Gestern Trend, heute Unwort

Podcast User generated oder doch User ignored Content? Goldbach Media ging der Frage am Podcast-Tag nach.

 
Podcast User generated oder doch User ignored Content? Goldbach Media ging der Frage am Podcast-Tag nach. 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Will Steger hatte in diesem Jahr Spannendes zu berichten. Direkt aus der Arktis meldete sich der Klimaforscher im Wochenrhythmus. Trotz eisiger Kälte und Schneestürmen versorgte Steger mit Hilfe seines Satellitentelefons und seines Laptops seine Hörer mit Informationen über seine Expedition. Das war zwischen Februar und Mai dieses Jahres.
«Global Warming 101 Expedition», so der Name von Stegers Sendung, ist ein Podcast, eine Radiosendung aus dem Internet. Steger ist nicht allein. Tausende solcher Amateursendungen sind im Netz zu finden. Im deutschsprachigen Raum sind es laut Podcast-Portal Podcast.de rund 5000 Angebote, die jeder kostenlos abonnieren und mit der richtigen Software automatisch auf seinen MP3 Player übertragen lassen kann.
Das von vielen sendungsbewussten Menschen in Freizeitarbeit produzierte Format wurde vor drei Jahren als das neue Medium schlechthin gefeiert. Ein Trend sei im Gang, der die Radioindustrie auf den Kopf stellen werde, schrieb beispielsweise die Businessweek. Ohne Lizenzen und ohne Frequenzen könnten ganz normale Menschen ihre eigene Radiosendung machen. Doch der «heisseste Trend im Radio», wie Steve Jobs von Computerhersteller Apple einst sagte, hat die Branche nicht auf den Kopf gestellt. Im Gegenteil. Podcasts haben nicht mehr die Medienpräsenz, die sie einmal hatten. Der digitale Ohrenschmaus ist ein Nischenphänomen geblieben, das Medienplaner und Werber heute eher verunsichert statt ihnen zu helfen.
Trotz der Entwicklung hat man sich bei Goldbach Media entschieden, ein Jahr nach dem Debüt einen zweiten Podcast-Tag zu organisieren. Denn das Thema ist laut Jürg Bachmann, Verantwortlicher für Digital Projects und Trendscouting bei Goldbach Media, immer noch hoch spannend, was vor allem die Szene in den USA zeige.
Der Begriff «Podcast» ist passéIm amerikanischen Ontario fand dieses Jahr die «Podcast und New Media Expo» statt. Dort mit dabei war Gastreferent Alex Wunschel, der in seiner Freizeit zwei Marketing-Podcasts betreibt. Wie Wunschel in Küsnacht erzählte, sei die US-Szene stark im Umbruch. Von Podcasts als Wortschöpfung hätte man sich dort gelöst, sie wurde gar offiziell zu Grabe getragen. So wird die Ausstellung 2008 nur noch «New Media Expo» heissen. Dies, weil sich die US-Content-Produzenten nicht mehr als Podcaster sehen, sondern als digitale Unternehmer. Vom Radioformat, das sich als RSS-Feed abonnieren lässt, sei die Szene in Übersee nicht mehr überzeugt. Zum einen funktioniere das Konzept nur mässig, zweitens liesse sich in dieser Form kaum Geld verdienen.
Die Amerikaner wollen neue Wege gehen. Alex Wunschel illustrierte die Podcast-Entwicklung am Beispiel des Weinhändlers Gery Vaynerchuck (tv.winelibrary.com). Der Trend geht Richtung Multimedia. Neben Audio- oder Videodateien betreiben die Amateurproduzenten heute eigene Shops. Zudem verkaufen sie CD und DVD ihrer Shows und lassen ihre Episoden sogar von Profis produzieren. Alex Wunschel: «In den USA ist nur erfolgreich, wer Inhalte professionell anbietet.»
Neben der Inhalts- und Tonqualität wird auch die Vermarktung vorangetrieben. Allerdings noch mit bescheidenem Erfolg. Gross abkassieren sei nicht drin. Grund ist das grosse Podcast-Angebot. Durch die Fragmentierung kämen viele Produzenten nicht auf die nötige Reichweite, die für Unternehmen attraktiv sei, so Wunschel. Deshalb würden sich immer mehr Amateuerproduzenten in Inhaltsnetzwerken zusammenschliessen. Wie Alex Wunschel sagte, zeige die Entwicklung in den USA, wohin die Podcast-Bewegung in Europa hinsteuert. Eines sei mit Sicherheit klar: Man müsse von Podcasts als Massenphänomen Abschied nehmen.
Das sieht auch Achim Jenner von Jung von Matt/Limmat so. Der Leiter Digital Media Unit der Zürcher Agentur äusserte sich im Rahmen des Anlasses eher kritisch über Radio on Demand. Grund: Das Marktforschungsunternehmen Forrester Research veröffentlichte im Jahr 2006 verschiedene Studien, die ergaben, dass nur ein Prozent aller User in den USA und zwei Prozent der europäischen Internetnutzer Podcasts beziehen. Nach Jenner sind diese Zahlen als ernüchternd zu interpretieren, setzt man sie in ein Verhältnis zu den 2005 prognostizierten Werten. Kommt hinzu, dass im Jahr 2007 weltweit bis zu 60 Prozent Absatzzuwachs von MP3-Player erwartet wird. Trotz dieser Erfolgszahlen bedeutet dies jedoch einen Rückgang des Absatzwachstums gegenüber 2005 (118 Prozent).
Für Werbeagenturen seien Podcasts noch wenig attraktiv, weil das Verständnis zur Nutzung erst am Wachsen sei, so Jenner. «Als Erfolgs-verantwortliche suchen wir Werber in erster Linie nach Performance, finden jedoch oft nur Potenziale.» Dennoch ist für den Werber klar, dass Podcasts ihre Berechtigung haben, wenn sie im Bildungsbereich angeboten werden. Denn Inhalte können wiederholt und damit gut verarbeitet werden.
Christian Lüscher
 
