Screen-up & Congress im Zeichen der Digitalisierung

Am 17. Oktober findet die diesjährige Screen-up & Congress in der Arena Filmcity im neuen Zürcher Einkaufszentrum Sihlcity statt. Im Mittelpunkt steht die Digitalisierung als mediale Herausforderung der Zukunft.

 Am 17. Oktober findet die diesjährige Screen-up & Congress in der Arena Filmcity im neuen Zürcher Einkaufszentrum Sihlcity statt. Im Mittelpunkt steht die Digitalisierung als mediale Herausforderung der Zukunft. Fachexperten und Senderchefs nehmen sich der Frage an, was diese Entwicklung für das Medium Fernsehen heisst. Aus Sicht der Werbeauftraggeber präsentiert der Verantwortliche für Marketingkommunikation der BMW Group, Dr. Hans-Peter Ketterl, Chancen für Unternehmen durch die Digitalisierung. Raimo Malila, Europa-Chef für Mobile TV und Video von Nokia Multimedia, wird zeigen, mit welchen Geräten der führende Handyproduzent den Durchbruch von Mobile-TV unterstützen will.
Ein Einschub stellt vier grundverschiedene Typen und ihre individuelle Mediennutzung vor: Die sogenannten «KommTech-Typen» erklären Mediennutzung im Zeitalter der Digitalisierung.
Die Senderchefs Matthias Alberti (Sat.1), Ingrid Deltenre (SF), Dominik Kaiser (3+), Catherine Mühlemann (MTV Networks Germany) und Anke Schäferkordt (RTL Television) diskutieren anschliessend im IGEM-Talk unter der Leitung von Hannes Britschgi den Prozess der Digitalisierung und benennen Folgen für ihr eigenes Programm. Zum Abschluss des Congress-Teils sind die Teilnehmenden im Rohstofflager zu einem VIP-Stehdinner und zur anschliessenden Screen-up-Party eingeladen.

Eingabefrist für die D&AD Awards startet in Kürze

Am 10. Oktober beginnt die Eingabefrist für die D&AD Awards 2008. Bis 16. Januar 2008 haben Aspiranten auf den berühmten Pencil Zeit, um ihre Arbeiten einzureichen.

 Am 10. Oktober beginnt die Eingabefrist für die D&AD Awards 2008. Bis 16. Januar 2008 haben Aspiranten auf den berühmten Pencil Zeit, um ihre Arbeiten einzureichen. Mit einigen Änderungen an den Kategorien wollen die Organisatoren den neuen Bedürfnissen der Branche gerecht werden. Die Jury für «Graphic Design» wird drei neue Kategorien beurteilen: «Applied Print Graphics», «Environmental Graphics» und «Moving Image». «Mobile Marketing» und «Broadcast Innovations» erhalten eigene Jurys und Arbeiten für «Magazine & Newspaper Design» können als Online-Version eingereicht werden. Details gibt es ab 10. Oktober unter Dandad.org/awards08.
Die Eröffnung der Eingabefrist wird begleitet vom ersten Beitrag einer ganzen Serie animierter Filme, die Saatchi & Saatchi London gestaltet hat. Die Filme sind inspiriert von den Diskussionen, die jeden Tag in Agenturen stattfinden: Sie zeigen Interviews mit bisherigen Gewinnern eines Yellow Pencils, die verraten werden, wie sie die preisgekrönte Idee entwickelt haben. Gewinner der D&AD-Studierenden-Awards 2007 werden die Filme animieren.

Neuenburger Medien machen gemeinsame Multimedia-Plattform

Die beiden Neuenburger Tageszeitungen L'Express und L'Impartial sowie der Regionale Fernsehsender Canal Alpha wollen zusammen eine Multimedia-Plattform aufbauen. Im Frühling 2008 soll die Website aufgeschaltet werden.

