Zu guter Letzt: Psst, Werbeblock!

TV-Sender versuchen gerne mal, ihre Zuschauer mit gesteigerter Lautstärke aus dem Fernsehschlaf zu reissen, wenn der Werbeblock beginnt. Damit ist in der Slowakei künftig Schluss.

 TV-Sender versuchen gerne mal, ihre Zuschauer mit gesteigerter Lautstärke aus dem Fernsehschlaf zu reissen, wenn der Werbeblock beginnt. Damit ist in der Slowakei künftig Schluss: Zu laute Werbung in Radio und TV wird bestraft. Ein entsprechender Gesetzespassus ist zwar schon seit Februar in Kraft. Doch erst seit kurzem verfügt der staatliche Kontrollrat für Radio und Fernsehen (RVR) laut Netzeitung.de auch über geeignete Messgeräte. Damit soll im November mit probeweisen Messungen bei ausgewählten Sendern begonnen werden. Sollte es bei diesen Probemessungen keine technischen Probleme geben, will der Rat ab Jahresende auch Strafen verhängen. Laut Gesetz drohen den Sendern Geldstrafen von 100’000 bis fünf Millionen Kronen (3000 bis 150’000 Euro), wenn Werbung und Teleshopping lauter klingen als andere Sendungen. Da sind wohl die slowakischen Kreativen gefragt: Sie müssen nun Werbung machen, die nicht nur dank der Lautstärke auffällt.

Schönenberger findet Schweizer Internet-Werbung zu zögerlich

Google-Schweiz-Chef Andreas Schönenberger sieht die Schweiz in Sachen Online-Werbung als Nachzügler. Derweil stärkt sich Google international für den Kampf gegen die Community-Site Facebook.

 Google-Schweiz-Chef Andreas Schönenberger sieht die Schweiz in Sachen Online-Werbung als Nachzügler: «Was den Online-Werbemarkt anbelangt, hinkt die Schweiz anderen Ländern hinterher», erklärte er gegenüber der NZZ am Sonntag. Gemäss Media Focus flossen im vergangenen Jahr 52 Millionen Franken ins Internet, das entspricht 1,4 Prozent der gesamten Werbeinvestitionen. Bei Google schätzt man den Anteil heute auf 2 Prozent. «Die Schweizer Unternehmen und die Werbeagenturen in der Schweiz haben in der Vergangenheit sehr zögerlich agiert und das Potenzial des Internets als Werbemedium bei weitem nicht ausgeschöpft», erklärt Schönenberger. In Deutschland gingen etwa 8 Prozent der Werbe-Ausgaben in Online-Kanäle, in Grossbritannien sogar bis zu 15 Prozent. In den Statistiken fehlt jeweils aber gerade Google: Wie viel Umsatz der Internetriese macht, liess sich Schönenberger nicht entlocken. Spekulationen, zur Wachstumsrate kommentierte er bloss mit folgenden Worten: «Wenn Google Schweiz 2007 mit einem Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich abschliessen, bin ich sehr zufrieden». Derweil stärkt sich Google international für den Kampf gegen die Community-Site Facebook. Google hat eine Allianz mit einer Reihe anderer Social-Network-Plattformen geschlossen: Die Unternehmen stellten die gemeinsame Standard-Schnittstelle OpenSocial vor, über die sie die Netzwerke untereinander und für externe Entwickler öffnen wollen.
Dabei gelang Google ein Überraschungscoup: Die Firma aus dem kalifornischen Mountain View holte auch das weltweit grösste Online-Netzwerk MySpace mit ins Boot. Gemeinsam wollen die Netze dem Konkurrenten Facebook trotzen, der zur Zeit rasant wächst. An der Initiative beteiligen sich ausser dem Google-eigenen Orkut unter anderem die Internetseiten LinkedIn, Hi5, Friendster, Plaxo, der deutsche Marktführer Xing sowie das Softwareunternehmen Oracle. Laut Presseberichten kommen alleine diese Netze zusammen auf rund 100 Millionen Nutzer. MySpace dürfte weitere rund 180 Millionen Mitglieder beisteuern.

