Wanner sieht News als Zerstörungsschiff

AZ-Verleger Peter Wanner bekräftigt gegenüber der Mittellandzeitung vom Donnerstag die Absicht, auf die geplante neue Gratiszeitung News zu reagieren. Er plane ein «innovatives Angebot mit einem ganz neuen Ansatz» im Gratismarkt.

AZ-Verleger Peter Wanner bekräftigt gegenüber der Mittellandzeitung vom Donnerstag die Absicht, auf die geplante neue Gratiszeitung News zu reagieren (siehe ). Der Mehrheitsaktionär der AZ Mediengruppe plane ein «innovatives Angebot mit einem ganz neuen Ansatz» im Gratismarkt. Dieses Angebot werde innerhalb nützlicher Frist lanciert. Man wolle im Gratismarkt aktiv werden, ohne dass die Abonnementszeitungen stark tangiert werden, sagte Wanner gegenüber der Mittellandzeitung weiter. Genauere Angaben machte Wanner nicht, das Projekt müsse noch mit den Partnern der Mittelland Zeitung besprochen werden. Danach werde man entscheiden, wann das Projekt gestartet werden soll.Das geplante Gratisblatt News, hinter welchem die Verlage des Tages-Anzeigers, der Berner Zeitung und der Basler Zeitung stehen, soll unter dem Titel News Mittelland mit einer Auflage von 132’000 Exemplaren in den Kantonen Aargau und Solothurn auf den Markt kommen. Wanner bezeichnete News gegenüber der Mittellandzeitung als Zerstörungsschiff der Kriegsflotte von Tamedia-Chef Martin Kall. Er empfinde den angekündigten Angriff als ziemlich perfid.
 
 

SFLB: Die Details zur Skilehrer-Kampagne

Bei der neuen Winterkampagne der Zürcher Agentur Spillmann/Felser/Leo Burnett von Schweiz Tourismus dreht sich alles um die Schweizer Skilehrer. Die Kampagne umfasst unter anderem einen von Wirz und Fraefel produzierten TV-Spot.

 Bei der neuen Winterkampagne der Zürcher Agentur Spillmann/Felser/Leo Burnett für Schweiz Tourismus dreht sich alles um die Schweizer Skilehrer. Grund dafür ist einerseits das 75-Jahr-Jubiläum von Swiss Snowsports, andererseits sind Skilehrer oft nicht nur wegen ihres Könnens, sondern auch wegen ihres Aussehens sehr begehrt. Und so wirbt denn Schweiz Tourismus national und international in verschiedenen Kanälen mit Skilehrern und dem Motto: Die Schweiz hat mehr zu bieten als nur schöne Landschaften. Die Kampagne aus der Feder von SFLB umfasst einen von Wirz und Fraefel produzierten TV-Spot. In diesem ist ein von Hunderten von Frauen auf Skis verfolgter Skilehrer zu sehen. Der Werbespot wird in der Schweiz sowie in den wichtigsten europäischen Auslandmärkten Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Holland und Italien ausgestrahlt.
Auf Myswitzerland.com läuft zudem unter anderem ein Wettbewerb, bei dem der schönste Skilehrer ermittelt wird. Zu gewinnen gibt es eine Woche Skiferien inklusive Skilektionen. Auf den Wettbewerb aufmerksam machen Plakate mit einem gut gebauten Skilehrer. Die Plakate sind mit einem Bee Tag versehen – wer diesen mit der Handykamera fotografiert, wird mit einer Internetseite verbunden und erfährt dort, ob er einen Preis gewonnen hat. Der Bee Tag ist weltweit erstmals auch auf einer Briefmarke zu sehen – einer Sonderbriefmarke der Schweizer Post, die in Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus und Swiss Snowsports entstanden ist.
Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett:

Peter Brönnimann (Text), Dana Wirz (Art Direction), Martin Spillmann (CD), Rolf Zimmermann, Silvia Peter (Beratung), Sebahat Derdiyok (TV Produktion). Filmproduktion: Wirz und Fraefel, Ernst Wirz (Regie). Verantwortlich bei Schweiz Tourismus:
Jürg Schmid (Direktor), Markus Rege (Leiter Marketing), Nicole Diermeier (Leiter Hauptkampagnn).  
 