 
 
Das ist Podcasting Podcasting bezeichnet die zeitversetzte Verteilung
von Audiodateien über das Internet. Als Erfinder des Podcastings gelten Tristan Louis, der das Konzept im Jahr 2000 erstmals vorschlug, und Dave Winer, der es leicht modifiziert als Erster umsetzte. Das Prinzip ist einfach: Der Hörer kann beliebige Podcast-Kanäle über RSS in seine Empfangs-Software, zum Beispiel iTunes, eingeben. Per Klick können die Kanäle abgefragt und aktualisiert werden. Das Kunstwort Podcasting setzt sich zusammen aus dem populären Audioplayer iPod und dem englischen Broadcasting. Den Begriff erfand Ben Hammersley 2004.
 
 
 
Neues Angebot auf Radio DRSSeit 5. November
ist DRS 4 News auf Sendung, das neue Nachrichtenprogramm von Schweizer Radio DRS. DRS 4 News ist ein Wortprogramm ohne Musik. Die Redaktion produziert zudem morgens, mittags und abends für Internetuser Podcasts über das tagesaktuelle Geschehen. (cl)

Neues Führungsduo bei Toxic.fm

Auf den 1. Februar 2008 erhält das St.Galler Lokalradio Toxic.fm eine neue Geschäftsführung. Natalie Häusler übernimmt die betriebswirtschaftlichen Bereiche der Geschäftsleitung, Andy Stadelmann wird als Mitglied der Geschäftsleitung Programmleiter.

 Auf den 1. Februar 2008 erhält das St.Galler Lokalradio Toxic.fm eine neue Geschäftsführung. Natalie Häusler übernimmt die betriebswirtschaftlichen Bereiche der Geschäftsleitung. Sie ist Juristin, war bereits früher beim Sender als Redaktorin tätig und kehrt nach einem Abstecher bei Radio Aktuell zurück zu Toxic.fm. Andy Stadelmann wird als Mitglied der Geschäftsleitung Programmleiter von Toxic.fm. Stadelmann ist gemäss Mitteilung seit sieben Jahren unter anderem als Moderator, Produzent und Musikredaktor im Radiogeschäft tätig. Derzeit ist er ebenfalls bei Radio Aktuell tätig. Die beiden lösen als neues Führungsteam den bisherigen Toxic.fm-Geschäftsführer Ralph Wirth ab (siehe ).

Hilft bei Prämien-Schockitis

Krankenkassen Die neue Young-&-Rubicam-Gruppe Schweiz hat eine neue Identity für die reorganisierte ÖKK entwickelt. Im Zuge des neuen CI wurde auch das Logo angepasst.

