Zürichsee Presse übernimmt Thalwiler Anzeiger

Die Zürichsee Presse übernimmt ab Anfang 2008 die operative Leitung des Thalwiler Anzeigers. Im Verlaufe des Jahres ist geplant, die Verlagsrechte zu erwerben.

 Die Zürichsee Presse übernimmt ab Anfang 2008 die operative Leitung des Thalwiler Anzeigers. Im Verlaufe des Jahres ist geplant, die Verlagsrechte zu erwerben. An den drei wöchentlichen Ausgaben und dem Inhalt des Blattes wird sich nichts ändern, wie Benjamin Geiger, Chefredaktor der Zürichsee-Zeitung, am Mittwoch gegenüber der SDA Medienberichte bestätigte.
Der Verleger des Thalwiler Anzeigers, Hans Fritz Tellenbach, war vor einem Jahr verstorben. Bereits vor seinem Tod war der Verkaufsvertrag mit der Zürichsee Presse, der Herausgeberin der Zürichsee-Zeitung, abgeschlossen worden. Die Übernahme sei die logische Weiterentwicklung, sagte Geiger weiter.

«Die News-Plattform ist für alle Medien offen»

Das auf Frühjahr geplante News Netzwerk von Tages-Anzeiger, BaZ und BZ zeigt erste Konturen. Projektleiter Res Strehle sagt, wie er sich das schweizweit grösste Medienportal vorstellt und wo das Projekt derzeit steht.