Oliver Knick kümmert sich bei AZ Medien um Gesundheit

Von der «Gesundheit Sprechstunde» wechselt Oliver Knick per 1. November zur AZ Medien Gruppe. Der 41-Jährige wird dort multimediale Möglichkeiten im Gesundheitsbereich evaluieren und entsprechende Projekte initiieren.

 Von der «Gesundheit Sprechstunde» wechselt Oliver Knick per 1. November zur AZ Medien Gruppe. Der 41-Jährige wird dort multimediale Möglichkeiten im Gesundheitsbereich evaluieren und entsprechende Projekte initiieren, wie es in einer Mitteilung des Medienhauses heisst. Details zu den geplanten Vorhaben können laut AZ-Medien-Sprecherin Eva Keller noch nicht bekannt gegeben werden: «Wir prüfen nun die Möglichkeiten. Mit multimedialen Formen haben wir ja schon im Bereich Kochen Erfahrung». Nun komme die Gesundheit an die Reihe, da es sich dabei um ein spannendes Thema handle. Geprüft werden Projekte für alle Mediengattungen des Hauses. Knick war während sieben Jahren als TV-Redaktor, Leiter Projektmanagement und Verkaufsleiter sowie seit 2006 als Mitglied der Geschäftsleitung für die Health Unit von Ringier tätig. Er war bereits von 1992 bis 2000 Redaktor im Ressort «Aargau» bei der Aargauer Zeitung, die vormals Badener Tagblatt hiess.

Mediaxis gewinnt Feldschlösschen-Budget zurück

Feldschlösschen übergibt die Betreuung ihres Mediabudgets der Agentur Mediaxis aus Zürich-Schlieren. Nach dem Verlust des Grosskunden im Jahr 2006 konnte die Agentur das Mandat im Rahmen einer Konkurrenzpräsentation wieder für sich erringen.

Feldschlösschen übergibt die Betreuung ihres Mediabudgets der im Jahr 2000 gegründeten und unterdessen 15 Mitarbeiter beschäftigenden Agentur Mediaxis aus Zürich-Schlieren. Nach dem Verlust des Grosskunden im Jahr 2006 konnte die Agentur das Mandat im Rahmen einer Konkurrenzpräsentation wieder für sich erringen, wie es in einer Mitteilung heisst. Mediaxis-Gründer Peter Hofstetter zeigt sich glücklich darüber, schliesslich habe Feldschlösschen die Agentur als einer der ersten wichtigen Kunden stark geprägt. Der neue Zusammenarbeitsvertrag wird per 1. Januar 2008 wirksam und betrifft alle in Betracht fallenden Mediagattungen.

Aus Grendene, Ogilvy und Mather wird Ogilvy und Mather

Die Zürcher BSW-Agentur Grendene, Ogilvy und Mather nennt sich ab dem 1. November 2007 Ogilvy und Mather. Dieser Namenswechsel wurde bereits früher in Absprache mit dem mittlerweile verstorbenen Luigi Grendene geplant.

Die Zürcher BSW-Agentur Grendene, Ogilvy und Mather nennt sich ab dem 1. November 2007 Ogilvy und Mather, wie es in einer Mitteilung heisst. Dieser Namenswechsel wurde bereits früher in Absprache mit dem mittlerweile verstorbenen Luigi Grendene geplant. Dieser wollte sich nach einer 10-jährigen Tätigkeit als Chairman und Creative Head per Ende April 2007 aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Sein unerwarteter Tod kurz vor diesem Datum führte dazu, dass die Agentur diese Namensänderung um einige Monate verschob.Laut Gaby Zimmerli, Managing Director der Agentur, ändert sich aber aussser dem Namen nichts – die Philosophie und die Arbeitsweise bleibe dieselbe. Nach wie vor würden die Marke und die kreative Kommunikation der Markenwerte im Zentrum der Tätigkeit stehen.

