischen Hochschule Graubünden betraut.

Trimarca Kommunikation Chur wurde mit neuen Mandaten der internationalen Alpenschutzkonvention, der Gaststätte Gianottis und der pädagogischen Hochschule Graubünden betraut. Die internationale Alpenschutzkonvention (CIPRA), die sich seit über 50 Jahren für eine nachhaltige Entwicklung in den europäischen Alpen einsetzt, beauftragte Trimarca mit einer neuen Kommunikationsentwicklung.
Das Gianottis, ein so genanntes «Dine-around-house» mit Cafe, Restaurants, Lounge und Zuckerbäckerei, das in Pontresina entsteht, beauftragte Trimarca als Projektentwickler für Positionierung, Marketing und Globalgestaltung in Zusammenarbeit mit den Architekten.
Die Pädagogische Hochschule Graubünden will künftig mit Trimarca Chur ihr Kommunikationsprofil verbessern. Nach zwei Workshops mit der Hochschul-Leitung erhielt Trimarca den Auftrag, die Kommunikationsmassnahmen und das Corporate Design zu konzipieren.

Embedded Journalism Made in Romandie

Das Westschweizer Magazin L'Hebdo geht auf Tuchfühlung mit Parlamentskandidaten. Seine Journalisten begleiten die Politiker in ihrem Alltag, übernachten bei ihnen zu Hause und schreiben darüber auf der Website «Blog&Breakfast». Eine neue Form von Wahlberichterstattung ist geboren.

Das Westschweizer Magazin L’Hebdo geht auf Tuchfühlung mit Parlamentskandidaten. Seine Journalisten begleiten die Politiker in ihrem Alltag, übernachten bei ihnen zu Hause und schreiben darüber auf der Website «Blog&Breakfast». Eine neue Form von Wahlberichterstattung ist geboren. Die Information im Umfeld von Wahlkampagnen braucht neue Impulse, meint die NZZ. Hier profiliert sich neuerdings die Westschweizer Zeitschrift L’Hebdo. Bereits im vergangenen Jahr erregte L’Hebdo Aufsehen, als seine Journalisten abwechslungsweise in eine von Unruhen erschütterte Pariser Vorstadt gingen und von dort aus auch via Internet berichteten. Nun schickt das Magazin seit Mai seine Reporter in die Wohnhäuser und Wohnungen von Schweizer Parlamentskandidaten, wo die Journalisten auch die Nacht verbringen, um näher an die Kandidaten heranzukommen und ihre Ambitionen, Talente, Charaktere und Zweifel zu zeigen. Berichtet wird auf einer Website mit dem Namen «Blog&Breakfast» (www.blogandbreakfast.ch).
Die Idee zu diesem journalistischen Experiment provozierte bei der Belegschaft zuerst Gelächter, erzählte Titus Plattner, der für «B&B» verantwortliche Redaktor, gegenüber der NZZ. Es entwickelte sich jedoch schnell eine seriöse Debatte über die Grenzen des politischen Journalismus und die meisten verteidigten die Idee als originelle Art, über Politik zu reden und die Kluft zwischen Politikern und Bürgern zu schliessen. «Reporter und Politiker sind sich immer nahe, wir legen diesen Sachverhalt nur offen», sagte Plattner.
Und so schreiben die Journalisten täglich mehrere Geschichten und platzieren nebst Google-Maps auch Fotos oder Videos, auf denen die Kandidaten ihre Positionen in einer Minute darlegen. Die Journalisten begleiten die Kandidaten in ihrem Alltag, dennoch respektieren sie deren Privatsphäre. Privates wird nur publiziert, soweit es politisch von Bedeutung ist. Es handelt sich um Reportagen in ihrer reinsten Form.
Die Möglichkeit, die Blog-Beiträge durch Karten und Luftaufnahmen räumlich zu verorten, hält Plattner für wegweisend. Wie er der NZZ gegenüber sagte, sei er der Meinung, alle Nachrichten würden künftig nicht nur mit Ort und Datum, sondern auch mit der Uhrzeit und den GPS-Koordinaten versehen. Dies verbessere die Transparenz der Informationen und mache deren individuelle Zuordnung einfacher. Das «Blog&Breakfast»-Experiment stellt laut der NZZ gleichzeitig einen Versuch dar, die Möglichkeiten der Presse in der Online-Zukunft auszuloten. Viele Journalisten seien immer noch verunsichert ob der neuen technischen Apparaturen (in der Regel ein Laptop mit drahtlosem Internet-Anschluss, eine Foto- und eine Videokamera, ein Mobiltelefon sowie ein Gewirr von Kabeln samt Adaptern). Mit ein bisschen Übung habe allerdings jeder diese Hürden zu überwinden vermocht.