Agence Trio verspricht lebenslänglich Weihnachten

Die Agence Trio gestaltet das Rubbellos «Noël à Vie» der Loterie Romande und bewirbt die Lancierung des Loses.

Die Agence Trio, welche neuerdings neben ihrem Standort in Lausanne auch in Zürich domiziliert ist, gestaltet das Rubbellos «Noël à Vie» der Loterie Romande. Es bietet die Chance, ein Leben lang 100’000 Franken jährlich zu erhalten. Zudem bewirbt die Agentur die Loslancierung mit F12-Plakaten, Presseanzeigen, Radiospots, Internet Bannern, Direkt Marketing sowie auch Promotionselementen für die Verkaufsstellen.

Marco Thali wird neuer Product Manager bei Media Focus

Ab sofort ist Marco Thali bei Media Focus als Product Manager tätig. In dieser Funktion verantwortet der 26-Jährige die Produkte Media Focus Kreationen sowie Global Adview.

Ab sofort ist Marco Thali bei Media Focus als Product Manager tätig. In dieser Funktion verantwortet der 26-Jährige die Produkte Media Focus Kreationen sowie Global Adview. Er ist dem Geschäftsführer Jens Windel unterstellt. Thali hat an der HSW Luzern ein Betriebsökonomiestudium mit Vertiefung in den Bereichen Marketing & Kommunikation abgeschlossen. Er wird eng mit Katja Funk zusammenarbeiten. Die Diplom-Kulturwissenschaftlerin ist bereits seit dem letzten Jahr für Media Focus als Product Manager tätig und wird weiterhin den Bereich Media Focus Werbedaten sowie sämtliche Schulungen für das Auswertungssystem WizzAd leiten.

World Radio Switzerland geht mit DRS 4 auf Sendung

Zeitgleich mit dem neuen Nachrichtenradio DRS 4 News wird auch World Radio Switzerland (WRS) am 5. November 2007 auf Sendung gehen. Der Sender soll die englischsprachigen Gemeinschaften in der Schweiz näher zusammenbringen.

 
Zeitgleich mit dem neuen Nachrichtenradio DRS 4 News wird auch World Radio Switzerland (WRS) am 5. November 2007 auf Sendung gehen (siehe ). Laut Medienmitteilung vom Freitag wird WRS ein englischsprachiges Programm haben, das sich von Genf aus an ein internationales Publikum in der Schweiz richtet. Die beiden Programme, die beide digital gesendet werden, seien ausserdem ein Beitrag zur Entwicklung und Verbreitung von Digital Audio Broadcasting (DAB) in der Schweiz. World Radio Switzerland löst World Radio Geneva ab, das 1996 als Brückenbauer zwischen den verschiedenen englischsprachigen Gemeinschaften gegründet worden war. Diese Tradition soll mit dem neuen Sender fortgeschrieben werden, ebenso wie die Partnerschaft mit der BBC. Zusätzlich werden auch Nachrichten über die Schweiz, ihre Regionen sowie das Wirtschaftsgeschehen ausgestrahlt. WRS ist eine Zusammenarbeit der vier sprachregionalen Radios mit Swissinfo und Teil des Angebots der SRG. Der Sender wird in der Romandie und im Tessin via DAB, gesamtschweizerisch via Satellit und Internet, teilweise auch über Kabel zu empfangen sein.

Radio Liechtenstein budgetiert kleinen Gewinn

Das staatliche Liechtensteiner Radio budgetiert 2008 einen kleinen Gewinn von 54’000 Franken. Schwarze Zahlen prognostiziert der Sender dank des staatlichen Beitrages von 1,5 Millionen Franken.