«Wir bleiben eigenständig»

Kooperationen Norbert Neininger, Verleger der Schaffhauser Nachrichten (SN), sagt, weshalb er beim Kombi Nordostschweiz (NOS) mitmacht.

Kooperationen Norbert Neininger, Verleger der Schaffhauser Nachrichten (SN), sagt, weshalb er beim Kombi Nordostschweiz (NOS) mitmacht. 
WW: Als die NOS-Pressemeldung kam, hiess es in der Szene sofort: Die SN rücken näher zum Tamedia-Konzern. Was sagen Sie dazu?Norbert Neininger: Wir setzen das Kombi 1B, das es schon seit vielen Jahren gibt, unter dem Namen «Nordostschweiz» fort. Neu ist einzig, dass es von den Thurgauer Medien und nicht mehr von der Publicitas vermarktet wird. Das ist alles – von einer Annäherung an Tamedia kann keine Rede sein.WW: Noch etwas ändert: Das Kombi-Modul Landbote/Thurgauer Zeitung (TZ) fällt künftig weg, was wohl den SN am meisten nützt. Haben Sie also auch Bedingungen gestellt?Norbert Neininger: Wir standen jedenfalls nicht mit dem Rücken zur Wand. Im Gegenteil. Aber es wäre auch lächerlich zu glauben, wir hätten die andern an die Wand gespielt. Es ging wie immer bei solchen Gesprächen um ein Geben und Nehmen. Klar ist: Das NOS-Kombi nützt allen drei Zeitungen. Gerade bei den Stellen rechnet jeder der drei Verlage mit mehr Volumen, weil die Stellenanzeigen nun in allen drei Titeln sein werden. Das Unterkombi hat uns aber schon lange gestört. Wir sind deshalb froh, dass sich unser Wunsch durchsetzen liess.WW: Warum willigten die andern ein? Weil die NOS erst mit der SN auf eine Auflage von 100’000 Exemplaren kommt?Norbert Neininger: Ja, natürlich. Aber auch wegen des neuen gemeinsamen Stellenbundes, dem NOS-Herzstück: Unterstellenbunde wären da kaum sinnvoll. Zudem ist der Wechsel von der P zur Eigenvermarktung ein grosser Schritt. Da wäre auch aus Sicht von TZ und Landbote ein Alleingang nicht sinnvoll gewesen. Auch für sie ist es besser, auf ein Kombi zu setzen, das seit Jahren eingespielt ist. Wir haben also unsere Interessen gewahrt. Aber das machen wir immer, wenn es geht.
WW: Auch auf anderer Ebene, beim Vertrieb etwa? Seit rund einem Jahr ist die Zuvo, die Frühzustellorganisation von Tamedia und NZZ, auch in Schaffhausen präsent und konkurrenziert Ihre Schazo. Bahnt sich dort jetzt eine Änderung an?Norbert Neininger: Im Moment reden wir nur vom Kombi. Aber es ist klar, dass die Zuvo-Präsenz bei uns ein extrem störendes Element ist.
WW: …das in den Kombi-Verhandlungen ein Thema war?Norbert Neininger: Dazu sage ich zum jetzigen Zeitpunkt nichts.WW: Zurück zum NOS: Sie hätten sich schon per 1. April 2007 anschliessen können. Warum tun Sie es erst jetzt?Norbert Neininger: Weil es damals darum ging, ob wir uns dem NOS-Zeitungssystem anschliessen wollen. Damit hätten wir aber das Layout angleichen und gewisse Redaktions- und Verlagsteile auslagern müssen. Doch wir wollen keine Mantellösung, keine Angleichung des Layouts, keinerlei Abbau beim Verlag. Wir bleiben eine eigenständige, unabhängige Zeitung, die lediglich weiter im Kombi mitarbeitet.WW: Sie wollten also bloss den nationalen Verkauf weiter auslagern können?Norbert Neininger: Ja. Den nationalen Verkauf, der primär über das Kombi läuft, hatten wir immer bei der P, die das besser kann als wir. Doch im Gegensatz zum Landboten, der vollständig in P-Regie war und nun seine ganze Regie an die TZ abtritt, behielten wir den lokalen Verkauf und immer auch einen Teil des nationalen Verkaufs bei uns. Denn Kundenbeziehungen sind etwas Wichtiges für einen Verlag. Das handhaben wir auch künftig so, und wir werden uns nun im Dienste der Sache voll engagieren.WW: Lehnen Sie redaktionelle Kooperationen ab?Norbert Neininger: Nein, aber wir wollen sie nur in dem Mass, wie wir es machten, bevor Tamedia die Thurgauer Zeitung übernahm. Schon damals hatten wir gemeinsame Beilagen, tauschten Artikel aus und hatten sogar eine gemeinsame Bundeshausredaktion. Alle diese Dinge würden wir gerne wieder aufnehmen.WW: Kommt es per 2008 zu Tarifänderungen?Norbert Neininger: Die SN heben ihren Tarif an, gleichzeitig wird der Kombirabatt deutlich grösser, damit das Kombi gegenüber der Einzelbelegung möglichst attraktiv wird. Wir wollen einen Sog ins Kombi erzeugen.WW: Wie gross ist der Anteil, den die SN in diesem Jahr über das Kombi 1B, also aus dem nationalen Markt, bekamen?Norbert Neininger: Der Anteil liegt unter 50 Prozent, aber ein Kombi ist für uns ausserordentlich wichtig.WW: Letzte Frage zum TV-Projekt mit ZüriPlus, RingierTV und Goldbach Media im neuen TV-Gebiet Zürich-Nordostschweiz: Wurde es schon
eingereicht?
Norbert Neininger:Nein, im Moment ist wieder einmal alles im Fluss. Interview: Markus Knöpfli
 