 Die beiden Neuenburger Tageszeitungen L’Express und L’Impartial sowie der Regionale Fernsehsender Canal Alpha wollen zusammen eine Multimedia-Plattform aufbauen. Im Frühling 2008 soll die Website aufgeschaltet werden. Dazu haben die SNP, die Verlegerin der beiden Tageszeitungen, und Canal Alpha einen Partnerschaftsvertrag unterzeichnet, wie sie am Donnerstag in einem gemeinsamen Communiqué mitteilten.
Das künftige Angebot werde von einer eigenen Redaktion betreut, hiess es weiter. Neben bebilderten Online-Nachrichtentexten sollen auf der Seite auch Videos und interaktive Inhalte angeboten werden. Über die Plattform kann zudem auf den gesamten redaktionellen Inhalt der Partner-Medien zugegriffen werden. Ziel sei es für regionale Inhalte zur unumgänglichen Referenz zu werden.
Gemäss Communiqué wird sich Canal Alpha bis am 5. Dezember beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) um die Regionalfernseh-Konzession für den gesamten Jurabogen bewerben. Die SNP will Canal Alpha bei diesem Antrag unterstützen.
Nicht beteiligt an der Zusammenarbeit ist gemäss SDA die Bieler-Zeitung Journal du Jura, die redaktionell mit den Neuenburger Zeitungen verbunden ist. Die Verlegerin, die Gassmann-Gruppe, verfolgt eine eigene Multimedia-Strategie, zusammen mit dem hauseigenen Regionalsender TeleBielingue. Laut Marcel Geissbühler, Direktor der Gassmann-Gruppe, ist zurzeit keine Zusammenarbeit zwischen den beiden Multimedia-Plattformen geplant.

Studie: Online-Videos auf Augenhöhe mit TV-Spots

Video-Werbung im Internet wirkt und kommt dabei sogar an die Werbewirkung von TV-Spots heran. Das geht aus einer Studie des Internetunternehmens Yahoo hervor, bei der die Wirkungsweise von Online-Video-Streams mit TV-Spots und anderen Online-Werbeformen verglichen wurde.

 Video-Werbung im Internet wirkt und kommt dabei sogar an die Werbewirkung von TV-Spots heran. Das geht aus einer Studie des Internetunternehmens Yahoo hervor, bei der die Wirkungsweise von Online-Video-Streams mit TV-Spots und anderen Online-Werbeformen verglichen wurde. Die Studie hatte mit verschiedenen Methoden gearbeitet: Neben klassischem Kampagnen-Tracking wurde in Studiotests auch die Blickpfade der Probanden aufgezeichnet. Das Ergebnis: Die Probanden nahmen in den Tests sowohl den TV-Spot innerhalb einer normalen TV-Sendung und einen Video-Stream auf einer Yahoo-Website jeweils zu 100 Prozent wahr. Die Aktivierungsleistung lag beim Fernsehen auf 50 Prozent, bei Online 54 Prozent.
Der Sales-Direktor von Yahoo, Heiko Genzlinger, betont die Vorteile von Video-Werbung im Netz: «Im Gegensatz zu einem Fernsehspot lässt sich ein Video Stream im Internet ohne Streuverlust an die eigene Zielgruppe ausliefern». Weitere Vorteile seien die Interaktionsmöglichkeiten und eine gewissen Exklusivität, denn meistens gebe es nur ein Online-Video am Stück, so der Verkaufsdirektor weiter.

Adlink Media optimiert Online-Werbung mit Behavioral Targeting

Die Goldbach-Media-Tochter Adlink Media lanciert das nach eigenen Angaben erste Schweizer Angebot für Behavioral Targeting. Damit kann Werbung aufgrund des Verhaltens der User auf die gewünschte Zielgruppe gesteuert werden.

 Die Goldbach-Media-Tochter Adlink Media lanciert das nach eigenen Angaben erste Schweizer Angebot für Behavioral Targeting. Damit will die Vermarkterin eine neue Dimension der Online-Werbung eröffnen. Dank Behavioral Targeting könne Werbung aufgrund des Verhaltens der User auf die gewünschte Zielgruppe gesteuert werden, heisst es in einer Mitteilung – und zwar unabhängig vom inhaltlichen Umfeld, auf welchem sie sich im Internet bewegen. Somit können Konsumenten nicht nur innerhalb eines thematischen Umfeldes oder der soziodemografischen Affinitäten der einzelnen Werbeträger, sondern auch auf Grund ihrer Interessen und ihres Surfverhaltens auf dem ganzen Netzwerk gezielt erreicht werden.
Diese Planungs- und Steuerungstechnologie für Online-Werbung macht sich die Messbarkeit dieses digitalen und interaktiven Werbemediums zu Nutzen, indem es Konsumenten direkt aufgrund ihres Verhaltens segmentiert und damit für die Werbung ansprechbar macht. Adlink Media schätzt das Potential auf 70 Prozent der Schweizer Internetnutzer und bietet drei verschiedene Segmente an: BT Reach, BT Audience und BT Customized.