 
Krankenkassen Die neue Young-&-Rubicam-Gruppe Schweiz hat eine neue Identity für die reorganisierte ÖKK entwickelt. 
«Wir müssen etwas ändern, sonst behindern wir unser Wachstum», analysierte man bei der schweizweit agierenden ÖKK, als das gemeinsame «Kleid» für die vielen kleinen, aber sehr erfolgreich arbeitenden Kranken- und Unfallversicherungen zu eng wurde. Der Markt der bisherigen ÖKK wurde von Basel und Landquart aus bearbeitet und verwaltet. Beide Gruppen waren zu je 50 Prozent im Besitz der Markenrechte. Man hat die gleichen Produkte angeboten, ein gemeinsames Webportal betreut und auch die gleiche Werbung geschaltet. Das soll am 1. Januar 2008 Geschichte sein. Aus ÖKK Basel wird die neue Versicherungsmarke Sympany (siehe Seite 8). Die ÖKK in Landquart wird den alten Namen beibehalten. Dieser soll aber mit einem neuen Auftritt die neue Struktur nach aussen tragen.Mit dem Aufbau der neuen ÖKK wurde nach einem Strategie-Pitch die frisch ebenfalls aktive Young-&-Rubicam-Gruppe Schweiz betraut.
Unter der strategischen Leitung von Managing Partner Caspar Coppetti hat die Agentur zuerst analysiert, wie Werbung für Krankenkassen heute auftritt – «meistens gelangweilt», wie die Kreativen überzeugt sind. Immer wieder dienen glücklich wirkende, aber austauschbare Menschen als Key Visual. Einmal beim gesunden Wellness. Im anderen Beispiel beim trauten Zusammensein mit der wachsenden Familie. Kaum eine der Krankenkassen hat mit solchen Ideen beim Brand Asset Valuator von Y&R eine herausragende Alleinstellung erreichen können. «Wir haben sogar ein Bildmotiv gefunden, das gleich von drei Kassen in ähnlicher Form verarbeitet wurde», weiss Coppetti.
Für die neue ÖKK hat Y&R nun nach anderen Ideen gesucht. Differenzieren von der heilen Fotowelt will man sich zuerst einmal mit eher «bösen» Comic-Zeichnungen. Die Kampagne wurde von Martin Stulz und Dominik Oberwiler entwickelt. Den Zeichner dazu hat
Y&R inhouse mit Rob Hartmann gefunden.  Die gestalterische Freiheit mit den abstrakten Comics eröffnete auch die Möglichkeit für einen subtilen verbalen Humor. «Prämien-Schockitis» oder «Däumchendrehitis» sind Krakheiten, die es für die Versicherten bei ÖKK in Zukunft nicht mehr geben soll. Die Comic-Idee erlaubt nach den bisher zehn Print-Sujets auch dankbare Möglichkeiten für TV-Spots sowie crossmediale Online-Kampagnen.Im Zuge des neuen CI wurde auch das Logo angepasst. Aus dem etwas braven Blau wurde ein dynamisches Rot. Diverser Ballast in den Sublines wurde abgeworfen. Der modernere Auftritt wird sich auch in den Websites spiegeln.
Zum einem wichtigen Element in der Kommunikation für die frische ÖKK wird ein Kundenmagazin gehören, das von den Spezialisten innerhalb der Y&R-Gruppe und von der Zürcher Kommunikationsagentur Brandaffairs nicht als PR-Instrument, sondern nach sehr journalistischen Kriterien konzipiert worden ist, wie Peter Werder, Leiter der Unternehmenskommunikation bei ÖKK sich freut. Zu den Mitarbeitenden werden zum Beispiel NZZ-Schreiber oder Leute von 20 Minuten gehören.
Bei diesem ersten Gesamtauftrag über alle Spezialisten der ganzen Gruppe von Y&R zeigt man sich auch glücklich darüber, wie die Zusammenarbeit mit der ÖKK kreativ und unkompliziert – weil direkt über den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung – abgelaufen ist.
Andreas Panzeri
Mehr Transparenz auf neuen WegenÖKK geht neue Wege.
ÖKK Basel und ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG (KUV AG) differenzieren sich im Marktauftritt: Ab 1. Januar 2008 werden ÖKK Basel und (die in Basel ansässige) ÖKK Schweiz unter der Marke Vivao Sympany auftreten und als Unternehmen der von ÖKK Basel gegründeten Sympany-Gruppe tätig sein. ÖKK KUV AG mit Sitz in Landquart bleibt ÖKK und gibt sich einen neuen Auftritt. Weil beide Unternehmen erfolgreich gesamtschweizerisch gewachsen sind, werden sie sich die Kundenbetreuung künftig nicht mehr nach Regionen aufteilen. Zeitgleich mit der Neuausrichtung
bei Sympany in Basel auf den 1. Januar erneuert die ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG ihren Auftritt und geht in die Offensive. Sie heisst neu nur noch ÖKK und präsentiert sich mit einem neuen Logo. «Bereits heute wohnen 40 Prozent der Privatkunden ausserhalb des Kantons Graubünden. Wir werden weiter gesamtschweizerisch wachsen», erklärt Stefan Schena. In den nächsten Jahren sind unter anderem Agenturen in Bern und im Zürcher Unterland geplant. Der Hauptsitz in Landquart wird ausgebaut. (pan)