Knallige Inseratenbeilage für 24 Heures und Tribune de Genève

Ab dem 1. Oktober schlüpft die bislang lachsfarbene Inseratenbeilage Z’annonces express in ein buntes, neues Kleid. Die Montagsbeilage spaltet auch ihren Namen und wird zu 24 express und Tribune express, um eine grössere Nähe zur jeweiligen Leserschaft zu schaffen.

Ab dem 1. Oktober schlüpft die bislang lachsfarbene Inseratenbeilage Z’annonces express in ein buntes, neues Kleid. Die Montagsbeilage spaltet auch ihren Namen und wird zu 24 express und Tribune express, um eine grössere Nähe zur jeweiligen Leserschaft zu schaffen.
Mit etwa 400’000 Lesern erfreut sich die Inseratenbeilage bereits grosser Beliebtheit in der Westschweiz. Um eine optimale Anschaulichkeit der Montagsbeilage zu erreichen, nimmt der Edipresse Verlag laut Communiqué nun einige Anpassungen vor. Aus dem «Z’annonces express» entstehen zwei neue Marken: 24 Express in rot für die Zeitung 24 Heures und Tribune Express in blau für die Tribune de Genève. Zwar erscheinen alle Inserate in beiden Beilagen, aber diese sind optisch auf die jeweilige regionale Leserschaft getrimmt. Auf der Titelseite befindet sich neuerdings ein Inhaltsverzeichnis mit acht farblich klar voneinander abgegrenzten Rubriken, das die Suche erleichtern soll. Farbfotos werden ab jetzt auch in der Beilage zu sehen sein. Diese Änderungen sind nicht zuletzt auf die zunehmende Bedeutung des Internets in den letzten Jahren zurückzuführen.

Erstes Cash Special ist erschienen

Das neue Magazin Cash Special erscheint am 28. September zum ersten Mal als Beilage von Cash daily. Die Zeitschrift, die in unregelmässigen Abständen erscheint, behandelt in ihrer ersten Ausgabe das Thema Innovation.

Cash Specials sind monothematisch aufgebaut und konzentrieren sich auf vertiefte Informationen zu den Themenkreisen Finanzen, Innovation, Business Computing, Ausbildung und Family Business, wie der Ringier Verlag in seinem Communiqué schreibt. Schaustück der Specials sei eine Agenda über die wichtigsten Anlässe und Events zum aktuellen Thema, die mit zahlreichen weiterführenden Links versehen sei. Mit dem Magazin Cash Special erweitert die Cash Gruppe ihre Produktepalette, zu der bereits Cash daily, Cash.ch, Cash mobile und Podcasts gehören. Die Multimedialität der Cash Gruppe soll sich nun auch in den Cash Specials widerspiegeln. In der Gesamtauflage von 110’000 Exemplaren erscheint jedes Magazin gleichzeitig als Livepaper, ergänzt mit Video-, resp. Audiobeiträgen und Links.
Dieses Jahr erscheinen folgende Cash-Specials: Innovation am 28.09.2007 und 23.11.2007, Business Computing am 02.11.2007 und 14.12.2007 und Private Equity am 16.11.2007. Mit dem attraktiven Special-Programm stärkt die Cash Gruppe ihre Position bei KMUs, wo CASH daily bereits heute die meistverbreitete Wirtschaftszeitung ist.

Swiss Marketing im neuen Kleid

An seiner Tagung in Lausanne hat der Swiss Marketing Verband neue Statuten vorgestellt und zwei neue Mitglieder in den Vorstand gewählt.