Das auf Frühjahr geplante News Netzwerk von Tages-Anzeiger, BaZ und BZ zeigt erste Konturen. Projektleiter Res Strehle sagt, wie er sich das schweizweit grösste Medienportal vorstellt und wo das Projekt derzeit steht. WW: Welches sind bei dem auf das kommende Frühjahr geplante Onlineportal die Herausforderungen? Res Strehle: Wir haben es als News-Netzwerk ja bereits angekündigt und inzwischen weiter ausgestaltet. Im Kern versteht sich das Portal als Zusammenarbeit der beteiligten Verlage im überregionalen Bereich mit einem gemeinsamen Mantelteil, der von Zürich aus gemacht wird. Gleichzeitig ist es auch regionalisiert. Man macht also in Zürich Online-Regionaljournalismus für die Webseiten von Tages-Anzeiger, Radio 24 und Tele Züri. Dasselbe machen die Basler und auch die Berner für ihre Titel. Die Mantelredaktion hat aber keinen direkten Durchgriff auf die Printredaktionen. Diese haben eigene Page-Macher, die der jeweiligen Redaktion unterstellt und über gemeinsame Newsrooms mit ihr verbunden sind. Sie können aber auch in die Mantelbeiträge eingreifen und die Hierarchie nach ihren regionalspezifischen Bedürfnissen verändern.
Wie sind die einzelnen Titel in die Plattform integriert? Das Ganze ist so aufgebaut, dass man keine neue Marke zu schaffen braucht, so wie zum Beispiel «Der Westen» der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Nutzer gelangen über die jeweilige Marke, zum Beispiel der Basler Zeitung, auf das Portal. Aber wir haben eine gemeinsame Struktur, eine gemeinsame Technologie, das gemeinsame Mantelmodul und letztlich eine gemeinsame Philosophie, was die Interaktivität betrifft. Das ist die Grundidee.
Nebst Tages-Anzeiger, Basler Zeitung und Berner Zeitung sind auch der Landbote und die Thurgauer Zeitung mit dabei. Gibt es weitere Titel? Ob auch der Landbote und die Thurgauer Zeitung mit dabei sind, wissen wir noch nicht definitiv. Logischerweise haben wir beide Zeitungen eingeladen. Auch die Sonntags Zeitung haben wir angefragt. Wir würden uns über eine Beteiligung dieser Titel freuen.
Dann ist das Netzwerk ein potentielles Sammelbecken für die Titel der beteiligten Verlage? Absolut. Die Plattform ist für alle Medien offen, die ein ähnliches Qualitätsverständnis haben und auf News mit Eigenleistungen vor allem im Schweiz-Teil und im Regionalen fokussiert sind.
Wie sind die Titel formal mit der Plattform verknüpft? Zu den optischen Konsequenzen gibt es verschiedene Vorschläge. Informationsdesigner Oliver Reichenstein schlägt zum Beispiel vor, mit der Site ganz nahe an die optische Erscheinung einer Zeitung heran zu gehen, damit quasi visuell eine einzige Welt entsteht. Das überzeugt mich einerseits, andererseits, soll die Website eine einheitliche Struktur haben, so wird es schwierig, dass diese geleichzeitig wie BaZ, Tagi, Berner Zeitung oder Radio 24 ausschaut. Diese Fragen wollen wir bei der Weiterentwicklung angehen.
Wann ist es soweit? Spätestens vor der Euro 08. Das ist natürlich ein Moment, wo viel passiert. Da lässt sich vieles ausprobieren, mit Webcams zum Beispiel. Es hat auch damit zu tun, dass der designierte Chefredaktor Peter Wälty nicht eher von 20 Minuten weg kann. Er kann erst ab Januar für das News-Netzwerk arbeiten und ist dann ab März voll angestellt. Sicher müssen wir Entscheide, zum Beispiel was die Technologie betrifft, schon früher treffen.
Hat der Newsroom des Axel Springer Verlages in Berlin Vorbildcharakter? Ich war selber nicht in Berlin, aber wir haben viele ausländische Modelle angeschaut, auch das in Berlin. Wir haben uns aus zwei Gründen gegen einen solchen Newsroom entschieden. Für uns bewegt sich Axel Springers Modell von unseren Konzeptvorstellungen weg und ist wohl mehr ein Marketingkonzept. Im Gegensatz dazu wollen wir für News die Stärken beider Kulturen haben, Print und Online. Wir wollen keine Zwischenkultur, die dann bloss die Schwächen beider Kulturen vereint. Wir sind davon überzeugt, dass die Onlineredaktion einen eigenen Raum, eine eigene Chefredaktion haben muss und nicht Print unterstellt ist. Sie soll ihren eigenen Geist haben, jung, dynamisch, frech, schräg. Daneben gibt es die Printkultur, die wiederum ihre eigenen Stärken hat. Es braucht beide Kulturen nebeneinander, die sich logischerweise gegenseitig eng austauschen.
Was ist der zweite Grund? Nun, wir verfügen nicht über die baulichen Möglichkeiten und wollen zuerst Erfahrungen sammeln, wie die beiden Kulturen miteinander klar kommen – dies auch im Hinblick auf einen möglichen Tamedia-Neubau Ecke Werdstrasse/Stauffacherquai in Zürich. Als Projekt könnte dort ein grosser Newsroom entstehen, weil in diesen Neubau auch Radio und Fernsehen integriert werden sollen. Im heutigen Print-Newsroom, im so genannten Tagi-Schiff, könnten wir nicht die ganze Onlineredaktion nach unseren Grössenvorstellungen bauen. Wir überlegen derzeit, ob wir im Tagi-Schiff über ein Newsdesk die Schnittstelle für Koordination und Zusammenarbeit realisieren sollen. Da geht es dann zum Beispiel darum, wie eine im Print gestartete Geschichte online weiter erzählt wird, beziehungsweise wie diese wieder zurückkommt und so fort.
Das Redaktionskonzept steht also noch nicht endgültig? Ob dieses Modell langfristig richtig ist, oder ob es sich mehr Richtung News Room entwickelt, hängt von unseren praktischen Erfahrungen ab. Die Berner Zeitung wird mit ihrer lokalen Onlineredaktion diesen Newsroom ab Frühling realisieren. Auch die Basler Zeitung tendiert in diese Richtung.
Der Name News ist Programm und bedeutet knappe Inhalte, vor allem für das gleichnamige Pendlerblatt. Lassen sich auch qualitativ aufwändige journalistische Inhalte realisieren? Es wäre gut, wenn das online auch umsetzbar wäre, das hängt aber von den verfügbaren Kräften ab. Beim Tages-Anzeiger mit einer Onlineredaktion von derzeit 8,5 Stellen ist das im Moment nicht möglich. Deshalb ist man bei Tagesanzeiger.ch in Bezug auf Eigenleistungen sehr beschränkt. Ende 2008 werden wir aber 35 Stellen haben. Da wird dann sicher mehr möglich. Das ist aber immer noch knapp, wenn man weiss, wie wichtig die Aktualität ist und wie schnell man sein muss. Man arbeitet zwei Schichten am Tag sieben Tage die Woche. Vertiefte Recherchen sind nur möglich, indem ein paar Leute freigestellt werden. Als Gefäss für gut recherchierte Geschichten ist online jedoch sehr attraktiv. Spiegel online zum Beispiel hat starke Eigenleistungen. Wenn wir erfolgreich sind, dann werden wir mit Recherchen und Eigenleistungen auch stärker werden. Das wird dann eine echte Herausforderung für Print.
So gesehen fällt das inhaltlich dürftige Pendlerblatt News zwischen Stuhl und Bank. Hinter News steht die Frage, was man an Inhalten gratis abgeben kann. Das sind in erster Linie die News. Sie sind sozusagen der Grundteppich, für den die Leute nicht mehr bezahlen wollen. Der Name von News ist deshalb Programm. Das ist ein klarer Fokus und entspricht einem Bedürfnis. Eigenleistungen sind relativ rasch sehr teuer. Sie sind mit Arbeit, mit Recherche, mit Widerstand verbunden. Normalerweise kann man das nicht im Print gratis abgeben. Aber online ist das mehrheitlich möglich. Im Internet hat man eine andere Nutzerschaft, Druck- und Verteilkosten fallen weg.
Was wurde aus dem Konzept Tagi Kompakt? Das war bereits viel früher ein Thema, doch das kam nicht durch aus dem einfachen Grund, weil wir die aufwändig und relativ teuer hergestellte Zeitung nicht einfach als Best of-Version gratis abgeben können.
Schaut man sich Ringiers Cash daily Plattform an, so ist dort Online first nicht mehr die Fragestellung, sondern sie lautet, über welchen Kanal soll eine Information verbreitet werden. Wie steht es mit elektronischen Medien bei News? Diese muss man nutzen, das ist auch attraktiv und das werden wir angehen. Sich zu fragen, über welche Kanäle man Inhalte verbreitet ist sinnvoll. Bei uns stellt sich die Frage jedoch etwas komplexer als bei Cash, weil wir noch einen bezahlten Printtitel in der Familie haben.
Wie geht es beim Tages-Anzeiger weiter? Tagesanzeiger.ch ist der Nukleus und Teil des Netzwerkes. Bis zum Start des News-Netzwerks wollen wir den Webauftritt in der jetzigen Form weiterführen. Die wird dann im neuen Portal aufgehen.
Interview: René Worni

