Der GAV als Faustpfand

Presserat Die Verleger wie auch die SRG können dem Presserat (noch) nicht beitreten. Die Journalistenverbände haben ihren Entscheid auf das kommende Frühjahr verschoben.

 
Presserat Die Verleger wie auch die SRG können dem Presserat (noch) nicht beitreten. Die Journalistenverbände haben ihren Entscheid auf das kommende Frühjahr verschoben. 
Der Berufsverband Impressum beschloss es kürzlich am 16. November, der Sektorvorstand Presse und Elektronische Medien der Gewerkschaft Comedia bereits Ende Oktober: Der Entscheid, ob sie die Verleger und die SRG in den Stiftungsrat des Presserates aufnehmen wollen, soll frühestens im Frühjahr 2008 fallen. Der Grund für die Verschiebung sei, so Impressum-Sekretär Mathieu Fleury, das erst provisorisch vorliegende Verhandlungsergebnis mit der SRG. Die Zeit dränge nicht, fährt er fort: «Die grosse Gefahr war ein Nein.»
Auch bei der Comedia waren die noch ungeklärten SRG-Positionen ein Gesprächsthema, wie Comedia-Zentralekretärin Stephanie Vonarburg erklärt. Man brauche aber noch Zeit, um die Gesprächskultur und das Vertrauen zu den Verlegern wieder aufzubauen. Sie erinnert damit an die Hypothek, unter der die Verhandlungen um die Verlegereinbindung in den Presserat immer standen: der fehlende Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Unter der Führung von Präsident Hanspeter Lebrument hatte der Verlegerverband Schweizer Presse den GAV im August 2004 gekündigt und dann Verhandlungen nur unter Bedingungen führen wollen, die für die Arbeitnehmerorganisationen unannehmbar waren.
Denn auch bei Impressum besteht man auf sozialpartnerschaftlichen Abmachungen. Noch bei der letzten Delegiertenversammlung im Mai 2007 hatten mehrere Votanten gefordert, dass die Verleger zuerst einem GAV zustimmen müssten. Der ehemalige Impressum-Kopräsident Antoine Gessler beispielsweise erklärte damals: «Die Position von Impressum ist klar: Wir wollen keine Verleger im Stiftungsrat, solange kein GAV unterschrieben ist.» In der damals verabschiedeten Resolution tönte es zwar ein bisschen zurückhaltender: Ein glaubwürdiges Engagement für die Berufsethik setze «ein dezidiertes Engagement für die sozialpartnerschaftlichen Arbeitsbedingungen» voraus. Das bedeutet: «Eine ernsthafte GAV-Verhandlungsbereitschaft.»
In der Zwischenzeit haben sich die Positionen allerdings angenähert. Die fünfjährigen Verhandlungen über den Presserat veränderten die Atmosphäre. Mathieu Fleury meint: «Wir kamen zu einer neuen Gesprächskultur.» Er schränkt dann aber ein: «Ein GAV ist noch kein Thema.» Stephanie Vonarburg teilt diese positive Einschätzung, auch für sie sind die Gespräche «noch nicht so verbindlich, wie erhofft». Eine Klimaerwärmung hat die Branche offensichtlich erfasst, auch die Verleger bemühen sich um gute Stimmung. Zu ihrem Kongress (Mitte September) verkündeten sie in einer Medienmitteilung, dass – inspiriert von Verhandlungserfolgen im Bereich der Berufsethik – die beiden Seiten auch den Austausch über soziale Fragen wieder aufgenommen hätten.
Über den Verschiebungsentscheid ist man sowohl bei den Verlegern wie auch beim Presserat enttäuscht. Guido Blumer, als Vorsitzender des Departements Ethik Verhandlungsführer auf der Verlegerseite, ist über die Vertagung sogar «krass enttäuscht». Es seien «hervorragende Verhandlungen» gewesen. «Alle sind glücklich. Alle haben das Resultat gelobt.» Wenig Verständnis hat er für den von den Journalistenverbänden gemachten Link mit dem Gesamtarbeitsvertrag. Auch Presseratspräsident Peter Studer ist «frustriert», vor allem auch darüber, dass beide Verbände – oder zumindest einige Vertreter – den Presserat als «Faustpfand» bei den GAV-Auseinandersetzungen behalten möchten. Studer hoffte, den Verlegerbeitritt noch während seiner Amtszeit unter Dach und Fach bringen zu können. Bei beiden Journalistenorganisationen habe er «feurige Ansprachen» gehalten und aufgezeigt, wie stark sich die Verleger haben einbinden lassen. Insbesondere gebe es keine formellen Änderungen beim Journalistenkodex.
Auch bei den SRG-Verhandlungen sei man, so Studer, «nur noch Millimeter von einer Lösung entfernt». Die SRG befürchtet nämlich, in Zukunft überkontrolliert zu sein, da sie bereits vom Bakom, dem Ombudsmann, der unabhängigen Beschwerdeinstanz (UBI) wie auch dem Bundesgericht beaufsichtigt wird. Im Klartext: Die SRG befürchtet eine Klagenflut und damit eine Überlastung der Redaktionsleiter. Und die SRG? Sie gibt sich wieder einmal verschwiegen wie einst der Kreml. Die SRG stehe den Verhandlungen «positiv» gegenüber, erklärt Mediensprecher Daniel Steiner. Über die offenen Punkte werde weiter verhandelt. Wenn das keine Neuigkeit ist.
Hans Stutz