Es wäre doch so einfach

Markenaufbau Spillmann Felser Leo Burnett kommuniziert, dass ÖKK Basel jetzt neu Sympany heisst und drehte dafür einen Spot mit Dani Levy. Sympany will frischen Wind in die Branche bringen.

 
Markenaufbau Spillmann Felser Leo Burnett kommuniziert, dass ÖKK Basel jetzt neu Sympany heisst und drehte dafür einen Spot mit Dani Levy. 
Die ÖKK – Öffentliche Kranken-kassen Schweiz – gehen mit der Zeit und wollen sich im hart umkämpften Markt inskünftig agiler bewegen können. Aus diesem Grund haben sich die regionalen Gruppen ÖKK Basel und ÖKK Landquart getrennt Während die Kassen im Süden und Osten weiterhin unter ÖKK laufen und von der neu formierten Y&R Gruppe kommunikativ betreut werden (siehe Kasten und Kampagne auf Seite 7), ändert die Versicherungsgruppe ÖKK Basel ihren Namen auf Sympany.
Der Aufbau dieser neuen Marke wird von Spillmann Felser Leo Burnett lanciert. SFLB hat den Etat in einem Pitch gewonnen. Sympany wird den Schweizer Markt segmentspezifisch ab dem 1. Januar bearbeiten. Bevor dann eine konkrete Kampagne folgt, wollen die Werber für den neuen Namen Sympany (der bereits vor dem Pitch und nicht von SFLB entwickelt wurde) nur «Bekanntheit bolzen», wie CD Peter Brönnimann erklärt.
Die Kreativen sind bei ihrem Konzept davon ausgegangen, dass Krankenkassen und Versicherungen als «bürokratisch, kompliziert und intransparent» gelten. Auch deren Werbung wird von den Konsumenten tendenziell als aufgesetzt und wenig authentisch empfunden.
Sympany will nun «frischen Wind in die Branche bringen». Und das natürlich auch mit ihrer Werbung. Sympany positioniert sich als die «erfrischend andere» Versicherung. Damit soll sich Sympany aktiv von den Mitbewerbern abgrenzen. Die Botschaft: Sympany vereinfacht den Leuten das Leben, nimmt ihnen Mühsames ab und befreit sie von Kompliziertem.
Das zeigt SFLB vorderhand mit drei witzigen Spots. Diese zeigen alltägliche Situationen, welche unverständlicherweise plötzlich sehr kompliziert oder mühsam ablaufen. Zum Beispiel im Spot «Coffee Shop»: Ein Handwerker kommt in einen modernen Coffee Shop und bestellt ganz einfach einen Kaffee. Die Verkäuferin fragt ihn, ob er einen Espresso, Latte oder Cappuccino möchte. Und später auch noch, ob er einen Single Latte oder Double Latte wünsche, in der Grösse short, tall oder grande, mit Bohnen aus Lateinamerika oder Afrika..? – Fragen über Fragen schliesslich, die den armen Mann, der doch nur ein Kaffee möchte, überfordern. Er gibt auf und bestellt verzweifelt nur noch ein Mineralwasser. Dann folgt der Claim: «Wir finden, das Leben sollte wieder einfacher sein. Sympany, die neue Versicherung. Erfrischend anders.»
Ein zweiter Spot zeigt, wie ein angehender Ehemann bei der Hochzeit wie ein professionell völlig deformierter Winkelanwalt mit einem vielschichtigen Plädoyer nach Worten ringt, wo er doch eigentlich nur «Ja» sagen sollte.
Für diese Spots in Stil von Sketches wollte SFLB einen Regisseur, «der sich in Filmkomödien auskennt». Gefunden hat man den Basler Dani Levy, der in Deutschland mit Spielfilmen wie «Alles auf Zucker» sechs Lolas gewonnen hat oder aktuell mit der bösen Satire «Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler» in die Schlagzeilen gekommen ist. Dani Levy, der als «Pepperoni» in der ersten Schweizer TV-Serie «Motel» gestartet ist und bisher noch nie einen Werbefilm drehte, hat sofort zugesagt. Schliesslich sei auch seine Mutter bei der ÖKK – oder neu jetzt eben Sympany versichert.
Während «Coffee Shop» und «Hochzeit» von Levy und Condor produziert worden sind, hat SFLB «aus Gründen eines breiteren Spektrums» einen dritten Spot stilistisch abweichend von Pumpkin Film und Martin Werner drehen lassen. Die Spots sind ab dem 9. November on air. Ab 2008 kommt zudem eine erweiterte Kampagne unter dem Motto «erfrischend anders» zum Einsatz.
ÖKK Basel (mit den juristisch dazu gehörenden Marken ÖKK Schweiz und Krankenkasse 57) haben sich in den letzten Jahren von der regionalen Krankenkasse zur schweizweit tätigen Versicherungsgruppe entwickelt. Künftig will sich das Unternehmen noch stärker als bisher auf seine Kunden ausrichten und Leistungen «erfrischend anders» erbringen. Dazu strafft Gruppe ihre Organisation straffen und tritt unter der Dachmarke Sympany auf.
Sympany wird mit 400 Mitarbeitenden 188000 Grundversicherte und 6000 Unternehmenskunden betreuen und einen Umsatz von 750 Millionen Franken erwirtschaften, wie Marketing- und Salesmanager Andreas Rehmann erklärt.
Andreas Panzeri