 Das staatliche Liechtensteiner Radio budgetiert 2008 einen kleinen Gewinn von 54’000 Franken. Der von der Regierung zur Kenntnis genommene Voranschlag rechnet mit einem Ertrag von 1,815 Millionen Franken und 3,261 Millionen Franken Aufwand. Schwarze Zahlen prognostiziert der Sender dank des staatlichen Beitrages von 1,5 Millionen Franken, wie das Informationsamt in Vaduz am Freitag mitteilte. Im Jahr 2005 schrieb der Sender rote Zahlen und konnte auch im vergangenen Jahr nur dank staatlichem Zuschuss Gewinn ausweisen (siehe ).

Uli Rubner möchte Sprung in die Selbstständigkeit machen

Uli Rubner, die bisherige Leiterin Zeitschriften bei Tamedia, verlässt das Unternehmen im nächsten Frühling. Danach möchte sie sich selbstständig machen und beispielsweise bei Restrukturierungen in Unternehmen einspringen oder als Interimsmanager arbeiten.

 Uli Rubner, die bisherige Leiterin Zeitschriften bei Tamedia, verlässt das Unternehmen im nächsten Frühling. Das kommunizierte die Tamedia im Zuge der Bekanntgabe ihrer neuen Unternehmensstruktur. «Was ich danach machen werde, ist noch offen», sagte Rubner auf Anfrage der Werbewoche. «Ich hatte gar nicht lange Zeit, um das zu überdenken». Nach dem Weko-Entscheid in Sachen Espace Media habe man sehr zügig die neue Struktur ausgearbeitet. Musse, um konkrete Pläne zu schmieden, blieb Rubner da nicht. Einige Ideen hat sie jedoch bereits: «Ich möchte mich gerne selbstständig machen und beispielsweise bei Restrukturierungen in Unternehmen einspringen oder als Interimsmanager arbeiten.» Daneben trage sie ein paar unternehmerische Ideen mit sich herum, die allerdings noch nicht spruchreif seien. Als reine Beraterin will sie nicht tätig sein: «Nur Papiere zu schreiben, kann ich mir nicht vorstellen», erklärte Rubner. Ihren Weggang bei der Tamedia erklärt sie damit, dass es ihr in der neuen Unternehmensstruktur zwar weiterhin offen gestanden wäre, die Zeitschriften zu verantworten. Da diese ja nun in den Bereich «Medien Schweiz» eingebunden sind, fällt die Tätigkeit in der Unternehmensleitung weg. «Diese Arbeit war es jedoch, die ich sehr spannend fand. Ohne sie fällt ein sehr interessanter Teil des Jobs weg », so Rubner. Bis kommenden April wird sie die Zeitschriften bei der Tamedia noch verantworten.

Neue Tamedia-Struktur harmonisiert Bern und Zürich

Mit der neuen Struktur der Tamedia sind zwei Unternehmen mit sehr unterschiedlichen Strukturen zusammengeführt worden. Die Neuorganisation lasse dem Berner Teil genauso wie den Zürcher Medien weiterhin grosse Autonomie, heisst es an der Werdstrasse.