Espace Media verhilft Bernern zu Gratis-Internet

In Bern können Bewohner, Pendler und Touristen neu an verschiedenen Standorten kostenlos via Wireless-Verbindung auf das Internet zugreifen.

 In Bern können Bewohner, Pendler und Touristen neu an verschiedenen Standorten kostenlos via Wireless-Verbindung auf das Internet zugreifen. Das Gratis-Internet wird vom Internetportal von Espace.ch, dem Netzwerkbetreiber TheNet und Energie Wasser Bern (EWB) lanciert. Das Angebot ist an den Standorten Bahnhof Bern, Waisenhausplatz, Bärenplatz, Uni Bern und Länggasse verfügbar. TheNet unterhält seit 2002 das grossflächige Wireless-Netzwerk «wlan@thenet» in der Stadt Bern. Die Abdeckung der neuen «Hotspots» basiert sowohl auf Teilen des existierenden TheNet-Netzwerks als auch auf einem erweiterten Netzwerk, welches von TheNet und Energie Wasser Bern (EWB) gebaut wird.
Die Download-Bandbreite beträgt 300 Kilobyte pro Sekunde. Die Benutzungsdauer ist auf 30 Minuten beschränkt, will man länger surfen, muss man sich neu einloggen, wie die SDA bei TheNet erfahren hat.
Das Pilotprojekt läuft bis Mitte 2008.
Je nach Nachfrage sei durchaus denkbar, dass es danach auf weitere Gebiete ausgeweitet werde, sagte auf Anfrage der SDA Marc Gugl, Leiter Marketing and Sales bei der Internetplattform Espace.ch. Finanziert werden soll das Projekt primär durch Werbung auf der Einstiegsseite von Espace.ch.

Sonntagsblick und Euro RSCG verlängern den Vertrag nicht

Der Sonntagsblick und die Werbeagentur Euro RSCG verlängern den bestehenden Vertrag per 31. Dezember 2007 nicht. Das teilte Ringier am Mittwoch mit. Der Sonntagsblick befinde sich in einer Phase der kompletten Erneuerung.

 Der Sonntagsblick und die Werbeagentur Euro RSCG verlängern den bestehenden Vertrag per 31. Dezember 2007 nicht. Das teilte Ringier am Mittwoch mit. Der Sonntagsblick befinde sich in einer Phase der kompletten Erneuerung, heisst es weiter. Diese betreffe Redaktion, Verlag, Internet und auch die Werbeagentur. Redaktionsdirektor Marc Walder und Verlagsdirektor Thomas Passen halten in der Mitteilung fest, dass die Trennung aufgrund der grundsätzlichen Neuorientierung erfolgt sei und in keinster Weise mit der strategischen und kreativen Arbeit der Agentur Euro RSCG Zürich zu tun habe.

Lasst uns Zweitel säen

Kabelnetze Für die Halbpreisaktion der Cablecom setzt die Werbeanstalt Schweiz AG auf halbe Sachen.