Siehe auch
Gemeinsam die Grössten
 
 

Mäusekino vor dem Start

Mobile MoTV, das Fernsehen fürs Handy, hat intakte Chancen, auf Sendung zu gehen. Für die Macher ist klar, dass Handynutzer einem anderen Profil folgen als normale TV-Nutzer.

Mobile MoTV, das Fernsehen fürs Handy, hat intakte Chancen, auf Sendung zu gehen. 
«Wir wollen Mobil-Fernsehen machen, das ist immer noch unsere Zielsetzung», sagt Bruno Bucher, der flinke Bieler Gründer von Mobile TV Schweiz. Vor kurzem hatte Swisscom Broadcast vom Bakom den Zuschlag für den Aufbau eines Netzes für Handy-Fernsehen erhalten. Bucher war mit seinem Modell, massgeschneiderte TV-Inhalte für das Mobilnetz zu produzieren, abgeblitzt und erwog, via Wettbewerbsbehörde den Zugang zum neuen Handynetz zu erstreiten (siehe WW 37/07). Unterdessen sind die Parteien aber miteinander ins Gespräch gekommen und Bucher verzichtet auf eine Beschwerde, die weder strategisch noch wirtschaftsethisch sinnvoll sei. «Wir erwarten, dass Swisscom Broadcast ein Netz von 20 Sendern aufbaut. Auf dieser DVBH-Plattform wollen wir auch einer davon sein», sagt Bucher. Der Bieler versteht sich mit seinem Produkt MoTV als Programmmacher fürs Mäusekino und will audiovisuelle Inhalte produzieren. Ein normaler Fernsehsender sei mit seinen Programmen nicht durchgehend für die mobile Verbreitung geeignet. Zwar sei zum Beispiel der Ball eines Fussballspiels erkennbar, doch spätestens bei den Nummern der Spieler sei es mit der Lesbarkeit vorbei. Für Bucher ist klar, dass Handynutzer einem anderen Profil folgen als normale TV-Nutzer. Eine erste Primetime herrscht für sein Sendekonzept bereits zwischen 6.30h und 7.30h, wenn die Menschen mit dem öffentlichen Verkehr zur Arbeit fahren.
Die Rolle des Programmmachers sei im Prinzip nicht die Aufgabe des Netzanbieters, sagt Bucher. Deshalb schlüpft er mit seinem Unternehmen in eine neue Rolle. «Wir helfen jetzt den Operators, den Job zu machen», sagt er. Die angespannte Lage zwischen ihm und Swisscom Broadcast hat sich gelockert. Soeben habe man gemeinsam mit Swisscom Broadcast, Sunrise und Orange ein «memorandum of understanding» unterzeichnet. Im Vordergrund steht die gemeinsame Erarbeitung eines ersten Sendekanals für mobiles Fernsehen.
René Worni