Der Berufs- und Branchenverband für Marketing (SMC) hat sich an der 52. Generalversammlung vom vergangenen Samstag in Lausanne ein modernes Kleid verpasst. Neue Statuten schreiben eine Delegiertenversammlung vor und ordnen die Zusammenarbeit zwischen den 40 regionalen Clubs und dem nationalen Verband, wie einer SMC-Pressemitteilung zu entnehmen ist. «Die Delegiertenversammlung ist ein zeitgemässes Kleid, das zu unserem Verband passt», resümiert Uwe Tännler, der Präsident von Swiss Marketing (SMC). «Der Wunsch zur Änderung ist nicht ganz neu, umso mehr freuen wir uns über die neuen Strukturen, mit denen wir zielbewusster navigieren können.» Die Generalversammlung wählte zudem zwei neue Mitglieder in den Zentralvorstand: Jean-Pierre Vonburg, Chatillon FR und Robert Combriat, Grolley FR ergänzen den Vorstand, dem Dr. Peter Petrin, Oberengstringen, Benno Milz, Grub, André Mettler, Sursee, Brigitte Netzer, Lugano, Jon Turnes, Zürich bereits angehören. Die Geschäftsstelle in Olten wird neu durch die beiden Bereichsleiter Verband und Prüfungswesen geführt.

Swisscom Broadcast erhält Konzession für Handy-TV

Nun ist es entschieden: Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) vergibt die landesweite Konzession für Handy-TV an Swisscom Broadcast. Sie soll anlässlich der Fussball-Europameisterschaft 2008 in den Austragungsstädten Basel, Bern, Zürich und Genf erste TV-Sendungen übers Handy anbieten und damit diese neue TV-Plattform baldmöglichst lancieren.

 Nun ist es entschieden: Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) vergibt die landesweite Konzession für Handy-TV an Swisscom Broadcast. Sie soll anlässlich der Fussball-Europameisterschaft 2008 in den Austragungsstädten Basel, Bern, Zürich und Genf erste TV-Sendungen übers Handy anbieten und damit diese neue TV-Plattform baldmöglichst lancieren. Um die ausgeschriebene landesweite Konzession für Handy-TV hatten sich die zwei Unternehmen Mobile TV Schweiz und Swisscom Broadcast beworben. Die beiden Bewerbungen seien im Rahmen eines Kriterienwettbewerbs einer gründlichen Prüfung unterzogen worden, heisst es in einer Mitteilung der ComCom. Die Kommission sei zum Schluss gekommen, dass beide Bewerbungen sehr gut waren. Die bessere Bewerbung habe aber Swisscom Broadcast eingereicht und sie erhalte deshalb den Zuschlag. Auf Grund der bestehenden Standorte und der Erfahrung mit TV-Verbreitung in der Schweiz könne Swisscom Broadcast einen schnellen Roll-out dieser neuen Technologie besser garantieren als ihre Mitbewerberin. Ziel ist es denn auch, bereits an der Euro 08 TV-Sendungen auf dem Handy empfangen zu können.
Von grosser Bedeutung für die Kommission sei die Verpflichtung, dass die Konzessionärin Swisscom Broadcast allen TV-Veranstaltern und Fernmeldedienstanbietern den gleichen Zugang zu dieser Verbreitungsplattform zu angemessenen und nicht diskriminierenden Bedingungen anbieten muss. Diese Verpflichtung wird in der Konzession festgeschrieben. So ist gewährleistet, dass alle Fernmeldedienstanbieter und TV-Veranstalter in gleicher Weise von dieser neuen Plattform profitieren können, heisst es in der Mitteilung.
Der CEO der unterlegenen Mobile TV Schweiz, Bruno Bucher, ist enttäuscht über die Wahl der ComCom. Das Entscheidungsverfahren stellt er in Frage: Die Kommission habe bei Bekanntgabe der Konzessionsvergabe an Swisscom Broadcast grossen Wert darauf gelegt, dass das Unternehmen aufgrund der bestehenden Standorte und der Erfahrung mit TV-Verbreitung einen schnellen Roll-out garantieren könne. «Das Swisscom Broadcast über die Antennen verfügt – welche das Volk ihr ja quasi geschenkt hat – war doch von Anfang an bekannt. Wenn dieses Kriterium so entscheidend ist, hätte man sich die Ausschreibung ja sparen können», so der CEO von Mobile TV Schweiz.
Die ComCom allerdings erklärt in ihrer Mitteilung, dass verschiedene Faktoren – also nicht nur die Antennen – ausschlaggebend gewesen seien. In einer detaillierten Auswertung habe sie die Qualität der beiden Bewerbungen anhand diverser Kriterien beurteilt. Swisscom Broadcast erreichte laut ComCom bei den Kriterien «Versorgung/Rollout», «Konzept/Umsetzung», «Kohärenz und Glaubwürdigkeit der Bewerbung» sowie auch beim «Business- und Serviceplan» bessere Noten. Beim Kriterium «Beitrag zur Medienvielfalt» schwang Mobile TV Schweiz oben auf. Somit habe Swisscom Broadcast die bessere Bewerbung vorgelegt, schreibt die ComCom weiter.
Mobile TV Schweiz überlegt sich nun rechtliche Schritte: Als Optionen stehen eine Beschwerde gegen den Entscheid, der Gang zur Weko oder ein Enteignungsverfahren über die Antennen der Swisscom Broadcast offen. Ob und welchen Weg Buchers Crew beschreiten will, ist noch offen. «Wir lassen erst einmal den grössten Ärger verrauchen und überlegen uns dann, wie wir vorgehen», sagte Bucher.
Bucher erklärte ausserdem, Swisscom Broadcast habe sich alles andere als fair verhalten. Insbesondere seien sämtliche Anfragen verschleppt worden. Die Swisscom Broadcast als Antennenbetreiberin müsse dem Gesetz nachkommen und diskriminierungsfreien Zutritt geben zu den Antennen – auch wenn man sich in einer Konkurrenzsituation befindet. Bucher sagte, er könne belegen, dass seine Firma nicht gleich behandelt worden sei wie eine interne Abteilung der Swisscom.
Dem widerspricht Swisscom-Sprecher Carsten Roetz: «Wir weisen die Vorwürfe zurück». Swisscom pflege im Mobiltelefonbereich schon seit Jahren die Zusammenarbeit mit Konkurrenzfirmen in Bezug auf die Antennen. Das verlaufe problemlos – im Fall des Handyfernsehens habe sich das Unternehmen nicht anders verhalten.
Bei Bekanntgabe des Konzessionsgesuchs von Mobile TV Schweiz erklärte Bucher, seine Firma werde – unabhängig vom Konzessionsentscheid – Handy-TV anbieten. Nun sei die Ausgangslage aber schwieriger geworden. «Unsere Investoren stellen nun natürlich Fragen», erklärte Bucher. An einer Zusammenarbeit mit der Swisscom, um den Made-for-Mobile-TV- Kanal in die Realität umzusetzen, ist er weiterhin interessiert.