 
Kabelnetze Für die Halbpreisaktion der Cablecom setzt die Werbeanstalt Schweiz AG auf halbe Sachen. 
Halb geschenkt ist ganz halbiert. Diese Tatsache hat die Werbeanstalt Schweiz AG für die Cablecom crossmedial zum Thema gemacht. Als einer der führenden Anbieter im Bereich Internet, Digitaltelefonie und digitales Fernsehen wollte die Cablecom erneut auf die Arbeit der Werbeanstalt vertrauen.
Diese hat jetzt eine erste Kampagne gestartet – und zwar nicht halbherzig, sondern mit viel medialem Power und einer durchgehend klaren Aussage durch eine Vielzahl von Werbemitteln. Die Idee: Alles wird halbiert – so wie die Preise bei der Cablecom. Auf Anzeigen und Plakaten wird die PC-Maus mit Geschenkpapier halbiert. Ein Mailing wurde kurzerhand in der Mitte zerrissen und nur eine Hälfte verschickt. Die Radiospots werden halbiert, indem man nur die Hälfte versteht. Auf raffinierte Weise halbieren auch Bustüren im öffentlichen Verkehr beim Öffnen das Key Visual dieser Kampagne für die Cablecom. Was soll also derart offensichtlich kommuniziert werden?
Der Telekommunikationsmarkt ist hart umkämpft und eine Differenzierung meist nur noch über den Preis möglich. «Oder eben über die Kommunikation», wie Reto Dürrenberger bei der Werbeanstalt meint. Seine Strategie für diese Kampagne: Jeder soll sofort verstehen, dass es bei der Cablecom jetzt auf allen Produkten eine unschlagbare Halbpreisaktion gibt. Ein Schwerpunkt unter den Promotionen ist zum Beispiel: Wer Hispeed Internet zusammen mit Digital Phone bestellt, kann 1 Jahr lang zum halben Preis surfen.
In der angespannten Marktsituation hat sich die Cablecom für eine Kommunikation ohne halbherzige Aussagen entschlossen. Dafür sind die Ideen der Werbeanstalt tatsächlich doppelt auffällig ausgefallen – mit «halben Sachen» in verschiedensten Situationen. Beim vergangenen Szene-Event Freestyle.ch sponserte die Cablecom die Halfpipe mit dem Slogan «half pipe – half price». An dieser Veranstaltung hat sich die Cablecom doppelte Sympathien geholt, indem die Softdrinks dank dem Sponsoring zum halben Preis abgegeben werden konnten – eine sinnvolle Aktion auch im Dienste der Alkoholprävention. Ähnlich geschätzt vom Publikum wird eine Aktion, wo in der Halbzeit bei ausgewählten Fussballspielen der Axpo Super League in der Halbzeit halbe Bratwürste verteilt werden. 4000 halbe Würste wurden zum Beispiel beim Spiel FC St. Gallen gegen FC Zürich gratis unter die Fans gebracht. «Hier wollten wir eine halbe Wurst schenken und nicht eine ganze zum halben Preis abgeben», erklärt CD Sarah Hiltebrand, wie das Konzept je nach Gadget auch variiert werden kann – damit der Sympathiebonus nicht zur halben Sache verkommt.
Das wäre beinahe bei der Post der Fall gewesen. Das von Hand in zwei Hälften zerrissene Mailing wirkte beim Empfänger tatsächlich so echt, dass bei der Post einige Reklamationen eingegangen sind. Grösster Beliebtheit erfreuen sich hingegen nach wie vor die halben Pizzas, die in extra konfektionierten halben Schachteln in Kooperation mit dem Pizza-Blitz schweizweit verteilt werden.
«Die Cablecom will sich bei all diesen Aktionen mit einer kleinen Aufmerksamkeit sympathisch in Erinnerung rufen und Goodwill zeigen», meint Oli Bergmann, Head of Marcom & Brand bei der Cablecom.
All diese einzelnen Aktionen werden von der Werbeanstalt ebenso crossmedial bekannt gemacht wie die ganze Kampagne quer durch alle Medien auftritt. Eine wichtige Rolle spielen hier die Radiospots. Diejenigen für die Bratwürste werden dabei nicht nur von professionellen Stimmen, sondern stilgerecht auch von den echten Grilleuren im «Vorderen Sternen» in Zürich gesprochen.
Die Kampagne und das Promotionsangebot laufen noch bis Ende Jahr.
Andreas Panzeri

Leserbrief: Selbstbeweihräucherung statt Transparenz

Leserbrief Offener Brief an den Vorstand des bsw leading swiss agencies.