Partys bewerben ohne Streuverlust

Crossmedia Mit dem Eventbooster soll die Werbung für Kulturveranstalter einfacher, günstiger und effizienter werden. Das Rubrikanzeigen-Web-Tool des Zürcher Unternehmens Cinergy ist ab Freitag verfügbar.

 
Crossmedia Mit dem Eventbooster soll die Werbung für Kulturveranstalter einfacher, günstiger und effizienter werden. 
Der Zürcher Crossmedia-Verlag Cinergy betreibt seit Jahren die grösste Veranstaltungs- datenbank der Schweiz. Jetzt ergänzt er das Angebot um ein Web-Tool für Rubrikanzeigen. Mit dem eigens konzipierten Tool «Eventbooster» will der Zürcher Verlag Veranstaltern und Kulturschaffenden künftig mediale Verbreitung und Promotion erleichtern. Seit 2001 ist die von Cinergy betriebene Schweizerische Event-Datenbank (SEDB) zur umfassenden Quelle der hiesigen Medienlandschaft avanciert. Aus ihr beziehen so unterschiedliche Publikationen wie Bluewin.ch, Neue Zürcher Zeitung, DRS3.ch, Blick.ch, 20 Minuten und Usgang.ch ihre Veranstaltungsdaten. Das Angebot für Kulturveranstalter soll nun um eine zentrale Promotionsplattform erweitert werden. Bis anhin fehlte vor allem zweierlei: «Einerseits konnten wir kleineren Veranstaltern nie endgültig garantieren, dass wir ihre Events erfassen können, weil es wirklich sehr viele sind. Andererseits konnten professionelle Veranstalter ihre Promotionen nur umständlich über klassische Werbeformen buchen, nicht selten mit erheblichem Streuverlust», erklärt Jenny Chi, Leiterin der Events-Redaktion gegenüber der Werbewoche.
Der Eventbooster soll Abhilfe schaffen. Findet etwa ein Veranstalter seinen Anlass nicht unter den bereits von der Events-Redaktion der Cinergy eingetragenen Events, kann er ihn selber erfassen. Bestehende Einträge lassen sich ausserdem mit Detailangaben oder Bildern ergänzen. Auch kurzfristige Änderungen sind möglich, dies zentral an einer Stelle für eine ganze Reihe von Medien. «Die Redaktion überprüft und redigiert nach wie vor jeden Eintrag und reicht ihn an die angeschlossenen Medien weiter», sagt Chi.
Zwar bleibt der Grundeintrag in die Event-Agenda kostenlos, die weitere Publikation ist nicht garantiert, da sie von den jeweiligen redaktionellen Auswahlkriterien abhängt. Neu kann jedoch jeder Veranstalter im Eventbooster Publikationsgarantien, Hervorhebungen und Promotionen buchen und diese online mit Postcard oder Kreditkarte bezahlen. Die Vorteile gegenüber den bisherigen Möglichkeiten sieht Chi vor allem in drei Bereichen: «Erstens können die Veranstalter mit einem Eintrag zahlreiche angeschlossene Medien abdecken. Zweitens können sie für Hervorhebungen oder Promotionen genau die Publikationen auswählen, die am besten ihrer Zielgruppe entsprechen. Drittens können sie die Werbeform mit dem geringsten Streuverlust wählen, denn die Leser werden bereits nach Region, Datum und Interessen gefiltert.» So lässt sich beispielsweise für einen spezifischen Event mit regionaler Ausstrahlung auch bloss eine regionale Hervorhebung buchen.
«Insofern unterscheiden sich diese neuen Promotionsformen wesentlich von herkömmlichen Werbemöglichkeiten», sagt Martin Glauser, Verlagsleiter von Cinergy. «Ausserdem sind sie deutlich günstiger. Eine Publikationsgarantie kostet etwa soviel wie ein Bier im Ausgang. Aber auch die meisten übrigen Tarife bewegen sich im zweistelligen Bereich», erklärt Glauser. Möglich sei das, weil der Eventbooster einen hohen Automatisierungsgrad aufweise und weil die Hervorhebungen sich nicht mit den Preisen der Standardwerbeformen messen müssten. Sie sind eben nicht reine Werbung für ein branchenfremdes Produkt, sondern sie haben auch einen Informationswert, der demjenigen der Umgebung genau entspricht.
Während die klassischen Rubrikanzeigen wie Stellenmarkt, Kontaktinserate oder Immobilien längst von der Zeitung ins World Wide Web abgewandert sind, ist diese Entwicklung im Event-Bereich ebenfalls spürbar, allerdings ohne klares Refinanzierungsmodell. Der Eventbooster möchte diese Lücke schliessen. Zwar handelt es sich um eine Web-Applikation, doch die Veranstaltungsdaten werden crossmedial verbreitet. Printmedien sollen nicht vernachlässigt werden.
Entwickelt wurde das Rubrikenanzeigen-Tool von einer Arbeitsgruppe der Cinergy in den letzten zwei Jahren. Lanciert wird der Eventbooster am Freitag, 9. November 2007. Während einer dreimonatigen Pilotphase will man die Web-Applikation aufgrund der Erfahrungen und Feedbacks weiter optimieren.
Rona Grünenfelder
 