Visu’l nimmt vergessliche Mediaplaner in den Schwitzkasten

Die Berner Agentur Visu'l zeigt in einer Kampagne für MediaSense, was mit Mediaplanern geschieht, die die Radiowerbung vergessen: In augenzwinkernden Inseraten landen die vergesslichen Planer im Knast oder im Schwitzkasten.

Seit Anfang Juli ist die Publisuisse-Tochter MediaSense als Vermarkterin von Radiowerbung tätig. Die Berner Agentur Visu’l zeigt nun in einer Kampagne für MediaSense, was mit Mediaplanern geschieht, die die Radiowerbung vergessen: In augenzwinkernden Inseraten landen die vergesslichen Planer im Knast oder im Schwitzkasten. Aufgelöst werden die Sujets mit dem Satz «Radio ist das meistgenutzte Medium in der Schweiz und gehört in jeden Mediamix». Neben Inseraten in Branchen-Fachtiteln für Werbung gehören Internetbanner und Mailings zur Kampagne.

Präventionskampagne gegen Pornos auf Teenie-Handys

Im Kanton Freiburg reagieren die Behörden mit einer Präventionskampagne auf die Darstellungen von Gewalt oder Pornografie, die sich immer häufiger auf Handys von Jugendlichen finden. Die Kampagne setzt auf das Internet.

 Im Kanton Freiburg reagieren die Behörden mit einer Präventionskampagne auf die Darstellungen von Gewalt oder Pornografie, die sich immer häufiger auf Handys von Jugendlichen finden. Zentraler Teil der Kampagne ist die Internetseite Wer-bisch.ch, wie die Kantonspolizei Freiburg am Donnerstag mitteilte. Die Seite weist die Jugendlichen auf die Gefahren von Internet und Handy hin und erteilt Ratschläge zum Gebrauch dieser modernen Kommunikationsmittel. Aufgezeigt wird auch, dass ihr Missbrauch strafrechtliche Konsequenzen haben kann.
Die Kampagne wird an den Schulen bei rund 20’000 Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren bekannt gemacht, wie die SDA meldet. Polizeiaspiranten führen dort Aktionen durch. Die Kosten der dreijährigen Kampagne belaufen sich auf 155’000 Franken.

Zu guter Letzt: Werbung in grün

Ein deutsches Mineralwasser namens Thüringer Waldquell tritt gegen den französischen Edelsprudel Evian an. Und surft mit einer Kampagne auf der Welle der gegenwärtigen Klimadebatte.

Ein deutsches Mineralwasser namens Thüringer Waldquell tritt gegen den französischen Edelsprudel Evian an: Auf einem Plakat schaut die 33-jährige Christine aus Jena herausfordernd in die Kamera. «Von hier zur Quelle: 104 Kilometer. Von hier nach Evian-les-Bains: 828 Kilometer. Deshalb Thüringer Waldquell», heisst es daneben. Das Motiv ist gemäss Werben & Verkaufen eines von zwei Plakaten, mit denen Thüringer Waldquell an das ökologische Gewissen appelliert: «Kurze Transportwege, weniger CO2-Ausstoss», sagt die Werbung und «Jeder Schluck ist Klimaschutz».
Damit surft die Hassia, die Mutterfirma des deutschen Wässerchens, auf der Welle der gegenwärtigen Klimadebatte. Und kann dem übermächtigen Konkurrenten gleich noch einen Seitenhieb verpassen. Ob das dem Evian-Konzern Danone grün ist, wird sich noch zeigen. Hassia hatte aus weiser Voraussicht schon Anwälte damit beauftragt, die Werbung zu prüfen. Hoffentlich vergiften die mit ihrem juristischen Kauderwelsch das Klima nicht.

Eklat bei Radio Emme wegen Streit um Volksmusik

Nicht nur bei Schweizer Radio DRS, auch beim Emmentaler Lokalsender Radio Emme bewegt die Zukunft der Volksmusik die Geister. Pläne, die Volksmusik vom Programm zu nehmen, haben zum Eklat im Verwaltungsrat des Senders geführt.