 
Leserbrief Offener Brief an den Vorstand des bsw leading swiss agencies. 
Der  bsw swiss leading agencies als Branchenverband hat laut Statuten die klar definierte Aufgabe, die ihm angeschlossenen Agenturen nach aussen zu vertreten, richtig zu positionieren und mögliche negative Einflüsse zu minimieren. Originalauszug aus den Statuten:«Da die grossen Werbe- und Kommunikationsagenturen der Schweiz im bsw leading swiss agencies vertreten sind, kann der Verband seine Rolle als Standesorganisation der Schweizer Werbe- und Kommunikationsagenturen aus einer Position der Stärke heraus wahrnehmen. Er vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Auftraggebern, Medien, Öffentlichkeit und Behörden. bsw leading swiss agencies setzt sich ein für Arbeitsbedingungen und Honorare, welche hervorragende Werbearbeit und eine angemessene Rentabilität ermöglichen. Auf der anderen Seite unterstützt der Verband eine strikte Mediapolitik, die als oberstes Ziel den Kundennutzen anvisiert.
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, auf dieser Basis ein Agenturranking zu erstellen. Es hilft der Werbewirtschaft, sich ein transparentes Bild von der momentanen Lage der Agenturen zu machen. Transparenz ist eine wichtige Botschaft, wenn es darum geht, das Image einer Industrie zu korrigieren, der immer noch der Makel der Intransparenz und des Abzockertums anhaftet.
Genau hier liegt der Hund begraben. Das veröffentlichte Ranking ist nicht nur nicht repräsentativ für die Werbebranche, sondern, was noch schlimmer ist, nicht mal für den Verband. Wenn es sich wenigstens um ein verbandsinternes Ranking handeln würde – aber nein, diese unvollständige Liste wird auf breiter Ebene publiziert.
Warum diese Unvollständigkeit? Die Werbeagenturen der zwei grössten Agenturrnetzwerke der Welt konnten sich trotz mehrmaligem Anfragen nicht am Schweizer Agenturranking beteiligen. Grund: Das Sarbanes-Oxley-Gesetz hat für diese Agenturen Gültigkeit. Es erlaubt trotz gewisser Lockerungen immer noch nicht, Geschäftszahlen zu veröffentlichen.
Nehmen wir mal an, grosse und grössere Werbeagenturen wie
AY&R, Ogilvy & Mather, JWT+H+F, Grey, TBWA und die dazugehörigen Mediaagenturen, Internetagenturen sowie Direktmarketingagenturen dürften ihre Zahlen veröffentlichen – das würde eine erhebliche Verschiebung des Rankings verursachen. Folglich ist das veröffentlichte Ranking nicht repräsentativ, ein Zerrbild der Werbebranche. Und ein Akt der Unkollegialität. Steht doch ebenfalls in den Statuten:
«Folglich kann man als Mitglied des bsw leading swiss agencies mit der Solidarität der anderen Mitgliedsagenturen rechnen.»
Wie geht das einher mit dem Brandmarken von Agenturen, die ihre Zahlen nicht veröffentlichen dürfen, auch wenn sie es im Sinne der Transparenz gern würden?
In diesem Zusammenhang besonders interessant ist die offizielle Stellungname des bsw-leading swiss-agencies-Geschäftsführers Walter Merz in der Presse: «Die Agentur hat sich dem Ranking verweigert und deklariert sich nach dessen Publikation nun ohne Nachweis als Top-5-Agentur. Dies ist zwar unkonventionell, aber auch unfair. TBWA ist für den bsw klar keine Top-5-Agentur, zumindest so lange nicht, bis die Agentur Transparenz schafft und dem Verband die entsprechenden Zahlen liefert.»
Unfair von der Agentur? Es ist vielmehr unfair vom bsw swiss leading agencies, der das nicht selbst verschuldete Rankingfernbleiben grosser Agenturen einfach nicht akzeptieren will. Er leistet somit einer krassen Verzerrung des Marktes Vorschub und sorgt so für eine grobe Benachteiligung eines wichtigen Teils seiner Mitglieder.
Der Vorstand des Verbandes und in diesem Fall sein Geschäftsführer  täten gut daran, sich nicht in irgendwelchen Fehlargumentationen zu verheddern und erst dann von Transparenz zu schwätzen, wenn sie diese tatsächlich liefern. Lassen doch die veröffentlichten Zahlen noch genügend Raum für Skepsis und Spekulation.
Somit bleibt mal wieder ein fader Nachgeschmack und die Bestätigung eines Vorurteils, das uns unsere Kunden schon immer vorgeworfen haben: Selbstbeweihräucherung statt Transparenz.
Remy Fabrikant, CEO JWT+H+F

Wirz gewinnt Manor als Kunden

Die Zürcher Werbeagentur Wirz hat mit Manor einen neuen Kunden gewonnen. Das Warenhaus mit Sitz in Basel und über 70 Filialen in der Schweiz lud im Zuge einer kommunikativen Neuausrichtung zu einer Konkurrenzpräsentation ein.

 Die Zürcher Werbeagentur Wirz hat mit Manor einen neuen Kunden gewonnen. Das Warenhaus mit Sitz in Basel und über 70 Filialen in der Schweiz lud im Zuge einer kommunikativen Neuausrichtung zu einer Konkurrenzpräsentation ein. Wirz setzte sich dabei gegen verschiedene in- und ausländische Mitbewerber durch, darunter auch je eine renommierte Agentur aus Paris und Mailand. Umso grösser sei die Freude im Werbeteam rund um den Managing Director Thomas Städeli, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Auf die intensive Arbeit im Rahmen der Präsentation folge nun fast nahtlos eine ebenso intensive Zusammenarbeit mit dem Kunden für die Lancierung und Realisierung zahlreicher Projekte. Erste Arbeiten von Wirz werden im Rahmen einer breit angelegten Image-Kampagen ab Frühling 2008 zu sehen sein. 