 
Bedeutendster Anbieter von Event-InfosCinergy ist eine Crossmedia-Agentur
für Unterhaltung und Kultur. Als Content-Provider liefert, produziert und vermarktet die AG Programmdaten und redaktionelle Inhalte; als unabhängiges Medienhaus gibt sie eigene Titel heraus. Das 1999 gegründete Zürcher Unternehmen ist der bedeutendste Anbieter von Kino-, TV- und Veranstaltungs-, Musik- und Games-Informationen der Schweiz. Cinergy beliefert namhafte Schweizer Online-, Mobile- und Printmedien und gibt mit Cineman.ch und Teleboy.ch die marktführende Kino-Website beziehungsweise den meistgenutzten TV-Guide der Schweiz heraus. Seit 2001 betreibt die Firma die grösste Veranstaltungsdatenbank der Schweiz. 2003 kam mit Moonwalk.ch ein Partyportal mit bewegten Bildern hinzu. Letztes Jahr übernahm Cinergy zudem den Betrieb der Plattform Events.ch. (rg)

SFLB: HIV-positives Mädchen versteckt sich hinter Plakaten

Eine neue Kampagne von Spillmann/Felser/Leo Burnett für die Aids-Hilfe Schweiz thematisiert das Problem der Diskriminierung HIV-positiver Menschen. Sie haben nicht nur mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, sondern leiden auch unter Vorurteilen und Ausgrenzung.

Eine neue Kampagne von Spillmann/Felser/Leo Burnett für die Aids-Hilfe Schweiz thematisiert das Problem der Diskriminierung HIV-positiver Menschen. Sie haben nicht nur mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, sondern leiden auch unter Vorurteilen und Ausgrenzung. Aus Angst vor sozialer Ausgrenzung erzählen sie niemandem von ihrer HIV-Infektion; sie ziehen sich zurück und verstecken sich vor ihren Mitmenschen. Die Kampagne von SFLB greift dieses Problem auf und zeigt ein HIV-positives Mädchen, das versucht, sich hinter der Plakatstelle vor unseren Blicken zu verstecken. Hierfür wurden an 60 ausgesuchten Plakatstellen in der ganzen Schweiz Kartonagen mit der Silhouette des Mädchens angebracht. Beim Mailing kommt derselbe Mechanismus zur Anwendung ¬– hier versteckt sich das Mädchen hinter dem Sichtfenster des Couverts. Die Kampagne wurde schweizweit lanciert und von der APG tatkräftig unterstützt.
Verantwortlich bei Aids-Hilfe Schweiz:
Silvia Schorta (Abteilungsleiterin Kommunikation & Fundraising), Angela Hartmann (Direct Mail Fundraising), Bettina Maeschli (Fundraising). Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett: Martin Spillmann (Creative Director), Simon Staub (Art Director), Moritz Stillhard (Grafik), Cyrill Wirz (Text), Rolf Zimmermann, Charlotte Gut, Karin Altoe (Beratung), Bettina Sorg (Art Buying), Lioba Schneider (Fotografie), Schellenberg Druck Kommunikation (Bildbearbeitung).