 Mit der neuen Struktur der Tamedia seien zwei Unternehmen mit sehr unterschiedlichen Strukturen zusammengeführt worden, sagte Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer zu den Umstellungen: «Die Espace Media Groupe und die Tamedia waren sehr verschieden aufgestellt, nun hat der Verwaltungsrat eine kohärente Struktur geschaffen.» Die Berner Espace Media ist bis anhin von drei Köpfen geleitet worden, die Zürcher Tamedia war nach Gattungen in sechs Bereiche unterteilt. Die Neuorganisation lasse dem Berner Teil genauso wie den Zürcher Medien weiterhin grosse Autonomie, fand Zimmer: «Die beiden neuen Mitglieder der Unternehmungsleitung, die von Espace Media kommen, leiten wichtige Bereiche: Albert Stäheli die Medien Espace Bern und Urs Schweizer die Verlagsservices». Ausserdem seien die Berner Medien weiterhin in einer Einheit zusammengefasst. Der Sprecher betonte, dass die vier neu geschaffenen Unternehmensbereiche gleichwertig seien, was sich auch daran zeige, dass sie bezüglich des Umsatzes oder der Anzahl Mitarbeitenden vergleichbar seien. Das berühmte «Berner Modell» stehe nach wie vor unter den gleichen Bedingungen: «So lange der Bund und die Berner Zeitung wirtschaftlich und publizistisch erfolgreich sind, bleibt das Modell bestehen», erklärte Zimmer. Für eine Kooperation der beiden Berner Blätter mit dem Tages-Anzeiger gebe es momentan keine konkreten Projekte, mittelfristig werde aber sicher eine Form der Zusammenarbeit geprüft. Laut Zimmer müsste das aber ein Zusammenspiel unter «Titeln auf gleicher Augenhöhe» sein. Man würde dort kooperieren, wo die Leser und Anzeigenkunden etwas davon hätten. Dass beispielsweise die Berner Zeitung und der Tages-Anzeiger irgendwann den gleichen Mantel teilen, glaubt Zimmer nicht: «Das würde kaum funktionieren».
Wachsen will die Tamedia ganz sicher im Online-Bereich. Die Internetaktivitäten sind im Bereich «Medien Schweiz» zusammengefasst – allerdings ist das geplante neue Online-Netzwerk dort nicht dabei: «Das ist ein Projekt der Tageszeitungen in Bern und Zürich, die das Netzwerk zusammen mit der Basler Zeitung realisieren». Deshalb sei es – wie auch das geplante Pendlerblatt News – bei den jeweiligen regionalen Bereichen angegliedert.
Ein Stellenabbau gehe aus der Neustrukturierung nicht direkt hervor; «abgesehen von den drei Stellen in der Unternehmensleitung», sagte Zimmer. Er räumte aber ein, dass möglicherweise im Zuge der Konsolidierung Stellen gestrichen würden.
Nun, da die Reorganisation in der Schweiz über die Bühne ist, hätte die Tamedia Zeit, über Auslandsprojekte nachzudenken. Seit Oktober gibt das Medienhaus gemeinsam mit Editpresse eine Pendlerzeitung in Luxemburg heraus. «Hier hatten wir eine gute Gelegenheit, ein Projekt mit einem Partner zu realisieren», erklärte der Sprecher. Darüber hinaus gebe es keinen Masterplan für eine Expansion ins Ausland. Abgeneigt scheint man an der Werdstrasse möglichen Auslandsplänen aber nicht: «Wenn Tamedia einen spezifischen Mehrwert in ein Projekt einbringen kann, ist ein weiteres Engagement nicht ausgeschlossen».

Sabina Siegrist verstärkt Beratung der Neuen Lgk

Nach sechs Jahren bei Sunrise Schweiz als Teamleader Consumer Communication wechselt Sabina Siegrist in die Beratung der Neuen Lgk nach Zürich und Bern.

 Nach sechs Jahren bei Sunrise Schweiz als Teamleader Consumer Communication wechselt Sabina Siegrist in die Beratung der Neuen Lgk nach Zürich und Bern. Siegrist kennt das Agenturleben schon: Sie bringt laut Mitteilung 16 Jahre Erfahrung in klassischer Werbung mit, davon zehn Jahre in Werbeagenturen und sechs Jahre auf Kundenseite. Zur Zeit besucht Sabina Siegrist berufsbegleitend den Nachdiplom-Kurs «MAS Kommunikations Management» an der Hochschule Luzern.

Rundfunkanstalten gründen europäischen HD-Radio-Verband

Verschiedene europäische Radioanstalten haben am 22. Oktober in Luzern die European HD Radio Alliance zur Bekanntmachung und Förderung der HD-Radiotechnologie auf dem ganzen Kontinent gegründet. Präsident des neuen Verbandes ist Jürg Bachmann von Energy Zürich.