Gesundheit!

Finanzen Ruf Lanz zeigt für BB Biotech, wie Forschung Gewinn bringt: für die Gesundheit – und an der Börse.

Finanzen Ruf Lanz zeigt für BB Biotech, wie Forschung Gewinn bringt: für die Gesundheit – und an der Börse.
Werbung für Finanzprodukte zählt unter Kreativen selten zu den Traumjobs. Meistens gilt es, golfspielende Greise in der Manier knackiger Sportsfreunde abzubilden, die mit dem Gefühl der absoluten Sicherheit irgendwo Richtung Sonnenuntergang lächeln. Ganz anders hat sich jetzt Ruf Lanz an diese Aufgabe herangewagt. BB Biotech ist eine Gesellschaft, die sich an führenden Unternehmen im Biotechnologiesektor beteiligt und es so privaten und institutionellen Investoren ermöglicht, an deren Erfolg zu partizipieren.Erst rund ein Drittel der etwa 35’000 bekannten Krankheiten ist therapierbar. Nur ein Bruchteil davon kann man heilen. Trotzdem ist der medizinische Fortschritt unverkennbar: Dank biotechnologisch hergestellter Medikamente sind heute Therapien und medizinische Eingriffe möglich, die vor zehn Jahren undenkbar waren. Die Forscher in den Biotech-Labors versuchen, die Vorgänge innerhalb des menschlichen Körpers und seiner Zellen zu verstehen. Einer der grössten Erfolge der Biotechnologie ist Insulin, das vor 30 Jahren entwickelt wurde.
Heute forschen weltweit Tausende von Biotech-Unternehmen mit Hunderttausenden von Mitarbeitern an neuen Wirkstoffen und Therapien gegen Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer. Mittlerweile kommt mehr als jedes zweite neu zugelassene Medikament aus den Labors der noch jungen Biotech-Industrie. Die Demografie sorgt für eine erhöhte Nachfrage, denn die Menschen in den Industrieländern werden immer älter. Die Umsätze wachsen rasch, und die Entwicklungs-Pipelines der Unternehmen sind voll – zum doppelten Wohl von Patienten und Anlegern.
BB Biotech ist einer der weltweit grössten Investoren im Biotech-Sektor und beteiligt sich weltweit an erfolgreichen Firmen dieser langfristig orientierten Industrie. Seit der Erstnotierung 1993 in der Schweiz ist der Aktienkurs der BB-Biotech-Aktie um 361 Prozent gestiegen. Die verantwortliche Vermögensverwaltung ist die Bellevue Asset Management AG in Küsnacht, die gemeinsam mit der Bank am Bellevue zur Bellevue Group AG gehört.
Performance: 361 ProzentJetzt hat BB Biotech erstmals auch in prägnante Werbung investiert. Um neue Investoren auf BB Biotech aufmerksam zu machen, wurde Ruf Lanz nach einer mehrstufigen Präsentation mit der Konzeption einer Printkampagne beauftragt. Die Kreativagentur hat es verstanden, das komplexe Thema plakativ und überraschend auf den Punkt zu bringen. Den drei Kernbotschaften wurde je ein eigenes Sujet gewidmet: Das Sujet «Lourdes» zeigt, dass Wunder leider nicht alle Krankheiten heilen können. Die Menschheit bleibt auf innovative Medikamente angewiesen. Daher lohnt es sich, in Medikamente von morgen zu investieren. Das Sujet «Champagner aus Reagenzgläsern» visualisiert die attraktive Performance seit der Erstnotierung im Jahr 1993. Und das Sujet «Geburtstagstorte mit 120 Kerzen» dramatisiert die ständig steigende Nachfrage nach Biotech-Produkten, weil die Menschen immer älter werden.
Die Anzeigen sind seit Mitte November in Wirtschaftstiteln in der Schweiz und in Deutschland zu sehen.
Andreas Panzeri

Schweizer Fernsehen räumt New York mehr Platz ein

Das Schweizer Fernsehen baut seinen Korrespondentenposten in New York aus. Nach der Ablösung von Denise Langenegger durch den 28-jährigen Arthur Honegger im nächsten Frühling, will SF die Hintergrund- und Wirtschaftsberichterstattung aus den Vereinigten Staaten verstärken.