Più knuspert vorweihnachtlich

Kundenbindungen Nach den Themen Asien, Engagement, Süden und Herbst widmet sich die neue Più-Ausgabe bereits Anfang November den Weihnachtsvorbereitungen. Entstanden ist ein umfangreiches Heft.

 
Kundenbindungen Nach den Themen Asien, Engagement, Süden und Herbst widmet sich die neue Più-Ausgabe bereits Anfang November den Weihnachts-vorbereitungen. Entstanden ist ein umfangreiches Heft. Auf 48 Seiten finden die Leserinnen und Leser viele Anregungen zum Backen und Dekorieren sowie kreative Ideen für aussergewöhnliche Adventskalender, ein ABC des Schenkens und eine Übersicht über das grosse Angebot an Weihnachts-
beleuchtung. Entstanden ist diese Mischung aus Magazin und Katalog bei Weber Harbeke. Die Bilder stammen von Biglife-Production, das Food-Styling steuerte Christian Splettstösser bei.

Radio Emme wird zum Mainstream-Sender

Der Lokalsender Radio Emme richtet sich neu aus: Er wird zu einem Rock-und-Pop-Sender für 15- bis 49-Jährige. Daneben wollen die Macher des Senders ein zweites Programm mit volkstümlichen Inhalten lancieren, das via TV-Kabelnetz, Satellit und Internet verbreitet wird. Die Umstellung wird wohl nicht überall auf Begeisterung stossen.

 Der Lokalsender Radio Emme richtet sich neu aus: Er wird zu einem Rock-und-Pop-Sender für 15- bis 49-Jährige. Daneben wollen die Macher des Senders ein zweites Programm mit volkstümlichen Inhalten lancieren, das via TV-Kabelnetz, Satellit und Internet verbreitet wird. Grund für den Kurswechsel, den der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung des Senders einschlagen, sind laut Mitteilung die zurückliegenden zehn Jahre «mit mässigem Erfolg, schwindenden Hörerzahlen und schlechter finanzieller Basis». Mit dem neu positionierten, gemäss Communiqué «klar strukturierten und durchhörbaren» UKW-Programm will sich Radio Emme um die vom Bundesamt für Kommunikation ausgeschriebene Konzession «Emmental» bewerben. Zentrales Element soll weiterhin die regionale Berichterstattung werden.
Die Umstellung wird wohl nicht überall auf Begeisterung stossen: Radio-Emme-Mitbegründer Niklaus Blaser meldete sich schon im September in einer Medienmitteilung zu Worte, gab seinen Rücktritt als Verwaltungsrat bekannt und warf den Senderbetreibern vor, mit der Neupositionierung ein Programm zu planen, «das bereits tausende Sender fabrizieren». Blaser beklagte sich damals, dass statt Volksmusik künftig rund um die Uhr «generell englisches, oftmals nervensägendes und melancholisches Katzengejammer und Gejaule» gesendet werden solle (siehe
). Auslagerung der Volksmusik Mit den am Mittwoch angekündigten Neuerungen will Radio Emme die Volksmusik anscheinend nicht ganz loswerden: Sie wird nun aber auf einen zweiten Kanal ausgelagert – ähnlich, wie es Radio DRS plante. Der öffentlich-rechtliche Sender verschob seine Pläne allerdings nach heftigen Protesten vorerst (siehe
). Obwohl die Sendermacher von Radio Emme in ihrem Communiqué nicht direkt auf Blasers Vorwürfe eingehen, scheinen sie sich bewusst zu sein, dass Vorwürfe im Raum stehen. Daniel Ruch, kommerzieller Leiter und Mitglied der Geschäftsleitung, wird folgendermassen zitiert: «Es ist eben nicht so, dass wir die Bedürfnisse der Bevölkerung nicht verstehen und wir unsere Region nicht mehr beachten! Im Gegenteil, mit einer zweiten Senderkette werden wir der volkstümlichen Hörerschaft, welche sich im Übrigen gemessen an der ganzen Hörerschaft in der Minderheit befindet, einen zeitlich deutlich grösseren Umfang ihrer Lieblingsmusik anbieten.»
Laut Jüre Lehmann, Vorsitzendem der Geschäftsleitung, habe das ursprüngliche Konzept insbesondere der Sparten-Vielfalt, kein kommerzieller Erfolg erzielt werden können. Das soll nun durch die Neupositionierung anders werden. Unterstrichen wird sie von einem kompletten Rebranding und einer geplanten Internet-Kommunikationsplattform.