Eventbooster: Veranstaltungen bewerben ohne Streuverlust

Mit ihrem eigens konzipierten Rubrikenanzeigen-Tool «Eventbooster» will der Crossmedia-Verlag Cinergy Veranstaltern und Kulturschaffenden künftig mediale Verbreitung und Promotion erleichtern. Cinergy betreibt seit Jahren die grösste Veranstaltungsdatenbank der Schweiz. Jetzt ergänzt das Zürcher Unternehmen sein Angebot um ein Web-Tool für Rubrikanzeigen.

Mit ihrem eigens konzipierten Rubrikenanzeigen-Tool «Eventbooster» will der Crossmedia-Verlag Cinergy Veranstaltern und Kulturschaffenden künftig mediale Verbreitung und Promotion erleichtern. Cinergy betreibt seit Jahren die grösste Veranstaltungsdatenbank der Schweiz. Jetzt ergänzt das Zürcher Unternehmen sein Angebot um ein Web-Tool für Rubrikanzeigen: Mit dem Eventbooster soll die Werbung für Kulturveranstalter nicht nur einfacher, sondern auch günstiger und effizienter werden. Bis anhin fehlte vor allem zweierlei, erklärt Jenny Chi, Leiterin der Events-Redaktion gegenüber der Werbewoche: «Einerseits konnten wir «kleineren» Veranstalter nie die endgültige Garantie geben, dass wir Ihre Events erfassen können, ganz einfach weil es wirklich sehr viele sind. Andererseits konnten professionelle Veranstalter ihre Promotionen nur umständlich über klassische Werbeformen buchen, nicht selten mit erheblichem Streuverlust.» Der Eventbooster soll beiden Mängeln Abhilfe schaffen. Findet ein Veranstalter seinen Anlass nicht unter den bereits von der Events-Redaktion der Cinergy eingetragenen Events, kann er ihn selber erfassen. Bestehende Einträge können zudem um Detailangaben ergänzt werden. Auch kurzfristige Änderungen können vorgenommen werden und dies zentral an einer Stelle für eine ganze Reihe von Medien. Neu kann nun jeder Veranstalter im Eventbooster Publikationsgarantien, Hervorhebungen und Promotionen buchen und diese online mit Postcard oder Kreditkarte bezahlen. «Diese neuen Promotionsformen unterscheiden sich wesentlich von herkömmlichen Werbemöglichkeiten», sagt Martin Glauser, Verlagsleiter von Cinergy. «Ausserdem sind sie deutlich günstiger. Eine Publikationsgarantie kostet etwa soviel wie ein Bier. Auch die meisten übrigen Tarife bewegen sich im 2-stelligen Bereich». Möglich sei das, weil der Eventbooster einen hohen Automatisierungsgrad aufweist, und weil die Hervorhebungen sich nicht mit den Preisen der Standardwerbeformen messen müssen.
Entwickelt wurde das Rubrikenanzeigen-Tool von einer Arbeitsgruppe der Cinergy in den letzten zwei Jahren. Lanciert wird der Eventbooster am Freitag 9. November 2007. Während einer dreimonatigen Pilotphase will man die Web-Applikation aufgrund der Erfahrungen und Feedbacks weiter optimieren.
Rona Grünenfelder
 