Swisscom und Publigroupe kooperieren im Internet

Swisscom und Publigroupe wollen ihre Kooperation im Bereich der Print- und Online-Verzeichnisse stärken und mehr Search & Find-Online-Dienstleistungen anbieten. Dazu werden bestehende Plattformen unter dem Dach von Local.ch zusammengefasst.

 Seit 1999 betreiben Swisscom und Publigroupe in der Schweiz die Herausgabe und Vermarktung von Print- und Online-Verzeichnissen im Rahmen eines Joint Ventures. Um im wachsenden internationalen Wettbewerb gerüstet zu sein, wollen die beiden Joint Venture-Partner Publidirect und Swisscom Directories diese Aktivitäten fortführen und die Zusammenarbeit im Bereich der Search & Find-Online-Dienstleistungen intensivieren. Das teilten sie am Mittwoch mit. Zu diesem Zweck werden die bisher von Publidirect betriebene Internet-Plattformen Local.ch, sowie die von Swisscom Directories betriebenen Plattformen Weisseseiten.ch und Gelbeseiten.ch im Verlaufe des kommenden Jahres sukzessive unter dem Dach der Firma Local.ch zusammengefasst. Diese wird von Swisscom Directories gehalten. Deren Aktionäre Swisscom und Publigroupe werden die Gesellschaft unterstützen mit dem Ziel, die Internet- und Mobile-Dienstleistungen zu erweitern. Die Führung dieses Projektes wird dem bisherigen CEO von Local.ch, Dorian Selz, übertragen. Die Vermarktung aller Produkte von Local.ch erfolgt wie bisher durch Publidirect.

Mehr Thurgau in der Thurgauer Zeitung

Seit Mittwoch weist die Thurgauer Zeitung zwei Regionalbünde auf: Bisher waren die Berichterstattung über Kantonales und dem Geschehen in den Regionen in einem Bund zusammengefasst. Verschwunden ist dagegen der Bund «Leben».

 Seit Mittwoch weist die Thurgauer Zeitung zwei Regionalbünde auf: Bisher waren die Berichterstattung über Kantonales und dem Geschehen in den Regionen in einem Bund zusammengefasst. Verschwunden ist dagegen der Bund «Leben». Wie die Thurgauer Zeitung (TZ) mitteilt, wird der Bund «Thurgau» die kantonale Berichterstattung enthalten und nach den Ressorts Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport gegliedert sein. Der Bund «Region» widme sich wie bisher den Regionen Frauenfeld, Untersee/Rhein, Kreuzlingen, Weinfelden, Bischofszell, Oberthurgau und Hinterthurgau.
Die Änderungen im Thurgau hängen teilweise zusammen mit der Umstellung beim Winterthurer Landboten, der mit der Thurgauer Zeitung zusammenarbeitet. In Winterthur wird die Berichterstattung aus der Stadt verstärkt, weshalb der «Leben»-Bund entfällt (siehe
). Die nationale und internationale Berichterstattung der TZ wird von der gemeinsamen Mantelredaktion beim Landboten erstellt. Die Thurgauer Zeitung gehört ganz, der Landbote teilweise der Tamedia. Seit April 2007 arbeiten die beiden Blätter im Zeitungsverbund Nordostschweiz zusammen.