Radio ohne Konzession

Digitalradio DAB öffnet finanzstarken Medienunternehmen ein Hintertürchen zum Radiomarkt: Sie können selber über die verfügbaren Sendeplätze entscheiden.

 
Digitalradio DAB öffnet finanzstarken Medienunternehmen ein Hintertürchen zum Radiomarkt: Sie können selber über die verfügbaren Sendeplätze entscheiden. 
Das Digitalradio DAB ist im Aufwind, seit die Programmvielfalt wächst. Zum einen hat Schweizer Radio DRS jüngst am 5. November seinen Newskanal DRS 4 im bestehenden ersten Programm-Ensemble lanciert. Zum anderen haben im vergangenen Juli acht private Veranstalter eine Konzession erhalten. Diese Programme werden in einem neuen, zweiten Ensemble verbreitet, das im Herbst 2008 zunächst in den Ballungsgebieten des Mittellands auf Sendung gehen wird – zumindest nach dem aktuellen Stand der Planung. Noch gibt es freilich eine Reihe von Unbekannten. Dass für das neue Sendernetz Baubewilligungen eingeholt werden müssen, die unter Umständen verzögert werden könnten, ist damit nicht gemeint. Das Programmangebot selbst ist die grösste Unbekannte, seit entschieden ist, dass das Programmensemble im neuen Standard DABplus ausgestrahlt wird. DABplus, das mit den derzeit erhältlichen DAB-Geräten nicht empfangen werden kann, bietet nämlich die Möglichkeit, rund zwanzig Programme in einem Ensemble zusammenzupacken – rund doppelt so viele wie in der herkömmlichen DAB-Technologie, mit der das bestehende SRG-Ensemble ausgestrahlt wird.
Auf DABplus sind bislang zehn Programmplätze vergeben. Erstens werden zwei Programme von der SRG kommen: Eines davon wird «World Radio Switzerland» sein, das in der Deutschschweiz momentan noch nicht empfangen werden kann. Welches das zweite sein wird, ist vorläufig noch offen. Zweitens werden die acht neu konzessionierten Privatsender über diesen zweiten Layer verbreitet: Radiolab, Radio for Youngsters, Swiss Mountain Holiday Radio, SoundCity, Radio.ch, RadioJay, DJRadio deluxe und Radio Eviva. Hinter den Programmen stehen meist etablierte Radiobetreiber und grosse Medienunternehmen. So kommt Radio for Youngsters von Energy Zürich und damit von Ringier, auch RadioJay ist über die daran beteiligte Freeflow AG indirekt mit Ringier verbandelt, Radio.ch wird eine Kooperation von Radio Zürisee mit den in der Freien Presse Holding der NZZ zusammengeschlossenen Radios aktuell, BE1 und Pilatus sein und die Fäden von Swiss Mountain Holiday Radio laufen bei Radio Rottu Oberwallis und der Südostschweiz-Medien-Gruppe zusammen.
Senderbetreiber entscheidet über ProgrammeDie Vorbereitungen für das neue Programmensemble sind inzwischen weit gediehen. Unter dem Namen SwissMediaCast AG ist eine Betreibergesellschaft gegründet worden, die das gemeinsame Sendernetz aufbauen und betreiben wird. Daran beteiligt sind nicht nur die Unternehmen hinter den konzessionierten Programmen wie Ringier, NZZ und SRG. Beteiligt sind auch weitere Interessenten, namentlich Radiobetreiber aus dem Grossraum Zürich wie Tamedia und die Radios Argovia und Top.
Die zehn konzessionierten Programme verfügen über ein garantiertes Zugangsrecht zum zweiten DAB-Layer, den die SwissMediaCast AG verbreitet. Doch dies ist gerade mal die Hälfte der technisch möglichen zwanzig Programme. Über die weiteren zehn Programme kann die SwissMediaCast AG in der Praxis frei entscheiden. Von Gesetzes wegen müssen dafür keine Konzessionen ausgeschrieben werden, wenn mehr als die Hälfte der Programmplätze vergeben sind. Dies ist der Grund, warum das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) genau acht private und zwei SRG-Programme konzessioniert hat. «Die Betreibergesellschaft soll einen kommerziellen Spielraum haben, um den Netzaufbau refinanzieren zu können», bestätigt Matthias Ramsauer, Leiter der Abteilung Radio und Fernsehen beim Bakom.
Nach welchen Kriterien die SwissMediaCast AG die verfügbaren Programmplätze verteilt, hat sie noch nicht entschieden. «Bis Ende dieses Jahres sind die Regeln aufgestellt», sagt Günther Heuberger, Geschäftsführer Top-Medien und Verwaltungsratspräsident der neuen Betreibergesellschaft. Bereits steht jedoch fest, dass die Gründungsaktionäre der Betreibergesellschaft sich selber je einen Programmplatz zugesichert haben. Faktisch wird also auch Tamedia auf DABplus ein Programm ausstrahlen können. Bestehende UKW-Privatsender wie das Tamedia-eigene Radio 24 werden aber dennoch kaum in den Genuss der sprachregionalen Digitalverbreitung kommen können. «Wir reden von Digitalprogrammen», meint Günther Heuberger. Den Vorzug dürften demnach Programme erhalten, die zwar wie Heubergers Top Two oder die Internet-Musikkanäle von Energy Zürich auf bestehenden Programmen basieren, aber eigens für die digitale Ausstrahlung zusammengestellt werden.
Adrian Scherrer