Zu guter Letzt: Die Hand, die Heiri einst fütterte

Seit Juni ist die Schweizer Fernsehlandschaft um eine krawattierte Gestalt ärmer. Heiri Müller, von vielen als «Mister Tagesschau» bezeichnet, musste sich altershalber von seinem gut bezahlten Sprecherposten beim Schweizer Fernsehen verabschieden.

 Seit Juni ist die Schweizer Fernsehlandschaft um eine krawattierte Gestalt ärmer. Heiri Müller, von vielen als «Mister Tagesschau» bezeichnet, musste sich altershalber von seinem gut bezahlten Sprecherposten beim Schweizer Fernsehen verabschieden. Mit 61 wird man im Leutschenbach ausgemustert. Laut eigener Aussage, macht dies Müller aber überhaupt nichts aus. Schliesslich steht er noch immer fast allabendlich im – zugegebenermassen etwas weniger gleissenden – Scheinwerferlicht. Seit seinem Abgang versucht Müller den Verlust an Aufmerksamkeit nämlich als Wanderbarde zu kompensieren und verliest nun beim Tingeln durch die Schweiz singend persönliche Meldungen. Wirklich zu klappen, scheint das mit der Kompensation allerdings nicht: «Vieles kommt mir heute aufgesetzt vor, sogar die Gestik», stänkert Nachrichten-Heiri in der aktuellen Ausgabe der Fernseh-Zeitschrift «TV Star». Er, der laut bestens unterrichteten Kreisen all seine Sendungen zur eingehenden Analyse zuhause aufzeichnete, beanstandete weiter, dass der Persönlichkeit des Moderators zu wenig Rechnung getragen werde. Müllers eigene Persönlichkeit steht – vielleicht auch deshalb – aber nicht mehr zur Verfügung. «Mein Abgang ist unwiderruflich», betonte er abschliessend. So werden wir leider nie erfahren, ob uns an Müller nicht ein zweiter Kurt Felix verloren gegangen ist.

Kein löchriges Versprechen

Käse Publicis zeigt für Emmentaler, dass der Käse jetzt das Gütesiegel AOC tragen darf. Zu diesem Anlass sind für den traditionellen Käse moderne Spots entstanden.

 
Käse Publicis zeigt für Emmentaler, dass der Käse jetzt das Gütesiegel AOC tragen darf. 
Moderne Spots für traditionellen Käse präsentieren CD Jean-Etienne Aebi und sein Team bei Publicis.Emmentaler Switzerland ist neuerdings AOC. Das Gütesiegel, das man von exklusiven Weinen kennt, bestätigt das strenge Herkunfts- und Qualitätsversprechen des Originals. Die Werbeagentur hatte die Aufgabe, diesen Produktvorteil bei den Konsumenten bekannt zu machen.
Entstanden sind drei TV-Spots, die auf humorvolle Weise zeigen, wie die Käser selbst aufs AOC-Gütesiegel reagieren. Als bodenständige Leute sind sie zwar stolz auf die Ehrung, aber auch nicht sonderlich überrascht. Schliesslich wird ihr Emmentaler Käse schon seit Jahrhunderten in herausragender Qualität aus frischer Rohmilch hergestellt.
Die Spots werden bis Ende November in der Deutschschweiz sowie mit französischen und italienischen Untertiteln in der Romandie und im Tessin ausgestrahlt. Produziert hat Ping Pong Film unter der Regie von Christian Aeby. Ergänzt werden die Spots durch Streifeninserate in den nationalen Printmedien.
Andreas Panzeri

Online-Etat von Sunrise geht ins Ausland

Die Agentur Spielplatz.cc mit Niederlassungen in Österreich und Deutschland hat sich den Online-Etat von Sunrise geholt. Sie setzt eine interaktive Kommunikationsplattform für das Unternehmen um.