 
Verschiedene europäische Radioanstalten haben am 22. Oktober in Luzern die European HD Radio Alliance zur Bekanntmachung und Förderung der HD-Radiotechnologie auf dem ganzen Kontinent gegründet. Der Verband schliesst damit an die im Dezember 2005 gegründete US-amerikanische HD Digital Radio Alliance und den 2006 gebildeten Brasilianischen Verband für Digitalradio an, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Präsident des neuen Verbandes ist Jürg Bachmann von Energy Zürich, Vizepräsident ist Andriy Karpiy von der Ersten Ukrainische Radiogruppe und Generalsekretär wird Markus Ruoss von Radio Sunshine. Die Konferenz der European HD Radio Alliance fiel mit der Veranstaltung der HD Radio Days im schweizerischen Luzern zusammen, an der über 200 Experten aus 13 Ländern vor Ort waren. Das HD-Radio-System ist ein digitales Radiosystem, das in Konkurrenz zu DAB gegründet wurde. Während das HD-Radio-System in den USA bisher als einzige Technologie anerkannt wurde, ist DAB in Europa der dominante Standard.

SW verhilft Ueli Maurer zu neuer Ehre

Schweizer Werbung (SW) kürt den SVP-Haudrauf Ueli Maurer zum Kommunikator des Monats Oktober, knapp vor Piero «die Ramme» Esteriore. Für Maurer sprach der Erfolg seiner Partei sowie sein Schritt in die Selbständigkeit. Pieros Aktion sei, obwohl aufsehenerregend, wohl nicht sehr durchdacht gewesen.

 
Schweizer Werbung (SW) kürt den SVP-Haudrauf Ueli Maurer zum Kommunikator des Monats Oktober, knapp vor Piero «die Ramme» Esteriore. Maurers kommunikatives Talent sei unbestritten, und nur schon der Erfolg seiner Partei an der Urne würde die Verleihung des SW-Titels rechtfertigen, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Den entscheidenden Schritt zum Titel habe er aber mit der Ankündigung gemacht, er würde sich als Kommunikationsspezialist selbständig machen. Wieso das für den Titel entscheidend ist, wird allerdings nicht näher ausgeführt. Schweizer Werbung verweist jedoch darauf, dass die SVP auf der Klaviatur der Kommunikation am virtuosesten gespielt habe – wohl den Wahlkampf meinend. Konsequent und professionell setze sie auf integrierte Kommunikation samt Eventmarketing und löse mit dem teilweise provokativen Stil das aus, was sie bezwecke: Hohen Beachtungsgrad.
Auch wenn nun nicht die ganze SVP-Kommunikation «auf Maurers Mist» gewachsen sei glaubt Schweizer Werbung nun, dass, er wohl auch als selbständiger Kommunikationsfachmann erfolgreich sein werde. Unbeachtet bleibt bei dieser Würdigung allerdings, dass die SVP mehr Geldmittel in den Wahlkampf warf als alle anderen Parteien zusammen. Zudem ist es fraglich, ob sich die Fähigkeit für gute Politkommunikation ohne weiteres in andere Bereiche der Kommunikation übertragen lassen.
Piero Esteriore hat sich in den Augen von Schweizer Werbung dadurch disqualifiziert, dass seine «ebenso verwegene wie dummdreiste Aktion» nicht den Charakter einer durchdachten Kommunikationsstrategie trägt. Die Kurzschlusshandlung des Sängers habe zwar durchaus über kommunikatives Potential verfügt, sei aber reichlich negativ. Vor diesem Hintergrund wird noch klarer, weshalb die Wahl auf Ueli Maurer fiel.

Tamedia mit neuer Struktur und Unternehmensleitung

Das Medienhaus Tamedia gibt sich nach dem Zusammenschluss mit Espace Media eine neue Unternehmensstruktur und erweitert die Geschäftsleitung. Neu gliedert sich das Medienhaus in die vier operativen Unternehmensbereiche Medien Espace Bern, Medien Zürich & Nordostschweiz, Medien Schweiz und Verlagsservices.