Gemeinsam die Grössten

Kooperationen Das erweiterte Kombi Nordostschweiz zeigt: Die kleinen Schaffhauser Nachrichten spielen ihre Trümpfe geschickt aus.

Kooperationen Das erweiterte Kombi Nordostschweiz zeigt: Die kleinen Schaffhauser Nachrichten spielen ihre Trümpfe geschickt aus.Mit ihren 24’000 Exemplaren haben die Schaffhauser Nachrichten (SN) nur gut die Hälfte des Gewichts, das ihre Partner Thurgauer Zeitung (TZ, 39’000 Exemplare) und Landbote (36’000 Exemplare) auf die Waage bringen. Aber bei den Verhandlungen zum neuen Dreierkombi Nordostschweiz haben sich die SN doch weitgehend durchgesetzt: Punkto Erscheinungsbild, redaktionellem Inhalt und Verlag bleiben sie eigenständig, vor allem aber geben Landbote und TZ ihr Unterkombi (bisher bekannt unter dem Namen Kombi 1A) auf – wovon primär die SN profitieren werden. Ob sie auch beim Umsatz am meisten profitieren, ist unklar, weil der interne Verteilschlüssel unbekannt ist. Doch scheinen die SN auch hier nicht im Nachteil zu sein. Zwei Dinge weisen darauf hin: So wird zwar der NOS-Kombirabatt verglichen mit dem heutigen Rabatt im Kombi 1B (Landbote, TZ, SN) um 1 Prozent auf 12 Prozent angehoben, was aber immer noch weniger ist als die 15 Prozent, die TZ und Landbote dieses Jahr für die Buchung ihrer Zweierseilschaft anboten. Dass die SN zudem auf nächstes Jahr ihren Einzeltarif um knapp zwei Prozent erhöhen, während Landbote und TZ ihr heutiges Preisniveau beibehalten, deutet ebenfalls auf ein gewisses Entgegenkommen der Tamedia nahen Titel hin. So werden wohl auch die andern, stärker erhöhten Rabatte zumindest paritätisch getragen: Der NOS-Kombirabatt auf Stellenanzeigen beträgt neu 19 Prozent (gegenüber 15 Prozent im heutigen Kombi 1B), der neue Kombirabatt für Farbanzeigen in der freitäglichen Immobilienbeilage beträgt rund 37 Prozent (bisher 11 Prozent).
Das Fernsehen als TrumpfWelches sind aber die Trümpfe, welche die SN bei den Verhandlungen ausspielen konnten? Zum einen die Tatsache, dass TZ und Landbote erst zusammen mit den SN eine Auflage von 100’000 Exemplaren erreichen – eine Grösse, die im nationalen Werbemarkt nach wie vor zählt. Wichtig ist diese Zahl aber auch, damit das NOS aus dem Schatten der NZZ nahen Zürcher Landzeitung, die 107’000 Exemplare erreicht, heraustreten kann.
Ein weiterer Trumpf war wohl auch das Schaffhauser Fernsehen. Tamedia, dessen Tele Züri sich um das neue TV-Gebiet Nordostschweiz bewerben will, dürfte daran interessiert sein, das Schaffhauser Fernsehen für das vorgeschriebene Schaffhauser Fenster zu gewinnen. Mehr aus strategischen denn aus inhaltlichen Gründen – um die Beziehung zum Schaffhauser Medienhaus zu festigen. Doch dieses tendierte zum Projekt von ZüriPlus, Goldbach Media und RingierTV. Bisher zumindest. Ob das so bleibt, ist abzuwarten. «Diesbezüglich ist wieder einmal alles im Fluss», sagt SN-Verleger Norbert Neininger. Womit er wohl andeutet, dass das Thema TV im Zuge der NOS-Kombiverhandlungen ebenfalls diskutiert wurde. Genauso wie das Thema Zuvo-Präsenz in der Munot-Stadt (siehe Interview), wo sich vermutlich bald schon eine Veränderung anbahnt: Entweder zieht sich die Frühzustellorganisation von Tamedia und NZZ aus Schaffhausen zurück oder aber es kommt zu einer Kooperation zwischen ihr und Neiningers Schazo.
Markus Knöpfli
 