 Nicht nur bei Schweizer Radio DRS, auch beim Emmentaler Lokalsender Radio Emme bewegt die Zukunft der Volksmusik die Geister. Pläne, die Volksmusik vom Programm zu nehmen, haben zum Eklat im Verwaltungsrat des Senders geführt. Der Verwaltungsrat habe am Mittwoch beschlossen, die Volksmusik auf Radio Emme ab Frühjahr 2008 vom Sender zu verbannen, heisst es in einer Mitteilung von Verwaltungsratmitglied und Radio-Emme-Mitbegründer Niklaus Blaser. Da Blaser mit diesem Schritt nicht einverstanden ist, hat er beschlossen, aus dem Verwaltungsrat zurückzutreten.
Statt Volksmusik solle künftig rund um die Uhr «generell englisches, oftmals nervensägendes und melancholisches Katzengejammer und Gejaule» gesendet und «zum xten Mal wiederholt» werden, schreibt Blaser gemäss SDA weiter.
Geplant sei ein Programm, das bereits tausende Sender fabrizierten. Radio Emme verabschiede sich damit noch mehr von seinem Publikum in seinem Sendegebiet rund um den Napf. In Anbetracht der 800’000 Franken an Gebührengeldern, die der Sender künftig jährlich erhalten solle, komme der Entscheid einer «Verantwortungslosigkeit? und ?Verarschung» der Hörer gleich, heisst es in Blasers Brief.
Den Entscheid zum Verzicht auf die Volksmusik wollte Verwaltungsratspräsidentin Karen Wiedmer auf Anfrage der SDA weder bestätigen noch dementieren. Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung sei seit anderthalb Jahren daran, die Strategie des Senders zu überprüfen und anzupassen, liess der Verwaltungsrat in einer Mitteilung verlauten. Den Rücktritt Blasers bedauere man sehr. Weiter nahm das Aufsichtsgremium keine Stellung.

Bilanz verleiht Straumann den Preis für den besten Geschäftsbericht

Gesamtsieger des diesjährigen Geschäftsberichte-Ratings der Wirtschaftszeitschrift Bilanz ist die Firma Straumann. Auf dem zweiten Rang folgt Novartis, auf dem dritten die SBB. Die Auszeichnungen wurden am Donnerstagabend in Zürich verliehen.

 Gesamtsieger des diesjährigen Geschäftsberichte-Ratings der Wirtschaftszeitschrift Bilanz ist die Firma Straumann. Auf dem zweiten Rang folgt Novartis, auf dem dritten die SBB. Die Auszeichnung für die beste Gestaltung ging an Valora, der zweite Platz an die SBB vor der Migros. Die Gewinner des Value Reporting lauten UBS vor Roche und der Thurgauer Kantonalbank. Die Bilanz veröffentlicht seit 1988 eine jährliche Rangliste der besten Schweizer Geschäftsberichte. Dieses Jahr wurde das Rating der Gestaltungs- und der Value-Reporting-Jury auf Anregung des Harbour-Club erstmals durch eine weitere Jury der Gesamtwertung ergänzt. Dahinter stand die Idee, dass die besten Geschäftsberichte nicht durch die Arithmetik, sondern von einer Expertenrunde aufgrund des Gesamteindrucks bestimmt werden sollten.
Die Auszeichnungen wurden durch Pierre-André Schmitt, Mitglied der Bilanz-Chefredaktion, übergeben. Die besten drei Geschäftsberichte der Gesamtwertung wurden durch Gaby Tschofen, Kommunikationsverantwortliche von Barry Callebaut, Anne-Marie Nega-Ledermann, Publizistin, und Philipp Hallauer, Präsident des Verwaltungsrates KPMG, gewürdigt. Organisiert wurde die Verleihung in der Aula der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) vom HarbourClub, einer Vereinigung von 50 Kommunikationschefs von Schweizer Unternehmen.
Die drei besten Geschäftsberichte der Gesamtjury:
1. Rang Straumann
2. Rang Novartis
3. Rang SBB
Die Top Ten der Kategorie Gestaltung:
1. Rang Valora
2. Rang SBB
3. Rang Migros
4. Rang Jelmoli
6. Rang Bank Coop
7. Rang Bobst Group
7. Rang Bühler
9. Rang Tamedia 4. Rang Schindler
10. Rang EOS
Die Top Ten der Kategorie Value Reporting:
1. Rang UBS
2. Rang Roche
3. Rang Thurgauer Kantonalbank
4. Rang Zürcher Kantonalbank
5. Rang Swiss Re
6. Rang Novartis
7. Rang Syngenta
8. Rang Ciba SC
9. Rang Xstrata (Schweiz)
10. Rang Straumann

Drei Journalistinnen mit Medienpreis der Suva ausgezeichnet

Der Medienpreis 2007 der Suva geht an die Journalistin Catherine Riva für ihre Beiträge über die Risiken, denen Kleinkinder wegen des Chlors in Hallenbädern ausgesetzt sind. Anerkennungspreise bekommen Françoise Ducret und Sylviane Pittet.