 Das Schweizer Fernsehen baut seinen Korrespondentenposten in New York aus. Nach der Ablösung von Denise Langenegger durch den 28-jährigen Arthur Honegger im nächsten Frühling, will SF die Hintergrund- und Wirtschaftsberichterstattung aus den Vereinigten Staaten verstärken. Die 38jährige Langenegger hatte die Zweigstelle in New York aufgebaut und kehrt im Frühling nach zehn Jahren nach Zürich-Leutschenbach zurück.«Die USA bieten – neben der offiziellen Politik – eine riesige Fülle von Themen. Es freut mich, dass wir für diese herausfordernde Aufgabe mit Arthur Honegger einen neugierigen, jungen Kollegen gewinnen konnten», sagte SF-Chefredaktor Ueli Halidmann.
Honegger ist derzeit Redaktor bei «Schweiz Aktuell» und wird in den USA neben der Betreuung eines breiten Themenspektrums und der Berichterstattung aus allen Teilen des Landes auch Washington-Korrespondent Tilman Lingner vertreten.

Zwei Parteien in der Top-30-Liste von Media Focus

Media Focus meldet einen sehr guten Werbemonat Oktober: Im Vergleich zur Vorjahresperiode ist der Werbedruck um 16,7 Prozent angestiegen. Der Werbemarkt Politische Kampagnen wuchs um satte 458,1 Prozent.

 Media Focus meldet einen sehr guten Werbemonat Oktober: Im Vergleich zur Vorjahresperiode ist der Werbedruck um 16,7 Prozent angestiegen. Wie erwartet verbuchte der Werbemarkt Politische Kampagnen den stärksten Zuwachs: Er erzielte ein sattes Plus von 458,1 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode, in welcher bekanntlich keine eidgenössischen Wahlen stattfanden. Die Parteien liessen sich die Endphase des Wahlkampfes 17,1 Millionen Franken kosten. Die Schweizerische Volkspartei (SVP) liegt auf Rang 7 unter den Top 30 der grössten Werbetreibenden. Die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) kam auf den 11. Platz und war damit die zweite Partei unter den 30 grössten Werbetreibern der Schweiz.
Neben der Politik zeigte mit einem Plus um 54 Prozent bzw. 18,9 Millionen Franken auch der Schlüsselmarkt Unterhaltungselektronik/Foto/Filme einen überdurchschnittlich starken Zuwachs im Oktober 2007. Branchenübergreifend hat zudem erneut die Imagewerbung einen hohen Anteil: Mit einem Zuwachs um 54,9 Prozent haben Unternehmen 19,9 Millionen Franken für Werbung ohne Produktbezug ausgegeben. Am stärksten gesunken ist der Werbedruck im Bereich Tabakwaren: Dieser Markt verzeichnet ein Minus um 68,7 Prozent.

Internet-Award «Best of Swiss Web 2008» lanciert

Ab sofort können die Schweizer Web- und Mobile-Projekte wieder ins Rennen um die Auszeichnung «Best of Swiss Web 200» geschickt werden. Bis Ende Jahr werden die Anmeldungen entgegengenommen.

 Ab sofort können die Schweizer Web- und Mobile-Projekte wieder ins Rennen um die Auszeichnung «Best of Swiss Web 200» geschickt werden. Bis Ende Jahr werden die Anmeldungen entgegengenommen. Am 11. März wird dann das beste Schweizer Webprojekt mit dem «Master of Swiss Web» ausgezeichnet. Gleichzeitig werden die herausragenden Projekte in acht Fach- und drei Spezialkategorien prämiert. Neu steht der bereits zum achten Mal ausgetragene Award unter einem Motto: «Das Web ist rund». Entsprechend sind den Fussball-Sites drei Spezialkategorien gewidmet. Nebst Internet-Initiativen und  -Kampagnen rund um das Fussballjahr 2008 seien spezifische Web-Applikationen wie Spiele oder multimediale Informationsservices gefragt, heisst es in einer Mitteilung. Neben dieser Fussball-Jurierung wird eine Publikumswahl der besten Website eines Schweizer Fussballclubs durchgeführt. Weiter kommt eine interdisziplinäre Spezialjury, bestehend aus Fussball- und IT-Profis, zum Einsatz, welche die beste Site der europäischen Nationalmannschaften kürt.
Die «Best of Swiss Web» Association, zusammengesetzt aus dem Branchenverband Simsa, der Fachzeitschrift Netzwoche und rund 90 Jurymitgliedern, fördere mit dem Award die Schweizer E-Business, Internet- und Mobile-Branche, heisst es in der Mitteilung.
 
Für mehr zum «Best of Swiss Web 2008» siehe
 Internet-Award: Da geht was ab
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Internet-Award: Da geht was ab

Best of Swiss Web Das Rennen um die Auszeichnung der besten Schweizer Web-Projekte des Jahres ist eröffnet. Ziel des Wettbewerbs ist es nach wie vor verbindliche Qualitätsstandards für die ICT-Branche zu setzen.