 Das Medienhaus Tamedia gibt sich nach dem Zusammenschluss mit Espace Media eine neue Unternehmensstruktur und erweitert die Geschäftsleitung. Neu gliedert sich das Medienhaus in die vier operativen Unternehmensbereiche Medien Espace Bern, Medien Zürich & Nordostschweiz, Medien Schweiz und Verlagsservices. Gleichzeitig wird die Zahl der Geschäftsleitungsmitglieder auf sechs erhöht. Vorsitzender der Unternehmensleitung und Stabsstellen Vorsitzender der Unternehmensleitung von Tamedia bleibt Martin Kall. Mit der Neuorganisation des Unternehmens auf den 1. Januar 2008 will die Tamedia nach dem erfolgten Zusammenschluss mit der Espace Media Groupe die Kompetenzen aus beiden Unternehmen zusammenzuführen. Die Gliederung nach geografischen Märkten trage der regionalen Verankerung der Medien in den Regionen Espace Bern und Zürich & Nordostschweiz Rechnung, heisst es in einer Mitteilung.
Medien Espace BernDer Bereich Medien Espace Bern geht aus der bisherigen Espace Media Groupe hervor, die als regionales Medienunternehmen bestehen bleibt. Leiter wird der 58-jährige Albert «Polo» Stäheli, bisher CEO der Espace Media Groupe. Albert P. Stäheli trat Anfang 1981 als Mitglied der Geschäftsleitung in die Berner Zeitung AG ein und war seit 1993 CEO der Espace Media Groupe. Der Bereich mit rund 422 Vollzeitstellen umfasst die Tageszeitungen Berner Zeitung BZ, Der Bund, Solothurner Tagblatt, die Beteiligungen an den Tageszeitungen Berner Oberländer und Thuner Tagblatt, die Berner Ausgabe der neuen Pendlerzeitung News, die regionale Onlineplattform Espace.ch, TeleBärn, Radio Capital FM sowie die Wochen- und Gratisanzeiger Bantiger Post, Berner Bär, Bümpliz-Woche, Anzeiger von Kerzers, Der Murtenbieter und Solothurner Woche. Ebenfalls den Medien Espace Bern zugeordnet sind die Agrarmedien Schweizer Bauer und Der Landfreund sowie die Onlineplattform Schweizerbauer.ch.
Medien Zürich & Nordostschweiz Die Leitung des Bereichs Medien Zürich & Nordostschweiz mit rund 595 Vollzeitstellen übernimmt der 59-jährige Rolf Bollmann. Als Mitglied der Unternehmensleitung von Tamedia war er bisher für den Bereich Zeitungen Zürich verantwortlich. Zu Bollmanns Bereich gehören der Tages-Anzeiger, das Veranstaltungsmagazin Züritipp, die Pendlerzeitung News, das neue Online-Newsnetzwerk, das Tagblatt der Stadt Zürich sowie TeleZüri und Radio 24. Auf den 1. Mai 2008 stösst zudem die Huber & Co. AG mit Thurgauer Zeitung und Regional-Zeitung Hinterthurgau zu diesem Bereich, der auch die Minderheitsbeteiligung an der Herausgeberin der Winterthurer Tageszeitung Der Landbote, der Ziegler Druck- und Verlags-AG, hält.
Von Bord der Tamedia geht Andreas Meili, der Leiter des Bereichs Elektronische Medien. Er hat laut Mitteilung beschlossen, sich selbständig zu machen und wird gemeinsam mit dem Basler Anwalt und Radio-Basilisk-Besitzer Martin Wagner eine neue Medienanwaltskanzlei in Basel und Zürich etablieren.