 
 
Lokales stärkenWährend sich die NOS
zur gemeinsamen Vermarktung zusammenfindet, beschränkt sich die redaktionelle Kooperation auf eine Vereinbarung zwischen Landbote und Thurgauer Zeitung über einen gemeinsamen Mantelteil. Ausbaubedarf gibt es hingegen auf lokaler und regionaler Ebene. Der Landbote hat dafür 3,5 neue Redaktionsstellen geschaffen und den Lokalteil massiv ausgebaut. «Im Lokalen und Regionalen sind wir stark», sagt Chefredaktorin Colette Gradwohl zum Ausbau, den sie als Antwort auf die Auswirkungen von Gratistiteln wie 20 Minuten und heute versteht. Mit den Worten «täglich mehr Thurgau» macht sich auch Ursula Fraefel, Chefredaktorin der Thurgauer Zeitung, auf der TZ-Website stark für Lokales. Die TZ-Leserschaft sei gelegentlich dabei beobachtet worden, wie sie sich den Lokalbund herauspicke und den Rest des Blattes bloss überfliege. Mit mehr Lokalthemen will das Blatt ab dem 31. Oktober Abhilfe schaffen. Nach dem Layout-Wechsel der TZ Anfang Jahr, die sich wesentlich dem Landboten angeglichen hat, ist offensichtlich zuviel Lokales auf der Strecke geblieben. (rw)
 
 
 
 
 
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«Wir bleiben eigenständig»

Der Podcast-Tag 2007 im Zeichen herunterladbarer Medien

Am Mittwoch ging der von der Goldbach Media Gruppe organisierte 2. Schweizer Podcast-Tag unter dem Titel «Downloadable Medias im Vormarsch» über die Bühne. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten die Vorträge und nahmen an den Diskussionen teil.

 Am Mittwoch ging der von der Goldbach Media Gruppe organisierte 2. Schweizer Podcast-Tag unter dem Titel «Downloadable Medias im Vormarsch» über die Bühne. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten die Vorträge, wie Goldbach Media mitteilte. Medienberater Alex Wunschel ging auf die Frage ein: «Podcasts: Schon vorbei oder vor dem Durchbruch?». Ebenso erläuterte er, wie das Publikum die Rolle des Gestalters einnimmt. Marius Spika, TU Braunschweig, sprach in seinem Referat «Mit neuen Applikationen näher zum Publikum» darüber, wie technologische Innovationen die Interaktivität fördern. Über seine Erfahrungen mit der bekannten Bruno Bondi-Show und den Community-Aufbau dank Podcasts sprach Thomas Ulrich, Leiter Marketing Communications bei Swisscom Fixnet. Und dem Podcast als (noch) unterbewertetes Werbeinstrument auf die Spur ging im Abschluss Achim Jenner, Geschäftsführer Jung von Matt/Digital Media.
In den Diskussionen am Podcast-Tag 2007 habe sich bestätigt, dass Podcasts mittlerweile Bestandteil vieler Werbekampagnen und Medienangeboten gehörten, schreibt Goldbach Media weiter. Die Vermarkterin geht – wie viele Marktbeobachter – davon aus, dass jene Medien weiterhin an Bedeutung gewinnen werden, auf die der Nutzer dann zugreifen kann, wenn er Zeit hat.