 Der Medienpreis 2007 der Suva geht an die Journalistin Catherine Riva für ihre Beiträge über die Risiken, denen Kleinkinder wegen des Chlors in Hallenbädern ausgesetzt sind. Catherine Riva veröffentlichte ihre Recherchen in mehreren Beiträgen in der Zeitung Le Matin dimanche, wie die Suva am Donnerstag mitteilte. Die Schweiz kenne noch keine Grenzwerte für die Luftqualität in Hallenbädern. Mit ihren Artikeln habe Riva eine Diskussion darüber ausgelöst, die unter anderem zu einer Interpellation im Nationalrat geführt habe.
Zudem erhält die Journalistin Françoise Ducret einen Anerkennungspreis für eine Reportage im Westschweizer Fernsehen zum Thema Burn-out. Ebenfalls ein Anerkennungspreis geht an Sylviane Pittet für einen Text in der Zeitschrift Femina zu den Nebenwirkungen, mit denen jugendliche Rauschtrinker rechnen müssen.
Der mit 7000 Franken dotierte Suva-Medienpreis wird seit 1994 vergeben. Er ist für französischsprachige Arbeiten im Zusammenhang mit Prävention von Unfällen und Gesundheitsstörungen reserviert.

Kleine TV-Netzbetreiber rücken den Grossen auf die Pelle

Das Fernsehen der Zukunft verschärft den Wettbewerb unter Schweizer Anbietern. Während Swisscom und Cablecom ihre Netze aufrüsten, holen regionale Kabelanbieter zum Gegenschlag aus: Sie ziehen Glasfasern bis zum Privatkunden.

 Das Fernsehen der Zukunft verschärft den Wettbewerb unter Schweizer Anbietern. Während Swisscom und Cablecom ihre Netze aufrüsten, holen regionale Kabelanbieter zum Gegenschlag aus: Sie ziehen Glasfasern bis zum Privatkunden. In einer Basler Wohnbaugenossenschaft hat die Firma CATV Satellitentechnik laut SDA erstmals grossflächig Glasfaserkabel bis zu den Endkunden gelegt. Bislang kamen nur Geschäftskunden in den Genuss der ultraschnellen Leitungen. Nun seien auch für Privatekunden Surfgeschwindigkeiten von 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und mehr kein Problem, sagte CATV-Geschäftsführer Werner Zimmermann der SDA. Derzeit ist bei der Swisscom bei 15 Mbit/s Schluss, bei der Cablecom bei 10 Mbit/s.
Glasfaser direkt in private Wohnungen zu legen, ist neu. Zwar hat der Kabelnetzbetreiber Télévision Sierre bereits vor einem Jahr begonnen, sein Netz auf Glasfaser aufzurüsten. Allerdings erreichen die Glasfasern nur die Quartierverteilkästen. Von dort aus werden die Kunden mit traditionellen Kupferkabeln bedient.
Einen Schritt näher zum Endkunden ging die Stadtantennen AG Baar (STAG), die in einer Wohnüberbauung als Pilotprojekt Glasfasern bis in die Gebäude zog, aber nicht in die einzelnen Wohnungen.
Damit haben die Bewohner der 190 Wohnungen in Basel bezüglich Bandbreite die Nase vorne und müssen sich keine Sorgen mehr über Engpässe machen, die den herkömmlichen Netzen durch die Bilderflut drohen. So hatte die Cablecom reihum für rote Köpfe gesorgt, weil sie analoge TV-Programme kippte, um Platz für digitale Sender zu schaffen.
Derweil laufen auf dem neuen Glasfasernetz der Basler Überbauung 45 analoge TV-Programme, 600 digitale TV-Programme und 30 hochaufgelöste Sender (HDTV). «Wir können im Extremfall bis zu 3000 TV-Programme übertragen», sagt CATV-Geschäftsführer Zimmermann. Zudem sei die TV-Bildqualität bei seiner Glasfaser-Anlage deutlich besser als bei Swisscom oder Cablecom.
Die Swisscom bietet ihr Bluewin TV den Neukunden gar nicht mehr an, die lediglich ADSL-Zugang (maximal 5 Mbit/s) haben und noch nicht an die viel schnellere VDSL-Technik (derzeit 16 Mbit/s) angeschlossen sind. Bei denjenigen Erstkunden, die noch über ADSL Bluewin TV empfangen, sorgen Bild- und Tonschwächen für ein getrübtes Fernsehvergnügen.
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