Medien SchweizVerantwortlich für den Bereich Medien Schweiz mit rund 550 Vollzeitstellen wird der 37-jährige Christoph Tonini, der zudem stellvertretender Vorsitzender der Unternehmensleitung und bis Ende April 2008 für die Finanzen verantwortlich bleibt. Tonini war bisher als Mitglied der Unternehmensleitung von Tamedia Leiter der beiden Bereiche Finanzen und Services sowie Zeitungen Schweiz. Der Bereich Medien Schweiz umfasst die SonntagsZeitung, den Medienverbund 20 Minuten, die Zeitschriften Annabelle, Automobil-Revue, Moto Sport Schweiz und Schweizer Familie, die Wirtschaftszeitung Finanz und Wirtschaft, die Kleinanzeigenplattform Piazza.ch, die Dating-Plattform Partnerwinner.ch sowie die News-Community-Plattform Facts.ch. Auf den 1. Mai 2008 kommen die Stellenmarktaktivitäten Alpha, Stellenanzeiger, Alpha.ch, sowie Das Magazin hinzu. Mit Homegate.ch, Tilllate.com, TVtäglich und der Pendlerzeitung L’Essentiel in Luxemburg ist der Bereich Medien Schweiz zudem für verschiedene Beteiligungen verantwortlich.
Uli Rubner, bisher verantwortlich für den Bereich Zeitschriften von Tamedia, verlässt das Unternehmen Ende April 2008. Sie bleibt bis dahin noch als Verantwortliche Zeitschriften Mitglied der Unternehmensleitung. Seit 2004 hat Uli Rubner die Integration der Finanz und Wirtschaft in Tamedia abgeschlossen und die Zeitschriften Annabelle, Schweizer Familie und TVtäglich weiterentwickelt.
VerlagsservicesIm Unternehmensbereich Verlagsservices werden die Zeitungsdruckereien von Tamedia in Zürich und Espace Media in Bern, das Akzidenzdruckgeschäft von Benteli Hallwag Druck AG und Schaer Thun AG, die Production und AD Services von Tamedia und Espace Media, die Call Center sowie die Verlagslogistik zusammengefasst. Eine starke Ergänzung bilden die Beteiligungen an den Zustellorganisationen Bevo und Zuvo. Mit dem 50-jährigen Urs Schweizer übernimmt der bisherige stellvertretende CEO der Espace Media Groupe die Leitung dieses Unternehmensbereiches mit rund 899 Vollzeitstellen. Urs Schweizer ist seit 1987 bei der Espace Media Groupe tätig und trägt seit 1993 die Verantwortung für Druck und Management Services.
Jürg Brauchli, bisher Leiter des Unternehmensbereichs Druck & Logistik, übernimmt im Verlauf des ersten Quartals 2008 eine neue unternehmerische Aufgabe für Tamedia.
FinanzenDer Unternehmensbereich Finanzen umfasst die Finanzbuchhaltungen in Bern und Zürich, das zentrale Controlling, die Konzernfinanzen, die Informatik, das Facility Management, die Abteilung Infrastruktur & Sicherheit sowie die Personalrestaurants mit insgesamt 151 Vollzeitstellen. Neu ebenfalls dem Leiter Finanzen unterstellt wird die Stabsstelle Rechtsdienst.
Die Leitung des Unternehmensbereichs Finanzen übernimmt Sandro Macciacchini, der weiterhin Leiter des Rechtsdienstes bleibt. Die Bereiche Informatik, Facility Management, Infrastruktur & Sicherheit sowie Personalrestaurants übernimmt Sandro Macciacchini am 1. Januar 2008, die Verantwortung für die Bereiche Finanzbuchhaltung und Controlling sowie Konzernfinanzen am 1. Mai 2008.
Stellvertretender Leiter des Unternehmensbereichs Finanzen wird Daniel Manser. Der Betriebsökonom ist seit 1997 bei Tamedia und Leiter Finanzbuchhaltung & Controlling. Stellvertretende Leiterin des Rechtsdienstes wird die 35-jährige Sandra Hanhart. Die Rechtsanwältin ist seit April 2004 als Rechtskonsulentin für Tamedia tätig.
Weiterhin direkt dem Vorsitzenden der Unternehmensleitung, Martin Kall, unterstellt sind die Stabstellen Personal-Management, Projekte Unternehmensentwicklung und Unternehmenskommunikation mit insgesamt rund 70 Vollzeitstellen.
Gleichzeitig mit der Umsetzung der neuen Unternehmensorganisation werden die zentralen Dienstleistungsbereiche analysiert und im Verlauf des ersten Quartals 2008 neu festgelegt.
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