Ikea rückt Schattenwürfe ins richtige Licht

Design Das Hardturm-Stadion ist seit dem 2. September 2007 offiziell wegen Baufälligkeit geschlossen. Die Trägerschaft des Stadions Zürich kann allerdings immer noch nicht an einen Spatenstich denken, da das Verwaltungsgericht Beschwerden gutgeheissen hat.

Design Das Hardturm-Stadion ist seit dem 2. September 2007 offiziell wegen Baufälligkeit geschlossen. Die Trägerschaft des Stadions Zürich kann allerdings immer noch nicht an einen Spatenstich denken, da das Verwaltungsgericht Beschwerden gutgeheissen hat. Ein Entscheid, der nun von der Stadt Zürich und der Credit Suisse beim Bundesgericht angefochten wird. Unter anderem geht es hier um die schon viel diskutierten Schattenwürfe, welche von den Anwohnern des neuen Stadions beanstandet werden. Höchste Zeit, die ganze Problematik einmal ins richtige Licht zu rücken. Mit einem aktualitätsbezogenen Megaposter der Agentur Unikat, das seit diesem Montag einen Monat lang direkt neben dem alten Hardturm-Stadion hängt. Mit dem Aushang bietet Ikea Hand zu einer Lösung, die auch dem lichtsensitivsten Anwohner einleuchten dürfte und ihn vielleicht sogar auf den richtigen Weg führen wird. Jenen nach Spreitenbach, natürlich.

And the leader is …

Agenturen Der BSW hat wieder ein Ranking publizieren können. Publicis ist Leader.

Agenturen Der BSW hat wieder ein Ranking publizieren können. Publicis ist Leader. «Kreativ integriert macht erfolgreich», meinte BSW-Präsident Frank Bodin zur Einleitung des Mediengesprächs des Verbandes der leading swiss agencies am Montag dieser Woche. Nach diesem Konzept jedenfalls arbeiten die führenden Agenturen, die jetzt erstmals seit fünf Jahren wieder in einem Ranking aufgelistet werden. Für BSW-Geschäftsleiter Walter Merz macht dieses Ranking vor allem Sinn, um in der Branche Transparenz herstellen zu können. Möglich geworden ist diese Rangliste mit den im Jahre 2006 umsatzstärksten Agenturen der Schweiz dank einer etwas freieren Sichtweise auf die Regeln aus dem «Sarbanes Oxley Act». Die Agenturen haben nicht mehr genaue Zahlen vorweisen müssen, sondern durften sich in Kategorien von 2 bis 40 Millionen Franken einteilen lassen. Trotzdem haben wichtige Agenturen wie Advico Young & Rubicam, Burson-Marsteller, Grendene Ogilvy & Mather, Grey Worldwide, JWT+H+F Werbeagentur oder TBWA Switzerland noch nicht mitgemacht. Advico war beim letzten Ranking 2002 noch auf dem 2. Platz gelandet. TBWA Switzerland erreichte Platz 5 und Grey Worldwide Platz 9. «Nach den Gründen ihrer diesjährigen Absenz zu suchen, überlasse ich den Fachmedien», meinte Bodin und verwies darauf, dass Coca-Cola Schweiz zum Beispiel seine Zahlen öffentlich machen kann, obwohl dieses Unternehmen ja nicht gerade als «unamerikanisch» gilt.
Krieg Schlupp Bürge/ Springer & Jacoby ist erst seit September 2007 Mitglied des BSW und erscheint deshalb erst im Ranking 2008. Die Agentur realisierte 2006 einen BBE in der Kategorie 7,5–10 Millionen Franken und rangiert somit aktuell unter den Top 20 der BSW-Agenturen.
«Ein Agenturranking ist keine Rangliste wie bei einer Sportveranstaltung, sondern dient vor allem als Orientierungshilfe. Für Auftraggeber können bei der Agenturwahl nebst qualitativen Aspekten auch die relative Grösse der Agentur und die zur Verfügung stehenden Resourcen ein entscheidendes Kriterium sein», meinte der BSW-Vorstand, der am Meeting auch von Vize Peter Felser und Dominique von Matt vertreten war.
Auf die «Glaubensfrage» klassisch oder integriert stellte man fest, dass heute nahezu alle führenden Agenturen beide Disziplinen in hoher Kompetenz unter einem Dach anbieten.
Bemerkenswert ist auch, dass unter den im Ranking erfassten Top 10, deren sieben Agenturen auch im aktuellen Kreativ-Ranking der Werbewoche unter den ersten 10 figurieren.
Als eine weitere wichtige News aus dem «Universum des BSW» konnte vermeldet werden, dass der Branchenverband soeben eine Kooperation mit der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) beschlossen hat. Das Patronat gilt für das «Certificate of Advanced Studies (CAS) Kundenkommunikation». Der Verband wird geeignete Dozenten stellen. Die enge Verbindung des BSW zum Sawi ist durch diese neue Kooperation nicht tangiert.
Andreas Panzeri
 