 Die Agentur Spielplatz.cc mit Niederlassungen in Österreich und Deutschland hat sich den Online-Etat von Sunrise geholt. Sie setzt eine interaktive Kommunikationsplattform für das Telekommunikationsunternehmen um: Besucher der Sunrise-Homepage werden nach Eingabe der Telefonnummer direkt angerufen und von Testimonials per Video durch die neue Markenwelt der Firma geführt.
Zwei Wochen nach dem Start der Werbekampagne habe die entsprechende Microsite unter
rund 100’000 Userzugriffe verzeichnet, heisst es in einer Mitteilung der Agentur. Die lückenlose Integration der TV, Plakat und Print-Kampagne habe in einer sehr hohen Anzahl von Direktzugriffen resultiert. Sunrise vergab dieses Jahr die Werbeetats neu. Für die Werbekampagne ist Rive Gauche zuständig (siehe
), als Direktmarketing-Agentur ist Heye121 an Bord.

Fasttrack inszeniert Kampagne für «Supermodel»

Die Publicis-Tochter Fasttrack hat die Finalistinnen der am 6. November auf 3 Plus startenden Fernsehsendung «Supermodel» für die Werbekampagne posieren lassen. Das Sujet soll für zusätzliche Einschaltquoten sorgen und fliesst in die Bewertung der Finalistinnen ein.

 
Die Publicis-Tochter Fasttrack hat die Finalistinnen der am 6. November auf 3 Plus startenden Fernsehsendung «Supermodel» für die Werbekampagne posieren lassen. Das Print- und Plakatesujet, das den Kampf ums Supermodel werblich dramatisieren will, soll für Einschaltquoten sorgen, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Die Erfahrungen aus dem Fototermin fliessen zudem in die Bewertung der Jury mit ein. Die Kreation wird auf doppelseitigen Inseraten und F200-Plakaten zu sehen sein.
Am 6. November um 20.15 Uhr startet «Supermodel» auf 3 Plus mit der ersten von sieben Sendungen. Es kämpfen die aus Hunderten von Bewerberinnen ausgewählten 16 Finalistinnen um einen internationalen Modelvertrag bei der Option Model Agency. Der Wettbewerb wird die Teilnehmerinnen zu Fototerminen und Laufstegen auf der ganzen Welt führen, bis am 18. Dezember die Gewinnerin feststeht. Moderiert wird die Sendung vom ehemaligen Model und Organisatorin des Zurich Film Festivals Nadja Schildknecht. In der Jury Einsitz haben neben Schildknecht der Promi-Hairstylist Mike Karg, der Showproduzent Yannick Aellen sowie als Gastjurorin für die erste Sendung Sabina Diethelm, stellvertretende Chefredaktorin von SI-Style.
Verantwortlich bei 3plus:
Dominik Kaiser, Monica Gomez.Verantwortlich bei Publicis:
Markus Gut (CCO), Florian Beck (CD), Tom Zürcher (Text), Thomas Berger (Grafik), Suzanna Kovacevic (Art Buying), Leo Krumbacher (Fotograf) und Daniel Gerber (Beratung).

Zu guter Letzt: Werd- vs. Dufourstrasse

Hat 20minuten.ch den Erzrivalen Blick Online punkto Page Impressions überholt? Und hat Tamedia die neuen Net-Metrix-Zahlen verpetzt? Das fragt sich, wer einen Streifzug durch die virtuellen Welten der Weblogs unternimmt.

 Der moderne Mensch vergleicht sich nicht mehr mittels den PS seines Autos oder der Grösse seines Hauses mit den Mitmenschen. Sondern via Page Impressions und Unique Clients, wie ein Informationsleck rund um das Duell zwischen Blick Online und 20minuten.ch zeigt. «Na warten Sie mal bis Monatsende», antwortete vor kurzem Peter Wälty, Chef von 20minuten.ch und designierter Dirigent des neuen Online-Newsnetzwerkes aus den Häusern Tamedia, Espace Media und Basler Zeitung Medien. Und zwar auf folgende Frage des Weblogs Medienlese.com: «Sie wollten mit 20min.ch die Nummer 1 in der Schweiz werden, haben Blick Online aber nicht überholen können. Klappt es mit dem neuen Outlet?». Monatsende bringt nicht nur den Zahltag, sondern auch die Net-Metrix-Zahlen, geliebt-gefürchtetes Zeugnis aller Page-Impressions-Bolzer. Das Fussvolk allerdings muss jeweils noch ein bisschen warten, bis die Zahlen publiziert sind. Und erfährt immer erst dann, wie es im Rennen zwischen Blick Online und 20minuten.ch aktuell steht.
Nun bringt ein Kommentar auf dem Trashcan-Blog von Heute-online.ch schon vorher Licht ins Dunkle, wie uns wiederum Medienlese.com wissen lässt: Heute-Redaktor Thomas Benkö zitiert dort oben erwähnten Absatz aus dem Medienlese-Interview. Ein Kommentator namens Norman Bates schreibt dazu, Wältys Aussage gehöre eher in die Rubrik «Propheten wie Du und ich». Und behauptet, die neuen Zahlen zu kennen. Demnach habe 20minuten.ch 1′225′000Unique Clients, Blick.ch deren 1′240′000. Pikanter wirds bei den Page Impressions: Hier stehe 20minuten.ch bei 83 Millionen, Blick.ch bei 75 Millionen. Noch spassiger: Wie Benkö auf dem eigenen Blog Benkoe.ch schreibt, kommt dieser Hinweis von einem User mit Tamedia-IP-Adresse. Ist es dem Online-Portal der Gratiszeitung also gelungen, den virtuellen Auftritt des Boulevardblatts punkto Page Impressions zu überholen? Und konnte man an der Werdstrasse nicht bis zum offiziellen Termin warten, um die frohe Botschaft zu verkünden? Die erste Frage immerhin klärt sich, sobald Net-Metrix die Zahlen rausrückt.