 
Best of Swiss Web Das Rennen um die Auszeichnung der besten Schweizer Web-Projekte des Jahres ist eröffnet. 
Stillstand ist Rückschritt, lautet ein bekannter Sinnspruch. Mit Best of Swiss Web 2008 halten einige Neuerungen Einzug bei den begehrten Internet-Oscars. Die grosse Award Night wird schon im März über die Bühne gehen. Auch wenn bei Best of Swiss Web keinerlei Gefahr eines unmittelbaren Ablebens besteht, bleibt der Schweizer Internetpreis trotzdem immer in Bewegung. In seinem achten Jahr stehen einmal mehr grössere Neuerungen an. Betroffen von den Änderungen sind sowohl der zeitliche Ablauf und die zu verleihenden Preise als auch die Rolle der Jury. Damit einher geht eine klarere Positionierung des Hauptpreises: Der Master of Swiss Web wird komplett zum Publikumspreis.Neu: BranchenübersichtDie Neuerungen beginnen bei der Eingabe: Jedes Projekt wird nun bei der Einreichung vom Teilnehmer einer Wirtschaftsbranche zugeteilt. Zweck dieser Übung ist es, Aufschluss über das Abschneiden der verschiedenen Branchen zu erhalten: Welche Branche verzeichnet die meisten, welche die besten Eingaben? Die besten Projekte jeder Branche werden kommuniziert, Preise werden dafür allerdings nicht verliehen.
Nach wie vor sind alle natürlichen und juristischen Personen mit Wohnsitz respektive Domizil in der Schweiz zur Teilnahme berechtigt. Zugelassen sind Arbeiten aus den Bereichen E-Business und Internet in einer oder mehreren der acht Kategorien. Diese bleiben unverändert: Technology Quality, Technology Innovation, Creation, Business Efficiency, Marketing-Sites, Online and Mobile Campaigns, Usability und Public Affairs. 2008 gesellt sich unter dem Motto «Das Web ist rund» zudem das erste Mal ein Jahresthema zu den etablierten Kategorien. Hier werden Konzepte rund um den Fussball unter die Lupe genommen. Alle eingereichten Produktionen müssen 2007 online gegangen oder zu wesentlichen Teilen im letzten Jahr produziert worden sein.
Neu: Olympischer PreisregenNeu wird es in den Kategorien aber nicht mehr nur Sieger und Gütesiegelempfänger geben. Der Kategoriensieger erhält nun ein Goldsiegel für ein in allen Belangen exzellentes und richtungsweisendes Projekt seines Fachgebietes. Daneben werden in jeder Kategorie neu auch Silber- und Bronzesiegel verteilt. Mit Silber können die Mitglieder der Fachjurys bis zu drei in ihrer Umsetzung vorbildliche, mit Bronze bis zu fünf in einem besonderen Aspekt überzeugende Projekte auszeichnen.
Von den Eingaben, welche die Vorjurierung überleben und am eigentlichen Jurytag diskutiert werden, soll in Zukunft keine leer ausgehen. Wer es so weit geschafft hat und auf die Shortlist genommen wurde, erhält ab Best of Swiss Web 2008 automatisch ein Label zusammen mit einer lobenden Erwähnung als solides ICT-Projekt «swiss made».
Neu: Publikum bestimmt MasterWer den Master gewinnen will, wird zwar auch in Zukunft eine Nominierung durch die Gesamtjury benötigen. Nominiert werden zum einen automatisch jene zehn Projekte, die in der Siegelverteilung und Shortlist-Platzierung am besten abschneiden. Damit dürften also diejenigen Projekte, die in möglichst vielen Kategorien eingereicht wurden und dort auch gut abschnitten, die grösste Chance haben, zur Masterkür nominiert zu werden.
Die Jury allerdings verfügt über ein Vetorecht oder kann einem Projekt eine Wildcard verschaffen. Damit hat die Einflussnahme der Juroren jedoch ein Ende. Danach entscheiden allein die Netzwoche- und Netzwoche-Ticker-Leser und schliesslich das Saalpublikum an der Preisverleihung, wer die begehrte Trophäe nach Hause nehmen kann. Das bisherige Votum der Jury entfällt, Leser- und Publikumsstimmen werden gleich gewichtet.
Wer sich einen der begehrten Preise von Best of Swiss Web sichern will, muss jetzt handeln: Die Eingabefrist läuft ab sofort bis zum 28. Dezember. Noch im Januar werden die Jurys tagen und damit die Vorarbeit für die anschliessende Leserwahl bis Mitte Februar leisten. Der feierlichen Preisverleihung im würdigen Rahmen steht dann nichts mehr im Weg. Wer sich die Gold-, Silber- und Bronzesiegel sichert und wer neuer Master of Swiss Web wird, entscheidet sich am 11. März 2008 im Kongresshaus Zürich.   
Alessandro Monachesi
Best of Swiss Web 2008: Der Zeitplan 
21. November 2007:
Start der Eingabefrist
28. Dezember 2007:
Anmeldeschluss
7. bis 18. Januar 2008:
Vorjurierung der eingereichten
Projekte, Erstellen der Shortlist
23. Januar 2008:
Jury-Tag, Bestimmung der Gewinner und Nominierungen für den Master of Swiss Web
30. Januar 2008:
Beginn der Masterwahl mit der Präsentation der Master-Nominierungen in der Netzwoche
15. Februar 2008:
Abschluss der Leserwahl
11. März 2008:
Award Night, Preisverleihung im Kongresshaus Zürich und Masterwahl, Präsentation des ICT-Jahrbuchs 2008
Was ist Best of Swiss Web? 
Best of Swiss Web
ist eine Initiative der Swiss interactive media and software association (Simsa) und der Netzwoche. Best of Swiss Web hat zum Ziel, den Einsatz von E-Business und Internettechnologien in Schweizer Unternehmen zu fördern sowie für die Schweizer ICT-Branche verbindliche Qualitätsstandards zu setzen. Die Trägerschaft obliegt dem Verein Best of Swiss Web Association.