 

Global Awards I: JvM/Limmat viermal nominiert

Die Zürcher Agentur Jung von Matt/Limmat ist bei den Global Awards 2007 mit dem Kunden Gesundheitsförderung Schweiz in vier Kategorien für das Finale nominiert.

 Die Zürcher Agentur Jung von Matt/Limmat ist bei den Global Awards 2007 mit dem Kunden Gesundheitsförderung Schweiz in vier Kategorien für das Finale nominiert und hat damit Chancen auf Bronze, Silber oder Gold. Die Kampagne «Die Schweiz wird immer dicker» ist in den Kategorien «Consumer: Outdoor» und «Photography» unter den Finalisten. Nominiert sind auch die Anzeigen «SlowUp» in der Kategorie «DTC: Print Advertisement» und der TV-Spot «Spielplatz» in der Kategorie «DTC: Television Advertisement». Die Global Awards sind Teil der New York Festivals und prämieren jährlich die weltbeste Gesundheitskommunikation. Die entscheidende Jurierung wird nach Angaben von Jung von Matt/Limmat am 19. November stattfinden, die Gewinner werden anschliessend bekannt gegeben.

Christian Stoob wird Musikchef bei Radio 1

Roger Schawinski gibt für seinen neuen Sender Radio 1 die erste Ernennung im Programmbereich bekannt: Musikchef und Moderator wird der DRS 3-Moderator Christian Stoob. Er wird ab 1. März 2008 von Montag bis Freitag täglich auf Sendung sein und die Leitung der Musikredaktion übernehmen.

Roger Schawinski gibt für seinen neuen Sender Radio 1 die erste Ernennung im Programmbereich bekannt: Musikchef und Moderator wird der DRS 3-Moderator Christian Stoob. Er wird ab 1. März 2008 von Montag bis Freitag täglich auf Sendung sein und die Leitung der Musikredaktion übernehmen. Stoob hat Erfahrungen im Printbereich, beim Radio und beim Fernsehen. Er war zuerst als Moderator bei Radio Zürisee, dann während Jahren in gleicher Funktion bei Radio 24 tätig. Anschliessend war er Label Manager bei Warner Music und Geschäftsführer von Media Control Schweiz. Seit 2005 ist er Moderator bei DRS 3.
Roger Schawinski wird in einer Mitteilung mit folgenden Worten zu seinem neuen Musikchef zitiert: «Ich kenne und schätze Christian seit seiner Zeit bei Radio 24. Christian ist heute für viele Leute die sinnlichste Stimme von DRS 3. Damit setzt er den Standard für unser gesamtes Moderations- und Redaktionsteam.» Christian Stoob erklärt: «Jeder hat so seine Dinge, in denen Herzblut steckt. Roger und ich waren uns schnell einig.»

Camille Zimmermann übernimmt Leitung von Game Mediarep

Seit dem 1. November 2007 liegt die Geschäftsleitung der In-Game-Vermarktungsgesellschaft Game Mediarep in den Händen von Camille Zimmermann. Das Goldbach-Media-Tochterunternehmen wurde im April dieses Jahres gegründet.

 Seit dem 1. November 2007 liegt die Geschäftsleitung der In-Game-Vermarktungsgesellschaft Game Mediarep in den Händen von Camille Zimmermann. Das Goldbach-Media-Tochterunternehmen wurde im April dieses Jahres gegründet. Der 29-jährige Zimmermann habe bereits «immense Erfahrung» im Bereich Online-Marketing und der Online-Werbung, heisst es in ein einer Mitteilung. Er war bereits Mitarbeiter der ersten Stunde bei Adlink Schweiz, bevor er sich für drei Jahre dem Online-Dialogmarketing verschrieb. Zurück zu Goldbach Media zeichnete er in der Abteilung Business Development verantwortlich für die neue Technologie Behavioral Targeting und übernahm den Aufbau des Segments der InGame-Werbung.
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