Erster AI-Spot von Walker präsentiert

Premiere am Dienstag in der Kino-Arena Sihlcity: Die Walker Werbeagentur und die Sponsoren Sonntagsblick, Cinecom und Rufener Events haben zusammen mit Amnesty International Schweiz zur Präsentation des ersten AI-Spots von Walker geladen.

 Premiere am Dienstag in der Kino-Arena Sihlcity: Die Walker Werbeagentur und die Sponsoren Sonntagsblick, Cinecom und Rufener Events haben zusammen mit Amnesty International Schweiz zur Präsentation des ersten AI-Spots von Walker geladen. Vor vollen Rängen lief der Spot vor der Vorpremiere des knallharten Folterfilms «Rendition» mit Meryl Streep. Die anwesende Politprominenz zeigte sich vom neuen Spot und dem Kinofilm genau so berührt wie die vielen anwesenden Kreativen. «Es geschieht nicht hier. Aber jetzt», lautet der Claim für die vorangegangene Plakatkampagne. Diese Idee hat Pius Walker nun weiter entwickelt. Im Spot werden Kindersoldaten, Folter oder Handel von Frauen als Kontrast zwischen Bild und Ton in unseren heiteren Fernsehalltag gestellt. In den Wettervorhersagen, in einer Quiz-Show oder in einem Aerobic-Kurs lässt der Spot die bekannten Stars dieser Sendungen im genau gleichen Dekor wie normal auftreten. Nur reden sie diesmal nicht vom Wetter oder vom Kochen – sondern setzen sich für Menschenrechte ein. «Die TV-Stars haben sehr engagiert mitgespielt», erzählt Walker. Gedreht wurde ohne zusätzlichen Aufwand im Originaldekor. Für die Schweiz werden die Polit-Aussagen der englischen TV-Stars deutsch und französisch synchronisiert.
Andreas Panzeri

Jaermann folgt auf Baumgartner in der SW- Prüfungskommission

Die Prüfungskommission der Schweizer Werbung hat unter dem Präsidium von Urs Schneider an der letzten Sitzung Neu- und Bestätigungswahlen vorgenommen. Als Nachfolger von Erich Baumgartner ist Urs Jaermann von McCann-Erickson neu aufgenommen worden.

 Die Prüfungskommission der Schweizer Werbung hat unter dem Präsidium von Urs Schneider an der letzten Sitzung Neu- und Bestätigungswahlen vorgenommen. Als Nachfolger von Erich Baumgartner ist Urs Jaermann von McCann-Erickson neu aufgenommen worden. Jaermann sei prädestiniert für diese Aufgabe, da er den eidg. Werbeassistent (heute PMK) sowie den eidg. dipl. Werbeleiter (heute Kommunikationsleiter) mit Erfolg absolviert habe, heisst es in einer Mitteilung der SW. Erich Baumgartner, Glamour Engineering / Neutral und Vertreter des BSW, hatte seit 2003 in der Prüfungskommission Einsitz. Er war Vorsitzender des Beschwerdeausschusses. Dominik Leonhardt, UBS, Vorsitzender Zulassungsausschuss und Andreas Mossner, Advision, Visitator der PK, wurden mit Akklamation für weitere drei Jahre in der Prüfungskommission bestätigt.
get_footer();