Neue Lgk lanciert Produkt für Gerber Käse

Emmi Fondue lanciert für ihre Marke Gerber diesen Herbst ein neues Produkt. Emmi hat entschieden, beim Launch mit der Agentur Neue Lgk zusammen zu arbeiten.

 Emmi Fondue lanciert für ihre Marke Gerber diesen Herbst ein neues Produkt. Emmi hat entschieden, beim Launch mit der Agentur Neue Lgk zusammen zu arbeiten. Die nationale Einführungskampagne wird ab Ende Oktober zu sehen sein.

Kündigungen bei der Zeitschrift Du verursachen Kontroverse

Nach dem Verkauf der Kulturzeitschrift Du verlieren mehrere Personen ihre Arbeit. Die Gewerkschaft Comedia fordert, dass die Betroffenen über das gesetzliche Minimum hinaus für ihren «jahrelangen Einsatz» Anerkennung erhalten.

 Nach dem Verkauf der Kulturzeitschrift Du verlieren mehrere Personen ihre Arbeit. Die Gewerkschaft Comedia fordert, dass die Betroffenen über das gesetzliche Minimum hinaus für ihren «jahrelangen Einsatz» Anerkennung erhalten. Der bisherige Verleger Heer will sich gemäss der Nachrichtenagentur SDA jedoch nicht auf ein Gespräch mit den Gewerkschaften einlassen: «Wir haben vier Jahre rote Zahlen geschrieben. Jetzt ist Ende Feuer.»
Bereits die Anzahl der Betroffenen ist umstritten: Die Gewerkschaft Comedia kommt auf elf, Verleger Heer spricht von sieben Personen, darunter sei ein Mann im AHV-Alter und ein selbständig erwerbender Grafiker. Laut Persönlich.com teilen sich diese 280 Stellenprozente.
Alle Kündigungen seien rechtskonform, betonte Heer gegenüber der SDA. Ob vom bisherigen Team jemand übernommen wird, steht nach Angaben des neuen Verlegers Oliver Prange noch nicht fest.
Die Kunst- und Kulturzeitschrift Du, die bis 2004 noch dem Zürcher Verlagshaus Tamedia gehört hatte, war Ende August vom Thurgauer Niggli Verlag an den Persönlich Verlag in Rapperswil verkauft worden.
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