«Keine Signale, dass Ringier auf die Schnelle viel verändert»

Radio BE 1 geht von der NZZ-Tochter Freie Presse Holding an Ringier über. Die Werbewoche sprach mit Martin Freiburghaus, dem Geschäftsführer der Radio-BE1-Betreiberin Radig AG. Er äussert sich zum Abschied von der NZZ, der Mediensituation in Bern und den Möglichkeiten mit Ringier.

Radio BE 1 geht von der NZZ-Tochter Freie Presse Holding an Ringier über. Die Werbewoche sprach mit Martin Freiburghaus, dem Geschäftsführer der Radio-BE 1-Betreiberin Radig AG. Er äussert sich zum Abschied von der NZZ, der Mediensituation in Bern und den Möglichkeiten mit Ringier. Werbewoche: Bedauern Sie es, dass Sie nun nicht mehr zur NZZ gehören? Martin Freiburghaus: Das ist keine Frage des Bedauerns oder Nicht-Bedauerns. Es ist nun mal eine gesetzliche Bestimmung, dass ein Unternehmen nur zwei Konzessionen haben darf. Wir haben mit der NZZ gut zusammengearbeitet und wir werden auch mit Ringier gut zusammenarbeiten. Keine Angst davor, dass nun bei Ihnen alles umgestellt wird? Nein, es gab keine Signale, dass Ringier auf die Schnelle viel verändern will. Radio BE 1 ist auf den Hörermarkt und dem Werbemarkt die lokale Nummer 1, es gibt keinen akuten Anlass zu grossen Veränderungen.
Ringier will auf Multimedialität setzen und Medien gattungsübergreifend zusammenbringen. Gibt es Pläne für Kooperationen mit anderen Ringier-Medien? Der Kaufvertrag wurde erst am Dienstag unterschrieben; viele Pläne zum operativen Betrieb haben wir noch nicht geschmiedet. Es bestehen aber natürlich Synergiemöglichkeiten.
Zum Beispiel eine Kooperation mit der Abendzeitung Heute? Das ist eine denkbare Möglichkeit.
Fehlt Ihnen nicht der lokale Printpartner, so wie ihn Ihre Konkurrentin Capital FM mit den Zeitungen der Espace Media hat? Für uns ist es sehr wichtig, dass wir auf einen starken Partner zählen können – gerade angesichts der übermächtigen lokalen Medienkonkurrenz. Wir brauchen ein Gegengewicht zur Espace Media. Wir hatten eine Medienpartnerschaft mit dem Bund, die sogar über den Verkauf der Bund-Anteile seitens der NZZ bestehen blieb. Nun sind neue Partnerschaften möglich. Hier bietet uns Ringier mit seinen Titeln wohl auch die grösseren Möglichkeiten als die NZZ, die ja ein eher älteres Publikum anspricht.
Wie haben Ihre Mitarbeiter den Verkauf aufgenommen? Sehr gut – nicht, weil sie erleichtert waren, von der NZZ wegzukommen. Aber wenn wir schon verkauft werden, dann doch am liebsten an ein grosses Medienhaus wie Ringier.
Ist das Radiomachen ohne einen solchen Besitzer im Hintergrund nicht mehr möglich? Auf dem Platz Bern könnte es angesichts der lokalen Medienübermacht tatsächlich schwierig werden.
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