Selbst im Spital lebt sichs gefährlich

Prävention Ruf Lanz warnt für SuvaPro: Unterschätzen Sie nie die Gefahren am Arbeitsplatz. Dazu hat sich die Werbeagentur eine überraschende Dramatisierung ausgedacht.

Prävention Ruf Lanz warnt für SuvaPro: Unterschätzen Sie nie die Gefahren am Arbeitsplatz. 
Wer bei seiner Arbeit täglich mit dem Hubstapler durch die Lagerhallen kurvt, kann diesen Parcours auch im Schlaf oder im Notfall selbst einmal rückwärts abspulen. Bleibt dabei nur zu hoffen, dass der Ausdruck «Notfall» in diesem Fall nicht plötzlich seine wahre Bedeutung bekommt.Untersuchungen zeigen nämlich, dass der Mensch die Gefahren am Arbeitsplatz sehr oft falsch einschätzt. «Die meisten Gefahren werden unterschätzt. Der Mensch hat das falsche Gefühl, noch reagieren zu können, wenn es wider Erwarten einmal kritisch wird», weiss Urs Schaad, der verantwortliche Werbeleiter der Suva. Diese verzeichnet pro Jahr über 245000 Unfälle am Arbeitsplatz.
«Unterschätzen Sie nie die Gefahren am Arbeitsplatz», lautet deshalb die Botschaft eines neuen TV-Spots für SuvaPro. Ruf Lanz hat sich eine überraschende Dramatisierung einfallen lassen. Sie spielt an einem Ort, an dem man zuletzt erwarten würde, dass etwas passiert: im Spital.
Die Story: Eine Krankenschwester schiebt einen arg ramponierten Patienten im Spitalbett durch den Gang. Dazu hört man eine Stimme aus dem Off: «Unterschätzen Sie nie die Gefahren am Arbeitsplatz.» Die Überraschung folgt auf dem Fuss: Auf der Gangkreuzung wird die Krankenschwester von einem anderen Pfleger mit Spitalbett brutal über den Haufen gefahren. Fazit: Unfälle können eben immer und überall passieren, wenn man nicht aufpasst.
Der neue SuvaPro-Spot wurde umgesetzt von Wirz & Fraefel Productions unter der Regie von Ernst Wirz. Gedreht wurde in einem stillgelegten Spital in der Nähe von Zürich. «Ein Chirurg hat den Patienten im Spitalbett realitätsgetreu so hergerichtet, wie man aussehen kann, wenn man zum Beispiel von einem  Baugerüst gestürzt ist», erklärt CD Markus Ruf. Und verrät auch ein pikantes Detail: «Die Krankenschwester wird von der in  Los Angeles lebenden Stunt-Frau Simone Bargetze gespielt.» Deren Stunt-Künste werden demnächst auch in «Avatar», dem neuen Hollywood-Blockbuster von James Cameron, zu sehen sein.
Ruf Lanz betreut neben der Angebotsmarke SuvaLiv, die sich für die Sicherheit in der Freizeit einsetzt (beispielsweise mit den Velohelm-Kampagnen), seit 2002 gleichzeitig das Budget der Angebotsmarke SuvaPro. Unter diesem Label setzt sich die Suva für die Sicherheit am Arbeitsplatz ein und unternimmt grosse Anstrengungen in der Prävention von Berufsunfällen und Berufskrankheiten. Die Prävention läuft über direkte Massnahmen in den zahlreichen von Suva versicherten Betrieben. Dazu gehören Beratungen, Schulungen, Kontrollen, Publikationen, Informationsmaterial. Die zweite und sehr breite Schiene sind die klassischen Kommunikationskanäle. Der Spot läuft seit dem 29. Oktober.
Andreas Panzeri
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